Wie ist der aktuelle Stand, es hat sich wohl lange nichts mehr getan, wie es scheint.
Ich habe vor ein paar Wochen selbst angefragt, welche Konsequenzen der Versand gezogen hat:
//
Hallo,
ich habe eine kurze, aber präzise Frage zum Bestellvorgang des deutschen Amazon-Versandhandels:
Verschicken Sie immer noch unaufgefordert Leichenteile (in Form von Gelatine) bei einer Lieferung ab einem bestimmten Bestellwert?
Danke für eine schnelle und aussagekräftige Reaktion.
MfG,
Dirk Micheel
Die Antwort kam keine zwei Tage später, um 03:32 um genau zu sein [die ideale Uhrzeit für ein 08/15-Schreiben!?], von Susen Adamson, Amazon.de-Kundenservice.
Ich habe direkt darauf reagiert, aber bis heute, nach genau einem Monat noch keine Rückmeldung erhalten. Vielleicht erreicht mich doch noch irgendwann etwas, diese Wartezeiten bei Amazon sind ja auch aus dem Maqi-Briefwechsel bekannt.
//
> Sehr geehrter Herr Micheel,
> besten Dank für Ihre Nachricht an Amazon.de.
> Uns ist bewusst, dass Gummibärchen aufgrund ihres Gelatineanteils zu den
> nicht-vegetarischen Lebensmitteln gehören. Die Frage, ob wir sie - auch im
> Hinblick auf die BSE-Krise - weiterhin als Beilage in Paketen verwenden
> sollen, wurde intensiv und kontrovers in unserem Haus diskutiert.
Gut.
> Wir haben uns für eine Zwischenlösung entschieden, die - wie wir
> hoffen - mehreren Seiten gerecht wird. So halten wir zwar an den
> Gummibärchen als Standardbeilage bei Paketsendungen fest, durchbrechen
> die Regel aber immer wieder durch andere Produkte wie Müsliriegel oder
> Merchanise-Produkte.
Schlecht. Aber das ist die "Zwischenlösung", wie sieht die "Endlösung" aus, wenn ich fragen darf?
> Laut Auskunft unseres Lieferanten Haribo enthalten
> die
> von uns versandten Gummibärchen übrigens Schweinegelatine.
Aha. Ich weiß aber nicht genau, worauf sie hinauswollen. Werden die Schweine - im Gegensatz zu Rindern - etwa nicht ermordet, um aus ihren Überresten Gelatine fertigen zu können?
> Es bleibt noch unsere Bitte an Sie, die erhaltenen Päckchen des "Anstoßes"
> zu entsorgen.
Ich habe die geplante Bestellung noch nicht abgewickelt und deshalb auch keine Beilage erhalten. Diese hätte ich im Falle des Falles natürlich als "nicht bestellt" zurückgeschickt, nicht einfach entsorgt.
> Ihre Meinung ist immer wieder die Grundlage zukünftiger
> Richtungsänderungen. Und so habe ich eine Kopie Ihrer E-Mail auch an die
> entscheidende Stelle im Hause weitergeleitet.
Danke. Das ist aber nicht das erste Mal, daß sie mit diesem Thema aus veganer Perspektive konfrontiert werden, oder!?
> Ich weiß, dass wir Ihnen nicht auf ganzem Wege entgegengekommen sind.
> Dabei
> hoffe ich aber, dass wir Sie ein wenig zufriedener stellen konnten. Auf
> weitere Anregungen freuen wir uns!
Ich bin nicht wirklich zufrieden, da ich die gewünschten Artikel bei anderen Shops bestellen werden muß. Eine derartige Bestellung bei Ihnen kommt für mich nicht in Frage, solange das Problem nicht _allen_ Seiten gerecht wird, die betroffenen Tiere einbezogen.
Schade. Aber darf ich erfahren, ab welchen Bestellwert bei Amazon überhaupt diese Beilagen (jeglicher Art) versendet werden?
Ich hatte mich eigentlich um eine "angepaßte" Ausdrucksweise bemüht, trotzdem Schweigen im Walde. Ich bin mir nicht sicher, ob denen mittlerweile überhaupt das vegane/altruistische Anliegen, das mit diesem Boykott verbunden ist, klargeworden ist. Daß keine näheren Informationen über den "Müsliriegel" genannt wurden, läßt nichts gutes vermuten, ich tippe mindestens auf Honig als nicht-vegane Zutat ...
Fazit: Amazon zu einem endgültigen Wechsel zu bewegen, wäre ein großer Erfolg, vor allem, wenn der Wechsel zu tierleidsfreien "Präsenten" entsprechend verkündet wird. (Amazon scheint nicht klar zu sein, daß sich das unter Umständen als werbewirksam für das eigene Geschäft herausstellen könnte.) Die Beilage von veganen Präsenten könnte auch als Vorbild für andere dienen (dazu unten mehr), aber wie ist dieses Ziel zu erreichen? Der Boykott erweist sich leider als wirkungslos, auch vegan.de läßt sich immer noch "prostituieren", der Link steht jeweils vor(!) dem von buecher.de - vielleicht weil sie eine geringere Provision bieten!? Jedenfalls suggeriert das, man solle lieber dort bestellen als bei buecher.de, die ja noch nicht unangenehm aufgefallen sind.
In der "Info" auf vegan.de ist ein Mini-Vermerk: "Wir arbeiten an diesem Problem" - was ich nicht so recht glauben mag. Ich denke, ich werde einen weiteren Brief an Amazon verfassen und natürlich eine Anfrage an vegan.de, deren Stellungnahme interessiert mich schon ...
(Ich poste den weiteren Briefwechsel hier gerne, falls das erwünscht ist.)
Maqi schreibt "Weitere Boykottaufrufe werden folgen", also hier ein Vorschlag:
www.ieq.de verschickt unaufgefordert "Gummibonbons", enthalten Gelatine und Bienenwachs sowie andere problematische Inhaltsstoffe.
Ich bin mir nicht sicher, was die beste Reaktion ist für alle, die eine Bestellung erhalten haben oder noch erwarten. Vielleicht sollte man es unfrei als "nicht bestellt" zurückschicken, in Rahmen einer Reklamation womöglich. Ich muß zugeben, daß das allerdings nur symbolischen Charakter hätte und kein weiteres Tierleid direkt verhindern kann.
Gruß,
Dirk
Ich habe vor ein paar Wochen selbst angefragt, welche Konsequenzen der Versand gezogen hat:
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Hallo,
ich habe eine kurze, aber präzise Frage zum Bestellvorgang des deutschen Amazon-Versandhandels:
Verschicken Sie immer noch unaufgefordert Leichenteile (in Form von Gelatine) bei einer Lieferung ab einem bestimmten Bestellwert?
Danke für eine schnelle und aussagekräftige Reaktion.
MfG,
Dirk Micheel
Die Antwort kam keine zwei Tage später, um 03:32 um genau zu sein [die ideale Uhrzeit für ein 08/15-Schreiben!?], von Susen Adamson, Amazon.de-Kundenservice.
Ich habe direkt darauf reagiert, aber bis heute, nach genau einem Monat noch keine Rückmeldung erhalten. Vielleicht erreicht mich doch noch irgendwann etwas, diese Wartezeiten bei Amazon sind ja auch aus dem Maqi-Briefwechsel bekannt.
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> Sehr geehrter Herr Micheel,
> besten Dank für Ihre Nachricht an Amazon.de.
> Uns ist bewusst, dass Gummibärchen aufgrund ihres Gelatineanteils zu den
> nicht-vegetarischen Lebensmitteln gehören. Die Frage, ob wir sie - auch im
> Hinblick auf die BSE-Krise - weiterhin als Beilage in Paketen verwenden
> sollen, wurde intensiv und kontrovers in unserem Haus diskutiert.
Gut.
> Wir haben uns für eine Zwischenlösung entschieden, die - wie wir
> hoffen - mehreren Seiten gerecht wird. So halten wir zwar an den
> Gummibärchen als Standardbeilage bei Paketsendungen fest, durchbrechen
> die Regel aber immer wieder durch andere Produkte wie Müsliriegel oder
> Merchanise-Produkte.
Schlecht. Aber das ist die "Zwischenlösung", wie sieht die "Endlösung" aus, wenn ich fragen darf?
> Laut Auskunft unseres Lieferanten Haribo enthalten
> die
> von uns versandten Gummibärchen übrigens Schweinegelatine.
Aha. Ich weiß aber nicht genau, worauf sie hinauswollen. Werden die Schweine - im Gegensatz zu Rindern - etwa nicht ermordet, um aus ihren Überresten Gelatine fertigen zu können?
> Es bleibt noch unsere Bitte an Sie, die erhaltenen Päckchen des "Anstoßes"
> zu entsorgen.
Ich habe die geplante Bestellung noch nicht abgewickelt und deshalb auch keine Beilage erhalten. Diese hätte ich im Falle des Falles natürlich als "nicht bestellt" zurückgeschickt, nicht einfach entsorgt.
> Ihre Meinung ist immer wieder die Grundlage zukünftiger
> Richtungsänderungen. Und so habe ich eine Kopie Ihrer E-Mail auch an die
> entscheidende Stelle im Hause weitergeleitet.
Danke. Das ist aber nicht das erste Mal, daß sie mit diesem Thema aus veganer Perspektive konfrontiert werden, oder!?
> Ich weiß, dass wir Ihnen nicht auf ganzem Wege entgegengekommen sind.
> Dabei
> hoffe ich aber, dass wir Sie ein wenig zufriedener stellen konnten. Auf
> weitere Anregungen freuen wir uns!
Ich bin nicht wirklich zufrieden, da ich die gewünschten Artikel bei anderen Shops bestellen werden muß. Eine derartige Bestellung bei Ihnen kommt für mich nicht in Frage, solange das Problem nicht _allen_ Seiten gerecht wird, die betroffenen Tiere einbezogen.
Schade. Aber darf ich erfahren, ab welchen Bestellwert bei Amazon überhaupt diese Beilagen (jeglicher Art) versendet werden?
Ich hatte mich eigentlich um eine "angepaßte" Ausdrucksweise bemüht, trotzdem Schweigen im Walde. Ich bin mir nicht sicher, ob denen mittlerweile überhaupt das vegane/altruistische Anliegen, das mit diesem Boykott verbunden ist, klargeworden ist. Daß keine näheren Informationen über den "Müsliriegel" genannt wurden, läßt nichts gutes vermuten, ich tippe mindestens auf Honig als nicht-vegane Zutat ...
Fazit: Amazon zu einem endgültigen Wechsel zu bewegen, wäre ein großer Erfolg, vor allem, wenn der Wechsel zu tierleidsfreien "Präsenten" entsprechend verkündet wird. (Amazon scheint nicht klar zu sein, daß sich das unter Umständen als werbewirksam für das eigene Geschäft herausstellen könnte.) Die Beilage von veganen Präsenten könnte auch als Vorbild für andere dienen (dazu unten mehr), aber wie ist dieses Ziel zu erreichen? Der Boykott erweist sich leider als wirkungslos, auch vegan.de läßt sich immer noch "prostituieren", der Link steht jeweils vor(!) dem von buecher.de - vielleicht weil sie eine geringere Provision bieten!? Jedenfalls suggeriert das, man solle lieber dort bestellen als bei buecher.de, die ja noch nicht unangenehm aufgefallen sind.
In der "Info" auf vegan.de ist ein Mini-Vermerk: "Wir arbeiten an diesem Problem" - was ich nicht so recht glauben mag. Ich denke, ich werde einen weiteren Brief an Amazon verfassen und natürlich eine Anfrage an vegan.de, deren Stellungnahme interessiert mich schon ...
(Ich poste den weiteren Briefwechsel hier gerne, falls das erwünscht ist.)
Maqi schreibt "Weitere Boykottaufrufe werden folgen", also hier ein Vorschlag:
www.ieq.de verschickt unaufgefordert "Gummibonbons", enthalten Gelatine und Bienenwachs sowie andere problematische Inhaltsstoffe.
Ich bin mir nicht sicher, was die beste Reaktion ist für alle, die eine Bestellung erhalten haben oder noch erwarten. Vielleicht sollte man es unfrei als "nicht bestellt" zurückschicken, in Rahmen einer Reklamation womöglich. Ich muß zugeben, daß das allerdings nur symbolischen Charakter hätte und kein weiteres Tierleid direkt verhindern kann.
Gruß,
Dirk