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Tierrechtsforum:
Jäger erschießt zahmen Fuchs

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Jäger erschießt zahmen Fuchs

Autor: Detlef A. | Datum:
Jäger erschießt zahmen Fuchs
Besitzer stellen StrafanzeigeJäger

Sybille Klages und ihr Mann Klaus haben Strafanzeige gegen den Jäger Werner Bosch gestellt. Dieser hatte angeblich den zahmen Fuchs des Ehepaars erschossen.

Begründet hat Klaus Klages die Anzeige mit Umweltverschmutzung und Trinkwassergefährdung im Quellgebiet. Der Jäger soll den toten Fuchs die Magfall-Leiten hinunter geworfen haben

Die Klages hatten den Fuchs im Frühjahr halb verhungert aufgelesen, ihn "Stella" getauft und ihn aufgepäppeltl.


25.11.01 Merkur-Online.de

Fuchs verendete qualvoll in der Falle

Autor: Detlef A. | Datum:
Spaziergängerin fand in Gräfrath das Tier / Kind hätte beim Spielen in die Falle geraten können

(RP). Schrecklicher Fund in Gräfrath: Eine Spaziergängerin aus der Nachbarschaft entdeckt an der Kreuzung des Wanderweges in der Nähe des Rathlandes einen Fuchs. Er steckt in einer Schlagfalle fest, hat sich seit Stunden das rechte Pfotengelenk bis auf die Knochen aufgescheuert. Das Tier lebt noch. Die Frau verständigt den Jagdaufseher, der den Fuchs sofort von seinen Qualen erlöst.

"Wir suchen den, der so etwas verursacht hat." Entsetzt äußerte sich Amtstierarzt Ernst-Otto Muhs gestern gegenüber der Morgenpost. Nicht auszudenken, wenn Kinder beim Spielen in die Falle geräten wären. Auch Spaziergänger hätten hineintreten können. Durch das trockene Herbstlaub wäre sie perfekt getarnt. Ebenso hätte natürlich ein Hund beim Spaziergang leicht mit seinen Pfoten in die Falle kommen können.

Für den Amtstierarzt ist der Fallensteller mehr als ein gewissenloser Mensch. "Das ist brutal! Das ist Rohheit!" Muhs geht jedenfalls davon aus, dass der Unbekannte genau wusste, was er anrichtet. "Das war Vorsatz!" Denn die Schlagfalle war mit einem kleinen Draht festgebunden gewesen. Der Fuchs hätte sie also nicht wegschleppen können. Er hatte sich nicht nur sein Fell aufgescheuert, sondern Muskulatur und Sehnen bis auf die Knochen durchtrennt.

Wegen Tierquälerei ist jetzt Strafanzeige gestellt worden. Schlagfallen sind in Deutschland strikt verboten. Selbst Jäger dürfen sie nicht benutzen. Die in Gräfrath eingesetzt Falle wurde als Beweismittel gesichert. Außerdem wurden Fotos von dem Fuchskadaver gemacht. So einen drastischen Fall hat Ernst-Otto Muhs bisher jedenfalls noch nicht erlebt.

"Ich denke, der Fuchs ist gegen drei oder vier Uhr in der Früh in die Falle geraten." Nach den Verletzungen an der rechten Pfote zu urteilen, muss das Tier vier oder fünf Stunden qualvoll in der Falle gesteckt haben. Gegen 10 Uhr am vorgestrigen Donnerstag hatte der Jagdaufseher das von ihm erlegte Tier ins Veterinäramt an der Raffaelstraße in Wald gebracht.

Über die Motive des Fallenstellers kann der Amtstierarzt nur spekulieren. "Ich nehme an, jemand hatte die Nase voll, dass seine Hühner vom Fuchs gefressen wurden."

Von GÜNTER TEWES

25.11.01 RP-Online.de