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Tierrechtsforum:
neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 49

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neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: cbruchmann | Datum:

Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: martin | Datum:
Die Einleitung zu lesen reicht:

Zitat: Die Nutzungsansprüche, die unsere Gesellschaft gegenüber Tieren geltend macht, müssen in Übereinstimmung gebracht werden mit den durch das Grundgesetz geschützten Wohlbefindens- und Unversehrtheitsinteressen von Tieren.
Zitat: Müssen im Einzelfall die Belange des ethischen Tierschutzes hinter menschlichen Nutzungsansprüchen zurücktreten, so ist gleichwohl darauf zu achten, dass sie nicht weiter zurückgedrängt werden, als es zur Verwirklichung der vorrangigen Ansprüche des Menschen zwingend erforderlich ist.
Speziesismus und Unveganismus so weit das Auge reicht.

Und die Forderungen sind wie immer dieselben: ein bißchen Auslauf, ein bißchen größere Ställe, etwas kürzere "Schlachttiertransporte" und schon kann mit gutem Gewissen ausgebeutet und umgebracht werden, denn es ist ja "tierschutzgerecht".

Andererseits ist das, was nach der Einleitung kommt, doch erwähnenswert. Z.B. die Begriffsklärung. Nach jetzigem TSG darf Tieren "mit vernünftigem Grund" Schaden zugefügt werden. Und jetzt kommt die vorgeschlagene Definition:
Zitat: Ein vernünftiger Grund ist ein ethisch rechtfertigender Grund; ein solcher liegt vor, wenn und soweit die Belastungen, die einem Tier zugefügt werden, zur Erhaltung eines nach den konkreten Umständen gewichtigeren Rechtsgutes oder zur Verwirklichung eines höherrangigen Zweckes erforderlich sind.
Ergo: Faulheit, Freßsucht und Dummheit werden zu "höherrangigen Zwecken" erhoben.
Spätestens jetzt kann man sich den Rest zu lesen getrost sparen.

Re: Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: cbruchmann | Datum:
also, ist ja auch eher "tierschutz". ich plädiere auch hier für eine doppelstrategie aus tierschutz und tierrechten. derzeit weerden eben noch tiere gehalten, und es soll ihnen dabei besser gehen; gleichzeitig sollte es das ziel sein, die welt zu veganisieren, wobei für viele eben der vegetarismus der einstieg ist.

Re: Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: Tobi | Datum:
> also, ist ja auch eher "tierschutz". ich plädiere auch hier
> für eine doppelstrategie aus tierschutz und tierrechten
> derzeit weerden eben noch tiere gehalten, und es soll ihnen
> dabei besser gehen;

Schau, genau dazu hat Martin doch schon geschrieben:
Zitat: Und die Forderungen sind wie immer dieselben: ein bißchen Auslauf, ein bißchen größere Ställe, etwas kürzere "Schlachttiertransporte" und schon kann mit gutem Gewissen ausgebeutet und umgebracht werden, denn es ist ja "tierschutzgerecht".


> gleichzeitig sollte es das ziel sein, die
> welt zu veganisieren, wobei für viele eben der vegetarismus
> der einstieg ist.

Aber nur, wenn ihnen (nur) Vegetarismus nahegelegt wird.

Tobi

[Beitrag überarbeitet vom Verfasser (Zitat korrigiert)]

an alle!

Autor: cbruchmann | Datum:
hallo, habe ich tatsächlich nicht gelesen, dass er dazu schon etwas geschrieben hatte. aber ich bleibe bei meiner aussage.

man solltte ihnen wohl veganismus nahelegen. leute, die dazu nicht bereit sind, können ja eventuell erst einmal mit vegetarismus anfangen...

Re: an alle!

Autor: Tobi | Datum:
> man solltte ihnen wohl veganismus nahelegen. leute, die dazu
> nicht bereit sind, können ja eventuell erst einmal mit
> vegetarismus anfangen...

Das meinst Du wohl nicht ernst, oder? Du empfiehlst also, aktiv andere zu töten?
Jemand, der dazu nicht bereit ist, wird es vermutlich nie.
Jemand, der dazu nicht bereit ist, zeigt doch, dass er/sie auf das Wohl anderer pfeift.
Schädlich ist dann allerdings, wenn diese Person darin bestärkt ist, bereits genug zu tun; und dieses Gefühl kann Vegetarismus fatalerweise vermitteln.

Tobi

Re: an alle!

Autor: Christina Passberger | Datum:
In Anbetracht von Billionen Tierleid fände ich es wunderbar, wenn wenigstens schon mal die Hälfte aller Bürger Vegetarier wären. Und warum ist es schlecht, die Verbandsklage zu unterstützen, wo lebt ihr eigentlich ? Auf dem Mond ?

Es wird noch Jahrhunderte/Jahrtausende dauern, bis Ottonormalbürger begreift, dass zwischen ihm und einem Tier kein Unterschied besteht. Ich bin auch für die radikale Abschaffung von Tierversuchen und Masttieranlagen. Aber von diesem Ziel sind wir noch Lichtjahre entfernt. Wollt ihr derweil sektiererisch vegane Kochrezepte austauschen und den Billionen von Tieren wenigstens kleine Verbesserungen ihres entsetzlichen Daseins vorenthalten - nur weil ihr auf bedingungslose Konsequenz pocht ???

Ihr vertrödelt eure Zeit damit, Menschen auszugrenzen, die es wagen, noch Milch zu trinken oder Lederschuhe zu tragen, statt den Tieren im Hier und Jetzt zu helfen. Die Tierschutzverbandsklage ist eine realistische Möglichkeit, jetzt Einfluss zu nehmen auf die äußérste Spitze der tagtäglichen grauenvollsten Tierquälerei. Und dann machen wir weiter. Immer weiter. Ein kleiner Schritt nach dem nächsten.

Man kann doch nicht sagen: dadurch ändert sich an den Grundbedingungen der Ausbeutung von Tieren gar nichts, also machen wir auch gar nichts und tauschen weiter vegane Kochrezete aus. Damit tut ihr NICHTS für die Tiere, sondern zieht euch in eure eigene Welt zurück. Ihr werdet nur belächelt von Ottonormalbürger, der munter weiter sein Stück Fleisch verzehrt.

Versteht mich nicht falsch: ich bin absolut FÜR eure Bewegung (habe sie gerade erst in einem anderen Forum verteidigt), ich liebe Tiere, habe immerhin vier Katzen von der Straße gerettet. Für diese vier Leben war das ganz viel. Und so denke ich auch im Großen. Für jedes einzelne Tier ist es eine Verbesserung, wenn z.B. Biobauern von der Politik gefördert werden oder wenigstens erstmal Versuche an Primaten verboten werden. Das heißt doch noch lange nicht, dass wir uns dann damit zufrieden geben müssen. Aber für das einzelne Tier ist es erstmal eine ganz reale konkrete Verbesserung. Und sanktioniert keineswegs die Tierausbeutung. So, das war meine Kritik an euch als Außenstehende.Seid nicht so sektiererisch und dogmatisch-ausgrenzend, sondern pragmatischer. Das ist etwas ganz anderes als anpasserisch ! Sonst dreht ihr euch nur um euch selbst und lasst die Tiere, die euch dringend brauchen, JETZT im Stich.

keinen Schritt vor und zwei zurück

Autor: martin | Datum:
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich es dir bereits erklärt, aber da es wohl sehr viele Leute immer noch nicht kapiert haben, mache ich es gerne nochmal deutlicher. Weitere endlose Wiederholungen des ewig Gleichen kannst du dir jedoch sparen.

> In Anbetracht von Billionen Tierleid fände ich es wunderbar,
> wenn wenigstens schon mal die Hälfte aller Bürger Vegetarier
> wären.

Wieso Vegetarier, wenn sie auch gleich Veganer werden könnten? Sie werden es nicht, weil Menschen mit verblendeten Ansichten immer noch den Unsinn verbreiten, irgendwelche "Zwischenschritte" seien nötig.
Wer Vegetarismus fordert, wird verhindern, daß sie vegan werden, weil sie den Vegetarismus als Ausrede benutzen, schon genug getan zu haben und es daher nicht für nötig halten, noch weiter zu gehen. Als Vegetarier erhöhen sie ihren Konsum von anderen Tierprodukten und verursachen damit genauso viel oder mehr Tierleid als vorher; zusätzlich haben sie durch ihr gutes Gewissen keinen Grund mehr, sich zu ändern.
Es ist in jedem Fall ein Schritt in die falsche Richtung. Wenn jemand unbedingt Zwischenschritte machen will, wird er das tun, selbst wenn man Veganismus gefordert hat; dafür hat man verhindert, daß er einen Vorwand hat, dort stehen zubleiben.

> Ich bin auch für die radikale
> Abschaffung von Tierversuchen und Masttieranlagen. Aber von
> diesem Ziel sind wir noch Lichtjahre entfernt.

Und dank Tierschutz entfernen wir uns weiter.

> Die
> Tierschutzverbandsklage ist eine realistische Möglichkeit,
> jetzt Einfluss zu nehmen auf die äußérste Spitze der
> tagtäglichen grauenvollsten Tierquälerei. Und dann machen wir
> weiter. Immer weiter. Ein kleiner Schritt nach dem nächsten.

Wenn Tierschutzgesetze umgesetzt werden, wird Tierausbeutung legitimiert und gefestigt, weil sich die Tierausbeuter dann darauf berufen können, daß sie die "Gesetze einhalten" und ihr Tun damit gerechtfertigt ist. Wenn Pseudoverbesserungen umgesetzt werden, werden die Verbraucher ein gutes Gewissen im Konsum von Tierprodukten haben, weil es laut der "Tierschutzstandards" den Tieren besser ginge als vorher. Jede Form von Tierschutz ist deshalb ein Schritt in die falsche Richtung. Wie soll man bitte mit Schritten in die falsche Richtung "vorwärts" kommen?

> Man kann doch nicht sagen: dadurch ändert sich an den
> Grundbedingungen der Ausbeutung von Tieren gar nichts, also
> machen wir auch gar nichts und tauschen weiter vegane
> Kochrezete aus.

Veganismus und Tierrechte zu verbreiten ist ein klein wenig mehr als "gar nichts".

> denke ich auch im Großen. Für jedes einzelne Tier ist es eine
> Verbesserung, wenn z.B. Biobauern von der Politik gefördert
> werden oder wenigstens erstmal Versuche an Primaten verboten
> werden. Das heißt doch noch lange nicht, dass wir uns dann
> damit zufrieden geben müssen. Aber für das einzelne Tier ist
> es erstmal eine ganz reale konkrete Verbesserung. Und
> sanktioniert keineswegs die Tierausbeutung.

Das ist der nächste Punkt: die angeblichen Verbesserungen machen nichts besser. Die Hühner in "Biohaltung" haben weniger Platz als in "Freilandhaltung", "Freilandhaltung" hat die höchste Todesrate, sodaß mehr Tiere "verbraucht" werden als in anderen "Haltungsformen" usw. Ich habe dir bereits gesagt: es würde nie ein Tierschutz- oder anderes Gesetz erlassen werden, daß sich gegen die Tierausbeutung richtet. Es werden immer nur Gesetze erlassen, die mit lächerlichen Modifizierungen die Tierausbeutung zementieren und den Verbrauchern ein gutes Gewissen verschaffen. Es sind Gesetze, die von Tierausbeutern erlassen werden. Wie kann man nur so naiv sein zu glauben, sie würden etwas tun, was ihnen wirklich schaden würde?

> Wollt ihr
> derweil sektiererisch vegane Kochrezepte austauschen und den
> Billionen von Tieren wenigstens kleine Verbesserungen ihres
> entsetzlichen Daseins vorenthalten - nur weil ihr auf
> bedingungslose Konsequenz pocht ???

> Sonst dreht ihr euch
> nur um euch selbst und lasst die Tiere, die euch dringend
> brauchen, JETZT im Stich.

Was jetzt wirklich hilft, ist ausschließlich Veganismus, der die Nachfrage an Tierprodukten senkt.
Alles andere sind 1. Pseudoverbesserungen, die nichts besser, sondern tlw. nur schlechter machen, und 2. die die endgültige Abschaffung verzögern. Wenn z.B. die Ausbeutung von Hühnern nur ein Jahr später abgeschafft wird, sterben 80 Millionen Tiere mehr dafür, daß die jetzigen 10 cm mehr Platz haben. Wo sind da die Relationen?

Re: an alle!

Autor: Urs | Datum:
Ich kann mich Martin nur anschliessen.

Desweiteren ist die tierproduktekonsumierende Masse für Tierschutz und unterstütz allzu gerne Tierschutzreformen, was, wie Martin geschrieben hat, ihnen ein gutes Gewissen gibt. Man sieht, Tierkonsumenten haben ein Interesse daran, dass es ihren Opfern aus tierschützerischer Sicht vor der Ermordung "einigermassen" gut geht, zumindest theoretisch (Das Kaufverhalten sieht etwas anders aus -> möglichst günstig und viel).

Nun darfst du nicht vergessen, Christina, dass es Tierschützer und Tierschutzreformisten gibt und geben wird, egal ob es Tierrechtler gibt oder nicht. Es gibt genügend grosse Tierschutzorganisationen, die sich für "humanere" Bedingungen einsetzen.

Sollen jetzt also die wenigen Tierrechtler, die das Problem an der Quelle erkannt haben, das Ziel der Tierrechte fallen lassen und sich den weiterhin tierausbeutenden Reformen hingeben? Wie gesagt werden Reformen "Erfolg" haben auch ohne die Hilfe der wenigen Tierrechtler.

Und wie Martin es ausgeführt hat, ist eine Zusammenarbeit zwischen Tierschützern und Tierrechtlern gar nicht möglich, da die einen reformieren wollen und somit Tierausbeutung weiterhin zementieren, die anderen aber endgültig abschaffen wollen.

Zumal jede (Gefangen)Haltungsform unethisch ist, da der Mensch kein Recht hat, andere empfindungsfähige Lebewesen für seinen Gebrauch zu nutzen.

[Beitrag umgehängt, Titel angepaßt. Bitte auf den Bezugsbeitrag, nicht auf den Threadstartbeitrag antworten - Mod]

Re: an alle!

Autor: Christina Passberger | Datum:
Ich bin absolut anderer Meinung als du. Ich halte es durchaus für möglich, dass Tierschutz und Tierrechte eine gemeinsame Front machen können gegen Tierausbeutung und Tierqual. In Anbetracht der entsetzlichen Zustände, die wir momentan haben, kann es doch verdammt nochmal nicht darum gehen, dass sich die Tierschützer und Tierrechtler auch noch gegenseitig das Wasser abgraben und schwächen. Das ist reinster Dogmatismus. Je mehr für die Tiere jetzt erreicht werden kann, desto besser.

Du gehst davon aus, dass jede kleine Verbesserung im Sinne des Tierschutzes auch sofort dazu führt, dass damit das Gesamtsystem stabilisiert wird, was ja Tierausbeutung de facto ist, da gehe ich ja völlig konform. Aber wer sagt das ? Wenn ich jetzt konkret wenigstens die Partei wähle, die am meisten und am radikalsten was für Tiere rausholt, legitimiere ich damit doch noch lange nicht das Gesamtsystem. Wenn ich mich engagiere, dass irgendwo keine Mastanlage gebaut wird, dann legitimiere ich doch nicht das Gesamtsystem. Wenn ich mich jetzt für ein Verbot von Tierversuchen an Primaten ausspreche, dann heiße ich doch nicht automatisch andere Tierversuche gut. Will sagen: wieso gehst du davon aus, dass mit einer erreichten Verbesserung im Tierschutz auf einmal das Gewissen beruhigt ist. Gesetze können jeden Tag überarbeitet und neu durchdacht werden.

Hier lese ich aber nur Veganismus. Und die Tiere, die jetzt in ihren Boxen verharren, sind euch egal ??? Und ein Freilandhuhn wird sich bedanken, von dir zu hören, dass es egal ist, ob es jetzt draußen lebt oder in einer Batterie, weil das ja eh alles Tierausbeutung ist. Ja, verdamm nochmal, wo ist denn dann euer Mitgefühl für Tiere ? Geht es euch nur um eine Doktrin und darum, wer die am konsequentesten umsetzt ? So werdet ihr keine Leute für eure Idee gewinnen.

Re: an alle!

Autor: Urs | Datum:
Die meisten Tierschützer wollen die Bedingungen der "Nutztierindustrie" verbessern, das heisst z.B. Konsequente Betäubung vor dem Schlachten oder Einstreupflicht in Ställen. Sie wollen die Tierausbeutung verbessern, nicht abschaffen! Ich kann und will mit niemanden zusammenarbeiten, der Tiere ausbeuten legitim findet. Zumal viele Tierschützer selbst Tierkonsumenten sind.

Ein schönes Beispiel liefert der VGT Österreich. Sie haben eine gigantischte Anti-Legebatterie Kampagne unterstützt und "erreicht", dass die Batteriehaltung abgeschafft wird. Sie haben zusätzlich einen sog. Good Egg-Award an "besonderns tierfreundliche" Tierausbeuter-Unternehmen verliehen und allgemein für alternative Gefangenhaltungsformen geworben. Kannst du das im ernst unterstützen? Selbst wenn sie nicht für Alternativ"haltungen" aufgerufen hätten, so wäre das Zeichen bei den Konsumenten klar gewesen: Batteriehaltung ist Tierquälerei, Bodenhaltung ist "artgerechter" und vertretbar.
Die führt zu keiner Abnahme oder gar zur Abschaffung, sondern nur zu einer Verlagerung auf andere "Haltungsformen". Hätte der VGT auf ganzer Linie für Veganismus geworben, so wäre wesentlich mehr für die Tiere getan worden. Keine Tiere und deren Produkte zu konsumieren soll unsere Forderung sein und nicht grössere Käfige.

Die Frage ist, sollen wir uns dafür einsetzen, dass die heutigen Tiere (meistens nur theoretisch) "bessere" Bedingungen haben, dafür unzählige Opfer folgen werden, oder sollen wir für Tierrechte und Veganismus einstehen, damit die Nachfrage heute abnimmt und auch nicht mehr zukünftig bestehen bleibt, sondern stetig abnimmt. Zumal auch jeder Tierschützer für die Kuh, die jetzt im Stall leidet, so Leid es mir wirklich tut, nichts anrichten kann mit Reformen.

Das Problem bei Kampagnen wie z.B. "Tierversuche für Primaten abschffen" ist eine vorhandene Wertigkeit. Es ist moralisch "unvertretbarer" Primaten zu foltern als Mäuse. Für mich als Tierrechtler gibt es nur Rechte für alle empfindungsfähigen Lebewesen, nicht nur Primaten. Wenn ich diese Kampagne unterstütze, unterstütze ich auch diese Wertigkeit. Du kannst Rassisten auch sagen, dass sie doch nur noch dunkelhäutige und jüdische Menschen hassen sollen, aber die Asiaten nicht mehr. Genau eine solche Situation findet sich bei dieser Kampagne. Ich will und kann nicht werten und deshalb ist die Kampagne nicht unterstützenswert aus tierrechtlerischer Sicht.

Re: an alle!

Autor: Christina Passberger | Datum:
Wenn noch nicht mal Tierrechtler sich dafür stark machen, dass wenigstens z.B. Versuche an Primaten abgeschafft werden, dann bin ich hier im falschen Forum. Und Tschüss ! Mit diesem dogmatischen Denken, das nur um euren eigenen Bauchnabel kreist und mit einer realen Verbesserung für die JETZT GRAUENVOLLE LAGE von Tieren nichts am Hut hat, will ich zumindest nichts zu tun haben.

Reibt euch weiter auf in Diskussionen, ob Singer nun ein Seziezist ist oder nicht und in Kleinkriegen mit den bösen reformistischen Tierschützern, die angeblich nichts begriffen haben und schon wieder Murks bauen. Das ist die komplett falsche Strategie. Die Tierausbeutung wird sich nicht von selbst erledigen, nur weil ihr einen netten kleinen veganen Zirkel, der um sich selbst kreist, gegründet habt. Nicht in Hunderten von Jahren in Anbetracht der erfolgreichen Fleisch-Lobby, die wir haben. Ich rette Tiere lieber im HIer und Jetzt.

Und kämpfe GLEICHZEITG langfristig für die Idee der Tierrechtsbewegung, die ich absolut gut heiße. Und zwar bei genau denen, die ihr mit eurem momentanen Dogmatismus und eurer unsäglichen kleinkarierten Nabelschau sofort aus dem Boot schmeißt: bei den Millonen tierfreundlichen, wenn auch völlig ignoranten, unbedarften Fleischessern, die man vielleicht zumindest mit einiger guter Argumentation langfristig in Richtung Vegetarismus bringen könnte. Und die man schon jetzt auf jeden Fall mobilisieren kann im Kampf gegen Mastanlagen, Tierversuche, grauenvollstes tägliches Tierleid.

Für mich ist jede minimale Verbesserung lediglich eine minimale, aber dringend notwendige Verbesserung und kein Ausruhen und Legitimieren des beschissenen Gesamtsystems. Jedes einzelne Tier ist wichtig. Jedenfalls für mich.

WO BLEIBT EUER MITGEFÜHL FÜR TIERE ??????????????????????????

Wo bleibt Dein Mitgefühl für die Vegetarieropfer?

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Wenn noch nicht mal Tierrechtler sich dafür stark machen,
> dass wenigstens z.B. Versuche an Primaten abgeschafft werden,

Aber das tun wir doch (wir lehnen Tierversuche ab; Primaten sind Tiere) - nur beschränken wir uns nicht, wie Du, kontraproduktiv drauf.

> dann bin ich hier im falschen Forum. Und Tschüss ! Mit diesem
> dogmatischen Denken, das nur um euren eigenen Bauchnabel
> kreist und mit einer realen Verbesserung für die JETZT
> GRAUENVOLLE LAGE von Tieren nichts am Hut hat, will ich
> zumindest nichts zu tun haben.

Dann solltest Du Dich endlich vom dogmatischen Tierschützerdenken, das Du hier ins Forum rotzt, und das nicht nur nichts mit einer realen Verbesserung für die jetzt grauenvbolle Lage von Tieren (u.a. den Tierschützer- und Vegetarieropfern) zu tun hat, verabschieden.

> Reibt euch weiter auf in Diskussionen, ob Singer nun ein
> Seziezist ist oder nicht und in Kleinkriegen mit den bösen

Das müssen wir nicht diskutieren, so wie wir nicht diskutieren müssen ob die Erde um die Sonne kreist. Wir müssen nur die Geozentriker von ihrem Wahn abbringen.

> reformistischen Tierschützern, die angeblich nichts begriffen
> haben und schon wieder Murks bauen. Das ist die komplett

Wei Dein Beispiel zeigt, habt ihr nichts begriffen.

> falsche Strategie. Die Tierausbeutung wird sich nicht von
> selbst erledigen, nur weil ihr einen netten kleinen veganen
> Zirkel, der um sich selbst kreist, gegründet habt. Nicht in

Nein, sie wird dadurch beendet, daß wir über die Notwendigkeit von Veganismus aufklären udn das immer mehr Leute begreifen, Sind ja nicht alle so verbohrt wie Du.

> Hunderten von Jahren in Anbetracht der erfolgreichen
> Fleisch-Lobby, die wir haben. Ich rette Tiere lieber im HIer
> und Jetzt.

So, welches Tier hast Du denn im hier und jetzt gerettet? Wir haben jeden falls (mal davob abgesehen, daß durch all die Menschen, die durch unsere Arbeit vegan wurden, unzählige Tiere weniger eingesperrt und ermordet werden) konkret hier und jetzt Tiere gerettet - u.a. vor Euch Tierschützern und Vegetariern (denn ich vermute mal stark, daß Du Vegetarierin und damit Mörderin bist, so wie Du hier auftrittst) respektive Vegetarierapologeten. Siehe z.B. Befreung aus einer Freilandhaltung.

Und nun? Zeig uns mal die von Dir "geretteten" Tiere. Und nein, ein Huhn ist nicht dadurch "gerettet", daß es einen etwas größeren Käfig hat, so toll Ihr das finden mögt.

> Und kämpfe GLEICHZEITG langfristig für die Idee der
> Tierrechtsbewegung, die ich absolut gut heiße. Und zwar bei

Im Moment käpfst Du dagegen mit dem reformistischen Propagandamüll, den Du verbreitest.

> genau denen, die ihr mit eurem momentanen Dogmatismus und
> eurer unsäglichen kleinkarierten Nabelschau sofort aus dem
> Boot schmeißt: bei den Millonen tierfreundlichen, wenn auch
> völlig ignoranten, unbedarften Fleischessern, die man
> vielleicht zumindest mit einiger guter Argumentation
> langfristig in Richtung Vegetarismus bringen könnte. Und die

Du hast eben nichts begriffen. Vegetarier sind Mörder. Wo bleibt Din Mitleid mit den Millionen für den Ei- und Milchkonsum der vegetarier ermordeten Hühner und Rinder?

> Für mich ist jede minimale Verbesserung lediglich eine
> minimale, aber dringend notwendige Verbesserung und kein
> Ausruhen und Legitimieren des beschissenen Gesamtsystems.
> Jedes einzelne Tier ist wichtig. Jedenfalls für mich.

Das ist eine Lüge. Die Millionen Küken, die für Vegetarier in Deutschland jährlich vergast oder vermust werden (um nur ein beispoiel zu nennen) offensichtlich nicht, sonst würdet Du Dich nicht für Vegetarismus einsetzen.

> WO BLEIBT EUER MITGEFÜHL FÜR TIERE ??????????????????????????

Also, wo bleibt Dein Mitgefühl für diese Tiere,








die wir (auch) vor Deinen Tierschützer/Vegetarierkumpanen retten mußten (oder hätten retten müssen, wenn wir gekonnt hätten)?

Achim

Re: Wo bleibt Dein Mitgefühl für die Vegetarieropfer?

Autor: Christina Passberger | Datum:
Jetzt erkläre ich EUCH mal was:

ich habe eure Idee längst sehr wohl verstanden. Aber IHR seid es, die sich ständig wiederholen und nicht bereit sind, sich mal selbst zu reflektieren. Das wirkt hier geradezu wie eine Religion, eine Art Vegan-Sekte auf mich als Außenstehende.

Ihr müsst doch mal sehen, dass eure "Strategie" nicht funktioniert. Was ihr hier betreibt ist vorwiegend Ausgrenzung, Diffamierung und Belehrung von Nicht-Veganern, Marke: "wir erklären dir jetzt mal was". Ihr habt schon völlig den Blick auf die Realität verloren. Kein Mensch draußen interessiert sich für eure kleine vegane Welt. Ihr findet überhaut keine Anhänger "draußen", wenn ihr so weitermacht. Ihr vergeudet eure Energie darin, die Leute zu diffamieren und euch von denen abzugrenzen, mit denen ihr sehr wirkungsvoll an einem Strang ziehen könntet.

Und das System der Ausbeutung wird sich eben ganz und gar nicht auf einmal von selbst abschaffen ! Was für ein abstruser Humbug ! Möglicherweise mal in ein paar hundert Jahren vielleicht.

Anstatt Tieren im Hier und Jetzt konkret zu helfen, eure Energie mit anderen zusammen zu tun, die vielleicht nicht so radikal denken, aber bereit sind, wenigstens ETWAS zu tun, zelebriert ihr den reinsten Egozentrismus. Euch geht es nicht mehr um die Tiere, die euer Engagement so dringend nötig hätten. Euch geht es um Selbstgefälligkeit, Eitelkeiten, dogmatische Rigorosität, Gruppenzwang etc.

Für viele "normale" Menschen (also die Spezies außerhalb eurer Sekte) ist Vegetarismus in der Tat möglicherweise ein Einstieg in eine vegane Lebensweise. Warum diese Millionen Menschen verprellen ? Genau das tut ihr aber. Damit kommt ihr nicht einen Milimeter voran.

Ich bin Vegetarierin und auch alles andere als konsequent. Wie Millonen anderer. Ich achte immerhin darauf, wenn überhaupt, nur Biofleisch zu essen (was wirklich äußerst selten vorkommt), und ich kaufe prinzipiell nur Eier von Ökobauern. So, jetzt könnt ihr über mich herfallen als Mörderin bla bla. Kratzt mich alles nicht. Ich lege nicht den geringsten Wert darauf, in eure Sekte hier aufgenommen zu werden. Aber ich wäre die erste, die Tiere aus einem Versuchslabor befreit, und ich habe in meinem 47 jährigen Leben bestimmt mehr Katzen als ihr Hühner gerettet. Aber jetzt fange ich auch schon an, aufzurechnen wie ihr ....

Ich wünsche der Tierrechtsbewegung Erfolg und euch, dass ihr mal selbstkritisch eure Außenwirkung und eure Strategien hinterfragt.
Und zwar gründlich.

Re: Wo bleibt Dein Mitgefühl für die Vegetarieropfer?

Autor: dom | Datum:
Christina Passberger schrieb:
>
> Jetzt erkläre ich EUCH mal was:
>
> ich habe eure Idee längst sehr wohl verstanden. Aber IHR seid

Nein, hast Du nicht (siehe unten)!

> Ihr müsst doch mal sehen, dass eure "Strategie" nicht
> funktioniert. Was ihr hier betreibt ist vorwiegend
> Ausgrenzung, Diffamierung und Belehrung von Nicht-Veganern,

Zu recht. Sie (und Du) toeten ja auch Tiere mit voller Absicht und meist mit vollem Bewusstsein. Was ist so falsch daran Moerder auszugrenzen?

> Marke: "wir erklären dir jetzt mal was". Ihr habt schon
> völlig den Blick auf die Realität verloren. Kein Mensch
> draußen interessiert sich für eure kleine vegane Welt. Ihr
> findet überhaut keine Anhänger "draußen", wenn ihr so
> weitermacht. Ihr vergeudet eure Energie darin, die Leute zu
> diffamieren und euch von denen abzugrenzen, mit denen ihr
> sehr wirkungsvoll an einem Strang ziehen könntet.
>

Ich wuerde auch nicht mit einem Vergewaltiger gegen Kindesmissbrauch kaempfen.

> Und das System der Ausbeutung wird sich eben ganz und gar
> nicht auf einmal von selbst abschaffen ! Was für ein
> abstruser Humbug ! Möglicherweise mal in ein paar hundert
> Jahren vielleicht.
>
> Anstatt Tieren im Hier und Jetzt konkret zu helfen, eure
> Energie mit anderen zusammen zu tun, die vielleicht nicht so
> radikal denken, aber bereit sind, wenigstens ETWAS zu tun,

Was ist das Etwas? Und was ist es wert, wenn sie (und Du) nichtmal auf das Morden und Quaelen verzichten?

> zelebriert ihr den reinsten Egozentrismus. Euch geht es nicht
> mehr um die Tiere, die euer Engagement so dringend nötig
> hätten. Euch geht es um Selbstgefälligkeit, Eitelkeiten,
> dogmatische Rigorosität, Gruppenzwang etc.

Da Du das alles (noch) verstanden hast kannst Du das nicht beurteilen.

> Für viele "normale" Menschen (also die Spezies außerhalb
> eurer Sekte) ist Vegetarismus in der Tat möglicherweise ein
> Einstieg in eine vegane Lebensweise. Warum diese Millionen
> Menschen verprellen ? Genau das tut ihr aber. Damit kommt ihr
> nicht einen Milimeter voran.
>
> Ich bin Vegetarierin und auch alles andere als konsequent.

Das wurde aus Deinen anderen Beitraegen schon klar.

> Wie Millonen anderer. Ich achte immerhin darauf, wenn
> überhaupt, nur Biofleisch zu essen (was wirklich äußerst
> selten vorkommt), und ich kaufe prinzipiell nur Eier von

Somit bist Du keine Vegetarierin sondern omnivor. Aber diese Haltung passt zu dem restlichen Muell, den Du hier und in anderen Beitraegen von Dir gegeben hast.

> Ökobauern. So, jetzt könnt ihr über mich herfallen als
> Mörderin bla bla. Kratzt mich alles nicht. Ich lege nicht den
> geringsten Wert darauf, in eure Sekte hier aufgenommen zu
> werden. Aber ich wäre die erste, die Tiere aus einem
> Versuchslabor befreit, und ich habe in meinem 47 jährigen

Aber nur Primaten, oder?

> Leben bestimmt mehr Katzen als ihr Hühner gerettet. Aber
> jetzt fange ich auch schon an, aufzurechnen wie ihr ....

Aus Deinem anderen Post geht hervor, dass das vier Katzen waren.

>
> Ich wünsche der Tierrechtsbewegung Erfolg und euch, dass ihr
> mal selbstkritisch eure Außenwirkung und eure Strategien
> hinterfragt.
> Und zwar gründlich.

Warum lebst Du nicht vegan? Kennst Du die Fakten nicht? Schau mal hier: vegetarier-sind-moerder.de

Ein leuchtendes Beispiel

Autor: Achim Stößer | Datum:
> > werden. Aber ich wäre die erste, die Tiere aus einem
> > Versuchslabor befreit, und ich habe in meinem 47 jährigen
>
> Aber nur Primaten, oder?

Och, vielleicht auch Katzen.

> > Leben bestimmt mehr Katzen als ihr Hühner gerettet. Aber
> > jetzt fange ich auch schon an, aufzurechnen wie ihr ....
>
> Aus Deinem anderen Post geht hervor, dass das vier Katzen
> waren.

Selbst wenn es ein Vielfaches gewesen wäre, wäre die Bilanz mit den Hühnern, Rindern, Schweinen usw., die sie für ihr Freßverhalten ermordet, natürlich negativ.

Ich fasse mal zusammen: sie behauptet, der Tierrechtsbewegung anzugehören(!) und stellt gebetsmühlenartig die Realität auf den Kopf, indem sie lallt, unsere Strategien seien falsch und würden nichts bewirken, während sie tierschützerische Strategien, die nicht nur nachweislich nichts bewirken, sondern kontraproduktiv sind, verteidigt, faselt in nahezu jedem Beiztrag davon, daß wir kein "Mitleid" mit den heute gefangengehalteten Tieren hätten usw., und all das, während sie selbst sie ermordet.

Ein leuchtenderes Beispiel dafür, daß und warum es sinnvoll, richtig und notwendig ist, gegen solche Unveganer und Tierschützer vorzugegehen, habe ich bislang, muß ich sagen, noch nie erlebt.

Da das nicht mehr zu übertreffen ist, kann ihr weiterer zu erwartender Verbalpus (der insofern gut und lobenswert ist, als er durch seine absondern hier zur Wundheilung beiträgt, weil dadurch nun sicher einige mehr erkennen werden, wie wichtig und notwending das Vorgehen gegen solche Subjekte ist) hier entsorgt werden.

Achim

Re: Wo bleibt Dein Mitgefühl für die Vegetarieropfer?

Autor: Urs | Datum:
Selbst wenn Maqi seit der Entstehung nur eine einzige Person zum Veganismus gebracht hat, wäre das schon ein Erfolg.

Sag mir bitte inwiefern denn dein Tierschutz(zurück)vorgehen denn in den letzten 200 Jahren Erfolg hatte? Den Tieren geht es heute weit schlechter als vor 50 Jahren und die Opferzahl hat sich um x MilLionen (Milliarden) vergrössert. Ja, wenn das mal kein Zeichen, dass der Tierschutz Erfolg hat...

Du solltest deine pinke Tierschutzbrille ablegen und der Wahrheit ins Auge blicken. Nur der zunehmende Veganismus wird die Tierausbeutung abschaffen. Solange es Leute wie du gibt, die Tiere ermorden, aber das Gefühl haben, dass dies gut verträglich mit dem Ziel der Abschaffung der Tierausbeutung ist, dann wird es nur noch mehr Ausbeutung geben. Ich glaube sowieso mittlerweile, dass für dich Bio"fleisch" und Freilandeier keine Tierausbeutung sind. Dann reden wir hier am wesentlichen Punkt vorbei. Denn Tierrechtler, wo du wegen deines Tierkonsums und deinem Tierschutzgefasel eindeutig nicht dazu gehörst, wollen jede Ausnutzung von Tieren abschaffen, sei sie noch so "human" oder weiss ich was. Wir haben kein Recht, Tier als Eigentum, als Mittel zum Zweck zu betrachten, sieh das doch einmal ein!

Zitat: Euch geht es nicht mehr um die Tiere, die euer Engagement so dringend nötig hätten. Euch geht es um Selbstgefälligkeit, Eitelkeiten, dogmatische Rigorosität, Gruppenzwang etc.


Ja, dein Engagement für die Tiere hört ja anscheinend auch beim Mittagstisch auf...

Ich finde es übrigens enorm anmassend und lächerlich, dass du als Omnivorin (Leichtenteile verspeisen findet man in keiner Definition von Vegetarismus) Veganer beschuldigst, nichts für die Tiere zu tun. Ich würde an deiner Stelle mal vor der eigenen Haustüre kehren. Du befreist 4 Katzen, tötest aber in deinem Leben ca. 100 Hühner, Kühe und Schweine.

Es hat glaub ich keinen Zweck mehr. Du bist schlimmer als jeder unwissende Fleischesser, der sich vor der Wahrheit drückt. Du kennst die Wahrheit, findest sie schrecklich und unterstützt sie dabei auch noch bewusst. Da fehlen mir echt die Worte.

Rechtfertigung, Legitimation usw.

Autor: martin | Datum:
Christina Passberger schrieb:
>
> Ich bin absolut anderer Meinung als du. Ich halte es durchaus
> für möglich, dass Tierschutz und Tierrechte eine gemeinsame
> Front machen können gegen Tierausbeutung und Tierqual.

Tierschutz unterstützt Tierausbeutung, wo soll es da eine "gemeinsame Front" geben?

> In
> Anbetracht der entsetzlichen Zustände, die wir momentan
> haben, kann es doch verdammt nochmal nicht darum gehen, dass
> sich die Tierschützer und Tierrechtler auch noch gegenseitig
> das Wasser abgraben und schwächen. Das ist reinster
> Dogmatismus. Je mehr für die Tiere jetzt erreicht werden
> kann, desto besser.

Wir haben dir jetzt oft genug erklärt, warum Tierschutz nichts "für die Tiere erreicht". Es wäre angebracht, wenn du auf die Argumente eingehen würdest, anstatt dich nur zu wiederholen.

> Du gehst davon aus, dass jede kleine Verbesserung im Sinne
> des Tierschutzes auch sofort dazu führt, dass damit das
> Gesamtsystem stabilisiert wird, was ja Tierausbeutung de
> facto ist, da gehe ich ja völlig konform. Aber wer sagt das ?
> Wenn ich jetzt konkret wenigstens die Partei wähle, die am
> meisten und am radikalsten was für Tiere rausholt,
> legitimiere ich damit doch noch lange nicht das Gesamtsystem.

Beim Wählen sollte man sicher das kleinste Übel wählen. Hier ging es aber vordergründig um die Strategien der Aktivisten selbst und die sollten Tierschutz keineswegs irgendwie unterstützen.

> Wenn ich mich engagiere, dass irgendwo keine Mastanlage
> gebaut wird, dann legitimiere ich doch nicht das
> Gesamtsystem. Wenn ich mich jetzt für ein Verbot von
> Tierversuchen an Primaten ausspreche, dann heiße ich doch
> nicht automatisch andere Tierversuche gut.

Du nicht, aber alle anderen. Was sagen denn die "Landwirte", wenn man sie auf das Leiden der Tiere hingewiesen werden? "Aber ich erfülle doch die Tierschutzvorschriften." Und was sagen die Verbraucher, wenn man darauf hinweist, daß für Hühnereier Tiere sterben? "Aber ich kaufe doch nur Freilandeier." Was sagt der "Tierexperimentator", wenn "Affenversuche" verboten sind? "Ich habe eure Forderungen erfüllt, mehr muß ich nicht machen." Etc. pp. usw. Wenn man "Affenversuche" mit dem Argument verbieten will, daß sie menschenähnlich sind, ist das eine Sackgasse, weil es für alle anderen Tiere nicht zutrifft. Ganz abgesehen davon, daß die Affen einfach durch andere Tiere ersetzt werden, es verringert sich also nicht einmal die Anzahl der getöteten Tiere.
Daß du und ein paar andere, die Tierschutz fälschlicherweise für eine gute Strategie halten, durchaus Gutes im Sinn haben, mag ich glauben (im Gegensatz zu den Tierschutzorganisationen), es ändert aber nichts an der Tatsache, daß es faktisch kontraproduktiv ist.

> Will sagen: wieso
> gehst du davon aus, dass mit einer erreichten Verbesserung im
> Tierschutz auf einmal das Gewissen beruhigt ist.

Weil genau das die Reaktionen sind, s.o. Die Liste läßt sich endlos fortsetzen. Aus dem amerikanischen Raum wird berichtet, wie manche Vegetarier wieder anfangen, Leichenteile zu fressen, nachdem "Gütesiegel" für "humane Schlachtung" eingeführt wurden. Was daran Fortschritt sein soll, ist mir unklar.

> Gesetze
> können jeden Tag überarbeitet und neu durchdacht werden.

Was soll das nützen, wenn sie 1. nichts verbessern und 2. kontraproduktiv sind?

> Hier lese ich aber nur Veganismus. Und die Tiere, die jetzt
> in ihren Boxen verharren, sind euch egal ???

Durch jeden Veganer sinkt die Nachfrage, durch sinkende Nachfrage sterben weniger Tiere (im Gegensatz zum Vegetarismus). Es gibt nichts Besseres und Nachhaltigeres, was man für die jetzigen Tiere tun könnte.

> Geht es euch nur
> um eine Doktrin und darum, wer die am konsequentesten umsetzt

Es geht um die richtige Strategie, denn mit der falschen kommt man nicht vorwärts.

Re: an alle!

Autor: Ricarda | Datum:
Ich stimme Urs und Martin zu.
Der eigene Veganismus ist wohl das effektivste und einfachste, was man für die anderen Tiere, die gequält und getötet werden, machen kann.
Auch sollte klar sein, dass die vollkommene Abschaffung von Gefangenhaltung, Qual und Mord das Ziel ist.

Das Problem ist nur, dass das nicht so einfach mit einem Schlag geht.
Irgendwie muss das Schritt für Schritt gehen, genauso wie ich Schritt für Schritt zum Veganer geworden bin.

Ich kann mir aber auch nicht vorstellen mit Tierschützern dahingehend zusammen zu arbeiten.
Die Grundlagen sind einfach zu verschieden.
Es kann nicht sein, dass diese Leute Sachen schreiben wie: 'Um etwas für die Tiere zu tun, müssen sie nicht aufhören Fleisch zu essen'.
Das, was ich mir vorstellen kann, ist, Tierschützern die Augen zu öffnen. Mehr Leuten ein Bewusstsein schaffen.
Dann merken irgendwann vielleicht auch die Tierschützer, dass eine Briefmarke mehr Platz eben nicht reicht, sondern dass der gesamte Ausbeutungsprozess nicht richtig ist.
Wenn mehr Leute das merken, kann man diesen ganzen Unsinn auch Schritt für Schritt abschaffen.
Wenn es aber alle paar Jahre eine Briefmarke mehr Platz gibt, treten wir auf der Stelle.


Was würdest du jemandem raten, der dich fragt "Was kann ich für nicht-menschliche Tiere tun?"?
Spende Verein X y€? Fange bei dir selbst an?

schrittweise Abschaffung

Autor: martin | Datum:
Ricarda schrieb:
>
> Das Problem ist nur, dass das nicht so einfach mit einem
> Schlag geht.
> Irgendwie muss das Schritt für Schritt gehen, genauso wie ich
> Schritt für Schritt zum Veganer geworden bin.

Nicht ganz. Natürlich wird die gesamte Tierausbeutung nicht über Nacht abgeschafft werden, sondern allmählich, aber das wird von ganz alleine geschehen. Je größer der Anteil der Veganer wird, desto mehr Betriebe werden die "Produktion" einstellen.
Daraus darf man aber nicht ableiten, daß man diese Schritte einzeln fordern müßte, sondern selbstverständlich konzentriert man sich von Anfang an auf das Endziel. Es ist im Gegenteil eher so, daß je mehr Schritte gefordert werden, diese um so kleiner, und je mehr Abschaffung gefordert wird, diese desto größer werden.

An alle Tierausbeutungsapologeten

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Hier lese ich aber nur Veganismus. Und die Tiere, die jetzt
> in ihren Boxen verharren, sind euch egal ??? Und ein

Nein, grade deshab liste Du hier "nur vegetarismus", denn das ist die einzige Lebensweise, bei der das nicht der Fall ist.

> Freilandhuhn wird sich bedanken, von dir zu hören, dass es
> egal ist, ob es jetzt draußen lebt oder in einer Batterie,
> weil das ja eh alles Tierausbeutung ist. Ja, verdamm nochmal,

Ja, und das Freilandhuhn wird sich bedanken, von Dir zu hören, daß es toll ist, wenn es nach einm jahr Leid durch Qualzüchtung umgebracht wird, weil seine Eier ja von Euch Vegetariern gefressen wurden.

> wo ist denn dann euer Mitgefühl für Tiere ? Geht es euch nur

Daß Du das nicht erkennstm weil Du offenbar keines hast, liegt auf der Hand. Du hat es vielleicht für Katzen, aber nicht für Eure Opfer.

> um eine Doktrin und darum, wer die am konsequentesten umsetzt
> ? So werdet ihr keine Leute für eure Idee gewinnen.

Tierausbeutungsapologeten wie Dich sicher nicht. Aber wir wollen ja auch keine Rassisten für Menschenrechtsideen gewinnen (sondern sie dazu bringen, ihren Rassismus zu beenden). Aber manche kapieren es halt nie.

Achim

Re: an alle!

Autor: Mona | Datum:
Vegetarisch lebte ich, weil ich unwissend war und Informationen
einfach nicht zur Verfügung standen.

Damit ich vegan wurde genügten einige wenige Hintergrundinformationen.

Ich konnte es nicht fassen, dass ich so naiv war.

Was ich sagen will ist;
Sobald ein Mensch Informationen über Zusammenhänge hat und nicht sofort Schlußfolgerungen zieht, zieht er sie auch nicht später.
Er läuft mit, aber aus egoistischen Gründen, die sehr schnell
auch ein anderes Ziel haben können.

Mona

Re: Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: Mona | Datum:
Ich meine eine Doppelstrategie funktioniert nicht.
Gründe wurden schon genannt.

Tierschutz ist auch immer Gewalt und wenn es "nur" die Gewalt der Bevormundung ist.

Wie soll also Tierschutz, der ein Gewaltpotential
in sich trägt mit Tierrechten, die nichtmenschliche
Tiere gerade von diesem Gewaltpotential befreien wollen, zusammen gehen?

Mona

Re: Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: Christina Passberger | Datum:
Ja, ich denke auch, Tierschutz und Tierrechsbewegung sollten zusammen gehen! Die Zustände sind mittlerweile so entsetzlich für die Tiere, dass Tierschützer und Tierrechtler sich nicht auch noch gegenseitig schwächen sollten.

Diese Sektiererei von einigen hier geht mir gewaltig auf die Nerven. Und diese Besserwisserei erst. Und was zum Teufel habt ihr gegen Singer ? Ja, meine Güte, hat der Mensch mal ein Schnitzel gegessen. Er hat eine verdammt gute Bewegung angestoßen und viele Menschen inspiriert. Das ist doch wunderbar.
Muss man nun auch noch auf diesem Menschen rumhacken ?
Das ist alles so verschwendete Energie, die an der Front für Tiere fehlt. Ich vermisse hier echtes Mitgefühl für Tiere.

Re: Tierrechte sind politisch nicht existent

Autor: Claude | Datum:
> Ja, ich denke auch, Tierschutz und Tierrechsbewegung sollten
> zusammen gehen!

Gehen sie aber nicht.

> Die Zustände sind mittlerweile so entsetzlich
> für die Tiere, dass Tierschützer und Tierrechtler sich nicht
> auch noch gegenseitig schwächen sollten.

Richtig, deswegen sollten Tierschützer vegan werden und Tierrechte unterstützen.

> Diese Sektiererei von einigen hier geht mir gewaltig auf die
> Nerven.

Wo siehst du hier Sektiererei?

> Und diese Besserwisserei erst.

Ja, Martin! Schäm dich, dass du alles besser weisst! ;-)

> Und was zum Teufel
> habt ihr gegen Singer ?

Das hat Martin doch erklärt.

> Ja, meine Güte, hat der Mensch mal
> ein Schnitzel gegessen.

D.h. wäre er vegan, wäre diese Diskussion vielleicht gar nicht nötig.

> Er hat eine verdammt gute Bewegung
> angestoßen und viele Menschen inspiriert. Das ist doch
> wunderbar.

So verdammt gut finde ich die Bewegung nicht.

> Muss man nun auch noch auf diesem Menschen rumhacken ?
> Das ist alles so verschwendete Energie, die an der Front für
> Tiere fehlt.

Was sollen wir denn statdessen machen? Grössere Käfige verlangen?

> Ich vermisse hier echtes Mitgefühl für Tiere.

Das kannst du laut sagen. Wo bleibt denn das Mitgefühl der Vegetarier wenn sie Tierausbeutungsprodukte konsumieren?

Claude

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Mona | Datum:


Sagt mal, ist nicht jede Änderung des Tierschutzgesetzes völlig
unannehmbar?
Bedeutet Änderung des TSG nicht Verschleierung der Tatsachen/Beruhigung des Gewissens, weil geringfügige Verbesserungen eingeführt wurden?
Liegt dem TSG nicht die Ausbeutung der Tiere zugrunde?
Es heißt doch auch nicht Menschenschutzgesetz,sondern Menschenrechte.

Also,wir sind ja auch Tiere, dann müßte das TSG auch für uns
in Anwendung kommen. Zeigt die Klare Trennung bzw.die Abzweigung des
TSG klar Speziesismus?

Für mich ist wichtig zu wissen,ob jede auch noch so "günstige" Änderung für die Tiere im TSG es in irgendeiner Weise rechtfertigen
könnten,dass ich diese unterstütze, auch wenn ich eindeutig gegen jede Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren bin.

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Mona | Datum:
Leider bin ich noch nicht so weit, dass ich Tierrechtlern groß
was mitzuteilen hätte.
Ich beschäftige mich mit Tierrechten,lese so viel ich kann darüber.
Stelle aber immer wieder fest,dass ich Probleme habe -geschriebenes
zu verstehen-
Es gibt auch bei TR keine Einheitlichkeit.
Da gibt es Abolitismus, Meinungen, dass TR nur mit einem gesellschaftl. Wandel greifen können. Da gibt es die "Tierbefreier",
die Aktionen machen,die eine Verschärfung des TSG verlangen.
Es gibt Maqi,die der Meinung is, dass blinder Aktionismus nicht so gut ist.

Ich weiß, was jetzt kommt: Vegan ist eine der besten Alternativen!

Das sowieso, aber ich möchte auch begreifen...
Wie soll ich überzeugend argumentieren,wenn ich nicht so viel wie möglich verstehe?
Hinzu kommen noch die Philosophen,die ganz und gar nicht eindeutig sind, sondern sogar unterschiedliche Meinungen vertreten.

WARUM IST ES SO SCHWER DAZUMAL EINE FRAGE ZU STELLEN ?
Auch das verstehe ich nicht.

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: martin | Datum:
> Es gibt auch bei TR keine Einheitlichkeit.
> Da gibt es Abolitismus, Meinungen, dass TR nur mit einem
> gesellschaftl. Wandel greifen können. Da gibt es die
> "Tierbefreier",
> die Aktionen machen,die eine Verschärfung des TSG verlangen.

Nunja, wie du schon richtig erkannt hast, sind Leute, die Tierschutz fordern, alles andere als Tierrechtler.
Ansonsten: Tierrechte bedeuten zwangsläufig Abolitionismus, alles andere ist schließlich ein logischer Widerspruch.

> Ich weiß, was jetzt kommt: Vegan ist eine der besten
> Alternativen!

Veganismus ist genau genommen die einzige und ethisch notwendige Alternative. Aber sonst: ja, (ethischen) Veganismus zu propagieren und zu verbreiten ist wohl z.Z. das Effektivste.

> Das sowieso, aber ich möchte auch begreifen...
> Wie soll ich überzeugend argumentieren,wenn ich nicht so viel
> wie möglich verstehe?

Was versteht du denn nicht?
Einige Randprobleme gibt es hier natürlich auch, aber die absolute Grundlage (eben ethischen Veganismus) sollte verständlich sein und die reicht "für den Alltag" eigentlich aus.

> Hinzu kommen noch die Philosophen,die ganz und gar nicht
> eindeutig sind, sondern sogar unterschiedliche Meinungen
> vertreten.

Interessant, ich kenne keinen TR-Philosophen (zumindest niemand, der sich selbst so bezeichnet).

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Mona | Datum:
Zitat: Nunja, wie du schon richtig erkannt hast, sind Leute, die Tierschutz fordern, alles andere als Tierrechtler.
Ansonsten: Tierrechte bedeuten zwangsläufig Abolitionismus, alles andere ist schließlich ein logischer Widerspruch.


Was mir im grunde so widerspricht,ist die Unterschriftsaktion der TRGruppe Dresden.
Ich persönlich möchte mich für den Abolitionismus einsetzen.
Natürlich lehne ich die landwirts. Nutzung der Schweine ab.
Komisch, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich wegen meiner inneren Überzeugung die ins Netz gestellte Unterschriftsliste nicht unterschreiben kann.
In meinen Augen ist diese eben nicht abolinistisch. Irre ich mich?
Immerhin handelt es sich um eine Tierrechtsgruppe!
Schade ich den Schweinen,wenn ich die Unterschriftsliste anerkenne oder schade ich mehr, wenn ich sie nicht nutze um Unterschriften zu sammeln.

G. Francione hat einige Fakten aufgeführt,die einen in die Lage versetzen sollen Aktionen einzuordnen.

Nur,da er gegen Einzelaktionen (generell) ist, kann ich nur annehmen, dass die Aktion gegen Schweinefabriken nicht abolinistisch ist. Diese Aktion ist begrenzt auf Sachsen, bezieht nicht eindeutig genug Stellung und fordert im lezten Satz
eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes.

Für mich ist das eben nicht so einfach!


G. Francione setzt sich für die Abschaffung der Ausbeutung ein, aber... er lehnt TB ab. Richtig?

Veganismus ist auch für ihn die Basis aller Veränderung.



Zitat: Interessant, ich kenne keinen TR-Philosophen (zumindest niemand, der sich selbst so bezeichnet).


P-Singer,Kaplan, Regan, Wolf...
Wieso interessant- klingt schon wieder so doppeldeutig!

Es ist richtig,für den Alltag brauch ich nicht mehr wissen.
Es reicht,wenn ich weiß, wie ich meinen Tofu brate...
MAG SEIN!

Aber , ich kann nicht so.
Ich lese auch sehr gern was S.-Witt-Stahl und G.Rogausch zu sagen haben.
Nicht zuletzt machen diese Aufzeichnungen auch Mut.

Ich danke euch auf jeden Fall,

diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: martin | Datum:

> Was mir im grunde so widerspricht,ist die Unterschriftsaktion
> der TRGruppe Dresden.
> Ich persönlich möchte mich für den Abolitionismus einsetzen.
> Natürlich lehne ich die landwirts. Nutzung der Schweine ab.
> Komisch, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich wegen
> meiner inneren Überzeugung die ins Netz gestellte
> Unterschriftsliste nicht unterschreiben kann.

Ich wüßte nicht, weshalb man deshalb ein schlechtes Gewissen haben sollte?

> In meinen Augen ist diese eben nicht abolinistisch. Irre ich
> mich?

Nein, ist es nicht.

> Immerhin handelt es sich um eine Tierrechtsgruppe!

Nicht überall wo vegan draufsteht, ist auch vegan drin und dasselbe gilt für selbsternannte TR-Gruppen oder -Philosophen (s.u.).
Ein Blick auf ihre Seite genügt: sie akzeptieren Vegetarier (also eklatante TR-Verletzer) und verschaffen ihnen dadurch ein gutes Gewissen (denn diese "tun" dann ja "etwas für Tiere") und festigen damit deren TR-verletzendes Verhalten.

> Schade ich den Schweinen,wenn ich die Unterschriftsliste
> anerkenne oder schade ich mehr, wenn ich sie nicht nutze um
> Unterschriften zu sammeln.

Wenn du nicht unterschreibst, schadest du ihnen definitiv nicht, wenn du es tust, schadest du ihnen potentiell (da, wie wir wissen, Reformismus die Tierausbeutung zementiert). Damit sollte die Entscheidung klar sein.

> G. Francione hat einige Fakten aufgeführt,die einen in die
> Lage versetzen sollen Aktionen einzuordnen.

Wenn du dich auf Aussagen von jemandem beziehst, wäre ein direktes Zitat (mit Quelle) nicht schlecht.

>
Zitat: Interessant, ich kenne keinen TR-Philosophen
> (zumindest niemand, der sich selbst so bezeichnet).

>
> P-Singer,Kaplan, Regan, Wolf...
> Wieso interessant- klingt schon wieder so doppeldeutig!

Sollte Ironie andeuten.
Singer und Kaplan sind nicht im geringsten TR-freundlich, Singer propagiert Tierausbeutung, Kaplan ist übelster Antiveganer, Regan gesteht nur höher entwickelten Tieren Rechte zu und Ursula Wolf frißt Fischleichen (Quelle indirekt hier enthalten). Wie gesagt: ich kenne keine TR-Philosophen.

> Ich lese auch sehr gern was S.-Witt-Stahl und G.Rogausch zu
> sagen haben.
> Nicht zuletzt machen diese Aufzeichnungen auch Mut.

Niemand will dich davon abhalten, dich mit weiterführenden Problemen zu befassen. Nur ist dabei immer Vorsicht geboten, denn, wie ich gezeigt habe, werden die Bezeichnungen "vegan", "Tierrechte" und "Antispe(ziesismus)" inflationär gebraucht, ins. von Leuten, die das genaue Gegenteil repräsentieren.

Re: diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: Mona | Datum:
Ich wollte mich wenigstens noch bedanken für die Informationen.
Es scheint, nicht mal das läßt Achim zu.

Re: diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: Mona | Datum:
Zitat: ?


trotz mehrerer Versuche kann ich meine Beiträgen nicht abschicken.
Obwohl, der von 17:14 klappte.
Da muß der Fehler irgendwo bei mir liegen!

Mona

Re: diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: Claude | Datum:
Wende dich bei sowas direkt an foren@antiSpe.de
Oder schreib mir.

Claude

Re: diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: Mona | Datum:
Zitat: Ein Blick auf ihre Seite genügt


Ich habe das gar nicht gesehen. Ich setzte einfach voraus,dass
vegan gelebt wird. Vor allem,weil die Hallmarks dies ausdrücken und
Dresden die Hallmarks anerkennt.
Danke martin für die hilfreichen Informationen.

Leider weiß ich nicht mehr genau wo diese "Fakten" stehen.

Aber hier hatte ich sie gefunden:
(Gebe ich den Blog von G. Franzione hier an, kommt eine Fehlermeldung)

Mona

Re: diverse vermeintliche Tierrechtler

Autor: martin | Datum:

> Ich habe das gar nicht gesehen. Ich setzte einfach voraus,dass
> vegan gelebt wird. Vor allem,weil die Hallmarks dies
> ausdrücken und
> Dresden die Hallmarks anerkennt.

Tja, dann haben sie wahrscheinlich nicht einmal den ersten Satz dieser Hallmarks gelesen und verstanden (was allerdings auch eine Aussage über die Wertigkeit der Hallmarks macht).

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Was mir im grunde so widerspricht,ist die Unterschriftsaktion

Ergänzend: http://tierrechtsforen.de/faulpetitionismus.

> G. Francione setzt sich für die Abschaffung der Ausbeutung
> ein, aber... er lehnt TB ab. Richtig?

Er lehnt Tierbefreiung(en?) ab?

Achim

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Mona | Datum:
Zitat: Er lehnt Tierbefreiung(en?) ab?


Ja.

Animal Liberation

Autor: Claude | Datum:
Kann es sein, dass er Animal Liberation ablehnt und damit das Buch meint und nicht Tierbefreiungen.
Dass er die Argumentationen von Peter Singer ablehnt ist klar und das kann man auch auf seiner Website lesen (kursiv und in Grossschreibung). Dass er Tierbefreiungen ablehnt konnte ich nirgends finden.

Claude

Re: Animal Liberation

Autor: Mona | Datum:
Stimmt, es ist nichts darüber zu finden, dass er Tierbefreiungen ablehnt.
Es steht aber auch nicht da, dass er Tierbefreiungen befürwortet.

Lese ich seine Agenda oder die sechs Prinzipien der Tierrechtsposition komme ich intuitiv zu dem Schluß, dass er sie nicht befürwortet. Ein Mann,der so klar Stellung bezieht, würde doch dazu seine Meinung äußern!?

Mona

Re: Animal Liberation

Autor: martin | Datum:

> Es steht aber auch nicht da, dass er Tierbefreiungen
> befürwortet.
>
> Lese ich seine Agenda oder die sechs Prinzipien der
> Tierrechtsposition komme ich intuitiv zu dem Schluß, dass er
> sie nicht befürwortet.

Die Prinzipen zur Tierrechtsposition sagen ja wenig über die Methoden, sondern eben eher etwas zur Position. Nur weil dort nicht alles aufgezählt wird, sollte man nicht daraus ableiten, daß er andere Methoden automatisch ablehnt.

> Ein Mann,der so klar Stellung bezieht,
> würde doch dazu seine Meinung äußern!?

Wenn es selbstverständlich richtig ist, muß man sich nicht unbedingt dazu äußern. (Und auch hier bedeutet keine Äußerung nicht automatisch Ablehnung.)

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Leider bin ich noch nicht so weit, dass ich Tierrechtlern groß
> was mitzuteilen hätte.

Das scheint auf meine Frage "Und was gedachtest Du uns damit mitzuteilen?" bezogen, die jedoch keine Antwort auf Deinen Beitrag (und damit nicht auf Dich bezogen) war, sondern auf Bruchmanns nackten Link.

Achim

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: cbruchmann | Datum:
naja, es ergaben sich ja bisher schon einige antworten. werde aber beim nächsten mal (wenn nicht gelöscht wird) mehr als nur einen link reinsetzen.

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: AKT Gütersloh | Datum:
> Undine Kurth MdB
> Sprecherin für Natur- und Tierschutz
> Bündnis 90/Die Grünen
> Bundestagsfraktion
> Platz der Republik 1
> 11011 Berlin
> E-Mail: undine.kurth@bundestag.de
>
>
>
> Gütersloh, den 11. 06. 09
> Sehr geehrte Frau Undine Kurt
>
> Nach unseren ersten punktuellen Betrachtungen des Tierschutzgesetz-
> Entwurfs der Grünen, zeigen sich uns Tierrechtlern grundsätzliche
> rechtliche Mängel im Tierschutzgesetz-Entwurf.
> 1. Die Spielregeln von Bundesgesetzestexten ist nicht eingehalten
> worden.
>
> Durch kommentarhafte Aufzählungen und Definitionen wird die
> Wirkkraft des Bundesgesetzes als generelle Regel, als
> Rahmenbedingung verwässert und unbrauchbar.
> Die Interpretation der Gesetzestexte üben ausschließlich Gerichte
> aus.
> Oder lassen sich in den Kommentaren zu den Gesetzen wiederfinden.
>
> "Bundesgesetze müssen den Anforderungen der Verfassung an Gesetze
> genügen. Das Bundesgesetz muss eine abstrakt-generelle Regelung,
> die hinreichend bestimmt ist, über die Sachmaterie treffen. Das
> Bundesgesetz muss alles Wesentliche regeln; Details sind in der
> Regel aber durch untergesetzliche Normen (Rechtsverordnungen bzw.
> Technische Anordnungen, Satzungen, gegebenenfalls Verwaltungsakte)
> zu bestimmen.
> Eine Anleitung zum Entwerfen von Gesetzesvorlagen findet man im
> Handbuch der Rechtsförmlichkeit, zu beziehen beim Bundesministerium
> der Justiz.
>
> 2. Die neue Form, die Systematik und Umfang des Tierschutzgesetz-
> Entwurfs der Grünen gerät auch mit dem Zitiergebot (Grundgesetz) in
> Konflikt.
> Der Tierschutzgesetzentwurf der Grünen löst die Struktur des
> bestehenden Tierschutzgesetzes auf.
> Der Bezug zum bestehenden Tierschutz-Rechtsgut geht verloren.
> Der Zusammenhang und das Zitiergebot zu Gerichtsurteilen,
> Verordnungen, Richtlinien, Verwaltungsvorschriften,
> Ministererlasse, Kommentare, Gutachten, verlieren bei der
> Einführung des "Tierschutzgesetz-Entwurfs der Grünen" ihre
> Rechtszuständigkeiten.
>
> 3. Praxixuntauglich
>
> Der Tierschutzgesetz-Entwurf der Grünen bringt auch den
> eingefleischtesten TierrechtlerInnen, TierschützerInnen,
> BehördenvertreterInnen zuerst eine völlig neue Lesens- und
> Bearbeitungserschwerung.
> Bedeutet die neue Form, Umfang und Systematik die Zerstörung von
> angelerntem Wissen über Anwendungsmöglichkeiten der bisherigen
> Tierschützenden Vorgaben.
>
> Das seit Jahrzehnten bestehende Tierschutzgesetz ist nach unseren
> Erfahrungen weder in der Exekutiven noch in der Judikativen als
> breites Wissen abrufbar. Darunter leidet heute noch immer die
> Umsetzung des Tierschutzgesetzes.
>
> 4. Gesetzesgrenze
> Die Gesetzesgrenze legt lediglich die Mindestanforderungen fest.
> Was darunterliegt ist illegal, rechtswidrig und ist entsprechen zu
> bestrafen.
> Oberhalb der Gesetzesgrenze zählt Moral, Ethik, Disziplin und
> Respekt.
>
> In diesem Zusammenhang ist uns im Tierschutzgesetz-Entwurf der
> Grünen §1 Abs.1 dritte Zeile, "Jeder ist verpflichtet, im Rahmen
> seiner Möglichkeiten zu diesem Schutz beizutragen", aufgefallen.
> Hier gibt es keine rechtliche Strafverfolgungsmöglichkeit. Somit
> ist diese Aussage ohne Konsequenzen.
> Man darf den Staatsbürgern per Gesetz nur ihr Handeln vorschreiben
> und Zuwiderhandlungen ahnden. Niemand darf Ihnen im Gesetzestext
> vorschreiben wie sie zu denken haben. Verstoß gegen das Grundgesetz
>
> Daher ist unser Vorschlag, das vorhandene Tierschutzgesetz zu
> belassen und nur Verbesserungs-Korrekturen durchzuführen.
> Dadurch entfällt die komplette Erneuerung aller mit dem jetzigen
> Tierschutzgesetz vorhandenen Bezugs-Schriften.
>
> Z.B. Eine Verbesserung währe das Strafmaß für Verstöße des § 17
> alten Tierschutzgesetzes grundsätzlich auf 10 Jahre zu erhöhen.
>
> Widersprüchliches Beispiel ist für uns zum Beispiel: § 63 aus dem
> Tierschutzgesetz-Entwurf der Grünen das unterschiedliche Strafmaß.
> Zitat: § 63 Strafbare Tiertötung und quälerische Tiermisshandlung
> (bisher nicht im Gesetz enthalten)
> (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird
> bestraft, wer
> ::::::::::::::::::::::::::::
> (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von
> drei Monaten bis zu
> zehn Jahren.
>
> Unsere tägliche Tierrechtsarbeit ist die Durchsetzung der
> Tierrechte, wir sind gerne bereit unsere Erfahrungen für eine
> Zusammenarbeit bei der Überarbeitung des bestehenden
> Tierschutzgesetzes anzubieten und zur Verfügung zu stellen.
>
> Mit tierschützerischen Grüßen,
   ARBEITSKREIS TIERSCHUTZ GÜTERSLOH
   Menschen für Tierrechte
> Gerhard Oesterreich           Sabine  Skiendziel   Tel:05207/6240
> www.tierschutz-guetersloh.de
> E-Mail: gerhard.oesterreich@gtelnet.net
> Tel:05241/48429
 
Tierrechtler mit Rechtskenntnissen sollten sich mit dem Tierschutzgesetz-Entwurf der Grünen auseinandersetzen damit der geplante Nachteil für die Tiere nicht entsteht.
 
http://www.gruene-bundestag.de
Themen von A-Z
 
 
 

Re: neuer Tierschutzgesetzentwurf der Grünen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Tierschutzgesetz-
...
> > rechtliche Mängel im Tierschutzgesetz-Entwurf.
...
> > Der Tierschutzgesetzentwurf der Grünen löst die Struktur des
> > bestehenden Tierschutzgesetzes auf.
> > Der Bezug zum bestehenden Tierschutz-Rechtsgut geht verloren.
...
> > Der Tierschutzgesetz-Entwurf der Grünen bringt auch den
> > eingefleischtesten TierrechtlerInnen, TierschützerInnen,
> > BehördenvertreterInnen zuerst eine völlig neue Lesens- und
> > Bearbeitungserschwerung.
> > Bedeutet die neue Form, Umfang und Systematik die
> Zerstörung von
> > angelerntem Wissen über Anwendungsmöglichkeiten der
> bisherigen
> > Tierschützenden Vorgaben.
> >
> > Das seit Jahrzehnten bestehende Tierschutzgesetz ist nach
> unseren
> > Erfahrungen weder in der Exekutiven noch in der Judikativen
> als
> > breites Wissen abrufbar. Darunter leidet heute noch immer die
> > Umsetzung des Tierschutzgesetzes.
...
> > Daher ist unser Vorschlag, das vorhandene Tierschutzgesetz zu
> > belassen und nur Verbesserungs-Korrekturen durchzuführen.
> > Dadurch entfällt die komplette Erneuerung aller mit dem
> jetzigen
> > Tierschutzgesetz vorhandenen Bezugs-Schriften.
> >
> > Z.B. Eine Verbesserung währe das Strafmaß für Verstöße des
...
> > Unsere tägliche Tierrechtsarbeit ist die Durchsetzung der
> > Tierrechte, wir sind gerne bereit unsere Erfahrungen für eine
> > Zusammenarbeit bei der Überarbeitung des bestehenden
> > Tierschutzgesetzes anzubieten und zur Verfügung zu stellen.
> >
> > Mit tierschützerischen Grüßen,
>    ARBEITSKREIS TIERSCHUTZ GÜTERSLOH
>    Menschen für Tierrechte


> Tierrechtler mit Rechtskenntnissen sollten sich mit dem
> Tierschutzgesetz-Entwurf der Grünen auseinandersetzen damit
> der geplante Nachteil für die Tiere nicht entsteht.

a) welches wäre denn der Nachteil?
b) was hat der ganze Tierschutzkrampf (s.o.) mit Tierrechten (vgl. http://tierrechtspartei.de/tstr) zu tun?

Achim