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medienpolitischer Sprecher der FDP ruft zum Appeasement auf ...

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medienpolitischer Sprecher der FDP ruft zum Appeasement auf ...

Autor: Reina | Datum:
[Beitrag verschoben aus Tierrechtsforum, bitte Forenbeschreibung beachten - Moderator]


Der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Christoph Waitz, gab heute eine Presseerkl√§rung heraus, in der er angesichts von Selbstzensur und geheuchelten Entschuldigungen in der westlichen Welt gegen√ľber fanatischen Islamisten zur Deeskalation und Vermittlung der Gemeinsamkeiten der drei gro√üen monotheistischen Religionen aufruft!

Anstatt freiheitliche Grundrechte zu verteidigen, will er offenbar islamischen Fundamentalisten erkl√§ren, dass Islamisten auch nur Christen und Juden sind. Wenn das nur funktionieren w√ľrde, k√∂nnte das ja ganz praktisch sein, dann k√∂nnen die ihre Kr√§fte b√ľndeln und gemeinsam Atheisten unterdr√ľcken und bek√§mpfen...

Wer dem netten Herrn eine E-mail schreiben möchte:

Christoph Waitz

meine Mail...

Autor: Reina | Datum:
sie schrieben in Ihrer Presseerklärung:

"Letztlich ist die Vermittlung der Gemeinsamkeiten zwischen den drei großen monotheistischen Religionen, Judentum, Christentum und Islam, eine zentrale Aufgabe. Alle drei Religionen nähren sich aus der gleichen inhaltlichen Quelle und glauben an den gleichen Gott."

Anstatt freiheitliche Grundrechte zu verteidigen, wollen sie also offenbar islamischen Fundamentalisten erkl√§ren, dass Islamisten auch nur Christen und Juden sind. Wenn das nur funktionieren w√ľrde, k√∂nnte das ja ganz praktisch sein, dann k√∂nnen die ihre Kr√§fte b√ľndeln und gemeinsam ungl√§ubige Atheisten unterdr√ľcken und bek√§mpfen...

Ob Krieg zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland oder zwischen Juden und Moslems auf der arabischen Halbinsel, christliche Kreuzz√ľge oder islamischer Terrorismus, christliche Hexen¬≠verbren¬≠nungen oder islamische Steinigungen von Ehebrecherinnen, omnipr√§sente christliche Folterszenen oder Glorifizierung islamischer Selbstmordattent√§ter, christlicher oder islamischer Sexismus, christliche oder islamische Pogrome, ob christliche Autodaf√©s, Inquisition und Index librorum prohibitorum oder islamische Bannspr√ľche und Mordaufrufe, ob Unfehlbarkeit des christlichen "Oberhirten", der "eine Glaubens- oder Sittenlehre definitiv als verpflichtend verk√ľndet" (Can. 749 ‚ÄĒ ¬ß 1) oder Absolutheitsanspruch der Scharia... Anstatt die Gemeinsamkeiten der theistischen Religionen hervorzuheben, w√§re es dringend geboten, gerade die Unterschiede zwischen Theismus und aufgekl√§rtem, emanzipierten Denken in freiheitlichen, pluralistischen Rechtsstaaten herauszustellen!

Damit geben sie nicht nur klein bei in bezug auf antilibertären Kräften in der islamischen Welt, sondern auf noch in der unsrigen!


Sie schrieben:

"F√ľr uns ist die Pressefreiheit ein im Rahmen unserer politischen Emanzipation erk√§mpftes zentrales Grund- und Freiheitsrecht. Aber auch dieses Recht wird durch Schranken begrenzt, die durchbrochen werden, wenn religi√∂se Gef√ľhle bewusst verletzt und Religionen verunglimpft oder beleidigt werden."

Gerade das Berufen auf dieses "religiöses Empfinden" wird nur zu häufig missbraucht, um bornierte und totalitäre Weltauffassungen unter Naturschutz zu stellen.

Al-Aksa-Brigaden und der "Islamischen Dschihad" drohten, da√ü solche Wahrnehmung kritischer Pressefreiheit alle Einrichtungen Europas zu Zielen ihres Feuers mache. In Frankreich wurde ein Chefredakteur entlassen, weil er demonstrativ Pressefreiheit auch in bezug auf die M√∂glichkeit sp√∂ttischer Karikatur von halluzinativen Ideologien, die Theisten f√ľr absolutes Gesetz halten, verteidigte.

Auf die Provokation von freiheits- und aufkl√§rungsfeindlichen Theisten, die darauf hinausl√§uft, durch Terror und Eskalation Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit, s√§kulare und demokratische Prinzipien Schritt f√ľr Schritt auch in der westlichen Welt zu untergraben, reagieren Sie v√∂llig weltfremd mit Geschw√§tz von Toleranz, Verst√§ndnis und Appeasement...

Sollen wir uns Ihrer Meinung nach also bereitwillig zum Ziel ihres Hasses machen oder die Scharia Schritt f√ľr Schritt im Interesse guter wirtschaftlicher Bezeihungen und kultureller √úbereinkunft auch bei uns in Europa einf√ľhren?! Denn genau das ist die Folge, wenn man Feinden von Freiheit und Aufkl√§rung nicht argumentativ paroli zu bietet, sondern der Unterdr√ľckung in der Islamischen Welt mit Verst√§ndnis und Konzillianz begegnet. Das ist Verrat an den Menschenrechten und bedeutet, allen Kritikern und Opfern ihrer Unterdr√ľckung noch h√∂hnisch ins Gesicht zu spucken! Die Fundamentalisten werden sich aufgrund solcher Gesten garantiert nie entschuldigen, nicht f√ľr die Unterdr√ľckung von Frauen, nicht f√ľr Hasspredigten, nicht f√ľr Gewaltakte gegen√ľber "Ungl√§ubigen" oder die Leugnung des NS-Massenmords an Juden etc...

Sie bringen damit die erpresserischen Aktionen von Redelsf√ľhrern der Unterdr√ľckung noch zum erw√ľnschten Erfolg und st√§rken ihre Position in der arabischen Welt weiter. Wir werden die Herausforderung religi√∂ser Unterdr√ľckung und kriegerischer Konflikte aber nur dann bew√§ltigen k√∂nnen, wenn wir den gegenseitigen Prozess der Aufkl√§rung und Liberalisierung auch in der heute islamischen Welt unterst√ľtzen.

Es darf kein Verst√§ndnis f√ľr Unverstand, keine Toleranz der Intoleranz geben! Niemals. Jeglicher Respekt setzt u.a. auch den gegenseitigen Respekt von Andersdenkenden voraus, auch und gerade wenn sie "religi√∂se Gef√ľhle" verletzen. Denn Konformisten und Opportunisten brauchen keine Meinungsfeiheit. Freiheit und Toleranz sind keine Naturgeschenke, sondern G√ľter, f√ľr die wir in Europa √ľber Jahrhunderte hinweg bis heute k√§mpfen mussten und m√ľssen.

Diese Tratidion scheinen sie als "liberaler" Politiker völlig vergessen zu haben!

Re: medienpolitischer Sprecher der FDP ruft zum Appeasement auf ...

Autor: Achim Stößer | Datum:
√Ąhnliches gibt es ja aus allen m√∂glichen Ecken - gibt es einen Grund, warum Du ich auf die FDP konzentrierst (die wohl etwa ein Zehntel so viel Mitglieder hat wie bei einer eizigen Anti-Karikaturen-Demo auf die Stra√üe gingen)?

Achim

Re: medienpolitischer Sprecher der FDP ruft zum Appeasement auf ...

Autor: Reina | Datum:

Nein, selbst Sch√§uble sich distanzierter. Klar positiv im Sinne der Pressefreiheit ausserten sich der J√∂rg Tauss von der SPD und der gr√ľne Volker Beck. Nur die FDP mahnte zur "M√§√üigung" der Pressefreiheit. Das passt nun aber gar nicht zu einer liberalen B√ľrgerrechts-Partei.

Und ja, ich schreibe auch in TR-Foren, obwohl die nur ein paar Millionstel an Mitlesern gegen√ľber Speziesisten in unserer Gesellschaft hat.