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Vegane Kinder:
meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 40

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meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Anja Peper | Datum:
Ich hab momentan ein echtes Problem mit meiner lütten die ist bald 8 und geht in 2te klasse, wir sind seit einem 3/4 jahr veganer und sind vor 2 jahren Vegetarier geworden, weil meine Tochter das damals angeregt hat.
Also sie hatte das schon als sie 3-4 war, doch 2007 war sie sehr überzeugend.
Für sie waren es in erster linie ethische gründe und so haben wir gemeinsam beim abendessen beschlossen kein fleisch mehr zu essen, naja und im laufe der zeit habe ich mich immer mehr mit tierrechten und veganismus usw.. beschäftigt und bin dann zu dem schluss gekommen das veganismus die einzige logische konsequenz ist.
Das habe ich häufiger mit meinem mann, meiner mitbewohnerin und meiner tochter besprochen bis ich dann mit liebevoller gewalt alle tierischen produkte ausgemerzt habe.
seidem befinde ich mich auf neuland, mittlerweile klappt es ganz gut bis auf das meine mitwohni nix rohes essen kann, mein mann gemüse für blumen hält und meine Tochter jetzt auch noch rebelliert.
Am anfang hat sie sogar heimlich wurst bei mutter bekommen das habe ich unterbunden,dann hat sie heimlich in der schule süßes gegessen oder eine milch getrunken etc..ich kann sie einfach nicht davon abhalten, das ging solange bis ich ihr nocheinmal die konseqenzen für die tiere erklärte und dann abgemacht habe das es bei uns so etwas nicht gibt, sie aber wennn sie bei anderen isst (kein Fleisch)selber entscheiden darf ob sie das essen möchte...nun bin ich mit diesem zustand wirklich unzufrieden aber mit meinem latein am ende ....hat hier jamdn vielleicht ein ähnliches problem oder eine gute idee auf welchem fuß ich sie erwischen könnte..??

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: martin | Datum:
Anja Peper schrieb:
>
> nun bin ich mit diesem zustand
> wirklich unzufrieden aber mit meinem latein am ende ....hat
> hier jamdn vielleicht ein ähnliches problem oder eine gute
> idee auf welchem fuß ich sie erwischen könnte..??

Wenn sie von anderen Leuten Tierprodukte bekommt, ist es sehr wahrscheinlich, daß diese ihr speziesistisches Gedankengut eintrichtern von "das ist gar nicht schlimm für die Tiere" bis "[Kuh-]Milch ist gesund". Es ist also sinnvoll herauszufinden, wer das macht und sich das zu verbitten.
Und andererseits mit ihr zu sprechen und ihr die Konsequenzen ihrer Handlung nochmals zu erklären bzw. herauszufinden, welche Lügen ihr erzählt wurden und diese zu widerlegen.

Re: martin

Autor: Anja Peper | Datum:
tatsächlich scheint es so zu sein das ihr verhalten nicht von einzelnen personen die einfluss auf sie nehmen könnten kommt, sondern vielmehr ist es wohl der allgemeine gesellschaftl. zustand, das vorleben, das ausgrenzen usw was sie dazu bringt.
ich hatte gestern abend nochmal ein ausführliches gespräch mit ihr und das heftige ist das sie mittlerweile ganz genau weiß warum wir das nicht essen wollen/dürfen (ethisch/ökolgisch usw.)
ihre antwort ist "es schmeckt aber".nachvollziehen kann ich das mittlerweile nicht mehr denn mir schmeckt es nicht genauergesagt finde ich es ekelhaft.naja ich habe dann mit ihr darüber gesprochen ob es richtig nur wegen einem geschmack die tiere leiden zu lassen das hat sie natürlich verneint...ganz ehrlich ich wünschte sie wäre von klein auf vegan ernährt worden dann hätte sie den müll nie kennengelernt.ich habe die befürchtung das sie bei zu viel druck soo reagiert wie ich es vermeiden möchte ..mit konsum von tierischen produkten...

Re: martin

Autor: martin | Datum:
Anja Peper schrieb:
>
> tatsächlich scheint es so zu sein das ihr verhalten nicht von
> einzelnen personen die einfluss auf sie nehmen könnten kommt,
> sondern vielmehr ist es wohl der allgemeine gesellschaftl.
> zustand, das vorleben, das ausgrenzen usw was sie dazu bringt.

Sicherlich gibt es mehrere Gründe, aber gegen die Quellen vorzugehen, auf die du Einfluß haben kannst, wie die Lehrerin, von der du weißt, daß sie ihr den Unsinn erzählt, ist schon mal ein Anfang.

> ich hatte gestern abend nochmal ein ausführliches gespräch
> mit ihr und das heftige ist das sie mittlerweile ganz genau
> weiß warum wir das nicht essen wollen/dürfen
> (ethisch/ökolgisch usw.)
> ihre antwort ist "es schmeckt aber".nachvollziehen kann ich
> das mittlerweile nicht mehr denn mir schmeckt es nicht
> genauergesagt finde ich es ekelhaft.

Dann könntest du es auch mit geschmacklich ähnlichen Alternativen versuchen. In Bezug auf Tiermilch gibt es ja auch Sojamilch mit Vanille- oder Schokogeschmack; in Bezug auf "Fleisch" sollen auch einige Tofu- oder Seitanprodukte sehr ähnlich schmecken.

> ich habe die befürchtung das sie bei zu viel
> druck soo reagiert wie ich es vermeiden möchte ..mit konsum
> von tierischen produkten...

Ja, deshalb wäre erst einmal beim Geschmack anzusetzen sicher nicht falsch.

"es schmeckt aber"

Autor: Ricarda | Datum:
Anja Peper schrieb:
>
> ihre antwort ist "es schmeckt aber".
Was ist denn mit dem Essen, was bei euch vegan zubereitet wird?
Schmeckt ihr das denn nicht?

Warum isst und trinkt sie in der Schule Süßigkeiten und Milch?
Hat sie selber keine veganen Essenssachen oder ein Trinkpäckchen Sojamilch mit?
Oder war sie im Grunde schon satt von ihrem Frühstück und hat nur beim Angebot von einem Freund nicht "Nein" gesagt?

Bist du sicher, dass sie wirklich verstanden und verinnerlicht hat, was eure Gründe sind?
Wenn ich daran denke, was meine Freunde und ich mit 8 im Kopf hatten..
Die Gründe an sich hätten wir sicher auch im Grunde verstanden und auch wiedergeben können, aber die wirkliche Tragweite wäre uns wohl nicht wirklich bewusst gewesen.

Re: "es schmeckt aber"

Autor: Anja Peper | Datum:
Leider hilft das alles nischt momentan denn, um personen die ihr quatsch erzählen hab ich mich schon gekümmert, um alternative leckere produkte auch bzw. bin immer noch dabei weil sie ja nicht sooo richtig zufrieden ist, wir sind hier im schnitt zu den Mahlzeiten 5 vegane Personen und meisten schmeckt es allen ganz gut nur wenn sie dann eben woanders isst möchte sie das selbe oder ähnliches wie die anderen essen. Ich bin mir sicher das sie die ganze Tragweite dieses Themas nicht begreifen kann, dafür ist sie noch nicht alt genug. Aber sie weiß bescheid über ökologische Hintergründe (sehr gut sogar für ihr alter)und die Ethischen Gründe sind für sie eigentl. auch von sehr großer bedeutung (unter anderem durch durch eine persönliche Erfahrung mit dem Tod eines Tieres)...

Genau da liegt ja mein Problem ich weiß nicht warum sie so handelt und sie sagt es mir nicht (mit Absicht/oder sie weiß es selber nicht)normalerweise haben wir ein sehr gutes offenes Verhältnis....Ich denke es könnte vieleicht einfach nur der Gruppenzwang sein aber was soll ich machen ausser Alternativen bieten und mit ihr darüber sprechen....

Re: "es schmeckt aber"

Autor: martin | Datum:
Vielleicht liegt es ja an den anderen Kindern. Du könntest sie also noch fragen, was die ihr erzählen und das dann ggf. richtigstellen.

> Ich denke es könnte vieleicht einfach
> nur der Gruppenzwang sein aber was soll ich machen ausser
> Alternativen bieten und mit ihr darüber sprechen....

Das denke ich auch. Vielleicht liegt die Ursache ganz woanders und das wird sich mit der Zeit herauskristallisieren oder auch von alleine erledigen.

Re: "es schmeckt aber"

Autor: Anja Peper | Datum:
Ich halte nichts davon meine Tochter einfach nur zu zwingen, denn ich möchte ein Kind was später in der Lage ist Autonom zu denken und zu handeln!
Wir haben eine vielfältige Kost un ich gehe häufig auf sonderwünsche aller ein denn:bei meinem Mann muss ich Gemüse in irgendwas verstecken, bei meiner Mitwohni muss alles gar sein sie hat haufenweise Allergien, meine Oma(Pflegefall) kann nicht kauen und meine Tochter mag dinge die andere Kinder halt auch gerne mögen...z.B Vegane Würstchen oder Seitan, Dinkel-Bratlinge etc..und ansonsten hat sie schon immer viel Gemüse auch roh gegessen und liebt Kartoffeln mit KräuterYofu....usw...
Wir backen Kuchen,Kekse sogar meine Mutter hat sich langsam darauf eingestellt und experimentiert fleißig..
Wenn sie was süßes will (was Veganes) dann kaufen wir es, denn sie hortet mehr als das sie ist und trotzdem sagt sie es schmeckt mir aber und tut es heimlich
Sie versteht die Zusammenhänge recht gut sie hat ein schlachtes Gewissen und tut es trotzdem!
Mit der Schule haben wir durchaus Probleme aleine schon wegen Reli,und weil sie ich nenn es mal der Pazifist unter den Kindern ist, sie hat ein gutes Einfühlungsvermögen und beschäftigt sich gerne mit dingen wie Basteln, Malen, Rezepte erfinden, Brettspiele, lesen, schreiben, Mathe usw... und bis jetzt hat sie keine Freundin gefunden die ihre vorlieben ein wenig teilt..die Mädels wollen meist Barbie spielen und ich habe oft den Eindruck das die Kinder meiner Tochter nict gewachsen sind.
Kurz gesagt momentan haben wir tatsächlich Mobbing Probleme aber weniger wegen dem Veganismus...Morgen habe ich erstmal einen Termin mit der Lehrerin un im Januar mit einem Kinderpsychologen außerdem Haben wir einen Hort gefunden der vieleicht nächstes Jahr einen Platz für Marie hat(ich hoffe das sie dort vieleicht anschluss findet ausserdem war sie dort einmal und es hat ihr gut gefallen)Wir haben tatsächlich einge Baustellen aber teilweise kann man das nicht ändern. So ist meiner Großmutter mit Sicherheit eine Belastung für meine Tochter denn sie braucht viel Aufmerksamkeit und hat Demenz(momentan ruft sie alle 30 sek.irgendetwas,das macht mich auch manchmal verrückt)aber wir wohnen in ihrem Haus ich muss sie versorgen..
Deswegen versuche ich ja auch auf anderem Wege einen Ausgleich für sie zu schaffen Vereine , Kursangebote der VHS, MamaZeit etc...und ihre Klassenkameraden lade ich auch immer wieder ein zum weinachtsbacken oder Sommerfest, Herbstbasteln...etc

Re: "es schmeckt aber"

Autor: martin | Datum:
Anja Peper schrieb:
>
> Ich halte nichts davon meine Tochter einfach nur zu zwingen,
> denn ich möchte ein Kind was später in der Lage ist Autonom
> zu denken und zu handeln!

Sollst du auch nicht. (Hat auch niemand geschrieben, soweit ich sehen.)

> Kurz gesagt momentan haben wir tatsächlich Mobbing Probleme
> aber weniger wegen dem Veganismus...Morgen habe ich erstmal
> einen Termin mit der Lehrerin un im Januar mit einem
> Kinderpsychologen

Da bin ich gespannt. Laß uns wissen, was sie dir geraten haben.

Re: "es schmeckt aber"

Autor: Ricarda | Datum:
Anja Peper schrieb:
> sie hat ein gutes Einfühlungsvermögen und
> beschäftigt sich gerne mit dingen wie Basteln, Malen, Rezepte
> erfinden, Brettspiele, lesen, schreiben, Mathe usw... und bis
> jetzt hat sie keine Freundin gefunden die ihre vorlieben ein
> wenig teilt..die Mädels wollen meist Barbie spielen und ich
> habe oft den Eindruck das die Kinder meiner Tochter nict
> gewachsen sind.
Es gibt da echt niemanden, der auch nur teilweise die gleichen Interessen hat wie deine Tochter?
Das wäre ja wirklich ungewöhnlich.
Solche Probleme kenne ich eher aus der Weiterführenden Schule, aber vielleicht war es ja bei mir auch einfach komisch ;)

Re: "es schmeckt aber"

Autor: Marion Becker | Datum:
Ich weiß was ich dir jetzt schreibe wird dir nicht sonderlich gefallen aber ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Hör auf deine Tochter zu drängen, da geht der Schuß meistens nach hinten los. Vegan leben sollte verstanden werden und meiner Meinung nach ist deine Tochter noch zu jung um wirklich zu verstehen, geschweige denn Anderen dann auch zu erklären warum vegan richtig ist. Meine Tochter ist jetzt 12 Jahre alt und hat trotz meiner veganen Lebensweise Fleisch, Milch und Eier gegessen. Natürlich gab es bei uns Zuhause diese Dinge nicht aber eben bei Freunden und Bekannten. Sie hat mich immer wieder gefragt warum und wieso ich auf diese Dinge verzichte und ich habe es ihr ehrlich und ein wenig Kindgerecht erklärt. Mittlerweile verzichtet sie auf Fleisch und kann auch in der Öffentlichkeit voll dahinterstehen, was enorm wichtig ist um damit klarzukommen. Wenn wir uns unterhalten merke ich das sie immer mehr meine vegane Lebensweise annehmen möchte und auch sieht das es geht und das es mir gut geht damit. Laß ihr die Zeit, respektiere aber auch wenn sie für sich anders entscheidet. Ich denke jedoch sie wird es irgendwann verstehen und freiwillig vom ganzem Herzen vegan leben wollen.
Liebe Grüße Marion

Re: martin

Autor: Hans | Datum:
Man kann sie natürlich auch einfach ihren Weg gehen lassen und warten bis sie reifer wird -.-


Ihr etwas aufzuzwingen wird für die Sache wohl nicht ganz so förderlich sein, lieber warten bis sie alt genug ist.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Berger | Datum:

Also dann hilft nur eins: Abschreckung. Denn vielleicht kennt sie den Begriff, dass Tiere sterben, aber wahrscheinlich weiß sie nicht genau, was das heißt und was es bedeutet. Zeig ihr einen Film z.B. Meat yours Meet oder vielleicht einen besseren noch. Geh mal mit ihr zu einer Hühnerfarm, wo Massentierhaltung üblich ist und dann lass die Orte und Bilder für sich sprechen. Ich denke, da noch selbst was zu sagen, erübrigt sich. Außerdem muss sie das ja dann auch erstmal verinnerlichen und wenn du dann etwas ruhiger bist und die Orte und Bilder für dich sprechen lässt, vielleicht kommt sie dann auch auf dich zu und will mit dir drüber reden.

Parallel dazu kannst du sie ja auch ein wenig "Verführen". Geh mit ihr zu einem veganen Restaurant oder backt zusammen einen veganen Kuchen. Sie wird es sicherlich auch zu schätzen wissen, dass ihre Mama so viel Zeit mit ihr verbringen möchte. Die Bindung ist auch besonders wichtig, damit sie sich darauf einlassen kann und dann auch versteht, um was es geht.
Kennst du andere vegane Familien, wäre auch schön, wenn sie mit Kindern spricht und spielt, die auch vegan leben. Vielleicht fällt ihr das Fleischweglassen auch so schwer, weil ihre Freunde auch fleisch essen und sie nicht "anders" sein will.

Was hört sie denn für Musik? Also es gibt ja auch Musiker, die sich für Tierrechte stark machen z.B. Pink, die kein Fell trägt. Vorbilder können in dem Alter auch ganz hilfreich sein.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: martin | Datum:
Berger schrieb:
>
> Also dann hilft nur eins: Abschreckung. Denn vielleicht kennt
> sie den Begriff, dass Tiere sterben, aber wahrscheinlich weiß
> sie nicht genau, was das heißt und was es bedeutet. Zeig ihr
> einen Film z.B. Meat yours Meet oder vielleicht einen
> besseren noch.

Das hilft nichts oder bewirkt das Gegenteil, wenn das Verständnisproblem (wie angesprochen) in der fehlenden Herstellung des Kausalzusammenhangs liegt. Sie so zu schockieren bringt kein Verstehen, sondern eher irrationale Angst hervor.

> Parallel dazu kannst du sie ja auch ein wenig "Verführen".
> Geh mit ihr zu einem veganen Restaurant oder backt zusammen
> einen veganen Kuchen. Sie wird es sicherlich auch zu schätzen
> wissen, dass ihre Mama so viel Zeit mit ihr verbringen
> möchte. Die Bindung ist auch besonders wichtig, damit sie
> sich darauf einlassen kann und dann auch versteht, um was es
> geht.

Das schon eher, aber das macht sie bzw. versucht Anja, soweit ich das verstanden habe.

> Was hört sie denn für Musik? Also es gibt ja auch Musiker,
> die sich für Tierrechte stark machen z.B. Pink, die kein Fell
> trägt. Vorbilder können in dem Alter auch ganz hilfreich sein.

Zum einen ist die Wirkung von Vorbildern zeitlich begrenzt, wenn sie es selbst versteht hingegen nicht. Und zum anderen ist dein Beispiel etwas fragwürdig, denn kein "Pelz" zu tragen und sich weiterhin unvegan ernähren hat wenig Vorbildfunktion, wenn es um unvegane Ernährung (bzw. Veganismus überhaupt) geht.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Avas Geist | Datum:
Der nichtreaktionäre Ansatz wäre die Vermeidung, "Kontrolle" in der Frage über die Tochter zu erlangen. Also zuhause vegan, und was sie mit ihrem Taschengeld anstellt draußen ist ihre Sache, bis sie sich aus freien Stücken entscheidet auch (wieder) vegan zu leben. Die Freiwilligkeit und der Aspekt der ethischen Reife die Grundlage ist für die Freiwilligkeit finde ich wichtig beim Veganismus wichtig. Denn nichtvegan handeln ist schließlich juristisch legal.

Praktiziert ihr denn irgendeine restriktive Kost bei euch zuhause? Mich wundert nur dass du "Süsses" und "Milch" und "Wurst" nennst, als ob es das nicht auch als vegane Alternativen gäbe. Vegane Wurst bekommt man mittlerweile in jedem Bioladen hinterher geworfen, und von Alpro gibts die kleinen Schulmilchtüten. Und die Veganversender haben ein großes Angebot an veganen Suessigkeiten.

Oder sind es doch eher die konformistischen Klassenkameraden die sie mobben? Frag doch mal bei den Lehrern nach, ob da was bekannt ist ob man sie neckt weil sie aus so einer doofen Familie kommt.

Dein Beitrag ist interessant denn ich hatte fünf Tage vorher die entgegengesetzte Situation auf meinem Blog umschrieben.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: melanie | Datum:
mhh also so ganz versteh ich das ned
ihr habt normal gegessen bis die tochter lieber fleischlos wollte
dann wolltest du vegan sein und hast ihr das aufgezwungen udn bist jetzt verwundert das sie das ned will????

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: martin | Datum:

> ihr habt normal gegessen bis die tochter lieber fleischlos
> wollte
> dann wolltest du vegan sein und hast ihr das aufgezwungen udn
> bist jetzt verwundert das sie das ned will????

Veganismus ist die ethisch konsequente Weiterführung des Vegetarismus. Wieso ist das deiner Meinung nach so unverständlich?

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Chris Feruson | Datum:
Ob das unverstaendlich ist? Ja. Man muss nicht aus ethischen Gruenden Vegetarier werden, deshalb muss Veganismus auch keine zwingende Konsequenz sein. Ausserdem ist das erstmal deine Behauptung, kein Naturgesetz.

Vegetarismus als Veganismus-Vorstufe

Autor: martin | Datum:
Chris Feruson schrieb:
>
> Ob das unverstaendlich ist? Ja. Man muss nicht aus ethischen
> Gruenden Vegetarier werden, deshalb muss Veganismus auch
> keine zwingende Konsequenz sein.

Theoretisch ja, aber ich ging nur von "ethisch motiviertem" Vegetarismus aus. (Über die anderen Varianten lohnt es nicht zu reden.)

> Ausserdem ist das erstmal
> deine Behauptung, kein Naturgesetz.

Da das hier kein Phyik-Forum ist, ist fast alles "nur Behauptung", insofern weiß ich nicht, worauf deine Feststellung hinauslaufen soll.

Re: Vegetarismus als Veganismus-Vorstufe

Autor: falcon5 | Datum:
> (Über die anderen Varianten lohnt es nicht zu reden.)

Weshalb nicht? Sind Gruende wie etwa reine Vernunft aus der man Fleischkonsum einschraenkt oder Vegetarier/Veganer wird nicht lohnenswert? Ist man als Vernunftmensch in der Welt der Veganer nicht Wert genug?

Re: Vegetarismus als Veganismus-Vorstufe

Autor: Ricarda | Datum:
falcon5 schrieb:
>
> > (Über die anderen Varianten lohnt es nicht zu reden.)
>
> Weshalb nicht? Sind Gruende wie etwa reine Vernunft aus der
> man Fleischkonsum einschraenkt oder Vegetarier/Veganer wird
> nicht lohnenswert? Ist man als Vernunftmensch in der Welt der
> Veganer nicht Wert genug?

Was ist denn reine Vernunft für ein Grund?
Vernunft in Bezug auf was?

Was soll es bringen, wenn man seinen Leichenteilkonsum einschränkt?
Was bringt es, wenn ich andere Lebewesen für mein Essen töte, ihre Körper aber danach nicht esse?

Vernunft und Ethik: Notwendige Grundlagen für Veganismus

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Weshalb nicht? Sind Gruende wie etwa reine Vernunft aus der
> man Fleischkonsum einschraenkt oder Vegetarier/

Also die natürlich schon deshalb nicht, weil sie Mord bedeuten.

> Veganer wird
> nicht lohnenswert? Ist man als Vernunftmensch in der Welt der
> Veganer nicht Wert genug?

Vernunft ohne Ethik führt nicht zum Veganismus (welche Basis sollte denn die Vernunft haben, wenn nicht Ethik?). ("Um Mord zu verhindern, müßte ich vegan werden - aber ich pfeif drauf" -> ethisch Minderbemittelter).

Und Ethik ohne Vernunft fürht ebenfalls nicht zu Veganismus ("Ich will nicht, daß Tiere ermordet werden, bleibe aber Vegetarier" -> Unvernunft.)

Achim

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Ob das unverstaendlich ist? Ja. Man muss nicht aus ethischen
> Gruenden Vegetarier werden, deshalb muss Veganismus auch
> keine zwingende Konsequenz sein. Ausserdem ist das erstmal

Im Originalbeitrag nachzulesen:
Zitat: Für sie waren es in erster linie ethische gründe

Und ethische Gründe bedeuten nunmal, daß Veganismus die zwingende Konsequenz ist (für jeden, der klar denken kann und die Fakten kennt).

Achim

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: smirja | Datum:
in den vergangenen jahren ist mir vermehrt aufgefallen, dass tennies immer weniger möglichkeiten haben, gegen irgendetwas zu rebellieren. daher finde ich es super, dass du deiner tochter deine lebensweise aufzwingst.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Marco | Datum:
smirja schrieb:
>
> in den vergangenen jahren ist mir vermehrt aufgefallen, dass
> tennies immer weniger möglichkeiten haben, gegen irgendetwas
> zu rebellieren. daher finde ich es super, dass du deiner
> tochter deine lebensweise aufzwingst.

Da lob ich mir doch die unveganen Eltern, die ihren Kindern ihre Lebensweise nicht "aufzwingen"... *kopfschüttel*

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Vicko Barmer | Datum:
Tun sie in der penetranten und ideologisch motivierten Formin der Tat nicht.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Jay | Datum:
Vicko Barmer schrieb:
>
> Tun sie in der penetranten und ideologisch motivierten Formin
> der Tat nicht.

Stimmt, die Fleischesser-Eltern machen das eher hinterhältig, indem sie Kindern die Information vorenthalten, was da gerade gegessen wird. (siehe z.B. [url]http://tierrechtsforen.de/13/1933 [/url])

Oder durch schamlose Lügen. So wurde beispielsweise der kleinen Schwester einer Freundin erzählt, sie würde Dinofleisch essen, als es den (geliebten) Stallhasen aus dem Garten gab...

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Achim Stößer | Datum:
Oder ihnen schon als Säuglinge pürierte Leichen reinschieben.

Achim

speziesistische Ideologie

Autor: martin | Datum:
Vicko Barmer schrieb:
>
> Tun sie in der penetranten und ideologisch motivierten Formin
> der Tat nicht.

Etwas Penetranteres und Verlogeneres als speziesistische Indoktrination (ja, Speziesismus ist eine Ideologie) gibt es kaum.

Re: Darf man Kindern vegane Ernährung aufzwingen?

Autor: Mel | Datum:
Es geht ja auch nicht darum, seine Kinder nicht vegan zu ernähren, aber wenn sie nunmal den Wunsch äußern Fleisch essen zu wollen - warum soll man es sie nicht ausprobieren lassen? Warum sollen sie nicht selbst die Erfahrungen miteinander vergleichen können?
Und ja klar..jetzt kommt wieder dieselbe Leier wie in allen anderen Beiträgen auch, die auch nur ansatzweise kritisch sind - Leute die so denken, lassen ihre Kinder ja auch mit Schusswaffen spielen, Drogen nehmen..ist klar.
Natürlich muss man Kindern gewisse Dinge beibringen und Grenzen setzen, aber sie müssen auch Sachen aus Erfahrung lernen (und nein, damit meine ich weder Nachbarskinder verprügeln, mit Waffen spielen oder was weiß ich was.). Aber Fleisch essen ist nichts was sanktioniert wird, Nachbarskinder verprügeln oder Drogen nehmen meiner Meinung nach schon..

Ich finds auch sehr wenig bedacht zu sagen, Leute, die ihren Kindern Fleisch zu essen geben (siehe andere Beiträge in denen die Kinder selbst entscheiden durften, was sie essen)sind scheiße weil sie es tun und alle anderen nicht. Natürlich wär es besser, wenn sich jeder mehr mit dem befassen würde, was er tut, aber das funktioniert so nunmal nicht.

Re: Darf man Kindern vegane Ernährung aufzwingen?

Autor: martin | Datum:
Mir ist zwar nicht klar, warum du die Antwort jetzt hier, statt an meinen Beitrag anhängst, aber egal.

> Es geht ja auch nicht darum, seine Kinder nicht vegan zu
> ernähren, aber wenn sie nunmal den Wunsch äußern Fleisch
> essen zu wollen - warum soll man es sie nicht ausprobieren
> lassen?

Habe ich beantwortet, wieso wiederholst du dich mit genau den gleichen Worten?

> Warum sollen sie nicht selbst die Erfahrungen
> miteinander vergleichen können?

Die Erfahrung, um die es dabei geht (Tierausbeutung und -mord), machen sie beim Konsum nicht. Wie sollen sie da etwas vergleichen können? (Und ja, das ist eine rhetorische Frage.)

> Natürlich muss man Kindern gewisse Dinge beibringen und
> Grenzen setzen, aber sie müssen auch Sachen aus Erfahrung
> lernen (und nein, damit meine ich weder Nachbarskinder
> verprügeln, mit Waffen spielen oder was weiß ich was.).

Wo ist dann dein Verständnisproblem?

> Aber
> Fleisch essen ist nichts was sanktioniert wird,
> Nachbarskinder verprügeln oder Drogen nehmen meiner Meinung
> nach schon..

Mit dieser Einstellung (daß alles in Ordnung ist, nur weil es staatlich erlaubt ist), hast du Glück, in keinem totalitärem Regime leben zu müssen.

> Ich finds auch sehr wenig bedacht zu sagen, Leute, die ihren
> Kindern Fleisch zu essen geben (siehe andere Beiträge in
> denen die Kinder selbst entscheiden durften, was sie
> essen)sind scheiße weil sie es tun und alle anderen nicht.

Sie sind nicht "scheiße", sie handeln ethisch falsch. Wenn sich diese Eltern nur selbst schaden würden, ist das ihre Sache, wenn sie aber empfindungsfähige Lebewesen aus reiner Bequemlichkeit umbringen lassen und Kinder zu Mittätern machen, ist das nicht nur ihre Sache.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Mel | Datum:
Ihr habt doch echt nicht mehr alle Murmeln im Kasten. Es geht um nen achtjähriges Kind, dass sich eben ausprobieren will.
Und wenn eure "hinterhältigen" Eltern euch dazu gezwungen haben Fleisch zu essen - dann macht jetzt nicht denselben Fehler und zwingt euren Kindern euer Leben auf. Wenn ihr ihnen auch nur nen bisschen freie Entscheidung lasst, werden sie sich schon irgendwann selbst für das entscheiden, was das Richtige für sie ist. Also braucht ihr doch keine Angst haben wenn ihr so überzeugt davon seid, dass nur eure Anschauungen gut sind.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: martin | Datum:
Mel schrieb:
>
> Ihr habt doch echt nicht mehr alle Murmeln im Kasten. Es geht
> um nen achtjähriges Kind, dass sich eben ausprobieren will.

Und einem Kind, was "eben ausprobieren will", was man mit einer Schußwaffe so machen kann, dem gibt man eine? Also bitte.

> Und wenn eure "hinterhältigen" Eltern euch dazu gezwungen
> haben Fleisch zu essen - dann macht jetzt nicht denselben
> Fehler und zwingt euren Kindern euer Leben auf.

Ein Kind zu zwingen, sich an Mord und Ausbeutung zu beteiligen, und es "zwingen", das nicht zu tun, ist alles andere als "das gleiche".

> Wenn ihr
> ihnen auch nur nen bisschen freie Entscheidung lasst, werden
> sie sich schon irgendwann selbst für das entscheiden, was das
> Richtige für sie ist. Also braucht ihr doch keine Angst haben
> wenn ihr so überzeugt davon seid, dass nur eure Anschauungen
> gut sind.

Du hast die Diskussion nicht gelesen oder nicht verstanden.
Einem Kind eine Entscheidung zu überlassen, die es noch nicht selbst treffen kann, ist verantwortungslos. Wie es sich später entscheidet, stand gar nicht zur Debatte.

Re: meine Tochter will unbedingt wieder tierrische produkte essen

Autor: Wunschfee | Datum:
Ich bin mal wieder schockiert über das, was hier so geschrieben wird.


Ein 8jähriges Kind, das einfach die Hälfte seines Lebens als Fleischfresser gelebt hat, soll von heute auf morgen vegetarisch/vegan leben.
Das geht vielleicht bei einem Erwachsenen, der die volle Bandbreite seines Handelns durchschaut und genug Zeit hatte, sich auszuprobieren und auch herausfinden, was ethisch vertretbar ist und was nicht.
Aber doch nicht bei einer 8jährigen!

Als "ganz normaler" Mensch muss ich ehrlich sagen, dass es eine Weile gedauert hat, bis sich meine Geschmacksnerven umgestellt hatten - bis ich Pflanzenmilch der tierischen vorziehen konnte.
Inzwischen ist es so, dass mir fast übel wird von dem komischen Geschmack tierischer Milch - meine Entscheidung da zu verzichten ist da ein leichtes.
Über Fleisch brauche ich wohl nicht zu sprechen.
Aber selbst da hat es einfach gedauert, bis ich völlig durchschaut hatte, welche Nährstoffketten mein Körper braucht, auf welche Art und weise ich zum beispiel meinen erhöhten Eiweißbedarf ausgleichen kann, etc.

Die Folgen sind unverkennbar: je mehr ich mich mit meiner eigenen Ernährung befasse und auf Ausgewogenheit achte, desto weniger Bedarf habe ich an tierischen Produkten.
Ich vermute fast, dass das bei allen Menschen so sein könnte.
Soweit zu mir.



Was mir hier im den Beiträgen ganz sauer aufstößt ist die Tatsache, wie Ihr eure Kinder zur Eigenverantwortlichkeit bringen möchtet - mit Abschreckung!
"Buhuuu... wenn Du Fleisch ist und Milch trinkst bist du ein Mörder."
Ein "tolles" Bewusstsein für so einen kleinen Menschen.
Und so wahnsinnig liebevoll!!!!!


Ich finde das keineswegs verantwortungsvoll - und auch kein bisschen achtsam.



Aber...ich mag mich hier nicht anschließen und wüst den Zeigefinger erheben. Ich habe lediglich für mich einen Weg gefunden, den ich vertretbarer finde - der mein Kind liebevoll und selbst-bewusst (!!) an eine tierleidfreie Ernährung heranführt.

Meine Tochter hatte bis vor kurzem (das muss hier echt mal betont werden!) auch Schwierigkeiten, sich rein pflanzlich zu ernähren. Weil ihre Geschmacksnerven einfach völlig versaut waren. (Hauptsächlich durch Milchprodukte)
Die Geschmacksnerven umzupolen, das dauert einfach!


Oft war es so, dass Papa sie zum "Restaurant" mit dem goldenen "M" gezerrt hat - bei den Großeltern gibt es immer Fleisch - bei den meisten Freunden ebenso.
Natürlich hatte sie das Bedürfnis, es den anderen gleich zu tun - natürlich hat es gedauert, bis sich der "Same" in ihr öffnen konnte, bis sie von sich aus erkannt hat, dass es nicht achtsam ist, Fleisch zu essen, tierische Produkte zu konsumieren.
Aber was hätte es ihr gebracht, wenn ich ihr in der Zeit ein schlechtes Gewissen verpasst und sie als Mörderin beschimpft hätte?
Es hätte mir persönlich sicherlich ein ganz ruhiges Gewissen verpasst - denn vegane Ernährung ist die einzig "richtige", die einzig ethisch korrekte. Das muss doch mal propagiert werden... da muss ich doch Leute aufklären.

Aufklären sicherlich.
Aber ist es ethisch korrekt, meinem Kind sein Selbstvertrauen zu nehmen? Ihr ein "schlechtes Gewissen" mitzugeben auf ihren weiteren Lebensweg?
Kann ich das rein psychologisch betrachtet verantworten?

Denn bei gesunder (veganer) Ernährung sollte es doch viel weniger um Schuld und Schuldzuweisungen gehen als um die bewusste Entscheidung, einem anderen Lebewesen fortan einfach kein Leid mehr zuzufügen.


Was ich unter den Veganern immer wieder bemerke, ist ein bissiger Unterton - da werden "Fleischfresser" beschimpft, da wird gehetzt... und weiß der Geier was... warum nicht einfach Beispiel sein und ganz am Rande aufklären?
Ohne Sticheleien und ohne Hetze?

Ich bringe zu Partys oder sonstigen Treffen fast immer vegane Speisen/Kuchen mit - fast immer werde ich anschließend nach dem Rezept gefragt und es entwickelt sich ein Gespräch über Veganismus.
Die Leute sind niemals abgeschreckt, sondern eher positiv überrascht.
Und am allerschönsten: sie fangen an, selbst Veganes auszuprobieren.

Das ist (für mich persönlich) der positivste Effekt überhaupt.
Dazu hat es keine Schimpfereien gebraucht, sondern lediglich mein Vorbildsein.




Insofern... lasst Eure Kinder IHREN Weg gehen - nehmt sie an der Hand und zeigt Ihnen, was der verantwortungsvollere Weg wäre, seid Vorbild - aber macht Euch nicht selber zu Schreckgespenstern und Schuldzuweisern. Für Vertrauen ist das keine gute Basis.

Kritik der Kritik

Autor: martin | Datum:

> Ich bin mal wieder schockiert über das, was hier so
> geschrieben wird.

Mal wieder?

> Ein 8jähriges Kind, das einfach die Hälfte seines Lebens als
> Fleischfresser gelebt hat, soll von heute auf morgen
> vegetarisch/vegan leben.

Daß bereits dein zweiter Satz zwei fundamentale Fehler enthält, zeigt, woran es auch deiner restlichen Kritik mangelt: Die Umstände richtig zu erfassen. Teilweise frage ich mich, welchen Thread zu gelesen hast, da es dieser hier nicth zu sein scheint.
Es ging nicht um "von heute auf morgen", sondern um ein Kind, das bereits vegan war und es nicht bleiben wollte. Es ging nicht um "vegetarisch/vegan", sonder um "vegan" (etwas fundamental anderes als "vegetarisch").

> Das geht vielleicht bei einem Erwachsenen, der die volle
> Bandbreite seines Handelns durchschaut und genug Zeit hatte,
> sich auszuprobieren und auch herausfinden, was ethisch
> vertretbar ist und was nicht.
> Aber doch nicht bei einer 8jährigen!

Von der eigenartigen Formulierung, Ethik müsse man "ausprobieren" (wie das?), abgesehen: Ja, genau darum ging es schließlich. Wieso wiederholst du hier bereits Bekanntest, was nie zur Diskussion stand?

> Aber selbst da hat es einfach gedauert, bis ich völlig
> durchschaut hatte, welche Nährstoffketten mein Körper
> braucht, auf welche Art und weise ich zum beispiel meinen
> erhöhten Eiweißbedarf ausgleichen kann, etc.

Zum einen: der Bedarf ändert sich nicht, wenn man die Ernährung umstellt; zum anderen: was hat das mit dem hier Diskutierten zu tun?

> Was mir hier im den Beiträgen ganz sauer aufstößt ist die
> Tatsache, wie Ihr eure Kinder zur Eigenverantwortlichkeit
> bringen möchtet - mit Abschreckung!
> "Buhuuu... wenn Du Fleisch ist und Milch trinkst bist du ein
> Mörder."
> Ein "tolles" Bewusstsein für so einen kleinen Menschen.
> Und so wahnsinnig liebevoll!!!!!

So etwas hat niemand gesagt, behauptet, vorgeschlagen oder sonstiges. Wo hast du diesen Unsinn her?

> Die Geschmacksnerven umzupolen, das dauert einfach!

Selbst die durchschnittliche unvegane (und unvegetarische) Ernährung besteht zu gut 70% aus pflanzlicher Nahrung. Eine so große Umstellung, wie du zu glauben scheinst, ist das nicht.

> Oft war es so, dass Papa sie zum "Restaurant" mit dem
> goldenen "M" gezerrt hat - bei den Großeltern gibt es immer
> Fleisch - bei den meisten Freunden ebenso.
> Natürlich hatte sie das Bedürfnis, es den anderen gleich zu
> tun - natürlich hat es gedauert, bis sich der "Same" in ihr
> öffnen konnte, bis sie von sich aus erkannt hat, dass es
> nicht achtsam ist, Fleisch zu essen, tierische Produkte zu
> konsumieren.
> Aber was hätte es ihr gebracht, wenn ich ihr in der Zeit ein
> schlechtes Gewissen verpasst und sie als Mörderin beschimpft
> hätte?

Nicht viel, daher hat so etwas hier auch niemand vorgeschlagen. Aber andere Frage: Was hätte es gebracht, wenn (wie es hier empfohlen wurde) du ihr eher die Zusammenhänge erklärt hättest? Vielleicht, daß sie eher darauf gekommen wäre? Daß sie weniger Probleme mit der Umstellung gehabt hätte?

> Aber ist es ethisch korrekt, meinem Kind sein Selbstvertrauen
> zu nehmen? Ihr ein "schlechtes Gewissen" mitzugeben auf ihren
> weiteren Lebensweg?
> Kann ich das rein psychologisch betrachtet verantworten?

Wieso sollten Erklärungen, weshalb Unveganismus schlecht ist, irgendjemanden Selbstvertrauen nehmen?
Wo soll das schlechte Gewissen herkommen, wenn dieses damit gerade beseitigt wird?
Kannst du es "rein psychologisch betrachtet verantworten", einem Kind die Unwahrheit zu erzählen (was die notwendige Konsequenz ist, wenn man Unveganismus relativiert)?

> Was ich unter den Veganern immer wieder bemerke, ist ein
> bissiger Unterton - da werden "Fleischfresser" beschimpft, da
> wird gehetzt...

Wo wird das gemacht? Hier wurden lediglich solche kritisiert, die Unveganismus schönreden wollten.

> Ich bringe zu Partys oder sonstigen Treffen fast immer vegane
> Speisen/Kuchen mit - fast immer werde ich anschließend nach
> dem Rezept gefragt und es entwickelt sich ein Gespräch über
> Veganismus.
> Die Leute sind niemals abgeschreckt, sondern eher positiv
> überrascht.
> Und am allerschönsten: sie fangen an, selbst Veganes
> auszuprobieren.

Auch das wurde hier geraten. (Was mich wieder zu dem Schluß kommen läßt, daß du die Diskussion, die du kritisiert, nicht gelesen zu haben scheinst.)

> Insofern... lasst Eure Kinder IHREN Weg gehen - nehmt sie an
> der Hand und zeigt Ihnen, was der verantwortungsvollere Weg
> wäre, seid Vorbild - aber macht Euch nicht selber zu
> Schreckgespenstern und Schuldzuweisern. Für Vertrauen ist das
> keine gute Basis.

Im Übrigen: Es geht nicht um "Schuld", sondern Verantwortlichkeit. Wie das klargemacht werden könne, war eine der Fragen.
Daß Verantwortlichkeit in Verbindung mit unethischen Konsquenzen eine Form von Schuld erzeugen kann, ist wiederum wohl kaum dem Veganismus anzulasten als vielmehr der unveganen Gesellschaft.

KInder zwingen ???

Autor: emineminem | Datum:
Das muss ich mir leider sehr oft anhören. Ich solle doch meine Tochter selbst entscheiden lassen. Ich würde ihr meine Lebensweise aufzwingen.
Aber na klar mach ich das. Und nicht nur das ich auf eine gesunde vegane Ernährung wert lege. Ich schicke sie abends früh ins Bett das sie in der Schule fit ist, ich entscheide was sie im Fernsehen anschauen darf und was nicht und ob und wir lange sie Fernsehn darf, ich sorge dafür das sie ihre Hausaufgaben macht, ich schimpfe mit ihr wenn sie andere beschimpft oder haut...

ich könnte diese lieste ewig so weiter führen. Aber das ist ja auch alles in Ordnung! Warum ? Weil das alle oder zu mindest sehr sehr viele so machen.

Oft sind Kinder mit eigenen Entscheidungen einfach überfordet diese Erfahrung habe ich mit meiner Tochter schon sehr oft gemacht. Natürlich besteht ein sehr großer, wie soll ich das nennen?, Gruppenzwang in der Schule und im Freundeskreis. Wir kennen keine anderen Menschen die Vegan leben.

Wenn eine Mitschülerin von der ganzen Klasse gemobbt wird, soll ich meiner Tochter dann raten einfach mitzumachen und so den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen?

Ich kann nicht gegen meine Überzeugung handeln und ich finde es sehr traurig das man das so häufig von anderen auch Vegan lebenden Menschen geraten bekommt.

Wobei ich finde das eigentlich noch ganz......? friedlich?.. zugeht im gegensatz zu anderen Foren die ich hier nicht namedlich nenen möchte.

Wollte ich einfach nur mal loswerden.

lg

Re: KInder zwingen ???

Autor: vegangela | Datum:
Hallo!
Ich bin Veganerin und habe keinen "Gleichgesinnten" in meinem Umfeld zwecks Austausch. Leider! Bin gerade auf diese Seite gestoßen...
Als ich ganz konsequent meiner Familie mitgeteilt habe, dass ich absofort keine tierischen "Produkte" mehr kaufe, zubereite, serviere und esse, war meine 12jährige Tochter entrüstet und entpört darüber. Ich erklärte ihr wieso, weshalb, warum ich mich so entschieden habe - eben aufgrund meiner Lebenseinstellung und /-einstellung heraus. Sie verstand mich trotzdem nicht - wollte es nicht. Da ich sie für alt und selbstständig genug halte sagte ich ihr; "Wenn du mich WIRKLICH verstehen willst, dann informiere dich ausführlich über diese gesamte Thematik. Magst du dann mit mir darüber reden, bin ich sehr gern dazu bereit!"
Sie tat es! ...und seitdem ist sie Vegetarierin.
Lange habe ich überlegt, ob ich meine 1 1/2 Jahre alte Tochter auch vegan ernähre. Ich habe mich dafür entschieden. In unserer Familie wird seitdem nur noch vegan gekocht. Mein Mann ist weder Vegetarier noch Veganer, doch akzeptiert und unterstützt er es (und isst natürlich mit uns vegan.
Warum ich mich entschieden habe, meine kleine Maus vegan zu ernähren? Genau aus dem selben Grund, warum ich meine Kinder zu NICHTkonsumenten erziehe in unserer konsumorientierten Gesellschaft, zu NICHTmaterialisten in unserer materiallistisch orientierten Gesellschaft, zu MITfühlenden und MITdenkenden Menschen in einer gedanklosen Welt ohne Nachhaltigkeit, zu NICHTmaßlosigkeit in unserer Überflussgesellschaft usw.!!!
Was meine Kinder später im Erwachsenenalter mit diesen Werten machen, liegt dann in ihrer eigenen Entscheidung und Verantwortung! Aber bis dahin liegt die Verantwortung für meine Kinder in meinen Händen! Die Verantwortung meinen Kindern gewisse Werte mitzugeben, die fast in Vergessenheit geraten in unserem Land und in der Welt.
Unsere Kinder sind die Erwachsenen von morgen!
vegane Grüße sendet
vegangela

mehr vegane Kinder

Autor: martin | Datum:
Das ist schön zu hören, aber:

> für alt und selbstständig genug halte sagte ich ihr; "Wenn du
> mich WIRKLICH verstehen willst, dann informiere dich
> ausführlich über diese gesamte Thematik. Magst du dann mit
> mir darüber reden, bin ich sehr gern dazu bereit!"
> Sie tat es! ...und seitdem ist sie Vegetarierin.

Wieso nicht Veganerin? Fehlen ihr noch Informationen?