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Vegane Kinder:
Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Anzahl Beitr├Ąge in diesem Thread: 102

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Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Ich habe hier ja schon gelegentlich erw├Ąhnt, wie schwer es ist, ethisch vertretbare Kinderb├╝cher, aber auch Kinderlieder, -filme (grade l├Ąuft ein H├╝hnerbefreiungskinderfilm, "Die wilden H├╝hner", in dem die "Tierbefreier" sich schw├Âren, "keine H├╝hner zu essen" ...) usw. zu finden.

Da wird Tierausbeutung und religi├Âser Wahn ebenso propagiert wie Drogenkonsum.

Ich f├Ąnde es sch├Ân, wenn in diesem Thread entsprechende Informationen gesammelt w├╝rden, also zum einen Empfehlungen f├╝r geeignete B├╝cher usw., zum anderen Warnungen vor nicht unmittelbar erkennbaren Propagandamitteln (es ist ja nicht immer m├Âglich, ein Buch vor dem kaufen zu lesen), aber auch Diskussion ├╝ber Zweifelsf├Ąlle.

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Drei Haseln├╝sse f├╝r Aschenbr├Âdel - Mod]

Autor: Thomas | Datum:
Achim St├Â├čer schrieb:

> Warnungen vor nicht
> unmittelbar erkennbaren Propagandamitteln

warnen m├Âchte ich vor der ├╝berall zur Weihnachtszeit empfohlenen DVD "Drei Haseln├╝sse f├╝r Aschenbr├Âdel". Abgesehen davon, da├č es normal zu sein scheint, da├č in so gut wie jedem M├Ąrchenfilm ganz besonders viele Tierleichen gefressen werden, ist in diesem Film eine besonders grausam und detailliert dargestellte Jagdszene zu sehen, in der einem Fuchs ein Pfeil in die Seite geschossen wird. Er lebt noch und versucht ihn mit den Z├Ąhnen rauszuziehen. Alles in Nahaufnahme gefilmt.

Viele Gr├╝├če

Thomas

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Drei Haseln├╝sse f├╝r Aschenbr├Âdel - Mod]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> werden, ist in diesem Film eine besonders grausam und
> detailliert dargestellte Jagdszene zu sehen, in der einem
> Fuchs ein Pfeil in die Seite geschossen wird. Er lebt noch
> und versucht ihn mit den Z├Ąhnen rauszuziehen. Alles in
> Nahaufnahme gefilmt.

Mal davon abgesehen, da├č das vielleicht nicht kindergeeignet ist, w├Ąre das ja wohl eher gegen Jagd gerichtet, oder wird der Fuchsmord(versuch) als etwas positives dargestellt?

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Drei Haseln├╝sse f├╝r Aschenbr├Âdel - Mo

Autor: Thomas | Datum:
Achim St├Â├čer schrieb:
>
> Mal davon abgesehen, da├č das vielleicht nicht kindergeeignet
> ist, w├Ąre das ja wohl eher gegen Jagd gerichtet, oder wird
> der Fuchsmord als etwas positives dargestellt?

ja wird er.

Viele Gr├╝├če

Thomas

Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte..

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
"Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hatte." Werner Holzwarth, Zeichnungen Wolf Erlbruch

Hier das Video dazu. Der Text ist denke ich identisch.

Ist m.E. unbedenklich, zwar kommt ein "Metzgershund" drin vor, aber meiner Einsch├Ątzung nach ist das in dem Kontext (noch) vertretbar.

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Die Menschenfresserin]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Im Anhang des Buchs sind weitere Werke des Autors bzw. des Zeichners beworben, darunter "Die Menschenfresserin" (Valerie Dayre, Zeichnungen Wolf Erlbruch), h├Ârt sich (auch bez├╝glich Veganismus) interessant an - kennt das jemand?

Zitat: Eine m├Ąchtige Frau durchstreift das Land und hat eine furchtbare Idee: Sie bekommt unwiderstehlichen Hunger auf ein Kind. So macht sie sich auf die lange und beschwerliche Suche nach dem, das ihr am besten erscheint. Schlie├člich, am Ende ihrer Kraft, findet sie es - ihr eigenes. Sie hatte l├Ąngst vergessen, da├č sie eines hat. Das zuerst grausam anmutende moderne M├Ąrchen erz├Ąhlt von der menschlichen Gier, von der Idee des B├Âsen, von dem, was in uns allen ist. http://www.amazon.de/Die-Menschenfresserin-Valerie-Dayre/dp/387294715X


Achim

[Maulwurf, Superhenne Hanna - Mod]

Autor: MaryPoppins | Datum:
das maulwurf buch ist sehr nett, im endeffekt gehts um ein thema das 2-4j├Ąhrige phasenweise sehr intressiert: kacke. wie sie ausschaut etc. meine tochter mag es.

was ich als pubert├Ąre gemocht hat war die superhenne hanna; davon gibts jetzt auch ein kinderbuch wo hanna eine tochter bekommt; kennt das wer?

und kennt wer b├╝cher speziell f├╝r 2-4j├Ąhrige?

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Superhenne Hanna]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> was ich als pubert├Ąre gemocht hat war die superhenne hanna;
> davon gibts jetzt auch ein kinderbuch wo hanna eine tochter
> bekommt; kennt das wer?

Ich kenne nichtmal die "Superhenne Hanna", kannst Du dazu etwas mehr sagen (mit bezug zum Thread, also der ethischen Vertretbarkeit)?

Achim

Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc. [Hab keine Angst, wenn's dunkel wird]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> und kennt wer b├╝cher speziell f├╝r 2-4j├Ąhrige?

[die urspr├╝nglich hier stehende Antwort ist jetzt an den Startbeitrag angeh├Ąngt, damit es nicht gar zu un├╝bersichtlich wird - Achim]

Achim

Re: [Der Maulwurf und die B├Ąren]

Autor: K | Datum:
Der Maulwurf und die B├Ąren

Bilderbuch mit wenig Text. 10 dicke Kartonseiten.

Dem Maulwurf macht einen Ausflug und will einen Kuchen zu essen. Er packt auch eine Flasche mit wei├čem Inhalt aus - k├Ânnte z.B. Sojamilch sein ;-) (Der Inhalt wird nicht erw├Ąhnt).
Als er alles ausgepackt hat, kommt eine B├Ąrenfamilie. Der Maulwurf fl├╝chtet und die B├Ąrenfamilie futtert alles auf und trinkt alles leer. Der Maulwurf ist traurig und weint. Als die B├Ąren das h├Âren entschuldigen sie sich und fangen dem Maulwurf als Entsch├Ądigung einen gro├čen Karpfen.
Zitat: Der Maulwurf nahm den Karpfen, bedankte sich und spazierte zufrieden nach Hause. Nach einer Weile h├Ârte er eine ver├Ąngstigte Stimme: " Du willst mich doch nicht wirklich essen?"
"Du hast Recht. Ich esse doch keine Fische." Der Maulwurf ging zur├╝ck und lie├č den Karpfen wieder ins Wasser gleiten, wo seine Fischfreunde bereits voller Sorgen gewartet haben. Nun war der Maulwurf froh, dass wieder alles in Ordnung war.


Vegane L├Âwen, Vampire und Drachen

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Untypisch "vegetarisch" Wesen tauchen scheint mir in letzter Zeit vermehrt in Kinderb├╝chern auf, sei es ein vegetarischer L├Âwe, Vampire oder wie hier ein Drache. Gut m├Âglich, da├č das de facto Veganer sind, immerhin wird ja z.B. auch so mancher Elefant oder Saurier in Dokus als "Vegetarier" bezeichnet, ohne jemals Joghurt zu konsumieren.

Zu einer Lesung in Leipzig:
Zitat: Genau so eine verr├╝ckte Type ist am Freitag, 6. Februar, um 17:00 Uhr im kapwest zu Gast. Dann liest Andr├ę Kudernatsch aus seinem Kinderbuch ÔÇťDer PantoffelpiratÔÇť. Kudernatsch hat sein erstes Kinderbuch geschrieben ÔÇô und wer Kudernatsch kennt, wei├č, dass es dabei nat├╝rlich nicht politisch korrekt zugeht. Die Helden sind gar keine, die Seefahrt ist letztlich unlustig, die Prinzessinnen sind Zicken, und die Drachen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Selbst wenn sie punkig auftreten, am Ende basteln sie Modeschmuck und ern├Ąhren sich vegetarisch.
http://www.l-iz.de/Kultur/Lesungen/2009/02/Pantoffelpiraten-und-Lindenaue-200902021944.html


Achim

Wollen wir Freunde sein, Hannibal?

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
"Wollen wir Freunde sein, Hannibal?" ("Is that what friends do?")



Marjorie Newman (Text); Bowman, Pete (Illustrationen); H├╝bsch, Renate (├ťbersetzung)
28 S., 25 x 27 cm, Brunnen Verlag, 1998 (Random House, 1997)
"F├╝r Kinder ab 4"

Ein wie ich finde sehr sch├Ânes Buch. Affe Niko und Elefant Hannibal wollen Freunde werden, weil beide allein sind. Dann bestimmt auf jeder Doppelseite Niko, was sie machen, Hannibal ist wenig erbaut, fragt "Machen Freunde das?", Niko bejaht, Hannibal bekommt Probleme - zerdeppert beim Tanzen M├Âbel, f├Ąllt beim Klettern vom Baum; Niko kommt nicht auf die Idee, ihm zu helfen. Schlie├člich wendet Hannibal sich ab, worauf Niko einsieht, da├č da├č er etwas falsch gemacht hat - und sie werden richtige Freunde.

Auch wenn der Brunnen Verlag ein christlicher ist, ist das Buch frei von jeglicher religi├Âsen Propaganda. Das Buch ist eh nur noch antiquarisch erh├Ąltlich, der Verlag wird also damit nicht unterst├╝tzt ;-).

Einzig kritisch ist die Doppelseite, auf der Niko bestimmt: "Heute Abend gibt es R├╝hrei mit Toast". Da allerdings zu diesem Zeitpunkt Niko schon als Ekel eingef├╝hrt ist und Hannibal erwidert "Ich mag kein R├╝hrei mit Toast", kann das mit etwas gutem Willen wohl (wenn auch sicher nicht beabsichtigt) sinnvoll interpretiert werden.

Ich wei├č nicht, ob ich das Buch gekauft h├Ątte, wenn ich das gesehen h├Ątte. Normalerweise versuche ich, mir die B├╝cher vorher durchzulesen (bei der geringen Textmenge geht das ja noch ;-)), aber genau die beiden Seiten habe ich offenbar ├╝berschlagen und aufgrund des Aufbaus der Geschichte, bei der dieser Textabschnitt nicht als fehlend zu bemerken war, ist mir das nicht aufgefallen. Aber im Nachhinein denke ich, da├č es gut war, das zu kaufen (schon, weil jalan es sehr gern mag ;-)).

Die Zeichnungen sind auch sehr nett gemacht. Hier mal der gesamte Text:

Zitat: Hannibal, der kleine Elefant, sitzt traurig am Fluss. Da kommt Niko, der kleine Affe, vorbei.
"Hallo, Hannibal!", ruft Niko. "Ganz allein?"
"Ja", seufzt der kleine Elefant.
"Das bin ich auch", sagt Niko. "Lass uns Freunde sein."

"Dann bist du mein erster Freund. Ich hatte noch keinen", sagt Hannibal.
"Ich schon. Ganz viele!", verk├╝ndet Niko. "Warum kommst du nicht mit zu mir nach hause? Du k├Ânntest bei mir wohnen."
"Machen das Freunde so?" fragt Hannibal.
"Aber klar!", ruft Niko.

Nikos Haust├╝r ist ziemlich klein - viel zu klein f├╝r einen kleinen Elefanten.
"Ooooh!", ruft Hannibal.
"Uuuff!", st├Âhnt Hannibal.
"Auuutsch!", schreit Hannibal. "Ich stecke fest!"
"Du bist lustig", kichert Niko. Er kugelt sich vor Lachen. Er kommt ├╝berhaupt nicht auf die Idee, Hannibal zu helfen.

Niko schaltet das Radio ein. Die Musik ist laut.
"Komm, wir tanzen!", ruft Niko.
"Machen Freunde das?" fragt Hannibal.
"Aber klar!", tr├Ąllert Niko. "Los!"
"O wei!", ruft Hannibal.
"Uiiih!", quietscht Hannibal.
"Ahhh! Ich kann nicht tanzen!", schreit Hannibal.
"Du bist zu komisch!", ruft Niko und tanzt auf einem Bein herum. Er kommt ├╝berhaupt nicht auf die Idee, Hannibal zu helfen.

"Heute Abend gibt es R├╝hrei mit Toast", verk├╝ndet Niko.
"Ich mag kein R├╝hrei mit Toast", sagt Hannibal.
"Ich schon!", ruft Niko. "Du kochst, und dann essen wir zusammen."
"Machen das Freunde so?", fragt der kleine Elefant.
"Aber klar!", versichert Niko.
"Hey!", ruft Hannibal.
"Igitt!", schreit Hannibal.
"Oooch!", mault Hannibal. "Ich kann nicht kochen."
"Du bist wirklich zum Kringeln", kichert Niko und setzt sich an den Tisch. Er kommt ├╝berhaupt nicht darauf, Hannibal zu helfen.

"Schlafenszeit!", verk├╝ndet Niko.
"Du kannst heute Nacht hier bleiben und in meinem Sessel schlafen."
"Machen das Freunde so?", fragt Hannibal und versucht, es sich im Sessel bequem zu machen.
"Aber klar!", g├Ąhnt Niko.
"Uuugh!", ├Ąchzt Hannibal.
"Oouu!", st├Âhnt Hannibal.
"Hilfe!", schreit Hannibal. "Ich falle runter!"
Niko zuckt nicht mal mit der Wimper.
Er schl├Ąft tief und fest. Und er schnarcht, dass die W├Ąnde wackeln.
Hannibal schl├Ąft die ganze nacht nicht eine Minute. Obwohl er sich Watte in die Ohren steckt.

Am n├Ąchsten Morgen wacht Niko fr├╝h auf.
"Los, komm, Hannibal", ruft er fr├Âhlich. "Wir gehen klettern."
"Ich mag nicht klettern gehen. Schon gar nicht vor dem Fr├╝hst├╝ck!", brummt Hannibal m├╝de.
"Aber ich!", sagt Niko. "Los, komm schon, wir gehen zusammen."
"Machen das Freunde so?", fragt Hannibal.
"Nat├╝rlich!", sagt Niko und zieht seine Jacke an.
Drau├čen ist es k├╝hl. Hannibal fr├Âstelt.
"Beeil dich, Hannibal!", ruft Niko. "Ich habe einen tollen Kletterbaum entdeckt!"
"Machen das Freunde so?", fragt Hannibal.
"Aber klar!", kreischt Niko.
Er turnt schon hoch oben in den Ästen herum.

Langsam klettert Hannibal auf den Baum.
KRAAACKS! macht der Ast.
RRRUUUUMS! macht der kleine Elefant.
"Aaahhh!", schreit Hannibal.
"Aaauuutsch!", schreit Hannibal.
"Oooh!", st├Âhnt Hannibal.
"Ich kann nicht klettern."

Jetzt kommt Niko auch vom Baum herunter.
"Oh!", sagt Niko.
"Ehem ...!", fl├╝stert Niko.
"Ach, du meine G├╝te", murmelt Niko und starrt in da riesig tiefe Loch vor ihm.
Der kleine Elefant ist nirgends zu sehen.
Niko ist ganz allein.

Ein wenig entfernt sitzt Hannibal am Ufer. Er ist traurig. Und allein.
Niko kommt vorbei. "Oh, da bist du ja, Hannibal", sagt Niko.
"Lass mich in Ruhe!", grollt Hannibal.
Niko ist ganz still. "Du, Hannibal", sagt er leise. "Wei├čt du noch? Ich hab gesagt, ich habe viele Freunde."
"Ja, und?", brummt der kleine Elefant.
"Na ja", murmelt Niko: "Keiner davon ist lange mein Freund geblieben."
Hannibal sagt nichts. Niko sagt nichts. Sie denken nach.

"Hannibal", sagt der kleine Affe nach einer Weile, "meinst du, ich hab' was falsch gemacht?"
"Wieso?", fragt der kleine Elefant.
"Hannibal", sagt Niko. "Vielleicht machen Freunde einfach viel zusammen ... und helfen sich ... und teilen ihre Sachen und so ..."
"Meinst du?", fragt Hannibal ├╝berrascht.
"Hannibal", sagt Niko. "Sollen wir noch einmal Freunde werden?"
"Machen das Freunde so?", fragt Hannibal.
"Bestimmt!", ruft Niko fr├Âhlich. Und dann nehmen sich die beiden ganz fest in den Arm.

Auf dem textlosen Schlu├čbild gehen sie dann zusammen in den Sonnenuntergang ;-) , der kleine Elefant tr├Ągt die Jacke, die der kleine Affe ihm inzwischen abgegeben hat.

Achim

Wei├čt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:


Anita Jeram (Text), Sam MacBratney (Illustrationen), Rolf Inhauser (├ťbers.); Sauerl├Ąnder, 2000 (16. Aufl.)

"Wei├čt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?"

Sehr, sehr s├╝├č. Der kleine Hase und der gro├če Hase sagen sich vor dem Schlafengehen, wie lieb sie sich haben. Der kleine HAse breitet die Arme aus: So sehr. Aber der gro├če hase hat l├Ągere Arme. So geht es dann weieter und endet: "Bis zum Mond und wieder zur├╝ck haben wir uns lieb."

Gibt verschiedene Ausgaben in verschiedenen Gr├Â├čen, Dialekten usw.

Auch als H├Ârbuch, hier ein Ausschnitt. (Real Player, die anderen Texte auf dem H├Ârbuch kenne ich aber nicht).

"ab 3 Jahren"

Achim

Die kleine Raupe Nimmersatt

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:


Eric Carle; Viktor Christen (├ťbers.)
"Die kleine Raupe Nimmersatt" ("The Very Hungry Caterpillar")

Gerstenberg Verlag.

Kinderbuch-Klassiker. Beim Vorlesen mu├č man etwas aufpassen, die speziesitische Sprache zu korrigieren: "Sie machte sich auf den Weg, um [strike]Futter[/strike] [Essen] zu suchen. Am Montag [strike]fr[/strike]a├č sie sich durch einen Apfel, aber satt war sie noch immer nicht." (Eventuell ist es auch - das ist jetzt ethisch allerdings irrelevant ;-) - sinnvoll, die Inversion aufzuheben, Jalan kann den Text des Buchs gro├čteils auswendig, sagt aber bei diesem Satz regelm├Ą├čig "... war sie immer noch nicht.") Am Dienstag i├čt sie sich dann durch zwei Birnen, am Mittwoch durch drei Pflaumen usw.

Ein bi├čchen kritisch wird's dann am "Sonnabend": "ein St├╝ck Schokoladenkuchen, eine Eiswaffel, eine saure Gurke, eine Scheibe K├Ąse, ein St├╝ck Wurst, einen Lolli, ein St├╝ck Fr├╝chtebrot, ein W├╝rstchen, ein T├Ârtchen [Muffin] und ein St├╝ck Melone." Gibt's zwar alles vegan (wobei ich mir bei diesen Eiswaffelt├╝ten grade nicht sicher bin), die Abbildungen weichen aber teils erkennbar von den veganen Varianten ab: der K├Ąse hat L├Âcher (also die von den Bakterienflatulenzen, ├╝ber das von der Raupe geknabberte hinaus), ein entsprechender veganer ist mir nicht bekannt, das W├╝rstchen hat (an den "Wurstzipfeln" erkennbar) eine Darmh├╝lle (Tofu-, Seitanw├╝rstchen etc. sehen an den Enden halt anders aus). Ich denke aber nicht, da├č das ein wesentliches Problem ist.

Hier noch ein paar weitere Infos:

Zitat: Die Kleine Raupe schl├╝pft aus dem Ei und hat nur noch Fressen im Sinn. Eine Woche lang frisst sie sich durch allerlei Obst und S├╝├čigkeiten und hinterl├Ąsst Fra├čspuren auf den Buchseiten. Dann baut sie sich einen Kokon und entpuppt sich als farbenpr├Ąchtiger Schmetterling. Spielerisch kann das Kind mitz├Ąhlen und lernt die Wochentage kennen. Die farbenfrohen, collage├Ąhnlichen Bilder und der kurze, humorvolle Text sind bereits f├╝r kleine Kinder gut zu begreifen.
http://www.buecher.de/shop/Capelli-Lisa/Die-kleine-Raupe-Nimmersatt/Carle-Eric/products_products/detail/prod_id/23266951/vnode/43400/lfa/related-2/
Zitat: Die kleine Raupe Superstar

[...] Als ÔÇ×Die kleine Raupe NimmersattÔÇŁ 1969 ver├Âffentlicht wurde, schien sie zun├Ąchst wie das Gegenst├╝ck zu den traditionellen Kinderb├╝chern und M├Ąrchen. Nicht die Moral und die Angst standen im Vordergrund wie in so vielen Geschichten in der Tradition der Gebr├╝der Grimm. Was Eric Carle den Kleinen und Kleinsten vermittelte, war das Prinzip Hoffnung. Mit nur sieben querformatigen Doppelseiten erz├Ąhlte Carle die Geschichte der kleinen Raupe mit dem uners├Ąttlichen Hunger von der Geburt bis zur Entpuppung als Schmetterling. Clou waren kreisrunde L├Âcher, die in die dicken Pappseiten gestanzt waren und veranschaulichten, wie sich die kleine Raupe durch Obst, Leckereien und ein Blatt hindurchfrass. Auf die Idee f├╝r das Buch kam Eric Carle, als er seinen Locher leerte. Eine erste Fassung hie├č ÔÇ×Eine Woche mit Willi WurmÔÇŁ und handelte von einem gr├╝nen B├╝cherwurm. Carles Lektorin meinte, das sei kein besonders guter Held f├╝r ein Kinderbuch. So wurde aus dem Wurm die Raupe. Erwachsene Lesern begreifen den Erfolg nicht, weil das Buch mit seiner Collagentechnik in kr├Ąftigen Farben etwas schlicht wirkt. Aber gerade darin liegt seine St├Ąrke, denn Eric Carle biederte sich in keinem seiner B├╝cher bei den erwachsenen Vorlesern und Buchk├Ąufern an. Die Collagen-technik schafft Strukturen, die vor allem auf das ungeschulte Kinderauge wirken. Und in der Geschichte ist nicht nur das Prinzip Hoffnung, sondern auch eine Fr├╝hform der Arithmetik verborgen, die in Kleinkindern Denkprozesse anregt.
ÔÇ×Die kleine Raupe NimmersattÔÇŁ ist heute eines der erfolgreichsten B├╝cher aller Zeiten. [...]
S├╝ddeutsche Zeitung, 03.04.2009 (a.a.O.)
"ab 3 Jahren"

Achim

Hab keine Angst, wenn's dunkel wird

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Sabine Rahn, Zeichnungen: Sigrid Leberer
"Hab keine Angst, wenn's dunkel wird"
Altersempfehlung 4 Jahre



Der Inhalt ist soweit ich mich erinnere (wir haben es jetzt schon eine Weile nicht mehr gelesen) m.E. ethisch akzeptabel.

Jalan hat eine regelrechte Nachtnurmler-Manie entwickelt (Nachtnurmler: Siehe Abbildung). Seit Wochen geht es den ganzen Tag um den Nachtnurmler, den Jalan alle paar Minuten "weckt" (sein Nachtnurmler, selten sind es auch mehrere) schl├Ąft tags├╝ber, weil's ihm da zu hell ist, und wird eigentlich erst bei Dunkelheit wach. Aber er mu├č eben ├Âfter mal aufwachen, um irgendetwas zu kommentieren.

Wenn der Nachtnurmler dann schlechtere Laune kriegt (weil er dauernd geweckt wird und schlafen will), werde ich dann vorgeschickt, um ihn zu wecken ;-) .

Besonders wenn wir im Dunkeln unterwegs sind, mu├č sich der Nachtnurmler st├Ąndig mi├čbilligend zu diversen Lichtern (Stra├čenlampen, Autoscheinwerfern, Leuchtreklame) ├Ąu├čern.

Das alles hat mit dem Buch selbst (au├čer dem Protagonisten) allerdings nichts mehr zu tun ...

Achim

Nachtnurmler

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Der Nachtnurmler h├Ąlt sich hartn├Ąckig ;-) . Allerdings hat Jalan in letzter Zeit ├Âfter mal gesagt: "Ich glaube, den Nachtnurmler gibt's gar nicht wirklich." Bestehen also gute Aussichten, da├č er der allgegenw├Ąrtigen religi├Âse Indoktrination nicht zum Opfer fallen wird.

Apropos: fast jedesmal, wenn wir an einer bestimmten christlichen Splatterstatue vorbeikommen (dieser hier) - was regelm├Ą├čig der Fall ist, da das Ding strategisch am Ortseingang plaziert ist - merkt er an, da├č Jesus immer noch da h├Ąngt, und will wissen, wann er denn nun endlich abgeh├Ąngt wird ...

Achim

Der Hase mit der roten Nase

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:


Helme Heine
Der Hase mit der roten Nase

"Es war einmal ein Hase mit einer roten Nase und einem blauen Ohr." Der Hase ist traurig, weil er anders ist. Doch dann kommt ein Fuchs vorbei - erkennt den Hasen aber nicht (als solchen), sondern geht weiter. Da erkennt der Hase, da├č es durchaus positiv sein kann, anders (vegan, atheistisch etc. ;-)) als die Masse zu sein: "Wie sch├Ân ist meine Nase und auch mein blaues Ohr, das kommt so selten vor!"

Einzige Stolperstelle: "Er hat im Gras gesessen und still den Klee ge[strike]fr[/strike][g]essen."

Sch├Âne Bilder und Reime, dazu gibt es auch einen passenden Stoffhasen.

"Altersempfehlung: Ab 4-5 Jahren" (laut Amazon), "Empfohlen ab 4 Jahre" (libri), scheint mir "etwas" hochgegriffen, w├╝rde eher ab 1 1/2 sagen

12 Seiten, Beltz-Verlag, 2004, 15,4 x 15,4 x 0,8 cm


Achim

That's Why We Don't Eat Animals: A Book About Vegans, Vegetarians, and All Li...

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
"That's Why We Don't Eat Animals: A Book About Vegans, Vegetarians, and All Living Things" von Ruby Roth

Erscheint Ende Mai.

Nach dem Titel und der Promo (s. u.a. Link) zu urteilen eher nicht sinnvoll (pro Vegetarismus, argumentative Nonos).

Altersempfehlung schwankt (6-10, 4-8).

Zitat: Product Description
ThatÔÇÖs Why We DonÔÇÖt Eat Animals uses colorful artwork and lively text to introduce vegetarianism and veganism to early readers (ages six to ten). Written and illustrated by Ruby Roth, the book features an endearing animal cast of pigs, turkeys, cows, quail, turtles, and dolphins. These creatures are shown in both their natural stateÔÇörooting around, bonding, nuzzling, cuddling, grooming one another, and charming each other with their family instincts and ritualsÔÇöand in the terrible conditions of the factory farm. The book also describes the negative effects eating meat has on the environment. A separate section entitled ÔÇťWhat Else Can We Do?ÔÇŁ suggests ways children can learn more about the vegetarian and vegan lifestyles, such as:ÔÇťCelebrate Thanksgiving with a vegan feastÔÇŁ or ÔÇťBuy clothes, shoes, belts, and bags that are not made from leather or other animal skins or fur.ÔÇŁ This compassionate, informative book offers both an entertaining read and a resource to inspire parents and children to talk about a timely, increasingly important subject.

See all Editorial Reviews
Product Details
Reading level: Ages 4-8
Hardcover: 48 pages
Publisher: North Atlantic Books (May 26, 2009)
Language: English
ISBN-10: 1556437854
ISBN-13: 978-1556437854
Product Dimensions: 11.4 x 9.3 x 0.4 inches

http://www.amazon.com/Thats-Why-Dont-Eat-Animals/dp/1556437854


Dort auch ein Einf├╝hrungsvideo dazu.

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Marwul | Datum:
"Der kleine Maulwurf" zb?
Bob der Baumeister, Kleine Einsteins, Micky Maus Wunderhaus, Caillou?
Stehen hier jedenfalls hoch im Kurs und Nahrungsthemen kommen eher selten vor.

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: dom | Datum:
Die Ernaehrung ist ein Teilaspekt des Veganismus. Ein Buch, das den "Schutz" von Tieren in Zoos als positiv thematisiert behandelt auch keine Ernaehrungsthemen ist aber ehtisch nicht vertretbar.

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Sehr richtig, dar├╝berhinaus gibt es ja noch viel andere Aspekte zu beachten, die nicht unter Veganismus zu subsummieren sind. Etwa, wie im [url= http://tierrechtsforen.de/kinderbuecher]Startbeitrag[/url] erw├Ąhnt, die verbreitete theistische Indoktrination oder die Propaganda f├╝r Drogenkosnum (grade in ├Ąlteren Kinderb├╝chern).

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> "Der kleine Maulwurf" zb?

Ein - positives -Beispiel f├╝r den kleinen Maulwurf wurde hier schon angef├╝hrt, eine allgemeine Bef├╝rwortung w├Ąre aber etwas hochgegriffen (ich kenne alerdings einige der Maulwurf-Filme und erinnere mich grade nicht an einen negativ zu bewertenden).

Zu den anderen von Dir genannten Beispielen kann ich bislang nichts sagen, aber auch da scheint mir eine Pauschalisierung gewagt.

Achim

Conni backt Pizza

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Liane Schneider, Eva Wenzel-B├╝rger, "Conni backt Pizza"

Schon eine Weile her, da├č ich mir das im Laden angesehen habe.

Die Pizza ist so unvegan wie nur m├Âglich (u.a. K├Ąse, Salami), zudem wird, wenn ich mich recht erinnere, Fertig-Teig verwendet. Ist ja auch soooo schwer, Pizzateig zu machen.

Gibt's auch als Buch ("Conni backt Pizza." Lesemaus, Band 65 - Klappentext "Mama hat Kartoffelbrei und Spinat gekocht. Conni mag das Essen nicht und so beschlie├čt sie, mit ihrem besten Freund Simon Pizza zu backen ... Ein neues Abenteuer mit Conni - mit Backanleitung f├╝r alle Kinder, die auch gern Pizza essen.") H├Ârspiel ("Conni backt Pizza / Conni lernt Rad fahren").

Achim

Re: Conni backt Pizza

Autor: Evelyn | Datum:
Gleiches Recht f├╝r alle!

Also, wenn die kleine Raupe Nimmersatt Wurst, K├Ąse, Torte etc. konsumieren darf, OHNE daf├╝r gescholten zu werden, weil man das alles veganisieren kann - dann darf man auf Conni backt Pizza auch nicht rumtrampeln. :)
Die Salami und der K├Ąse lassen sich mindestens genau so leicht veganisieren. Zudem ist es bei Menschen dann doch noch etwas normaler verarbeitete Lebensmittel zu sich zu nehmen, als bei einer Raupe (diese Lebensmittelauswahl finde ich so sinnlos).

Kam mir heute in den Sinn, weil ich Pizza gemacht und u.a. mit wheaty Salami belegte und Hefeschmelz dr├╝ber go├č.

Nix f├╝r ungut.

Conni kommt in den Kindergarten

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Der Inhalt selbst ist soweit okay (wenn wir mal hoffen, da├č es beim B├Ącker vegane "H├Ârnchen" gibt - keine Ahnung). Conni teilt im Kiga ihr H├Ârnchen mit Julia, die, man h├Âre und staune, Erdbeeren in ihrer Brotdose hat (Jalan wurde, als er mal eine M├Ârhe dabei hatte, wohl gemobbt). Problematischer wird's, wenn Emir am Ende Geburtstag hat und "kleine Kuchen an die Kinder" verteilt.

Der ├╝bliche "Basteltip" Auf der Umschlaggr├╝ckseite besteht allerdings aus einer "Himbeerquarkspeise", die f├╝r Sojahimbeerquark doch modifiziert werden mu├č.

Achim

Conni lernt Rad fahren

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Soweit okay, allerdings l├Ą├čt sich ein gewisser gesellschaftstypischer Sexismus erkennen (in Kenntnis anderere Pixi-B├╝cher). In diesem sagt Papa "Keine Angst, ich laufe mit", doch als Conni sich umdreht ist er stehengeblieben. Also mu├č Mama mitlaufen und verspechen, nicht loszulassen.

Achim

Conni und das neue Baby: "richtige Milch"

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
In der H├Ârspielfassung (die H├Ârspiele sind detailreicher als die Lesemaus- oder gar die Pixie-B├╝cher) im Bundle mit "Conni auf dem Bauernhof" gibt es eine Szene, in der Conni die (menschliche) Muttermilch auch mal probieren will. Sie kommentiert (Ged├Ąchtniszitat):
Zitat: Schmeckt s├╝├č. Aber richtige Milch mag ich doch lieber.

In den gedruckten Ausgaben kommt das meiner Erinnerung nach nicht vor, der Rest ist okay.



Achim

Conni auf dem Bauernhof

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Da├č das widerlicher Dreck ist, ist wohl wenig ├╝berraschend, aber ich will trotzdem einige Gemmen der Kinderindoktrination hervorheben.

Bezieht sich auf die (umfangreiche) H├Ârspielfassung, das Pixibuch habe ich mir vor l├Ąngerem angesehen, ebenfalls nat├╝rlich M├╝ll (wenn auch eben nicht so detailliert). Alles Ged├Ąchniszitate.

Conni macht Ferien auf dem Bauernhof einer Freundin ihrer Mutter. Mit deren Tochter Annika sieht sie sich zun├Ąchst den "Kuhstall" an. Dieser ist leer (bis auf eine Katze), die K├╝he seien auf der Weide.

Anders der Schweinestall. Annika: "Schweine machen sich nicht so viel aus Weiden." Off: "Der Schweinestall ist ganz sauber." (Ob die wohl grade ein Fernsehteam erwartet haben?) Darin eine "Schweinemama mit 8 Ferkeln".

Dann geht's zu den Kaninchen, "Annikas Lieblinstieren", Conni darf Muckel (die Tiere haben wohl alle Namen - es werden noch einige genannt, z.B. die Kuh Elsa; ist das die aus dem Hallervorden-Sketch?), wie das halt so ├╝blich ist bei Landwirten, ne? Die Kaninchen "geh├Âren" Annika. Conni h├Ątte auch gern eins, aber "Kaninchen w├╝rden sich in der Stadtwohnung nicht wohl f├╝hlen". Im Gegensatz zu den Bauernhofkaninchenverschl├Ągen.

Dann geht's zu einem K├Ąlbchen. Conni darf den Finger an den "Milchnapf am Zaun" stecken und das Kalb daran nuckeln lassen.

Als n├Ąchstes will Conni ein Huhn streicheln, Gar nicht so einfach, weil sie trotz "Zaun" immer wegrennen. Aber ein "altes, dicks Huhn, das viel erlebt hat" (offenbar erhalten die Eierproduzentinnen auf diesem Hof das Gnadenkorn) l├Ą├čt sich dann doch streicheln.

Dann die Ziegen. Eine steht wohl auf den Hinterbeinen, alchend wird dar├╝ber gescherzt, mit ihr "zum Zirkus zu gehen". Die Bauernhoftierausbeutung allein reicht wohl nicht.

Im Heu finden sich f├╝nf Katzenkinder. Das hat aber nat├╝rlich nichts mit den ├╝blichen, halbtoten, inzestu├Âsen Bauernhofkatzen zu tun, sondern ist ein Grund zur Freude. In einem Sack ers├Ąuft werden sie anscheinend auch nicht.

Dann geht's zum Melken in den (jetzt wundersamerweise nicht mehr leeren) "Kuhstall". Conni darf auch mal probieren (sowohl das Melken als auch frischgemolkene Milch, die wohl EHEC-frei sein wird, klar). Die B├Ąuerin meint: "In der Stadt kommt die Milch aus der Packung." und "Elsa freut sich, wenn sie von Hand gemolken wird." Weil Conni das ja mal machen darf, vorher wurde aber bei einer Kuh das Euter (vielmehr: "der[sic!] Euter") gereinigt, um die Melkmaschine anzuschlie├čen. "Hmmm, die schmeckt warm." (Wu├čte gar nicht, da├č "warm" eine Geschmacksrichtung ist ...) Connis Mutter scherzt, ob sie sich nicht auch so eine Kuh in die K├╝che stellen wollen.

Schlie├člich fahren sie wieder zum Bahnhof. Mit der von einem Pferd gezogenen Kutsche, versteht sich ...

Sie bekommen noch "Verpflegung" mit, "frische Landmahlzeiten" (auf dem Bauernhof "schmeckt" alles "besser"), "selbstgebackenes Brot, Schinken, Wurst und alle Eier, die Conni heute morgen selbst eingesammelt hat." Muckel und Elsa (oder Teile davon) nehemn sie wohl nicht mit. Conni meint zum Abschied: "Gr├╝├č die Tiere".

Connis Fazit lautet: "Das beste am Bauernhof sind die Tiere."



Achim

Der gr├Â├čte Schatz

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Arcadio Lobato: "Der gr├Â├čte Schatz". Aus dem Spanischen von Danielle Heufemann. bohem press, 1988, 32 S., durchg. farb. Ill. - 29,5 x 20,5 cm

Derzeit eins von Jalans Lieblingsb├╝chern.


Alle vierhundert Jahre wird in der Hexenstadt eine neue K├Ânigin gew├Ąhlt. Das Wahlverfahren ist allerdings (nun ja, bei Royalisten nicht so verwunderlich) merkw├╝rdig: jede Hexe, die K├Ânigin werden will, mu├č einen Schatz suchen, den man "nicht mit Gold kaufen kann". So macht sich Hexe Tiberia und ihr Freund(!), Rabe Emilio, auf die Suche.Sie m├╝ssen auf einer "Insel" notlande, die sich als Wal entpuppt (fast ausnahmslos wird von "Walfisch" gesprochen, ich lese aber lieber "Wal", der Unfug, Wale seien Fische, mu├č ja auch nicht etabliert werden).

Tiberia beschlie├č, dem Wal zu folgen. Emilio weist immer wieder auf potentielle "Sch├Ątze" hin (gl├Ąnzende Fische, ein Piratenschiff, eine versunkene Stadt, Muscheln usw.). Tiberia ignoriert sie (wenn auch nicht aus ethischen Gr├╝nden im Fall der Tiere), sie folgen weiter dem Wal. Emilio will immer wieder wissen, wozu, sie vertr├Âstet ihn. Schlie├člich fragt Emilio, ob sie den Wal etwa "erlegen" wolle. Sie verneint entr├╝stet, nie w├╝rde sie einem Wal wehtun, die Menschen h├Ątten seit Jahrhunderten Wale gejagt, es g├Ąbe nur noch wenige, sie wolle ihn bitten, ihnen Geschichten vom meer zu erz├Ąhlen und vielleicht ihr Freund zu werden.

Der Wal hat das, versteckt, mitangeh├Ârt. Kommt hervor, sie werden Freunde, er begleitet sie in die Hexenstadt. Tiberia wird die neue K├Ânigin, da sie als einzige einen Schatz gefunden hat, den man nicht mit Gold kaufen kann: einen Freund.

Die Illustrationen sind, finde ich, gelungen.

Hier einige Beispielseiten: books.google.com

Achim

Die Kr├Ąhen von Pearblossom

Autor: Claude | Datum:
Die Eule sagt in dem Buch, dass sie auf Jagd geht.
Aber die Eule meint bestimmt Schn├Ąppchen- oder vielleicht Br├Ąutejagd ;-)

Die Moral von der Geschichte ist, dass man keine Vogeleier essen soll. Zum sonstigen Inhalt weiss ich aber nichts genaues mehr.

Die Geschichte stammt ├╝brigens von Aldous Huxley.

Claude

Re: Die Kr├Ąhen von Pearblossom

Autor: Thomas | Datum:
Claude schrieb:
>
> Zum sonstigen Inhalt weiss ich aber nichts
> genaues mehr.

Klappentext:

Zitat: Ein Kr├Ąhennest, aus dem eine gierige Schlange Tag f├╝r Tag das frischgelegte Ei stiehlt, und ein Kr├Ąhenp├Ąrchen, das mit Hilfe des schlauen alten Uhus die Schlange ├╝berlistet und au├čer Gefecht setzt Aldous Huxleys Weihnachtsgeschenk f├╝r seine kleine Nichte Olivia ist der einzige Text f├╝r Kinder des weltber├╝hmten Autors von ┬╗Sch├Âne neue Welt┬ź und war jahrzehntelang vergessen. Jetzt erscheint er neu entdeckt, im neuen Gewand, in mehr als zehn Sprachen und erstmals auf Deutsch, mit Bildern von Sabine Wilharm. Erwachsene k├Ânnen darin Anspielungen auf den Zweiten Weltkrieg finden, Kinder haben einfach ihren Spa├č an der listenreichen Fabel, bei der die b├Âse Schlange als W├Ąscheleine endet.


Viele Gr├╝├če
Thomas

Re: Die Kr├Ąhen von Pearblossom [gegen Eikonsum]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> Die Eule sagt in dem Buch, dass sie auf Jagd geht.
> Aber die Eule meint bestimmt Schn├Ąppchen- oder vielleicht
> Br├Ąutejagd ;-)

F├Ąllt wohl eher in die Rubrik L├Âwen vs. Antilopen, wobei die Vermenschlichung der Protagonisten da schon ein Problem ist. Aber ...

> Die Moral von der Geschichte ist, dass man keine Vogeleier
> essen soll. Zum sonstigen Inhalt weiss ich aber nichts

... das ist, denke ich, der entscheidende Punkt.

> genaues mehr.

Die Schlange i├čt jeden Tag die Kr├Ąheneier (sofern vorhanden), w├Ąhrend die Kr├Ąhenmutter Einkaufen und der Vater bei der Arbeit ist. (Hier ist etwas eigenartig, da├č Kr├Ąhen, als w├Ąren sie qualgez├╝chtete H├╝hner, jeden Tag "au├čer an Sonn- und Feiertagen nat├╝rlich", also "297" Eier legt.).

Eines Tages erwicht Frau Kr├Ąhe die Schlange, die angibt zu "fr├╝hst├╝cken".

Als Herr Kr├Ąhe von der Arbeit kommt, fordert sie ihn auf, die Schlange zu t├Âten (was er ablehnt, mit der Begr├╝dnung, das sei "keine sehr gute Idee"). Stattdessen fragt er seinen Freund, den Uhu, um Rta. Zusammen basteln sie aus Schlamm Kunsteier, die die Schlange dann verschluckt, was Bauchschmerzen verursachr, worauf sie sich windet und im Ge├Ąst verknotet.

Frau K├Ąhe h├Ąlt ihr einen "langen, langen Vortrag dar├╝ber, wie b├Âse und gemein es ist, Eier zu fressen, die einem nicht geh├Âren."

Dann bekommt sie viele Kinder und h├Ąngt deren L├Ątzchen zum Trocknen an der Schlange auf.

Auf dem Schlu├čbild ist (ohne Textzusammenhang) zu sehen, wie zwei der Kinder der Schlange eine Frucht zu essen bringen.

Huxley hat die Geschichte f├╝r seine 5j├Ąhrige Nichte geschrieben, das ist wohl auch etwa die Alterszielgruppe.



Die Kr├Ąhen von Pearblossom: und die Geschichte, wie dieses und jenes und ├╝berhaupt etwas sehr Komisches geschah
von Aldous Huxley (Autor), Sabine Wilharm (Illustrator)
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Verlag: Fischer Schatzinsel, Frankfurt; Auflage: 1 (16. August 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596852110
ISBN-13: 978-3596852116
Altersempfehlung des Herstellers: 5 years and up
Originaltitel: The Crows of Pearblossom
Gr├Â├če und/oder Gewicht: 28,4 x 21,8 x 0,8 cm

Achim

Petterson und Findus

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Die Reihe "Pettersson und Findus" von Sven Nordqvist kenne ich nur dem Namen nach, vielleicht kann jemand mehr dazu sagen. Scheint aber manche dazu zu verleiten, H├╝hner gefangenzuhalten (auch wenn Findus m.W. eine Katze ist):
Zitat: H├╝hner zur Einschulung

[...] "Nachdem wir s├Ąmtliche Geschichten von ,Petterson und FindusÔÇÖ, die sehr viele H├╝hner mit ulkigen Namen (Prillan, Henni, Tante Agathe) auf ihrem Hof haben, gelesen hatten, stand f├╝r Fabian fest: ,Ich w├╝nsche mir H├╝hner!ÔÇÖ Zur Einschulung 2007 war es dann so weit. Fabian bekam zwei gro├če Pappkartons geschenkt, in denen jeweils zwei H├╝hner waren. Opa Erich hat dann noch schnell einen H├╝hnerhaken gebaut, und die H├╝hner hatten ihr Zuhause. Seitdem werden wir ordentlich mit Eiern versorgt, die sehr lecker schmecken. Zu unserem kleinen Zoo geh├Ârt auch noch Mulle, eine schon alte und sehr tr├Ąge Katzendame." Holsteiner Courier, 25. Mai 2009 http://www.shz.de/lokales/holsteinischer-courier/artikeldetails/article/807/huehner-zur-einschulung.html


Scheint in der Tradition von "101 Dalmatiner" (Dalmatiner), "Findet Nemo" (Clownfische), "Harry Potter" (Eulen) - und irgendwie auch ein bi├čchen Obama (Portugiesischer Wasserhund) zu stehen.

Achim

Re: Petterson und Findus

Autor: nada | Datum:
Also wir haben das Buch "Spiel und Spa├č mit Petterson und Findus" geschenkt bekommen. Es ist grauenhaft.

Auf einer Seite sitzen die beiden in einem Boot und Petterson hat einen dicken Fisch an der Angel. Dies wird kommentiert mit: "hoffentlich rei├čt die Schnur nicht".

Auf einer anderen Seite sitzen die H├╝hner im H├╝hnerstall und es geht ihnen doch soo toll, denn sie haben bequeme Sessel. Echt absolut bescheuert.

Joachim H. Campe: Robinson der J├╝ngere (1780)

Autor: martin | Datum:
Wird hier angef├╝hrt, weil es als das erste (deutsche) Kinderbuch ├╝berhaupt und damit auch als "Klassiker" gilt. Es stellt eine Bearbeitung des Robinsons von Defoe dar.
Antiquiert ist es jedoch nicht nur in der formalen Gestaltung - ein Wechsel aus fingierten Dialogen und l├Ąngeren Monologen, sowie "sokratisches Gespr├Ąch" -, sondern, auch in den moralischen und soziologischen Ansichten.
Grunds├Ątzlich wird Autorit├Ątsh├Ârigkeit (ins. gegen├╝ber dem Staat) vermittelt. Nebenbei wird mit deutlichem Rassismus auch der Kolonialismus gerechtfertigt, weil die dummen Wilden von den Europ├Ąern zivilisiert werden m├╝├čten. Das besteht haupts├Ąchlich darin, ihnen beizubringen, keine Menschen zu essen, sondern nur andere Tiere, sowie darin, ihren "Aberglauben" durch "richtigen Glauben" zu ersetzen. Schlie├člich ist der Glaube an einen Zombie wesentlich sinnvoller, als an einen Donnergott.
Christliche Indoktrination ist sowieso ein Lieblingsthema, schlie├člich ist es bei Kindern n├Âtig, sie ausf├╝hrlich damit zu bearbeiten.
├äu├čerst belustigend ist es zu lesen, wie die Theodizee-Frage "gel├Âst" wird:
Vater. Nun, lieber Johannes, hast du jezt Lust, deine vorige Frage noch einmahl zu thun?
Johannes. Welche?
Vater. Die: warum Gott den Robinson allein errettet, und die Andern alle habe ertrinken lassen?
Johannes. Nein!
Vater. Warum nicht?
Johannes. Weil ich jezt einsehe, da├č es eine unverst├Ąndige Frage war?
Vater. Warum eine unverst├Ąndige?
Johannes. Ja, weil Gott am besten wei├č, warum er etwas thut, und weil wir das nicht wissen k├Ânnen!
Vater. Der liebe Gott hatte also ohnstreitig seine weisen und g├╝tigen Ursachen, warum er die ganze Schifsgeselschaft umkommen, und nur den Robinson allein am Leben lies; aber wir k├Ânnen diese Ursachen nicht begreifen. Vermuthen k├Ânnen wir wohl so etwas, aber wir m├╝ssen uns nie einbilden, da├č wir es getroffen haben.

Wir sehen: etwas ganz neues.
Speziesismus findet sich auch an allen Ecken und Enden, in diesem Zusammenhang auch etliche Stellen, wo Tiere gefangengehalten, ausgebeutet und ermordet werden (haupts├Ąchlich "Lamas"). Die dummdreisten Rechtfertigungsversuche haben sich, wie man im Vergleich sieht, bis heute nicht ge├Ąndert.
Lotte. Ja, das arme Thierchen hatte ihm ja nichts zu Leide gethan; so h├Ątte er's ja auch k├Ânnen leben lassen!
Mutter. Aber er brauchte ja das Fleisch dieses Thiers, um davon zu essen: und wei├čt du nicht, da├č Gott uns erlaubt hat, die Thiere zu brauchen, wozu wir sie n├Âthig haben?
Vater. Ohne Noth ein Thier zu t├Âdten, oder zu qu├Ąlen, oder auch nur zu beunruhigen, w├Ąre grausam; und das wird auch kein guter Mensch zu thun im Stande sein. Aber sie zu brauchen, wozu sie gut sind, sie zu schlachten, um ihr Fleisch zu essen, ist uns unverwehrt. Wi├čt ihr nicht mehr, wie ich euch einmahl erkl├Ąrt habe, da├č es so gar f├╝r die Thiere selbst gut ist, da├č wir es so mit ihnen machen?
Johannes. Ach ja, wenn wir die Thiere nicht brauchten, so w├╝rden wir auch nicht f├╝r sie sorgen, und dan wurden sie es lange nicht so gut haben, als jezt, und denn w├╝rden des Winters viele von ihnen vor Hunger sterben m├╝ssen!
Diderich. Ja, und sie werden vielmehr leiden m├╝ssen, wenn sie nicht geschlachtet werden, sondern an Krankheiten und vor Alter st├╝rben; weil sie sich einander nicht so helfen k├Ânnen, als die Menschen sich einander helfen!
Vater. Und dan, so m├╝ssen wir auch nicht glauben, da├č der Tod, den wir den Thieren anthun, ihnen so viel Schmerz verursache, als es uns wohl vork├Âmt. Sie wissen nicht vorher, da├č sie geschlachtet werden sollen, sind daher ruhig und zufrieden bis auf den lezten Augenblik, und die Empfindung des Schmerzes, w├Ąhrend da├č sie get├Âdtet werden, ist bald vor├╝ber.

Vom Sexismus ganz zu schweigen. Nicht nur gruppiert sich die "Abendgesellschaft" um den Vater, der der Wortf├╝hrer ist und grunds├Ątzlich recht hat, sondern in Kap. 28 kann man auch ausgiebig lesen, wie Robinson Freitag davon ├╝berzeugen will, keine "weibische Furchtsamkeit" zu zeigen, wie "alte M├╝tterchen" sie haben oder wie von alten "Weiberm├Ąrchen" vermittelt w├╝rde.
Erschreckend, da├č dieses Buch heutzutage noch aufgelegt wird. Als Kinderbuch sollte man es nicht einmal mit der Kneifzange anfassen.

Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf (1945)

Autor: martin | Datum:
Ich beziehe mich hierbei auf den ersten Teil des Buches. Wie in den folgenden Teilen aussieht, sowie in den zahllosen Verfilmungen und Fernsehserien, wei├č ich nicht. Man sollte zumindest keine verallgemeinernden Schl├╝sse ziehen.
Pr├Ąsent sind v. a. die zwei Tiere, die bei Pippi leben: ein Affe (eine Meerkatze) und ein Pferd. Diese selbst und der Umgang mit ihnen ist gr├Â├čtenteils positiv dargestellt, sie sind weder eingesperrt, noch in einer Dienerfunktion. Problematisch ist nur, da├č sie auf dem Pferd auch reitet.
Im vierten Kap. auch nicht ganz positiv ist ihre Geschichte, wie sie mit einer Riesenschlage in Indien gek├Ąmpft h├Ątte. Wobei diese "Geschichten" (von denen es viele gibt) von Anfang an als "L├╝gengeschichten" und Produkte ihrer ├╝berm├Ą├čig ausgepr├Ągten Phantasie deklariert werden, also zumindest nicht ganz ernst zu nehmen sind. Die Darstellung des Stiers im sechsten Kap. (dumm, aggressiv) und ihr Umgang mit ihm ist nicht wirklich vorbildlich. Auch nicht der "Zirkus" im siebten Kap., wobei dort "nur" Pferde vorkommen.
Unveganes Essen gibt es mehrere Male direkt (Pfannkuchen aus H├╝hnereiern, "K├Ąse"brot und fast alles beim "Picknick" im sechsten Kap., das Essen im achten Kap.) und indirekt (potentiell unvegan) als Kuchenteig und diverses Geb├Ąck an verschiedenen Stellen.
Wenn man gewisse Stellen korrigierend liest oder ausl├Ą├čt, ist es als Kinderbuch u.U. noch brauchbar, da der ganze Rest annehmbar ist.
Wobei auch zurecht kritisiert wird, da├č das Buch f├╝r viele Kinder kaum L├Âsungsvorschl├Ąge f├╝r gleiche und vergleichbare Probleme bietet. Pippis Durchsetzungsf├Ąhigkeit gegen├╝ber Zw├Ąngen und Ma├čregeln beruhen auf ihrer finanziellen/materiellen Unabh├Ąngigkeit (ein Koffer mit Goldst├╝cken, den sie von ihrem Vater bekam) und ihrer irreal gro├čen K├Ârperkraft, die sie gegen die Polizei, die sie ins Heim bringen will, sowie gegen die Einbrecher einsetzt. Da kein reales Kind sich in dieser Lage befindet, bleibt es wohl doch eher unterhaltend als lehrreich.

Carlo Collodi: Pinocchio (1881-83)

Autor: martin | Datum:
Eins der bekanntesten Kinderb├╝cher, das als Klassiker gilt.
Nur leider ist es voller Gewalt gegen Tiere: Pinocchio erschl├Ągt die Grille, die ihm Ratschl├Ąge gibt; die Amsel, die Pinocchio warnt, wird von der Katze get├Âtet und er hilft einem Bauern, die Marder zu fangen, die "seine" H├╝hner "stehlen".
Problematisch ist wohl vor allem, da├č durch diverse Anleihen an der Gattung der Fabel und des M├Ąrchens, viele Tiere mit stereotypen Eigenschaften charakterisiert sind, die in den seltensten F├Ąllen positiv ausfallen: Der Fuchs ist hinterlistig, die Katze verschlagen, Uhu und Rabe sind halbwissend, der Affe dumm, die Schlage aggressiv, die Schnecke langsam, die Esel sind faul und dumm, der Haifisch b├Âswillig.
Und dort, wo Tiere positiv charakterisiert werden, sind sie ausschlie├člich Diener der Fee (das betrifft zB. den Dackel, die Spechte, die Taube, den Delphin usw.).
Unveganes Essen gibt es denkbar reichlich: Der Puppenspieler br├Ąt einen toten Hasen; im Wirtshaus essen Fuchs und Katze etliche tote Tiere, sowie "Butter" und "K├Ąse"; der Fischer br├Ąt tote Fische usw.
├ähnlich wird auch der Zirkus positiv oder h├Âchstens neutral dargestellt und der Mann, der P., als dieser in einen Esel verwandelt war, umbringen wollte, um an sein Fell zu kommen, in bezug darauf auch neutral (wenn nicht positiv: "der gute T├Âlpel") dargestellt und nicht einmal ann├Ąhrend negativ (obwohl es hier die Handlung fast verlangen w├╝rde).
Gegenbeispiele gibt es nur wenige. Isoliert betrachtet ist das vierte Kap. fast empfehlenswert: P. will ein H├╝hnerei essen und als er die Schale aufbricht, fliegt ein K├╝ken heraus und davon.
Und auch der Hund in Kap. 28 ist ein wenig positiver (zumindest am Ende) als die anderen Tiere. Ansonsten aber: siehe oben.
Nicht zu ├╝bersehen ist auch die v├Âllig platte Didaktik (man nennt es wohl auch "Holzhammermethode"), die dem Niveau der Zeit in nichts nachsteht (wovon gerne das Gegenteil behauptet wird). "Wir werden sehen. Wenn du nicht gehorchst, wirst du schon sehen..." - "Warum?" - "Weil Kinder, die nicht auf die Ratschl├Ąge von Leuten h├Âren, die kl├╝ger sind als sie, immer in irgendein Ungl├╝ck hineinrennen." Der Einwand, da├č diese Stellen durch den Handlungsverlauf ironisiert w├╝rden, weil P. sich doch immer wieder anders entscheidet, ├╝bersieht, da├č dennoch die Richtigkeit der Aussagen nicht in Frage gestellt wird. Man vergleiche die ├ťberschriften von Kap. IV und XIV: Die Geschichte von P. und der Sprechenden Grille, an der man sieht, wie b├Âse Kinder es statthaben, immer von Leuten, die mehr wissen als sie selbst, zurechtgewiesen zu werden. - Weil P. nicht auf die guten Ratschl├Ąge der Sprechenden Grille h├Ârte, f├Ąllt er den M├Ârdern in die H├Ąnde. - Ergo: Auch wenn die Kinder es "statthaben", ist die Zurechtweisung dennoch legitim.
Einen ├Ąhnlichen Einwand formulierte bereits Christine N├Âstlinger, den zu zitieren sich lohnt:
Zitat: Was hatte ich denn da vor mir? Einen Eintopf aus M├Ąrchen- und Fabelelementen, Erziehungsroman, Zeitsatire, Morallehre, toskanischer Folklore und oberlehrerhafter Sittenpredigt. Penetrante Tugend, unentwegt in Dialogen abgehandelt, die zu unertr├Ąglichen Monologen ausarten, in denen der kleine Holzkerl dem├╝tig reuige Gewissensbisse kundtut: ÔÇ×... Ich habe Unrecht getan, mich gegen den Vater aufzulehnen ... Ich verspreche, da├č ich von heute an brav sein werde ... es geschieht mir recht, denn immer will ich nach meinem eigenen Kopf handeln, ohne auf die zu h├Âren, die tausendmal mehr Verstand haben als ich ... Unfolgsame Kinder m├╝ssen f├╝r ihren Ungehorsam b├╝├čen . .. Kann es einen undankbareren und liebloseren Jungen geben als mich? ..." (Spaltenlang k├Ânnte man mit solchen Selbstbezichtigungen fortfahren, denn kein Kapitel vergeht, ohne da├č Pinocchio zu Kreuze kriecht und einsieht: Ein Kind ist nichts, Erwachsene sind alles!) Und die Moral von der Geschichte, die man gar nicht aufsp├╝ren mu├č, weil sie einem von jeder Seite entgegenknallt: Jegliche Auflehnung gegen den herrschenden Moralkodex bringt Ungl├╝ck! Nur hundertprozentige Anpassung f├╝hrt zur Zufriedenheit!
(Die Zeit, 25.03.1988, Digitalisierungsfehler berichtigt)

Insgesamt ist es also ungeeignet.

Otto J. Bierbaum: Z├Ąpfel Kerns Abenteuer (1905)

Autor: martin | Datum:
Das ist die in Deutschland verbreitetste Bearbeitung Collodis Pinocchio.
In den kritischen Bereichen bietet sie nicht viel Neues: Die Tiere sind weiterhin negativ stereotypisiert, tlw. noch st├Ąrker wie die als brutal charakterisierten Hunde, die P. beim Gericht abf├╝hren. Unter den neue Tieren, gibt es auch noch ein paar positiv dargestellt, die aber wieder nur Diener bei der Fee (die hier die Prinzessin ist) sind.
Die Gewalt gegen Tiere ist auch nicht wesentlich anders dargestellt, sondern h├Âchstens drastischer (zB. schie├čt Z├Ąpfel hier ein Loch in den Wal, um zu entkommen).
Der Speziesismus wird hingegen noch deutlicher ausgesprochen: Ja, um schlie├člich, wenn sie gro├č geworden sind, dumm wie Tiere zu sein, aber zu viel weniger n├╝tze als sie..
Insgesamt ist es als Kinderbuch schon deshalb wenig geeignet, weil es tlw. eine Parodie auf das wilhelminische Deutschland seiner Zeit darstellen sollte (zB. hei├čt der Fuchs "Alopex Opex Pix Pax Pux Fuchs Freiherr von G├Ąnseklein auf H├╝hnersteig"), was die wenigstens Kinder heute wohl einzuordnen wissen.
Dadurch sind aber immerhin einzelne Stellen fast empfehlenswert, wie der Dialog ├╝ber "Ehre": Krieg' ich Geld daf├╝r? - Nein, es ist eine Ehre. - Ist das was zum Essen? - Nein. - Was zum Trinken? - Nein. - Zum Spielen? - Nein. - Dann tut's am Ende weh? - Nein. - Aber man mu├č vielleicht etwas daf├╝r tun? - Ja. - Ich danke f├╝r die Ehre! Ich habe so schon genug zu tun. - Sei nicht frech, Z├Ąpfel! - Na ja doch! Ich habe die Ehre nicht bestellt, und nun soll ich mich daf├╝r auch noch plagen.
Insgesamt aber genauso wenig geeignet.

Alan A. Milne: Winnie the Pooh (dt.: Pu der B├Ąr) (1926)

Autor: martin | Datum:
Auch hiervon gibt es neben diesem ersten Teil noch weitere Teile sowie auch eine Menge an Fernsehserien. Wieder beziehe ich mich nur auf den ersten Teil, auch wenn die Grundkonzeption in den anderen wahrscheinlich nicht sehr ge├Ąndert wurde.
Rein faktisch kommen hier gar keine Tiere vor, da dem Protagonisten (Christopher Robin) von seinem Vater eine (bzw. mehrere) Geschichte(n) ├╝ber ihn und seine Stofftiere erz├Ąhlt wird. Nichtsdestotrotz werden die Stofftiere personifiziert und mit (vermeintlich) typischen Eigenschaften und Verhaltensweisen ihrer Spezies belegt, soda├č wahrscheinlich schon eine direkte Verbindung zwischen ihnen und richtigen Tieren hergestellt wird.
Und da treten dann auch die Probleme auf: Pu (B├Ąr) i├čt "Honig", den er auch im ersten Kap. ausdr├╝cklich den Bienen wegzunehmen versucht (wo er ihn ansonsten her hat, ist nicht vermerkt), mit einer fast schon prototypisch speziesistischen "Logik": Dann dachte er wieder lange nach und sagte: "Und der einzige Grund daf├╝r, eine Biene zu sein, den ich kenne, ist Honig zu machen." Und dann stand er auf und sagte: "Und der einzige Grund Honig zu machen ist, damit ich ihn essen kann." Desweiteren wird er auch als dumm charakterisiert, woran auch sekund├Ąre gute Eigenschaften ("Gutherzigkeit") nicht viel ├Ąndern. Negative Eigenschaften bei den anderen Tieren sind u. a. die Feigheit des Ferkels, die Besserwisserei der Eule, die Egozentrik des Esels (I-Ah) usw.
Eine weitere kritische Episode ist der Versuch, ein "Heffalump" zu fangen (wenn auch ohne zu wissen, was das eigentlich ist).
Negativ auff├Ąllig auch die explizite Dominanz- und Herrschaftsfunktion Christopher Robins (des Menschen) ├╝ber "seine" (Stoff-)Tiere, was ins. im achten Kap. deutlich wird.
Insgesamt also ungeeignet.

Erich K├Ąstner: diverse B├╝cher

Autor: martin | Datum:
Die B├╝cher werden hier auch als "Klassiker" angef├╝hrt. N├Ąhere Inhaltsangaben und Buchinformationen sind deshalb, denke ich, nicht n├Âtig, da sie leicht zu finden sein sollten.
Ingesamt f├Ąllt K├Ąstner, soweit ich das bisher ├╝bersehen konnte, dadurch positiv auf, da├č er im Gegensatz zu anderen ├Ąlteren "Klassikern" weder die stupide "Du solltest nicht"-Didaktik anwendet, noch Theismus verbreitet.

Emil und die Detektive (1929)

Von antispeziesistischer Seite aus gesehen, gibt es ein paar Stellen, die korrigierend gelesen werden m├╝├čten. Einmal die, wo unveganes Essen auftritt ("Spiegeleier", mehrmals "Beefsteak", "Milch", "Sahne"; potentiell: diverses Geb├Ąck) und dann am Anfang, wenn von einer Pferdebahn (S-Bahn, die nicht elektrisch, sondern mit Pferden "betrieben" wird) gesprochen wird, was im etwas sp├Ąter folgenden Traum nochmal variiert wird. Dazu geh├Ârt eventuell auch das Kaffeetrinken der Kinder am Ende, da fr├╝hzeitige Koffeingew├Âhnung sicher nicht so gut ist.
Ansonsten kommt in dieser Hinsicht nichts direkt Bedenkliches vor.


Das fliegende Klassenzimmer (1933)

Im Vorwort kommt ein Kalb vor, da├č den Autor beim Schreiben zusieht bzw. mit ihm von der Bank auf der Wiese (wo er schreibt) zur├╝ck in den Stadt zum Hotel l├Ąuft. Dort hei├čt es, es "wohne" "bei einem Bauern", der dem Autor versichert, es werde "sp├Ąter sicher einmal ein gro├čer Ochse werden". Das ist nat├╝rlich unkritisch idealisiert, aber zumindest nur eine kleine Stelle, die weggelassen werden kann.
Ansonsten gilt das gleiche wie beim oben stehenden: ein paar Erw├Ąhnungen unveganen Essens, ansonsten keine Referenz auf kritische Themen.
Positiv f├Ąllt die Darstellung im letzten Kap. auf. Das Buch endet damit, da├č einem der Protagonisten, der aus Geldmangel erst nicht an "Weihnachten" nach Hause fahren konnte (aus dem Internat), es dann doch noch erm├Âglicht wurde. Und dann ist weder von "Weihnachtswunder" oder ├Ąhnlichem die Rede und es wird auch nicht "Gott" gedankt, sondern es wird ein Dankesbrief an den Lehrer geschrieben, der ihm das Geld gegeben hat. Au├čerdem geht die Familie nicht in die Kirche. Im Vergleich mit dem, was man sonst erwartet h├Ątte, nimmt es sich hier also recht gut aus.


P├╝nktchen und Anton (1931)

Auch hier stehen Tiere nicht im Vordergrund der Handlung, aber die problematischen Bereiche h├Ąufen sich ins. dadurch, da├č das Essen wesentlich h├Ąufiger erw├Ąhnt wird, als in den anderen B├╝chern. Es wird haupts├Ąchlich dazu benutzt, um die soziale Differenz zwischen den beiden Familien deutlich zu machen, aber verschiedene Leichenteile und sonstige Tierqualprodukte ("Honig", "Sahne") kommen auf beiden Seiten reichlich vor. Au├čerdem Erw├Ąhnungen von "Leder", "Eisb├Ąrenfell", "Hundeschlitten" u.├ä.
Desweiteren ist mir hier die - in den anderen B├╝chern aber auch vorhandene - speziesistische Sprache st├Ąrker aufgefallen (u.a. diverse Tierbezeichnungen als Beleidigungen).
Eine Tierfigur, die zu den Hauptfiguren geh├Ârt, ist der Dackel der Protagonistin (P├╝nktchen). Einerseits ist er und der Umgang mit ihm gr├Â├čtenteils positiv dargestellt, aber es gibt auch ein paar kritische Szenen, wo er eher wie ein Spielzeug behandelt wird.
Insgesamt (was die Haupthandlung betrifft) ist es ok, aber man m├╝├čte aufgrund der genannten Aspekte oft korrekturlesen.

Emmy v. Rhoden: Der Trotzkopf (1885)

Autor: martin | Datum:
Gilt als das erste modernere M├Ądchenbuch und damit heute wohl auch tlw. noch als "Klassiker".
Inhaltlich orientiert es sich aber an dem gleichen geistigen Tiefstniveau der M├Ądchen-/Frauenvorstellung der damaligen Zeit, ist also durch und durch sexistisch.
Kurz zusammengefa├čt: M├Ądchen sollen in ihrer Adoleszenzphase die Formen des richtigen gesellschaftlichen Verhaltens (H├Âflichkeit, Freundlichkeit etc.) lernen, um sp├Ąter eine gute Ehe- und Hausfrau und Mutter abzugeben, wenn sie - was ihren ganzen Lebenssinn darstellt - schlie├člich einen Mann heiraten. Damit sollen sie keinesfalls zu viel lernen, also nicht zu gebildet sein. Eine Berufsausbildung und eigene Erwerbst├Ątigkeit wird (u.a. in den Negativfiguren des Frl. Raimar) als schlechte L├Âsung dargestellt. Am Ende des Buches ist es ├╝brigens nicht nur die Protagonistin, die heiratet, sondern es sind gleich drei M├Ądchen/Frauen, die "gl├╝cklich erl├Âst" werden.
Das einzig neue an diesem Buch (f├╝r die damalige Zeit) ist, da├č diese Entwicklung nicht offensiv propagiert wird, sondern vermeintlich abgelehnt (indem sich die Protagonistin widersetzt), um dann durch ihre "Einsicht" in die Falschheit ihres Verhaltens letztlich um so deutlicher best├Ątigt zu werden.
Diese Entwicklung l├Ąuft parallel mit der Entwicklung vom Kind zum M├Ądchen, soda├č es auch nicht an Ageismus (Altersdiskriminierung) fehlt. "Kleine, dumme Kinder" m├╝ssen st├Ąndig von den klugen Erwachsenen belehrt werden, denen gegen├╝ber sie sich f├╝gen sollen (hier auch reichlich Obrigkeitsh├Ârigkeit); die Bezeichnungen "Kind" und "kindlich" sind durchweg negativ konnotiert und dienen als Beleidigungen und wenn die Protagonistin als Kind bzw. eine richtig Aussage macht, die nicht gerne geh├Ârt wird, hei├čt es: "Du bist kindisch!", sagte der Oberamtmann. "Aber merke dir, niemals will ich wieder dergleichen ├äu├čerungen von dir h├Âren."
Als w├Ąre das nicht genug, ist Speziesismus nat├╝rlich auch ausgiebig vertreten. Tiere sind w├Ârtlich "dummes" oder "unvern├╝nftiges Vieh", "Haus"tiere dienen als Spielzeug, so auch ein Frosch, der in einem Glas im Koffer transportiert wird und dabei erstickt, was erst "schade" und dann lustig ist. Es fehlt nicht an unveganem Essen, sowie "Leder", "Pelz" und "Seide".
Zu guter Letzt sind auch s├Ąmtliche religi├Âsen Komponenten positiv dargestellt. Es gibt einen f├╝rsorglichen "Prediger", es werden Tischgebete gesprochen, die Weihnachtsdarstellung kann sich jeder denken und als ein Kind stirbt, hat es "der liebe Gott zu sich geholt". Und so weiter.
Abgesehen davon ist es mit billigen, stereotypen und v├Âllig klischierten Handlungsabl├Ąufen und Figurencharakteren durchsetzt.
Das Buch hat aufgrund seines (├Âkonomischen) Erfolges viele Fortsetzungen hervorgebracht, die jedoch von anderen Autorinnen verfa├čt wurden. Von diesen Fortsetzungen kann man wohl trotzdem ein ├Ąhnliches Niveau erwarten.

Otfried Preussler: Die kleine Hexe (1957)

Autor: martin | Datum:
Auf den ersten Blick scheint das Verh├Ąltnis zu den Tieren besser gestaltet, als man es gewohnt ist. Es gibt drei Episoden, wo die Hexe direkt Tieren hilft: sie bestraft einen Kutscher daf├╝r, da├č er die Pferde schl├Ągt, sie hilft zwei Kindern, "ihren" Ochsen davor zu bewahren, umgebracht und gefressen zu werden und sie bestraft zwei Jungen, die Vogelnester ausrauben. Allerdings wird die Falschheit der tierrechtsverletzenden Handlungen nicht abstrahiert, da├č es also grunds├Ątzlich falsch ist, sich die Eier von V├Âgeln anzueignen oder ├╝berhaupt Ochsen (und andere Tiere) umzubringen. Bei der Pferde-Episode wird es besonders deutlich: nachdem der Kutscher "seine Lektion gelernt" hat, ist alles in Ordnung, obwohl die Pferde weiterhin als "Zugtiere" mi├čbraucht werden. Im Text hei├čt es: Auf ihr Zeichen hin zogen die Pferde gehorsam an.
Auch sonst ist der Umgang mit Tieren nicht gerade vorbildlich, wenn sie es Fr├Âsche und M├Ąuse regnen l├Ą├čt (wenn auch unbeabsichtigt) oder Tiere herzaubert, damit diese zur Unterhaltung tanzen.
Desweiteren gibt es mehrfach unveganes Essen und speziesistische Sprache (so sind Tierattribute vielfach negativ konnotiert). Einige Tiere werden dar├╝ber hinaus auch mit schlechten Eigenschaften charakterisiert, so ist der Fuchs (wieder mal) hinterlistig ("scheinheilig") und der Rabe, der die Protagonistin begleitet, tlw. bevormundend. Au├čerdem wird ein neuer Besen mit einem jungen Pferd verglichen, der also noch etwas "widerspenstig" ist und "eingeritten werden mu├č", was dem Besen nicht viel ausmachen d├╝rfte, aber da├č die Willensbrechung, die zur Ausbeutung von Pferden bei diesen vorgenommen wird, so kommentarlos f├╝r richtig befunden wird, ist mehr als bedenklich.
Alles in allem w├Ąre, wollte man das Buch dennoch benutzen, einiges korrigierend zu lesen.

Mark Twain: The Adventures Of Tom Sawyer (dt. Tom Sawyer) (1876)

Autor: martin | Datum:
Die zwei problematischen Hauptaspekte sind Theismus und Speziesismus.
Beim ersten gibt es eine ambivalente Darstellung. Gerade am Anfang wird oft erfreulich realistisch geschildert wie langweilig und stupide die Sonntagsschule und das Auswendiglernen von Bibelversen, sowie die Predigt an sich ist. So wird im vierten Kap. die Vergabe von Belohnungen f├╝r eine bestimmte Anzahl von auswendig gelernten Spr├╝chen dadurch ad absurdum gef├╝hrt, da├č Tom nat├╝rlich nichts auswendig lernte, sondern sich die Nachweisscheine eingetauscht hat. Als er dann etwas gefragt wird, wird vermeintliches Wissen um Religionsgeschichte l├Ącherlich gemacht (der antwortet, die ersten beiden Apostel seien "David und Goliath"). ├ťber die Predigt in Kap. f├╝nf hei├čt es (samt Wortspiel am Ende): Ein Rascheln von Kleidern war zu h├Âren, die Gemeinde setze sich. Dann wurde der Bibeltext verlesen und die Predigt mit so einschl├Ąfernder Stimme heruntergeleiert, da├č mancher Kopf vorn├╝ber sank. [...] Es war f├╝r alle eine wahre Erl├Âsung, als die Predigt endlich vor├╝ber und der Segen gesprochen war. Eine ├Ąhnliche gute Stelle findet sich in Kap. zehn: Jeden Moment mu├čte ein Blitz vom blauen Himmel fahren und den L├╝gner strafen! Doch das Zeichen Gottes lie├č auf sich warten. Aber schon hier bleibt es eben dabei und da├č Gottes Macht auf sich warten l├Ą├čt, hat keinerlei Konsequenzen f├╝r ihre Bewertung, also zB. die Einsicht, da├č diese Vorstellung nicht ganz so der Realit├Ąt entsprechen d├╝rfte. Auch werden die Nachtgebete, die auch er gr├Â├čtenteils h├Ąlt, nicht problematisiert. Des weiteren gibt es eine Menge Aberglauben ├╝ber Hexen, Beschw├Ârungsformeln bei Mitternacht, Mondschatten, der vergrabene Sch├Ątze anzeigt etc., dem die Protagonisten anh├Ąngen. Das wird zumindest dadurch relativiert, da├č es, wie f├╝r den Leser offensichtlich ist, nie funktioniert (wobei die Protagonisten dennoch weiterhin fest davon ├╝berzeugt sind).
Beim Speziesismus sieht es erwartungsgem├Ą├č schlecht aus. Tiere sind durchweg Spielobjekte. Einerseits dienen dazu tote Tiere (es kommen u.a. eine tote Katze und eine tote Ratte vor), aber auch lebende wie eine Zecke und ein K├Ąfer, eine Katze wird dazu mi├čbraucht, jemanden einen Streich zu spielen, und seiner Katze gibt es einen L├Âffel Medizin, auf die sie denkbar schlecht reagiert. Dar├╝ber hinaus gibt es nat├╝rlich speziesistische Sprache, die Jungen "angeln" oder "fischen" gerne und einiges an unveganem Essen.
Letztlich wird auch die angewandete Pr├╝gelstrafe in der Schule relativ kommentarlos dargestellt, genauso ansatzweise Sklaverei und ein Hauptverbrecher des Buches ist, sicher nicht ohne Zufall, ein Indianer, der sich auch "indianertypisch" verh├Ąlt (der andere Verbrecher ist ├╝brigens Spanier). Gewisse rassistische Ressentiments k├Ânnen hierbei wohl vermutet werden, zumindest vermittelt das Buch diesen Eindruck.
Trotz guter Ans├Ątze leider auch kaum als Kinderbuch zu gebrauchen.

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: my | Datum:
ich habe jetzt nicht alle beitr├Ąge gelesen vieleicht enth├Ąlt ja einer ne antwort auf meine frage...
gibt es ein kinderbuch auf deutsch das kindgerecht veganismus erkl├Ąrt und vertritt? vileicht kennt ja jemand eins, wenn nicht k├Ânnte man ja mal ernsthaft dar├╝ber nachdenken eines zu schreiben...gru├č nele

Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> ich habe jetzt nicht alle beitr├Ąge gelesen vieleicht enth├Ąlt

Schade, warum nicht?

> gibt es ein kinderbuch auf deutsch das kindgerecht veganismus
> erkl├Ąrt und vertritt? vileicht kennt ja jemand eins, wenn

M.W. nicht.

> nicht k├Ânnte man ja mal ernsthaft dar├╝ber nachdenken eines zu
> schreiben...gru├č nele

Richtig. Nicht nur eins, da es f├╝r Dreij├Ąhrige nat├╝rlich ganz anders gestaltet sein mu├č als f├╝r Siebenj├Ąhrige oder Zw├Âlfj├Ąhrige ... und wohl f├╝r Kinder von Veganern wohl anders als f├╝r Kinder von Unveganern ("deine Mama mordet"?).

Und mit dem Schreiben ist es ja nicht getan, es mu├č ja z.B. auch ein Verlag gefunden werden, der's druckt (und das sollte dann nat├╝rlich kein Druckkostenzuschu├čverlag sein).

Hast Du Ideen? Schreibst Du selbst welche?

Achim

Re: Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: my | Datum:
nee, hab bisher nicht ernsthaft etwas geschrieben aber denke das ich einigerma├čen das talent dazu h├Ątte und ausserdem f├Ąnd ich es einfach toll nicht allzu argumentstarken eltern in der hinsicht vileicht dardurch eine st├╝tze sein zu k├Ânnen (h├Ątte mir vieleicht auch manchmal etwas geholfen). finde es einfache erschreckend das in diversen "bauernhofbilderb├╝chern" als normal vekauft wird das ein kalb von mama isoliert an einem gummieuter rumnuckelt. stelle mir ein starkes kleines kind vor wie es sich gegen das milch klauen und f├╝r das zusammenkommen von mama und kalb einsetzt und das zeitgleich in diesem buch kindgerecht dagegen argumentiert. tja mit dem verlag ist nat├╝rlich so ne sache. werde mir dies bez├╝glich mal gedanken machen.

Re: Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: Evelyn | Datum:
Das mit dem Verlag sollte nicht so schwierig sein.
Es gibt ja mittlerweile books on demand, die man bei nachfrage drucken lassen kann... schon besser als eigendruck im selbstverlag, wenn das noch jemand kennt *g*

Lg,
Evelyn

Re: Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> Das mit dem Verlag sollte nicht so schwierig sein.

Ich meinte aber schon einen richtigen verlag.

> Es gibt ja mittlerweile books on demand, die man bei
> nachfrage drucken lassen kann... schon besser als eigendruck
> im selbstverlag, wenn das noch jemand kennt *g*

Aber nicht viel ... f├╝r ein Sachbuch o.├Ą. ginge das vielleicht (w├Ąre eventuell eine M├Âglichkeit f├╝rs Tierrechtskochbuch), aber ansonsten - wenn es um "literarische" Werke geht - leidet die Reputation schon ziemlich ;-) . Die Kosten (grade bei Bilderb├╝chern sind die wegen der Farbseiten nicht unerheblich) tr├Ągt ebenfalls er Autor usw.

Achim

Re: Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> nee, hab bisher nicht ernsthaft etwas geschrieben aber denke
> das ich einigerma├čen das talent dazu h├Ątte und ausserdem f├Ąnd

Ja, dann mach doch.

> einfache erschreckend das in diversen
> "bauernhofbilderb├╝chern" als normal vekauft wird das ein kalb

Allerdings, dazu gleich mehr. Du denkst also eher an ein Bilderbuch?

> von mama isoliert an einem gummieuter rumnuckelt. stelle mir
> ein starkes kleines kind vor wie es sich gegen das milch
> klauen und f├╝r das zusammenkommen von mama und kalb einsetzt
> und das zeitgleich in diesem buch kindgerecht dagegen

Klingt so erstmal nicht so spannend, mu├č ich gestehen. Kleine Kinder lesen eher selten Sachb├╝cher oder Sachbuch├Ąhnliches, da m├╝├čte schon etwas mehr Story her.

Achim

Re: Pro-Veganismus-Kinderb├╝cher schreiben

Autor: annette | Datum:
Hallo, bin gerade auf der Seite gelandet. Ich habe im letzten Jahr angefangen, Bilderb├╝cher zum Thema zu machen. Ist noch nicht viel, habe gerade das 2. soweit, dass ich's zum Drucken schicken kann, das erste gibt es noch in einigen Exemplaren, es hei├čt, "Lena hat nachgedacht", im Selbstverlag, wer es sich als Datei anschauen m├Âchte, kann mir eine mail schicken. Annette

Carolyn Mackler: Veganerin, siebzehn, Jungfrau, sucht... (2008)

Autor: martin | Datum:
Neben Kinderb├╝chern sind veganismusgerechte Jugendb├╝cher auch eine Mangelware auf dem Buchmarkt. Ich habe mir das genannte angesehen, in der Hoffnung hier eine Ausnahme zu finden. Das wurde sehr entt├Ąuscht, denn das Buch h├Ąlt, was der geistlose Titel verspricht.

Die Protagonistin ist in der zw├Âlften (und letzten) Klasse einer amerikanischen Highschool mit dem Ziel Jahrgangsbeste zu werden und in Yale zu studieren. Sie wird dementsprechend als streberhaft klassifiziert, ist au├čerdem Ordnungsfanatikerin und Organisatorin von "Spa├č-ohne-Drogen"-Abenden. Das Gegenst├╝ck ist ihre gleichaltrige Nichte (Kind ihrer zwanzig Jahre ├Ąlteren Schwester). Sie ist Raucherin (nicht nur von Tabak), Unveganerin und recht ungezwungen in der Auswahl ihrer Sexualpartner.

Und genau das ist auch schon das Hauptthema: Beziehungen, Nicht-Beziehungen, Fast-Beziehungen, Ex-Beziehungen und alles was irgendwie mit Sexualit├Ąt zu tun hat. Ich will nicht behaupten, da├č das kein jugendrelevantes Thema sei (denn als Jugendbuch ist es wohl gedacht), aber diese Intensit├Ąt ist nur noch einfallslos und langweilig. Bei diesem Thema setzt auch ihr "Beweggrund" an, weshalb sie vor sieben Monaten vegan geworden ist: "Nachdem Travis Hart mit mir Schluss gemacht hatte, konnte ich einfach nicht aufh├Âren an ihn zu denken, und daran, wie er mich einfach so abgefertigt hatte. Es war wochenlang die reinste H├Âlle, bis ich endlich beschloss, meine Gedanken um etwas anderes kreisen zu lassen. Etwas Gro├čes, Bedeutendes. Und daf├╝r ist Veganismus bestens geeignet. Man denkt praktisch an nichts anderes mehr. Man muss bei jedem Nahrungsmittel die Zutaten auf der Packung nachlesen, auf Reisen immer Erdnussbutter dabeihaben und kann nur noch in bestimmte Restaurants gehen. Manchmal nervt es total, aber als Ablenkung funktioniert es hervorragend." Ja, eine (eigentlich) ethische Ern├Ąhrungsweise als nervende Ablenkung zu gebrauchen ist wirklich es etwas "Gro├čes" und "Bedeutendes". Diesen Grund verschweigt sie allerdings und der offizielle, den sie angibt, wenn sie gefragt wird, ist "Ekel" vor Tierprodukten.

Der Inhalt l├Ą├čt sich das ganze leicht zusammenfassen: Sie bekommt von ihrer Nichte gesagt, wie "verklemmt" sie sei, und diese kann sie anfangs auch ├╝berhaupt nicht leiden. Da sie aber nat├╝rlich wirklich verklemmt und viel zu streberhaft ist, kommt sie schlie├člich ├╝ber ihren Exfreund hinweg und findet einen neuen, der ganz, ganz toll ist. Ihre Streberhaftigkeit ├╝berwindet sie, soda├č sie am Ende kaum noch f├╝r die Pr├╝fungen lernt und dann doch nicht auf die Uni geht. Ihre vermeintlich b├Âse Nichte, ist nat├╝rlich in Wirklichkeit ganz anders, als sie scheint, n├Ąmlich unglaublich talentiert im Singen und hat viel Familiensinn. Gef├╝llt werden diese 230 Seiten mit ellenlangen, stumpfsinnigen Dialoge dar├╝ber, wer mit wem wieso rumgemacht hat oder nicht. Das Buch bedient nicht nur s├Ąmtliche Vorurteile ├╝ber amerikanische Highschools, sondern ist auch ein Krampf zu lesen.

Mit dem Veganismus hat sie es von Anfang an schwer gehabt, denn sie tr├Ąumt st├Ąndig von einem "K├Ąsesandwich [...] mit reichlich Butter und Cheddark├Ąse", sowie von "Mozzarella-Sticks" und "K├Ąsetortillas, begraben unter Bergen von Guacamole". Das sind wahrscheinlich die nat├╝rlichen Bed├╝rfnisse, die dieser furchtbare Veganismus unterdr├╝ckt. "Sojak├Ąse" ist selbstredend "ein trauriger Ersatz", denn daran, da├č Kuhmilchk├Ąse "ersetzt" werden m├╝sse, l├Ą├čt die Autorin keinen Zweifel. Nicht zu vergessen, da├č sie betont als d├╝nn (abgemagert?) klassifiziert wird. Nachdem das Buch gut 150 Seiten lang mit "K├Ąse"-Tr├Ąumen und den Ausf├╝hrungen, auf die ich gleich eingehe, durchsetzt ist, erkl├Ąrt ihr ihre Mutter in Bezug auf den Veganismus schlie├člich, da├č sie auch damit aufh├Âren k├Ânne, denn "[m]anchmal treffen wir im Leben Entscheidungen, die uns zu dem Zeitpunkt richtig vorkommen. Nein, die zu dem Zeitpunkt richtig sind. Aber das m├╝ssen sie nicht in alle Ewigkeit bleiben. Und wei├čt du, was mir mit dem ├älterwerden aufgegangen ist? Dass es ohnehin kein Richtig oder Falsch gibt. Manchmal tun wir Dinge, die falsch zu sein scheinen, aber wir tun sie aus gutem Grund, und damit sind sie letztlich dann doch nicht falsch." Die letzte Bemerkung bezog sich nat├╝rlich auf das Nicht-Aufh├Âren. Da die Protagonistin eh keine gro├čen Ambitionen dem Veganismus gegen├╝ber hatte, endet es darin, da├č sie sich "ein ├╝berbackenes K├Ąsesandwich" bestellt und anschlie├čend mit ihrer Nichte Witze ├╝ber unveganes Essen macht (was definitiv kein "lustiges" Thema ist). Nachdem all die gewaltsam unterdr├╝ckten Bed├╝rfnisse wieder freigesetzt wurden, macht sie auch gleich weiter: "Seit dem ├╝berbackenen K├Ąsesandwich bei Friedly's a├č ich wieder Milchprodukte, wozu nat├╝rlich auch Schokolade geh├Ârte. Ich gestand mir sogar "verstecke Eier" in Cookies und Muffins zu." Interessanterweise f├Ąllt ihr bei dem Thema schulische Werte auf, "was das alles f├╝r eine Heuchelei ist". Bei ihrem eigenen Konsumverhalten stellt sich das jedoch nicht ein.

Die sonstige Behandlung des Veganismus (der bei ihr nat├╝rlich nichts als Pseudoveganismus ist) ist ein Konglomerat aus Klischees und blankem Unsinn. In dem Caf├ę, wo sie arbeitet, m├╝ssen vegane Apfel-Nuss-Pl├Ątzchen bestellt werden, "damit es endlich mal was gibt, was [sie] auch essen kann". Da sie offensichtlich so viel Ahnung hat, kl├Ąrt sie gn├Ądigerweise auch die unwissenden Leser ├╝ber einzelne Aspekte, z.B. "Honig"konsum auf: "Manche Veganer sind der Ansicht, es sei Ausbeutung, etwas zu essen, was Bienen in harter Arbeit produziert haben. Ich geh├Âre nicht zu dieser Veganerfraktion." Sie gl├Ąnzt auch ansonsten mit speziesistischer Sprache (nicht nur in W├Ârtern, sondern auch herablassenden Vergleichen mit angeschossenen Tieren), mit dem Ausblenden von Unveganismus in ihrer direkten Umgebung (ihr neuer Freund hat sowohl einen "Wollmantel" als auch einen "Wollpullover", was aber nicht kommentierungsw├╝rdig ist) und nicht zu vergessen mit biologische Stilbl├╝ten, wie der Aussage, da├č H├╝hner Vaginas h├Ątten. Insgesamt gibt es in diesem gesamten Buch eine einzige Stelle, wo nebenbei darauf hingewiesen wird, da├č Unveganismus etwas mit toten Tieren zu tun hat.

Damit fallen um so mehr die katastrophalen Vers├Ąumnisse ins Auge: Es wurde nicht darauf hingewiesen, da├č sie als (angebliche) Veganerin unter permanentem Vitamin-B12-Mangel leidet, da├č sie nur gute kognitive Leistungen erzielt, weil ihr ihre Mutter heimlich "Fleisch"br├╝he unter das Essen mischt, da├č sie den ganzen Tag Vitamintabletten schlucken mu├č, da├č sie eigentlich kurz vorm Verhungern ist, da├č ihre Haare und Fingern├Ągel br├╝chig sind, sowie da├č sie bleich und antriebslos ist. Wollen wir hoffen, da├č bei folgenden objektiven Auseinandersetzungen mit Veganismus diese wichtigen Aspekte nicht derart unverzeihlich unterschlagen werden.

Den Stil des Buches kann man sich genauso schenken, die literarischen Motive sind beispielsweise nach Schema F abgearbeitet: ihr Handy wird ausgiebig als Kontrollmittel ihrer Eltern vorgef├╝hrt und am Ende, wenn sie ihre "Wandlung" vollzogen hat, wirft sie es in einen See und fertig. Die anderen Figuren kommen in ├Ąhnlicher Weise aus dem Baukasten: ihre Nichte, die die gleiche "Wandlung" (nur andersrum) vollzieht, und die restlichen Figuren, die damit bedient sind, Klischeerollen zu erf├╝llen (der Kiffer, der Exfreund, der neue tolle Freund, die Klatschtante, der ungerechte Lehrer, der spie├čige Schuldirektor usw. usf.).

Alles in allem ist aus dem Buch eine Menge zu lernen: Veganer essen "Honig" und sind nicht weiter ernst zu nehmen, denn so eine "Phase" geht auch wieder vorbei, au├čerdem ist es sehr, sehr schlecht, au├čerhalb der gesellschaftlichen Norm zu stehen. Fazit: M├╝lleimer oder erst gar nicht kaufen.

Erdnussbutter

Autor: Claude | Datum:
> nachlesen, auf Reisen immer Erdnussbutter dabeihaben und kann

Normale ger├Âstete Erdn├╝sse tuns ja auch. Viel wichtiger ist doch dass man das Handtuch nicht vergisst.

Aber im Ernst, das hat wohl mit HHGTTG nichts zu tun. Aber ich sehe nicht was es mit Veganismus zu tun haben k├Ânnte. Pseudovegane Erdnussbutter findet man doch in den USA bestimmt in jedem Laden.

Claude

Susi Neunmalklug erkl├Ąrt die Evolution

Autor: J | Datum:
Hallo, leider habe ich das Buch noch nicht selbst gelesen (bin zur Zeit knapp bei Kasse) aber das YouTube Video dazu sieht recht gut aus: http://www.youtube.com/watch?v=X-j3I4kjHWI

Hat vielleicht schon jemand das Buch gelesen und kann mehr dar├╝ber sagen?

Auch das andere Buch von Schmidt-Salomon - "Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel" (http://www.schmidt-salomon.de/ferkel.htm) sieht doch sehr interessant aus.

Lg, Jay

Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Wo bitte gehts zu Gott?, fragte das kleine Ferkel: Ein Buch f├╝r alle, die sich nichts vormachen lassen (Gebundene Ausgabe)
von Michael Schmidt-Salomon (Autor), Helge Nyncke (Autor, Illustrator)

Siehe dazu http://tierrechtsforen.de/ferkelbuch.

Auf jeden Fall sehr zu empfehlen, was die M├Âglichkeit betrifft, dem Gotteswahn kindgerecht etwas entgegenzusetzen (und ich sch├Ątze, da├č es auch manchem Erwachsenen nicht schaden k├Ânnte).

Problematisch f├╝r ein Kinderbuch w├Ąre folgende (auch bildlich) dargestellte Szene:
Zitat: Igel und Ferkel starrten erschrocken auf einen halbnackten Mann, dessen H├Ąnde und F├╝├če mit spitzen N├Ągeln an ein Kreuz geschlagen waren. Auf seinem Kopf trug er eine Krone aus Dornen und an seinem K├Ârper klebte ├╝berall Blut.

W├Ąre - wenn diese christliche Splatterfigur nicht all├╝berall und unumg├Ąnglich ├Âffentlich aufgeh├Ąngt w├Ąre. Hier ein kleines Manko, das Ferkel wendet ein, "Gott" h├Ątte das nicht tun m├╝ssen, es und der Igel w├Ąren ja immer "ganz brav" gewesen. Nun h├Ątte er das - von seiner an gleicher Stelle postulierten Allm├Ąchtigkeit, mit der er das Problem mit einem Fingerschnippen h├Ątte erledigen k├Ânnen statt seinen Sohn, wenn auch nur f├╝r ein paar Tage, ermorden zu lassen - das nat├╝rlich auch nicht tun m├╝ssen, wenn das Ferkel ein zweiter Hitler oder Papst Innozenz VIII gewesen w├Ąre, denn zwei Mal Unrecht ergibt - f├╝r Gl├Ąubige vielleicht ├╝berraschenderweise - kein Recht.

Indirekt veganismusbezogen ist folgende Stelle:
Zitat: "Um Himmels willen, was tust du da?" rief [der Bischof] erbost. "Ich esse Pl├Ątzchen, weil mir der Magen knurrt", sagte das Ferkel. "Aber das sind doch keine Pl├Ątzchen, das ist der Leib des Herrn!", schimpfte der Bischof. Er zeigte auf den Mann am Kreuz: "Das ist das Fleisch Jesu, der sich f├╝r uns geopfert hat!"
Oha, da wurde dem kleinen Ferkel aber so richtig ├╝bel! ├äpfel und M├Âhren mochte es ja essen und Pilze auch, aber doch keinen Mann, der vor vielen Jahren gestorben war! Schnell spuckte das Ferkel die komischen Pl├Ątzchen wieder aus und nahm den Igel an der Hand. "Sofort weg hier!", rief es. "Das sind Menschenfresser! Wenn sie schon den Sohn vom Herrn Gott verspeise, wer wei├č, was die kleinen Igeln und Ferkeln antun ..."

Und am Ende ein (ansatzweise antispeziesistischer) Reim:
Zitat: Der Gottesglaube auf dem Globus
Ist fauler Zauber: Hokuspokus.
Rabbis, Muftis und auch Pfaffen
Sind, wie wir, nur "nackte Affen"
Blo├č, dass sie "Gespenster" sehn
Und in lustigen Gew├Ąndern gehn.
Dem Ferkel haben sie nichts vorgemacht:
Es hat sie alle ausgelacht ...



Gebundene Ausgabe: 44 Seiten
Verlag: Alibri; Auflage: 1 (September 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3865690300
ISBN-13: 978-3865690302
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 6 - 8 Jahre
Gr├Â├če und/oder Gewicht: 23,6 x 16,8 x 0,8 cm

Achim

kleine Kritik am Ferkelbuch

Autor: Jay | Datum:
Beim Durchgucken des Buches sind mir noch folgende zwei Kritikpunkte aufgefallen:

Auf einer Seite sind viele (Werbe-?) Plakate zu sehen, leider auch eines auf dem ein Truthahnbraten abgebildet ist. Was dies soll geht aus dem Text leider nicht hervor.
(Aber vielleicht ist es ja auch Werbung f├╝r den neuen veganen Fakehahnbraten?)

Und leider bezieht das Buch nicht ganz eindeutig eine atheistische Position sondern eher eine agnostische, denn der Igel l├Ąsst am Schluss die M├Âglichkeit f├╝r die Existenz eines Gottes offen.

Nichtsdestotrotz ist das Buch eine f├╝r Kinder wunderbar verst├Ąndliche Religionskritik und auf jedenfall lesenswert.

Lg, Jay.

"Was Kinder glauben"

Autor: martin | Datum:
Relevante Fernsehsendung: "┬╗Im Himmel gibts kein Fernsehen┬ź Was Kinder glauben"

Zitat: In der Grundschule wollen Kinder wissen, ob Gott alles sieht, was sie tun, ob er sie immer wieder besch├╝tzt - oder ob er sie auch bestraft, wenn sie B├Âses tun. Erstaunlich viele religi├Âs erzogene Kinder besch├Ąftigen sich immer noch mit solchen Fragen, obwohl ihre Eltern und Erzieher versichern, da├č sie nicht das Gottesbild eines allm├Ąchtigen strafenden Herrschers vermitteln.
Tja, da funktioniert die Indoktrination wohl besser als die vermuten bzw. eher als sie zugeben.

Re: Wo bitte geht's zu Gott? fragte das kleine Ferkel

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Der Text ist (auf englisch, teilweise m.E. nicht ganz exakt ├╝bersetzt) hier zu finden: http://www.ferkelbuch.de/ferkelbuch.pdf

Die Bilder hier: http://www.ferkelbuch.de/buch/

Achim

Astrid Pomaska: Kleine Henne, wie geht es dir?

Autor: martin | Datum:
Astrid Pomaska: Kleine Henne, wie geht es dir? (Tierschutzreihe f├╝r Kinder, Bd. 2), 1. Aufl., Ettlinger-Verlag, Ettlingen 1996

Das Buch beginnt damit, da├č der Osterhase mit seinem Freund Idel H├╝hnereier holen will, um sie bis Oster zu bemalen.
Eine Brieftaube bringt einen Brief, in dem steht, da├č Igel erst k├╝rzlich aus dem Winterschlaf erwacht und noch zu schwach zum Eierholen ist. Der Hase soll sie alleine vom ÔÇ×H├╝hnerhof SonnenscheinÔÇť holen.
Nachdem er dorthin gegangen ist, f├╝hrt ihn die B├Ąuerin in eine ÔÇ×H├╝hnerfabrikÔÇť. Der Osterhase ist erschrocken ├╝ber die K├Ąfigreihen; B├Ąuerin sagt, es mache so weniger Arbeit. Er redet schlie├člich mit einer Henne, die ihm sagt, da├č es den H├╝hnern dort (gesundheitlich) sehr schlecht gehe und der Osterhase rennt davon mit dem Satz ÔÇ×Von Ihnen nehme ich keine Eier mehr!ÔÇť
ÔÇ×Der Osterhase setzt sich unter den alten Baum und weint. Er denkt an die eingesperrten H├╝hner. Warum merkt die B├Ąuerin nicht, da├č ihre H├╝hner so leiden?ÔÇť Das Eichh├Ârnchen macht ihn dann darauf aufmerksam, da├č in zwei Wochen Ostern sei und er daf├╝r Eier br├Ąuchte. Die Meise hat einen Rat: ÔÇ×ich kenne n├Ąmlich einen Bauernhof, wo gl├╝ckliche H├╝hner leben.ÔÇť Dieser Hof ist nat├╝rlich sehr ÔÇ×tierfreundlichÔÇť: die H├╝hner leben auf der Wiese, baden im Staub usw. Nachdem er gen├╝gend Eier eingesammelt hat, denkt er auf dem R├╝ckweg: ÔÇ×Wenn alle Leute nur noch Eier von gl├╝cklichen H├╝hnern kaufen, dann gibt es bald keine schrecklichen Eierfabriken mehr.ÔÇť

Das Buch ist also, trotz des fast guten Anfangs (vom "Oster"hasen mal abgesehen), durchgefallen. Denn wer noch nichts vom Freilandmythos geh├Ârt hat, m├Âge sich informieren:
http://www.maqi.de/txt/freilandmythos.html
http://www.youtube.com/watch?v=Z7Gbq3lkKwY

Kinderlied und verschiedene Kinderb├╝cher

Autor: nela | Datum:
[Beitragstitel angepa├čt - Mod]

Hier eine Sammlung von Kinderb├╝chern, die ich sehr gut finde. Sie liegen zum Teil seit sechs Jahren im Wartebereich meiner Praxis und die Kinder wollen sie immer und immer wieder aufs Neue von Ihren M├╝ttern vorgelesen bekommen, die ganz h├Ąufig versuchen sich um die B├╝cher zu dr├╝cken, da die Kinder immer sehr viele unangenehme Fragen dazu stellen und emotional sehr ber├╝hrt sind.

-"Die Kanincheninsel"
von J├Ârg M├╝ller und J├Ârg Steiner von Sauerl├Ąnder
(Beschreibung bei Amazon)

-"Als die Tiere den Zoo verlie├čen"
von Elisabeth Schmidauer und Joachim Knappe
(Beschreibung bei Amazon)

-"Josef Schaf will auch einen Menschen"
von Kirsten Boie und Philip Waechter von Oetinger
(Beschreibung bei Amazon)

-"Rettet Maja!"
von Astrid Frank und Birgit Busche-Brandt
(Beschreibung bei Amazon)

-"Der Maulwurf Grabowski" von Luis Murschetz
(Beschreibung bei Amazon)

-"Flieg, Ente, flieg! von Michael Bedard
von Ravensburger Buchverlag
(Beschreibung bei Amazon)

-"Der Findefuchs"
von Irina Korschunow (Autor), Reinhard Michl (Illustrator)
(Beschreibung bei veganbasics)

-"Igel, komm, ich nehm dich mit"
von Tilde Michels (Autor), Sara Ball (Illustrator)
(Beschreibung bei veganbasics)

-"Das kleine Ich bin ich" und "Die Geggis"
von Mira Lobe (Autor), Susi Weigel (Autor)
(Beschreibung bei Amazon)

-"Esterhazy" von Irene Dische (Autor), Hans Magnus
Enzensberger(Autor), Michael Sowa (Autor)
(Beschreibung bei Amazon)


Ein Kinderlied gibt es von Rolf Zukowski:
"Tiere brauchen Freunde"
http://www.musik-fuer-dich.de/liedtexte/331-1-670.pdf

Noch ein tolles Kinderbuch gefunden!

Autor: nela | Datum:
Hallo, wir haben unserer kleinen Maus ein neues Buch gekauft.
Sie ist total begeistert, soviele bunte Bilder zum erz├Ąhlen und wenn sie ├Ąlter wird auch noch mit gutem Inhalt.
Wir haben es auf Englisch gefunden, finde ich auch gut geschrieben f├╝r Erstleser in Englisch.

Die Schnecke und der Buckelwal
von Axel Scheffler (Autor, Illustrator), Julia Donaldson (Autor), Mirjam Pressler (├ťbersetzer)
(Beschreibung Amazon)

"Barbapapa rettet die Tiere"

Autor: free | Datum:
[Titel spezifiziert - Mod]

ein gutes kinderbuch ist auch "Barbapapa rettet die Tiere"

Re: "Barbapapa rettet die Tiere"

Autor: martin | Datum:
free schrieb:

> ein gutes kinderbuch ist auch "Barbapapa rettet die Tiere"

Wieso? Worum geht es?

Der Klappentext sagt:
Zitat: Die Barbapapas sind Lebensk├╝nstler. Immer wieder schaffen sie es, fantasievolle L├Âsungen zu finden. Wenn es darum geht, bedrohte Tiere zu retten, sind Parks und Schutzgebiete erste Ma├čnahmen. Dann aber bauen die Barbapapas eine Weltraum-Arche und fliegen mit den Tieren auf den "gr├╝nen Planeten".Erst als die Menschen die Lebensr├Ąume f├╝r die Tiere verbessert haben, kehren die Barbapapas mit ihnen zur├╝ck. Die Rakete wird begeistert empfangen, und das Fest ist so bunt und sch├Ân wie es sich f├╝r Barbapapas geh├Ârt.

Das sieht also eher nach Artenschutz denn nach Antispeziesismus aus. Wird auch vermittelt, dass auch nicht-bedrohte Tierarten, die keine Sympathiespezies wie Robben sind, sondern "gew├Âhnliche Nutztiere" ein Interesse am Nichtausgebeutetwerden haben?

Re: Kinderlied und verschiedene Kinderb├╝cher [Amazon unterst├╝tzt die NPD! - Mod]

Autor: Monday | Datum:
> -"Rettet Maja!"
> von Astrid Frank und Birgit Busche-Brandt
> (Beschreibung bei Amazon)

> -"Der Maulwurf Grabowski" von Luis Murschetz
> (Beschreibung bei Amazon)

> -"Flieg, Ente, flieg! von Michael Bedard
> von Ravensburger Buchverlag
> (Beschreibung bei Amazon)........etc....etc...


Amazon unterst├╝tzt die NPD!

Re: Amazon,jay

Autor: nela | Datum:
Hallo Jay,

wie kann man nur so giftig sein, falls Du es nicht gerafft hast,
ich hatte nur an amazon verwiesen, damit Interesierte eine Beschreibung ├╝ber den Inhalt der Kinderb├╝cher bekommen k├Ânnen und nicht einen Aufruf gestartet dort die B├╝cher zu kaufen. Anstatt, dass sich mal mit dem Inhalt der B├╝cher auseinander gesetzt wird und dieser diskutiert wird, geilt man sich lieber an so Kleinigkeiten auf??????
Ich dachte dieses Forum dient zum Gedankenaustausch und nicht zum st├Ąndigen beschimpfen.....
So macht es keinen Spa├č einen Beitrag zu schreiben.

nela

Re: Amazon,jay

Autor: Jay | Datum:
nela schrieb:
> wie kann man nur so giftig sein, falls Du es nicht gerafft
> hast,

Anscheinend hast du nicht gerafft, dass mein Kommentar zu Monday keineswegs gegen Amazon war...

> Anstatt, dass sich mal mit dem Inhalt der B├╝cher auseinander
> gesetzt wird und dieser diskutiert wird, geilt man sich

Kann ich nicht, wenn ich das Buch nicht gelesen hab. Allein die Kundenrezensionen sagen n├Ąmlich nicht genug aus.

> Ich dachte dieses Forum dient zum Gedankenaustausch und nicht
> zum st├Ąndigen beschimpfen.....

Ich kann nicht erkennen, wo hier irgendwer irgendwen beschimpft h├Ątte. H├Âchstens mich als giftig...

> So macht es keinen Spa├č einen Beitrag zu schreiben.

Da stimme ich dir allerdings zu.

Lg, Jay

Verweise auf Amazon?

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Vielleicht hat Nela ja auch "Monday" gemeint, nicht Dich?

Insgesamt f├Ąnde ich es allerdings auch n├╝tzlicher, eine eigene Inhaltsangabe zu schreiben als pauschal auf die von Amazon zu verweisen (die a) nicht spezifisch f├╝r unser Thema hier sind und b) vielleicht irgendwann auch verschwinden werden, wenn das Buch vergriffen ist).

Achim

Re: Ein Hund namens Beethoven

Autor: Alina | Datum:
Finde ich einen ganz empfehlenswerten Film f├╝r Kinder.
Ein Bernhardinerwelpe entkommt Hundef├Ąngern eines Tierversuchslabors und wird zum neuen Familienmitglied der "Newtons", die ihm den Namen Beethoven geben.
Zwar soll Beethoven nachts im Zwinger schlafen, aber er buddelt sich ein Loch unter dem Zaun und schl├Ąft immer mal wieder im Haus. Als die j├╝ngste Tochter droht im Swimmingpool zu ertrinken ist Beethoven gerade im Zwinger eingesperrt und sein Loch wurde vom Familienvater verschlossen. Der Zwinger wird dem Zuschauer also nicht als angemessen f├╝r den Hund pr├Ąsentiert. (Beethoven kann nat├╝rlich trotzdem heraus um die Tochter zu retten)
Am Schluss des Films darf Beethoven auch bei den Eltern im Bett schlafen.
Der Leiter des Tierversuchslabors, der offiziell als Tierarzt arbeitet, behauptet Beethoven h├Ątte ihn unvermittelt angegriffen und gebissen und m├╝sse wegen seiner unkalkulierbaren Aggressionen eingeschl├Ąfert werden.
Aus Angst um die Kinder bringt der Vater Beethoven zum Einschl├Ąfern in die Klinik des korrupten Tierarztes.
Er bereut seine Entscheidung schlie├člich, nicht zuletzt wegen massiven Vorw├╝rfen der ganzen Familie und alle machen sich gemeinsam auf um Beethoven zu retten.
Dabei entdecken sie die illegalen Tierversuche, setzen den "Tierarzt" und seine Helfer au├čer Gefecht und befreien Beethoven und alle anderen Tiere (sind alles Hunde).
Die Betreiber des Tierversuchslbors kommen ins Gef├Ąngnis und die Familie nimmt dutzende heimatlose Hunde in ihrem Haus auf, die alle im Elternschlafzimmer statt im Zwinger schlafen.

Buchhandlungen und Landesbibliotheken unterst├╝tzen die NPD

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> Sind denn diese B├╝cher nicht in jedem Buchladen (auf
> Bestellung) erh├Ąltlich??

M.W. schon, dar├╝berhinaus m├╝├čten sich wohl in diversen Landesbibliotheken (zumindest jeweils in der des Bundeslands, in dem das Buch gedruckt wurde) verpflichtend welche befinden.

Achim

Re: Amazon

Autor: Kiwi | Datum:
Ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass auch die Buchhandlung nebenan B├╝cher mit unveganen Rezepten verkauft (sicher kann man dort auch B├╝cher von der "Amazon unterst├╝tzt Tiermord-Liste" bestellen)?
Was macht da den Unterschied zu amazon?

LG, Kiwi

Re: Re: Amazon

Autor: auelb | Datum:
Kiwi schrieb:
>
> Ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass auch die Buchhandlung
> nebenan B├╝cher mit unveganen Rezepten verkauft

Ja genau, Du paraphrasierst den Beitrag auf den Du geantwortet hast.

Re: Kinderlied und verschiedene Kinderb├╝cher [Amazon unterst├╝tzt die NPD! - Mod]

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
Dazu auch:
Zitat: Politiker drohen Amazon mit Boykott
Das US-amerikanische Internet-Versandhaus Amazon f├╝hrt eine Homepage der NPD in einem "Partnerprogramm", das der rechtsextremen Partei einen stetigen Geldzufluss bietet. Politiker von SPD, Gr├╝nen und Linkspartei drohen dem Internet-Versandhaus nun mit Boykott.

4.6.2009 http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Rechtsextremismus-Amazon;art122,2814745


Aber:
Zitat: Amazon beendet Partnerprogramm mit der NPD
6 Juni 2009

Amazon hat nach Informationen von NPD-BLOG.INFO die Zusammenarbeit mit der neonazistischen NPD beendet. Ein Sprecher teilte auf Anfrage mit, dass Amazon die am Vortag angek├╝ndigte ├ťberpr├╝fung der ÔÇťNetztagebuch-WebsiteÔÇŁ abgeschlossen habe. Amazon habe sich entschieden, ÔÇťdass die Website nicht den Teilnahmenbedingungen unseres Partnerprogramms entsprichtÔÇŁ. Das Unternehmen habe den Websitebetreibern, es handelt sich dabei um NPDler aus Brandenburg, ├╝ber die Entscheidung informiert; die Partnerlinks w├╝rden in den n├Ąchsten Tagen entfernt. Noch sind die Amazon-Links auf der Seite der NPD zu sehen.

[...]

Weiterhin rechtsextreme Angebote

Ob Amazon auch rechtsextreme und revisionistische B├╝cher aus seinem Angebot nimmt, bleibt allerdings offen. So sind bei Amazon Produkte aus dem Deutsche Stimme Verlag weiterhin abrufbar. So bietet Amazon beispielsweise den ÔÇťFunkenflug: Handbuch f├╝r Patrioten und nationale Aktivisten (Taschenbuch)ÔÇŁ an. Zu diesem Punkt hat sich das Unternehmen noch nicht ge├Ąu├čert.

http://npd-blog.info/2009/06/06/amazon-beendet-partnerprogramm-mit-der-npd/


Die genannten B├╝cher gibt es ├╝brigens auch ├╝ber hood.de, buchhandel.de, ebay.de, ebay.pl, ebay.it usw. oder eben direkt beim DS-Versand (siehe z.B. http://www.google.com/search?q=%22Soldaten+wie+andere+auch%3A+Der+Weg+der+Waffen-SS%22).

Achim

PS: Maqi hatte schon vor vielen Jahren zum Boykott von Amazon aufgerufen. Unterschied war, da├č Amazon den Bestellungen Leichen beilegte (unaufgefordert); die genannten NPD-B├╝cher legt Amazon wohl nicht normalen Bestellungen bei (soweit ich gesehen habe, werden sie ├╝berhaupt nicht von Amazon vertrieben, sondern ├╝ber das dortige Shopsystem von anderen Anbietern).

PPS: Google unterst├╝tzt Hitler! (der vierte Treffer ist im Augenblick ein PDF mit entsprechendem Inhalt).

Igel, komm, ich nehm dich mit

Autor: Nicole J | Datum:
von Tilde Michels mit Bildern von Sara Ball

Ein gutes Buch zur F├Ârderung des Begreifens vom Tierbefreiungsgedanken bei jungen Menschen im Alter zwischen 3 und 10 Jahren.

Zur Geschichte:
Das kleine M├Ądchen Lena findet vor seinem Gartenzaun einen Igeljungen und beschlie├čt ihn mit nachhause zu nehmen. Sie freut sich ├╝ber ihren neuen Besitz, sperrt diesen (mit den besten Absichten) in einen K├Ąfig und versorgt ihn mit Nahrung. Ihre Mutter h├Ąlt sie an, ihn wieder frei zu lassen. Lena m├Âchte das nicht. Erst nachdem ihr Gro├čvater ihr ein M├Ąrchen erz├Ąhlt, in welchem er die Situation umgekehrt darstellt, begreift Lena ihren Fehler. In dem M├Ąrchen wird ein winziges Menschenkind von einer Igelfamilie aufgegriffen und eingesperrt.

Anmerkungen:
-auf Seite 10 habe ich von ÔÇ×EigelbÔÇť bis zum zweiten ÔÇ×undÔÇť geschw├Ąrzt, ebenso
-auf Seite 26 das ÔÇ×fÔÇť vor dem Wort ÔÇ×essenÔÇť.
-auf Seite 24 sieht Lena ihren Fehler ein, was leider in einem Satz abgehandelt wird. Mensch kann an dieser Stelle selbst einen Bezug zur gesamten Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere einbauen, etwa ÔÇ×kein Tier m├Âchte eingesperrt sein, jeder m├Âchte in Freiheit lebenÔÇŽÔÇť

Zu bestellen uA bei vegan-total.de

Johansen/Bhend: Vom H├╝hnchen, das goldene Eier legen wollte

Autor: martin | Datum:
Hanna Johansen, K├Ąthi Bhend: Vom H├╝hnchen, das goldene Eier legen wollte, Neuauflage, Deutscher Taschenbuchverlag, M├╝nchen 2001

Beginnt mit der Schilderung einer Bodenhaltung und den schlechten hygienischen Zust├Ąnden dort. Ein Huhn, da├č wenn es gro├č ist, goldene Eier legen will (wieso auch immer), entkommt ungeplant und lernt die Au├čenwelt/Natur kennen, die viel besser ist als der Stall. Das Loch, durch das es entkommen war, wird vergr├Â├čert und alle drei├čigtausend H├╝hner gehen ins Freie, werden aber wieder eingefangen. Das geht noch zweimal so. Nach dem zweiten Mal finden es die Angestellten zu schwierig, die H├╝hner wieder einzufangen und erkl├Ąren dem Verwalter, man k├Ânne die Eier auch drau├čen einsammeln. So entsteht eine tolle Bodenhaltung mit Auslauf.
Wie gl├╝cklich die H├╝hner wohl sein werden, wenn sie nach einem Jahr ins Schlachthaus kommen (oder die, die "liegenbleiben"), steht allerdings nicht in diesem Buch voller Tierschutzunsinn.

Ruby Roth: That's Why We Don't Eat Animals

Autor: martin | Datum:


Vollst├Ąndiger Titel: "That's Why We Don't Eat Animals: A Book About Vegans, Vegetarians, and All Living Things".

Gelesen habe ich es bisher nicht, weil ein englisches Buch f├╝r Kinder mit deutscher Muttersprache (und das d├╝rfte ja der Gro├čteil sein) weniger geeignet ist (wobei es zum Vorlesen gehen m├╝├čte). Da dieses Buch dennoch im Gespr├Ąch war/ist, hier der Hinweis, da├č es wohl genauso wie so viele andere auf Tiere in "Massentierhaltung" fokussiert und nicht erkl├Ąrt, da├č Tiere in "Alternativehaltung" nur unwesentlich besser behandelt werden. Also wieder einmal Tierschutz statt Tierrechte (wie auch die Werbung f├╝r dieses Buch durch PETA vermuten lie├č).

Nahegelegt wird diese Einsch├Ątzung das durch diese Beschreibung:
Zitat: The significant problem with this book is that the solution to the problems posed (which begin with "On factory farms...") could easily be some Farm Forward-endorsed small operation where many of the horrors of factory farming don't exist. There is no mention of that solution, but I worry.

Is a 4- or 10-year old going to say, "Oh these places sure are terrible, but is there any place where babies get to stay with their mamas and walk around? Because if there's one of those places, can we eat those animals?" Who knows. Okay, a 4-year old's probably not going to say that. But a 10-year old might.

And then what?

It is true that the vast majority of animals raised for their parts are factory farmed. But it would seem to me that, especially when it comes to children, a consistent message of respect and justice, emphasizing it's not okay to eat animals because it's not okay to eat [and abuse in any other way - mp] animals, factory farmed or not, would have been a better angle.

(http://www.animalperson.net/animal_person/2009/12/on-thats-why-we-dont-eat-animals.html)

Re: Ruby Roth: That's Why We Don't Eat Animals

Autor: sani.vegan | Datum:
Gibts jetzt auch auf deutsch:

"Warum wir keine Tiere essen" von Ruby Roth

Dieses Buch bringt dem jungen Leser (im Alter zwischen sechs und zehn Jahren) mit farbenfrohen Bildern und lebendigen Texten den Vegetarismus und Veganismus n├Ąher.

Das von Ruby Roth geschriebene und bebilderte Buch lebt von der einf├╝hlsamen Darstellung der H├╝hner, Schweine, Truth├Ąhne, K├╝he und vieler anderer Tiere. Sie werden in ihrem nat├╝rlichen Umfeld gezeigt, wo sie in der Erde w├╝hlen, Freundschaften schlie├čen, miteinander kuscheln, sich gegenseitig putzen und sich durch Instinkte und Rituale innerhalb des Familienverbandes sch├╝tzen, aber auch unter den schrecklichen Bedingungen der Massentierhaltung. Die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums auf unsere Umwelt, die Regenw├Ąlder und bedrohte Arten werden aufgezeigt.

Dieses informative und bewegende Buch ist nicht nur eine unterhaltsame Lekt├╝re, sondern dient auch als Inspiration f├╝r Eltern und Kinder, ├╝ber ein immer wichtiger werdendes Thema zu sprechen.

Ostertipp: Ute Krause, Dorothy Palanza: Helma legt los

Autor: VickyBT | Datum:
[Nachtrag angef├╝gt - Mod]

Ich fand's witzig, und obwohl das Buch wohl auf einem Bauernhof spielt, fehlen typische Farmelemente fast v├Âllig. Man kann das Zusammenleben hier gut als lustige WG begreifen/erkl├Ąren.
Meiner Tochter gefiel es mit 2 Jahren schon total gut, wohl wegen der sch├Ânen Zeichnungen.

... also in dem Buch legt eine Henne unheimlich viele Eier - ein ├Ąteres Kind k├Ânnte schon mal nachfragen, warum, und was mit den ganzen H├╝hnerbabies passiert - f├╝r ein Kleinkind finde ich es aber okay, weil ich bezweifle, dass diese gedankliche Leistung schon erbracht wird.
F├Ąnd ich aber jetzt auch nicht schlimm, wenn der Beitrag als ganzes gel├Âscht w├╝rde - mein Anspruch an Kinderb├╝cher ist vielleicht nicht so streng.

Re: Ostertipp: Ute Krause, Dorothy Palanza: Helma legt los

Autor: martin | Datum:
Mir scheint es laut dieser und anderer Beschreibungen ungeeignet, da wir "ethisch vertretbare" Kinderb├╝cher suchen, d.h. solche, wo der Konsum von Tierprodukten nicht gutgehie├čen wird. In diesem Buch wird es so darstellt, als seien H├╝hner "dazu da" Eier zu legen, damit sie andere (tendenziell Menschen) konsumieren k├Ânnen, daher w├╝rde ich es nicht als ethisch vertretbar bezeichnen.

Re: Ostertipp: Chicken run - Zeichentrickfilm

Autor: Trolli | Datum:
Hallo,
ist zwar kein Buch, sondern ein Zeichentrickfilm, aber ich finde den Film eine gute Alternative zur Bauernhof-"Idylle".
In dem Film m├╝ssen Hennen in einer Art Bodenhaltung im Akkord Eier legen. Sie sind in keiner Legebatterie, k├Ânnen sich "frei" bewegen, sind aber trotzdem nicht "gl├╝cklich". Ihr Zuhause ist ein Gefangenen- und Arbeitslager. Wer sein Pensum nicht schafft, kommt "weg",wird ermordet.
Das freiheitsliebende Huhn Ginger will fliehen, und ihre Mithennen retten. Zuf├Ąllig landet ein Hahn im Gefangenenlager, macht falsche Hoffnungen. Die Zeit zur Befreiung der Hennen wird knapp, als auf dem Bauernhof eine Maschine zur Zubereitung von H├╝hnerpasteten in Betrieb genommen werden soll.
Die Geschichte endet mit einem Happy End. Man kann den Kindern gut erkl├Ąren, dass es im wahren Leben nur ein einziges Happy End gibt: Vegane Ern├Ąhrung und strikte Ablehnung der zynischen Bauernhof-Idylle, weil die Tiere eben KEINE Chance haben, zu fliehen, und nach Ausbeutung sofort ermordet werden.

Trolli

Josef Schaf will auch einen Menschen

Autor: K | Datum:
Hallo zusammen,

wir sind zuf├Ąllig auf das Buch "Josef Schaf will auch einen Menschen" gesto├čen. Das Buch ist kein Tierrechtsbuch und auch nicht 100%ig politisch korrekt (Eskimo statt Inuit). Dar├╝ber hinweggesehen und dies beim Vorlesen entsprechend kommentiert bietet es Kindern aber m.E. die M├Âglichkeit sich in gefangene Tiere hineinzuversetzen.



"Du wei├čt doch, dass Papa und ich nichts von Hausmenschen halten. Es ist Menschenqu├Ąlerei!"

"Am n├Ąchsten Morgen ist in der Schule Kuschelmenschtag ... Cara Kalb hat einen K├Ąfig mit einem echten schwarzen Menschen dabei und Sharon Schwein hat eine Chinesin ..."

"Und dann kriegt Josef zum Geburtstag doch einen Menschen!"



Das Ende ist dann wie eigentlich das ganze Buch doppeldeutig. Der zuvor weggelaufene Mensch wird wieder eingefangen und schl├Ąft neben Josef, festgebunden an einer Leine.

Viele Gr├╝├če
Kurt

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Leseratte | Datum:
Hallo,

ich wei├č nicht, ob es im Verlauf dieses Threads schon erw├Ąhnt worden ist:

"Emmelie und Lisa-Marie" von Meena Ma.

Viele Gr├╝├če

F├Ârderung von Wahnvorstellungen

Autor: Kr├╝mel | Datum:
Das d├╝rfte wohl eher ungeeignet sein.

Zitat: Produktbeschreibung zu "Emmelie und Lisa-Marie"

Kurzbeschreibung

Meena Mas gro├čes Anliegen ist es, nicht nur den Menschen in selbstloser Liebe zu dienen. Mit diesem Buch ruft Meena Ma alle Kinder auf, auch den Tieren, die wie wir Menschen beseelt sind, in Liebe und Achtung zu begegnen und ihr Leben zu sch├╝tzen!

Beschreibung
Gott schrieb durch Meena Ma dieses spirituelle Kinderbuch, das die Herzen tief ber├╝hren wird. Meena Mas gro├čes Anliegen ist es, nicht nur den Menschen in selbstloser Liebe zu dienen. Mit diesem Buch ruft Meena Ma alle Menschenkinder auf, auch den Tieren, die wie wir Menschen beseelt sind, in Liebe und Achtung zu begegnen und ihr Leben zu sch├╝tzen! Wir werden Teil von der Schwalbe Emmelie und dem K├Ąlbchen Lisa-Marie. Wir tauchen ein in ihre Sicht uns Menschen gegen├╝ber, erfahren durch sie Antworten ├╝ber Gottes Sch├Âpfung und teilen mit ihnen Freud und Leid, Liebe und Angenommensein.
Autorenportr├Ąt zu "Meena Ma"

Meena Ma, geboren 1946 in Frankfurt am Main als Tochter eines evangelischen Pfarrers, darf von klein auf durch den gro├čelterlichen katholischen Einfluss eine ├Âkumenische Erziehung genie├čen und f├╝hlt sich in beiden Kirchen zu Hause.
http://www.buecher.de/shop/ab-6-jahren/emmelie-und-lisa-marie/ma-meena/products_products/detail/prod_id/14222664/

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: kea | Datum:
Hallo,

ich mache die Kinderb├╝cher selber. Ich lade mir Fotos aus dem Internet runter zb bei Soylent-network.com, oder mache sie selber. Von gefangenen Tieren, im Zoo oder auf der Weide. Daraus erstelle ich Fotob├╝cher, schreibe Texte nach meinen Vorstellungen dazu und lasse die B├╝cher anfertigen. Gibts ├╝berall bei dm, Ihr Platz etc
und schon muss ich mich nicht ├╝ber die bescheuerte vorgegaukelte heile Welt auf dem Bauernhof ├Ąrgern :-D

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Achim St├Â├čer | Datum:
> selber. Von gefangenen Tieren, im Zoo oder auf der Weide.
> Daraus erstelle ich Fotob├╝cher, schreibe Texte nach meinen
> Vorstellungen dazu und lasse die B├╝cher anfertigen. Gibts

Klingt ja sehr kindgerecht *augenroll*.

> ├╝berall bei dm, Ihr Platz etc

Äh ... die dürften wohl kaum vegan und damit alles andere als ethisch vertretbar sein.

Achim

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: kea | Datum:
ach der herr st├Â├čer :-)

jeder veganer kennt sie ja mittlerweile :-)

mit ihnen kann ja eh keiner mithalten, von daher versuche ich es erst gar nicht.

nur ein satz:

jeder macht das was f├╝r ihn m├Âglich ist oder was er f├╝r m├Âglich h├Ąlt gell? :-)

Irgendwie und Anders

Autor: Nicole J | Datum:

Autor: weder im Buch noch auf Amazon hinterlegt.

Hier geht es um die einmalige Sonderausgabe "Spannende Abenteuer mit Irgendwie und Anders", welche 2 Geschichten enth├Ąlt, die eine mit dem Titel "Sauber", die andere mit dem Titel "Vielen Dank f├╝r die Blume".


Die Geschichten geh├Âren scheinbar (die selben Protagonisten, der gleiche Titel) zur Kindergeschichtenreihe "Irgendwie anders" von Kathryn Cave und Chris Riddell, ├ťbersetzung von Salah Naoura. Die Serie besch├Ąftigt sich damit, Kindern Toleranz gegen├╝ber "Fremden" oder optisch nicht gesellschaftskonformen Personen zu beizubringen, Sozialkompetenz im Besonderen in Bezug auf Freundschaft, gegenseitigen Respekt, Aufmerksamkeit bei (zwischenmenschlichen) Beziehungen zu vermitteln. Hierzu werden Phantasiefiguren als Protagonisten verwendet und die Nebendarsteller sind allesamt "vermenschlichte nichtmenschliche Tiere", zB die Inhaber des Tante-Emma-Ladens von Irgends (das Dorf in dem alle leben), ein Hasenpaar welches Kleid und Brille bzw einen Anzug tr├Ągt.


Die Geschichte "Sauber":

Irgendwie kocht f├╝r sich und seinen Freund und Mitbewohner Anders einen Eintopf. Der Topf "explodiert" und die Suppe verteilt sich in der ganzen Wohnung. Beim Versuch die Suppe aufzuwischen stellen sie fest, dass es sich bei dem zuf├Ąllig zusammengemixten Gebr├Ąu um einen Superreiniger handelt. Irgendwie ist begeistert von seiner Erfindung und vertreibt den Reiniger auf dem Dorfplatz von Irgends an alle Bewohner. Diese nehmen anschlie├čend eine Grundreinigung vor. Das ganze Dorf ist blitz und blank poliert. Inzwischen streiten sich Irgendwie und Anders, weil Anders eigentlich der kreative Kopf der Beiden ist und seine Konstruktion, ein Megaturbosaugbesen keine Abnehmer findet. Auch die Ladenbesitzer Achtsam und Eifrig halten nichts von der hygienischen Sauberkeit, da sie keine Putzger├Ąte mehr verkaufen. Kurzum wird der Megaturbosaugbesen in eine Dreckschleuder umgebaut und durch einen Schlauch mit der ├Ârtlichen M├╝llhalde verbunden. Eine Mischung aus Schlamm und Abfall wird ├╝ber dem Dorf verspr├╝ht, woraufhin sowohl der Superreiniger als auch die Putzger├Ąte wieder K├Ąufer finden. Irgendwie und Anders legen ihren Streit bei und arbeiten von nun an mit ihren beiden Erfindungen Hand in Hand.

Anmerkungen:

- auf Seite 10 habe ich das Wort "verschweinigelt" durch "voller Suppe" ersetzt.
- auf Seite 16 habe ich "der schlitzohrige Fuchs" in "ein Fuchs" ge├Ąndert.
- auf Seite 22 habe ich "spatz" hinter "Dreck" geschw├Ąrzt, ebenso auf Seite 24.




Die Geschichte "Vielen Dank f├╝r die Blume":

Irgendwie hat Geburtstag, Anders hat's vergessen. Im Tante-Emma-Laden muss schnell ein Geschenk besorgt werden, Anders entscheidet sich f├╝r eine kleine, sprechende Topfpflanze, die gelegentlich "Mamaaaaa" winselt und sehr kuschelbed├╝rftig ist. Irgendwie freut sich ├╝ber das besondere Geschenk. Doch bereits am n├Ąchsten Tag m├╝ssen die Freunde feststellen, dass sie die Pflanzenhaltung untersch├Ątzt haben. "Pfl├Ąnzchen" ist inzwischen bis zur Zimmerdecke gewachsen, nachdem es den halben Hausstand gegessen hat. Mittlerweile klingt auch das nun gebr├╝llte "Mamaaaa" nicht mehr sehr charmant. Irgendwie und Anders fl├╝chten aus dem Haus und beraten mit Nachbarn, was zu tun ist. Der Pflanzenexperte Nix schl├Ągt nach der Lekt├╝re eines Lexikons vor, die Pflanze zu ihrem Heimatort zur├╝ckzubringen. Die Freunde schnallen "Pfl├Ąnzchen" auf einen M├Âbelroller und bringen es auf einer 3-t├Ągigen Reise in einen Urwald. Dort finden sich Viele der selben Art und die ehemalige Haustopfpflanze wird freudig unter ihresgleichen aufgenommen. Wieder zuhause ziehen Irgendwie und Anders das Fazit, dass es eine anspruchsvolle Aufgabe ist, sich um ein anderes Lebewesen zu k├╝mmern und wollen in Zukunft davon absehen, sie haben ja einander.

Anmerkungen:

- auf Seite 38 habe ich das "f" vor dem Wort "a├č" geschw├Ąrzt.
- auf Seite 40 habe ich das "f" in dem Wort "aufzuessen" gestrichen und zwischen "rannten" und "aus dem Haus" die Worte "wie vom wilden Affen gebissen"
- auf Seite 50 habe ich das Wort "Futter" gestrichen
Am Ende fehlt mE auch noch der Verweis darauf, dass jedes Lebewesen in Freiheit und unter seines Gleichen am Besten aufgehoben ist, diesen Schluss h├Ątte man auch aus der Erz├Ąhlung heraus sinnvoll mit einflie├čen lassen k├Ânnen.



Die Illustrationen sind liebevoll gestaltet.
Meiner Meinung nach ist das Buch f├╝r junge Menschen im sp├Ąteren Vorschulalter geeignet (fr├╝her nicht, da es aufgrund der L├Ąnge schon eine gewisse Geduld erfordert).
Das erste Mal Vorlesen gestaltet sich ziemlich schwierig und d├╝rfte meist ziemlich holprig klingen, schlicht weil die Protagonisten und s├Ąmtliche Nebendarsteller Namen tragen, welche man sonst im t├Ąglichen Sprachgebrauch nicht selten und mit einer jeweils eigenen Bedeutung verwendet. Das gibt sich aber mit der Zeit.

Die Teddyb├Ąren und die Geburtstags├╝berraschung

Autor: Nicole J | Datum:


Eine s├╝├če, kurze Geschichte f├╝r die Allerkleinsten mit drolligen Bildern ohne speziesistische oder sonstwie diskriminierende W├Ârter. Bei den Teddyb├Ąren handelt es sich um eine Kinderbuchreihe, welche insgesamt 4 B├╝cher umfasst.


Zur Geschichte:

Teddy Ted hat Geburtstag und freut sich auf die Gl├╝ckw├╝nsche und Geschenke seiner Freunde. Diese scheinen seinen Ehrentag jedoch vergessen zu haben, was ihn traurig in den Mittagsschlaf fallen l├Ąsst. Doch als er wieder aufwacht stellt er fest, dass alle seine Freunde eine ├ťberraschungsparty f├╝r ihn organisiert haben.


Meine Altersempfehlung: f├╝r Kleine im Alter zwischen 1,5 und 3 Jahren
Herausgeber: Tormont Publications
zu bestellen bei Amazon

Die Teddyb├Ąren und die Tanzstunde

Autor: Nicole J | Datum:

Eine s├╝├če, kurze Geschichte f├╝r die Allerkleinsten mit drolligen Bildern ohne speziesistische oder sonstwie diskriminierende W├Ârter. Bei den Teddyb├Ąren handelt es sich um eine Kinderbuchreihe, welche insgesamt 4 B├╝cher umfasst.


Zur Geschichte:

Bubu besucht seinen Freund Teddy Ted und entdeckt ihn bei Tanz├╝bungen. Er schl├Ągt vor, einen entsprechenden Lehrer aufzusuchen. Dieser weigert sich angesichts des mangelnden Talents, Teddy Ted zu unterrichten. Freund Samba fordert ihn auf, sich nach dem Rythmus seines Banjos zu bewegen. Das gelingt und am Abend ist Teddy Ted ein guter T├Ąnzer.


Meine Altersempfehlung: f├╝r Kleine im Alter zwischen 1,5 und 3 Jahren.
Herausgeber: Tormont Publications
Zu bestellen bei Amazon.

Liebe Sonne, lass dich sehn

Autor: Nicole J | Datum:

Ein Gedichtbuch f├╝r junge Menschen, zusammengefasst und mit Illustrationen von Rita Bellmann.


Auf 4 Doppelseiten werden dreht es sich in Gedichten und Zeichungen um die Jahreszeiten.

F├╝r den Fr├╝hling steht das Gedicht "Der Storch" von Heinrich Hoffmann von Fallersleben:
Zitat: Habt ihr noch nicht vernommen?
Am Dache sitzt er schon!
Der Storch ist heimgekommen;
h├Ârt doch den frohen Ton!
Klapper diklapp, klapper diklapp,
klapper nur, klapper du
immerzu!


Es folgt f├╝r den Sommer der Volksreim "Im Sommer":
Zitat: Im Sommer, im Sommer,
da ist die sch├Ânste Zeit.
Da singen und springen
die Kinder weit und breit.
Das H├╝pfen, das H├╝pfen,
das muss an verstehn:
Da muss man, da muss man
sich dreimal umdrehn.


Danach der Herbst mit "Birnenernte" von Werner Reinicke:
Zitat: Vater hat am Baum ger├╝ttelt,
hat die Birnen abgesch├╝ttelt.
Hab sie alle aufgelesen.
Hundert St├╝ck sind es gewesen.
Hundert ess ich nicht alleine.
Jedem Kinde geb ich eine.


Und zum Schluss f├╝r den Winter: "Der Schneemann auf der Stra├če" von Robert Reinick:
Zitat: Der Schneemann auf der Stra├če
tr├Ągt einen wei├čen Rock,
hat eine rote Nase
und einen dicken Stock.

Er r├╝hrt sich nicht vom Flecke,
auch wenn es st├╝rmt und schneit.
Stumm steht er an der Ecke
zur kalten Winterszeit.

Doch tropft es von den D├Ąchern
im ersten Sonnenschein,
da f├Ąngt er an zu laufen,
und niemand holt ihn ein.



Die Altersempfehlung f├Ąllt mir hierbei schwer, deshalb hab ich die Gedichte abgetippt. Meine 3-j├Ąhrige h├Ârt sie gerne, allerdings ist sie an solch eine Sprache durch ihr t├Ągliches Gute-Nacht-Lied gewohnt (wir singen jeden Abend 3 ausgew├Ąhlte Strophen aus dem Lied "Die Gedanken sind frei").

Herausgegeben wurde das Buch im Karl-Nitzsche Verlag.
Zu bestellen ist es ├╝ber Amazon.

Dora the explorer

Autor: Nicole J | Datum:
Dora the explorer ist eine aus den USA kommende Kinderfernsehserie f├╝r junge Menschen im Alter zwischen 2 und 4 Jahren.

Stars der Serie sind Dora, ein 8-j├Ąhriges Menschenm├Ądchen und Boots, ein 5-j├Ąhriger Affenjunge. Die beiden brechen in jeder Folge zu einem Abenteuer auf bei dem sie meist mit Hilfe von "Backpack" dem Rucksack, der allerlei Hilfsmittel enth├Ąlt und "Map" der Karte, die ihnen den Weg weist, irgendjemanden (der verloren gegangen ist) nach Hause bringen oder sonstwie helfen. In der Serie stehen lernen (von Zahlen, erstes Rechnen und englische Vokabeln) und Vermittlung von Sozialkompetenzen (einander helfen, jemandem deutlich machen was man nicht will) im Vordergrund. Durch direkte Ansprache wird der kleine Zuschauer immer wieder zum mitmachen (singen, tanzen, sprechen oder ├ähnliches) animiert. Ihm wird auch zum Nachsprechen oder f├╝r's Fragen beantworten ausreichend Zeit gelassen. Durch h├Ąufiges Wiederholen, beispielsweise der Vokabeln, pr├Ągen sich die Kleinen das Erlernte gut ein.

Es gibt ethisch vertretbare Folgen und es gibt wiederum einige zu beanstandende (haupts├Ąchlich aus antispeziesistischer Sicht), beispielsweise Folgen in denen geangelt oder geritten wird. Ich werde in den Anh├Ąngen die Folgen, welche aus meiner Sicht in Ordnung sind benennen und zusammenfassen, dar├╝ber hinaus 3 kleine B├╝cher vorstellen.

Meine Tochter sieht die Serie je nach Lust und Laune auf Deutsch (wobei sie englische Vokabeln ├╝ben kann) oder auch mal auf Englisch (wobei sie spanische Vokabeln lernt).

Es gibt ├╝brigens praktisch alles von Dora zu erwerben, was das konsumorientierte Kleinkindherz h├Âher schlagen l├Ąsst: von DVD-Boxen (jede Folge dauert ca 20min) und Computerspielen ├╝ber B├╝cher und Malhefte bis hin zu Regenschirmen, Klamotten, Schmuck, Stoffpuppen und Rucks├Ącken.

DVD Die Stadt des verlorenen Spielzeugs

Autor: Nicole J | Datum:

Folge 1, Das verschwundene Spielzeug

Dora hat ihren Teddyb├Ąren verloren, Tico seinen Autoschl├╝ssel, Swyper einen Handschuh und einige andere Freunde vermissen auch etwas Pers├Ânliches. Dora und Boots machen sich auf den Weg in die verschwundene Stadt um alle verlorenen Spielsachen und Sch├Ątze zu finden. Sie brauchen die Hilfe des Zuschauers um durch die Zahlen-Pyramide und den verdrehten Dschungel "Lost City" zu erreichen.


Folge 2, Der verschwundene B├Ąr

Boots liebt sein neues Spielzeug, den Teddyb├Ąren Quietschi.
(Ja er quietscht, wenn man ihn dr├╝ckt, ich musste grade einen ganzen Flohmarkt durchsuchen um sowas zu finden, schlussendlich musste ich eine sehr laut singende, tanzende und quietschende Ente mitnehmen.)
Quietschi flutscht Boots aus den H├Ąnden und f├Ąllt in einen Fluss. Der Stoffb├Ąr wird abgetrieben. Dora und Boots finden ihn mit Hilfe von Map, der Karte am Sirup-Geysir.


Folge 3, Auf Beerensuche

Dora und Boots sind auf der Suche nach saftigen Blaubeeren und sie ben├Âtigen die Hilfe des Zuschauers um zum Blaubeerh├╝gel (dem Zuhause von Swyper dem Fuchs) zu gelangen. Dort angekommen m├╝ssen sie vor einem gro├čen B├Ąren fl├╝chten, der ihnen gerne die Beeren abnehmen w├╝rde (jeder isst gerne s├╝├če Blaubeeren).


Folge 4, Kuhflug und Klebeband:

Benny der Stier braucht ganz dringend Klebeband weil sein Hei├čluftballon Luft verliert und genau auf den Krokodilsee zusteuert. Dora und Boots versuchen zu ihm zu kommen um den Ballon zu reparieren.

DVD Superbabys Traum-Abenteuer

Autor: Nicole J | Datum:

Folge 1, Superbabys Abenteuer

Dora erz├Ąhlt den Zwillingen (ihrem kleinen Bruder und ihrer kleinen Schwester) vor dem Mittagschlaf eine Geschichte, in der die Superbabys mit Hilfe des kleinen Zuschauers der Traumfee dabei helfen sch├Âne Tr├Ąume an alle Kinder zu verteilen.


Folge 2, Dora hilft dem Geburtstags-Wizzle

Das Geburtstags-Wizzle (eine drollige, gelbe und wuschelige Phantasiegestalt) hat seinen Wunschzauberstab verloren. Dora und Boots bringen ihn zur├╝ck, damit jeder im Wizzle-Land seine Geburtstagsgeschenke wieder bekommt.


Folge 3, Der Schatz des Piratenaffen

Die Crew von K├Ąpt'n Schwartes (bedenklicher Name) hat Bauchschmerzen und ist deshalb nicht f├╝r die gro├če Schatzsuche bereit. Dora, Boots und ein kleines Schweinem├Ądchen springen ein. Gemeinsam mit dem Zuschauer kann der Schatz des Piratenaffen geborgen werden.


Folge 4, Sperrm├╝lltag

In dieser Folge spielen Dora, Boots und Benny mit Gegenst├Ąnden, die sie auf einem Sperrm├╝llhaufen finden und verwenden hierf├╝r viel Phantasie. Klingt erstmal p├Ądagogisch wertvoll, ist es aber dann, zumindest f├╝r die 10 Sekunden in denen die Freunde auf einem Besen reiten der sich dann in ein Pferd verwandelt, nicht. Entweder man ignoriert diese Folge oder man spult an entsprechender Stelle vor, denn klar ist: hier wird suggeriert, dass es w├╝nschenswert ist auf einem Pferd zu sitzen, bzw ein Pferd zu reiten.

Dora Taschenb├╝cher 1-4

Autor: Nicole J | Datum:
Im Set erh├Ąltlich, wobei ich vorweg nehmen muss, dass ich eines der B├╝chlein direkt entsorgt habe nachdem ich auf der ersten Seite im Klassenzimmer einen Hamster im K├Ąfig (ganz klassisch mit R├Ądchen zum Austoben) gesichtet habe, das Heft tr├Ągt den Titel "Die Schule geht los".

├ťbrigens wird das Set als Taschenbuchset bezeichnet (z.B. bei Amazon), es handelt sich dabei jedoch mehr um d├╝nne Hefte, kleiner als DinA 5. Tut der Freude f├╝r einen kleinen Dora-Fan jedoch keinen Abbruch, man sollte nur als Eltern eben keine "zu gro├čen" Erwartungen haben.

Alle Hefte sind originalgetreu gezeichnet / gestaltet, also exakt an der Nickelodeon Serie orientiert und auch die Animation zum Mitmachen fehlt nicht, f├Ąllt allerdings recht knapp aus. Jedes der Hefte umfasst 14-15 Text- und Bildseiten.

Auf der jeweils ersten Seite kann man den Namen des Besitzers eintragen, hier steht "Dieses Mini-Buch geh├Ârt ....".



Heft 1, Gro├če Schwester Dora

Dora und Boots m├╝ssen schnell nach Hause zu Dora, weil ihre Mommy ein Baby bekommt. Dank Map finden sie den schnellsten Weg: durch den Gruselwald, an Benny vorbei und durch den Nusswald. Zuhause angekommen gibt es eine gro├če ├ťberraschung...Dora's Mommy hat Zwillinge bekommen, nun hat Dora eine kleine Schwester und einen kleinen Bruder.

Anmerkungen:
- auf der 4. beschrifteten Seite habe ich "freundlichen" vor Frosch gestrichen, denn es suggeriert, dass die anderen Tiere (das Krokodil und die Schlange) nicht freundlich sind. (Das mit dem "Gruselwald" ...Mama warum hei├čt das so/ was ist gruseln...kann man auf die Dunkelheit schieben)
- auf der 5. Seite habe ich "huckepack reiten" in "huckepack nehmen" ge├Ąndert



Heft 2, Das tolle Geschenk

Dora's Kusine Daisy veranstaltet zu ihrem 15. Geburtstag eine gro├če Party. Dora und Boots machen sich auf den Weg zu ihr, um ihr eine Krone und h├╝bsche Schuhe zu bringen. Map, die Karte weist den beiden den Weg an der Scheune vorbei, wo sie eine Denkaufgabe l├Âsen m├╝ssen und durch den Regenwald. Nachdem sie es mithilfe von Backpack geschafft haben, trocken durch den Wald zu gelangen begegnen Dora und Boots Daisy's Bruder Diego, der sie weiter zu seiner Schwester begleitet. Zum Schluss wid auf dem Fest getanzt und gefeiert.

Anmerkungen:
- auf der 4. Textseite habe ich "hinterh├Ąltigen" vor Fuchs Swyper gestrichen
Von Dora's Kusin Diego gibt es ├╝brigens eine Spinn Off Serie.



Heft 3, Der kleine Stern

Es ist Abend, Dora und Boots sind im Freien und entdecken den ersten (sichtbaren) Stern am Himmel, direkt neben seinem Freund, dem Mond. Jeden Abend sieht Dora hinauf zu ihm und w├╝nscht sich etwas. Pl├Âtzlch schubst ein Komet den kleinen Stern aus seiner Umlaufbahn und er f├Ąllt hinab auf die Erde. Dora und Boots finden ihn und beschlie├čen ihn wieder "zur├╝ck zu werfen" . Map teilt ihnen mit, dass sie hierf├╝r die Trollbr├╝cke ├╝berqueren, an Ticos Baumhaus vorbei gehen und auf den hohen Berg klettern m├╝ssen. Am Ende ist der kleine Stern wieder am Himmel und alle k├Ânnen ihren Gute-Nacht-Wunsch aussprechen.

Anmerkungen:
- auf der 2. Seite habe ich "k├Ânnen sich die Menschen gar nichts mehr w├╝nschen" in "kann sich niemand mehr etwas w├╝nschen" ge├Ąndert
- auf Seite 8 habe ich "die Menschen" in "alle" abge├Ąndert
Ich sch├Ątze, dass beide Fehler auf einer schlechten (typisch speziesistischen) ├ťbersetzung basieren da in der Fernsehfolge im Englischen (auf Deutsch habe ich sie noch nicht gesehen) die Rede von "allen" die sich etwas w├╝nschen d├╝rfen, ist. Macht auch mehr Sinn aus Sicht des Autors zumal es sich am Ende der Folge fast ausschlie├člich um nichtmenschliche Tiere handelt, die bei ihrem Wunsch gezeigt werden.

DUDEN Zwerge, Alle meine Sinne

Autor: Nicole J | Datum:

Duden Zwerge ist eine vom Duden Verlag in Zusammenarbeit mit Logop├Ąden und Entwicklungspsychologen herausgegebene B├╝cherserie f├╝r die gezielte Sprachf├Ârderung ab dem 1. Lebensjahr.

Mir liegt derzeit nur die Sonderausgabe mit dem Titel "Alle meine Sinne" vor, welche bei DM an K├Ąufer mit Kleinkindern verteilt wird.

Die Bilder sowie die kurzen Texte zu den f├╝nf Sinnen auf den 5 Doppelseiten sind allesamt einfach gehalten und enthalten keine diskriminierenden Elemente.


Ein Textbeispiel:

Doppelseite 5, F├╝hlen
Papa trocknet Emma mit dem weichen Handtuch ab.
Ist das kuschelig!

Max hat sein Geschenk ausgepackt.
Das Papier knistert so sch├Ân in seinen H├Ąnden.


Anmerkungen
Als positiv und fast schon revolution├Ąr empfunden habe ich, dass in diesem B├╝chlein mal ein Papa, jedoch keine Mama vorkommt.
In den meisten Kinderb├╝chern ist es so, dass entgegen dem "Trend" zur Patch-Work-Familie, bzw entgegen der Tatsache, dass es so viele alleinerziehende Elternteile in Deutschland gibt, eine "heile Familienwelt" mit Mama, Papa, Geschwistern und "Haustieren" dargestellt wird. Dar├╝ber hinaus ist es meist so, dass Mama sich um den Haushalt k├╝mmert und Papa mit Anzug zur Arbeit geht. Neben Sexismus und Speziesismus wird den Kindern in solch (vermeintlich?) zerr├╝tteten Verh├Ąltnissen vermittelt, dass sie nicht dazu geh├Âren, dass jemand fehlt, dass ein "Haustier" zu einer Familie geh├Ârt. Vielleicht w├╝rden sich die sgn Scheidungskinder heutzutage l├Ąngst nicht mehr so unwohl und gest├Ârt f├╝hlen, wenn die Gesellschaft endlich auf das was sie ges├Ąt hat angemessen reagiert und aufh├Ârt schon bei den B├╝chern f├╝r die Kleinsten festzulegen wie das Leben eines "normalen Menschen" auszusehen hat.


Die B├╝cherreihe ist in jedem Buchladen erh├Ąltlich oder mindestens zu bestellen, wobei zu vermuten ist, dass mindestens die B├╝cher mit den Titeln "Auf dem Bauernhof", "Ich mag Tiere", "Schau doch mal, die Tiere", "Stimmt das? Verr├╝ckte Tiere", "Mein erster Wortschatz. Beim Einkaufen", mindestens speziesistische Inhalte hat. Potentiell vegan hingegen sind ""Wer f├Ąhrt mit uns mit", "Der schlechteste Ritter der Welt", "Wer kommt denn da?", "Ich spiele", "Ich esse", "Hier kommt Oskar", "Mein erster Wortschatz. Beim Spielen", "Stimmt das? Verr├╝ckte Fahrzeuge", "Oskar geht aufs T├Âpfchen" und "Mein erster Wortschatz. Bei uns zuhause".

Meine neuen Freunde

Autor: Nicole J | Datum:
1991 vom "Pestalozzi-Team" verfasst und herausgegeben im gleichnamigen Verlag, welcher mittlerweile jedoch von den Vemag-Medien geschluckt wurde. Meinen Recherchen nach ist das Buch online nur noch gebraucht ├╝ber Amazon zu bestellen, ich empfehle eine Buchhandlung aufzusuchen und die Profis suchen zu lassen.

F├╝nf Din-A5 gro├če Doppelseiten mit relativ viel Text und netten Bildern von Linda Worrall, die Illustrationen stellen die Erz├Ąhlung gut dar und es gibt viel f├╝r die Kleinen im Alter zwischen 2 und 4 Jahren zu entdecken und zu besprechen.

Ich konnte keine diskrimierenden Inhalte oder Abbildungen entdecken, musste also ausnahmsweise mal nix schw├Ąrzen und umschreiben.


Zur Geschichte:

Thomas (etwa 5 Jahre alt) zieht mit seiner Familie in eine neue Wohnung. Er vermisst seine alte Umgebung und vor allem seine Freunde. Als er im Hinterhof seines neuen Hauses andere Gleichaltrige entdeckt, spricht er diese an um an ihrem Sandkastenspiel teilzunehmen. Einer der Jungs lehnt das herablassend ab. Thomas weint sich daraufhin bei seiner gro├čen Schwester aus. Sein Vater, der das Gespr├Ąch mitbekommen hat, fordert Thomas auf, mit ihm im Hof Fu├čball zu spielen. Die Nachbarskinder lassen ihre Spielsachen liegen und sehen den beiden interessiert zu. Thomas und sein Papa integrieren die Anderen in das Spiel, der Erwachsene zieht sich alsbald zur├╝ck und der Junge ist in seinem neuen Zuhause angekommen.

Alle zusammen

Autor: Nicole J | Datum:

Idee und Konzept von Marjorie Rogers
Bilder von Ann und Michael Ricketts
Text von Edith Jentner

1988 im Brimax Books Verlag, England erschienen
1990 vom Pestalozzi Verlag im deutschsprachigen Raum herausgegeben

Ein Band einer Buchreihe welche Selbstst├Ąndigkeit, Geschicklichkeit und soziales Verhalten bei den Kleinsten im Alter zwischen 1 und 3 Jahren f├Ârdern soll.


Es werden verschiedene Situationen aus dem Alltag eines Kindergartenkindes in wenigen Worten und mit einfachen, aber netten Bildern (mit Ausnahme von einem, auf dem ein Schaukelpferd zu sehen ist) auf 5 kleinen Doppelseiten dargestellt.

Auf der ersten Doppelseite sieht man eine ("klassische Mittelschichts-") Familie (der 90-er Jahre) zuhause, Papa kommt gerade mit kleinen M├Ądchen vom Einkaufen zur├╝ck, Mama schnibbelt zusammen mit einem Jungen Gem├╝se in der K├╝che, au├čerdem sind noch zwei Geschwister auf der Treppe und ein Dalmatinerwelpe abgebildet.
Text: Das ist unser Haus. Hier leben wir miteinander.

Auf den Seiten 3 und 4 sieht man die selbe Familie bei einem Spaziergang auf einem Weg zwischen Wiesen und B├Ąumen.
Text: Wir wandern gern hinaus ins Gr├╝ne - nat├╝rlich alle zusammen.

Auf den Seiten 5 und 6 ist die Familie bei der Gartenarbeit abgebildet.
Text: Wenn die Sonne scheint, arbeiten wir gemeinsam im Garten.

Auf der vierten Doppelseite spielen die Geschwisterkinder gemeinsam mit Anderen auf einem Hof, es sind Schaukeln, ein Kleinkindfahrzeug, ein H├╝pfseil, ein Kletterger├╝st und ein Lenkdrachen mit auf den Bildern.
Text: Es ist sch├Ân, wenn viele Kinder da sind. Am liebsten spielen die Freunde zusammen.

Auf den letzten Seiten sieht man die ├Ąlteren Geschwister mit Freunden im Kindergarten dabei, wie sie zusammen bauen, malen und auf einem Schaukelpferd (!) sitzen.
Text: Im Kindergarten machen wir vieles gemeinsam: malen, bauen, essen, spielen.


Anmerkung:
Ich gehe das Thema nichtmenschliche Schaukeltiere aus verschiedenen ├ťberlegungen heraus mittlerweile so an, dass ich meine Tochter bei jeder sich bietenden Gelegenheit (zB auf Spielpl├Ątzen) darauf hinweise, dass ein lebendiges Pferd / Schwein / usw nicht m├Âchte, dass man auf ihm sitzt, dass es aber bei einer Nachbildung, welche nicht lebt und daher auch nicht f├╝hlt oder einen Willen hat, egal ist. In absehbarer Zeit (wenn sie 4 oder 5 ist) werd ich ihr Weiteres dazu erkl├Ąren, beispielsweise warum diese Nachbildungen ├╝berhaupt existieren woraufhin sie dann vielleicht von sich aus nicht mehr auf ihnen wippen m├Âchte. Zuhause haben wir nat├╝rlich nur eine neutrale Wippe, eine einfache Rote von Ikea.

Lauras Stern, Alles wird wieder gut

Autor: Nicole J | Datum:

Text und Bilder von Klaus Baumgart

Eine Gute-Nacht-Geschichte auf 5 Doppelseiten mit wenig Text und s├╝├čen Bildern, aus der Reihe Lauras Stern.
F├╝r kleine Menschen im Alter zwischen 2 und 4 Jahren.

Besonderheit: mit 7 Ger├Ąuscheffekten welche durch dr├╝cken mit den Utensilien, einem kleinen Fieberthermometer, einer Spritze und einem H├Ąmmerchen ausgel├Âst werden k├Ânnen.


Zur Geschichte:

Das kleine M├Ądchen Laura findet, dass ihre Stofftiere B├Ąr und Hase krank aussehen. Sie liest in einem Buch nach, was zu tun ist, untersucht die Beiden mit einem Fieberthermometer und testet ihre Reflexe mit einem H├Ąmmerchen. Im Anschluss entscheidet sie, dass alle eine Spritze brauchen, um wieder gesund zu werden. Tommy (ein Freund von Laura, der inzwischen auch dabei ist), Hase und B├Ąr haben Angst vor der Spritze, Laura versichert ihnen jedoch, dass es nur kurz pieksen wird und danach alles gut wird. Nach der Spritze geht es allen besser und es ist Schlafenszeit. Laura freut sich darauf, am n├Ąchsten Tag mit ihren nun wieder gesunden Freunden spielen zu k├Ânnen.


Anmerkungen:
Es finden sich keine diskriminierenden Inhalte.
Merkw├╝rdig ist, das Lauras (menschlicher) Freund Tommy auf der Textseite 3 pl├Âtzlich dabei ist, auf den ersten beiden Seiten wird er weder erw├Ąhnt, noch ist er auf den Bildern zu sehen. Das h├Ątte man besser machen k├Ânnen, mindestens h├Ątte Tommy das Zimmer betreten m├╝ssen.

Die geschenkte Freiheit

Autor: Nicole J | Datum:
Text: Katja Kaminski
Illustrationen: Schlunz


Ein Buch welches, laut Nachwort der Autorin, Kindern ein besseres Bewusstsein f├╝r andere Spezies und die Natur vermitteln soll. Es enth├Ąlt 14 Textseiten mit ansprechenden Bildern.



Zur Geschichte:

Milchkuh Lotti erwacht nachts im Stall durch den Lichtstrahl einer Taschenlampe und bemerkt eine vermummte, menschliche Gestalt welche augenscheinlich nicht der ihr bekannte Bauer Heine sein kann. Der schwarz Gekleidete ├Âffnet Lottis Gatter, k├╝sst sie auf die Stirn, fl├╝stert ihr zu, sie sei jetzt frei und geht wieder in die Nacht hinaus. Die anderen Milchk├╝he haben nichts bemerkt und schlafen weiter, w├Ąhrend Lotti ├╝ber ihre Situation nachgr├╝belt.
Erstmal findet sie keinen Grund zu fliehen, schlie├člich erh├Ąlt sie ausreichend Nahrung und ihr pralles Euter wird zweimal t├Ąglich geleert. Dann denkt sie an die schmerzhaften Schwielen an ihren Beinen, die Enge im Stall, an die vielen K├Ąlber die schon geboren und danach weggebracht wurden. Genau wie ihre ├Ąlteren Freundinnen kamen diese nicht zur├╝ck.

Lotti wird immer w├╝tender und entschlie├čt sich zur Flucht. Drau├čen entdeckt sie unweit eine Box, deren Gittert├╝r auch ge├Âffnet wurde. Hier begegnet ihr das Kalb, welches ihr vergangene Woche weggenommen wurde. Nach gro├čer Wiedersehensfreude gehen sie gemeinsam weiter ├╝ber den Hof und stellen fest, dass dort auch andere Tiere gefangengehalten wurden, die T├╝ren zu den St├Ąllen jedoch ebenfalls alle ge├Âffnet worden sind. 2 Kaninchen, 1 Schwein und 3 H├╝hner schlie├čen sich den K├╝hen an und alle zusammen verlassen kurz vor Morgengrauen den Bauernhof.

Auf der Suche nach Freiheit und Gl├╝ck laufen sie weit weg. Die Fl├╝chtenden machen zwischendurch lediglich Pausen um ihren Hunger zu stillen und erz├Ąhlen sich dabei, was sie auf dem Hof Bauer Heines erleben und sehen mussten. Durch die zwei Kaninchen, welche von ihrem Gef├Ąngnis aus vieles mitbekommen haben erfahren sie, dass alle (nm) Tiere ├╝ber kurz oder lang auf einen gro├čen Anh├Ąnger geladen und weggebracht wurden um geschlachtet zu werden.

Nach einem weiteren Aufenthalt an einem Bach gelangen sie an einen Hof. Die Freunde entscheiden sich, ihn zu betreten um weitere Tiere auf die Suche nach dem Gl├╝ck mitzunehmen. Sie n├Ąhern sich dem Bauernhaus und bemerken viele andere Tiere, jedoch keine Z├Ąune. Am Haus angekommen werden sie von einem Hund und einem Menschen namens Lea begr├╝├čt. Lea freut sich ├╝ber den Besuch und fordert die Freunde auf, zu berichten woher sie kommen und wohin sie gehen. Lotti, ihre Tochter, das Schwein, die Kaninchen und die H├╝hner erz├Ąhlen ihre Geschichte und fragen Lea ob sie wisse, in welche Richtung sie auf der Suche nach der Freiheit laufen m├╝ssen. Die junge Frau erz├Ąhlt der Gruppe erstmal von ihrem Hof, auf dem sie Freunden, welche ├ähnliches durchlebt haben wie die Tiere des Hofs von Bauer Heine ein zuhause in Frieden, Freundschaft und Liebe bietet und erkl├Ąrt, die Gruppe sei an ihrem Ziel angekommen, woraufhin alle k├╝nftig in Freiheit miteinander leben k├Ânnen.



Kritik:

Das von einer Tierrechtlerin verfasste Buch enth├Ąlt ├╝berraschender Weise speziesistische Formulierungen und dar├╝ber hinaus leider einige Ungereimtheiten.


Speziesistisch:

- Zum Titel "Die geschenkte Freiheit":
Ich empfinde das Wort "geschenkt" in diesem Zusammmenhang ├Ąhnlich wie das Wort "Gnade" in Gnadenhof mit seiner Bedeutung. Es sollte nicht als Geschenk bezeichnet werden, ein nichtmenschliches Tier aus der Gefangenschaft zu befreien ebenso wenig wie man es als Gnade bezeichnen darf, wenn man einem ehemaligen sgn Nutztier den Lebensabend erm├Âglicht indem man sie/ihn mit Nahrung versorgt und vor weiterer Ausbeutung sch├╝tzt. Was richtig ist, ist kein Gutd├╝nken.

- Auf Seite 1 der Erz├Ąhlung verwendet die Protagonistin, Kuh Lotti, den Begriff "Futter" f├╝r ihre Nahrung.

- Auf Seite 9 reiten 2 H├╝hner auf Lottis R├╝cken, 1 Huhn auf dem R├╝cken des Schweins.


Ungereimtheiten:

- Das ganze in Menschensprache zu reden und diese zu verstehen seitens der nichtmenschlichen Tiere irritiert an manchen Stellen, da es nicht logisch und schl├╝ssig "durchgezogen" wird, wie sich beispielsweise auf Seite 6 und 7 lesen l├Ąsst, wo Kuh Lotti zur Verst├Ąndigung "muht", die Kaninchen etwas sagen, Lotti danach fl├╝stert und die Schweine grunzen, auf der vorletzten Seite l├Ąsst sich Mensch Lea von den nm Tieren alles erz├Ąhlen.

- Auf Seite 3 finden sich leider gleich mehrere Unschl├╝ssigkeiten:
* "fernab der Stadt" befindet sich Lotti, fraglich ist, woher sie das wei├č, auf S.6 sieht sie (was auch logisch ist) zum ersten Mal "wie und wo sie eigentlich gelebt hatte".
* "der nette Bauer" (der sie auf Seite 2 "nicht gerade zimperlich anfasst") leert freundlicher Weise regelm├Ą├čig ihr Euter (damit sie nicht platzt?)
* "War Lotti oder eine ihrer Freundinnen krank, rief der Bauer den Tierarzt, der sie wieder gesund machte. Eigentlich passte doch alles auf dem Hofe des Bauern..."
die Darstellung der als angenehm empfundenen und nach Krankheit Besserung versprechenden, also insgesamt als positiv wahrgenommenen Besuche des Tierarztes hinkt, weil anzunehmen ist, dass nichtmenschliches Tier idR aufgrund der dazwischen liegenden Zeitspanne keinerlei Verbindung ziehen wird zwischen Erkrankung/Besuch des TA und anschlie├čender Genesung, somit die meist mit Gewalt einhergehende Behandlung des TAs vermutlich eben genauso darauf reduziert erlebt.

- Auch auf Seite 4 findet sich manches, dass nicht passt:
* Wenn die anderen K├╝he ihre Freundinnen waren (Seite 1 und Seite 8), "wundert" sich Lotti sicher nicht zum 1. Mal ("auf einmal") dar├╝ber, dass diese nicht zur├╝ckkommen.
* Lotti spricht von "ihre(n) K├Ąlbchen", das ist als w├╝rde ich sagen "mein kleiner Mensch" wenn ich ├╝ber meine Tochter spreche, ich bezeichne und empfinde sie aber als mein Baby/mein Kind.
* Vor einer Woche wurde Lotti das Baby entrissen... und am Anfang der Erz├Ąhlung geht es ihr soweit eigentlich ganz gut?
* Die Zeichnung hierzu l├Ąsst auch zu w├╝nschen ├╝brig, das Baby (Lottis Baby) wirkt (entgegen der Formulierung im Text "... wurde kl├Ąglich muhend weggef├╝hrt") als w├╝rde es freiwillig mitgehen.

- Zur 5. Seite:
Lotti: "Nie hatte sie sich solche Gedanken ├╝ber ihren netten Bauern ... gemacht", der ihr regelm├Ą├čig ihre Kinder entrei├čt und entf├╝hrt, ihre Freundinnen fort- und nicht zur├╝ckbringt, ihr Euter brutal entleert und sie einsperrt...?

- Auf Seite 9 erz├Ąhlen sich die nm Tiere von ihrer Sehnsucht, w├Ąhrend ihrer Gefangenschaft nach dem frischen Gras auf den Weiden ├╝ber deren Existenz sie auf Seite 8 noch staunten.

- Seite 12:
Die nm Tiere sehen einen Hof (mit H├Âfen d├╝rften sie sp├Ątestens nach ihrem Erlebnisaustausch auf Seite 10 nichts Positives verbinden) wollen aber unbedingt (am hellichten Tag) dorthin.

- Seite 13:
Lotti bemerkt eine Taube: "Lotti war sich sicher, das sei die Friedenstaube. ├ťber sie hatte sie schon einmal etwas geh├Ârt." Fraglich ist, wo und von wem sie w├Ąhrend ihrer Gefangenschaft etwas ├╝ber Symbolik erfahren hat.


Anmerkungen:

Das Buch ist Menschenkindern gewidmet, die den Tieren in Freundschaft und Respekt begegnen... ich denke (und vermittel dies auch meiner Tochter), dass Respekt ausreicht, man muss und kann nunmal nicht jeden m├Âgen, seine Individualit├Ąt und das Recht physische und psychische Unversehrtheit zu respektieren reicht zumindest f├╝r's erste.

[Formatierung korrigiert, Gr├Â├čerzeichen sind als Spiegelstriche ungeeignet, da sie f├╝r Zitatformatierung reserviert sind - Mod]

Die Lieblingsb├╝cher unserer Kinder

Autor: Sebastian Antispe | Datum:
Hier mal ein paar B├╝cher, die unsere Kinder recht gerne lesen/vorgelesen bekommen:

http://www.amazon.de/bitte-geht%C2%92s-fragte-kleine-Ferkel/dp/3865690300/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1338902508&sr=8-1

Geschichte ├╝ber einen Igel und ein Ferkel, die Gott suchen und dabei merken, wie durchgeknallt die Religionen sind. Empfehlenswert.

http://www.amazon.de/Susi-Neunmalklug-erkl%C3%A4rt-die-Evolution/dp/386569053X/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1338902508&sr=8-3

Geschichte ├╝ber ein M├Ądchen, dass ihren Religionslehrer mit der Entstehungsgeschichte der Welt blo├č stellt. Empfehlenswert.

http://www.amazon.de/Der-Anti-Struwwelpeter-Geschichten-knallige/dp/3257007175/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1338902642&sr=1-1

Anti-Autorit├Ąre Umkehrung des Struwwelpeter-Originals. Gr├Â├čtenteils empfehlenswert. Alles in allem sehr anti-rassistisch, anti-autorit├Ąr, aber stellenweise auch durchaus speziesistisch gepr├Ągt (Fliegen werden die Fl├╝gel ausgerissen, etc.)

http://www.amazon.de/Josef-Schaf-will-einen-Menschen/dp/3789163392/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1338902758&sr=1-1

Eine Geschichte ├╝ber ein Schafkind, dass sich von seinen Eltern einen Menschen w├╝nscht, weil all seine Freunde auch schon einen besitzen. Als er einen bekommt, muss er ihn im K├Ąfig einsperren, f├╝ttern, Gassi f├╝hren, etc.
Bedingt empfehlenswert. Es wird kurz angekratzt, wie ein Mensch sich f├╝hlen w├╝rde, wenn er eingesperrt und erniedrigt werden w├╝rde, aber ohne klare Distanzierung vom herrschenden Mensch-Tier-Verh├Ąltnis.
Als der Mensch von Josef Schaf abhaut, wird er von allen Tieren wieder eingefangen und von da an l├Ąsst ihn Josef Schaf eben nicht mehr ohne Leine herumlaufen.
Hatte mir von dem Buch beim Kauf ein ganz anderes Ende gew├╝nscht.

Re: Ethisch vertretbare Kinderb├╝cher etc.

Autor: Mira | Datum:
In diesem Thread hat sich ja seit Ewigkeiten nichts mehr getan... Ich habe Ende letzten Jahres ein Blog gestartet, auf dem ich u.a. vegane bzw. vegantaugliche Kinderb├╝cher rezensiere, bei Interesse schaut gern vorbei, freue mich auch ├╝ber konstruktive Kritik, Anregungen und Tipps.

http://aufdemnachttisch.de/

Liebe Gr├╝├če, Mira