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Tierrechtsforum:
Tierrechtskompatible Geldanlage

Anzahl Beitr├Ąge in diesem Thread: 7

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Tierrechtskompatible Geldanlage

Autor: Tanya | Datum:
Hallo,

bei Vegan.de wurde vor l├Ąngerem mal kurz die Frage aufgeworfen, wie man denn sein Geld verwalten kann, ohne Tierleid zu verusachen. Leider kam keine gro├čartige Diskussion zustande, da wohl niemand eine Antwort wusste. Ich habe mal die Suchfunktion bentutzt und auch hier bei Euch nichts zu dem Thema gefunden.

Nun scheint es ja, sowas wie ├ľkobanken zu geben, die aber wohl in erster Line auf Umweltschutz orientiert ist und weniger an Tierrechten.

Bisher habe ich ein Konto bei der Deutschen Bank und ein Konto bei der Sparkasse. Das gro├če Problem ist halt, dass eben diese Banken Konzerne unterst├╝tzen, die uns allen wohl zielich gegen den Strich gehen: Pharmariesen, die ganze Biotech-M├Ârderindustrie, den Fleischgro├čhandel, die Gefl├╝gelmafia und weitere T├Âtungs- und Ausbeutungsfirmen.

Das Geld, was ich angelegt habe, sind f├╝r diese Firmen zwar nur Penatus, aber immerhin. Ich m├Âchte diese Firmen mit keinem einzigen Cent unters├╝tzen. Schon alleine mit dem ganz normalen Girokonto unters├╝tzt man die Bank und damit auch eben diese oben genannten Firmen.

Habt Ihr dar├╝ber schon mal nachgedacht? Habt Ihr Ideen f├╝r Alternativen?

Auch von der heute ├╝blichen staatlichen Rente kann man ja weder leben noch sterben, daher w├╝rde ich gerne eine private Rentenversicherung abschlie├čen. Aber auch hier stehe ich wieder vor dem gleichen Problem. Worin wird dieses Geld investiert?

Ich habe schon meine Bankberaterin darauf angesprochen, dass ich keine tierausbeutenden Firmen unterst├╝tzen m├Âchte, und sie meinte diese Panda-Fonds w├Ąren eine Alternative. Ich habe mir jetzt mal Infomaterial bestellt und bin schon sehr gespannt.

Aber das Problem des Giro- und Sparkontos habe ich damit immer noch nicht gel├Âst.

Gru├č,
Tanya

Re: Tierrechtskompatible Geldanlage

Autor: Thomas Falkner | Datum:
[Links anklickbar gemacht - Moderator]

Hallo Tanya,

> Nun scheint es ja, sowas wie ├ľkobanken zu geben, die aber
> wohl in erster Line auf Umweltschutz orientiert ist und
> weniger an Tierrechten.

W├╝nschenswert w├Ąre es nat├╝rlich sein Verm├Âgen ├╝ber eine Bank zu verwalten, deren Mitarbeiter allesamt Veganer/innen sind - doch das ist derzeit wohl noch Utopie. Du wirst als Kunde der Bank wie auch als Kunde von jedem anderem Unternehmen, dessen Mitarbeiter keine Veganer/innen sind, nicht verhindern k├Ânnen, dass von deinem Geld Produkte erworben werden, f├╝r die nichtmenschliche Tiere versklavt, ausgebeutet und ermordet wurden.

Dem kapitalistischen Geldsystem wohnt ein entscheidender Fehler inne, der nicht nur in letzter Instanz zum Systemcrash f├╝hrt, sondern stetig die Kluft zwischen Arm und Reich ausbreitet. Geld ist mehr wert als die damit gehandelten Waren, es besitzt kein Verfallsdatum, ben├Âtigt keinen Lagerraum und ist universell. Gro├čgeldbesitzer/innen haben also keine Motivation, ihr Geld in Waren umzusetzen, stattdessen horten sie es auf der Bank und lassen das "Geld" f├╝r sie arbeiten. In Form von Zinsen, vermehrt sich ihr Reichtum expotentiell, ohne dass daf├╝r ein wirtschaftliches Gegengewicht vorhanden w├Ąre. Damit diese Zinsen auch ausgezahlt werden k├Ânnen, ohne das es zu einer Inflation, einer Entwertung des Geldes, f├╝hrt m├╝ssen Preise f├╝r G├╝ter und Dienstleistungen best├Ąndig angehoben werden. Auf der Hand liegt, dass sich finanziell weniger gut gestellte Menschen verschulden m├╝ssen, um zu ├╝berlegen. Hat die Schuldenfalle erst einmal zugeschnappt, gibt es kein Entkommen mehr. Die Armen werden immer ├Ąrmer und die reichen immer reicher. Das ist die versteckte Ausbeutung des Kapitalismus. Auf globaler Ebene ist es die Zinsproblematik, die es L├Ąndern der so genannten Dritten und Vierten Welt so gut wie unm├Âglich macht, auch nur ein gewisses Ma├č an Wohlstand zu Souver├Ąnit├Ąt zu erlangen. Darum ist es essentiell, verzinstes Verm├Âgen minimal zu halten. Weitere Informationen dazu finden sich unter: http://www.systemfehler.de/ausbeutung.htm


> Bisher habe ich ein Konto bei der Deutschen Bank und ein
> Konto bei der Sparkasse. Das gro├če Problem ist halt, dass
> eben diese Banken Konzerne unterst├╝tzen, die uns allen wohl
> zielich gegen den Strich gehen: Pharmariesen, die ganze
> Biotech-M├Ârderindustrie, den Fleischgro├čhandel, die
> Gefl├╝gelmafia und weitere T├Âtungs- und Ausbeutungsfirmen.

Sehe ich genauso, darum werd ich in Zukunft mein Geld ├╝ber http://www.gemeinschaftsbank.de verwalten. Hier kann ich bestimmen, was mit dem Verm├Âgen, das ich der Bank zu Verf├╝gung stelle, geschieht. So z.B. Entwicklung alternativer, ├Âkologischer Energiequellen. Doch leider besteht auch hier das oben erl├Ąuterte Problem mit den Zinsen. Da unter den Blinden die/der Ein├Ąugige bekanntlich K├Ânig/in ist und ich als Teil dieser Gesellschaft nicht ganz auf die Dienste einer Bank verzichten kann, bin ich gen├Âtigt einen zum ├ťberleben hinreichenden, minimal verzinsten Geldbetrag bei der ├ľkobank zu halten. Bislang habe ich noch keine Bank gefunden, die g├Ąnzlich auf Zinsen verzichtet und ich ein Mitspracherecht besitze, wof├╝r mein geliehenes Geld eingesetzt wird. :-(


> Habt Ihr dar├╝ber schon mal nachgedacht? Habt Ihr Ideen f├╝r
> Alternativen?

Generell empfiehlt es sich nur soviel Geld wie eben n├Âtig Banken zur Verf├╝gung zu stellen. Denn sobald du mit der Bank Gesch├Ąfte macht, ganz egal ob als Debitor/in oder Kreditor/in, trittst du ├╝ber kurz oder lang als passive/r Investor/in zur Finanzierung legaler Verbrechen an nichtmenschlichen wie menschlichen Tieren und der Natur auf den Plan.
Solange du nicht mit Sicherheit ausschlie├čen kannst - und das kannst du leider auch nicht bei der ├ľkobank -, dass legale Verbrechen mit deinem "Kapital" (mit)finanziert werden, gilt es m├Âglichst wenig Geld umzusetzen. Als Student kann ich das im Rahmen meiner Nebent├Ątigkeit als freiberuflicher Programmierer passabel ├╝ber nicht-monet├Ąre Gesch├Ąfte abwickeln: Soll hei├čen, ich lasse mir meine Arbeit nicht immer mit barer M├╝nze entgelten, sonder durch direkte Inanspruchnahme anderer Dienstleistungen. Somit ist gew├Ąhrleistete, dass keine Verbrechen durch meine Arbeit (mit)finanziert werden.

> Auch von der heute ├╝blichen staatlichen Rente kann man ja
> weder leben noch sterben, daher w├╝rde ich gerne eine private
> Rentenversicherung abschlie├čen. Aber auch hier stehe ich
> wieder vor dem gleichen Problem. Worin wird dieses Geld
> investiert?


Wie schon zu archaischen Zeiten ist auch heute noch die Investition in Immobilien eine der sichersten und kann u.a. auch als Altersvorsorge dienen - z.B. wenn du im Alter aus Miteinnahmen lebst. Auch w├Ąre es m├Âglich, Aktien mehrerer weitgehend tierrechtskonformer Unternehmen zu erwerben, was nat├╝rlich als ausschlie├čliche Altersvorsorge - vorsichtig ausgedr├╝ckt - risikobehaftet ist. Darum ist es wichtig, Erwerbsquellen im Alter zu streuen.


> Ich habe schon meine Bankberaterin darauf angesprochen, dass
> ich keine tierausbeutenden Firmen unterst├╝tzen m├Âchte, und
> sie meinte diese Panda-Fonds w├Ąren eine Alternative. Ich habe
> mir jetzt mal Infomaterial bestellt und bin schon sehr
> gespannt.

Korrigiere mich, wenn ich Unrecht habe: Aber der Terminus "Panda-Fonds" l├Ąsst vermuten, dass es sich hierbei um ein Tier"schutz"projekt handelt. Hier w├Ąre ich kritisch.
Erz├Ąhle doch mal ein wenig mehr ├╝ber die "Panda-Fonds", sobald dir das Infomaterial vorliegt.

> Aber das Problem des Giro- und Sparkontos habe ich damit
> immer noch nicht gel├Âst.

Ich hoffe, dass ich dazu einige Impulse liefern konnte.


Viele Gr├╝├če w├╝nscht dir,

Tom

Re: Tierrechtskompatible Geldanlage

Autor: Tanya | Datum:
Hallo Thomas,

vielen Dank f├╝r die ausf├╝hrliche Antwort! Wie ich sehe, hast Du Dich mit dem Thema auch schon l├Ąnger befasst.


> W├╝nschenswert w├Ąre es nat├╝rlich sein Verm├Âgen ├╝ber eine Bank
> zu verwalten, deren Mitarbeiter allesamt Veganer/innen sind -
> doch das ist derzeit wohl noch Utopie. Du wirst als Kunde der
> Bank wie auch als Kunde von jedem anderem Unternehmen, dessen
> Mitarbeiter keine Veganer/innen sind, nicht verhindern
> k├Ânnen, dass von deinem Geld Produkte erworben werden, f├╝r
> die nichtmenschliche Tiere versklavt, ausgebeutet und
> ermordet wurden.

Leider ist es in der Tat Utopie und doch hat man als Anleger zumindest, die freie Wahl, f├╝r was f├╝r Werte man sich entscheidet. Es ist m├Âglich sich Fonds zu suchen, die weder Werte aus Pharma, Biotech, Fleischgro├čhandel usw. enthalten. Und trotzdem, kann man oft auch die ├╝brig bleibenden M├Âglickeiten nicht vorbehaltlos nutzen. Investiert man z.B. in einen breit gestreuten Fond, ohne die oben genannten Branchen, hat man trotzdem oft Werte von anderen Firmen dabei, die mit der Ausbeutungsbranche zusammenarbeiten: z.B. die Automobilbranche, die z.T. sogar auch Tierversuche durchf├╝hrt, bzw. massenhaft Leder f├╝r die Innenausstattung benutzt.



> Dem kapitalistischen Geldsystem wohnt ein entscheidender
> Fehler inne, der nicht nur in letzter Instanz zum Systemcrash
> f├╝hrt, sondern stetig die Kluft zwischen Arm und Reich
> ausbreitet. Geld ist mehr wert als die damit gehandelten
> Waren, es besitzt kein Verfallsdatum, ben├Âtigt keinen
> Lagerraum und ist universell. Gro├čgeldbesitzer/innen haben
> also keine Motivation, ihr Geld in Waren umzusetzen,
> stattdessen horten sie es auf der Bank und lassen das "Geld"
> f├╝r sie arbeiten. In Form von Zinsen, vermehrt sich ihr
> Reichtum expotentiell, ohne dass daf├╝r ein wirtschaftliches
> Gegengewicht vorhanden w├Ąre. Damit diese Zinsen auch
> ausgezahlt werden k├Ânnen, ohne das es zu einer Inflation,
> einer Entwertung des Geldes, f├╝hrt m├╝ssen Preise f├╝r G├╝ter
> und Dienstleistungen best├Ąndig angehoben werden. Auf der Hand
> liegt, dass sich finanziell weniger gut gestellte Menschen
> verschulden m├╝ssen, um zu ├╝berlegen. Hat die Schuldenfalle
> erst einmal zugeschnappt, gibt es kein Entkommen mehr. Die
> Armen werden immer ├Ąrmer und die reichen immer reicher. Das
> ist die versteckte Ausbeutung des Kapitalismus. Auf globaler
> Ebene ist es die Zinsproblematik, die es L├Ąndern der so
> genannten Dritten und Vierten Welt so gut wie unm├Âglich
> macht, auch nur ein gewisses Ma├č an Wohlstand zu Souver├Ąnit├Ąt
> zu erlangen. Darum ist es essentiell, verzinstes Verm├Âgen
> minimal zu halten. Weitere Informationen dazu finden sich
> unter: http://www.systemfehler.de/ausbeutung.htm


Yep, der Problematik bin ich mir bewusst, aber ich bin ja kein Gro├čkaptialist und verf├╝ge auch nicht ├╝ber ein "Verm├Âgen". Ich m├Âchte nur ein paar meiner Groschen gewinnbringend f├╝r die Zukunft anlegen. ;-)


> Sehe ich genauso, darum werd ich in Zukunft mein Geld ├╝ber
> http://www.gemeinschaftsbank.de verwalten. Hier
> kann ich bestimmen, was mit dem Verm├Âgen, das ich der Bank zu
> Verf├╝gung stelle, geschieht. So z.B. Entwicklung
> alternativer, ├Âkologischer Energiequellen. Doch leider
> besteht auch hier das oben erl├Ąuterte Problem mit den Zinsen.

Ich war gerade auf deren Homepage. Das h├Ârt sich ziemlich interssant an. Von der ethischen Seite her f├Ąhrt man da auf alle F├Ąlle besser, als mit herk├Âmmlichen Banken. Ich werde mich mal bei denen informieren.

> Generell empfiehlt es sich nur soviel Geld wie eben n├Âtig
> Banken zur Verf├╝gung zu stellen. Denn sobald du mit der Bank
> Gesch├Ąfte macht, ganz egal ob als Debitor/in oder
> Kreditor/in, trittst du ├╝ber kurz oder lang als passive/r
> Investor/in zur Finanzierung legaler Verbrechen an
> nichtmenschlichen wie menschlichen Tieren und der Natur auf
> den Plan.

Ist schon klar, nur ein paar Absicherungen f├╝r die Zukunft braucht mal halt. Typisches Beispiel: Lebensversicherung und Altersvorsorge.

Wenn man auf all das verzichten wollte, m├╝sste man schon sein Bargeld im Sparstrumpf unter dem Bett horten. Aber das w├Ąre dann doch ein wenig zu gef├Ąhrlich. ;-)

> Wie schon zu archaischen Zeiten ist auch heute noch die
> Investition in Immobilien eine der sichersten und kann u.a.
> auch als Altersvorsorge dienen - z.B. wenn du im Alter aus
> Miteinnahmen lebst.

Das ist in der Tat eine gute Idee. Eine Wohnung hat kaum Werteverlust, wenn man den regelm├Ą├čigen Repataturen nachkommt und bringt Monat f├╝r Monat Bargeld in die Kasse. Zudem kostet es niemandem das Leben. Das ist wirkich eine gute Idee.


> Auch w├Ąre es m├Âglich, Aktien mehrerer
> weitgehend tierrechtskonformer Unternehmen zu erwerben, was
> nat├╝rlich als ausschlie├čliche Altersvorsorge - vorsichtig
> ausgedr├╝ckt - risikobehaftet ist. Darum ist es wichtig,
> Erwerbsquellen im Alter zu streuen.

Risikobehaftet ist wirklich milde ausgedr├╝ckt. Man kann damit jahrelang Gewinne einfahren und dann kommt der gro├če Gong, und alles ist ├╝ber Nacht verloren. Aktien ist eine Alternative f├╝r Leute, die sich sich locker leisten k├Ânnen, mit Geld ein wenig zu spielen. Man muss dann aber schon eine ganze Menge davon besitzen, damit es nicht wehtut, mal gerade ein paar Tausend Euro an der B├Ârse zu verlieren.

> Korrigiere mich, wenn ich Unrecht habe: Aber der Terminus
> "Panda-Fonds" l├Ąsst vermuten, dass es sich hierbei um ein
> Tier"schutz"projekt handelt. Hier w├Ąre ich kritisch.
> Erz├Ąhle doch mal ein wenig mehr ├╝ber die "Panda-Fonds",
> sobald dir das Infomaterial vorliegt.

Viel kann ich noch nicht dazu sagen. Ich melde mich, wenn ich die Unterlagen habe. Ich habe aber schon mal unter Panda-Fonds gegoogelt. Bei dem Projekt wird auch der WWF (World Wildlife Found) unterst├╝tzt.

Artenschutz ist ja normal nicht schleches. Nur der Haken an der Sache ist, dass all diese Artenschutzorganisationen widerum pro Jagd eingestellt sind. Und das ist ja auch nicht gerade das, was wir hier wollen. Daher wird der Panda-Fond f├╝r mich wohl auch nicht in Frage kommen.

> Ich hoffe, dass ich dazu einige Impulse liefern konnte.


Konntest Du! Dankesch├Ân! Bei diesem Thema sieht man mal wieder, inwieweit es in der Tierrechtsbewegung noch brach liegende Markpotentiale gibt.

Man kann nur hoffen, dass Firmen die z.B. tierversuchsfreie Kosmetik herstellen, Naturheilmittel herstellen oder veganes Essen vertreiben an St├Ąrke gewinnen und dann ├╝ber kurz oder lang mehr Marktmacht gewinnen, um sp├Ąter selber mal an die B├Ârse zu gehen.

Sch├Ân w├Ąre es, wenn der Tag kommt, an dem solche Firmen eine echte Bedrohung f├╝r die tierausbeutende Industie darstellen werden.

Gru├č,
Tanya

Re: Tierrechtskompatible Geldanlage

Autor: dolli | Datum:
Hi!

Also mein gelernter Beruf ist Immobilienkauffrau mit Schwerpunkt Denkmalschutz (incl. Sanierung).

Aber nicht mal da ist eine v├Âllige Tierrechtskompatibilt├Ąt vorhanden- erstens bez├╝glich auf die Materialien, zweitens bedeutet Immobilie als steuersparende Geldanlage auch eine Fremdfinanzierung- bei einer Bank.
Gar nciht zu reden von dem was geschah, als mensch Wiese zu Bauland machte und dann darauf baute. Ein wenig tr├Âstlich ist nur die Tatsache, dass "wohnen" dennoch geschehen muss und mensch sich eben Platz mit andern Lebewesen irgendwie teilen muss. Und es wird bei der Sanierung von Altbauten wenigstens nicht neue Wiese kaputtgemacht. Im GEgensatz zu Neubaugebieten, w├Ąhrend Altbauten abgerissen werden und das Land nicht mehr bebaut w├╝rde.

Dennoch habe ich auch hier noch nichts gefunden, was tierrechtskompatibel sein k├Ânnte.
Das einzige was mich da immer ein wenig tr├Âstet, ist dass, wenn mensch Steuern spart, wenigstens nix davon z.b. f├╝r eine K├╝nast ausgegeben wird und ein insgesamt sehr tierrechtsfeindliches System unterst├╝tzt wird.

Liebe Gr├╝ssle dolli

herjeh...

Autor: Reina | Datum:
Hi,

die Darlegungen zum Zinssystem sind eine geschickte Verkettung von Halbwahrheiten und Simplifizierungen mit v├Âllig transparenter Intention. Leute, wer sich f├╝r VW interessiert, m├Âge sich doch nicht NUR mit solchen Phantastereien besch├Ąftigen.

Zinsen sind ein notwendiger Anreiz zum verantwortungsvollen Wirtschaften. Wie s├Ąhe wohl die Fiskalpolitik unseres Staates ohne Zinslast aus und wer w├╝rde dann ├╝berhaupt als Kreditgeber auftreten ? Zinsen finanzieren wirtschaftliches Wachstum ├╝ber den Anreiz zu Investitionen und werden auch selbst ├╝ber dieses finanziert. Sie sind zudem wirksames Mittel der Fiskalpolitik, mit dem durch die Verteuerung von Geld Inflation und Abwertung gegen├╝ber anderen W├Ąhrungen entgegengewirkt werden kann. Zu niedrige Zinsen erh├Âhen die Gefahr von Fehlallokation von Kapital und Spekulationsblasen.

Zinsen sind das Entgelt f├╝r Kapital├╝berlassung als Ausgleich f├╝r die fehlende M├Âglichkeit zu Konsum oder Investitionen bzw. der Preis f├╝r vorgezogenen Konsum oder Investitionen. Sie stellen eine Pr├Ąmie f├╝r den Inflationsausgleich und die Absicherung des R├╝ckzahlungsrisikos dar und werden zudem durch das allgemeine Zinsniveau bestimmt.

Das Zinsniveau wird durch die Zinss├Ątze der Zentralbanken beeinflu├čt, die auch keine Verschw├Ârung des Grosskapitals darstellen, sondern deren Zielvorgaben politisch bestimmt sind. In der EWU ist dies seit 1999 die Europ├Ąische Zentralbank, deren Direktorium von den Regierungen der Mitgliedsl├Ąnder ernannt wird und deren vorrangiges Ziel laut Maastrichter Vertrag die Preisstabilit├Ąt des Euros ist.

---


Anmerkung zur tierrechtskompatiblen Geldanlage:

Der direkte Erwerb von Aktien an der B├Ârse ist vereinfacht gesagt nichts weiter als eine Wette bez├╝glich der Gewinnerwartungen eines Unternehmens, die man gegen andere Marktteilnehmer abschliesst. Hier sollte man sich nicht von wie auch immer motiviertem Wunschdenken, sondern realistischen Einsch├Ątzungen leiten lassen.

Anders sieht es bei Aktienfonds aus. Hier profitieren zum einen Management und Banken durch kr├Ąfte Ausgabeaufschl├Ąge und Geb├╝hren, zum anderen werden die Banken als Gro├čaktion├Ąre bef├Ąhigt, auf den Vollversammlungen der AGs aktiv die Unternehmenspolitik im Sinne der Profitmaximierung mitbestimmen zu k├Ânnen, was in Branchen mit konfliktbehaftetem Gegenstandsbereich nat├╝rlich nicht w├╝nschenswert ist.

Da zudem die wenigsten Fonds ihren Vergleichsindex schlagen, ist eine Investition in Indexzertifikaten ohnehin naheliegender.

D.h. nat├╝rlich wenn es nur um eine Geldanlage und nicht eine tierrechtsf├Ârdernde Investition gehen soll...


mfg, Reina.

Re: herjeh...

Autor: Mark | Datum:
Hallo Reina!

Deine Ausf├╝hrungen sind ja ganz nett, aber auf dem Zinskonzept aufbauende Geldsysteme sind auf Dauer zum Scheitern verurteilt. Vielleicht kennst du ja das Beispiel mit dem sogenannten Jesuspfennig. Was w├Ąre, wenn Jesus im Jahre 0 einen Pfennig mit einer Verzinsung von nur 3% angelegt h├Ątte. Rechnen wir mal aus:

0.01*0.03^2003

Das macht laut Windows-Taschenrechner:
516370097163203244805596,56

├ähm, welche Bank sollte DAS denn noch auszahlen k├Ânnen?!?!?

Also, irgendwas kann mit den Zinsen nicht stimmem.


Gr├╝├če,
Mark