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Schrecklich: Hunde werden gehalten wie Rinder oder Schweine

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Schrecklich: Hunde werden gehalten wie Rinder oder Schweine

Autor: Achim Stößer | Datum:
Das ist doch mal ein Vergleich der etwas anderen Art: Hunde werden in Korea "gehalten" wie Rinder oder Schweine hierzulande - und das ist auch noch legal, also sowas ...

Zitat:
Korea: Die dunkle Seite des Hundelebens

20.02.2008 | 18:32 | Von unserer Korrespondentin ANGELA KĂ–HLER (Die Presse)

Die Bevölkerung pocht auf ihr „Recht auf Verzehr von Hundefleisch“. Nur jeder Zehnte hat es einmal im Jahr auf dem Teller.

Tokio/Seoul. Auch in Korea wird der Hund als guter Kamerad des Menschen geschätzt – allerdings mit einem etwas faden Beigeschmack. Den Hausfreund gibt es auch auf dem Teller – und zwar sowohl im kommunistischen Norden als auch im kapitalistischen Süden. Ansprüche an die Online-Partnersuche steigen

Tierschützer und Feinschmecker in aller Welt werden sich mit Grausen abwenden: Ein Südkoreaner soll den Chihuahua seiner Nachbarin gestohlen, gebraten und verzehrt haben. Erwischt wurde der offenbar betrunkene Räuber, weil er sich beim Braten versehentlich die Kleidung angezündet hatte. Hausbewohner riefen die Feuerwehr, die den Mann am Grill erwischte. Er habe Hunger gehabt, gab der Übeltäter an.

Auf der koreanischen Halbinsel gilt der Verzehr von Hundefleisch nicht bei allen als geschmackloser Frevel, sondern eingefleischten Nationalisten als traditioneller Volksbrauch – wie bei den Japanern das Wal-Essen. In Südkoreas Metropole Seoul setzt sich der Restaurant-Verband ganz offen für das „Recht auf Hunde-Menüs“ ein.

„Es muss endlich Schluss sein, dass der Westen auch noch beim Essen die Regeln vorschreibt und uns als Barbaren verunglimpft“, teilten die Gastronomen beispielsweise der französischen Ex-Schauspielerin Brigitte Bardot bissig mit, die sich als Tierschützerin über diese „Barbarei“ beschwert hatte.

Schönheitspflege auf koreanisch

In Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang wirbt ein auf Hundefleisch spezialisiertes Restaurant mit dem Argument der Schönheitspflege. Es sorge für weiche Haut, behauptete Chefkoch Ryu Jong Mok. Das als „süßes Fleisch“ bezeichnete Gericht enthalte hohe Anteile an Vitamin A und B, schaffe zudem Abhilfe bei Verdauungsproblemen.

Doch eines muss festgehalten werden: Auch im politisch, aber offenbar nicht kulinarisch geteilten Land der Morgenröte landet der „beste Freund des Menschen“ nicht in jedem Fall im Kochtopf. Er ist hier ein beliebtes Haustier und Statussymbol, das aufwendig und teuer verwöhnt werden darf. Der nationale Klub der Tierhalter in Südkorea zählt über zwei Millionen Mitglieder. Die nationale Lieblingsrasse Jindo wurde als lebender Nationalschatz unter Staatsschutz gestellt. In Seoul gibt es Schönheitswettkämpfe, Hunde-Boutiquen und sogar ein Wauwau-Café.

Aber es gibt auch die andere, die dunkle Seite des Hundelebens. Vor allem der Schlachtvorgang muss eine üble Quälerei sein. Die Tiere werden angeblich lebendig an den Füßen aufgehängt und mit Elektroschocks traktiert. Zweck der Grausamkeit ist das Freisetzen des Hormons Adrenalin, was das Hundefleisch angeblich erst zart macht. Vielleicht stimmt in seltenen Ausnahmen der Vorwurf, es würden auf der Straße eingefangene Köter im Schlachthof landen.

Als Suppe oder Eintopf?

Aber die ganze Wahrheit ist damit nicht erzählt. Hund kann in Korea wie ein zum Verzehr gedachtes Haustier gehalten und gefüttert werden, wie hierzulande Schweine oder Rinder. Die Behörden sehen das aus Imagegründen vielleicht nicht gern, aber es ist zumindest im Grauzonenbereich legal.

Zum Fairplay gehört zudem der Hinweis, dass nur etwa jeder Zehnte der 48 Millionen Südkoreaner mindestens einmal pro Jahr Hund isst. Man könnte das eine größere Minderheit nennen, deren Geschmack man nicht unbedingt goutieren muss. In den etwa 6000 einschlägigen Lokalen ist dieses Fleisch vor allem als Poshintang – mit Gemüse gegrillt sowie mit Ingwer, Essig und Sesam abgeschmeckt – oder als Suppe begehrt. Es wurde bisher jedoch nicht bekannt, dass Innereien, Gehirn oder gar Penis auf den Speisekarten stehen – Geschichten, mit denen zuweilen zarte Gemüter aus der Fremde erschreckt werden.

WISSEN

Seit rund 2000 Jahren steht in Korea Hund auf dem Speiseplan.

Ein seriöses Handbuch der koreanischen Medizin beschwört schon seit dem 16. Jahrhundert die heilsame Wirkung von Hundefleisch. Nicht nur der männlichen Potenz soll es helfen. Es wird auch von Wundern gegen die Alterung der weiblichen Haut berichtet.


("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.02.2008) http://diepresse.com/home/panorama/welt/364434/index.do

(meine Hervorhebung)

Achim

Re: Schrecklich: Hunde werden gehalten wie Rinder oder Schweine

Autor: dolli | Datum:
Hi!

Ich hab hier die Walwanderung vor der Tuere, und -ja, werdet neidisch ;-) - ich kann dem gar nicht ausweichen sozusagen.

Letztes Jahr wars hier ganz gross mit nem weissen Wal, (Albino?)
und es schien, als haetten hier alle Angst gehabt, er wuerde auch von den Japanern gefangen. (ich glaube, er wurde).

Schon im Januar letzten Jahres, als ich hier ankam, gab es im Touri-Info-Buero Petitionszettel gegen den Walfang, die Regierung hier hat sich eingesetzt (zumindest, soweit ich mitgekriegt hab, aber mein Dorf ist etwas laid-back) und es gibt einen T-Shirtladen, der Shirts verkauft mit " save the whales, eat the japanese" oder Shirts mit den Greenpeace-Schiffen mit den Namen und ob versenkt oder "nur beschaedigt" und am Ende steht nur "to be continued"...Heftig.

Aber hier scheint- wohlgemerkt an der Kueste!- im tierrechtlichen Sinne mehr Bewusstsein zu sein als ich es bisher erlebt hatte.
Andererseits muss ich auch sagen, es ist zwar schoen, dass ich vegane, tiervesuchsfreie Haushaltssachen im Supermarkt teils billiger kriege als die "normalen Sachen" aber ein Regal weiter ist immer noch alles voll mit Delfindosen. Ach, sorry, ich meinte natuerlich Tuna... ;-/

lg dolli

Re: Schrecklich: Hunde werden gehalten wie Rinder oder Schweine

Autor: Mesiu | Datum:

Kann mich auch erinnern, im Radio einen Scherzanruf (Paul Panzer oder Ähnliches) mitgehört zu haben, in dem der Anrufer die Kätzchen einer Frau kaufen wollte, um sie in seinem chinesischen Lokal zu dünsten. Die spontane Reaktion: „Ich rufe die Polizei! Sie Unmensch sind ja pervers! Nehmen Sie doch ein Schwein!“

Sind Speziesistenwitze politisch korrekt, solange diese noch keine Minderheit sind?