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antiSpe Fragen und Antworten:
Lebenserwartung

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 21

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Lebenserwartung

Autor: Claude | Datum:
Stimmt es das Veganer (/Vegetarier) eine geringere Lebenserwartung haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Fleisch, in Milch oder in Eiern etwas wäre, das macht, dass man länger lebt.

Ich glaube in Albanien ist die Lebenserwartung am höchsten aber dort wird kaum viel tierisches gegessen.

auf http://www.vegan.at/ogf/ steht "Darüber hinaus haben VegetarierInnen bzw. VeganerInnen statistisch auch eine deutlich höhere Lebenserwartung als Fleisch- bzw. AllesesserInnen."

Auf http://www.vegan-welt.de/vegourmet-austria/vegetarismus.html steht:
VegetarierInnen sind laut einschlägigen Studien die gesunderen Menschen mit höherer Lebenserwartung.

Was sind das für Studien? Ich hab nämlich schon gelesen, dass Vegetarier (nicht Veganer) eine kürzere Lebenserwartung haben. (Das sagte einer in einem Interviem im "Spiegel". Wenn jemand zugriff zu Genios (kostenpflichtiges Onlinearchiv oder so hat... es war etwa in November 2000.)

Weiss jemand ob wir Veganer alle früher sterben? Das wäre wirklich schade.

Todeserwartung

Autor: Achim Stößer | Datum:
>Stimmt es das Veganer (/Vegetarier) eine geringere Lebenserwartung haben?

Ja, zumindest die, die bei der Tierrechtsarbeit etc. von Jägern über den Haufen gefahren, von Tiertransportern überrollt, von Nerzfarmern angeschossen werde oder deren Bremsleitungen durschnitten werden (alles reale Beispiele).

>Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Fleisch, in Milch oder in Eiern >etwas wäre, das macht, dass man länger lebt.

Doch, wenn Du mit dem Flugzeug in den Anden abstürzt und nur Schnee oder die toten Mitpassagiere zur Auswahl hast, ist eindeutig in deren Fleisch etwas, das Dich vor dem Verhungern bewahrt.

Ansonsten gilt tatsächlich: Leichenteile, Kuhdrüsensekrete und Vogelmenstruationsprodukte sind nicht nur nicht notwendig, sondern auch gesundheitsschädlich (nicht, daß das ein Argument wäre, aber es ist eben ein Nebeneffekt, wenn jemand aus ethischen Gründen vegan lebt).

>Was sind das für Studien? Ich hab nämlich schon gelesen, dass Vegetarier

Es gibt unzählige Studien, deshalb sind hier wohl eher Metastudien interessant.

Zum einen sei Gill Langley, "Vegane Ernährung" genannt, gibt's in jeder Buchhandlung zu bestellen.

Auch interessant ist "Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global perspective" des World Cancer Research Fund und des American Institute for Cancer Research. Interessant aus zweierlei Hinsicht: zum einen sind offenbar o.g. "Nahrungsmittel" alle gemäß der vorgestellten Studien mit Krebsentstehung verknüpft (als einzige andere signifikante Ursache wird nach meiner Erinnerung nur noch Rauchen genannt, ein wenig auch Alkohol und Salz), während Gemüse und Obst das Krebsrisiko drastisch senken, zum anderen kommen diese Leute nicht etwa zu dem Schluß, sich für Veganismus auszusprechen, was den Vorwurf, es handle sich um Veganismuspropaganda entkräftet (richtig, wer "fast vegan" lebt, aber einmal in seinem Leben ein Glas Blut trinkt, hat sicher kein erhöhtes Krebsrisiko, entsprechendes gilt wohl auch für Tabak, hier allerdings raten sie seltsamerweise ganz ab, warum wohl?). Das telefonbuchgroße und -dicke Werk kostet leider 70 $, aber wir arbeiten dran, einige Exemplare über die geplante Maqi-Rubrik "kostenlos" umsonst zu verteilen ;-) .

Achim

Lebenserwartung>Krankheit>Medikamente>Stichwort>Tierversuche

Autor: ein Gast | Datum:
>>Stimmt es das Veganer (/Vegetarier) eine geringere Lebenserwartung haben?
>


Wie sieht es denn aus mit ärztlicher Behandlung im Krankheitsfall? Wie kann ich es als Veganer mit mir in ethischen Einklang bringen, bei schwerer Erkrankung ein Medikament
zu nehmen, welches zuvor an Tieren getestet wurde?Diese Frage stellt sich ja vor allem dann, wenn es keine Alternative gibt.

Wie gehe ich mit diesem Dilemma um?
Für eine antwort wäre ich sehr dankbar.

Medikamente

Autor: Claude | Datum:

>Wie sieht es denn aus mit ärztlicher Behandlung im Krankheitsfall?
Hab ich mich auch schon gefragt - ich war aber noch nie Krank seit ich Veganer bin.

>Wie kann ich es als Veganer mit mir in ethischen Einklang bringen, bei schwerer Erkrankung ein Medikament
>zu nehmen, welches zuvor an Tieren getestet wurde?

>Diese Frage stellt sich ja vor allem dann, wenn es keine Alternative gibt.
>
>Wie gehe ich mit diesem Dilemma um?

Der Arzt muss dein Leben retten - ich würde mich halt weigern ein Medikament zu mir zu nehmen das nicht in ethischem Einklang ist.

Also ich will lange leben!

was denn jetzt?

Autor: planetvega | Datum:
>Der Arzt muss dein Leben retten - ich würde mich halt weigern ein Medikament zu mir zu nehmen das nicht in ethischem Einklang ist.
>
>Also ich will lange leben!


Jetzt haste zwar etwas geredet aber eigentlich nix gesagt...

Also nochmal ganz konkret:
Nehmen wir mal an, du hättest eine Krankheit die zwar nicht tödlich ist, aber chronisch und sehr belastend und einschränkend für Deine Lebensqualität.
Würdest du nun auf ein Medikament, für das 100te von Tieren leiden und sterben mussten verzichten, oder würdest Du es wohl oder übel nehmen?

gruss planet V

Die Analogie ist doch wohl nicht so schwer zu verstehen

Autor: Achim Stößer | Datum:
>Nehmen wir mal an, du hättest eine Krankheit die zwar nicht tödlich ist, aber chronisch und sehr belastend und einschränkend für Deine Lebensqualität.
> Würdest du nun auf ein Medikament, für das 100te von Tieren leiden und sterben mussten verzichten, oder würdest Du es wohl oder übel nehmen?

"Nehmen wir mal an, du hättest eine Krankheit die zwar nicht tödlich ist, aber chronisch und sehr belastend und einschränkend für Deine Lebensqualität.
Würdest du nun auf ein Medikament, für das 100te von KZ-Häftlingen leiden und sterben mussten verzichten, oder würdest Du es wohl oder übel nehmen?"

Achim

Antwort

Autor: Claude | Datum:
Die Frage war (Achim Stößer's Version):
>Würdest du nun auf ein Medikament, für das 100te von KZ-Häftlingen leiden und sterben mussten verzichten, oder würdest Du es wohl oder übel nehmen?"

Antwort:
Ich muss mir erst mal eine Krankheit überlegen, die ich haben könnte.
Ich nehme mal an ich hätte so was wie Gastrektomie (das Fehlen von "intrinsic factor"), was einen Vitamin-B12-Mangel zur Folge hätte. Ich hätte dann zu wenig rote Blutkörperchen - auf jeden Fall wäre ich nicht mehr so gesund.
Ich glaube das wäre dann...
>sehr belastend und einschränkend für Deine Lebensqualität.

In Wirklichkeit könnte ich jetzt wahrscheinlich chemisch (oder sogar rein pflanzlich) hergestelltes Vitamin B12 essen, welches nicht an - ach was auch immer - getestet wurde. (Anm: Ich kenne keine Krankheit, die nur mit Medikamenten, die an irgendwas Schmerzempfindendem getestet wurden, geheilt werden kann.)
Nehmen wir mal an, dass (daß) ich jetzt ein Medikament essen müsste, das irgendwie speziesistisch hergestellt/getestet wurde, damit ich wieder mein gewohntes Leben geniessen (genießen) kann. Also ich würde mir das bestimmt lange und gut überlegen. (Aber ich würde leider auch nach langem Suchen keine Methode zur Heilung finden, die Niemandem schadet.)
Dann würde ich wahrscheinlich die ganze Menschheit verfluchen und durchdrehen. Irgendwann wäre mein Gehirn zuwenig durchblutet und man würde mir das Medikament geben wenn ich schon lange nichts mehr mitkriege (meinen Eltern wäre es auch egal wenn 50'213'569'853 KZ-Häftlinge hätten leiden und sterben müssen [ausser {außer} es wären Menschen - ich habe keine Ahnung was dann wäre] und die hätten den Ärzten befohlen mir das Medikament zu geben). Dann wäre ich wieder einigermassen (einigermaßen) gesund und kann wieder denken. Ich wüsste dann dass ich nur noch lebe weil andere Lebewesen leiden mussten. Aber da ich früher mal Leichenfresser (und dann mal Vegetarier) war haben sowieso schon sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr viele Lebewesen meinetwegen gelitten. Und zwar noch viel mehr als diese 100te von KZ-Häftlingen. Ich würde also weiterleben und zwar vegan und antispeziesistisch.
Wenn mir aber davon irgendwelche Körperteile abgestorben wären, weil sie nicht genug durchblutet waren, wäre mir das zwar nicht ganz egal aber ich wüsste warum das so wäre und ich könnte damit immerhin ein paar schlagzeilen machen und somit vielleicht ein paar Menschen dazu bringen Veganer zu werden.

Aber ich würde niemals ein Medikament nehmen, von dem ich wüsste, dass man jemanden (Tier/Mensch) dazu vergewaltigt hatte das zu essen, um die Folgen der Einnahme zu testen.
Wenn der Arzt sagt es wäre nicht mit Hilfe von Gewalt getestet worden würde ich es nehmen - aber vielleicht hat er gelogen.


Eine andere (fiktive) Geschichte:

Ich war vor genau einem Jahr bei einem Menschen zu Besuch. Dieser war Speziesist und er ass (aß) Produkte von Tieren. Ich hatte schrecklich Hunger, welcher sehr „belastend und einschränkend für [m]eine Lebensqualität“ war. Leider hatte der Mensch nichts veganes zu Hause. Sein Kühlschrank war voll mit Körpern, Vogeleiern und Kuhsekreten und daraus hergestellten „Nahrungsmitteln“. Dazu kam noch der unerwartete Schneefall – und das im Mai. Es lag also 5 Meter Schnee vor dem Haus. Ich konnte wegen dem Schnee nicht aus dem Haus. So konnte ich auch nicht zu anderen Menschen nach Essen fragen. Ich ass dann also „wohl oder übel“ Körper und Sekrete von Tieren.
- Welcher Veganer würde das tun? Also ich bestimmt nicht! Lieber würde ich verhungern oder meine Dreadlocks essen!

Claude

du sagst es... hihi

Autor: planetvega | Datum:

Mensch, Claude, dass Thema scheint ja mächtig Deine (ziemlich lebhafte)
Phantasie beflügelt zu haben. Wat ne Story... :-) ...aber auch lustig.

Und wenn man Deinen Beitrag ein wenig komprimiert und die wesentlichen Aussagen rauspickt, glaube ich sogar, dass ich verstanden habe, was du meinst.

gruss

p.v.



- Practise What You Preach -

Falsch

Autor: Achim Stößer | Datum:
>Ich muss mir erst mal eine Krankheit überlegen, die ich haben könnte.

Für den nöchsten Versuch: Blinddarmentzündung.

>Ich nehme mal an ich hätte so was wie Gastrektomie (das Fehlen
>von "intrinsic factor"), was einen Vitamin-B12-Mangel zur Folge hätte. Ich
>hätte dann zu wenig rote Blutkörperchen - auf jeden Fall wäre ich nicht
>mehr so gesund.
>Ich glaube das wäre dann...

>>sehr belastend und einschränkend für Deine Lebensqualität.

>In Wirklichkeit könnte ich jetzt wahrscheinlich chemisch (oder sogar rein
>pflanzlich) hergestelltes Vitamin B12 essen, welches nicht an - ach was
>auch immer - getestet wurde. (Anm: Ich kenne keine Krankheit, die nur mit

Nein. Bei fehlendem intrinsic factor ist die alimentäre Aufnahme von B12 nutzlos, so daß es injiziert werden müßte; die Injektionslösung fällt wieder unter das Arzneimittelgesetz und wurde somit im Tierversuch getestet.

>Medikamenten, die an irgendwas Schmerzempfindendem getestet wurden, geheilt
>werden kann.)

Ich kenne keine ernsthafte (ich rede jetzt nicht von Schnupfen oder einem Schnitt im Finger, sondern eben von lebensbedrohlichem) Krankheit, die, wenn überhaupt, anders als durch konventionelle medizinische Verfahren (die per Gesetz im TV getestet wurden) zu behandeln sind.

>Dann würde ich wahrscheinlich die ganze Menschheit verfluchen und
>durchdrehen. Irgendwann wäre mein Gehirn zuwenig durchblutet und man
...
>Wenn mir aber davon irgendwelche Körperteile abgestorben wären, weil sie
>nicht genug durchblutet waren, wäre mir das zwar nicht ganz egal aber ich
>wüsste warum das so wäre und ich könnte damit immerhin ein paar
>schlagzeilen machen und somit vielleicht ein paar Menschen dazu bringen
>Veganer zu werden.

Ja, super Werbung für Veganismus, nicht nur "Kind durch vegane Ernährung fast verhungert" (wie das ja jetz schon gern durch die Schmierblötter gezogen wird, wenn wieder irgendwelche Spinner meinen, einen Säugling nur mit verdünntem Ketchup ernähren zu müssen), sondern "Veganern fallen Finger und Ohren ab" ...

>Aber ich würde niemals ein Medikament nehmen, von dem ich wüsste, dass man
>jemanden (Tier/Mensch) dazu vergewaltigt hatte das zu essen, um die Folgen
>der Einnahme zu testen.

Aha. Also keines.

Aber Knoblauch, Mehl usw., von dem Du das weißt, nimmst Du. Sehr logsch.

>- Welcher Veganer würde das tun? Also ich bestimmt nicht! Lieber würde ich >verhungern oder meine Dreadlocks essen!

Ich auch nicht. Erstens ist es kein Problem, ein paar Tage nicht zu verhungern, zweitens besteht zwischen TV-getesteten Medikamenten und Leichenfresserkühlschrankinhalt der signifikante Unterschied, daß im zweiten Fall der Verbrauch direkt mit der Produktionsmenge zusammenhängt. Jedes Ei bedeutet einen Tag für eine Individuum, durch Konsum eines getesteten Medikaments werden aber keine weiteren Idividuen umgebracht.

Achim

Re: Falsch

Autor: Claude | Datum:
>>Ich muss mir erst mal eine Krankheit überlegen, die ich haben könnte.
>
>Für den nächsten Versuch: Blinddarmentzündung.
Ich bin halt kein Arzt und die Krankheit ist doch egal. Es iat ja rein Hypothetisch

>
>Nein. Bei fehlendem intrinsic factor ist die alimentäre Aufnahme von B12 nutzlos, so daß es injiziert werden müßte; die Injektionslösung fällt wieder unter das Arzneimittelgesetz und wurde somit im Tierversuch getestet.

Ist das in der Schweiz auch so?
Ich hab mal nachgelesen:
>>>
Schmerzen, Leiden oder Schäden dürfen einem Tier nur zugefügt werden, soweit dies für den verfolgten Zweck unvermeidlich ist.
Versuche dürfen an höheren Tieren, beispielsweise an Säugetieren, nur ausgeführt werden, wenn der Zweck nicht mit niedriger stehenden Tierarten erreicht werden kann.
<<<
- scheiss Gesetze!



>Ja, super Werbung für Veganismus, nicht nur "Kind durch vegane Ernährung fast verhungert" (wie das ja jetz schon gern durch die Schmierblötter gezogen wird, wenn wieder irgendwelche Spinner meinen, einen Säugling nur mit verdünntem Ketchup ernähren zu müssen), sondern "Veganern fallen Finger und Ohren ab" ...

Ja, das wäre wohl nicht so gut. Ich neige halt zum Optimismus - so bin ich wohl manchmal etwas zu naiv.
>
>>Aber ich würde niemals ein Medikament nehmen, von dem ich wüsste, dass man
>>jemanden (Tier/Mensch) dazu vergewaltigt hatte das zu essen, um die Folgen
>>der Einnahme zu testen.
>
>Aha. Also keines.
>
>Aber Knoblauch, Mehl usw., von dem Du das weißt, nimmst Du. Sehr logsch.

Knoblauch? Mehl? wurum gehts überhaupt - ehrlich, ich bin wohl zu blöd um das zu verstehen.
Was soll ich über Knoblauch und Mehl wissen? Ich weiss nichts von Knoblauch- und Mehlversuchen. Erst gestern hab ich Spaghetti mit Knoblauch gegessen (zufälligerweise genau das Pesto von http://www.maqi.de/txt/nahrung.html) - was ist jetzt daran unlogisch? Ich hab ja gar nie was über Knoblauch und Mehl geschrieben.
Es ist ja nicht so dass ich keinen Knoblauch mehr esse nur weil mal jemand seinem gefangengehaltenen Hamster Knoblauch gegeben hat um zu schauen was passiert.
Willst du sagen dass jeder Knoblauc zuerst an einem Tier getestet wird?
>
>>- Welcher Veganer würde das tun? Also ich bestimmt nicht! Lieber würde ich >verhungern oder meine Dreadlocks essen!
>
>Ich auch nicht. Erstens ist es kein Problem, ein paar Tage nicht zu verhungern,

Aber ich hab doch geschrieben dass ich ganz doll hunger hatte!

>zweitens besteht zwischen TV-getesteten Medikamenten und Leichenfresserkühlschrankinhalt der signifikante Unterschied, daß im zweiten Fall der Verbrauch direkt mit der Produktionsmenge zusammenhängt. Jedes Ei bedeutet einen Tag für eine Individuum, durch Konsum eines getesteten Medikaments werden aber keine weiteren Idividuen umgebracht.

Ja ja... desshalb bin ich ja Veganer!
- heisst das das man desshalb solche Medikamente benützen darf? Trotzdem will ich lieber ein nicht an Lebewesen getestetes Medikament. Aber man kann Medizin wohl schlecht einfach erfinden ohne es zu testen. Desshalb versuche ich nicht krank zu werden - aber wahrscheinlich werde ich irgendwann mal krank und dann muss ich mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen
:-(

Noch eine Frage:
Warum "Falsch" - bin ich falsch oder was?




Noch meine Antwort an "planetvega"

>
>Mensch, Claude, dass Thema scheint ja mächtig Deine (ziemlich lebhafte)
>Phantasie beflügelt zu haben. Wat ne Story... :-) ...aber auch lustig.

da ich kein Artz bin und eigentlich nicht wusste was ich schreiben soll hab ich halt mal einfach was geschrieben - ich bin halt auch kein Schriftsteller
>
>Und wenn man Deinen Beitrag ein wenig komprimiert und die wesentlichen Aussagen rauspickt, glaube ich sogar, dass ich verstanden habe, was du meinst.

Was hab ich denn gemeint...? ;-)

...Also ich meine damit nur dass ich wirklich Veganer sein will. Es ist auch relativ einfach. Nur bei wenigen Lebenssituationen muss man halt mal genauer überlegen was das richtige ist. (Aber zum Glück kann man auf AntiSpe um Rat fragen und so nette Leute wie ihr antwortet mit tollen Ratschlägen oder Meinungen.)
Das mit den Medikamenten ist schon schwierig - ich weiss halt nicht genau wie das ist, da ich noch nie krank war seit ich Veganer bin.

Re: Falsch

Autor: Achim Stößer | Datum:
>>Für den nächsten Versuch: Blinddarmentzündung.

>Ich bin halt kein Arzt und die Krankheit ist doch egal. Es iat ja rein
>Hypothetisch

Ich bin auch kein Arzt, aber das ist eben ein sehr gutes Beispiel: erstens können auch Veganer eine bekommen,zweitens kann sie tödlich enden, drittens heilt sie nicht von selbst, so daß Bachblüten oder Handauflegen nicht als Kur verkauft werden können.

>unter das Arzneimittelgesetz und wurde somit im Tierversuch getestet.

>Ist das in der Schweiz auch so?

Ja.

>Ich hab mal nachgelesen:
>>>>
>Schmerzen, Leiden oder Schäden dürfen einem Tier nur zugefügt werden, soweit dies für den verfolgten Zweck unvermeidlich ist.
>Versuche dürfen an höheren Tieren, beispielsweise an Säugetieren, nur ausgeführt werden, wenn der Zweck nicht mit niedriger stehenden Tierarten erreicht werden kann.
><<<
>- scheiss Gesetze!

Ja - welches ist das, das Schweitzer Tier"schutz"gesetz?

>>Aber Knoblauch, Mehl usw., von dem Du das weißt, nimmst Du. Sehr logsch.

>Knoblauch? Mehl? wurum gehts überhaupt - ehrlich, ich bin wohl zu blöd um
>das zu verstehen.

>Was soll ich über Knoblauch und Mehl wissen? Ich weiss nichts von Knoblauch-

Daß sie, wie gesagt, im Tierversuch getestet wurden.

>und Mehlversuchen. Erst gestern hab ich Spaghetti mit Knoblauch gegessen
>(zufälligerweise genau das Pesto von http://www.maqi.de/txt/nahrung.html) -
>was ist jetzt daran unlogisch? Ich hab ja gar nie was über Knoblauch und
>Mehl geschrieben.

Aber ich ;-) .

>Es ist ja nicht so dass ich keinen Knoblauch mehr esse nur weil mal jemand
>seinem gefangengehaltenen Hamster Knoblauch gegeben hat um zu schauen was
>passiert.

Eben, und da ist die Unlogik: Nicht unbedingt lebensnotwendigen Knoblauch, obwohl im Tierversuch getestet (war grade kürzlich eine dpa-Meldung, daher habe ich das Beispiel gewählt, aber ich erinnere mich nicht an Details), ißt Du. Eine lebensrettende Pille würdest Du aber nicht schlucken, weil sie tierversuchsgetestet ist.

>Willst du sagen dass jeder Knoblauc zuerst an einem Tier getestet wird?

Nicht jede Zehe oder Knolle, aber es wird ja auch nicht jedes einzene Kügelchen aus einer Pillenschachtel ggetestet. Sondern eben "Knoblauch" bzw. das Medimant an sich.


>>zweitens besteht zwischen TV-getesteten Medikamenten und
>>Leichenfresserkühlschrankinhalt der signifikante Unterschied, daß im
>>zweiten Fall der Verbrauch direkt mit der Produktionsmenge zusammenhängt.
>>Jedes Ei bedeutet einen Tag für eine Individuum, durch Konsum eines
>>getesteten Medikaments werden aber keine weiteren Idividuen umgebracht.

>Ja ja... desshalb bin ich ja Veganer!
> - heisst das das man desshalb solche Medikamente benützen darf? Trotzdem

Siehe dazu http://veganismus.de/vegan/faq-sonstiges.html#duerfen "Dürfen Veganer ...?"

>will ich lieber ein nicht an Lebewesen getestetes Medikament. Aber man kann

Verständlich, aber dazu müssen eben die Gesetze geändert werden, die Tierversuche für die Zulassung vorschreiben.

>Medizin wohl schlecht einfach erfinden ohne es zu testen. Desshalb versuche

Nein, aber es gibt ja verschiedene Alternativmethoden. Nur sind die eben nicht gesetzlich fürs Zulassungsverfahren verwendbar. Sie müssen erst noch "getestet" werden - im Tierversuch ...

>ich nicht krank zu werden - aber wahrscheinlich werde ich irgendwann mal
>krank und dann muss ich mir das ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen
>:-(

Ja, das ist das Problem, ethisches Dilemma eben.

>Noch eine Frage:
>Warum "Falsch" - bin ich falsch oder was?

Naja, falsch waren eben einige Deiner Aussagen:
- B12-Versorgung bei fehlendem intrinsic factor durch essen behandelbar (okay, eher ein Detail)
- abgestorbene Körperteile wären eine Werbung für Veganismus
- "Ich kenne keine Krankheit, die nur mit Medikamenten, die an irgendwas Schmerzempfindendem getestet wurden, geheilt werden kann" - mag ja sein, wörtlich genommen, wenn Du damit aber sagen willst (so wird "ich kenne keine" ja i.A. verwendet), daß es eine solche nicht gibt (nicht nur, daß Du sie nicht kennst), ist das eben auch falsch, eines von vielen Beispielen, Blinddarmentzündung, habe ich genannt.

>Das mit den Medikamenten ist schon schwierig - ich weiss halt nicht genau >wie das ist, da ich noch nie krank war seit ich Veganer bin.

Tja, das "Problem" (nicht krank zu werden) haben wohl viele Veganer ;-) ... aber vielleicht hast Du ja Glück und wirst (wenn überhaupt) erst krank, wenn Tierversuche nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, sodnern durch Alternativverfahren ersetzt sind.


Achim

RE: Falsch

Autor: Claude | Datum:

>Eben, und da ist die Unlogik: Nicht unbedingt lebensnotwendigen Knoblauch, obwohl im Tierversuch getestet (war grade kürzlich eine dpa-Meldung, daher habe ich das Beispiel gewählt, aber ich erinnere mich nicht an Details), ißt Du. Eine lebensrettende Pille würdest Du aber nicht schlucken, weil sie tierversuchsgetestet ist.

Da gibt es aber einen Unterschied: Die Pille wurde nur "dank" Tierversuchen entwickelt. Der Knoblauch war aber schon vor den Tierversuchen da. Das Medikament konnte also nur mit Tierleiden entstehen - und das will ich nicht unterstützen.



>>Ja ja... desshalb bin ich ja Veganer!
>> - heisst das das man desshalb solche Medikamente benützen darf? Trotzdem
>
>Siehe dazu http://veganismus.de/vegan/faq-sonstiges.html#duerfen "Dürfen Veganer ...?"

du weisst doch was ich meine. Ich ärgere mich aber auch immer wenn man mich fragt ob ich etwas essen "darf". Seltsamerweise darf man halt Leichen essen.

>
>>will ich lieber ein nicht an Lebewesen getestetes Medikament. Aber man kann
>
>Verständlich, aber dazu müssen eben die Gesetze geändert werden, die Tierversuche für die Zulassung vorschreiben.

Ok, machen wir das! Es ist aber ganz schön schwierig die Gesetze zu ändern. So ganz alleine kann ich hier nicht viel machen. Ich kann alleine nicht genug Unterschriften sammeln. Aber die versklavung von Menschen wurde ja auch verboten.

>
>>Medizin wohl schlecht einfach erfinden ohne es zu testen. Desshalb versuche
>
>Nein, aber es gibt ja verschiedene Alternativmethoden. Nur sind die eben nicht gesetzlich fürs Zulassungsverfahren verwendbar. Sie müssen erst noch "getestet" werden - im Tierversuch ...




>Naja, falsch waren eben einige Deiner Aussagen:
>- B12-Versorgung bei fehlendem intrinsic factor durch essen behandelbar (okay, eher ein Detail)
>- abgestorbene Körperteile wären eine Werbung für Veganismus

Ich dachte halt dass die Leute sich dann mal Gedanken machen. Aber du hast ja recht es, wäre eine äusserst schlechte Werbung.

>- "Ich kenne keine Krankheit, die nur mit Medikamenten, die an irgendwas Schmerzempfindendem getestet wurden, geheilt werden kann" - mag ja sein, wörtlich genommen, wenn Du damit aber sagen willst (so wird "ich kenne keine" ja i.A. verwendet), daß es eine solche nicht gibt (nicht nur, daß Du sie nicht kennst), ist das eben auch falsch, eines von vielen Beispielen, Blinddarmentzündung, habe ich genannt.

ich habs gemeint wie ichs geschrieben hab
>
>>Das mit den Medikamenten ist schon schwierig - ich weiss halt nicht genau >wie das ist, da ich noch nie krank war seit ich Veganer bin.
>
>Tja, das "Problem" (nicht krank zu werden) haben wohl viele Veganer ;-) ... aber vielleicht hast Du ja Glück und wirst (wenn überhaupt) erst krank, wenn Tierversuche nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, sodnern durch Alternativverfahren ersetzt sind.
>
>
>Achim

Re: Falsch

Autor: Achim Stößer | Datum:
>Da gibt es aber einen Unterschied: Die Pille wurde nur "dank" Tierversuchen
>entwickelt. Der Knoblauch war aber schon vor den Tierversuchen da. Das
>Medikament konnte also nur mit Tierleiden entstehen - und das will ich
>nicht unterstützen.

Aha, jetzt kommen wir der Sache näher. Bisher war Deine Begründung ja "weil es tierversuchsgetestet ist", jetzt sieht die Sache schon etwas anders aus.

Nur: daß das Medikament "nur durch Tierleiden entstehen" konnte ist, da ja Alternativmethoden existieren wieder nicht richtig. Es hätte auch ohne diese Tierversuche entwickelt werden können. Das ist eben das Problem: owohl es Alternativmethoden gibt (und Tierversuche ohnehin wissenschaftlicher Humbug sind wegen der Nichtübertragbarkeit) sind sie eben vorgeschrieben.

Fragt sich, inwieweit das durch verwenden eines lebensrettenden Medikaments "ünterstützt" wird.

Ich denke, daß bei einem Boykott u.a. auch ein gewissern Schwellwert der Boykottierenden überschriten werden muß, um eine Wirkung zu erziehlen (im gegensatz zum direkten Tierproduktkonsum, bei dem jeder Nichtkonsum Leiden verhindert, der Nichtkonsum eines Euis eben z.B. einen Tag für eine Henne).

>>>Ja ja... desshalb bin ich ja Veganer!
>>> - heisst das das man desshalb solche Medikamente benützen darf? Trotzdem
>>
>>Siehe dazu http://veganismus.de/vegan/faq-sonstiges.html#duerfen "Dürfen Veganer ...?"
>
>du weisst doch was ich meine. Ich ärgere mich aber auch immer wenn man mich
>fragt ob ich etwas essen "darf". Seltsamerweise darf man halt Leichen

Dann sind wir usn ja einig ;-) .

>>Verständlich, aber dazu müssen eben die Gesetze geändert werden, die >>Tierversuche für die Zulassung vorschreiben.

>Ok, machen wir das! Es ist aber ganz schön schwierig die Gesetze zu ändern.

Wohl wahr ... immerhin wird heute eines ein wenig geändert.

>So ganz alleine kann ich hier nicht viel machen. Ich kann alleine nicht >genug Unterschriften sammeln. Aber die versklavung von Menschen wurde ja

Auch so eine Sache. Bewirken Unterschriftensammlungen irgendetwas? Das konnte mir noch niemand plausibel machen.

>auch verboten.

Mehr oder weniger.

>Ich dachte halt dass die Leute sich dann mal Gedanken machen. Aber du hast

Opitimist ;-) .

ja recht es, wäre eine äusserst schlechte Werbung.

>ich habs gemeint wie ichs geschrieben hab

Okay.

Achim

re:re: richtig...

Autor: planetvega | Datum:
>>Mensch, Claude, dass Thema scheint ja mächtig Deine (ziemlich lebhafte)
>>Phantasie beflügelt zu haben. Was eine Story... :-) ...aber auch lustig.
>
>da ich kein Artz bin und eigentlich nicht wusste was ich schreiben soll hab ich halt mal einfach was geschrieben - ich bin halt auch kein Schriftsteller
>>

>>Und wenn man Deinen Beitrag ein wenig komprimiert und die wesentlichen Aussagen rauspickt, glaube ich sogar, dass ich verstanden habe, was du meinst.

>Was hab ich denn gemeint...?

>...Also ich meine damit nur dass ich wirklich Veganer sein will. Es ist auch relativ einfach. Nur bei wenigen Lebenssituationen muss man halt mal genauer überlegen, was das richtige ist. (Aber zum Glück kann man auf AntiSpe um Rat fragen und so nette Leute wie ihr antwortet mit tollen Ratschlägen oder Meinungen.)
Das mit den Medikamenten ist schon schwierig - ich weiss halt nicht genau, >wie das ist, da ich noch nie krank war, seit ich Veganer bin.

Jetzt hast du ja jetzt selbst erklärt, was Du meintest.
Da hab ich nichts hinzuzufügen...

Und...nix für ungut, Claude, gelle, ich wollte Deinen Schreibstil nicht diskreditieren.
Ansonsten

- Practise What You Preach -

Tierversuche

Autor: Achim Stößer | Datum:
"Wie sieht es denn aus mit ärztlicher Behandlung im Krankheitsfall? Wie kann ich es als Antifaschist mit mir in ethischen Einklang bringen, bei schwerer Erkrankung ein Medikament zu nehmen, welches zuvor an KZ-Häftlingen getestet wurde?"

Das ist keine hypothetische Frage, tatsächlich wurden zahlreiche Medikamente (wie z.B. verbreitete wie Schlaf- oder Schmerzmittel) in z.T. tödlichen Menschenversuchen von pharmazeutischen Unternehmen (z.B. Bayer) an KZ-Häftlingen getestet.

Natürlich sind Tierversuche (ob mit Menschen oder anderen Tieren) i.A. abzulehnen. Aber dadurch, daß z.B. Mehl oder Knoblauch im Tierversuch getestet wurden (ich nenne diese zwei Beispiele, weil ich gerade in den letzten Tagen über Tierversuche damit gelesen habe) werden sie nicht unvegan.

Durch den Konsum oder Nichtkonsum eines getesteten Produkts ändert sich (anders als bei Tierprodukthaltigem) nicht direkt die Anzahl der "verbrauchten" Tiere. Es hat also lediglich Boykottfunktion (weshalb all die "Tierversuchsgegner", die ach so sehr darauf bedacht sind, tierversuchsfreie Kosmetik zu verwenden, dabei aber weiter Tierprodukte konsumieren, scheinheilig bis lächerlich sind). Wobei Bykott durchaus sinnvoll sein kann.

Aber mir erscheint ein Boykott, wenn ich diesen mit dem Leben bezahle, i.A. vergleichsweise nutzlos (zumal gegenwärtig ein effektiver Nutzen des Boykotts tierversuchsgetetsteter Medikamnete, da bei Medikamenten Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben sind, nicht erkennbar ist, hier müssen also andere Maßnahmen getroffen werden).

Achim

kein stichhaltiges Argument

Autor: planetvega | Datum:
Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 10.05.02 (21:22 Uhr) vom Verfasser überarbeitet!

Achim schrieb:
>(...) mir erscheint ein Boykott (Anm.:von Medikamenten), wenn ich diesen >mit dem Leben bezahle, i.A. vergleichsweise nutzlos

"vergleichsweise nutzlos" - wie ist das gemeint?
Meinst Du:
- In Abwägung zum Verlust de eigenen Lebens?
- Im Vergleich zu effektiveren Möglichkeiten als dem Boykott?


>(zumal gegenwärtig ein effektiver Nutzen des Boykotts >tierversuchsgetetsteter Medikamnete, da bei Medikamenten Tierversuche >gesetzlich vorgeschrieben sind, nicht erkennbar ist, hier müssen also >andere Maßnahmen getroffen werden).

Dazu:

1.) Nun, wenn aus einem einzelnen Boykott oder dem einer Gruppe eine Bewegung wird, so möchte ich bestreiten, dass dies nicht effektiv wäre,im
Gegenteil, zumindest mittel- bis langfristig kann man hier Erfolge erzielen.

2.) Was meinst du mit "anderen Maßnahmen"? Was könnte man stattdessen tun?

3.)Selbst wenn ein einzelner, persönlicher Boykott nichts verändert, ist es nicht in soweit doch sinnvoll, das man gemäß einer 100%-tig veganen Haltung und Einstellung handelt, wenn man Medikamente ablehnt, die mit Hilfe von grausamen Tierversuchen entwickelt worden sind?
Bin ich nicht ein "Pseudo-Veganer", wenn ich einerseits den Konsum von Tierprodukten ablehne, andererseits aber bei Bedrohung des eigenen Lebens auf
die beschrieben Arzneien zurückgreife?


Gruss planet V

Eigentlich alles beantwortet

Autor: Achim Stößer | Datum:
>"vergleichsweise nutzlos" - wie ist das gemeint?
>Meinst Du:
>- In Abwägung zum Verlust de eigenen Lebens?
>- Im Vergleich zu effektiveren Möglichkeiten als dem Boykott?

Ich meinte eigentlich das zweite, aber das erste gilt wohl auch.

>>(zumal gegenwärtig ein effektiver Nutzen des Boykotts
>>tierversuchsgetetsteter Medikamnete, da bei Medikamenten Tierversuche
>>gesetzlich vorgeschrieben sind, nicht erkennbar ist, hier müssen also
>>andere Maßnahmen getroffen werden).

>Dazu:

>1.) Nun, wenn aus einem einzelnen Boykott oder dem einer Gruppe eine >Bewegung wird, so möchte ich bestreiten, dass dies nicht effektiv wäre,im


Wie sollte aus Leichen eine Bewegung werden? Hallo? Die, die die lebensnotwendigen Medikamente boykottieren würden, wären zwangsläufig tot.

>2.) Was meinst du mit "anderen Maßnahmen"? Was könnte man stattdessen tun?

Das, was gegen die Menschenversuche in den KZs getan wurde: also Abschaffung von Tierversuchen.

>3.)Selbst wenn ein einzelner, persönlicher Boykott nichts verändert, ist es
>nicht in soweit doch sinnvoll, das man gemäß einer 100%-tig veganen Haltung
>und Einstellung handelt, wenn man Medikamente ablehnt, die mit Hilfe von
>grausamen Tierversuchen entwickelt worden sind?

Ich werde keine weiteren Fragen beantworten, die trivialerweise selbst beantwotet werden durch verwenden der oben angegebenen Analogie.

Habe ich nicht bereits mehrfach gesagt, daß Tierversuche abzulehnen sind, aber deswegen nicht Mehl, Handys, Knoblauch, Leitungswasser oder Medikamente, die bekanntlich alle im Tierversuch getestet wurden? Das ist doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen, oder?

>Bin ich nicht ein "Pseudo-Veganer", wenn ich einerseits den Konsum von
>Tierprodukten ablehne, andererseits aber bei Bedrohung des eigenen Lebens
>auf die beschrieben Arzneien zurückgreife?

Siehe oben.

Achim

dieser Meinung bin ich nicht

Autor: planetvega | Datum:



>>1.) Nun, wenn aus einem einzelnen Boykott oder dem einer Gruppe eine >Bewegung wird, so möchte ich bestreiten, dass dies nicht effektiv wäre,im
Gegenteil.
>
>Wie sollte aus Leichen eine Bewegung werden? Hallo? Die, die die lebensnotwendigen Medikamente boykottieren würden, wären zwangsläufig tot.

Nun aber mal ernsthaft. Formuliere ich es eben anders. Man kann ja nun auch als gesunder Mensch zum Boykott von jeglichen Medikamenten aufrufen, vor
allem jener Medikamente, wo sinnlos und grausam Tiere verheizt wurden.
Man könnte sagen: Ich nehme nur noch Arzneien z.B. aus der Naturheilkunde,wo
ich weiß, dass hierfür keine Tiere sterben mussten.


>>2.) Was meinst du mit "anderen Maßnahmen"? Was könnte man stattdessen tun?
>
>Das, was gegen die Menschenversuche in den KZs getan wurde: also >Abschaffung von Tierversuchen.

Die Abschaffung von Tierversuchen ist streng genommen an sich noch keine
Maßnahme, sondern die Konsequenz beispielsweise aus Massenprotest oder
anderen Bewegungen, die es einfach nicht mehr möglich macht, das Tierversuche durchgeführt werden können bzw. dürfen.

Menschenversuche in KZ's wurden ja nur deswegen beendet, weil die Herrschaft der Nazis mit kriegerischer Gewalt beendet wurde.

>
>>3.)Selbst wenn ein einzelner, persönlicher Boykott nichts verändert, ist >es
>>nicht in soweit doch sinnvoll, das man gemäß einer 100%-tig veganen Haltung
>>und Einstellung handelt, wenn man Medikamente ablehnt, die mit Hilfe von
>>grausamen Tierversuchen entwickelt worden sind?
>
>Ich werde keine weiteren Fragen beantworten, die trivialerweise selbst >beantwotet werden durch verwenden der oben angegebenen Analogie.

Nun es sollte doch möglich sein, darüber zu diskutieren. Ich erwarte ja keine
vorgefertigte Antwort von Dir. Allerdings kann ich die genannte "Analogie" aus o.g. Gründen so nicht gelten lassen.

>Habe ich nicht bereits mehrfach gesagt, daß Tierversuche abzulehnen sind, aber deswegen nicht Mehl, Handys, Knoblauch, Leitungswasser oder Medikamente, die bekanntlich alle im Tierversuch getestet wurden? Das ist doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen, oder?

Hey, du denkst doch nicht , das ich dich irgendwie angreifen will?
Möchte hier nur etwas anstossen, was sicher für einige andere auch nicht ganz klar ist. Und zwar inwiefern man sich als Veganer mit dem Thema Tierversuche arrangieren kann oder ob hier ein Problem ist, was man vielleicht hinnehmen muss.



ps: Ich hoffe jetzt nicht, dass der Beitrag gelöscht wird, ge?

Gruss
PV

- Practise What You Preach -

Und weiter?

Autor: Achim Stößer | Datum:
>>Wie sollte aus Leichen eine Bewegung werden? Hallo? Die, die die >>lebensnotwendigen Medikamente boykottieren würden, wären zwangsläufig tot.

>Nun aber mal ernsthaft. Formuliere ich es eben anders. Man kann ja nun auch >als gesunder Mensch zum Boykott von jeglichen Medikamenten aufrufen, vor

Und bekommt asl Erwiderung nichts als "Jaja, werd du erst mal krank".

Die Leute (selbst die Mehrzahl derer, die es schick finden, sich Tierrechtler oder Veganer zu nennen, ohne es zu sein) kriegt es nicht mal auf die Reihe, - je nachdem - keine Leichen zu fressen, weil das Schnitzel so toll schmeckt, oder kein kuhmilchbasiertes Sojajoghurt. Und dann willst Du allen ernstes zum Boykott lebensrettender Medikamente aufrufen.

Nochwas: 1,83 Millionen "Versuchtiere" (siehe z.B. veganismus.de -> Nachrichten 11. November) pro Jahr.

Das sind etwas so viele Individuen, wie allein Hühner für den Eierkonsum umgebracht werden - pro Woche.

Unzählige "Tierversuchsgegner". Entsprechendes für "Jagdgegner", wobei hier eine halbe Million Tiere pro Jahr betroffen sind - also zwei Tage Eikonsum. Noch deutlicher: Zirkusgegner.

Versteh mich nicht falsch, ich bin -selbstverständlich - ebenfalls gegen Tierversuche, Jagd und Zirkus, und wenn sich die Gelegenheit bietet, etwas dagegen zu tun (siehe maqi.de, Stichwort Jagdstörung und Stichwort Zirkus), tue ich das. Aber die Vehemenz, mit der sich viele Leute (das betriifft, wenn Dein Nick bezeichnend ist, nicht Dich) auf vergleichsweise(!) "nebensächliches" Terrain versteifen, während sie sich weiter an der Aufrechterhaltung ungeheurer Ausbeutungd und Massenmorde an Tieren beteiligen, indem sie Eier fressen, ist entlarvend.

>allem jener Medikamente, wo sinnlos und grausam Tiere verheizt wurden.

Also alle. Tierversuche für Medikamnet sind, ich wiederhole es ein letzes Mal, vorgeschrieben.

>Man könnte sagen: Ich nehme nur noch Arzneien z.B. aus der Naturheilkunde,wo
>ich weiß, dass hierfür keine Tiere sterben mussten.

Oder Gesundbeten?

Tut mir leid, aber das ist einfach lächerlich.

>Nun es sollte doch möglich sein, darüber zu diskutieren. Ich erwarte ja keine
>vorgefertigte Antwort von Dir. Allerdings kann ich die genannte "Analogie" >aus o.g. Gründen so nicht gelten lassen.

Ich sehe oben keine Gründe, aufgrund derer diese Analogie ungültig wäre.

Warum beantwortest Du nicht einfach mal die Frage: würdest Du als Antifaschist ein lebensrettendes Medikament nehmen, das im KZ-Versuch getestet wurde?

>>Habe ich nicht bereits mehrfach gesagt, daß Tierversuche abzulehnen sind,
>>aber deswegen nicht Mehl, Handys, Knoblauch, Leitungswasser oder
>>Medikamente, die bekanntlich alle im Tierversuch getestet wurden? Das ist
>doch eigentlich nicht so schwer zu verstehen, oder?

Und noch eine Frage: verwendest Du z.B. Knoblauch etc.? Wenn ja, wieso ist dann das verwenden lebensrettender Medikamente, die tierversuchsgetestet sind, abzulehnen?

Achim

Antwort dazu

Autor: planetvega | Datum:
>Die Leute (selbst die Mehrzahl derer, die es schick finden, sich >Tierrechtler oder Veganer zu nennen, ohne es zu sein) kriegt es nicht mal >auf die Reihe, - je nachdem - keine Leichen zu fressen, weil das Schnitzel >so toll schmeckt, oder kein kuhmilchbasiertes Sojajoghurt. Und dann willst >Du allen ernstes zum Boykott lebensrettender Medikamente aufrufen.

Ja, ich sehe, was du meinst und denke ähnlich darüber.
Ich möchte auch gar nicht nicht zum Boykott aufrufen, sondern einfach dieses Forum dazu nutzen, wozu es ja wohl da ist, nämlich drüber zu diskutieren, wie man mit dem Thema umgehen kann, man kann es ja nicht einfach wegschieben.
Es mag auch ein wenig subjektiv sein, und zwar deswegen, weil sicher jeder die schlimmen Bilder aus medizinischen Versuchslaboren kennt, die ja denen aus der Massentierhaltung nicht unähnlich sind.

>
>>Aber die Vehemenz, mit der sich viele Leute auf "nebensächliches" >Terrain versteifen, während sie sich weiter an der Aufrechterhaltung >ungeheurer Ausbeutung und Massenmorde an Tieren beteiligen, indem sie Eier >fressen, ist entlarvend.

Ja klar, es gibt viele, die Wasser predigen, und dann Wein trinken. Trotzdem finde ich dieses Thema nicht nebensächlich, aber das mag Ansichtssache sein,
je nachdem womit man sich mehr beschäftigt.

>>Man könnte sagen: Ich nehme nur noch Arzneien z.B. aus der >Naturheilkunde,wo ich weiß, dass hierfür keine Tiere sterben mussten.

>Oder Gesundbeten?

Warum diskreditierst du jetzt die Naturheilmedizin? Kennst Du Dich da aus?
Ich lasse mich gerne belehren. Ich meine nur, dass die chemische Keule nicht unbedingt heilsamer ist, als anerkannte Naturheilarznei.
(womit ich jetzt nicht Bachblütentee und so nen Schmodder meine)

>Tut mir leid, aber das ist einfach lächerlich.

hm....


>Warum beantwortest Du nicht einfach mal die Frage: würdest Du als >Antifaschist ein lebensrettendes Medikament nehmen, das im KZ-Versuch >getestet wurde?

Warum muss ich Antifaschist sein, um darüber nachzudenken?
Ich weiss aber , was Du meinst und ertappe mich selbst dabei, dass ich da kein solches Bewusstsein für entwickelt habe, wie für das andere Thema, weil es schließlich aktueller ist. Für mich sind die Tierversuche, die heute stattfinden, einfach viel wichtiger + näher, die Menschenversuche (zumindest die erzwungenen) sind ja zum Glück beendet. Deswegen ist es mir jetzt wichtig, das es darum geht, das auch mit den sinnlosen Tierversuchen aufgehört wird.


pv
- Practise What You Preach -

vergleichsweise(!) 'nebensächliches' Terrain

Autor: Achim Stößer | Datum:
>>Aber die Vehemenz, mit der sich viele Leute auf "nebensächliches"
>>Terrain versteifen, während sie sich weiter an der Aufrechterhaltung
>>ungeheurer Ausbeutung und Massenmorde an Tieren beteiligen, indem sie Eier
>>fressen, ist entlarvend.

>Ja klar, es gibt viele, die Wasser predigen, und dann Wein trinken.
>Trotzdem finde ich dieses Thema nicht nebensächlich, aber das mag >Ansichtssache sein, je nachdem womit man sich mehr beschäftigt.

Ich sagte
>>>
vergleichsweise (!) nebensächlich
<<<
Bitte verändere nicht sinnentstellend Zitate.

Und ich habe auch begründet, warum es im Vergleich "nebensächlich" ist. Übrigens: nur ein Bruchteil (ich habe 12% oder so im Kopf, kann mich aber irren) der Tierversuche werden im medizinischen bereich gemacht ...

>>>Man könnte sagen: Ich nehme nur noch Arzneien z.B. aus der >>>Naturheilkunde,wo ich weiß, dass hierfür keine Tiere sterben mussten.

>>Oder Gesundbeten?

>Warum diskreditierst du jetzt die Naturheilmedizin? Kennst Du Dich da aus?

Nicht gerade mein Spezialgebiet, aber, ja, einigermaßen schon.

Sicher gibt es z.B. Kräuter, die gegen Kopfschmerzen helfen, aber gegen ernsthafte Krankheiten i.A. nicht. Und solche Dinge wie etwa "homoöpathie" (auch nicht unbedingt vegan), mit einem Atom "Wirkstoff" auf eine Menge von Bodenseegröße, basierend auf der These, daß gleiches grundsätzlich mit gleichem behandelt werden könnte (die sich jemand aus den Fingern gesaugt hat), ist einfach nur gemeingefährlich.

>Ich lasse mich gerne belehren. Ich meine nur, dass die chemische Keule

Seufz. Auch "naturarzneien" bestehen aus Chemikalien. Das erinnert an den bauern, der meinte, seine Tomanet wären "genfrei". Alles klar ... übrigens: Atome sind auch drin, also aufpassen, daß sie nicht explodieren ...

>nicht unbedingt heilsamer ist, als anerkannte Naturheilarznei.

Was ist denn "anerkannte Naturheilarznei" (sagte ich bereits, daß Medikamnet per Gesetz immer im TV getestet werden?).

>(womit ich jetzt nicht Bachblütentee und so nen Schmodder meine)

Sondern was?

>>Warum beantwortest Du nicht einfach mal die Frage: würdest Du als
>>Antifaschist ein lebensrettendes Medikament nehmen, das im KZ-Versuch
>>getestet wurde?

>Warum muss ich Antifaschist sein, um darüber nachzudenken?

Nein, aber das ist nunmal die Analogie:
Antifaschist - KZ-versuchsgetestetes Medikament / Antispeziesist - tierversuchsgetestetes Medikament

>Ich weiss aber , was Du meinst und ertappe mich selbst dabei, dass ich da
>kein solches Bewusstsein für entwickelt habe, wie für das andere Thema,
>weil es schließlich aktueller ist. Für mich sind die Tierversuche, die

Schön, Fragevariante: Nimm an, Du wörest 60 Jahre früher geboren oder dutch ein Zeitloch in die Vergangenheit gefallen, würdest - natürlich - im antifaschistischen Widerstand arbeiten und nun ernsthaft krank.

Würdest Du dann a) ein KZ-versuchsgetestetes Medikament nehmen, das die Krankheit beseitigen würde (wenn nein: was würde das den KZ-Häftlingen nützen?) oder b) sterben (wenn ja, was würde etc.)

>heute stattfinden, einfach viel wichtiger + näher, die Menschenversuche
>(zumindest die erzwungenen) sind ja zum Glück beendet. Deswegen ist es mir

Wirklich? Ich erinnere mich da z.. an die Schwarzen, die in den 70ern in einem katholischen Krankenhaus in denUSA jahrelang nicht gegen Syphilis behandelt wurden, um die Spätfolgen beobachten zu können; und jetzt, in diesem Augenblick, müssen zahlreiche Kinderärzte Versuche mit ihren atienten machen, weil die Ermittlung der für Kinder geeigneten Dosierung von Medikamenten für die Pharmakonzerne finanziell nicht lohnt.

>jetzt wichtig, das es darum geht, das auch mit den sinnlosen Tierversuchen >aufgehört wird.

Das ist richtig, aber noch hast Du nicht erklärt, wie der Boykott eines lebensrettenden Medikaments dazu beitragen soll.

Achim