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Ethik ist nicht teuer

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Ethik ist nicht teuer

Autor: martin.p | Datum:
Ethisch denkende Menschen wissen genau, dass sie ihre angeblichen Kostengründe nicht über das Leben andere stellen können. Muss man auch gar nicht.
So bestätigt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin, dass gesunde und ausgewogene Ernährung nicht teurer sein muss, wer weniger Alkohol trinkt und weniger Schokolade isst, kann die höheren Preise der Öko-Produkte wieder ausgleichen.
Die DAK rät, mehr regionale Saisonware an Obst und Gemüse zu kaufen, anstatt teuere exotische. Außerdem ist die Qualität zu beachten, so kostet Vollkornbrot zwar mehr als Weißbrot, aber dafür hat es auch einen höheren Sättigungseffekt.
Wer also Süßwaren und Alkohol reduziert, der kann auch ohne tief in den Geldbeutel greifen zu müssen gut vegan leben.
Weitere Information, damit das Vollkornbrot auch denn ethischen Ansprüchen gerecht wird, finden sich unter http://maqi.de/txt/leichen.html

Gesund essen kann günstig sein

Autor: martin.p | Datum:
Berlin (dpa/gms) - Die Vorbereitungen für einen gesunden Salat dauert zwar oft länger als eine Fertigpizza und für den Einkauf muss auch ein bisschen mehr Geld eingeplant werden. Stellt die Familie ihre Ernährung aber generell auf «gesund» um und isst sie nur selten Fleisch, tut sie nicht nur ihren Körpern, sondern auch dem Geldbeutel etwas Gutes.«Grundsätzlich sind gesunde Öko-Produkte teurer als konventionelle Lebensmittel«, sagt Thomas Isenberg, Gesundheits-Experte beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin. «Wer aber auch weniger Alkohol trinkt und weniger Schokolade isst, kann das wieder ausgleichen.»Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine Studie des Öko-Instituts in Freiburg: Die Wissenschaftler verglichen 1999 die Ausgaben einer vierköpfigen Familie beim Kauf von konventionellen und biologischen Produkten. Demzufolge muss eine Familie rund 40 Euro monatlich mehr für die gesunde und ökologische Kost ausgeben. Werden aber Fleisch, Zucker und Süßwaren zu einem Drittel vom Speiseplan gestrichen, kostet die gesunde Ernährung nur noch 5 Euro mehr als der konventionelle Einkauf.«Bei Obst und Gemüse sollte man Saisonware kaufen», rät Hella Thomas, Ernährungsreferentin bei der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg. Die einheimischen Produkte aus der Ernte seien in der Regel günstiger als exotische Früchte. Es lohne sich auch, die Preise verschiedener Bioläden zu vergleichen: «Außerdem bieten inzwischen auch Supermärkte gute Bioprodukte zu meist günstigeren Preisen an», sagt Thomas.Am meisten sparen kann beim gesunden Einkauf, wer auf zu viel Fleisch verzichtet: «Es reicht vollkommen aus, wenn man zwei- bis dreimal pro Woche hochwertiges Fleisch isst», sagt Verbraucherschützer Isenberg. Insgesamt empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn 300 bis 600 Gramm Fleisch pro Woche. Die Deutschen essen allerdings im Schnitt laut vzbv 170 Gramm Fleisch und Wurst pro Tag.«Auf teure, angereicherte Lebensmittel kann dagegen verzichtet werden», rät Isenberg. Getränke oder Süßigkeiten, denen nach Angaben der Hersteller Vitamine oder Mineralstoffe zugesetzt wurden, seien nicht nur teuer: Obwohl sie oft sehr zucker- oder fettreich sind, werde ihnen ein «gesundes» Image gegeben.«Wer sich zu einer gesunden, fleischarmen Ernährung entschließt, sollte aber nicht einfach die Boulette weglassen und nur Kartoffeln und Erbsen essen», rät Ernährungsexpertin Thomas. Kochbücher geben stattdessen neue Anregungen für vegetarische Gerichte. «Auch die Kinder kann man auf frisches Gemüse und Obst neugierig machen.» Dazu sollten ihnen die Sorten der Saison in kleinen Stückchen angeboten werden. «Kinder probieren kleine Mengen in der Regel gerne», so Thomas.Auch andere gesunde Lebensmittel sind nur auf den ersten Blick teurer: «Zwar kostet ein Vollkornbrot mehr als ein Weißbrot, allerdings sättigt es auch stärker», sagt Maria Flothkötter, Ernährungsexpertin beim Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Wasser oder Säfte seien günstiger als Limonade. «Die Grundnahrungsmittel Kartoffeln, Reis und Nudeln kosten roh und zum selbst Kochen ebenfalls weniger als verarbeitete Produkte wie Pommes frites.»Für eine ausgewogene Ernährung empfiehlt die DGE, viel Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte zu essen. Jeden Tag sollte außerdem ein Viertel Liter fettarme Milch getrunken werden. Empfohlen wird einmal pro Woche Seefisch, wenig Fleisch und Wurst und nicht mehr als drei Eier pro Woche. Fett und Zucker sollten sparsam dosiert werden. Als Getränke werden vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Obstsäfte empfohlen.Besonders wichtig ist es für Kinder, sich zu Hause in der Familie gesund zu ernähren: «20 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als übergewichtig oder schon krankhaft fettleibig», sagt Verbraucherschützer Isenberg. Das kann Probleme mit Knochen und Gelenken, Bluthochdruck oder Diabetes hervorrufen. Und wer als Kind durch eine fett- und kalorienreiche Ernährung zu dick ist, hat es auch später schwer mit den Pfunden: Selbst wer bis auf das Normalgewicht abspeckt, hat laut vzbv lebenslänglich ein erhöhtes gesundheitliches Risiko.



© dpa - Meldung vom 30.04.2003 10:00 Uhr