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Tierrechtskochbuchforum:
Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 59

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Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Tanja | Datum:
... ist echt super einfach. Ich mu√ü gestehen, da√ü wir das heute zum ersten Mal probiert haben; finde es einfach nur wahnsinnig lecker, einfach herzustellen und zudem noch √§u√üerst preisg√ľnstig. :-)
Man mu√ü nur das Glutenmehl mit Wasser (und etwas Salz/Sojasauce) verkneten, die Masse in Scheiben schneiden, 20 Min. in kochende Gem√ľsebr√ľhe geben und ab damit in die Pfanne. Die H√§lfte haben wir heute gegessen, die andere H√§lfte lege ich nachher noch ein f√ľr morgen oder √ľbermorgen. Werde wohl niemals mehr auf die Idee kommen, mir fertigen Seiten zu kaufen. ;-)

Tanja

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: markus89 | Datum:
Hallo Tanja
wo krigt man denn das Glutenmehl her?
Ich hab das nämlcih noch nie gesehen.
Vielen dank
markus

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Tanja | Datum:
Ich hatte es bei http://vegan-produkte.de bestellt, da heißt es "Seitan-Fix", soll es aber auch im Reformhaus geben.

Tanja

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Rele | Datum:
Hi,

ich verknete das Gluten immer mit einer "W√ľrzmischung": Wasser, Zitronensaft, Sojaso√üe, Muskat, Pfeffer & getrocknete Salatkr√§uter ( fertig gekauft, da sind auch getrockneter Knobi& getr. Zwiebeln drin), manchmal auch noch Zitronenschale.
Ins Kochwasser schmeiss ich noch ne Zwiebel, Knobi & einen (frischen) Rosmarinzweig. Das kannst Du dann nämlich später mitanbraten, LECKER!!

Hat schonmal jemand Seitan auf dem Grill gehabt? M√ľsste doch, mit √Ėl bestrichen, gehen, oder?

Gr√ľ√üe

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Tanja | Datum:
Klingt superlecker, werde ich auch mal ausprobieren.
Die √ľbrigen Seitanst√ľck hatte ich √ľber Nacht eingelegt: Passata, Sojasauce, Paprikapulver und Cayennepfeffer, Zwiebeln und Knoblauch. War total gut, das m√ľ√üte man auf alle F√§lle grillen k√∂nnen. :-)

Tanja

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Rele | Datum:
Hi,

was ist denn Passata??

Das klingt aber gut mit Deinen Gew√ľrzen, damit kann man den Seitan bestimmt auch f√ľllen: vor dem Kochen ne Tasche in die Scheiben schneiden. Das hab ich schonmal versucht, wusste dann aber nicht, was ich reintun soll. Hmm, probier ich mal aus. Kr√§uter als F√ľllung machen sich sicher auch gut.

Praise Seitan! :)

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Tanja | Datum:
Hi Rele,

> was ist denn Passata??

Passierte Tomaten (kein Tomatenmark), gibt es im Glas oder im Tetrapak, eigentlich √ľberall.

> Das klingt aber gut mit Deinen Gew√ľrzen, damit kann man den
> Seitan bestimmt auch f√ľllen: vor dem Kochen ne Tasche in die

Eine F√ľllung w√§re sicher auch mal lecker; aber diese Marinade ist wohl etwas zu w√ľrzig dazu. Aber bei F√ľllung kommen mir gleich ganz andere Ideen... Spinat/Knoblauch, Tomate mit Hefeflocken...

Tanja

Cordon bleu

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Das klingt aber gut mit Deinen Gew√ľrzen, damit kann man den
> Seitan bestimmt auch f√ľllen: vor dem Kochen ne Tasche in die
> Scheiben schneiden. Das hab ich schonmal versucht, wusste

Huch, vorher? Klebt das dann nicht wieder zusammen?

> dann aber nicht, was ich reintun soll. Hmm, probier ich mal
> aus. Kr√§uter als F√ľllung machen sich sicher auch gut.

Stimmt, Cordon bleu im Vegan-Restaurant war immer sehr lecker ... m√ľ√üte ja eigentlich nur d√ľnngeschnittener R√§uchertofu und dicke Hefesauce rein, dann noch in Mehlpampe wenden und in Haferkleieschrot panieren, sollte hinkommen ...

(Und wenn das jetzt keinen Eintrag bei den Antiveganern gibt weiß ich auch nicht ;-)).

Achim

Re: Cordon bleu

Autor: Rele | Datum:
Hi,

Nein, das klebt nicht, h√§tte ich auch nicht gedacht. Nach dem Kneten also einfach nen Klops machen, Ssheiben schneiden& Taschen rein. Die m√ľssen dann aber sofort ins kochende Wasser, sonst klebts wirklich etwas- aber sobald die Scheiben im Kochwasser sind, ver√§ndern sie ihre Form (wohl aber die Gr√∂sse) nicht mehr.

Gr√ľsse

Re: Cordon bleu

Autor: Ava | Datum:
Achim Stößer schrieb:

> (Und wenn das jetzt keinen Eintrag bei den Antiveganern gibt
> weiß ich auch nicht ;-)).

Na man muß den Jungs doch ab und zu was in Grube werfen, sonst verhungern die uns noch. Schließlich lieben sie uns da wir ihrem Leben einen Sinn geben. Sekularethiker-Photos mit Fäkalien zu bewerfen ist zwar nicht sonderlich gehaltvoll als Lebensinhalt, aber wir lassen uns ja nicht lumpen. Ist doch schon schwer genug an so einer persönlichkeitsverändernden Fleischabhängigkeit zu leiden, ständig getrieben zum nächsten Biß in die Leiche im ewigen Kreislauf, umkehrprojizierte Schuldkomplexe, kognitive Dissonanz....

Re: Cordon bleu

Autor: VolkerK | Datum:

Hmmm. Könnte man zur besseren Verbindung der Seitan-Schnitten das ganze auch vor dem Kochen machen...? Oder lässt es sich da nicht so formen? Seitan hab ich nun noch nicht selber gemacht.

V.

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: moni | Datum:
hi!#
weiss jemand obs dieses glutenfix auch in österreich gibt?
falls ja vielleicht kann mir jemand posten wo!#
ich wohne nähe wien
lvg moni

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Tanja schrieb:
>
> Ich hatte es bei http://vegan-produkte.de bestellt, da heißt
> es "Seitan-Fix", soll es aber auch im Reformhaus geben.

Hallihallöchen.

Der Zufall wieder mal. Ich kam heute, bevor ich diesen Thread entdeckt hatte, mit einem Kilo "broodverbeteraar glutenpoeder" heim, also Glutenmehl. Und zwar hatte ich das in einer gew√∂hnlichen B√§ckerei bestellt, wo es unter "Brotverbesserer" l√§uft. Glutenmehl verbessert wohl bestimmte Eigenschaften oder verk√ľrzt die Backzeit oder was auch immer. Ich fand es mit 3,58 Euro immer noch recht teuer, aber da ich es noch nicht verwendet habe wei√ü ich nicht wie ergiebig es ist.

In der B√§ckerei war man auch recht hilflos betreffend meiner Frage wie ich das denn jetzt "anr√ľhre", da die das ja nur zum Teig untermischen. In dem Sinne haben wir uns jetzt nett erg√§nzt, ich wei√ü jetzt wie man es zubereitet und Du wei√üt da√ü das in jeder gutsortierten B√§ckerei bestellt werden kann.

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Ich fand es mit 3,58 Euro immer noch recht teuer, aber da ich

3,58 f√ľr welche Menge? Pro kg?

Achim

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Ava | Datum:
Ja. Ist das nicht teuer? 340g selbstausgewaschenes Rohgluten kostet, entsprechend einem Kilo Weissmehl 0,27 Euro, also 0,79 Euro f√ľr das Kilo hydrierte Rohgluten. Ziehen wir die Wassermenge im Rohgluten ab, und hauen Gas/Strom mit drauf, kommen wir Pi mal Daumen bei 1,20 Euro an, maximal w√ľrde ich sagen. Somit w√§re das B√§ckereigluten fast 200% teurer. Das ist schon happig, oder habe ich mich da verrechnet. (Meine Arbeitszeit ist nat√ľrlich nicht eingerechnet, selbermachen macht schlie√ülich Spa√ü) Es kann nat√ľrlich sein da√ü der B√§cker meine Unsicherheit ausgenutzt hat und entweder weit √ľberteuert verkauft hat, oder es im betriebswirtschaftlichen Kontext eines "Brotverbesserungszusatzes" gesehen hat. Das n√§chste mal, bei einem anderen B√§cker, werde ich nat√ľrlich nicht fragen *ob* sie Gluten haben, sondern *wieviel* es kostet. Da√ü ist so wie der Unterschied mit dem Taxifahren in der eigenen oder einer fremden Ortschaft.

Ich habe es heute ausprobiert, aber war nicht wesentlich fester als mein selbstausgewaschener Seitan. Ob es da Qualitätsunterschiede gibt?

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Achim Stößer | Datum:
Ava schrieb:
>
> Ja. Ist das nicht teuer? 340g selbstausgewaschenes Rohgluten

Hm. Bei uns im Reformhaus kosten 500g 4,45 Euro oder so ... also mal sehen, was die Bäcker hier sagen ;-) .

> ist schon happig, oder habe ich mich da verrechnet. (Meine
> Arbeitszeit ist nat√ľrlich nicht eingerechnet, selbermachen
> macht schlie√ülich Spa√ü) Es kann nat√ľrlich sein da√ü der B√§cker

Okay, ich schicke Dir einen Zentner Mehl, Du hast Spa√ü damit und schickst mir dann das Gluten zur√ľck ;-) .

> Ich habe es heute ausprobiert, aber war nicht wesentlich
> fester als mein selbstausgewaschener Seitan. Ob es da
> Qualitätsunterschiede gibt?

Hm, keine Ahnung.

Achim

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Achim Stößer schrieb:

> Hm. Bei uns im Reformhaus kosten 500g 4,45 Euro oder so ...
> also mal sehen, was die Bäcker hier sagen ;-) .

*Der* Preis ist allerdings hei√ü, meine G√ľte. Dabei ist ein "Schnellseitan" recht unkompliziert: Ein Kilo Wei√ümehl mit 600ml Wasser 10 min gut durchkneten, auswaschen bis die St√§rke weg ist und eine Stunde k√∂cheln.

An der Stelle sei mal wieder ans Vorkochen erinnert, viele brechen ja schon bei einer Stunde Kochzeit in Angstkr√§mpfen zusammen. "Was eine Stunde kochen?" Wer an einem Samstag auf 5X2kg Mehlbasis Seitan herstellt und den Gluten anschliessend trocknet und in der Kaffeem√ľhle mahlt hat doch einen netten Vorrat. Ich koche sehr viel vor und friere ein, vor allem Bohnen und anderes Trockengem√ľse wie Kickererbsen, Erbsen, Mais usw. bieten die ideale Vorkochbasis f√ľr "Fertiggerichte" an faulen Tagen.

> Okay, ich schicke Dir einen Zentner Mehl, Du hast Spaß damit
> und schickst mir dann das Gluten zur√ľck ;-) .

Haha. Wobei "selbermachen" nat√ľrlich schon Eigenverzehr beinhaltet. Alternativ k√∂nnet man allerdings einfach 5 Kilo Wei√ümehl ankneten, in einen feinmaschigen Baumwollsack geben und in einem Kaltwaschgang in der Waschmaschine auswaschen. Ohne Waschmittel:-)

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> *Der* Preis ist allerdings hei√ü, meine G√ľte. Dabei ist ein
> "Schnellseitan" recht unkompliziert: Ein Kilo Weißmehl mit
> 600ml Wasser 10 min gut durchkneten, auswaschen bis die
> Stärke weg ist und eine Stunde köcheln.

Kannst Du bitte ein entsprechendes Rezept ins Tierrechtskochbuch eintragen, dann mu√ü ich das ja mal ausprobieren (war bisher immer zu faul). Aber bitte so ausf√ľhrlich, da√ü es keine Mi√üverst√§ndnisse bei den Lesern gibt (was hei√üt z.B. "auswaschen", mal hei√üt es in den Rezepten "unter flie√üendem Wasser", mal "in einer Schussel mit kaltem Wasser"; mu√ü beim Auswaschen weiter geknetet werden usw. usw.).

> An der Stelle sei mal wieder ans Vorkochen erinnert, viele
> brechen ja schon bei einer Stunde Kochzeit in Angstkrämpfen
> zusammen. "Was eine Stunde kochen?" Wer an einem Samstag auf

Hm, also bei dem gekauften Glutenmehl scheint das wohl nicht so lang zu dauern, wenn ich mich recht erinnere.

> 5X2kg Mehlbasis Seitan herstellt und den Gluten anschliessend

Das wären dann 100 Minuten (von Hand!) kneten? Na, danke ...

> trocknet und in der Kaffeem√ľhle mahlt hat doch einen netten

Das kann cih mangels Kaffem√ľhle schon mal nicht ausprobieren ...

> Weißmehl ankneten, in einen feinmaschigen Baumwollsack geben
> und in einem Kaltwaschgang in der Waschmaschine auswaschen.
> Ohne Waschmittel:-)

Hm, hast Du das ausprobiert ;-) ?

Achim

@ava

Autor: Blanc | Datum:
in einen feinmaschigen Baumwollsack geben
> > und in einem Kaltwaschgang in der Waschmaschine auswaschen.
> > Ohne Waschmittel:-)


was verstehst du unter "feinmaschigen" baumwollsack? tuts nicht auch einfach eine normale einkaufst√ľte? =)

lg blanc (die ihr essen noch nie in der waschmaschine zubereitet hat)

Re: @ava

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Blanc schrieb:

> was verstehst du unter "feinmaschigen" baumwollsack? tuts
> nicht auch einfach eine normale einkaufst√ľte? =)

Nein, die Stärke muss schliesslich von dem Protein/Gluten getrennt werden.

Aber vergiss es, ich habs versucht. Es war fast nichts mehr da :-0)


Eine andere M√∂glichkeit f√ľr alle die dem fertigen Glutenmehl nicht trauen (also mein Seitan aus Glutenmehl schmeckte so komisch) aber sich die Arbeit teilweise sparen wollen ist einfach 10kg Billigmehl zum B√§cker schleppen und ihn/sie bitten das in der Trommel doch mal kr√§ftig durchzukneten. Nat√ľrlich vorher fragen was er daf√ľr haben will. Der Erste den ich gefragt hatte, hat das irgendwie nicht geschnallt, der dachte er soll Teig mit Hefe, Aufgehzeit und pipapo f√ľr mich machen und der wollte dann 1 Euro f√ľrs Kilo. Ich habs dann zweimal versucht zu erkl√§ren aber er hatte sich wohl in der Vorstellung verbissen dass er jetzt da 10 Laiber Brot vorbereiten soll. Beim Zweiten hats dann geklappt und ich habe die 10kg Teig dann einfach √ľber Nacht eingeweicht und am n√§chsten Tag in der Badewanne ausgewaschen was immer noch sehr viel Arbeit war und dann p√∂ap√∂ gekocht und eingemacht.

Sackbeutel | Waschmaschinen-/Badewannennutzung

Autor: Achim Stößer | Datum:
> > was verstehst du unter "feinmaschigen" baumwollsack? tuts
> > nicht auch einfach eine normale einkaufst√ľte? =)
>
> Nein, die Stärke muss schliesslich von dem Protein/Gluten
> getrennt werden.

Bin heute scheint's als √úbersetzer zwischen verschiedenen deutschen Spachr√§umen gefordert ;-) . Ich vermute, Blanc meinte mit "normale Einkaufst√ľte" nicht eine Plastikt√ľte, sondern eine Leinentasche (wie sie z.B. hier links unterm Tisch zu sehen ist). Was dann einem "feinmaschigen Baumwillsack" ziemlich nahe k√§me.

Naja, aber egal, da's ja eh nicht geklappt hat mit der Waschmaschinenumnutzung. Schade.

In der DDR, f√§llt mir ein, gab es wohl jahrzehntelang eine Waschmaschine (wird wohl auch heute noch verkauft), die zugleich zum Erhitzen von W√ľrstchen und zum Suppekochen verwendet wurde:
Zitat:
DDR-Kultprodukt - Waschmaschine als W√ľrstchenkocher

Seit 1966 wird die Waschmaschine "WM 600 L" nahezu unver√§ndert in Schwarzenberg im Erzgebirge produziert. Zu DDR-Zeiten, als das Unternehmen noch "Foron" hie√ü und 3 500 Mitarbeiter besch√§ftigte, wurden rund 500 000 Maschinen pro Jahr gebaut und fanden rei√üenden Absatz. Heute hei√üt die Firma "Tarak", sie besch√§ftigt noch f√ľnf Leute, die im Jahr 3500 Waschmaschinen fertigen.

Die Handhabung des Oldtimers ist simpel: Das Wasser wird per Eimer in die Maschine gegossen, W√§sche und Waschpulver dazu. Dann w√§scht die Maschine sechs Minuten automatisch. Sp√ľlen und Wringen sind wiederum Handarbeit.

Was das Ger√§t so beliebt macht: Die Waschmaschine eignet sich auch zum W√ľrstchen w√§rmen, Obst einkochen und Geschirr sp√ľlen. Und das alles zum Kaufpreis von 259 Euro.
ndr.de/tv/markt/archiv/20030811_3.html


Vielleicht geht's mit der? Gibt's aber (derzeit) keine einzige bei Ebay ...

Aber nach Brotbackautomaten und Sojamilchmaschinen gibt's sicher bald auch Seitangeräte.

> nächsten Tag in der Badewanne ausgewaschen was immer noch

Hm, ich habe zwar mal in der Badewanne Geschirr gesp√ľlt, aber darin Nahrungsmittel zuzubereiten finde ich doch etwas unappetitlich ;-) .

Achim

Re: Sackbeutel | Waschmaschinen-/Badewannennutzung

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Interessant das Ger√§t. W√ľrstchen koche ich zwar nicht mehr (auch keine veganen, passt nicht in mein 100 Euro/Monat Projekt), aber die Kombination W√§sche/Geschirr/Lebensmittelkonservierung ist schon sehr reizvoll.

> Hm, ich habe zwar mal in der Badewanne Geschirr gesp√ľlt, aber
> darin Nahrungsmittel zuzubereiten finde ich doch etwas
> unappetitlich ;-) .

Tja, Du kennst eben meine Badewanne nicht:-) Zumal man festgestellt hat dass die Sp√ľle wesentlich mehr Bakterien aufweisst als Bereiche des Badezimmers, inkl. Toilette. Vor allem der Sp√ľlschwamm ist sehr belastet. Einfach nass machen und f√ľr zwei Minuten in die Mikrowelle. Wer keine Mikro hat kann ihn in eine Tasse stopfen und kochendes Wasser dr√ľbergiessen.

Leute die zu Allergien neigen sollten allerdings ihre Hygiene reduzieren, damit das Immunsystem wieder echte Arbeit bekommt und sich nicht langweilt.

Bakterien

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Tja, Du kennst eben meine Badewanne nicht:-) Zumal man

Stimmt ;-) .

> festgestellt hat dass die Sp√ľle wesentlich mehr Bakterien
> aufweisst als Bereiche des Badezimmers, inkl. Toilette. Vor

Hm, naja, kommt aber wohl auch etwas auf die Art der Bakterien an. In der Toilette d√ľrften z.B. coliforme sein, in der Sp√ľle hoffentlich nicht (wenn's nicht grade die Sp√ľle eines Biergartens ist ;-)).

> allem der Sp√ľlschwamm ist sehr belastet. Einfach nass machen
> und f√ľr zwei Minuten in die Mikrowelle. Wer keine Mikro hat
> kann ihn in eine Tasse stopfen und kochendes Wasser
> dr√ľbergiessen.

Wenn im Wasserkocher was √ľbrig ist, kippe ich das √∂fter mal auf den Schwamm. Das mit der Mikrowelle ist aber eine gute Idee, mu√ü ich mal probieren.

Achim

Re: Bakterien

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Achim Stößer schrieb:

> > festgestellt hat dass die Sp√ľle wesentlich mehr Bakterien
> > aufweisst als Bereiche des Badezimmers, inkl. Toilette. Vor
>
> Hm, naja, kommt aber wohl auch etwas auf die Art der
> Bakterien an. In der Toilette d√ľrften z.B. coliforme sein, in
> der Sp√ľle hoffentlich nicht (wenn's nicht grade die Sp√ľle
> eines
> Biergartens ist ;-)).

Mmmh, lecker. Biergartensp√ľle als Herpes Simplex Hauptbahnhof. Am besten dann noch einen offenen Grill nebendran, jo mei, so gsellig is. Wos, tschuldigung, was coliforme Bakterien im Haushalt betrifft, sind tats√§chlich mehr davon im Durchschnittshaushaltssp√ľlschwamm denn auf der Toilette, da sich sehr viele Menschen offensichtlich nicht die H√§nde waschen und sich im Schwamm deshalb mehr befinden weil er feucht ist und die Toilette an Kontaktstellen trocken... Obwohl, das ist dennoch sehr harmlos gegen das, was bei Nichtveganern im K√ľhlschrank br√ľtet und darauf wartet auf dem Schneidebrett aktiv zu werden. Eine vegane K√ľche ist ein Labor dagegen.

Apropos Schneidebretter. Die aus Holz sind gerade deswegen verp√∂nt (saugen z.B. Salmonellen infizierte Lymphe/Blut auf) und sind deshalb in Gastronomiebetrieben verboten, wo sie gegen Kunststoff"bretter" ausgetauscht werden m√ľssen. Veganer allerdings k√∂nnen unbek√ľmmert weiterhin ihre Holzbretter verwenden, da darauf keine Fl√ľssigkeiten aus Leichen landen. Man sollte allerdings das Brett dann nicht abwaschen, sondern ab und zu mit einem trockenem Stahlfuzzi ("Topfreiniger") sauberb√ľrsten. Dabei geht es weniger um Bakterien, sondern um Schimmelpilze die sich gerne in restfeuchten Holzschneidebrettern ansiedeln. Am besten sind Schneidebretter mit Kugelf√ľ√ülein die man beidseitig benutzen kann und die, da sie nicht platt auf der Arbeitsfl√§che aufliegen besser austrocknen. Beidseitig ist deshalb von Vorteil, da man eine Seite f√ľr Zwiebeln/Knoblauch hernehmen kann, denn so ein M√ľslikiwi mit Zwiebelgeschmack ist nicht sehr angenehm.

> > allem der Sp√ľlschwamm ist sehr belastet. Einfach nass machen
> > und f√ľr zwei Minuten in die Mikrowelle. Wer keine Mikro hat
> > kann ihn in eine Tasse stopfen und kochendes Wasser
> > dr√ľbergiessen.
>
> Wenn im Wasserkocher was √ľbrig ist, kippe ich das √∂fter mal
> auf den Schwamm. Das mit der Mikrowelle ist aber eine gute
> Idee, muß ich mal probieren.

Ja, gell? Riecht dann auch schön frisch. Mich ärgert nur der Verbrauch. Die sind offensichtlich so konstruiert dass sie schnell zerfallen. Ich bin deshalb auf der Ausschau nach einem groben Hanftuch dass ich mir dann zurechtschneiden/nähen kann.

Glutenmehl / Weizenkleber

Autor: Daniel Sutter | Datum:
War auch verzweifelt auf der Suche nach "Glutenmehl", wobei man mir weder in Reformh√§usern noch in B√§ckereien weiterhelfen konnte... In diesem Forum kam dann der entscheidende Hinweis: Im Handel nennt man bei uns Glutenmehl auch "Weizenkleber" oder nur "Gluten". Diesen kann man √ľber E-Bay Schweiz aus Deutschland bestellen oder auch gleich aus Z√ľrich (nach "Weizenkleber" suchen):
http://www.lowcarb-shop.ch/
Man kann mit Kreditkarte und Yellowpay bezahlen... habe gerade erst bestellt. Das Kilo kostet so um die Sfr. 13.-.

So sieht's bei mir aus...

Autor: Kalle | Datum:
Aheu,

bin dann auch mal wieder hier zugange. Wir kriegen hier 5kg Gluten f√ľr 10 Euro direkt beim M√ľller. Also ruhig mal rumfragen. Das Mischungsverh√§ltnis ist bei uns immer gewichtsm√§√üig 1:1 (200g Gluten und 200ml Wasser k√∂nnen locker 4 Leute versorgen, sofern es auch Beilagen gibt ;-). F√ľr unsere Volxk√ľchen hab ich auch schon mal 2,5kg Gluten beim B√§cker mit 'ner anst√§ndigen Knetmaschine kneten lassen. Ich bin mir sicher, dass es √ľberall nette B√§cker gibt, die einem da weiterhelfen.

Bis dann,
Kalle

Re: So sieht's bei mir aus...

Autor: asrkralein | Datum:
dann sag mal bitte wo du wohnst und vor allem wo der m√ľller zu finden is.

mfg
asrkralein

p.s.: kennt jemand einen m√ľller in wien der gluten verkauft??

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Aytekin | Datum:
Hallo,

Seitan lässt sich auch aus "normalem" Weissmehl hervorragend und einfach herstellen, das Kilo Mehl kostet in Deutschland 40cent. Dann braucht man kein Fertigprodukt zu kaufen. Eine gute Anleitung, wie man Seitan aus Weißmehl herstellt, habe ich unter Google mit dem Suchwort Seitan gefunden.

Gr√ľsse
Aytekin

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: kerstin gallego | Datum:

Wo finde ich dieses Glutenmehl. Mein Versuch Gluten aus Mehl auszuwaschen ist leider nur Matsche geworden. Hab wohl was falsch gemacht.

kerstin

Bezugsmöglichkeiten Glutenmehl

Autor: Tanja | Datum:
Hi Kerstin,

Glutenmehl gibt es im Reformhaus (manchmal bestellen sie es auch nur auf Anfrage) und manchmal auch in Bäckereien.

Tanja

Re: Bezugsmöglichkeiten Glutenmehl

Autor: Herbert | Datum:
Glutenmehl (Weizenkleber) bekommst du g√ľnstig hier:

http://server4.gs-shop.de/200/cgi-bin/shop.dll?AnbieterID=5114&Seite=frameset.htm&PKEY=4E06

oder auch hier:

http://cgi.ebay.de/Gluten-Weizenkleber-Sojamehl-Lowcarb-LOGI-usw_W0QQitemZ7178452555QQcategoryZ31078QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: fisalis | Datum:
Warum √ľberhaupt Seitan? Erinnert mich zu stark an Fleisch, es ist ja wohl √ľberhaupt das fleisch√§hnlichste, pflanzliche Produkt, und Fleisch habe ich nun vor einigen Jahren erfolgreich und endg√ľltig ausm Speiseplan verbannt. Also lieber ein Getreidegericht.

√Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Warum √ľberhaupt Seitan? Erinnert mich zu stark an Fleisch, es
> ist ja wohl √ľberhaupt das fleisch√§hnlichste, pflanzliche

Mal sehen:
"Fleisch" -> Tiere werden daf√ľr gefangengehalten
"Seitan" -> keine Tiere werden daf√ľr gefangengehalten
"Fleisch" -> wird aus den Leichen umgebrachter Tiere hergestellt
"Seitan" -> wird aus Weizen oder Dinkel hergestellt
"Fleisch" -> nicht vegan
"Seitan" -> vegan

Also ich kann da in den wesentlichen Punkten keine √Ąhnlichkeit feststellen, im Gegenteil.

> Produkt, und Fleisch habe ich nun vor einigen Jahren
> erfolgreich und endg√ľltig ausm Speiseplan verbannt. Also

Um was geht es Dir eigentlich, um Ethik oder √Ąsthetik? Bleibt Dir nat√ľprlich unbenommen, keinen Seitan zu kosnumieren, aber verzichtest Du auch auf das "wurm√§hnlichste, pflanzliche Produkt" Spaghetti?

> lieber ein Getreidegericht.

√Ąhm ... Seitan ist ein Getreidegericht, Scherzkeks.

Achim

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: fisalis | Datum:
Achim Stößer schrieb:
>
> > Warum √ľberhaupt Seitan? Erinnert mich zu stark an Fleisch, es
> > ist ja wohl √ľberhaupt das fleisch√§hnlichste, pflanzliche
>
> Mal sehen:
> "Fleisch" -> Tiere werden daf√ľr gefangengehalten
> "Seitan" -> keine Tiere werden daf√ľr gefangengehalten
> "Fleisch" -> wird aus den Leichen umgebrachter Tiere
> hergestellt
> "Seitan" -> wird aus Weizen oder Dinkel hergestellt
> "Fleisch" -> nicht vegan
> "Seitan" -> vegan
>
> Also ich kann da in den wesentlichen Punkten keine
> √Ąhnlichkeit feststellen, im Gegenteil.

Ja, zugegeben. Das hast du klar dargestellt.

>
> > Produkt, und Fleisch habe ich nun vor einigen Jahren
> > erfolgreich und endg√ľltig ausm Speiseplan verbannt. Also
>
> Um was geht es Dir eigentlich, um Ethik oder √Ąsthetik? Bleibt
> Dir nat√ľprlich unbenommen, keinen Seitan zu kosnumieren, aber
> verzichtest Du auch auf das "wurmähnlichste, pflanzliche
> Produkt" Spaghetti?

Nein, aber W√ľrmer sind i.d.R. nicht auf dem Teller eines Durchschnittseurop√§ers und daher auch nicht im Verdacht, pflanzlich (etwa durch Spagehtti oder Vermicelles ;-) ) "ersetzt" zu werden. Seitanschnitzel erinnern demgegen√ľber bisweilen schon an ein veritables Steak.
>
> > lieber ein Getreidegericht.
>
> √Ąhm ... Seitan ist ein Getreidegericht, Scherzkeks.
>
> Achim

Ja, dachte an ein "ungetarntes" Getreideprodukt, Risotto z.B..

Was ich sagen wollte: Mit Seitan wird doch Fleisch nachgebaut. An sich nicht anstössig, aber mich erinnert er eben dann doch auch an die Leiden, die einem Schnitzel aus Fleisch innewohnen. Keine Kritik, nur mal zum Nachdenken.

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: Tanja | Datum:
> Was ich sagen wollte: Mit Seitan wird doch Fleisch
> nachgebaut. An sich nicht anstössig, aber mich erinnert er
> eben dann doch auch an die Leiden, die einem Schnitzel aus
> Fleisch innewohnen. Keine Kritik, nur mal zum Nachdenken.

Ich baue mit Seitan kein "Fleisch" nach sondern finde das Zeug einfach nur extrem lecker. Und nun? ;-)

Tanja

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: fisalis | Datum:
Tanja schrieb:
>
> > Was ich sagen wollte: Mit Seitan wird doch Fleisch
> > nachgebaut. An sich nicht anstössig, aber mich erinnert er
> > eben dann doch auch an die Leiden, die einem Schnitzel aus
> > Fleisch innewohnen. Keine Kritik, nur mal zum Nachdenken.
>
> Ich baue mit Seitan kein "Fleisch" nach sondern finde das
> Zeug einfach nur extrem lecker. Und nun? ;-)
>
> Tanja

Na dann weiterhin guten Appetit. Ich denke bei Spaghetti jedenfalls auch weiterhin nicht an geschlachtete W√ľrmer :-)

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Na dann weiterhin guten Appetit. Ich denke bei Spaghetti
> jedenfalls auch weiterhin nicht an geschlachtete W√ľrmer :-)

Ach ja? Vorschlag: I√ü morgen Spaghetti und versuche dabei, nicht an W√ľrmer zu denken. Wetten, Du schaffst das nicht ;-) .

Übrigens gibt es tatsächlich Leute, deren Scoleciphobie bzw. Helmintophobie derart stark ausgeprägt ist, daß die keine Spaghetti essen können.

Achim

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: blanci | Datum:
hm... aber das w√§r ja das gleiche als w√ľrde dich ein kuchen mit eiersatz an einen kuchen mit echtem ei erinnern...oder eine margarine an eine butter... oder veganer k√§se an echten k√§se.

ich finds nur eklig wenn man ein st√ľck veganes h√ľhnerbein mit plastikknochen, oder einen veganen fisch mit flo√üen bekommt.

@achim: du hast mir damit letztes mal schon mein essen verdorben ;)

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: Sebastian | Datum:
So viel zum Thema 'Holfzaellersteak'

Lasst es euch schmecken

~yetzt

Re: √Ąhnlichkeiten und Un√§hnlichkeiten

Autor: blanci | Datum:
Sebastian schrieb:
>
> So viel zum Thema 'Holfzaellersteak'

das hat mich immer an holz erinnert....

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: marta | Datum:
seitan wird ja oft als fleischersatz reduziert, zu unrecht wie ich finde... hoert sich immer so an als waere fleisch das erste was je dagewesen waere...
in asien wird seitan ja auch schon seit jahr und tag gegessen, ohne damit fleisch ersetzen zu wollen...
ein getreidebratling erinnert mich ja auch nicht (mehr) an hackfleischbuletten obwohl das jeder leidenschaftliche fleischfresser behaupten wuerde (dabei wurde, auch hier in der mitteleuropaeischen region, schon vor jahrhunderten getreide in der form zubereitet)

viele gruesse
marta

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> in asien wird seitan ja auch schon seit jahr und tag
> gegessen, ohne damit fleisch ersetzen zu wollen...
...
> fleischfresser behaupten wuerde (dabei wurde, auch hier in
> der mitteleuropaeischen region, schon vor jahrhunderten
> getreide in der form zubereitet)

Hast Du Quellen daf√ľr?

Achim

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Lena | Datum:
Man liest immer wieder von der Gesundheitsschädlichkeit von Gluten.
Es wird unter anderm f√ľr Auto-Immunerkrankungen wie Morbus Crohn (Darmkrankheiten), Z√∂liakie, Diabetes Mellitus, Rheuma und Arthritis, chronisches Nierenversagen, Schilddr√ľsenprobleme bis hin zu Lupus und multipler Sklerose in Verbindung gebracht, ebenso wie Allergien aller Art. Ebenso seien neurologische St√∂rungen wie Epilepsie, Demenz, Schizophrenie und andere Nervenerkrankungen immer wahrscheinlicher darauf zur√ľckzuf√ľhren ?!

Aufgrund dessen traue ich mich nicht so recht an Seitan heran.
Andererseits heißt es das der Gluten-Fleischersatz seit Jahrhunderten in
Asien verwendet wird. Was kann / soll man da glauben ?
Gibt es dazu Studien oder Erkenntnisse , die Gefährlichkeit/Ungefährlichkeit
von Gluten betreffend ?

Gefährlichkeit von Gluten

Autor: Tanja | Datum:
Hallo Lena,
wenn Du eine Glutenunvertr√§glichkeit hast, solltest Du nat√ľrlich keinen Seitan essen ;-), aber ich w√ľ√üte nicht, was das schaden sollte bei Menschen, die dieses Problem nicht haben. Gluten ist schlie√ülich in vielen Getreideprodukten vorhanden und die essen wir ja auch.

Tanja

Angriff des Killerweizens

Autor: Achim Stößer | Datum:
> haben. Gluten ist schließlich in vielen Getreideprodukten
> vorhanden und die essen wir ja auch.

Zum Vergleich: normales Weizenmehl besteht, soweit ich mich erinnere, etwa zu 1/8 aus Gluten, Seitan (wohl wegen des Wassergehalts?) zu 1/4.

500 g Seitan enthält also soviel Gluten wie 1 kg Weizenmehl (nämlich je 125 g).

Selbst wer einmal die Woche Seitan (250g) essen w√ľrde, w√ľrde also schon √ľber 1/2 Laib Brot oder zwei Portionen Nudeln die gleiche Glutenmenge, durch den "normalen" Brot- und Nudelkonsum etc. also ein Vielfaches davon an Gluten zu sich nehmen.

Achim

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: Lena | Datum:
[Antwort an passenden Beitrag angehägt, bitte nicht auf den Startbeitrag antworten, sondern auf den Beitrag, auf den die Antwort sich bezieht - Moderator]

Ja aber darum geht es ja gerade !
Getreide und dessen Produkte , die ja Gluten enthalten.
Und wenn man Glutenmehl verwendet ist das doch zu 100% Gluten !?


Aus dem Buch Das Getreide - zweischneidiges Schwert der Menschheit von Loren Cordain:

Nur Betroffene sind betroffen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Ja aber darum geht es ja gerade !

Nein, eigentlich geht es darum nicht, sodnern es geht darum, daß Du sagst "Aufgrund dessen traue ich mich nicht so recht an Seitan heran."

Nur ist es eben so, da√ü, selbst wenn Gluten problematisch w√§re, Du √ľber Seitan (bei durchschnittlichem Konsum) nur eine minimale Menge Gluten aufnehmen w√ľrdest im Vergleich zu der Menge Gluten, die Du √ľber den "normalen" Getreidekonsum aufnimmst.

> Getreide und dessen Produkte , die ja Gluten enthalten.
> Und wenn man Glutenmehl verwendet ist das doch zu 100% Gluten

Ißt Du Glutenmehl pur?

Und sind die von Dir behaupteten Probleme bei 50g "reinem" Glutenmehl "schlimmer", als wenn Du 100g Gluten plus Stärke ißt?

> Aus dem Buch Das Getreide - zweischneidiges Schwert der
> Menschheit von Loren Cordain:

Scheint mir nach oberflächlichem Googeln nicht gerade eine seriöse Quelle zu sein.

> > Umweltfaktor f√ľr mindestens zwei Autoimmunerkrankungen:
> Zöliakie und Dermatitis herpetiformis. Sobald glutenhaltige

Also ich esse jetzt seit Jahrzehnten Getreide, habe aber weder das eine noch das andere.

> Getreideprodukte aus der Ernährung der Betroffenen entfernt
> werden, verschwinden alle Symptome dieser Erkrankungen.

Eben. Betroffene.

Wer mit Gluten Probleme hat, sollte logischweise Gluten meiden.

Warum andere, die Gluten problemlos vertragen, Gluten meiden sollten (zumal Nudeln, Brot, Seitan etc. a) vegan und b) lecker sein können), weiß ich nicht.

Aber wenn Du kein Gluten essen möchtest, laß es halt, zwingt Dich ja keiner ;-) .

Achim

Glutenintoleranz

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Hier wird mal wieder etwas verdrehverwechselt. Es wurde ja schon angedeutet, daß jemand der chronische Gleichgewichtsstörungen hat, wohl nicht mit einer Achterbahn fahren sollte.

Das bedeutet doch aber nicht, daß Achterbahnen *generell* chronische Gleichgewichtsstörungen verursachen.

Genauso wenig löst Getreide eine Glutenunverträglichkeit aus. Entweder der Körper kann mit Gluten umgehen, oder nicht.

Wer allerdings eine Glutenunvertr√§glichkeit hat, sollte keinen Seitan konsumieren da selbst kleinere Mengen zu Beschwerden f√ľhren k√∂nnen.

Glutenfreie vegane Lebensmittel sind erhältlich bzw. reduzierbar, sprich Reis statt Getreide, Buchweizenmehl statt Weizenmehl, Nudeln aus Maismehl statt aus Hartweizen usw. Nicht alle Getreidesorten enthalten Gluten.

Die Getreidehysterie kommt sehr wahrscheinlich aus verschiedenen Ecken der Rohkostszene. Die dort grassierenden Gruppenphantasien sind schwer nach Wahrheitsgehalt oder Vernunft sortierbar, da sie sich nach der Laune des zentralen Hyperpapas im Zentrum dieser Gr√ľppchen von heute auf morgen √§ndern k√∂nnen. Die R√ľckkopplung da√ü Getreide b√∂se ist, kommt vermutlich daher, da sich dort "zuf√§lliger Weise" sehr viele Glutenintoleranten anschlie√üen. Rohkostdi√§t ist meist getreidefrei (von Keimlingen mal abgesehen), und Glutenintolerante die intuitiv verschiedene Kostformen ausprobieren und dann mal bei der Rohkostdi√§t ankommen versp√ľren fast sofortige Besserung ihrer Beschwerden, und glauben dann verst√§ndlicher Weise da√ü Getreide b√∂se ist weil es ihnen ohne besser geht. Ein Trugschlu√ü, denn Getreide ist nicht b√∂se - sie wurden einfach nie auf Glutenunvertr√§glichkeit untersucht und diagnostiziert. Es geht ihnen demnach auch mit Rohkost nicht "besser", sondern -normal-. Vorher ging es ihnen n√§mlich -schlecht-. Es w√ľrde ihnen auch besser gehen mit normaler veganer Kochkost bei der Gluten eliminiert wird. Aber meist ist es dann zu sp√§t, denn die anf√§ngliche Euphorie √ľber die Erl√∂sung von den Teils doch drastischen Beschwerden, die Gruppendynamik im Verband von Menschen mit gleicher Symptomatik √ľbt psychologischen Einflu√ü aus im identit√§tsbildenden Sinne. Man hat sich gefunden, man ist sich sympathisch, und klar "Getreide ist Teufelszeug".

Hinzu kommen dann noch die Eso/Ufo/Nat√ľrlichkeitsphantasten und fertig ist die Basis, der allerlei Quatsch entsteigt.

Noch was zu Schizophrenie. Auch hier eine R√ľckkopplung. Menschen mit autistischer oder schizophrener Symptomatik neigen scheinbar h√§ufiger als andere zu Glutenintoleranz, wobei letztere wiederum auch wieder vermehrt bei der Rohkost landen. (Autisten sind nicht so anf√§llig f√ľr Gruppen und bleiben da auch nicht h√§ngen.) Vor allem Menschen mit schizophrener Symptomatik haben gro√ües kreatives Potiental welches allerdings leicht "ausl√§uft" und in die rationale Vernuft "hin√ľberschwappt" und dort f√ľr "√úberschwemmungen" sorgt. Ein Blick in ein Rohkostforum und die dort grassierenden Theorien macht diese Zusammenh√§nge √ľberdeutlich.

Was ich in dem Zusammenhang allerdings am√ľsant finde, ist da√ü diese Fehlschl√ľsse (Getreide ist b√∂se) jetzt sogar auf die "Normal"bev√∂lkerung √ľbergehen, die so normal ja nicht sind, sondern einfach nur die Mehrheit. Wenn die Normalbev√∂lkerung schlie√ülich normal w√§re, w√§re sie vegan. Die Ironie da√ü Getreide jetzt sogar Schizophrenie verursacht, obwohl in Realit√§t die Schizophrenie die Getreidephobie verursacht ist einfach zu k√∂stlich.

Und die Rohk√∂stler bekommen nun auch noch Verst√§rkung. In den U.S.A. zwar schon wieder in der Versenkung verschwindend, kommt die Low Carb Welle nun auf Europa zugeschwappt, eine weitere di√§tische Gruppenphantasie bei der generell Kohlenhydrate (einfache und komplexe) als b√∂se deklariert werden. Basis hierf√ľr ist nichts weiter als das schnellere S√§ttigungsgef√ľhl hochproteiniger Kost, was eine Konzentrierung auf Tierleichen und Qualprodukte nach sich zieht und so auch die Opfer erh√∂ht. Denn w√§hrend f√ľr Rohk√∂stler nur Getreide b√∂se ist, ist f√ľr Low Carber alles b√∂se was Kohlenhydrate hat, egal ob Einfachzucker oder die √§u√üerst gesunden komplexen Kohlenhydrate, also quasi alles, wovon sich Veganer ern√§hren. Diesmal basierend auf der wirren und mittlerweile ausgehebelten These eines Gesch√§ftemachers, werden hier vor allem Leute angesprochen die abnehmen wollen.

Aber während man sich mit Rohköstlern als veganer Mensch wenigstens noch interessant unterhalten kann, (obwohl die ständigen Verdrehungen schon nervig sind) sind die Low Carber ja sowas von borniert und eingmauert daß da ja gar nichts geht. Die ziehn das durch, zielgerichtet bis zum Nierenversagen.

Mal gespannt wann denn die ganzen Experimentalk√∂stler bei der veganen Ern√§hrung ankommen, ich warte ja auf die gro√üe vegane Ern√§hrungswelle. Ok, vegane Kost wurde und wird erfolgreich diffamiert, aber ewig kann man die Wahrheit doch nicht unterdr√ľcken, oder?

Veganköstlerwelle?

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Genauso wenig löst Getreide eine Glutenunverträglichkeit aus.
> Entweder der Körper kann mit Gluten umgehen, oder nicht.

Eben, daher mein Hinweis: Nur Betroffene sind betroffen. Traurig, da√ü solche offensichtlichen Aussagen explizit formuliert werrden m√ľssen.

> Aber während man sich mit Rohköstlern als veganer Mensch
> wenigstens noch interessant unterhalten kann, (obwohl die

Na, also da habe ich doch ganz andere Erfahrungen gemacht ...

> Mal gespannt wann denn die ganzen Experimentalköstler bei der
> veganen Ernährung ankommen, ich warte ja auf die große vegane
> Ernährungswelle. Ok, vegane Kost wurde und wird erfolgreich
> diffamiert, aber ewig kann man die Wahrheit doch nicht
> unterdr√ľcken, oder?

Naja, aber eine Vegank√∂stlerwelle, so sie denn kommt, w√ľrde sicherlich eher zur Diffamierung des Veganismus beitragen, vermute ich; alles in allem w√ľrden die Nachteile meiner Einsch√§tzung nach die Vorteile bei weitem √ľberwiegen.

Achim

Re: Veganköstlerwelle?

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Achim Stößer schrieb:

> Traurig, daß solche
> offensichtlichen Aussagen explizit formuliert werrden m√ľssen.

Fällt mir oft auf bei Gesprächen mit Nichtveganern: Fleischpanik zersetzt Gedankenprozesse.

> > Aber während man sich mit Rohköstlern als veganer Mensch
> > wenigstens noch interessant unterhalten kann, (obwohl die
>
> Na, also da habe ich doch ganz andere Erfahrungen gemacht ...

Ich meinte interessant jetzt nicht unbedingt im positiven Sinne;-)

> Naja, aber eine Vegank√∂stlerwelle, so sie denn kommt, w√ľrde
> sicherlich eher zur Diffamierung des Veganismus beitragen,
> vermute ich; alles in allem w√ľrden die Nachteile meiner
> Einsch√§tzung nach die Vorteile bei weitem √ľberwiegen.

Nicht wenn es veganer Ethik gelingen w√ľrde, sich in dem entstehen Sog anzuh√§ngen und so Zugang zu einem breiteren Publikum zu finden.

Re: Glutenintoleranz

Autor: Tanja | Datum:
Hi Ava,

> Noch was zu Schizophrenie. Auch hier eine R√ľckkopplung.
> Menschen mit autistischer oder schizophrener Symptomatik
> neigen scheinbar häufiger als andere zu Glutenintoleranz,

Echt? Hast Du dazu irgendwo eine Quelle? Das fände ich ja interessant. ;-)

> bleiben da auch nicht hängen.) Vor allem Menschen mit
> schizophrener Symptomatik haben großes kreatives Potiental
> welches allerdings leicht "ausläuft" und in die rationale
> Vernuft "hin√ľberschwappt" und dort f√ľr "√úberschwemmungen"
> sorgt. Ein Blick in ein Rohkostforum und die dort
> grassierenden Theorien macht diese Zusammenh√§nge √ľberdeutlich.

Und *schwupps* haste ein paar Feinde mehr. ;-)

> Was ich in dem Zusammenhang allerdings am√ľsant finde, ist da√ü
> diese Fehlschl√ľsse (Getreide ist b√∂se) jetzt sogar auf die
> "Normal"bev√∂lkerung √ľbergehen,

Wobei sich das angesichts der meist auftretenden gesundheitlichen Probleme durch Atkins-Diät etc. wohl auch wieder geben sollte.

> wovon sich Veganer ernähren. Diesmal basierend auf der wirren
> und mittlerweile ausgehebelten These eines Geschäftemachers,
> werden hier vor allem Leute angesprochen die abnehmen wollen.

An der Stelle vielleicht ganz interessant: ich erwähnte mal in irgendeinem Speziesistenforum, wo es darum ging, welche Diät einem tatsächlich beim Abnehmen hilft, daß vegane Ernährung, sofern man sich ballaststoffreich und zuckerarm ernährt (also quasi vegan in Verbindung mit der "Glyx-Diät"), relativ problemlos die Pfunde purzeln läßt. Das war den dort jammernden Übergewichtigen allerdings "zu umständlich". *g*

> Aber während man sich mit Rohköstlern als veganer Mensch
> wenigstens noch interessant unterhalten kann,

Solange das Thema nicht Ernährung ist...

> ständigen Verdrehungen schon nervig sind) sind die Low Carber
> ja sowas von borniert und eingmauert daß da ja gar nichts
> geht. Die ziehn das durch, zielgerichtet bis zum
> Nierenversagen.

Wenigstens kann das dann keiner der veganen Ernährung anhängen. ;-)

> Mal gespannt wann denn die ganzen Experimentalköstler bei der
> veganen Ernährung ankommen, ich warte ja auf die große vegane
> Ernährungswelle. Ok, vegane Kost wurde und wird erfolgreich
> diffamiert, aber ewig kann man die Wahrheit doch nicht
> unterdr√ľcken, oder?

Und noch ein paar Feinde mehr - wird Maqi doch gerade vorgeworfen, "die Wahrheit gepachtet" zu haben. :-))

Tanja

Wahrheit gepachtet

Autor: Achim Stößer | Datum:
> > Mal gespannt wann denn die ganzen Experimentalköstler bei der
> > veganen Ernährung ankommen, ich warte ja auf die große vegane
> > Ernährungswelle. Ok, vegane Kost wurde und wird erfolgreich
> > diffamiert, aber ewig kann man die Wahrheit doch nicht
> > unterdr√ľcken, oder?
>
> Und noch ein paar Feinde mehr - wird Maqi doch gerade
> vorgeworfen, "die Wahrheit gepachtet" zu haben. :-))

Dabei geben wir allen, die sie haben wollen, beliebig viel davon ab - m√ľ√üte doch eigentlich weggehen wie warme Semmeln, aber nein, kaum einer will sie haben - siehe auch http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=4620&t=4573.

Ist ja mit der Wahrheit nicht so, daß sie weniger wird, wenn man sie teilt - im Gegenteil.

Mal gespannt, wann Vampire kommen und uns vorwerfen, wir hätten den Knoblauch gepachtet ...

Achim

Re: Glutenintoleranz

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Quelle Zusammenhang Glutenintoleranz - Autismus, Schizophrenie

http://www.vegansociety.com/html/food/raw_food.php
"A few individuals have life-threatening adverse reactions to gluten (present in many grains but notably absent from rice). The established effects of gluten range from allergies and coeliac disease to varying degrees of digestive discomfort. In addition, some individuals appear to metabolise gluten poorly with high levels of opioid protein fragments appearing in their urine. This pattern, which also occurs with casein from animal milks, has been found in some studies to be more common in autistic and schizophrenic individuals and the symptoms of such individuals sometimes improve on elimination of gluten and milk. As a raw food diet is often a gluten free diet, it is possible that some of the people finding such diets particularly beneficial may be gluten intolerant in varying degrees."


> Echt? Hast Du dazu irgendwo eine Quelle? Das fände ich ja
> interessant. ;-)

Ich hatte die Quelle schon mal gepostet, aber habe sie jetzt auch nicht gefunden.

> Und *schwupps* haste ein paar Feinde mehr. ;-)

N√∂ warum denn, ist doch nicht b√∂se gemeint. Wenn ich im Dunkeln tappe w√ľrde, w√§re ich dankbar wenn mir jemand ne T√ľr zeigt. Klar bekommen das sicher viele betroffene Rohk√∂stler in den falschen Hals, aber im Nachhinein sind sie mir sicher dankbar. Ich habe auch nichts gegen Rohk√∂stler, so lange sie keine Kinder umbringen oder rohe Leichen fressen.

> > Was ich in dem Zusammenhang allerdings am√ľsant finde, ist da√ü
> > diese Fehlschl√ľsse (Getreide ist b√∂se) jetzt sogar auf die
> > "Normal"bev√∂lkerung √ľbergehen,
>
> Wobei sich das angesichts der meist auftretenden
> gesundheitlichen Probleme durch Atkins-Diät etc. wohl auch
> wieder geben sollte.

Na ja, also die M√§r vom eisenreichen Spinat hat sich ja auch lange gehalten. Das Problem bei den Folgeerkrankungen von Atkins ist da√ü die Zusammenh√§nge in dem Kontext diagnostiziert werden m√ľssen. Aber wenn jemand mit Herz und Nierenversagen, Schlaganfall oder Alzheimer ins Krankenhaus kommt, werden die wenigsten √Ąrzte das in Verbindung mit einer explizit gefolgten Di√§t bringen.

> Ernährung, sofern man sich ballaststoffreich und zuckerarm
> ernährt (also quasi vegan in Verbindung mit der "Glyx-Diät"),
> relativ problemlos die Pfunde purzeln läßt. Das war den dort
> jammernden Übergewichtigen allerdings "zu umständlich". *g*

Zu umst√§ndlich? Dazu m√ľ√üte man wissen, was f√ľr Vorstellungen die Leute von veganer Ern√§hrung haben. Klar, wenn man glaubt da√ü ein veganes Fr√ľhst√ľck daraus besteht, in der Jogging-Pause Rinde vom Baum zu nagen dann mag das umst√§ndlich erscheinen.

Noch besser zum abnehmen geeignet ist √ľbrigens Rohkost - was bei Rohk√∂stlern n√§mlich zum Problem werden kann -Gewicht halten- ist f√ľr Leute die abnehmen wollen ideal. Da man so viel essen kann wie man will (eben bis das S√§ttigungsgef√ľhl eintritt), gibts keine Fre√üpanik und selbst wenn das passieren wollte sind nur 100 Kcal drauf anstelle von 1000. Minerale und Vitamine gibts genug, ansonsten gelten die gleichen Regeln wie bei normaler, veganer Kochkost.

> > Aber während man sich mit Rohköstlern als veganer Mensch
> > wenigstens noch interessant unterhalten kann,
>
> Solange das Thema nicht Ernährung ist...

Kicher, ja!

> Und noch ein paar Feinde mehr - wird Maqi doch gerade
> vorgeworfen, "die Wahrheit gepachtet" zu haben. :-))

Fr√ľher fand ich diese Anti-Maqi-Hysterie reichlich l√§cherlich, mittlerweile nur noch langweilig. Ich wurde, und mit mir mein Mann sowie viele andere wahrscheinlich auch, unter anderem durch die argumentative Substanz hier vegan. Diese Art von Guthabenkonto ist zwar leider nicht me√übar, aber in dem Bezug denke ich schon da√ü Ihr da ganz weit oben steht.

Re: Seitan aus Glutenmehl selbst machen

Autor: angix | Datum:
hi lena,
ich find`s, wie du scheinbar auch, nicht falsch, sich lieber mehr als weniger gedanken zu machen wenn es ums essen geht.
Es gibt eine menge kritischer berichte zu getreide bzw. brot oder kochen, backen usw. ich weiß noch nicht, wie ich diese einschätzen soll, aber mal hingucken lohnt bestimmt!

ich selbst bin zum beispiel grad dabei, bei mir wohl `ne gluten- und milchzuckerunvertr√§glichkeit festzustellen (ja, ich arbeite auch erst noch an meinem veganerdasein)(aber auch freiwillig!). dabei hab ich bisher rausgefunden, dass es scheinbar keine krankheit ist, keine milch zu vertragen im erwachsenenalter, sondern eher der normalzustand, der scheinbar auf √ľber die h√§lfte der weltbev√∂lkerung zutrifft. (vielleicht wissen langerfahrene veganer das auch schon l√§ngst... ;) ) Und die glutenunvertr√§glichkeit oder z√∂liakie scheint auch immerhin 200.000 - 400.000 leuts in deutschland zu betreffen.
also ist es nicht allzu abwegig, dass ein nahrungsmittel, dass von allen seiten seit ewigkeiten hoch gelobt wird und ja "noch nie geschadet" hat, ab und zu mal kritisch zu beleuchten. es schadet schließlich solang nicht bis entdeckt ist, dass doch!

Wenn du ein schlechtes gef√ľhl bei gluten hast, w√ľrd ichs an deiner stelle lieber bleiben lassen oder zumindest genau beobachten. ansonsten soll die erbliche veranlagung da auch noch mit reinspielen bei der glutenunvertr√§glichkeit, das betrifft wohl so jeden 4. kann man vielleicht rausfinden?

Sonst frag doch mal bei der deutschen zöliakiegesellschaft dzg, die wissen bestimmt bescheid.

gr√ľ√üe v. angix

Laktoseintoleranz

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Es gibt eine menge kritischer berichte zu getreide bzw. brot
> oder kochen, backen usw. ich weiß noch nicht, wie ich diese
> einschätzen soll, aber mal hingucken lohnt bestimmt!

Oder es ist Zeitverschwendung ...

> freiwillig!). dabei hab ich bisher rausgefunden, dass es
> scheinbar keine krankheit ist, keine milch zu vertragen im
> erwachsenenalter, sondern eher der normalzustand, der
> scheinbar auf √ľber die h√§lfte der weltbev√∂lkerung zutrifft.

Da schwanken die Angaben (teilweise werden bis 85% genannt), aber, ja, Laktoseintoleranz ist global weit verbreitet (hierzulande nicht ganz so sehr, es wird meist eine Größenordnung von 15-20% angegeben).

Ethisch relevant ist das aber nat√ľrlich nicht (au√üer nat√ľrlich bez√ľglich der laktoseintoleranten Kinder, denen von ihren Eltern "Milchprodukte" eingetrichtert werden) .

Achim

Seitan aus Weizenmehl selbst machen [Titel anpepaßt, war "Re: ..." - Moderator]

Autor: Gisela | Datum:
Mein Rezept f√ľr Seitan kommt ohne ein spezielles Klebermehl aus, ich verwende dazu einfaches Weizenmehl- kein Vollkornmehl, denn darin ist weniger Weizenkleber enthalten:




2 kg Mehl in eine gro√üe R√ľhrsch√ľssel sieben
2 Eßl. Salz
und nach und nach 1 Ltr. Wasser dazu geben.

Das ganze zu einem festen Teig verarbeiten

1 Stunde - abgedeckt mit einem feuchten Geschirrtuch in den K√ľhlschrank stellen- zum quellen.

Den Teig in ein großes Sieb geben und unter fließendem kaltem Wasser kräftig durchkneten so wird die Stärke herausgewaschen.

Braucht aber so seine 10 bis 15 Minuten.

Dann wird der Klumpen kr√§ftig ausgedr√ľckt um so viel wie m√∂glich Wasser herauszubekommen.

Der Rest der √ľbrig bleibt sind so etwa 600 bis 700 g.

Den Teig in kleine St√ľckchen schneiden- das sind mind. 70 bis 80 Teile.

Ihr k√∂nnt das auch von einem Kilo machen- doch es ist besser - wenn man schon mal dabei ist mehr zu machen- dann reicht es mind. f√ľr 2 Tage, wenn nicht noch l√§nger.

Die St√ľckchen k√∂nnen fritiert- gekocht- ged√§mpft oder gebacken werden.
Man kann auch versuchen , nach dem ausdr√ľcken Gew√ľrze mit eon zu arbeiten- doch das gestaltet sich um ehrlich zu sein ziemlich schwierig.

Ich selbst koche es in einem kr√§ftig gew√ľrzten Gem√ľsesud und verarbeite es dann halt weiter.


Die Masse ist absolut faserig und hat Biss, so kann man damit beinahe alles was das Herz begehrt zaubern.

Viel Spaß beim ausprobieren

Gisela

Re: Seitan aus Weizenmehl selbst machen

Autor: Achim Stößer | Datum:
√Ąhnlich hier, hab's aber immer noch nicht ausprobiert ;-) .

Bist Du sicher, daß der Teig quellen muß? Ich kann mich nicht erinnern, das in dem Zusammenhang allzu oft mal gelesen zu haben.

Wie lang kochst Du das Gluten? Meist ist wohl (wie auch bei Ava) von einer Stunde die Rede; in Tanjas Grundrezept (mit Glutenpulver) ist es z.B. deutlich weniger (mal mit einer Stunde ausprobieren, ob sich da was wesentliches tut).

Allerdings habe ich das Selbstmachen immer noch nicht ausprobiert (keine Lust, so lang das Zeug zu waschen, zumal ich den Zeitangaben nicht so richtig traue ;-)).

Achim