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Bundestagswahl

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 72

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Bundestagswahl

Autor: Toma | Datum:
Hallo!

Mich w√ľrde mal interessieren, was Mitglieder der Maqi-Gruppe am n√§chsten Sonntag w√§hlen gehen. Angesichts der Tatsache, dass es keine Partei gibt, die die konsequente Umsetzung von Tierrechten (also insbesondere Veganismus) fordert, d√ľrfte die Entscheidung nicht besonders leicht fallen. Boykottiert ihr also die Wahl oder sollte man als Tierrechtler in diesem Fall doch das kleinere √úbel w√§hlen?

Toma

Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
Zitat:
Der Anarchismus will nicht die beste aller m√∂glichen Regierungsformen, sondern √ľberhaupt keine. Er will keine alternativen Regierungsformen, sondern Alternativen zur Regierung.
[...]
Warum Wahlboykott?
- Weil Wahlen nichts ändern, sonst wären sie verboten.
- Weil alle Parteien an die Macht wollen, um zu herrschen.
- Weil selbst aktiv handeln besser ist, als sich vertreten zu lassen.
- Weil jede Regierung Menschen braucht, aber keine Mensch Regierungen.


http://www.anarchismus.de/wahlboykott/wahlboykott.htm

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Tanja | Datum:
Da wir aber nicht in einer Anarchie leben, sollten wir anstatt nichts zu tun doch lieber das kleinere Übel wählen - denke ich jedenfalls.
Es steht ja jedem frei, dann selbst noch aktiv zu werden um die durch das "kleinere Übel" verursachten Mißstände so gut es geht zu beheben.

Tanja

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
Zitat: > Da wir aber nicht in einer Anarchie leben, sollten wir anstatt nichts zu tun doch lieber das kleinere Übel wählen


Ja aber was ist das kleinere √úbel?
SPD wählen damit Stoiber nicht an die Macht kommt? Die Tierschutzpartei wählen, weil das die stärkste ist, die in die Richtige Richtung geht?

Zitat: > Es steht ja jedem frei, dann selbst noch aktiv zu werden um die durch das "kleinere Übel" verursachten Mißstände so gut es geht zu beheben.


Oder man macht es gleich radikal, so dass es keine Missstände geben wird. Das Problem ist, dass man nicht weiß, was schneller geht (viele kleine oder ein großer Schritt).

Aber ich bin bei der ganzen Sache ja eh fein raus ;-)

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Tanja | Datum:
Was genau das kleinere √úbel ist, bin ich mir leider auch noch nicht so sicher.

"Oder man macht es gleich radikal, so dass es keine Missstände geben wird. Das Problem ist, dass man nicht weiß, was schneller geht (viele kleine oder ein großer Schritt)."

Was meinst Du damit? Schritte in Richtung Anarchismus?
Oder Schritte in Richtung vegane Gesellschaft?
Auf jeden Fall ist es so, daß ich mich nicht hinsetzen und nichts tun will, denn dann passiert auch nichts.
Klar kann man sagen, daß man die Partei, die man wählt, mit seiner Stimme in ihrer Vorgehensweise bestärkt, doch ich sags einfach mal so platt: Stoiber darf nicht Kanzler werden. :-)
Drum w√§re nicht w√§hlen zu gehen in meinen Augen ein Fehler, denn in 4 Jahren CDU/CSU k√∂nnten w√ľrden Tiere/Tierrechte wahrscheinlich gar kein Thema mehr sein.
Es versteht sich ja wohl von selbst, da√ü man sich cniht darauf ausruht, da√ü man ja w√§hlen war und deshalb f√ľr die n√§chsten 4 Jahre genug getan hat. ;-)
Was w√ľrdest Du tun, wenn Du nicht "fein raus" w√§rst? :-)

Das kleinere √úbel

Autor: Achim Stößer | Datum:
Da Anarchie oder Alleinregierung der (noch zu gr√ľndenden) Tierrechtspartei oder die Landung Au√üerirdischer, die die Erde ethisch mal ein wenig aufpeppen derzeit eher utopisch sind, sind die Alternativ-√úbel, die realisierbar sind, grob:

1. CDU-Regierung
2. SPD-Regierung

Offensichtlich ist 1. das größere Übel.

Bleibt also die Frage, wie 2. zu realisieren ist.

Hier ergeben sich grob wieder (mathematisch betrachtet) folgende Möglichkeiten:
0. Nicht wählen (sprich, die Stimme quasi den tatsächlichen mehrheitsverhältnissen entsprechend aufteilen, mathematisch gesehen - nutzlos).
1. CDU wählen (eher kontraproduktiv, um 2. zu erreichen)
2. SPD wählen (könnte klappen, Gefahr: große Koalition)
3. FDP wählen (eher kontraproduktiv, um 2. zu erreichen)
4. Gr√ľne w√§hlen (Gefahr: 5%-H√ľrde, gro√üe Koalition)
5. PDS w√§hlen (wie Gr√ľne, besonders seit Gysis Ausstieg)
6. Popelpartei wählen (läuft effektiv auch Nichtwählen raus, die angebliche Signalwirking, die die Popelparteien proklamieren, sind nicht der Rede wert

Funktionieren k√∂nnten also allenfalls SPD, Gr√ľne, PDS.

Fragt sich, welche am ehesten.

Achim

Re: Das kleinere √úbel

Autor: martin.p | Datum:
> Funktionieren k√∂nnten also allenfalls SPD, Gr√ľne, PDS.

Gr√ľne haben ihre pazifistische Haltung (aufgrund Machterhalt) verraten und die PDS hat sie zwar noch, steht aber auch positiv zur Jagd (nachdem was ich mitbekommen habe).
F√ľr direkte Stoiber-Verhinderung ist die SPD vielleicht noch die beste Wahl (in doppeltem Sinn).

Stellung der Parteien zur Jagd

Autor: Iris | Datum:
> Gr√ľne haben ihre pazifistische Haltung (aufgrund Machterhalt)
> verraten und die PDS hat sie zwar noch, steht aber auch
> positiv zur Jagd (nachdem was ich mitbekommen habe).

Ja, leider! Siehe z.B. http://www.pds2002.de/positionen/pruefsteine/view_html?zid=29: "Die Jagd wird von der PDS als sozialer, wirtschaftlicher und umweltregulierender Bestandteil des Lebens im ländlichen Raum angesehen."

Eine gute √úbersicht, wie die einzelnen Parteien zur Jagd stehen, findet sich ausgerechnet auf einer pro-Jagd-Seite (Deutsche Jagdzeitung) ;-) : http://www.djz.de/artikelbeitrag/artikelbeitrag_17807.html

"Jagdpolitisch lassen wir uns von der √úberzeugung leiten, dass die Jagd, wenn sie nach Kriterien der Nachhaltigkeit, der √Ėkologie und des Tierschutzes ausgef√ľhrt wird, wichtige √∂kologische und wirtschaftliche Funktionen erf√ľllt. J√§gerinnen und J√§ger sollen einen wichtigen Beitrag zum Arten- und Naturschutz leisten. Eine √∂kologisch angepasste, nachhaltige Jagd nutzt den Tierbest√§nden, der Natur ‚Äď insbesondere dem Wald ‚Äď und dem naturbeobachtenden und erholungssuchenden Menschen gleicherma√üen." (B√ľndnis 90 / Die Gr√ľnen)

"Die Politik unserer Partei hat zum Ziel, die intakte Natur zu sch√ľtzen sowie die fl√§chendeckende umweltvertr√§gliche land-, forst- und fischereiwirtschaftliche Nutzung der nat√ľrlichen Ressourcen zu gew√§hrleisten. Dabei ist die Jagd nach unserer Auffassung eine legitime Nutzung der Natur und kann bei vern√ľnftiger Aus√ľbung einen wichtigen Beitrag f√ľr den modernen Natur- und Artenschutz liefern." (SPD)

"Die Erhaltung artenreicher und vitaler Best√§nde wildlebender Tiere, die Sicherung und Pflege ausreichender Lebensr√§ume, die sinnvolle Nutzung von Wildtieren und ihrer Produkte sowie die Verhinderung von Wildsch√§den, die den Belangen von Naturschutz und Land- und Forstwirtschaft zuwiderlaufen - dies sind die Kernelemente einer im Sinne der Nachhaltigkeit ausge√ľbten Jagd." (FDP)

"Wir haben bei der Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung darauf geachtet, dass durch diese √Ąnderung nicht in die einschl√§gigen Fachgesetze eingegriffen wird. Eine weitergehende √Ąnderung als die Erg√§nzung des Artikels 20a um die W√∂rter 'und die Tiere' h√§tte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nicht mitgetragen. Der jetzt getroffene Beschluss hat auf das Jagdrecht keine Auswirkungen, genauso wenig wie die Tierschutzgesetzgebung." (CDU /CSU - nur der Vollst√§ndigkeit halber, da die wohl sowieso niemand zu w√§hlen in Erw√§gung zieht ;-) )

(jeweils nur Ausz√ľge)

Demnach sind also alle mehr oder weniger gro√üen Parteien f√ľr die Jagd... ob nun als "pazifistisch" bezeichnet oder nicht. :-(

> F√ľr direkte Stoiber-Verhinderung ist die SPD vielleicht noch
> die beste Wahl (in doppeltem Sinn).

Hmmm, beim Gedanken, die SPD zu wählen sträubt sich aber alles in mir, ob es nun taktisch klug sein mag oder nicht.

Iris

Re: Stellung der Parteien zur Jagd

Autor: martin.p | Datum:
Mit pazifistisch meine ich jetzt eben, dass sie Krieg (zwischen Menschen) ablehnen. Wie die PDS (hier viele gro√üe PDS-Wahlplakate mit "Immen wieder: Nein zum Krieg") im Gegensatz zu den Gr√ľnen (und auch dem Rest).

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
> Was genau das kleinere √úbel ist, bin ich mir leider auch noch nicht so sicher.

Und das ist ja das Problem, was ich dabei sehe.

> Was meinst Du damit? Schritte in Richtung Anarchismus?
> Oder Schritte in Richtung vegane Gesellschaft?

Eigentlich das erste.

> Auf jeden Fall ist es so, daß ich mich nicht hinsetzen und nichts tun will, denn dann passiert auch nichts.

Wahlboykott, könnte man evt. auch mit Tierqualprodukt-Boykott vergleichen. Von nix kommt schon was. Nur bei der Wahl gibt es nur zwei Dinge, beim ersten kann man auch noch auf Demos etc. gehen um was zu machen.
So währe man im 1. Dilemma.

> Stoiber darf nicht Kanzler werden.

Sehe ich auch so, nur da die anderen nicht viel besser sind (dazu komme ich noch), besteht ein 2. Dilemma.

> Was w√ľrdest Du tun, wenn Du nicht "fein raus" w√§rst?

Dann ging’s mir wie Iris. :-)

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Ralf Bensberg | Datum:


>Aber ich bin bei der ganzen Sache ja eh fein raus ;-)<




...ich frag mich die ganze zeit schon, was du damit meinst...

...gibt es doch einen zugang zu einer parallelwelt...?...:o)

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
Zitat: ...ich frag mich die ganze zeit schon, was du damit meinst...


Ich bin fein raus heißt, dass ich noch nicht wählen brauch/darf.

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Liane | Datum:
[Zitat als Zitat markiert - Moderator]

>Ja aber was ist das kleinere √úbel?
>SPD wählen damit Stoiber nicht an die Macht kommt? Die >Tierschutzpartei wählen, weil das die stärkste ist, die in die >Richtige Richtung geht?


---> Ist es nicht. Erstaunlicherweise sind "Die Frauen" (blöder Name) in Sachen Tierrecht nahezu perfekt (!); weit besser als in Sachen Antisexismus, obwohl das deren Hauptthema ist (richtig, unter anderem sind sie sexistisch). Ich staune.

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
Zitat: Erstaunlicherweise sind "Die Frauen" (blöder Name) in Sachen Tierrecht nahezu perfekt (!); weit besser als in Sachen Antisexismus, obwohl das deren Hauptthema ist (richtig, unter anderem sind sie sexistisch).


Das wäre aber eine der Popelparteien, mit denen sich Stoiber nicht verhindern lässt und wie du selber sagtest ist sie sexistisch also auch nicht das wahre.
Das mit dem Tierecht ist aber interessant. Haben die eine HP?

Feministische Partei und NMT

Autor: Achim Stößer | Datum:
Da scheint sich beim Schreiben tats√§chlich eine Tierrechtlerin eingeschlichen zu haben, wenn es auch an anderer Stelle wieder abgebogen wurde, da√ü das Konsens ist, w√ľrde ich mal bezweifeln ;-) )

>>>
Zitat:
15. GEWALTFREIER UMGANG MIT TIEREN

Auch Menschen sind Tiere.

Die Herrschaft [m√ľ√üte das pc nicht Menschschaft hei√üen? AS] des Menschen √ľber die Natur wurde lange nicht angetastet, ebensowenig wie die Herrschaft des Mannes √ľber die Frau. Es ist daher kein Zufall, dass sich Feministinnen f√ľr Tiere einsetzen. In Gesellschaften, in denen Frauenrechte nicht viel gelten, haben Tiere so gut wie gar keine Rechte.

Menschen sind aus demselben Stoff wie Tiere [ab hier wieder nur nichtmenschliche im Widerspruch zu oben, AS], sie werden geboren und sterben, sie f√ľhlen und leiden, haben Angst vor Schmerz und Gewaltt√§tigkeit, wollen physische und psychische Bed√ľrfnisse befriedigen. Im Gegensatz zum Menschen h√§ufen Tiere weder Reichtum noch Besitz an, sie unterdr√ľcken einander nicht aus Machtgier. Sie bringen ihresgleichen nicht mit Waffen um [manche schon, AS]. Fleischfressende Tiere jagen und t√∂ten andere Tiere nur mit ihren eigenen Z√§hnen, Krallen und Pranken, um sie zu fressen, nicht um des T√∂tens willen.

Tiere können ihr Leben organisieren und ihre Probleme intelligent lösen. Tiere haben zwar keine Sprache [bitte? AS], können sich aber verständlich machen.

Der Mensch hat nicht das Recht, Tiere als Sache zu behandeln, die aus wirtschaftlichen Erfordernissen oder aus anderen Gr√ľnden aufgrund menschlicher √úberheblichkeit produziert, eingesperrt, transportiert, ausgebeutet, gequ√§lt, gejagt, geschlachtet, gekauft, verkauft, vergast, zu Versuchszwecken "verbraucht" und vernichtet werden. [vgl. aber R√ľckzieher unten, AS]

Mensch, Tier und Umwelt sind verkn√ľpft. Die St√∂rung des Gleichgewichts der Natur an einer Stelle zieht Folgen an anderen nach sich. So ist das Elend und die Entrechtung der Tiere eine direkte Folge der menschlichen Bev√∂lkerung und ihrer Bed√ľrfnisse, die weit √ľber das hinausgehen, was zu einem w√ľrdigen Leben notwendig ist.

Der Fl√§chenverbrauch durch Stra√üenbau, Industrie- und Wohnbebauung beraubt die Tiere ihrer Lebensgrundlage, die Umweltvergiftung macht alle krank. F√ľr Nahrungsmittelproduktion und Gebrauchsg√ľterindustrie sind Tiere Rohstoff.
Menschen und Tiere sind Teil der Natur. Tiere sind Mitgesch√∂pfe, die nicht nur uneingeschr√§nkt Ehrfurcht, Respekt und Solidarit√§t verdienen, sondern ein Recht darauf haben. Sie haben das Recht auf ein artgem√§√ües Leben und einen w√ľrdigen schmerzlosen Tod [kann nat√ľrlich so oder so ausgelegt werden ... AS]. Das derzeitige Tierschutzgesetz wird diesen Forderungen nicht gerecht.

Forderungen und Konsequenzen f√ľr

1. Haustiere

Zucht, Handel und Halten von Haustieren

Da der Mensch die Natur durch Z√ľchtung nicht verbessern kann [unsinnige Begr√ľndung, AS], lehnen wir Z√ľchtung und folglich den Handel mit Haustieren ab. Personen, die Haustiere halten, m√ľssen in der Lage sein, dies vern√ľnftig und verantwortungsbewusst zu tun.

Haltung sogenannter Exoten

Exotische Tiere können in unseren Breitengraden nicht artgerecht gehalten werden. Die Verlustrate beim Fang und Transport ist alarmierend hoch. Bis zu zehn Wildvögel beispielsweise kommen um, damit ein einziger Käfigvogel seinen Bestimmungsort erreicht. Wir lehnen jeden Import von Exoten ab, egal welchen Zwecken sie dienen sollen.

Tierversuche

Tierversuche werden damit begr√ľndet, dass das Tier dem Menschen √§hnlich sei und die Ergebnisse und Testreaktionen der Tiere Schlussfolgerungen auf den Menschen zulie√üen. Wenn dem aber so ist - insbesondere hinsichtlich der physischen und psychischen Leidensf√§higkeit - so ist es nicht vertretbar, Tiere zum Testmaterial zu degradieren.

Transgene Tiere

Die Z√ľchtung und Patentierung transgener Tiere, wie z. B. der sog. Krebsmaus mu√ü sofort verboten werden, ebenso Versuche, aus Tieren durch Genmanipulation lebende Pharmafabriken zu machen, ihre Leistungsf√§higkeit zu steigern oder sie zu blo√üen Fleischlieferanten zu degradieren.

Gesundheit

Eng verbunden mit der Ablehnung von Tierversuchen und der Z√ľchtung transgener Tiere ist die Forderung nach einer Umkehr im Gesundheitswesen (s. Programmpunkt 11 "Gesundheit").

2. Nutztiere

√Ėkologische Landwirtschaft

Die √∂kologische Landwirtschaft arbeitet nach dem Vorsorgeprinzip. Sie erh√§lt die Fruchtbarkeit der B√∂den, die Sauberkeit des Wassers und der Luft und produziert unbelastete Lebensmittel f√ľr den regionalen Markt [recht blau√§ugig, AS]. Intensiv- und Massentierhaltung [ah ja, also pl√∂tzlich nicht mehr generell, sondern nur "Intensiv- und Massen-", AS] sowie die qualvollen(Schlacht-)Tiertransporte [nicht die Schlachtung an sich, AS] m√ľssen verboten werden. Futtermittel m√ľssen aus dem Eigenanbau stammen.

Futtermittelimporte sind √ľberfl√ľssig, denn sie verursachen neben √∂kologischen Problemen bei uns Hunger und Armut in den L√§ndern der sogenannten dritten Welt.

√Ėkologische Landwirtschaft wirkt der Verarmung der Artenvielfalt entgegen. Die Notwendigkeit der Umstellung auf √∂kologische Landwirtschaft ist sp√§testens seit der BSE- und MKS-Krise klargeworden. Dabei sind diese Skandale die vorerst letzten in einer Reihe vorangegangener: die H√ľhnerhaltung in den Legebatterien, die Nikotinverseuchung der H√ľhnerst√§lle, Nematoden im Fisch, Antibiotika und Hormone in der Schweine- und K√§lbermast, Dioxin in Eiern... [also Verbraucherschutzgeblubber, AS] Und schon seit langem versuchen die gro√üen Agrarfirmen, unterst√ľtzt von der Politik, die VerbraucherInnen auf den Einsatz der Gentechnik in der Lebensmittelherstellung einzustimmen. Doch sind die Folgen der Gentechnik weder einzusch√§tzen noch r√ľckholbar. Schon von daher lehnen wir sie ab.

S√§mtliche Subventionen, die zur Zeit die sog. "konventionelle Landwirtschaft" erh√§lt, m√ľssen gestrichen werden und f√ľr die F√∂rderung der √∂kologischen Landwirtschaft zur Verf√ľgung gestellt werden.

Ernährung

Was dem Menschen schmeckt, ist Gewohnheitssache. Fleisch ist f√ľr die menschliche Ern√§hrung in der Regel nicht n√∂tig.

Tiertransporte

Lebendtiertransporte [aber nicht Leichentrasporte, AS] und Schlachth√∂fe m√ľssen sofort abgeschafft werden (!).

Tiere in Zoo und Zirkus

Tiere mit Gewalt zu dressieren und sie in K√§figen zur Schau zu stellen ist ein empfindlicher Eingriff in ihre spezifische Lebensweise. Selbst der Versuch, ihren angestammten Lebensraum zu imitieren, kann das Wohlbefinden der Tiere nur ungen√ľgend verbessern. Zoologische G√§rten k√∂nnen f√ľr eine √úbergangsfrist als Unterbringungsort f√ľr ungewollte Tiere (insbesondere Exoten) und missbrauchte Tiere verwendet werden. Langfristiges Ziel ist aber die Abschaffung der Zoologischen G√§rten. Zirkus ist auch ohne dressierte Tiere unterhaltsam.

Jagen

Allein in Deutschland werden jährlich mehr als 5 Millionen Tiere mit Flinten und Fallen getötet. Die Jäger sind zumeist Männer [na dann *augenroll* AS], die die Jagd als Hobbybetreiben. Die mit der Jagd verbundenen Rituale lassen den Schluss zu, dass es bei der Jagd um die Lust am Töten geht.

Die Jagd st√∂rt das √∂kologische Gleichgewicht, z.B. durch die Winterf√ľtterung, die intensive Verfolgung von Beutekonkurrenten wie F√ľchsen und anderen Beutegreifern, Biotopmanipulationen und das Aussetzen von Tieren zu Jagdzwecken. Aus diesem Grund sind s√§mtliche derzeit als jagdbar eingestuften Tierarten ausnahmslos der Naturschutzgesetzgebung zu unterstellen; die Jagdzeiten sind ersatzlos zu streichen. Um Sch√§den in Land- und Forstwirtschaft zu minimieren, sind bei Reh- und Schwarzwild populationsbegrenzende Ma√ünahmen in Form von Weiterentwicklung und Anwendung geeigneter biologischer Alternativmethoden denkbar.

Noch immer werden in einigen L√§ndern Zugv√∂gel massenhaft get√∂tet - ein nicht mehr gutzumachender Eingriff in den Naturhaushalt. EU-Verordnungen k√∂nnten dem ein Ende bereiten. Damit deutsche J√§ger nicht in anderen L√§ndern ihrem "Hobby" nachgehen k√∂nnen, soll die Einfuhr von Jagdtroph√§en und die Werbung f√ľr Jagdreisen verboten werden. Au√üenpolitisch ist auf L√§nder, die Jagdtourismus tolerieren bzw. f√∂rdern, entsprechender Druck auszu√ľben. Als Alternative bietet sich vor allem der "friedliche", naturvertr√§gliche Tourismus an. Er ist nachhaltig zu unterst√ľtzen.

Jagd und Zucht von Pelztieren

Die Einfuhr von Fellen [nicht: unbehaarter Haut, AS] - gleich, ob diese Pelze von bedrohten oder nichtbedrohten Arten stammen - ist mit sofortiger Wirkung zu verbieten, egal ob die betreffenden Tiere wegen ihres Pelzes oder aber im Rahmen von - ohnehin fragw√ľrdigen - "Sch√§dlingsbek√§mpfungs-Ma√ünahmen" get√∂tet wurden.

Das Z√ľchten und T√∂ten von Tieren zum Zweck der Pelzgewinnung ist zu unterbinden; die derzeit noch eingesperrten Tiere sind nach einer angemessenen Gew√∂hnungsphase unter fachkompetenter Aufsicht in die freie Natur zu entlassen. Bestehen hierf√ľr (beispielsweise bei faunenfremden Arten) √∂kologische Bedenken, so sind die Tiere in einem f√ľr sie geeigneten Territorium, n√∂tigenfalls dem jeweiligen Herkunftsland anzusiedeln.

Sportangeln

Was f√ľr die Hobbyjagd gilt, gilt auch f√ľr das Sportangeln- die Jagd des "kleinen Mannes". Erkenntnisse im Bereich der Neurophysiologie belegen unmissverst√§ndlich, dass Fische in der Mundh√∂hle nicht weniger schmerzempfindlich sind als S√§ugetiere. T√∂ten kann kein Sport sein!

Artenschutz

Die sogenannten roten Listen, auf denen die von Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten ausgewiesen werden, sind lang und werden immer l√§nger. Von den gesch√§tzten 45 000 Arten in der Bundesrepublik gelten lediglich 16 000 als untersucht. Davon sind (lt. Bundesamt f√ľr Artenschutz Bonn) 3% ausgestorben oder verschollen. 40% gelten als gef√§hrdet, stark gef√§hrdet oder von Aussterben bedroht. Hier reichen die wenigen kosmetischen Ans√§tze der letzten Jahre nicht aus.

Notwendig ist die √Ėkologisierung s√§mtlicher Politikbereiche und die Verwirklichung naturvertr√§glicher Produktions- und Nutzungsformen. Das umfasst den Einsatz gegen Stra√üenbau und f√ľr schienengebundene Verkehrssysteme, gegen Agrarfabriken und f√ľr √∂kologische Landwirtschaft, gegen √∂konomischen Zentralismus und f√ľr eigenst√§ndige Regionalentwicklung.
<<< (meine Hervorhebungen) http://feministischepartei.de/progra-d.htm#kap15 bzw. die-frauen.de

Achim

Re: Feministische Partei und NMT

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Auch Menschen sind Tiere.

ist jetzt gestrichen.

> Die Herrschaft [m√ľ√üte das pc nicht Menschschaft hei√üen? AS]
> des Menschen √ľber die Natur wurde lange nicht angetastet,
> ebensowenig wie die Herrschaft des Mannes √ľber die Frau. Es
> ist daher kein Zufall, dass sich Feministinnen f√ľr Tiere
> einsetzen. In Gesellschaften, in denen Frauenrechte nicht
> viel gelten, haben Tiere so gut wie gar keine Rechte.
>
> Menschen sind aus demselben Stoff wie Tiere [ab hier wieder
> nur nichtmenschliche im Widerspruch zu oben, AS], sie werden

jetzt: "Tiere sind aus demselben Stoff wie Menschen".


Weitere Unterschiede sind mir beim √úberfliegen nicht aufgefallen.

Achim

Re: Feministische Partei und NMT

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Auch Menschen sind Tiere.
>
> ist jetzt gestrichen.

Wenigstens antworten sie schnell (wenn auch ohne viel zu sagen), folgende Antwort auf meine Anfrage hat keine f√ľnf Stunden gebraucht:
Zitat: Sehr verehrter Herr Stösser,

die Formulierung wurde gestrichen, weil es einen entsprechenden Antrag gab, der bei der Bundesmitfrauenversammlung eine Mehrheit fand.

Mit feministischen Gr√ľssen
Margot M√ľller
Bundessprecherin
Feministische Partei
DIE FRAUEN
www.feministischepartei.de


Nachzufragen, wie der Antrag begr√ľndet wurde ist wohl zwecklos. Interessant aber, dass offenbar die Mehrheit der versammelten Bundes-Mitfrauen Menschen f√ľr Pflanzen, Pilze, Bakterien oder anorganische Stoffe h√§lt.

Achim

PS: Wieso "Herr Stösser"? Ich hatte mit "A. Stößer" unterschrieben ... hm.

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Achim Stößer | Datum:
> und was unblutiger ist...

Wie meinst Du das, kannst Du das etwas n√§her ausf√ľhren?

Achim

Anarchie ist machbar, Herr Nachbar, aber nicht durch Nichtwahl

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Der Anarchismus will nicht die beste aller möglichen
> Regierungsformen, sondern √ľberhaupt keine. Er will keine
> alternativen Regierungsformen, sondern Alternativen zur
> Regierung.

So weit, so gut.

Aber:

> - Weil Wahlen nichts ändern, sonst wären sie verboten.

Naja, netter Sponti-Spruch, aber w√§re Hitler nicht gew√§hlt worden, h√§tte sich vielleicht etwas anders entwickelt, und zwischen einer CDU- und eienr SPD-Regierung nach der n√§chsten Wahl d√ľrfte es auch (wenn auch weitgehend marginale) Unterschiede geben.

> - Weil alle Parteien an die Macht wollen, um zu herrschen.

Yep.

> - Weil selbst aktiv handeln besser ist, als sich vertreten zu
> lassen.

Das ist aber dummerweise erst dann eine Alternative, wenn die bevölkerung(smehrheit?) anarchistisch ist.

> - Weil jede Regierung Menschen braucht, aber keine Mensch
> Regierungen. [/quote]

Ja.

Nur: kommenden Sonntag nicht zu w√§hlen bedeutet ja nicht weniger Regierung (geschweige denn gar keine), und angesichts der gro√üen Zahl der Gleichg√ľltigkeitsnichtw√§hler nichteinmal ein Signal in diese Richtung. (Etwas) anderes w√§re es, wenn mit weniger W√§hlern die Zahl der Regierenden/Mandatstr√§ger, der Regierungsetat/Abgeordnetendi√§ten etc. reduziert w√ľrden (zumindest bei hinreichender Zahl von Aw√§hlern).

Kommenden Sonntag nicht zu wählen bedeutet, ca. 30-40%(?) der eigenen Stimme der CDU zu geben ...

Achim

"Wählen statt Stoiber"

Autor: Achim Stößer | Datum:
Passend dazu auch die Anzeige, die Klaus Staeck schaltete: "Wählen statt Stoiber".

Achim

Re: Anarchie ist machbar, Herr Nachbar, aber nicht durch Nichtwahl

Autor: Osterwelle | Datum:
> Nur: kommenden Sonntag nicht zu wählen bedeutet ja nicht
> weniger Regierung (geschweige denn gar keine), und
> angesichts der gro√üen Zahl der Gleichg√ľltigkeitsnichtw√§hler
> nichteinmal ein Signal in diese Richtung. (Etwas) anderes
> wäre es, wenn mit weniger Wählern die Zahl der
> Regierenden/Mandatsträger, der
> Regierungsetat/Abgeordnetendi√§ten etc. reduziert w√ľrden
> (zumindest bei hinreichender Zahl von Awählern).
>
> Kommenden Sonntag nicht zu wählen bedeutet, ca. 30-40%(?) der
> eigenen Stimme der CDU zu geben ...

Sagt sogar (sinngemäß) Guido Westerwelle:

"Es wird kein einziger Stuhl in den Parlamenten frei bleiben, wenn Sie nicht wählen gehen. Es nehmen dann nur diejenigen dort Platz, die Sie dort nicht sehen wollen."

Re: Anarchie ist machbar, Herr Nachbar, aber nicht durch Nichtwahl

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Sagt sogar (sinngemäß) Guido Westerwelle:
>
> "Es wird kein einziger Stuhl in den Parlamenten frei bleiben,
> wenn Sie nicht wählen gehen. Es nehmen dann nur diejenigen
> dort Platz, die Sie dort nicht sehen wollen."

Na sowas - stimmt aber trotzdem ;-) .

Achim

Nichtw√§hlen, ung√ľltig w√§hlen, Popelpartei w√§hlen hei√üt CDU etc. w√§hlen

Autor: Achim Stößer | Datum:
Aus aktuellem Anla√ü erg√§nzend: Entsprechendes gilt selbstredend auch f√ľr ung√ľltige Stimmen (wenn also jemand z.B. Tierrechtspartei auf den Wahlzettel schreibt und ankreuzt - obwohl das sicher interessant w√§re) sowie f√ľr das W√§hlen von unter-5%-Parteien (sollte das in diesem Thread noch nicht gesagt worden sein).

Achim

Re: Nichtw√§hlen, ung√ľltig w√§hlen, Popelpartei w√§hlen hei√üt CDU etc. w√§hlen

Autor: Gast | Datum:
>sowie f√ľr das W√§hlen von unter-5%-Parteien

Nein, denn einerseits steht vor der Wahl noch nicht fest, wer wie viele % bekommt (sonst w√§re die Wahl √ľberfl√ľssig), andererseits hat jede neue Partei erst mal unter 5%. Wie das Beispiel der Piratenpartei zeigt, kann sich das √§ndern ‚Ķ aber nat√ľrlich nur, wenn jemand die ‚Äěunter-5%-Parteien‚Äú w√§hlt.

Re: Nichtw√§hlen, ung√ľltig w√§hlen, Popelpartei w√§hlen hei√üt CDU etc. w√§hlen

Autor: Achim Stößer | Datum:
Gast schrieb:
>
> >sowie f√ľr das W√§hlen von unter-5%-Parteien
>
> Nein, denn einerseits steht vor der Wahl noch nicht fest, wer
> wie viele % bekommt (sonst w√§re die Wahl √ľberfl√ľssig),

Doch, denn das muss nicht feststehen, es gen√ľgt, zu wissen, dass bei der Einteilung in die drei Gruppen
a) die garantiert unter 5% bleiben (derzeit z.B. PBC)
b) die garantiert √ľber 5% kommen (derzeit z.B. CDU)
c) die, bei denen es vorab unklar ist
in die Gruppe a), also eben die unter-5%-Parteien, fällt.

> andererseits hat jede neue Partei erst mal unter 5%. Wie das

Was hierf√ľr aber irrelevant ist.

Achim

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Ralf Bensberg | Datum:
...hallo martin...

...denk das doch mal zuende mit der anarchie...

...oder nur, wenn niemand w√§hlen gehen w√ľrde...




...guckt du denn nicht die simpsons...?...:o)

...homi hatte sich in einer der letzten folgen "nur" mit den m√ľllm√§nnern verkracht...

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: martin.p | Datum:
> ...denk das doch mal zuende mit der anarchie...

Was sollte dann sein?

> ...guckt du denn nicht die simpsons...?...:o)

So oft ich kann. (kenn zwar inzwischen schon (fast) alle Folgen auswendig aber langweilig wird’s nie)

> ...homi hatte sich in einer der letzten folgen "nur" mit den m√ľllm√§nnern verkracht...

Nee, die hatte er ja bar ausgezahlt. Der hat es sich mit allen verkracht (gut in dem Sinn auch mit ihnen).

Re: Anarchie - Ordnung ohne Herrschaft

Autor: Ralf Bensberg | Datum:
...eigendlich m√ľsste maqi damit vertraut sein...

...hab euren link als kontakt zur graswurzelrevolution gefunden...?!...

http://www.graswurzel.net/vernetzung/kontakte.shtml

Re: Bundestagswahl

Autor: Iris | Datum:
> Mich w√ľrde mal interessieren, was Mitglieder der Maqi-Gruppe
> am nächsten Sonntag wählen gehen. Angesichts der Tatsache,
> dass es keine Partei gibt, die die konsequente Umsetzung von
> Tierrechten (also insbesondere Veganismus) fordert, d√ľrfte
> die Entscheidung nicht besonders leicht fallen. Boykottiert
> ihr also die Wahl oder sollte man als Tierrechtler in diesem
> Fall doch das kleinere Übel wählen?

Wenn ich das w√ľ√üte, w√§re ich froh!
Wahlboykott halte ich aus den von Tanja schon genannten Gr√ľnden f√ľr kontraproduktiv, aber ich wei√ü echt nicht, wen ich w√§hlen soll! Wahrscheinlich werde ich mich erst n√§chsten Sonntag in der Wahlkabine notgedrungen entscheiden...

Fakt ist: Es gibt keine Tierrechtspartei.
Die Tierschutzpartei scheint auf den ersten Blick am n√§chsten dran zu sein, ist aber genauso heuchlerisch und speziesistisch wie die Gr√ľnen oder andere Parteien. Zum Beispiel sind in der aktuellen "Zeitenwende" die KandidatInnen der Tierschutzpartei und deren Wahlkampfthemen aufgelistet. Diese sind u.a. "Generelles Verbot des bet√§ubungslosen Schlachtens" (Schlachten mit Bet√§ubung ist demnach OK?) oder "Tiere im Altenheim" (die Tierschutzpartei will sich also f√ľr die Gefangenhaltung nichtmenschlicher Tiere f√ľr menschliche Zwecke einsetzen!). Allein das w√ľrde schon reichen um die Tierschutzpartei nicht mal in Richtung Tierrechte gehend einzustufen! Ich denke, da√ü mit der Wahl dieser Partei eindeutig Reformen bef√ľrwortet werden, und Parteien, die sich zus√§tzlich zur gegenw√§rtig stattfindenen Tierausbeutung auch noch f√ľr eine weitere Form der Ausbeutung und Gefangenhaltung, n√§mlich der in Altersheimen, einsetzen, brauchen die nichtmenschlichen Tiere nun wirklich nicht.
Mit den Gr√ľnen sieht es √§hnlich aus - schon allein wegen den Ma√ünahmen und Forderungen von Renate K√ľnast will ich die auf gar keinen Fall w√§hlen. "Tierschutz ins Grundgesetz" und die Reform der H√ľhnerausbeutung (Abschaffung von Legebatterien) d√ľrfte f√ľr die Tierrechte √ľberaus sch√§dlich sein.

Ich habe schon √ľberlegt, aus strategischen Gr√ľnden (um Stoiber zu verhindern) SPD zu w√§hlen, bei http://www.wahlomat.de kam bei mir allerdings PDS raus...

Mit anderen Worten: Ich bin absolut ratlos und w√ľrde mich freuen, die Meinung von anderen Tierrechtlern dazu zu h√∂ren. :-)

Iris

K√ľnast

Autor: Achim Stößer | Datum:


Klaus Wowereit (SPD), Renate K√ľnast (Die Gr√ľnen), Schweineleiche

Re: K√ľnast

Autor: Reina | Datum:
Hi,

hat jemand noch das sch√∂ne Bild, was Frau K√ľnast beim Sch√ľtzen zeigt ?

Re: K√ľnast

Autor: Achim Stößer | Datum:
> hat jemand noch das sch√∂ne Bild, was Frau K√ľnast beim
> Sch√ľtzen zeigt ?

Du meinst das, auf diem sie freundlicherweise ein Schwein mit etwas Brot aufzpäppeln versucht (wobei das blöde Schwein, nur weil es gebraten wurde, ihre milde Gabe verschmäht)?

Achim

Re: K√ľnast

Autor: Reina | Datum:
>auf diem sie freundlicherweise ein Schwein mit etwas Brot
>aufzpäppeln versucht (wobei das blöde Schwein, nur weil es
>gebraten wurde, ihre milde Gabe verschmäht)?

Da gabs doch mal so ein nettes, was sie vor einem nicht mehr so ganz gl√ľcklichen Schwein stehend zeigte, das wohl an einem Lagerfeuer etwas √ľberhitzt wurde und wo ungl√ľcklicherweise auch die Sitzstange nicht unter, sondern durch den K√∂rper gesteckt wurde. Und was aber irgendwie nicht so recht nach einem Unfall aussah...

Hat das noch jemand und kanns mir mailen? ich kann das im Web nicht mehr finden... ?

G√ľ√üe.

K√ľnast und das Schwein

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Da gabs doch mal so ein nettes, was sie vor einem nicht mehr
> so ganz gl√ľcklichen Schwein stehend zeigte, das wohl an einem
> Lagerfeuer etwas √ľberhitzt wurde und wo ungl√ľcklicherweise
> auch die Sitzstange nicht unter, sondern durch den Körper
> gesteckt wurde. Und was aber irgendwie nicht so recht nach
> einem Unfall aussah...

War mal hier verlinkt, ich habe aber nur noch eine schlechte Schwarzweißversion (s.u.), das "Original" hätte ich auch gern mal wieder.

Achim

Re: K√ľnast

Autor: Claude | Datum:
http://www.brd2002.info/parteien/gruene/Renate_K.jpg

zur not tuts dies eventuell auch:
http://rhein-zeitung.de/on/03/05/21/topnews/curry_.jpg

Parteiprogramme / Tierschutzpartei

Autor: Achim Stößer | Datum:
Vom Parteiprogramm her (von der Realität ganz zu schweigen) sind nunmal alle existierenden Parteien inakzeptable. Die einen mehr, die anderen noch mehr. Sowohl was Tierrechtsaspekte angeht, als auch andere (die ja auch nicht zu vernachlässigen sind).

> Die Tierschutzpartei scheint auf den ersten Blick am nächsten
> dran zu sein, ist aber genauso heuchlerisch und
> speziesistisch wie die Gr√ľnen oder andere Parteien. Zum

Daher (und aus den oben - sowie den vorhin genannten mathematisch-pragmatischen - Gr√ľnden) ist die nat√ľrlich keine Option.

Achim

Tierschutzpartei pro Tiermord

Autor: Iris | Datum:
Wer gestern auf ARD "Die Außenseiter" gesehen hat, bekam ja nun defintiv mit, daß die Tierschutzpartei total kontraproduktiv zu Tierrechten ist:
Der Vorsitzende J√ľrgen Gerlach erkl√§rte, da√ü sie gegen bet√§ubungsloses Schlachten seien, die Tiere sollten mit Bet√§ubung geschlachtet werden. Daraufhin wurde er gefragt, ob sie denn Vegetarier seien, aber "nicht so strikt" oder so √§hnlich, was Gerlach bejahte. Das hei√üt entweder, da√ü er selbst kein Vegetarier ist, oder da√ü er meinte, mit so einer "radikalen Meinung" keine W√§hler gewinnen zu k√∂nnen.

War √ľbrigens eine ziemlich "am√ľsante" Sendung, da sich sehr eigenwillige Parteien mit absurden Wahlprogrammen vorgestellt haben, z.B. PBC, ("Partei Bibeltreuer Christen"), die in Harry Potter eine gro√üe Gefahr f√ľr Jugendliche sehen (wegen des gro√üen Anteils an Zauberei), Homosexualit√§t ist eine S√ľnde, ..., CM ("Christliche Mitte"), die total rechts waren und im Gegensatz zur PBC, welche z.B. Moslems zum christlichen Glauben bekehren wollen, diese aus dem Land vertreiben wollen (total k√∂stlich: der PBC-Mensch war so √ľberzeugt von seinem Glauben, da√ü er die Frau von den REPs davon √ľberzeugen wollte, da√ü "wir als Christen" die Pflicht haben, "die Ausl√§nder" Gott n√§herzubringen), BP ("Bayern-Partei"), die aus Bayern einen eigenen Staat machen wollen, ...
Im Publikum saßen ziemlich viele junge Leute (Erstwähler) die sich oft nur noch weggelacht oder das Gesicht in den Händen vergraben haben. ;-)
Obwohl die Auftritte/Meinungs√§u√üerungen der CM, der NPD und der REP alles andere als lustig waren (naja, die Aussage des NPDlers, da√ü vorwiegend deutsche Schlagermusik geh√∂rt werden soll, hat dann doch f√ľr Lacher gesorgt)!

Iris

Schill-Partei

Autor: Achim Stößer | Datum:
Anekdote am Rand: ein (mir nicht bekannter) Besucher meiner privaten Webseite mailte mir gestern:
>>>
Zitat:
Ich w√ľsste ja zu gerne, was du
am 22. wählst ...? Übrigens hat auch
die Schill-Partei Tierrechte auffällig
groß im Programm (na, die wählst Du wohl
nicht.) Ist mir so aufgefallen.
<<<

Was die Leute so unter "Tierechte" verstehen ... das sagen die "Leitlinien" der Schill-Partei ("Partei Rechtsstaatlicher Offensive") dazu (worauf obiger Besucher verlinkte, wer sich √ľbrigens die kranken anderen Leitlinienen dieser Irren ansehen will: http://www.schill-partei.de/leit.html):
>>>
Zitat:
Leitlinie 8

Den Tierschutz verstärken und sichern

Der Tierschutz hat Verfassungsrang. Dem m√ľssen endlich sp√ľrbare Taten folgen.
Die Mitverantwortung der B√ľrger und Verbraucher f√ľr den Tierschutz und die Qualit√§t der Produkte sowie die Zukunft der Arbeitspl√§tze in der Region soll bewusst aktiviert werden. Die B√ľrger legen Wert auf die Qualit√§t von Produkten und Dienstleistungen und insbesondere auf eine gesunde Ern√§hrung. Das Interesse der Verbraucher gilt zunehmend nicht alleine dem Produkt, sondern auch seiner Her-kunft und Herstellungsweise: Es gilt daher einerseits, den Verbraucherschutz durch gesundheitsver-tr√§gliche, ressourcenschonende, umwelt- und naturfreundliche Verfahren zu f√∂rdern, und andererseits f√ľr Verfahren zu sorgen, die eine artgerechte Haltung, kurze Transportwege und stressfreie Schlach-tung garantieren. Der Gedanke der Nachhaltigkeit muss auf alle Bereiche der Politik und des Wirt-schaftens, auch in der Landwirtschaft, ausgedehnt werden.

Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill) fordert daher:
- die Einf√ľhrung des Straftatbestandes Tierqu√§lerei
- Verbot des Schächtens
- Nutz- und Schlachttiere sind artgerecht zu halten und der Tierschutz zu ber√ľcksichtigen
- Schlachttiere sind standortnah zu schlachten und nicht zu Lasten der Umwelt und unter Inkauf-
- nahme von Tierquälerei quer durch Europa bzw. Deutschland zu transportieren
- harte Strafen f√ľr die Verursachung von Gesundheitsgefahren im Lebensmittelbereich (BSE, Fut-
- termittelskandal, Hormonverseuchung etc.)
- Kennzeichnung regionaler Waren mit Herkunfts- und Qualitätszeichen zur Orientierung des
- Verbrauchers
- keine Subventionen f√ľr Lebendtransporte, die nur zur Subventionsgewinnung dienen
- Lebendtiertransporte durch Deutschland nur in begr√ľndeten Ausnahmef√§llen und nur unter stren-
- ger Einhaltung und √úberwachung tierschutzrechtlicher Vorschriften
- vorrangige Förderung von erzeugernaher Verarbeitung von Schlachtvieh
- Durchsetzung eines einheitlichen EU-Rechtes mit anschließender gesetzlicher Umsetzung in
- Deutschland und Verbot f√ľr Fleischimporte, die diesen Vorschriften nicht gen√ľgen
- Schaffung von weitergehenden Mindeststandards bei der Nutztierhaltung unter der vorrangigen
- Ber√ľcksichtigung tierschutzrechtlicher Vorschriften
<<<

Achim

Re: Schill-Partei

Autor: Ralf Bensberg | Datum:


nur nicht alles ernst nehmen...:o)...



...war vor ein paar tagen in einem philosophieforum...

...thema : ich - bewusstsein...

...muss man doch mal nachfragen, ob den "philosophen" denn auch bewusst ist, dass sie sich leichen in den mund stecken...



...ausz√ľge...:


......klar esse ich leichen.

es ist mir nämlich herzlich wurst, wie das tier gerne gelebt hätte...ich bin in der nahrungskette ganz oben...
wenn ich ein tier essen will...dann tue ich das.


...und selbst, wenn es ein bewusstsein hat...*schulterzuck...


...tiere essen tiere. ja, sogar das liebe pflanzenfressende flu√üpferd nagt manchmal an nem b√ľffel rum...


...der mensch ist jäger und sammler...


...http://mitglied.lycos.de/philocafe/foren/index.php?mode=viewthread&forum_id=2&thread=2&z=1&PHPSESSID=f2eff7b2ee6c0af6615472744da64d82...ich bin lausleber...

Re: Schill-Partei

Autor: Volker | Datum:

Schill ist schrill.

> - die Einf√ľhrung des Straftatbestandes Tierqu√§lerei

Jau. Und die Wiedervereinigung der Spalt-Tablette. Ein blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung, sagen Juraprofessoren gerne. Tierquälerei ist (auf dem Papier) ein Straftatbestand.

> - Verbot des Schächtens

Auch das Schächten ist verboten. Lediglich die auf der Religionsfreiheit basierenden Ausnahmen sind erlaubt. Dass die Ausnahme zur Regel wird liegt nicht am fehlenden Schächtverbot, sondern daran, dass der Tierschutz erst eulich zum Staatsziel wurde.

> - Nutz- und Schlachttiere sind artgerecht zu halten und der Tierschutz zu ber√ľcksichtigen

Steht so längst im Gesetz. Problem: Die unbestimmten Rechtsbegriffe wie "artgerecht"

> - Schlachttiere sind standortnah zu schlachten und nicht zu Lasten der Umwelt und unter Inkauf-
> - nahme von Tierquälerei quer durch Europa bzw. Deutschland zu transportieren

Ok, Vegetarismus zu fordern können wir keiner Partei abverlangen, aber das steht in allen Wahlprogrammen.

> - harte Strafen f√ľr die Verursachung von Gesundheitsgefahren im Lebensmittelbereich (BSE, Futtermittelskandal, Hormonverseuchung etc.)
> - Kennzeichnung regionaler Waren mit Herkunfts- und Qualitätszeichen zur Orientierung des Verbrauchers

Dann kann man auch GRÜN wählen, die kommen wenigstens in den Budnestag.

> - Schaffung von weitergehenden Mindeststandards bei der Nutztierhaltung unter der vorrangigen Ber√ľcksichtigung tierschutzrechtlicher Vorschriften

Haben wir doch, und die Mindeststandards sind zum Beispiel in der Pelztierzucht seit 1984 "auf hohem Niveau" standardisiert.

Blablabla.

Das Problem ist, dass auch die Majorit√§t der Menschen die L√ľge nicht erkennt und trotzem w√§hlen darf.

V.

Re: Bundestagswahl

Autor: martin.p | Datum:
> Wahrscheinlich werde ich mich erst nächsten Sonntag in der Wahlkabine notgedrungen entscheiden...

Dazu gibt’s auf der Seite auch ein [url= http://www.anarchismus.de/wahlboykott/waehlen.htm]Gedicht[/url]
Vielleicht machst du’s ja so? ;-)

Re: Bundestagswahl

Autor: Ralf Bensberg | Datum:
...hallo martin...

...denk das doch mal zuende mit der anarchie...

...oder nur, wenn niemand w√§hlen gehen w√ľrde...

Re: Bundestagswahl

Autor: Thomas Winter | Datum:
>Naja, netter Sponti-Spruch, aber wäre Hitler nicht gewählt worden, >hätte sich vielleicht etwas anders entwickelt,

√Ąh, Dir sollte schon klar sein, da√ü Hitler *nicht* gew√§hlt, sondern von Hindenburg w√§hrend der Zeit der "Pr√§sidialdiktatur" ohne demokratische Legitimation ernannt worden ist. Soweit ich wei√ü, war bei den vorangegangenen Wahlen das Ergebnis der Nazis sogar stark eingebrochen.

Hitler gewählt

Autor: Achim Stößer | Datum:
Thomas Winter schrieb:
>
> >Naja, netter Sponti-Spruch, aber wäre Hitler nicht gewählt
> worden, >hätte sich vielleicht etwas anders entwickelt,
>
> √Ąh, Dir sollte schon klar sein, da√ü Hitler *nicht* gew√§hlt,
> sondern von Hindenburg während der Zeit der
> "Präsidialdiktatur" ohne demokratische Legitimation ernannt

Naja, heute wird ja auch nicht Hit-, √§h, Stoiber bzw. Schr√∂der "gew√§hlt" (naja, ohne Erm√§chtigungsgesetz - das aber auch nicht aus den Wolken fiel, sondern per Reichsttagsabstimmung verabschiedet wurde). Ist vielleicht etwas umgangssprachlich formuliert. Aber durchaus √ľblich:
"Also wähle ich Stoibi" (Roessler@antivegan.de)
"Somit werde auch ich Stoibi wählen." (Guido von Steinhagen)
(beides im Forum von antivegan.de)

Hier mal ein paar Internet-Suchergebnisse:

>>>
Zitat:
... 2. Es kamen bisher nur Faschisten an die Macht wenn Frauen wählen durften. (60%
der Frauen haben hitler gewählt) 3. Die feministische partei ist strohblöd. ...
<<< www.feministischepartei.de/forum/messages/3595.html, Top link bei google zu "Hitler gewählt" ;-)

>>>
Zitat:
Aber obschon das Buch so schlecht war, haben auch die gebildeten Deutschen Hitler gewählt.
<<< http://www.jungle-world.com/_2001/32/23b.htm

>>>
Zitat:
In einer Rezension √ľber die Fernsehsendung "Warum haben 1933 so viele Protestanten Hitler gew√§hlt?" f√ľhrte Holzapfel in seinem Kirchenblatt aus: "Die protestantischen Kreise hatten damals kein Verh√§ltnis zur Weimarer Republik. Auch heute fehlt vielen ein gesundes Verh√§ltnis zu unserer Demokratie. Daher die Anf√§lligkeit f√ľr sogenannte Umweltsch√ľtzer, Wehrdienstgegner und Hausbesetzer. Viele lernen eben nichts aus der Geschichte."
<<< http://www.ibka.org/ir/407f.html

>>>
Zitat:
Noch am 5. März 1933 (der letzten, schon unter Naziterror stehenden Reichstagswahl) hat die Mehrheit von ihnen gegen Hitler gewählt.
<<< http://www.stern.de/magazin/gewalt/2000/08/30/haffner-2.html

>>>
Zitat:
Warum sollte nicht √ľber ein Drittel des Publikums der "Comedian Harmonists" 1932 Hitler gew√§hlt haben, wie der Durchschnitt der Bev√∂lkerung (Reichstagswahl 31. Juli 1932: 37,3%, 6. November: 33,1%).
<<< http://www.oeko-net.de/kommune/kommune7-98/kschyga.htm

>>>
Zitat:
Stimmt, unserer Großeltern, oder gar Väter, haben Hitler gewählt, nichts unternommen, um die Entrechtung und die Deportation der Juden zu vermeiden oder gar aktiv an deren Ermordung mitgewirkt.
<<< http://www.dradio.de/cgi-bin/es/neu-feuilleton/1114.html

>>>
Zitat:
Die Datenlage zum Nationalsozialismus ist etwas unklar, aber offenbar haben vor allem protestantische Frauen √ľberproportional Hitler gew√§hlt.
<<< http://www.bundestag.de/blickpkt/ImBlick/1999/frauen8.html

>>>
Zitat:
Regierungen in Europa, ob sie nun Kinderschänder decken, Völkermörder verstecken, Nazis alimentieren oder ausländerreine Städte dulden, können nicht länger am Ruder bleiben mit der Ausrede, sie seien frei gewählt. Hitler war auch frei gewählt und später ob seiner Beschäftigungspolitik hoch geschätzt. Ein Lob, das Haider wiederholte und ihn nun bitter kostet.

Womit allerdings holte Hitler die Arbeitslosen von der Straße? Panzer, U-Boote, Jagdbomber, alles was Schröder und Fischer auch gern exportieren, weil die Nachfrage Arbeitsplätze schafft.
<<< http://www.dradio.de/cgi-bin/es/alt-feuilleton/635.html

√úbrigens: Wer auch immer morgen zum Kanzler "gew√§hlt" wird, die Mehrheit (der W√§hler, der Wahlberechtigten und der Bev√∂lkerung) hat nicht f√ľr ihn (bzw. seine Partei) gestimmt. Offensichtlich, aber gern √ľbersehen.

> worden ist. Soweit ich weiß, war bei den vorangegangenen
> Wahlen das Ergebnis der Nazis sogar stark eingebrochen.

Bei der Reichstags-Wahl am 31. Juli 1932 wurde die NSDAP mit √ľber 37% erstmals st√§rkste Fraktion. Bei der Neuwahl am 6. November waren es "nur" 33%. W√ľrde ich nicht als "starken Einbruch" bezeichnen, zumal die NSDAP immer noch st√§rkste Kraft blieb.

Auch wenn Hitler '32 die Pr√§sidentschaftswahl gegen Hindenburg verloren hatte (und das auch nur knapp im 2. Wahlgang mit sozialistischen Leihstimmen f√ľr Hindenburg), war er doch F√ľhrer der st√§rksten Partei (und wollte als solcher zum Kanzler ernannt werden). Was Hindenburg zwar zuerst zur√ľckwies, aber '33 ernannte er ihn dann eben doch zum Kanzler.

Kurz: Daß Hitler (zum Kanzler) "ernannt", nicht "gewählt" wurde, sehe ich als höchst irrelevant in diesem Kontext.

Achim

Re: Hitler gewählt

Autor: Volker | Datum:

Naja, dann sollten wir Protestanten und Frauen vorläufig erschießen, damit keine neuen Hitlers an die Macht kommen.

Ohne Frauen w√ľrde das Problem "Wen w√§hle ich diesmal" sp√§testens in 50 bis 80 Jahren final gel√∂st sein.

V.

Re: Hitler gewählt

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Naja, dann sollten wir Protestanten und Frauen vorläufig
> erschießen, damit keine neuen Hitlers an die Macht kommen.

Naja, das mit den Protestanten √ľbernehmen ja freundlicherweise (zumindest in einigen Gegenden wie Nordirland) die Konkorrenzsektenanh√§nger. Ob dadurch das Neu-Hitler-Problem (wo Hitler doch Katholik war ;-) ) gel√∂st wird, darf bezweifelt werden...

> Ohne Frauen w√ľrde das Problem "Wen w√§hle ich diesmal"
> spätestens in 50 bis 80 Jahren final gelöst sein.

Wieso das denn? Bauchh√∂hlenschwangerschaften bei M√§nnern sind durchaus denkbar, bei Menschen zwar noch nicht durchgef√ľhrt, bei Pavianen aber schon (w√ľrde also zu einen Anstieg an Tierversuchen f√ľhren).

Achim

Re: Hitler gewählt

Autor: Ralf Bensberg | Datum:
>Kurz: Daß Hitler (zum Kanzler) "ernannt", nicht "gewählt" wurde, sehe ich als höchst irrelevant in diesem Kontext.<

...warum sagst du dann nicht einfach:" du hast recht." ?

Re: Hitler gewählt

Autor: Achim Stößer | Datum:
> >Kurz: Daß Hitler (zum Kanzler) "ernannt", nicht "gewählt"
> wurde, sehe ich als höchst irrelevant in diesem Kontext.<
>
> ...warum sagst du dann nicht einfach:" du hast recht." ?

Weil es nicht "einfach" ist und v.a. weil er nicht recht hat (was selbst wenn Du alles au√üer dem von Dir oben Zitierten ignorierst schon an der Parenthese und den Anf√ľhrungszueichen zu erkennen ist).

Achim

Re: Bundestagswahl

Autor: Detlef A. | Datum:
Was soll ich machen. Auch wenn ich schon nicht mehr wählen gehen wollte, stellte die CDU immer wieder einen Kandidaten zur Wahl auf, den ich nie haben wollte. Ein Kreuz gegen die CDU ist immer ein richtiges. Schon wieder einen Jäger als Landwirtschaftsminister muß man sich nicht antun und Schäuble, Merkel und die weesende Welle von der FDP schon gar nicht.

Re: Bundestagswahl

Autor: Tanja | Datum:
> Was soll ich machen. Auch wenn ich schon nicht mehr wählen
> gehen wollte, stellte die CDU immer wieder einen Kandidaten
> zur Wahl auf, den ich nie haben wollte.

Hm, könnte das vielleicht an der Partei ligen? *fg*


> Ein Kreuz gegen die CDU ist immer ein richtiges.

Yep, sehe ich ganz genauso.

Die HP der Frauenpartei ist √ľbrigens

http://www.feministischepartei.de/

Tanja

Re: Bundestagswahl

Autor: Kurt Grassl | Datum:
Ich bin zwar nicht angesprochen ...

"Angesichts der Tatsache, dass es keine Partei gibt, die die konsequente Umsetzung von Tierrechten (also insbesondere Veganismus) fordert, d√ľrfte die Entscheidung nicht besonders leicht fallen."
Man kann's auch so sehen: Nachdem keine die Umsetzung von Tierrechten im Programm hat, kann man √úberlegungen in der Richtung bei der Wahl gleich ausklammern.

Und bei mir ist's wirklich egal. Unabhängig davon wer Kanzler wird, werd' ich immer von Stoiber regiert.

Gr√ľ√üe
Kurt

Re: Bundestagswahl

Autor: Ralf Bensberg | Datum:
hallo kurt,

da hilft nur wegziehen...:o)

Re: Catch 22

Autor: Ralf Bensberg | Datum:


...ich hab mal den langenscheidt gefragt...


Revolution, die; -,-en


1. gewaltsamer Umsturz einer politischen Ordnung, eines Systems

2. radikale Umw√§lzung, grundlegende √Ąnderung (z.B. bestehender Theorien oder Weltbilder)...


...und ein direkt verwandtes wort...


Revolte, die; -,-n

gewaltsamer, nicht oder schlecht organisierter Aufruhr, Aufstand einer kleinen Gruppe


...irgendwie ist mir das zu "dynamisch"...


...und gabs nicht in der vergangenheit gen√ľgend beispiele, wo revolution schiefging...?...bzw. wo hats denn mal funktioniert...?...

...oder unterscheidet sich eine vegane revolution von anderen revolutionen...?...


...das, was der herr langenscheidt als gegensatz zur revolution nennt, nämlich die evolution, finde ich da schon viel freundlicher...


Evolution, die; -,-en

1. (biol.)Weiter-, Höherentwicklung der Lebewesen von niederen zu höheren Formen im Laufe der Entwicklungsgeschichte durch Auslese und allmähliche Veränderung der Organismen

2. kontinuierliche Entwicklung, allmähliche Fortentwicklung,

Ggs. Revolution


...das 2. sich z.zt. stark relativiert, weisst du so gut wie ich...



:o)...auch, wenn das vielleicht nicht ganz so ernst von dir gemeint war...

...und was ist catch 22...?...es gab mal eine popgruppe, die sang irgenwas von 25 years...

Re: Catch 22

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Revolution, die; -,-en

> 2. radikale Umw√§lzung, grundlegende √Ąnderung (z.B.
> bestehender Theorien oder Weltbilder)...

Genau.

> Revolte, die; -,-n

Drum habe ich auch nicht Revolte oder Putsch geschrieben ;-) .
> Evolution, die; -,-en
>
> 1. (biol.)Weiter-, Höherentwicklung der Lebewesen von
> niederen zu höheren Formen im Laufe der

Spezisistisch.

> 2. kontinuierliche Entwicklung, allmähliche Fortentwicklung,

> ...das 2. sich z.zt. stark relativiert, weisst du so gut wie
> ich...

Verstehe ich nicht, diese Aussage. Mach doch mal ganze S√§tze statt nur in "..." eingeschlossenen Bruchst√ľcke ;-) .

> ...und was ist catch 22...?...es gab mal eine popgruppe, die

Google liefert dazu eine Viertel Million Seiten ;-). Kurz: Roman von Heller. Soldaten m√ľssen Selbstmordkommandos fliegen. Freigestellt wird nur, wer wahnsinnig ist. Als wahnsinnig wird nur eingestuft, wer fliegt. Diese Regelung hei√üt "Catch 22" (etwa: "Haken 22", im Sinn von "die Sache hat einen Haken").

Achim

Re: Catch 22

Autor: Detlef A. | Datum:
Eine Revoluton im Amigoland? Wer soll die wohl machen? In diesem Korruptionssumpf läuft doch auch alles wie geschmiert.
Na ja, in Dachau gibt es mal wegen dem CSU-Wahlbetrug heftige Proteste, was aber eher die Ausnahme ist. Wer in Bayern nicht betr√ľgen kann wird auch nicht gew√§hlt, da er dadurch mangelnde Wirtschaftskompetenz an den Tag legt.

Revolution

Autor: Kurt Grassl | Datum:
> Eine Revoluton im Amigoland?

Klar gibt's das:

Zitat: Die M√ľnchner waren seit jeher davon √ľberzeugt, dass der Bierpreis zu hoch ist und die Qualit√§t zu schlecht. Als im Jahre 1844 aufgrund von Rohstoffverteuerungen der Bierpreis von 6 Kreuzer auf 6,5 Kreuzer erh√∂ht wurde, f√ľhrte dies sogar zu einer Revolution. Das Volk st√ľrmte die Brauereibesitzt√ľmer und zerst√∂rte nahezu alles was nicht niet- und nagelfest war. Vier Tage lang w√§hrte diese Aggression gegen die Brauer, doch als diese dann den Preis wieder reduzierten kamen die Massen wieder zur Ruhe.


... und weglaufen will ich auch nicht - obwohl ich auf ca 60 % meiner Mitb√ľrger nicht gerade stolz bin.

Gr√ľ√üe
Kurt

Wahltaktik

Autor: Achim Stößer | Datum:
Wahltaktik

laut taz Nr. 6858 vom 20. September 2002, "Wie w√§hle ich taktisch klug?", soll je nach Wahlziel folgende Taktik strategisch am g√ľnstigsten sein:


1) Ziel: große Koalition - Taktik: PDS wählen

2) Ziel: Rot-Gr√ľn -
a) optimistische *) Taktik: Gr√ľne w√§hlen
b) pessimistische Taktik: PDS wählen

3) Ziel: Rot-Gelb -
a) optimistische Taktik: FDP wählen
b) pessimistische Taktik: CDU wählen

4) Ziel: Schwarz-Gelb -
a) optimistische Taktik: CDU wählen
b) pessimistische Taktik: PDS wählen

5) Ziel: Rot-Rot-Gr√ľn - Taktik: PDS oder CDU w√§hlen

6) Ziel: Ampel - Taktik: nicht wählen

*) optimistisch = "meine Ziel wird erreicht", pessimistisch = "mein Ziel wir nicht erreicht"


Umgekehrt kann demnach (also nur auf obige Taktiken bezogen, ohne weitere √úberlegungen anzustellen, sehr unzuverl√§ssig ;-) ) folgendes Wahlverhalten zu folgenden Zielen f√ľhren:


CDU - Rot-Gelb, Schwarz-Gelb, Rot-Rot-Gr√ľn
SPD - k.A.
FDP - Rot-Gelb
Gr√ľne - Rot-Gr√ľn
PDS - gro√üe Koalition, Rot-Gr√ľn, Schwarz-Gelb, Rot-Rot-Gr√ľn
Nichtwahl - Ampel


(Bei den Erststimmen sind nat√ľrlich die √∂rtlichen Gegebenheiten zu ber√ľcksichtigen, in den √∂stlichen Bundesl√§ndern kommen etwa PDS-Direktmandate in Frage.)


Achim

Wahltaktik

Autor: Volker | Datum:
[Beitrag an bezogenen Beitrag angehängt; bitte beim Antworten darauf achten, welcher Beitrag beantwortet wird, nicht die Antwort direkt an den Thread anhängen - Moderator]

Liebe FreundInnen,

ich hab mir schon länger Gedanken gemacht, wen ich wälen soll.

Meine Quintessenz war: Wer rot-gr√ľn will, sollte die PDS st√§rken. Blo√ü: Wie? Erststimme oder Zweitstimme?

Ich hab meine These anhand der vorletzten Allensbach und FORSA-Umfragen nachgerechnet.

Allensbach macht in seiner letzten Umfrage die FDP zum Kanzlermacher.

Die Ergebnisse wären folgendermaßen:

SPD 37,0%
GR√úNE 7,2% -> rot-gr√ľn 44,2%
FDP 10,1% -> rot-gelb 47,1%
CDU/CSU 37,3% -> schwarz-gelb 47,4%
PDS 4,4% -> nicht im Parlament

Eine rot-gr√ľne Mehrheit existiert - auch bei Ber√ľcksichtigung der
statistischen Fehler, die Allensbach angibt - nicht. Die GR√úNEN m√ľssten, um in die Regierung zu kommen, bis Sonntag 3,4% zulegen - das ist utopisch. Und selbst dann w√§re die Fraktion noch durch die starke FDP als m√∂glichem Koalitionspartner h√∂chst erpressbar.

Zur Zeit leistet J√ľrgen "Schnauzbart" M√∂llemann uns zwar Sch√ľtzenhilfe, aber ob er der FDP mehr als 3,2% Stimmen verjagt hat (dann erst w√§re schwarz-gelb schw√§cher als rot-gr√ľn) ist unsicher.

Anders sieht das aus, wenn (theoretischer Fall) all diejenigen, die zum Beispiel DIE GRAUEN, Die Tierschutzpartei oder Die Violetten w√§hlen w√ľrden, bei der PDS ihr Kreuzchen machen. Dann k√∂nnte die PDS es in den Bundestag schaffen und weder Schr√∂der noch Stoiber h√§tte mit einem kleinen Koalitionspartner eine absolute Mehrheit. Eine Gro√üe Koalition w√ľrde andererseits das Ende der Legislaturperiode, vermutlich sogar ihren ersten Geburtstag nicht erleben.

Also kann nur der sicher Kanzler werden, der von der PDS gest√ľtzt wird - das w√§re Schr√∂der, wenn er rot-gr√ľn als Koalition eingeht.

Ideal w√§re also, wenn alle Tierrechtler im Osten ihre PDS-Kandidaten √ľber die Erststimme w√§hlen und √ľber die Zweitstimme die GR√úNEN. Dann h√§tten die GR√úNEN einen besseren Stand und die PDS w√§re wom√∂glich mit ausreichend Direktkandidaten im Bundestag, um rot-gelb und schwarz-gelb die absulute Mehrheit zu verderben.

FORSA hat anders umgefragt und rechnet daher auch anders.

SPD 40%
GR√úNE 7% -> rot-gr√ľn 47%
FDP 8% -> rot-gelb 48%
CDU/CSU 38% -> schwarz-gelb 45%
PDS 4% -> nicht im Parlament

Hier hat Schr√∂der die Wahl: koaliert er mit den GR√úNEN, hat er einen unbequemen Koalitionspartner. Aber die W√§hler erwarten zur Zeit eher rot-gr√ľn als rot-gelb. Andererseits hat er mit nur wenigen Stimmen R√ľckstand eine geschlossene Opposition aus CDU/CSU und FDP gegen sich.

Koaliert er mit der FDP, dann begibt er sich zwar auf unbekanntes
Terrain, aber die Opposition wäre CDU/CSU und GRÜN - da wird in
grundsätzlichen Fragen kein Konsens gegen ihn zustande kommen.
Problematisch w√§re, dass die W√§hlerInnen sich ziemlich verschaukelt f√ľhlen, wenn er pl√∂tzlich und ohne inhaltlichen Grund mit der FDP koaliert.

Dennoch: Eine prinzipielle Bereitschaft zum Partnertausch besteht bei der SPD, das hat das Säbelrasseln anlässlich der Abstimmung zum Bundeswehreinsatz in Afghanistan gezeigt. Zur Erinnerung: Um mittels Koalitionsdisziplin der GRÜNEN ein einstimmiges Votum zum
Afghanistaneinstz zu bekommen, hat SPD-Struck implizit damit gedroht, die FDP zum Regierungspartner zu machen. Ger√ľchte √ľber Klausurtreffen der Fraktionsspitzen von SPD und FDP taten ein √úbriges.

Hier ging es nur um eine Z√ľchtigung der GR√úNEN Fraktion, denn die
meisten PolitologInnen hielten diese disziplinierte Abstimmung f√ľr
undemokratisch. In Grundsatzfragen wie dieser muss das Gewissen des einzelnen gelten. Und die notwendige Mehrheit w√§re durch die reichlichen Bef√ľrworter aus CDU und FDP auch ganz ohne die GR√úNEN sicher gewesen.

Auch hier m√ľssten wir GR√úNEN drei Prozent zulegen, - diesmal nicht, um √ľberhaupt an die Regierung zu gelangen, sondern um rot-gelb nachhaltig auszuschlie√üen.

Oder es m√ľsste eien weitere Gruppe im Bundestag sein, die durch ihre Stimmen eine absolute Mehrheit von rot-gelb verhindert, zugleich aber rot-gr√ľn unterst√ľtzt. Da bleibt wieder nur die PDS.

| Wer also weder der SPD noch den GR√úNEN die Stimme geben will, aber auch
| keinen Umwelt- und Tierrechtlichen R√ľckschritt durch ein Ende von
| rot-gr√ľn riskieren m√∂chte, kann taktieren und f√ľr die PDS stimmen. Im
| Westen bleibt nur die Zweitstimme. Im Osten jedoch haben einige
| PDS-Direktkandidaten eine reelle Chance, gen√ľgen Erststimmen zu
| sammeln.
| Die gewählten Direktkandidaten
| werden auch dann im Bundestag sitzen und Stimmrecht haben, wenn die
| Partei bundesweit √ľber die Zweitstimme keine 5% erreicht.

Jetzt ist es an uns, durch das Kreuzchen an der richtigen Stelle daf√ľr zu sorgen, dass Atomausstieg, Zuwanderung und Landwirtschaftsreform am Montag nicht Geschichte sein werden und rot-gr√ľn stabil genug ist, um die Skandale und Krisen bis 2006 nachhaltig zu meistern.

In diesem Sinne

Volker.

Re: Bundestagswahl

Autor: rezzo schlauch | Datum:
na, hallo, wen w√§hle ich denn nun ? wahrscheinlich wird's dann wohl doch bei gr√ľn bleiben !?

Rezzo Schlauch

Autor: Achim Stößer | Datum:
> na, hallo, wen wähle ich denn nun ? wahrscheinlich wird's

Also, wen Du w√§hlst, wei√ü ich nicht ;-) ... zu Rezzo Schlauch kann ich Dir aber sagen, da√ü er auf seiner Seite auf diverse nicht-/antivegane Seite (von spaetzle.de bis vegan.de (!)) linkt, z.B. rezepte.net ("Top 20 Rezepte": [...] Filet Wellington [...] Geschmortes Kaninchen, Entenbraten, Wildschweinbraten, Eierpunsch [...] Festtags-Gans [...] G√§nsebraten, DER G√§NSEBRATEN [...] Fleischfondue, Hirschbraten normannische Art) und das Restaurant von Klink (bekannt durch sein Zitat √ľber "rausragende Knochen" aus den Leichen, die er verdealt.

Achim

Re: Rezzo Schlauch

Autor: Achim Stößer | Datum:
Zitat:
Rezzo Schlauch verschl√§gt es auf einen √Ėko-Bauernhof. Stallausmisten, Traktorfahren und Schweine-Schlachten - der Bundestagsabgeordnete von B√ľndnis 90/Die Gr√ľnen muss richtig schuften. Der gr√ľne Idealist sieht hier, was Tierzucht wirklich hei√üt: Er p√§ppelt Ferkel auf, hilft beim Schlachten und Wurst machen und verkauft schlie√ülich die Wurstprodukte im Stuttgarter Stadtteil Vaihingen. Sein Fazit: Er sch√§tze die "ehrliche" Arbeit auf dem Bauernhof: "Hier wei√ü man, auf was man sich einl√§sst, in Berlin wei√ü man oft nicht, was um die Ecke kommt."¬ę

http://maqi.de/tv?id=6962


Kein Wunder, daß der auf vegan,de verlinkt ...

Achim

Re: Bundestagswahl

Autor: Detlef A. | Datum:
Wenn heute aber noch einer gr√ľn w√§hlt dann eher trotz Fischer, als wegen Fischer, wie das vor den Kriegen mal der Fall war.
Eine amgeblich pazifistische Partei, die Kriege unterst√ľtzt und auch die Gewalt gegen Tiere nicht so recht √§chtet, kann schon lange nicht mehr als pazifistisch angesehen werden. Nur wird einem bei den anderen Parteien nicht viel besser.

Re: Bundestagswahl

Autor: rezzo schlauch | Datum:
so, na sch√∂n, wirklich, ich habe ja nichts gegen die ganzen argumentationen, die f√ľr und wider,die debatten (wie im bundestag) usw. nur, es hilft nicht weiter: die wahl ist, und wen m√∂chte ich?? das problem ist, eigentlich m√∂chte ich keinen, weil meine interessen, bzw. im √ľbertragenen sinn die tierrechtsinteressen, sowieso keiner auch nur ann√§hernd vertritt oder √ľberhaupt schon im ansatz vertreten m√∂chte. also, bleibt die frage - sozusagen kurz vor toresschlu√ü - w√§hle man gr√ľn?????????????????????????????????????????????

Re: Bundestagswahl-Krimi

Autor: Detlef A. | Datum:
Wer Heute strategisch gew√§hlt hat hat wohl die Niete gezogen. Was f√ľr ein Krimi. Die √úberhangsmandate m√ľssen es richten.
Bloß kein Stoiber als Kanzler.

Re: Bundestagswahl

Autor: Detlef A. | Datum:
Na ja, ihr d√ľrft Euren Stoiber behalten und die Republik kann sich freuen. Ohne die CSU kommt die CDU bundesweit auch nur auf 29,5 %. Ich war eh schon immer f√ľr die Wiedervereinigung von Bayern mit √Ėsterreich, dann w√ľrden die Wahlergebnisse auch nicht immer so verf√§lscht werden. Dich k√∂nnen wir dann ja als politischen Fl√ľchtling aufnehmen. :-))
In Bayern lebt man eben immer in der Diaspora.

Gruß: Detlef A.

Re: Bundestagswahl

Autor: martin.p | Datum:
Detlef A. schrieb:
>
> Na ja, ihr d√ľrft Euren Stoiber behalten und die Republik kann
> sich freuen.

Es m√ľsste jetzt aber ganz lustig im Bundestag werden.
Die Opposition ist generell gegen alles, was die Regierung vorschlägt und es gibt nur einen Unterschied von 3 Plätzen/Stimmen... Da werden wohl die 2 Stimmen der PDS entscheident sein. ;-)

> Ich war eh schon immer f√ľr die Wiedervereinigung
> von Bayern mit √Ėsterreich, dann w√ľrden die Wahlergebnisse
> auch nicht immer so verfälscht werden.

Oder wie die Bayernpartei und macht aus Bayern einen eigenen Staat...

Re: Bundestagswahl

Autor: Detlef A. | Datum:
Rot-Gr√ľn haben ein Plus von 11 Mandaten gegen√ľber Union-FDP.
Die Union hat das 3. schlechteste Wahlergebnis seit dem Hrieg.
MP Koch aus Hessen wird auch bald abgewählt und die FDP kannst Du ohne Möllemann vergessen. Westerwelle und Gerhard werden die FSP wieder in den Keller fahren. So wird auch in Zujunft im Bundesrat Bewegung hinein kommen. Hamburg mit Schill ist auch nicht gerade stail. So schlecht sind die Aussichten also gar nicht.

Gruß: Detlef

Wahl: Hamas - kann den wählen falsch sein?

Autor: Achim Stößer | Datum:
Der Erdrutschsieg der Hamas sollte doch inzwischen eigentlich jedem klar machen, daß "freie Wahlen" (frei von Vernunft?) nicht unbedingt etwas Positives sind ...

Selbst in der Springer-Welt läßt es sich erahnen:
Zitat:
Sp√§testens seit der "Erkl√§rung √ľber das befreite Europa" geh√∂rt es zum Grundverst√§ndnis des Westens, da√ü eine Regierung nur dann wirklich rechtm√§√üig ist, wenn sie aus freien Wahlen hervorgeht. Die Verfasser dieser Erkl√§rung, die auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 verabschiedet wurde, gingen wie alle ihre Nachfolger - europ√§ische und amerikanische - von der Pr√§misse aus, da√ü die Souver√§nit√§t immer die Selbstregierung voraussetzt und da√ü die V√∂lker, wenn man ihnen die Freiheit lasse, ihre eigene Regierungsform zu w√§hlen, sich stets f√ľr die Demokratie entscheiden w√ľrden.


Die Pal√§stinenser haben diesen auf John Locke beruhenden Glauben ersch√ľttert. Nun m√ľssen Europ√§er und Amerikaner feststellen, da√ü freie Wahlen nicht zwangsl√§ufig zur Vernunft auf Erden f√ľhren m√ľssen, ja, da√ü auch der Falsche gew√§hlt werden kann.

Hamas in der Pflicht, http://www.welt.de/data/2006/01/31/839057.html, meine Hervorhebung


Achim