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Tierrechtsforum:
D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Anzahl Beitr├Ąge in diesem Thread: 15

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D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Autor: salat | Datum:
ich diskutiere mit anderen tierrechtlerinnen seit ein paar tagen die frage, ob man als mensch, der eine katze bei sich wohnen l├Ą├čt, verhindern sollte, da├č die katze spinnen,v├Âgel, m├Ąuse umbringt.

ich meine, es sollte, wenn der mensch es direkt mitbekommt verhindert werden, da├č die katze ein anderes f├╝hlendes lebewesen aus ihrem spiel-/jagdtrieb heraus umbringt, da sie von dem menschen, bei dem sie wohnt, ern├Ąhrt wird und somit keine tiere als nahrung braucht und demzufolge besser an veganem katzenspielzeug ihren jagd-/spieltrieb auslebt als an anderen tieren.

Re: D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Autor: salat | Datum:
ich bin auch gegen haustierhaltung an sich. solange es aber noch tierheime und sonstige einrichtungen gibt, wo tiere sehr schlecht leben und au├čerdem je nach tierart mit leichen gef├╝ttert werden, ist es in ordnung, tiere aufzunehmen. in einer veganen gesellschaft gibt es nat├╝rlich keine tierzucht und auch keine "haustierhaltung" mehr!

Re: D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> ich bin auch gegen haustierhaltung an sich. solange es aber
> noch tierheime und sonstige einrichtungen gibt, wo tiere sehr
> schlecht leben und au├čerdem je nach tierart mit leichen
> gef├╝ttert werden, ist es in ordnung, tiere aufzunehmen. in
> einer veganen gesellschaft gibt es nat├╝rlich keine tierzucht
> und auch keine "haustierhaltung" mehr!

versteht sich, siehe FAQ.

Achim

Re: D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Autor: Tanja | Datum:
> ich diskutiere mit anderen tierrechtlerinnen seit ein paar
> tagen die frage, ob man als mensch, der eine katze bei sich
> wohnen l├Ą├čt, verhindern sollte, da├č die katze spinnen,v├Âgel,
> m├Ąuse umbringt.

Klar, wenn Du es verhindern kannst, dann mu├čt Du das tun, alles andere w├Ąre unterlassene Hilfeleistung. Ehrlich gesagt verstehe ich ├╝berhaupt nicht, was es dar├╝ber zu diskutieren gibt...?

Tanja

Vielleicht erstmal den Speziesismus analysieren?

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> Klar, wenn Du es verhindern kannst, dann mu├čt Du das tun,
> alles andere w├Ąre unterlassene Hilfeleistung. Ehrlich gesagt
> verstehe ich ├╝berhaupt nicht, was es dar├╝ber zu diskutieren
> gibt...?

nun ja, ich k├Ânnte mir vorstellen, da├č gewisse Leute von der "ich bin schlie├člich nicht daf├╝r verantwortlich anderer Leute Konsum zu ver├Ąndern"-Fraktion da stattdessen erst mal "eine Analyse des Speziesismus" durchf├╝hren m├╝ssen ...

"Sie haben den Mann ertrinken lassen! Wie konnten Sie einfach daneben stehen und nichts tun?"

"Nichts tun? Das verbitte ich mir! Ich war schlie├člich gerade dabei, das Wasser, in dem er ertrank, zu analysieren!"

Achim

Re: Vielleicht erstmal den Speziesismus analysieren?

Autor: Rote Bete | Datum:
ich als Rote Bete sehe die sache so:
die katze ist ein raubtier mit von der natur gegebenen jagdinstinkten. diese konnten von der menschheit nicht weggez├╝chtet werden, bekannterma├čen. in dem moment indem die katze ihren nat├╝rlichsten instinkten folgt und eine maus jagd habe ich als mensch nicht das recht die nat├╝rlichkeit der katze zu regulieren. dann w├Ąr ich nicht besser als jeder gr├╝nrock der meint die natur regulieren zu m├╝ssen und angeblichen artenschutz betreibt. wenn man von tierrechten spricht muss auch das recht der katze auf freie aus├╝bung des jagdtriebes geachtet werden.
wenn die katze die maus dann auch noch frisst, braucht der mensch der die katze in obhut genommen hat auch weniger unnat├╝rliches futter zuzuf├╝hren.

Mfg
Rote Bete

Re: Vielleicht erstmal den Speziesismus analysieren?

Autor: Grasomat | Datum:
Katzen k├Ânnen ihren Jagdtrieb auch ausleben, ohne andere tiere zu t├Âten. Es ist doch vollkommen egal ob etwas nat├╝rlich ist, hauptsache der Katze geht es damit gut.

Re: Vielleicht erstmal den Speziesismus analysieren?

Autor: nick | Datum:
Rote Bete schrieb:
>
> ich als Rote Bete sehe die sache so:
> die katze ist ein raubtier mit von der natur gegebenen
> jagdinstinkten.

nur dass die Existenz einer "Hauskatze" schon nicht nat├╝rlich ist und es allein im quantitativen Bereich zu einer unat├╝rlichen Bejagung von M├Ąusen, V├Âgeln etc. kommt.

im ├ťbrigen ist auch der Mensch ein (omnivores) Tier, das d├╝rfte ja dann auch seine "Jagdinstinkte" ausleben..... ;-)

mfg
nick

Katz und Maus

Autor: vegivo | Datum:
Ich sehe die Sache folgendermassen, vielleicht k├Ânnen wir uns darauf einigen:

Wenn es irgendwie geht, sollte einer Katze die M├Âglichkeit gegeben werden, sich auch im Freien zu bewegen.

Wenn es diese M├Âglichkeit gibt und sie der Katze verwehrt wird, halte ich das f├╝r Tierqu├Ąlerei.

Was eine Katze tut, die beispielsweise durch eine Katzenklappe "raus und rein" kann, wie sie will, liegt nicht im Verantwortungsbereich des Menschen, bei dem die Katze wohnt.

Wenn die Katze, die bei einem Menschen wohnt, ein anderes Tier t├Âten oder verletzen will, mu├č der Mensch eingreifen, um das Leben des Tiers zu retten und eine Verletzung des Tiers zu verhindern. Die Aus├╝bung des Jagd-/Spieltriebs ist hier eindeutig geringer einzusch├Ątzen als das Recht auf Leben und k├Ârperliche Unversehrtheit des anderen Tiers. Da eine Katze kein Unrechtsempfinden hat, kann ihr Jagd auf oder Spiel mit einem anderen f├╝hlenden Lebewesen nicht vorgeworfen werden; es kann aber dem Menschen vorgeworfen werden, da├č er das Leben des anderen Tiers nicht gerettet hat.

Eine Katze in irgendeiner Art und Weise f├╝r die Aus├╝bung ihres Jagd-/Spieltriebs zu bestrafen, oder ihr denselben "wegerziehen" zu wollen, halte ich f├╝r tierqu├Ąlerisches Verhalten.

Wer ein Tierleben, das von einem "Haustier" bedroht ist (das f├╝r seine Ern├Ąhrung nicht t├Âten mu├č, dies aber nat├╝rlich nicht weiss) retten will, handelt meiner Meinung nach gerechtfertigt, wenn er das "Haustier" erschreckt oder von dem anderen Tier wegreisst, da hier die sch├╝tzenswerten Interessen des anderen Tieres h├Âher stehend sind als die Interessen des "Haustiers", die (sozusagen in Notwehr) verletzt werden.

Re: Katz und Maus

Autor: dolli | Datum:
Hi!

Wir haben das- allerdings vor 20 Jahren- so erlebt, dass die Katze uns belohnen wollte, indem sie die "Beute" mit uns teilte. Manchmal artete es dahingehend aus, dass sie die ttgebissenen Tiere auf den Balkn legte und uns zusammenmiaute und manchmal hatten wir alle Gl├╝ck, da brachte sie die Tiere lebendig und wir konnte sie retten, bzw wieder raussetzen, w├Ąhrend die Katze kurz drin bleiben musste, bis eben der Vogel oder die Maus sich verstecken/fl├╝chten konnte.

Diesen Trieb- und dass die Katze nett sein will und "ihre Menschen" durch Beuteteilen belohnen will, kriegt mensch aus einer Katze nicht raus, aber es ist definitiv unn├Âtig, eine Katze deswegen st├Ąndig eingesperrt zu halten (unsere war immer wochenweise strawanzen) und es ist genauso unn├Âtig, der Katze das T├Âten gew├Ąhren zu lassen, sofern mensch noch eingreifen und die Maus oder den Vogel retten kann.

Wir haben, wenn es ging, die Katze reingenommen, gelobt, und draussen das "opfer" versorgt. Somit war soweit als m├Âglich allen gut getan.

Gr├╝ssle dolli

Dokumentarfilmer

Autor: Kris | Datum:
...die Frage ist aber doch, wie weit das gehen soll/muss. Sollte ein Dokumentarfilmer, der einen Film ueber beispielsweise Loewen dreht, unbedingt eine Antilope retten, wenn er die Jagt miterlebt? Mir ist klar, dass es eine Grenze gibt zwischen der Haustierhaltung und dem Leben in freier "Wild"bahn, aber der Uebergang wird irgendwann fliessend. Muss in einer Veganen Gesellschaft nicht auch am Ende das Ziel stehen, jegliches Toeten zu verhindern? Hat sich mal jemand Gedanken gemacht?

Kris

Fragen ├╝ber Fragen

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Kris schrieb:
>
> ...die Frage ist aber doch, wie weit das gehen soll/muss.

Nein, das ist nicht "die" Frage. Das ist nur etwas, mit dem irgendwelche sesselfurzende Elfenbeinturmphilosophen Mentalmasturbation betreiben k├Ânnen, die, wenn jemand ertrinkt, statt ihn rauszuziehen erst einmal eine Abhandlung ├╝ber die Analyse des Wassers fordern (in unserem Fall: "Analyse des Speziesismus") und dar├╝ber debattieren m├╝ssen, wen sie zuerst herausziehen w├╝rden, wenn da noch jemand gleichzeitig ertr├Ąnke, ob es vertretbar sei, den Ertinkenden herauszuziehen, wenn dabei die Gefahr best├╝nde, da├č er seine M├╝tze verliert (vgl. "Werden durch H├╝hnerbefreiungen usw. nicht ├╝berall kleine, private Freilandhaltungen geschaffen?") etc. Wobei ich nicht wei├č, ob die schlimmer sind oder die, die einfach blinden Aktionismus betreiben und nach dem Motto "Hauptsache etwas getan" dem Ertrinkenden einen Ambo├č zuwerfen.

Vielmehr ist "die" Frage, was k├Ânnen wir konkret hier und heute tun.

> Ziel stehen, jegliches Toeten zu verhindern? Hat sich mal

Genau. Unsterblichkeit f├╝r alle.

> jemand Gedanken gemacht?

Nein, wir machen uns nie irgendwelche Gedanken, sondern trampeln einfach so durch die Gegend, deshalb brauchen wir so schlaue Leute, die uns derartige hochwichtigen Fragen pr├Ąsentieren, etwa "wieviele Engel haben auf einer Nadelspitze Platz" ;-) .

Achim

Re: Fragen ├╝ber Fragen

Autor: Reina | Datum:
>Genau. Unsterblichkeit f├╝r alle.

Also sowas musst Du ja nun nicht auch noch heraufbeschw├Âren! Nachher haben wir dann die n├Ąchste Massenhysterie "wir m├╝ssen alle sterben" und sinnlose Krawalle aller Orten...

Re: D├╝rfen "haustiere" mit anderen tieren "spielen"

Autor: fisalis | Datum:
Wenn man Gewahr wird, dass eine Haustier ein anderes Tier qu├Ąlt, soll man das andere Tier retten. Das macht dem Haustier nichts. Nahrung bekommt es ja (auch) vom Menschen, und der spielt im Idealfall auch mit ihm.