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Palmfett

Anzahl BeitrÀge in diesem Thread: 15

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Palmfett

Autor: Turgon | Datum:
Hallo!
Fragt ihr eigentlich die Zutat Palmfett an? Meines Wissens nach ist es ja in der Lebensmittelkennzeichung so, das pflanzliche Fette ja auch ZusĂ€tze enthalten dĂŒrfen. Fragt ihr das an, ist Palmfett vielleicht eh schon konkret genug? Ist es im Bio-Bereich anders?
lg Turgon

Re: Palmfett

Autor: Tanja | Datum:
Hallo,
dachte bisher immer, Palmfett ist Palmfett - wĂŒĂŸte nicht, was da an ZusĂ€tzen drin sein sollte... Was anderes ist das bei "Margarine" oder "pflanzlichen Fetten".

Tanja

Re: Palmfett

Autor: Lisa Keiter | Datum:
Wie sieht das eigentlich mit der Palmfett/-öl-Gewinnung aus? Ich wurde mal so vor einem Jahr von einer veganen Bekannten angeschrieben, ob ich darauf achten wĂŒrde, weil dafĂŒr ja Palmen gefĂ€llt und dementsprechend Lebensraum (von Orang-Utans) zerstört wĂŒrde. Im Weiteren habe ich aber nichts darĂŒber erfahren. Sagt euch das Flugblatt "Regenwald-Report" etwas? Bei wer-kennt-wen.de gibt es ja auch eine Gruppe "Ohne Palmfett leben" oder so Ă€hnlich. Ich frage mich, inwiefern die Verwendung von Palmöl oder Palmfett vegan sein soll, wenn dadurch offensichtlich Lebensraum fĂŒr Tiere zerstört wird?

Re: Palmfett

Autor: Jonas | Datum:
> Ich wurde mal so vor einem Jahr von einer veganen
> Bekannten angeschrieben, ob ich darauf achten wĂŒrde,
> weil dafĂŒr ja Palmen gefĂ€llt und dementsprechend
> Lebensraum (von Orang-Utans) zerstört wĂŒrde.

Mhm, hört sich fĂŒr mich sehr undifferenziert an, schließlich mĂŒssen fĂŒr die Gewinnung des Palmöles nicht zwingend Palmen gefĂ€llt werden, siehe http://www.lebensmittellexikon.de/o0000110.php. Selbst dann, wenn in einem Teil der Anbaugebiete mittels Brandrodung von Urwald neue Anbaugebiete fĂŒr Ölpalmen erschlossen wĂŒrden, wĂ€re es IMHO unsachlich dafĂŒr sĂ€mtliche Konsumenten von Palmölprodukten verantwortlich zu machen.

> Im Weiteren habe ich aber nichts darĂŒber erfahren.
> Sagt euch das Flugblatt "Regenwald-Report" etwas?

Unter http://www.regenwald.org/regenwaldreport.php?artid=230 kann man nachlesen, dass sich die Kritik wohl hauptsĂ€chlich auf die Produktion von Palmöl fĂŒr Biodiesel bezieht, dass indonesische Kleinbauern enteignet und wegen der Zerstörung von Urwald viele Pflanzen- und Tierarten ausgerottet wĂŒrden. Und dort steht auch, was mit den Orang-Utans angeblich geschehen soll:

Zitat: Die Videobilder, die Ende Juli 2007 in Jakarta der Presse vorgestellt wurden, zeigen schockierende Aufnahmen: Tote Orang-Utans mit Einschusslöchern in den Köpfen und schwer verletzte Tiere, die von Mitarbeitern vom indonesischen „Zentrum fĂŒr Orang-Utan-Schutz“ (COP) gerettet werden konnten. „Mindestens 1.500 Orang-Utans wurden 2006 auf Borneo und Sumatra getötet“, sagt COP-Direktor Hardi Baktiantoro. „Fast immer als Folge neuer Palmöl-Plantagen auf Kosten der RegenwĂ€lder.“

Die Menschenaffen suchen zwangslĂ€ufig Nahrung in den Plantagen, weil ihr natĂŒrlicher Lebensraum, die WĂ€lder, zerstört wurde. Landarbeiter töten die Orang-Utans, um ErnteausfĂ€lle zu vermeiden. Vor allem in Kalimantan auf Borneo breiten sich die Palmöl-Plantagen derzeit rasend schnell aus. „Wenn die Waldzerstörung so weitergeht, werden die Orang-Utans schon bald fĂŒr immer ausgerottet sein“, warnt Hardi Baktiantoro. Auf der Nachbarinsel Sumatra, die heute stellenweise einer einzigen, riesigen Palmöl-Plantage gleicht, ist die Zahl der Menschenaffen seit 1990 um 91 Prozent zurĂŒckgegangen. Obwohl der Abschuss der streng geschĂŒtzten Menschenaffen ein klarer Verstoß gegen indonesisches Gesetz ist, „wurde bisher niemand fĂŒr die Verbrechen verantwortlich gemacht“, beklagt Baktiantoro.


> Ich frage mich, inwiefern die Verwendung von Palmöl
> oder Palmfett vegan sein soll, wenn dadurch
> offensichtlich Lebensraum fĂŒr Tiere zerstört wird?

Ist jemand, der Tofu konsumiert automatisch fĂŒr urwaldgefĂ€hrdenden Monokulturanbau in SĂŒdamerika verantwortlich (welche wir doch eher der "Nutztierhaltug" verdanken...) oder werden durch die Förderung von Rapsanbau fĂŒr Biodiesel alle anderen Rapsölprodukte zum Tabu, weil Biodiesel evtl. zur Nahrungsmittelverschwendung beitrĂ€gt? Kann Soja oder Raps dann noch vegan sein?

VeganitÀt von Sojaprodukten

Autor: martin | Datum:
> Ist jemand, der Tofu konsumiert automatisch fĂŒr
> urwaldgefĂ€hrdenden Monokulturanbau in SĂŒdamerika
> verantwortlich (welche wir doch eher der "Nutztierhaltug"
> verdanken...) oder werden durch die Förderung von Rapsanbau
> fĂŒr Biodiesel alle anderen Rapsölprodukte zum Tabu, weil
> Biodiesel evtl. zur Nahrungsmittelverschwendung beitrÀgt?
> Kann Soja oder Raps dann noch vegan sein?

Gerade bei Soja sind die typischen Gegenargumente wenig durchdacht. Wie wir wissen dienen 70% der SojaanbauflĂ€che fĂŒr die "Futtermittelherstellung". Wenn das wegfiele und ein wenig mehr Sojareinkonsum dazukĂ€me, wĂŒrden trotzdem nicht mehr als 50% (wahrscheinlich weniger, s. u.) der jetzigen FlĂ€che benötigt und es könnten also 50% wieder aufgeforstet werden. Jeder der seine ErnĂ€hrung von unvegan auf vegan umstellt, verschiebt fĂŒr seinen eigenen Konsum das VerhĂ€ltnis in diese Richtung, d. h. fĂŒr Veganer wird kein Quadratzentimeter Regenwald gerodet (sondern im Gegenteil: wenn, dann wird FlĂ€che bewahrt).
Völlig aus der Luft gegriffen ist auch, den heutigen Status von Sojaprodukten eins-zu-eins auf die Zukunft zu projizieren. Soja hat den Vorrangstatus als Tiermilchalternative nur, weil (wie bekannt ist) es eine lange bekannte Alternative aus Regionen mit Laktoseintoleranz ist (bzw. dort eigentlich keine "Alternative", sondern schlicht ein Grundnahrungsmittel). Mit der Etablierung einer veganen Gesellschaft werden die heutigen Nischenprodukte aus einheimischen Pflanzen (Hafermilch, Lupinenprodukte etc.) Sojaprodukte schon dadurch verdrĂ€ngen, weil sie durch die kĂŒrzeren Transportwege kostengĂŒnstiger sind; abgesehen davon, daß sie bis dahin an Varianten- und Geschmacksrichtungen wesentlich stĂ€rker vertreten und durch Massenkonsum bereits so billiger werden werden. D. h. daß ca. 50% der heutigen SojaanbauflĂ€che benötigt werden wird, ist wesentlich zu hoch gegriffen. Es bleibt also die Feststellung, daß durch Veganismus 60-70% der SojaanbauflĂ€chen wieder aufgeforstet werden werden können.
Was die restliche FlÀche angeht, besteht, wie ich im obigen Beitrag schrieb, ethisch kein wesentlicher Unterschied zwischen europÀischen und anderen AnbauflÀchen.
(Und bis diese Zukunft verreicht ist, werden durch verbesserte Anbaumethoden, KunstdĂŒnger etc. die AnbauflĂ€chen weiter verringert werden können.)

Lebensraum

Autor: martin | Datum:

> Palmfett leben" oder so Àhnlich. Ich frage mich, inwiefern
> die Verwendung von Palmöl oder Palmfett vegan sein soll, wenn
> dadurch offensichtlich Lebensraum fĂŒr Tiere zerstört wird?

Damit ist es genauso vegan wie alle pflanzlichen Nahrungsmittel, da fĂŒr den Anbau jeder Art Pflanzen (potentieller) Lebensraum zerstört wird oder zerstört bleibt (auch die europĂ€ischen AnbauflĂ€chen waren vor einigen hundert Jahren fast gĂ€nzlich dichter Hochwald, der gerodet wurde, womit auch hier Lebensraum zerstört ist oder eben bleibt).
Wenn man einsieht, daß ethisch nur die Anzahl der Individuen und nicht die Anzahl der Arten relevant ist, dann gibt es wahrscheinlich kaum große Unterschiede zwischen tropischen und (potentiellen) europĂ€ischen WĂ€ldern.

Palmfett tötet Orang-Utans

Autor: Herbstzeitlose | Datum:
Es geht ĂŒberhaupt nicht darum, dass fĂŒr Palmöl/-fett etwa Palmen *gefĂ€llt* wĂŒrden, wie hier angeklungen ist, sondern im Gegenteil darum, dass namentlich auf Borneo riesige Ölpalmen-Monokulturen (von einigen tausend kmÂČ Ausdehnung) angelegt werden. DafĂŒr wird die entsprechende FlĂ€che Regenwald gerodet, mit allen ökologischen Konsequenzen daraus. Vorfinanziert bzw. mit Extraprofit "belohnt" wird das Ganze durch die Gewinne aus dem Tropenholz-Raubbau, der dem Kahlschlag und dem Niederbrennen i.d.R. vorausgeht.

Was die Orang-Utans angeht, sie geraten vor allem durch den ekzessiven Ölpalmenanbau an den Rand der Ausrottung. Auf den Punkt gebracht: Wer Palmfett konsumiert, konsumiert Orang-Utans! Das gilt auch fĂŒr Alsan-Margarine und viele andere, angeblich vegane Produkte. Macht euch nichts vor.

Auf Palmfett zu verzichten, ist allerdings im Moment noch fast unmöglich, da es fast ĂŒberall verarbeitet wird, wo "pflanzliches Fett" o.Ä. draufsteht. Palmfett muss bislang nicht deklariert werden. DarĂŒber hinaus ist es sehr hĂ€ufig in Seifen, Waschmitteln und Kosmetika enthalten.

FĂŒr weitere Informationen:

http://www.regenwald.org

http://www.bos-deutschland.de/hintergrund/bedrohung.php

hzl

Randaspekt

Autor: martin | Datum:
> Was die Orang-Utans angeht, sie geraten vor allem durch den
> ekzessiven Ölpalmenanbau an den Rand der Ausrottung. Auf den
> Punkt gebracht: Wer Palmfett konsumiert, konsumiert
> Orang-Utans! Das gilt auch fĂŒr Alsan-Margarine und viele
> andere, angeblich vegane Produkte. Macht euch nichts vor.
>
> Auf Palmfett zu verzichten, ist allerdings im Moment noch
> fast unmöglich, da es fast ĂŒberall verarbeitet wird, wo
> "pflanzliches Fett" o.Ä. draufsteht. Palmfett muss bislang
> nicht deklariert werden. DarĂŒber hinaus ist es sehr hĂ€ufig in
> Seifen, Waschmitteln und Kosmetika enthalten.

"Wir" machen uns sicher nichts vor - aber ihr vielleicht euch? Niemand bestreitet, daß auch diese Aspekte Probleme sind, die beseitigt werden mĂŒssen. Aber es ist eine SojamilchmĂ€dchenrechnung, die verschiedenen AnbauflĂ€chen in "erhaltenswerter" und "weniger erhaltenswert" einzuteilen.
Somit bleibt das ein Randaspekt, genauso wie "Jagd" oder "Tierversuche", deren ethische InakzeptabilitĂ€t kaum ein Veganer bestreiten wird. Entweder beschrĂ€nkt man sich also darauf, 0,0015 Mio. Orang-Utans zu retten oder fĂ€ngt in Deutschland mit 500 Mio. "Mast"hĂŒhner an (beide Zahlen jĂ€hrlich). Denn diese Randaspekte werden sich mit der Etablierung einer veganen Gesellschaft so gut wie vollstĂ€ndig von selbst erledigen (siehe meine beiden anderen BeitrĂ€ge).

Re: Randaspekt

Autor: herbstzeitlose | Datum:
Zitat: es ist eine SojamilchmÀdchenrechnung, die verschiedenen AnbauflÀchen in "erhaltenswerter" und "weniger erhaltenswert" einzuteilen.

Keineswegs. Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob fĂŒr immer neue Palmölplantagen immer weiter Urwald vernichtet wird oder ob sich der Ölpalmenanbau wenigstens auf die vorhandenen AnbauflĂ€chen beschrĂ€nken bzw. "nur" auf ohnehin schon durch andere Nutzungen degradierte WaldflĂ€chen ausgedehnt wĂŒrde.

Zitat: Somit bleibt das ein Randaspekt, genauso wie "Jagd" oder "Tierversuche", deren ethische InakzeptabilitÀt kaum ein Veganer bestreiten wird.

Seltsam, dass ein Verganer (du bist doch einer, oder nicht?) Jagd und Tierversuche als Randaspekte bezeichnet. Abgesehen davon, selbst wenn du die Ausrottung der Orang-Utans in freier Wildbahn und die Ausrottung unzĂ€hliger weiterer Spezies fĂŒr einen Randaspekt (von was genau eigentlich?) hĂ€ltst, die Zerstörung riesiger Regenwaldgebiete ist global alles andere als ein Randaspekt. Indonesien z.B. ist nach den USA und China das Land mit den grĂ¶ĂŸten CO2-Emissionen - nicht in erster Linie durch Industrie oder Verkehr, sondern durch pure Waldvernichtung.

Zitat: Entweder beschrĂ€nkt man sich also darauf, 0,0015 Mio. Orang-Utans zu retten oder fĂ€ngt in Deutschland mit 500 Mio. "Mast"hĂŒhner an (beide Zahlen jĂ€hrlich).

Als "Speziesist" stehen mir 1500 Orang-Utans nunmal nĂ€her als HĂŒhner 500 Millionen HĂŒhner.

Zitat: Denn diese Randaspekte werden sich mit der Etablierung einer veganen Gesellschaft so gut wie vollstÀndig von selbst erledigen

Selbst wenn ich wĂŒsste, welche "Randaspekte" sich mit einer veganen Gesellschaft erledigen wĂŒrden, es wird einfach nie eine vegane Gesellschaft geben...

hzl

Speziesisten töten Orang-Utans

Autor: martin | Datum:

> Keineswegs. Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob fĂŒr
> immer neue Palmölplantagen immer weiter Urwald vernichtet
> wird oder ob sich der Ölpalmenanbau wenigstens auf die
> vorhandenen AnbauflÀchen beschrÀnken bzw. "nur" auf ohnehin
> schon durch andere Nutzungen degradierte WaldflÀchen
> ausgedehnt wĂŒrde.

Ja sicher, das habe ich auch nie bestritten.
Mit "unterschiedlichen AnbauflĂ€chen" meinte ich regional unterschiedliche, vorhandene AnbauflĂ€chen (oder wieso nimmst du an, daß ich keinen Unterschied bestehendem und gerodeten Wald machen wĂŒrde?).

> Seltsam, dass ein Verganer (du bist doch einer, oder nicht?)
> Jagd und Tierversuche als Randaspekte bezeichnet.

Scheinbar weißt du nicht, was unter "Randaspekt" zu verstehen ist, evt. solltest du das nachholen.

> Abgesehen
> davon, selbst wenn du die Ausrottung der Orang-Utans in
> freier Wildbahn und die Ausrottung unzÀhliger weiterer
> Spezies fĂŒr einen Randaspekt (von was genau eigentlich?)
> hÀltst, die Zerstörung riesiger Regenwaldgebiete ist global
> alles andere als ein Randaspekt. Indonesien z.B. ist nach den
> USA und China das Land mit den grĂ¶ĂŸten CO2-Emissionen - nicht
> in erster Linie durch Industrie oder Verkehr, sondern durch
> pure Waldvernichtung.

SelbstverstÀndlich ist es das.
Desweiteren solltest du dich ĂŒber den fundamentalen Unterschied zwischen Tierrechten und Artenschutz informieren.

> Als "Speziesist" stehen mir 1500 Orang-Utans nunmal nÀher als
> HĂŒhner 500 Millionen HĂŒhner.

Dem ist nichts hinzuzufĂŒgen.
(Schuldprojektion ist bekanntlich ein beliebter Bereich der Speziesisiten.)

> Selbst wenn ich wĂŒsste, welche "Randaspekte" sich mit einer
> veganen Gesellschaft erledigen wĂŒrden, es wird einfach nie
> eine vegane Gesellschaft geben...

Immer diese fundierten Zukunftsprognosen... welche Zauberpillen muß man nehmen, um Hellseher zu werden?

Re: Speziesisten töten Orang-Utans

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> > Selbst wenn ich wĂŒsste, welche "Randaspekte" sich mit einer
> > veganen Gesellschaft erledigen wĂŒrden, es wird einfach nie
> > eine vegane Gesellschaft geben...
>
> Immer diese fundierten Zukunftsprognosen... welche
> Zauberpillen muß man nehmen, um Hellseher zu werden?

http://tierrechtsforen.de/nie-vegane-gesellschaft

Achim

Re: Speziesisten töten Orang-Utans

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Was mich mal interessieren wĂŒrde, wieso ist da immer nur von den Orang Utans die Rede? Betroffen sind ja nun offensichtlich zahlreiche andere Spezies, darunter auch "gefĂ€hrdete" wie Tiger, MalaienbĂ€ren, Bartschweine.

Achim

Re: Randaspekt

Autor: icke | Datum:
... es macht schon sinn, anbauflĂ€chen in "erhaltenswerter" und "weniger erhaltenswert" einzuteilen. schließlich macht es einen riesigen unterschied, ob ich ein ĂŒber jahrtausende gewachsenes ökosystem, das selbst schon selten ist und auch noch selten gewordene arten beherbergt, und selbst durch die bestgemeinte renaturierung nie wieder hergestellt werden kann, zerstöre, oder eben bereits kultivierte flĂ€chen nutze (die natĂŒrlich auch einmal bewaldet waren, was aber irrelevant is, wenn der wald erstmal verschwunden ist). daher gilt es, weitere abholzung zu vermeiden durch die oben genannte einteilung.

Wald hin, Wald her

Autor: martin | Datum:
> ... es macht schon sinn, anbauflÀchen in "erhaltenswerter"
> und "weniger erhaltenswert" einzuteilen. schließlich macht es
> einen riesigen unterschied, ob ich ein ĂŒber jahrtausende
> gewachsenes ökosystem, das selbst schon selten ist und auch
> noch selten gewordene arten beherbergt, und selbst durch die

"Artenschutz" ist irrelevant, siehe anderer Beitrag.

> bestgemeinte renaturierung nie wieder hergestellt werden
> kann, zerstöre, oder eben bereits kultivierte flÀchen nutze

Das sagte ich bereits zweimal: es geht (in beiden FĂ€llen) um die bereits vorhandenen AnbauflĂ€chen im Vergleich. Daß es grundsĂ€tzlich schlecht ist, neue FlĂ€chen zu zerstören (egal wo), sollte klar sein.

> (die natĂŒrlich auch einmal bewaldet waren, was aber
> irrelevant is, wenn der wald erstmal verschwunden ist). daher

Deiner Aussage zufolge, können also alle tropischen WĂ€lder gerodet werden, weil es "irrelevant is", daß diese Gebiete "einmal bewaldet waren", "wenn der wald erstmal verschwunden ist"? Interessant.

> gilt es, weitere abholzung zu vermeiden durch die oben
> genannte einteilung.

NatĂŒrlich (wie ich sagte..) gilt es Abholzung zu vermeiden, aber eben durch die best- und schnellstmögliche Veganisierung der Gesellschaft, ohne sich bei Randaspekten, die sich in Zukunft (höchstwahrscheinlich) selbst lösen werden, aufzuhalten.