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Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Anzahl Beitr├Ąge in diesem Thread: 14

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Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Liliales | Datum:
http://www.tiertime-goettingen.org/

Re: Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Liliales | Datum:
Oh, ja, ich hatte die Unterseiten gar nicht gelesen. :(
Du meintest sicher auch "Haben Sie Sich schon einmal Gedanken dar├╝ber gemacht, Vegetarier oder Veganer zu werden?" und den Text danach?
Nun habe ich auch das Bild vom Grunzmobil gesehen, der Audruck fordert auch dazu auf, Vegetarier zu werden.... :(

Re: Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Hannes Benne | Datum:
Liliales schrieb:
>
> Oh, ja, ich hatte die Unterseiten gar nicht gelesen. :(
> Du meintest sicher auch "Haben Sie Sich schon einmal Gedanken
> dar├╝ber gemacht, Vegetarier oder Veganer zu werden?" und den
> Text danach?
> Nun habe ich auch das Bild vom Grunzmobil gesehen, der
> Audruck fordert auch dazu auf, Vegetarier zu werden.... :(

Ja, die beiden Stellen meinte ich. Was mir noch aufgefallen ist, dass die B├╝cher bei den Literturangaben veraltet und/oder unbrauchbar sind.
Mehr hab ich mir von der Seite bisher nicht angesehen.

Re: Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Liliales | Datum:
Mhm. :(
Ich hatte in ner lokalen Veganergruppe (facebook) zugesichert, dass ich eventuell beim Grunzmobil mit flyer verteilen w├╝rde, aber das wird ja nun nichts. Das habe ich eben mit der entsprechenden Begr├╝ndung geschrieben, wurde erst gar nicht verstanden und nun:
"verstand nich, wie du das meinst. ist nicht meine meinung, aber nun wei├č ich, was du meinst... - denke sehr wohl, dass man durch sein vegi sein etwas f├╝r die tiere un ihre rechte, vor allem das nat├╝rliche recht auf leben, tut"
Und nun wei├č ich mal wieder nicht, was ich da am besten drauf antworte... :(

Re: Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Hannes Benne | Datum:
> Und nun wei├č ich mal wieder nicht, was ich da am besten drauf > antworte... :(

Ich w├╝rde ihnen erkl├Ąren, dass man als Vegetarier ebendso f├╝r die Gefangenhaltung und T├Âtung von Tieren (also f├╝r die Verletzung von Tierrechten) verantwortlich ist, wie als Leichenesser.
Und das man als Tierrechtler deswegen f├╝r Veganismus und nicht f├╝r Vegetarismus werben sollte.

Re: Was haltet ihr von der Tier Time e.V.?

Autor: Liliales | Datum:
Ziemlich genau das hatte ich geschrieben - darauf kam dann diese Reaktion.. :(
Dann hat auch noch wer anders sowas geschrieben von "besser weniger als gar keine Änderung". mh :(

Grunzmobil [der Albert Schweitzer Stiftung]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Am besten druckst Du einen Stapel VsM aus, gehst da hin und kl├Ąrst die Grunzmobilisten auf (und die Passanten).

Heute in Frankfurt, Hauptwache, Plastikschwein und Gro├čbildschirm mit Filmen, Unterschriftslisten und der "Selbst wenn"-Brosch├╝re.

Es dauerte eine Weile, ehe ich angesprochen wurde (obwohl ich mich auff├Ąllig f├╝r das ganze interessierte), fast h├Ątte ich selbst die Initiative ergreifen m├╝ssen.

Endlich fragte ein Grunzmobilist (der, wie gleich zu sehen sein wird, symptomatisch f├╝r diese Szene ist), ob ich nicht die U-Liste unterschreiben wolle.
- Wof├╝r?
- F├╝r die Einhaltung zumindest der grundlegenden Bestimmungen, so dass man die Betriebe verklagen kann, wenn sie sich nicht dran halten. [?]
- Und das bewirkt diese Unterschriftsliste?
- Die kommt in den Bundestag!
- Was soll das bringen?
- Ab 50000 muss sich der Bundestag damit befassen [dann merkte er selbst immerhin] wie der dann abstimmt ist eine andere Frage.
- Und die Einhaltung der Bestimmungen reicht?
- Wir wollen nat├╝rlich auch, dass die Leute weniger oder gar kein Fleisch essen!
- Was soll das bringen?
- Dann gibt es keine Massentierhaltung mehr!
- Wenn die Leute "weniger Fleisch" essen, gibt es keine Massentierhaltung mehr?
- Naja, das ist nat├╝rlich eine Frage der Menge.
- Wieso wird dann dazu aufgefordert, "weniger Fleisch" zu essen, statt damit aufzuh├Âren, Tiere umzubringen und vegan zu werden?
- Ja, also genau, wir hier sind ja alle vegetarisch oder vegan [soweit ersichtliich trugen fast alle Tierhautschuhe], aber man kann ja nicht zu den Leuten hingehen und sagen, sie sollen morgen vegan sein.
- Warum?
- Ja, weil das nicht geht.
- Warum?
- Weil das die Leute ├╝berfordert.
- Warum?
- Ja, so fragt meine kleine Tochter auch.
- Kluges Kind. [Jetzt mischte sich eine Transpihalterin ein: "man muss kleine Schritte gehen"]
- Ja, genau.
- Kleine Schritte ├╝ber Leichen?
- Ja, dann sind Sie also vegan und tun nichts, toll.
- Wieso tue ich nichts?
- Ja, Sie tun ja nichts! [anscheinend hat er die Bedeutung von "ja" nicht so recht verstanden]
- Was soll das hei├čen, ich tue nichts?
- [Offenbar d├Ąmmerte ihm, dass das eine Fangfrage sein k├Ânnte.] Ja jetzt tun Sie nichts, Sie halten uns von der Aufkl├Ąrung ab!
- Dann tue ich doch was, ich verhinderte, dass den Leuten weisgemacht wird, dass es okay sei, "Fleisch" zu essen oder "vegetarisch" zu werden, statt ihnen klar zu machen, dass das falsch ist.

Hier unterbrach dann der Leiter, ich m├Âge beiseite gehen, er m├╝sse ein Foto machen (den anderen sagte er, das Foto sei dazu da, um das ganze f├╝r die Anmeldung zu dokumentieren, da habe es unterschiedliche Ansichten gegeben, wo und wie sie zu stehen haben).

Der Grunzmobilist wollte die Unterhaltung offenbar nicht fortsetzen und bem├╝hte sich, mich zu ignorieren. Als ich nachhakte, verwies er mich an "Carsten" (den Leiter). Der war allerdings grade mit Zettelsortieren o.├Ą. besch├Ąftigt.

Danach unterhielt ich mich noch mit einer Plakathalterin, die mich allerdings erkannt hatte. Auch sie vertrat die "kleine Schritte"-These und behauptete, es w├╝rde ja sonst niemand stehenbleiben/zuh├Âren. Ich fragte, warum das dann bei unseren Aktionen anders sei. Sie schien etwas offener f├╝r die Fakten und sagte, wenn das so sei, wolle sie sich unseren n├Ąchsten Infostand mal ansehen ... (f├╝r ihren Bruder, der Vegetarier sei und nicht vegan w├╝rde, obwohl er nicht bl├Âd sei [und obwohl[sic!] sie ihm vermutlich d├╝mmliche ASS-Brosch├╝ren gegeben hat und die "kleine Schritte"-Methode angewendet], gab ich ihr VsM mit - ich hatte leider nicht vorher daran gedacht und daher nur eins mit -, sie wollte es versuchen). Na, schauen wir mal.

Achim

Re: Grunzmobil

Autor: Liliales | Datum:
Na, das kligt ja sehr vielversprechend. :-/

Hast du dir das Gespr├Ąch wortw├Ârtlich gemerkt? (sorry wegen OT)

Schade, dass ich nicht dein Selbstbewusstsein habe.. und hier wird/w├╝rde (wei├č ja noch nicht, ob ich dann wirklich hingehe) es so sein, dass ich die Einstellung der meisten Anwesenden so grob kenne, "kleine Schritte" usw., und teilweise entsprechende Diskussion schon statt gefunden hat.

Leider habe ich zur Zeit keine Drucker, mal sehen, ob ich morgen mal n fremden benutzen kann.
Aber w├Ąre dann VsM wirklich das richtige? Denke mal, die "Grunzmobilisten" werden da so ziemlich alle vegan sein, es geht darum, was sie wie vermitteln...

Re: Grunzmobil

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> Hast du dir das Gespr├Ąch wortw├Ârtlich gemerkt? (sorry wegen OT)

Ist ein Ged├Ąchtnisprotokoll, aber ich habe kein eidetisches Ged├Ąchtnis, so dass nicht alles wortw├Ârtlich ist, und es fehlen auch ein paar herumm├Ąandernde Gespr├Ąchsteile, aber im wesentlichen d├╝rfte es schon recht exakt wiedergegeben sein. Hatte ich vergessen, dazu zuschreiben. Zuk├╝nftig sollte ich sowas wohl mit versteckter Kamera dokumentieren;-).

> Leider habe ich zur Zeit keine Drucker, mal sehen, ob ich
> morgen mal n fremden benutzen kann.

Normalerweise kann man in Copyshops auch PDFs ausdruckenlassen (was dann auch eine bessere Qualit├Ątist als eine Fotokopie, zumal wenn von einem Tintenstrahldrucker, au├čerdem glaube ich teilweise g├╝nstiger bei hinreichend vielen Kopien).

> Aber w├Ąre dann VsM wirklich das richtige? Denke mal, die
> "Grunzmobilisten" werden da so ziemlich alle vegan sein, es
> geht darum, was sie wie vermitteln...

Hm, in Frankfurt wie gesagt waren wohl die wenigsten vegan. Aber selbst wenn, geht es dabei ja grade darum,aufzuzeigen, wie absurd ihre Forderung, "heute mal vegetarisch" zu essen ist, weil eben Vergetarier M├Ârder sind.

Alternativ ginge nat├╝rlich auch ein spezielles Flugblatt (w├Ąre sicher auch sinnvoll bei den weiteren Terminen, hier lesen ja sicher Leute aus dem einen oder anderen Stadt mit,die sie noch heimsuchen wollen), hier mal ein Entwurf (f├╝r Dich ist es zeitlich jetzt etwas zu knapp,sch├Ątze ich):

Zitat: ASS: "Kleine Schritte" ├╝ber Leichen gehen

Die Albert-Schweizer-Stiftung fordert mit ihrer "Grunzmobil"-Kampagne bzw. ihrer "Selbst wenn"-Brosch├╝re dazu auf
* Tiere zu ermorden und ihre Leichen zu verzehren 1)
* K├╝ken und Hennen f├╝r die Eierproduktion zu ermorden 2)
* K├Ąlber und K├╝he f├╝r die Milchproduktion zu ermorden 3)
* Z├╝chtung und Gefangenhaltung zwecks Ermordung fortzusetzen 4)
Sie suggeriert, dass
* Einzelhaft der "Massentierhaltung" bzw. mehr Ausbeutungsbetriebe (mit entsprechend weniger Gefangenen pro Betrieb) wenigen vorzuziehen sind
* Verst├╝mmelung von Tieren in Ordnung w├Ąre, wenn sie dabei bet├Ąubt w├Ąren etc.
* Unveganismus akzeptabel sei, wenn dieser in geringerem Ma├če durchgef├╝hrt w├╝rde
und konterkariert damit tierschutzypisch 5) die Forderungen von Tierrechtlern, Tierausbeutung und Mord abzuschaffen.

Der Grund f├╝r die Forderungen nach "kleinen Schritten", die ├╝ber Leichen und keineswegs zur Abschaffung von Tierausbeutung f├╝hren, sondern diese zementieren 6), liegt auf der Hand: auf der ASS-Kampagnenseite ist das "Spendenziel" der "Grunzmobil"-Kampagne (24000 Euro) prominent hervorgehoben. Wer aber von all den "Ich esse nur ganz wenig Fleisch"-Tierfreunden (und -m├Ârdern) etc. Spenden einnehmen will, darf diese nicht allzu deutlich auf das Verbrecherische ihres Tuns hinweisen.

Wie schon bei anderen Befreiungsbewegungen ist die Forderung nach "Verbesserungen" (und damit Fortsetzung) statt Beendigung der Ausbeutung fatal 7). Auch wenn sich inzwischen sogar einige Spendensammelorganisationen das Wort vegan auf die Fahnen schreiben 8): Wer nicht diesen blutigen Weg gehen will, wird vegan und vertritt, um einen Bewusstseinswandel zu erreichen statt Ablasshandel zu betreiben 9), selbstverst├Ąndlich auch die ethische Minimalforderung: Veganismus.

Mehr dazu unter www.veganismus.de, www.vegetarier-sind-moerder.de, www.govegan.de, www.abolitionismus.de.

[1] "Essen Sie weniger [...] Fleisch" vgl. http://tierrechtsforen.de/14/2371/2378
[2], [3] "Heute vegetarisch essen", "das vegetarische Angebot [...] verbessern" uvm., vgl. "Vegetarier sind toll - ein Lob des Vegetarismus" http://antispe.de/txt/vegetarier-sind-toll.html
[4] diese lediglich zu reformieren ("Tierschutzstandards zu erh├Âhen", Unterschriftsliste usw.)
[5] siehe "Tierrechte vs. Tierschutz, Abolitionismus vs. Reformismus" http://tierrechtspartei.de/tstr
[5], [6] siehe dazu "Neuer Tierschutz - Anspruch und Wirklichkeit" http://antispe.de/txt/neuer-tierschutz.html
[7] siehe "Rassismus- und Sklaverei-Parallelen" http://tierrechtsforen.de/rassismus-speziesismus
[8] vgl. http://maqi.de/presse/weltvegantag2011.html
[9] siehe http://maqi.de/txt/agenda.html

V.i.S.d.P. Maqi - f├╝r Tierrechte, gegen Speziesismus, c/o Achim St├Â├čer, Berliner Str. 34, D-63619 Bad Orb, mail@maqi.de, http://maqi.de


Also auf in Dein Gackergef├Ąhrt oder Muhmobil ...

Achim

Re: Grunzmobil

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Hm, kann es sein, dass das "Grunzmobil" in G├Âttingen ausgefallen ist?

Achim

Re: Grunzmobil

Autor: Liliales | Datum:

Zitat: Hm, kann es sein, dass das "Grunzmobil" in G├Âttingen ausgefallen ist?


Allerdings - gab Stress mit den Beh├Ârden.
Mich st├Ârt's nicht. ;)
Aber es wird wohl wann anders dann doch noch nach G├ kommen, die Idee mit dem speziellen Flyer finde ich gut, mal sehen. :)

Albert Schweitzer Stiftung wirkt auf Z├╝chtung, Haltung und T├Âtung der Tiere hin

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Hier ein paar Beispiele, wie kontraproduktiv dieser Spendensammeltierschutzverein arbeitet.

Zitat: Studiogast Mahi Klosterhalfen ist gesch├Ąftsf├╝hrender Vorsitzender der "Albert Schweizer Stiftung f├╝r unsere Mitwelt". Seit seinem Studium setzt sich der Veganer aktiv gegen die Massentierhaltung und f├╝r eine weniger qualvolle Z├╝chtung und T├Âtung von Nutztieren ein. F├╝r die Stiftung f├╝hrt Mahi Klosterhalfen unter anderem Gespr├Ąche mit dem Lebensmitteleinzelhandel. http://www.stern.de/tv/sterntv/stern-tv-testet-verbraucher-wie-viel-wuerden-sie-fuer-dieses-fleisch-bezahlen-2113507.html
"Gesch├Ąftsf├╝hrer" zeigt ja schon, worum es geht: Gesch├Ąft mit Ablasshandel.

Zitat: Noch g├Ąbe es keine gesetzliche Kennzeichnungspflicht, bem├Ąngelte Experte Mahi Klosterhalfen von der "Albert Schweizer Stiftung f├╝r unsere Mitwelt" im Gespr├Ąch mit Steffen Hallaschka. "Die Einf├╝hrung einer solchen Kennzeichnungspflicht bei Eiern hat am Markt viel bewirkt und w├Ąre auch bei Fleisch und Fleischprodukten angebracht", so der Experte. a.a.O.


Zitat: Ihre umfassende Verbreitung ist ein langwieriger Prozess, der Zwischenschritte erfordern kann, die wir begr├╝├čen. Dazu z├Ąhlen auch die Reduktion des Fleischkonsums und die vegetarische Ern├Ąhrung. Da ein Ende der Nutzung von Tieren als Nahrungsquelle derzeit nicht absehbar ist, wirken wir zudem auf eine weniger qualvolle Z├╝chtung, Haltung und T├Âtung der Tiere hin. http://albert-schweitzer-stiftung.de/ueber-uns/leitbild


Zitat: Da eine einzelne Stiftung dies unm├Âglich allein umsetzen kann, kooperieren wir mit Organisationen, die kompatible Ziele verfolgen. a.a.O.


Als da sind:
Zitat: Bund gegen Missbrauch der Tiere
Bundesverband Tierschutz
Deutsches Tierschutzb├╝ro
Erna Giraffe
Tierversuchsgegner Badn-W├╝rttemberg
Noah
Pakt
Pro Iure Animalis
ProVieh
Tier und Mensch
Vebu
Vegeterra
Vier Pfoten http://albert-schweitzer-stiftung.de/kampagnen/kaefigfrei

Also alles ebensolche Tierschutzspendenabzockvereine, die explizit oder implizit Tierausbeutung propagieren. z.B.:
Zitat: Das will PROVIEH:

Artgem├Ą├če Tierhaltung: Die wirtschaftliche Haltung von Nutztieren muss sich an den Lebensbed├╝rfnissen der Tiere ausrichten - nicht umgekehrt!

├ľkologisch vertr├Ągliche Tierhaltung: Nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung von Tieren [...]

Die Z├╝chtung von Nutztierrassen [...]

Auch T├Âtung und Schlachtung geh├Âren zur landwirtschaftlichen Nutzung von Tieren hinzu. PROVIEH setzt sich daf├╝r ein, dass Transport und Tod von Nutztieren so schonend wie m├Âglich geschehen.
http://www.provieh.de/s307.html

Siehe auch http://tierrechtsforen.de/tierschutz-eiernudeln.

Weiter mit der ASS:
Zitat: Sehr erfreulich ist die Entwicklung in der Eiernudelbranche. Alle uns bekannten Hersteller von Eiernudeln (au├čer evtl. einiger Eigenmarken im Lebensmitteleinzelhandel) haben auf Eier aus alternativen Haltungsformen umgestellt. http://albert-schweitzer-stiftung.de/kampagnen/kaefigfrei/eiernudeln


Es folgt Werbung f├╝r etwa zwei Dutzend Eiernudelhersteller.

Und zum Abschluss nocheinmal der Gesch├Ąftf├╝hrer:
Zitat: Ich war fr├╝her auch ein nervt├Âtender Vegan-Verk├╝nder. [...] Inzwischen warne ich aber alle vegetarisch und vegan lebenden Menschen davor, dieselben Fehler zu machen wie ich, denn wie Sie schon sagen: der ganze Eifer ist trotz der besten Absichten meistens kontraproduktiv.

Meine Empfehlung ist, andere Menschen unaufdringlich mit Informationen zu versorgen und als positives Beispiel zu leben. http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/ende-massentierhaltung-miterleben/2

Siehe auch Erbse f├╝r Albert Schweitzer Stiftung.

Achim

Selbst, wenn Sie Kannibale sind...

Autor: Jonas | Datum:
Selbst wenn Sie Fleisch m├Âgen, k├Ânnen Sie Teil des Wandels werden, der sich menschenfreundlich ern├Ąhrt oder was passieren w├╝rde, wenn ein Kannibale wie Hannibal Lecter die Leitfigur einer reformistischen Menschenrechtsorganisation werden w├╝rde:



Zitat: Ab und an wird in Menschenrechtskreisen diskutiert, ob Organisationen wie die Hannibal Lecter Stiftung f├╝r unsere Mitmenschen an bestimmten Veranstaltungen, Demos etc. teilnehmen d├╝rfen oder nicht. Der Grund f├╝r die Debatte: Unsere Stiftung sei ┬╗reformistisch┬ź.

Im Leitbild unserer Stiftung steht: ┬╗In L├Ąndern wie Deutschland ist es f├╝r eine gesunde Ern├Ąhrung nicht notwendig, Menschen f├╝r die Herstellung von Lebensmitteln leiden und sterben zu lassen. Deshalb f├Ârdern wir die vegane, also menschenfreie Ern├Ąhrungsweise als die derzeit ethisch beste L├Âsung. Ihre umfassende Verbreitung ist ein langwieriger Prozess, der Zwischenschritte erfordern kann, die wir begr├╝├čen. Dazu z├Ąhlen auch die Reduktion des Fleischkonsums und die vegetarische, also zum Teil menschenfreie Ern├Ąhrung. Da ein Ende der Nutzung von Menschen und anderen Tieren als Nahrungsquelle derzeit nicht absehbar ist, wirken wir zudem auf eine weniger qualvolle Z├╝chtung, Haltung und T├Âtung der nichtmenschlichen und menschlichen Tiere hin.┬ź

Die zuletzt genannten Reformen preisen wir wohlgemerkt nicht mit Slogans wie ┬╗Eizellen von gl├╝cklichen M├╝ttern┬ź an, sondern schreiben zu unserer K├Ąfigfrei-Kampagne, mit der wir j├Ąhrlich eine zweistellige Zahl an Unternehmen ├╝berzeugen, auf Menstruationsprodukte zu verzichten: ┬╗Von K├Ąfig- auf Boden-, Freiland- oder Biohaltung zu wechseln, ist nur ein erster Schritt. Leider sind die Bedingungen in diesen alternativen Haltungsformen meistens deutlich schlechter als VerbraucherInnen das erwarten. Wir nutzen deshalb die Gespr├Ąche mit der Lebensmittelwirtschaft auch, um pflanzliche Eizell-Alternativen vorzustellen und diese als beste L├Âsung zu bewerben.┬ź

Diese Vorgehensweise wird manchmal als Verrat an den Menschen angesehen, da Reformen das System der Menschenausbeutung unterst├╝tzen w├╝rden. Man solle stattdessen die totale Abschaffung der Menschenhaltung fordern.

Manchmal stelle ich mir solche Debatten in der Tierrechtsbewegung vor: Auf der einen Seite stehen Tierrechtsaktivisten, die daf├╝r sorgen wollen, dass die Haltungsbedingungen vor der Durchf├╝hrung der Schlachtung weniger grausam werden. Sie fordern au├čerdem ein Qualverbot und setzen sich daf├╝r ein, dass die Schlachtung seltener angewendet wird. W├╝rde es nicht bizarr wirken, wenn auf der anderen Seite TierrechtlerInnen stehen w├╝rden, die die Aktivisten ausgrenzen, weil sie nicht ausschlie├člich die komplette Abschaffung der Schlachtungen fordern? Unter einigen MenschrechtlerInnen ist es aber Alltag, Aktive auszugrenzen, die sich f├╝r weniger schlimme Haltungsbedingungen einsetzen, die Abschaffung von bet├Ąubungslos durchgef├╝hrten Amputationen fordern und auf einen niedrigeren Menschenproduktkonsum hinarbeiten.

Angenommen, es g├Ąbe Beweise daf├╝r, dass es erfolgsversprechender w├Ąre, die Komplettabschaffung der Menschennutzung zu fordern als eine Politik der kleinen Schritte zu verfolgen: Dann k├Ânnte ich es verstehen, wenn man alle Reformans├Ątze ├╝ber einen Kamm scheren und kritisch sehen w├╝rde. Bislang konnte ich hinter dieser Sichtweise allerdings nur eine bestimmte Weltanschauung ohne ├╝berzeugende Belege erkennen. Die wissenschaftlichen Belege sprechen ÔÇô sehr vorsichtig ausgedr├╝ckt ÔÇô daf├╝r, dass kleine Schritte ├Ąu├čerst effektiv sein k├Ânnen: Menschenfresser, die erst mal einen Schritt in die richtige Richtung (Fleischreduktion) gegangen sind, tendieren stark dazu, weitere Schritte zu gehen; mehr und bessere menschenfreie Optionen (die vor allem wegen der vielen Flexitarier und nicht unbedingt wegen der noch relativ wenigen Nichtmenschenfresser eingef├╝hrt werden) f├╝hren dazu, dass mehr Menschen menschenfrei essen; richtig umgesetzte Menschenschutz-Reformen f├╝hren zu weniger Menschenleid und h├Âheren Preisen f├╝r Menschenleidprodukte; h├Âhere Preise f├╝hren zu einem niedrigeren Menschenprodukt-Konsum usw.

┬╗Aber man kann doch nicht etwas weniger Sklavenhaltung und ein paar schwache Frauenrechte fordern┬ź ÔÇô so und ├Ąhnlich lauten beliebte Gegenargumente. Hier wird allerdings der Fehler gemacht, zwei hierzulande weitgehend gel├Âste Probleme durch die Heute-Brille zu betrachten. Heute ist es geradezu selbstverst├Ąndlich und richtig, f├╝r ein komplettes Ende der Sklavenhaltung und f├╝r volle Gleichberechtigung unter den Geschlechtern einzutreten. Aber war das schon immer die richtige und einzige Taktik?

[...]

F├╝r die Menschenrechtsbewegung l├Ąsst sich zusammenfassend sagen, dass der These von ┬╗Kompromisse sind Verrat an den Menschen┬ź sowohl viele Beispiele aus der Geschichte als auch wissenschaftliche Erkenntnisse entgegenstehen. Daher hoffe ich, dass Menschen und Organisationen, die ÔÇô aus guten Gr├╝nden ÔÇô eine Strategie der kleinen Schritte verfolgen, in Zukunft nicht mehr als Aktive zweiter Klasse gesehen werden. Auch w├╝rden wir den Menschen einen gro├čen Gefallen tun, wenn wir uns sachlich, konstruktiv und m├Âglichst frei von Ideologien auf die Suche nach den besten Strategien und Taktiken begeben w├╝rden.[aus http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/reformen-verrat ge├Ąnderte Textstellen sind von mir unterstrichen gekenzeichnet. - jf ]