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Tierrechtsforum:
holocaustvergleich

Anzahl BeitrÀge in diesem Thread: 164

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holocaustvergleich

Autor: michael | Datum:
[Hinweis: inzwischen werden in diesem Thread, neben der Diskussion, Beispiele fĂŒr Nationalsozialismus-Analogien (ins. KZ- und Holocaust-Analogien) gesammelt, die nicht aus dem Tierrechts-Bereich stammen, um auch zu verdeutlichen, daß nicht nur "die bösen Veganer" solche Analogien benutzen - Mod]

hallo zusammen!

was denkt ihr eigentlich ĂŒber den vergleich der massentierhaltung und -schlachtung mit dem holocaust?
oder der vergleich mengele mit tierversuchen?
ist er eurer meinung nach gerechtfertigt?
schaden diese vergleiche der tierrechtsszene?
mich wĂŒrde mal eure meinung interessieren.

gruss
michael

Re: holocaustvergleich

Autor: michael | Datum:
ooops da war ich wohl etwas zu voreilig.
dieses thema gabs ja schon mal hier.
sorry.
bin vorhin zufÀllig auf diese forum gestossen.

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Na toll, dann war ich jetzt hier wohl auch falsch...:)

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Hab mir die Bilder von peta (also Juden neben HĂŒhnern etc) ausgedruckt und auf meinen Schulkram gemacht. Wollten sie mir verbieten. Warum wohl? Weil`s stimmt?

Re: holocaustvergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Hab mir die Bilder von peta (also Juden neben HĂŒhnern etc)
> ausgedruckt und auf meinen Schulkram gemacht. Wollten sie mir
> verbieten. Warum wohl? Weil`s stimmt?

Naja, PeTA-Werbung zu unterbeinden spricht ja eigentlich (wenn auch eher versehentlich) fĂŒr Deine Eltern ;-) .

http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html.

Achim

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Hmmm... war eigentlich immer fĂŒr peta, jetzt hab ich mir den Artikel durchgelesen und jetzt ist erst mal Chaos in meinem Kopf.:)
Weil wenn man/frau das so sieht, wĂ€re ja der letzte Schritt der Ausstieg aus der Gesellschaft. Dann mĂŒsste man/frau nĂ€mlich nichts mehr unterstĂŒtzen, was nicht vegan ist. Naja, war jetzt erst mal mein erster Gedanke. :)
mfg bastard

Re: holocaustvergleich

Autor: martin.p | Datum:
bastards` girl schrieb:

> Weil wenn man/frau das so sieht, wÀre ja der letzte Schritt
> der Ausstieg aus der Gesellschaft.

Wieso das? Es gibt doch auch (zumindest eine) vegane Tierrechtsorganisationen.

> Dann mĂŒsste man/frau
> nĂ€mlich nichts mehr unterstĂŒtzen, was nicht vegan ist.

Was auch richtig ist.
Was nicht damit zu verwechseln ist, dass du einen unveganen Busfahrer nicht in seinem Unveganismus unterstĂŒtzt, wenn du Bus fĂ€hrst (z.B.).

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:

>
> Wieso das? Es gibt doch auch (zumindest eine) vegane
> Tierrechtsorganisationen.

Echt? Welche? (Sry, wenn ich mich hier jetzt outen muss)

vegane TR-Orga

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> > Wieso das? Es gibt doch auch (zumindest eine) vegane
> > Tierrechtsorganisationen.
>
> Echt? Welche? (Sry, wenn ich mich hier jetzt outen muss)

"Sie baden grade Ihre HĂ€nde drin" ... kennt hier noch jemand diesen Kult-Werbeslogan fĂŒr GeschirrspĂŒlmittel?

Achim

Re: vegane TR-Orga

Autor: norbert brauer | Datum:
Zitat: "Sie baden grade Ihre HĂ€nde drin" ... kennt hier noch jemand diesen Kult-Werbeslogan fĂŒr GeschirrspĂŒlmittel?

ja, ist doch dann immer soooo angenehm, wer hÀtt auch das gedacht!!

Re: vegane TR-Orga

Autor: Ava Odoemena | Datum:
Achim StĂ¶ĂŸer schrieb:

> "Sie baden grade Ihre HĂ€nde drin" ... kennt hier noch jemand
> diesen Kult-Werbeslogan fĂŒr GeschirrspĂŒlmittel?

"IM GESCHIRRSPÜLMITTEL!??"

"Aber nein. In Palmolive, mit dem natĂŒrlichen Protein."

(Hmmm. "NatĂŒrliches Protein" klingt ja sehr verdĂ€chtig.)

FrĂŒher dachte ich wie bescheuert, ein GeschirrspĂŒlmittel als Handpflege. Heute benutze ich eins als Shampoo:-)

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
martin.p schrieb:
>
> bastards` girl schrieb:
>
> > Weil wenn man/frau das so sieht, wÀre ja der letzte Schritt
> > der Ausstieg aus der Gesellschaft.
>
> Wieso das? Es gibt doch auch (zumindest eine) vegane
> Tierrechtsorganisationen.
>
Also es ging mir da nicht um Organisationen, sondern um das ganze Leben. Kann ich in einem Kiga arbeiten, in dem den Kindern Fleisch vorgesetzt wird?

Re: holocaustvergleich

Autor: Thomas | Datum:
bastards` girl schrieb:
>
> martin.p schrieb:
> >
> > bastards` girl schrieb:
> >
> > > Weil wenn man/frau das so sieht, wÀre ja der letzte Schritt
> > > der Ausstieg aus der Gesellschaft.
> >
> > Wieso das? Es gibt doch auch (zumindest eine) vegane
> > Tierrechtsorganisationen.
> >
> Also es ging mir da nicht um Organisationen, sondern um das
> ganze Leben. Kann ich in einem Kiga arbeiten, in dem den
> Kindern Fleisch vorgesetzt wird?

ich arbeite in einem Krankenhaus als EDV-Admin und lebe auch vegan. Wenn ich meine Arbeitsstellen auch noch nach dem aussuchen wĂŒrde, inwiefern diese vegan sind, wĂ€re die Auswahl doch ziemlich klein und keinem Tier wĂ€re damit geholfen.

Viele GrĂŒĂŸe
Thomas

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Klar.
Aber wird denn den Tieren geholfen, wenn wir uns gegen nichtvegane Organisationen auflehnen? Ich hab mir jetzt den Artikel durchgelesen, natĂŒrlich ist peta fragwĂŒrdig. Aber es gibt viele Jugndliche, die z.B. auf "Pamela oder Juliette leben vegetarisch" anspringen. Und auch, wenn das nicht die (in meinen Augen) richtige Vorgehensweise ist, so sind wir doch schon mal einen Schritt weiter. Naja, nur meine momentane Ansicht.:)
mfg bastard

Re: holocaustvergleich

Autor: Tanja | Datum:
Vorbilder Ă€ndern sich. StĂ€ndig. Und vor allem bei Jugendlichen. ;-) Und was ist, wenn eins der tollen Vorbilder ein paar Monate spĂ€ter mit einem Big Mac in der Hand interviewt wird? NatĂŒrlich ist die Hauptaufgabe von Tierrechtlern nicht, ĂŒber Machenschaften wie die von Peta aufzuklĂ€ren; aber da es uns darum geht, Antispeziesismus zu etablieren, ist das zumindest ein Teil der Arbeit. Und es ist wichtig, sich auch Dritten gegenĂŒber ganz klar abzugrenzen von Peta um selbst noch glaubwĂŒrdig zu erscheinen.

Tanja

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Tanja schrieb:
>
> Vorbilder Àndern sich. StÀndig. Und vor allem bei
> Jugendlichen. ;-) Und was ist, wenn eins der tollen Vorbilder
> ein paar Monate spÀter mit einem Big Mac in der Hand
> interviewt wird?

Schon. Aber den Tieren dĂŒrfte es ja relativ egal sein, was die Leute denken, die auf ihr Fleisch verzichten. Ich kenne z.B. ein MĂ€dchen, das hauptsĂ€chlich dadurch zur Vegetarierin wurde, weil Orlando Bloom vegetarisch lebt. Gut, die wĂŒrde wahrscheinlich auch wieder alles essen, was ein Vorbild isst oder zu essen vorgibt. Aber ich denk mal es ist trotzdem ein Köder mit solchen Menschen zu arbeiten und ich denke nicht, dass das den Tieren schadet.


NatĂŒrlich ist die Hauptaufgabe von
> Tierrechtlern nicht, ĂŒber Machenschaften wie die von Peta
> aufzuklÀren; aber da es uns darum geht, Antispeziesismus zu
> etablieren, ist das zumindest ein Teil der Arbeit. Und es ist
> wichtig, sich auch Dritten gegenĂŒber ganz klar abzugrenzen
> von Peta um selbst noch glaubwĂŒrdig zu erscheinen.

Ok, da hast du Recht.

mfg bastard

Re: holocaustvergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Schon. Aber den Tieren dĂŒrfte es ja relativ egal sein, was
> die Leute denken, die auf ihr Fleisch verzichten. Ich kenne
> z.B. ein MÀdchen, das hauptsÀchlich dadurch zur Vegetarierin

Mal davon abgesehen, daß Vegetarier Mörder sind mĂŒĂŸtest Du dann ja auch "mit den Rechten gegen das SchĂ€chten" demonstrieren und Nazis erzĂ€hlen, daß Hitler Vegetarier war.

Du siehst, das ist zu kurzsichtig gedacht.

Solche und Àhliche Argumentationsmuster hatten wir hier schon des öfter, such mal nach BeitrÀgen zu "argumentative Nonos", z.B. http://veganismus.ch/foren/read.php?f=2&i=226&t=226.

> Köder mit solchen Menschen zu arbeiten und ich denke nicht,
> dass das den Tieren schadet.

Nein. Es geht nicht darum, durch irgendwelche Tricks Leute zu irgendeinem (vorĂŒbergehenden) Verhalten zu bringen, sondern darum, deren Bewußtsein nachhaltig zu verĂ€ndern. Bedenke den Schneeballeffekt.

Achim

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Detlef A. | Datum:
Ich habe leider nicht die Zeit alle BeitrÀge hier lesen, möchte zu diesem Thema aber ein paar Sachen anmerken.

Seit ĂŒber 20 Jahre vertrete ich die Meinung, dass man ZusammenhĂ€nge von Mord an Menschen und an nichtmenschlichen Wesen nicht verdrĂ€ngen darf. Auch und gerade dann nicht, wenn es nicht populĂ€r ist.

Der Name Holocaust steht allerdings eindeutig fĂŒr die Vernichtung von Juden und noch nicht einmal fĂŒr die nichtjĂŒdischen Naziopfer. Somit passt er fĂŒr Tiere noch weniger. Den Namen Holocaust auch fĂŒr Schweine zu verwenden kann somit nicht als glĂŒcklich angesehen werden, da kein Jude sich gerne mit einem Schwein vergleichen lĂ€ĂŸt. Juden werden dadurch auch sofort an das christiche Schimpfwort des "Saujudens" erinnert, welches seit dem Mitterlalter unter Antisemiten sehr beliebt war und reagieren dementsprechend. Solches, Juden derart zu beleidigen, kann durch diese Aktion allerdings doch wohl nicht beabsichtigt gewesen sein. Deshalb ist es besser sie zu stoppen.

Diese Holocaustvergleiche bewirken also etwas sehr kontraproduktives, da sie in dieser Form mehr Schaden als Nutzen verursachen. Es wĂ€re also bedeutend sinnvoller inhaltlich auf die ZusammenhĂ€nge zwischen Menschen und Tiermord einzugehen und Bilder nicht derart populistisch zu verwenden, dass sogleich der Verdacht entsteht, dass man den Holocaust nur fĂŒr seine Zwecke instrumentalisieren möchte. Abscheu vor dem Morden zu haben heißt auch SensibilitĂ€ten bei den Opfern des Mordens nicht zu ĂŒbergehen, was allerdings nicht zu einer Opferveridealisierung fĂŒhren sollte.

Leider diskutioert man jetzt hĂ€ufig nur, ob Vergleiche von Menschen und Tiermord zulĂ€ssig sind oder nicht, anstatt ĂŒber die richtige Form solcher Vergleiche sich Gedanken zu machen. Der Holocaustvergleich bei der Massentierhaltung ist auch nicht OK, da er augenfĂ€llig zu viele Unterschiede und zu wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Die Ausrottung von Menschen im 3. Reich weist auch mehr Paralelen mit "SchĂ€dlingsbekĂ€mpfungen" auf. Man ermordete Menschen eben wie Tiere, die einen SchĂ€dlingsstatus hatten und nicht wie Zuchttiere. Und das ist genau das, was jedem sofort ins Auge springt, sodass solche Vergleiche eher geeignet sind Tierrechtler in Verruf zu bringen nicht korrekt denken zu können, sondern stets nur unsachich emotionaisieren zu wollen. Dieses unkorrekte Klischeebild mĂŒssen wir nicht noch durch solche Vergleiche nĂ€hren, zumal unsere Gegner bei der Beziehung zu nichtmenschlichen Wesen eh kaum mal ihre Gehirnzellen benutzen.



MFG von der AJS: Detlef


Die Anti-Jagdseite:
http://www.anti-jagd-seite.de

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Ich habe leider nicht die Zeit alle BeitrÀge hier lesen,

WĂ€re sinnvoll gewesen, siehe z.B. Linkhinweise, besonders "Zum Terminus "Holocaust".

> Der Holocaustvergleich bei der Massentierhaltung ist auch
> nicht OK, da er augenfÀllig zu viele Unterschiede und zu
> wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Die Ausrottung von Menschen

"Vergleiche" sind hier eh unsinnig (zum wievielten mal), sinnvoll sind dagegen Analogien, siehe Artikel "Legen macht frei".

Achim

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Detlef A. | Datum:
Sollte mir der Thread zum Thema Holocaust unbekannt sein? Ich selber habe in diesem Thread dazu Stellung genommen.


Der Begriff Holocaust ist ein jĂŒdischer Begriff fĂŒr die Judenermordungen im 3.Reich. und das sollte er auch bleiben. Diesen Begriff fĂŒr Schweine zu benutzen erinnert zu sehr an die lange Zeit, in der der christliche Antisemitismus den Begriff "Saujude" prĂ€gte. Dieses Bild des "Saujudens" war gerade im Mittelalter sehr beliebt. Man stellte Juden bildlich gerne als Personen da, die den schweinen gleich, an Schweinezittzen saugen. Jude war also gleich Schwein, obwohl die meissten Juden Schweine mieden. Bis in die Nazizeit hinein war dieses Schimpfwort "Saujude" unter Antisemiten sehr beliebt. Und genau an das erinnern sich Juden Heute, wenn sie sehen, dass man den jĂŒdischen Begriff Holocaust nun fĂŒr Schweine verwenden möchte und deshalb reagieren sie auch entsprechend. Welcher Jude möchte sich denn schon wieder mit Schweinen vergleichen lassen? Das kann auch nicht der Sinn von Tierrechtsaktionen sein, solche MißverstĂ€ndnisse hervorzurufen. Wir wollen doch wohl Faschos keine Munition liefern, damit sie Juden in Zukunft wieder ungeniert mit Schweinen vergleichen können.

Vergessenn wir dabei doch auch nie, welche Bedeutung das Wort Holocaust fĂŒr Juden hat. Das ist nicht irgend ein beliebiges Wort fĂŒr irgend ein beliebiges Ereignis, Holocaust, das geht Juden durch Mark und Bein. Holocaust, das machte Juden erst zu Juden. Holocaust, das ist jĂŒdischer IdentitĂ€t, die es auch satt hat mit Schweinen verglichen zu werden, was ich auch so unbedingt akzeptiere.

Den Namen Holocaust fĂŒr Schweine zu verwenden, ohne die GefĂŒhle zu kennen und zu achten, die bei Juden damit verbunden sind, kann von mir auch nur abgelehnt werden. Es kommt auch nicht so darauf an, dass wir als vegane Tierrechtler mit dem Wort Schwein nicht nicht das Schlimme vebinden, was ein schweineessende Antisemit dam mit verbindet. Wir benutzen das Wort Schwein ja auch nicht als Schimpfwort. Es kommt aber sehr wohl darauf an, was solche Vergleiche in unserer nichtveganen Umwelt auslösen.

Wir benötigen diesen Begriff Holocaust allerdings auch nicht, um auf die unselige Massentierhaltung hinzuweisen, so dass wir ihn auch nicht mißbrauchen mĂŒssen. Er sollte auch weiterhin nur fĂŒr das stehen, wofĂŒr er bestimmt war und nicht zu einem x-beliebigen Begriff mutieren.

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Dirk Micheel | Datum:
> Der Begriff Holocaust ist ein jĂŒdischer Begriff fĂŒr die
> Judenermordungen im 3.Reich.

Das scheint mir vollkommen falsch zu sein. Juden verwenden den Begriff "Shoah". Der Begriff "Holocaust" ist wohl christlichen Ursprungs. Beide Begriffe sollten ohnehin vermieden werden, um keinen zusÀtzlichen religiösen Sinngehalt zu transportieren.

Dirk

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Detlef A. | Datum:
Richtig, Shoa ist der jĂŒdiche Begriff, nur eben wird mit dem Begriff Holocaust, dessen Ursprung ich jetzt auch nicht ganz genau bestimmen kann, eben auch auf die Shoa vorrangig hingewiesen, was nun auch das wesentliche dabei ist. Die Wirkung ist die gleiche, ob der Begriff nun vorrangig einen jĂŒdischen Ursprung hat oder nicht. Juden möchten nicht erneut mit Schweinen verglichen werden. Und genau das trifft den Kern der Sache.

Terminus "Holocaust"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat:
Holocaust

[′hɔlokɔ|st; von griechisch-lateinisch Holokaustum]

in Israel und der englischsprachigen Welt gebrĂ€uchliche Bezeichnung fĂŒr die Massenvernichtung von Juden durch das nationalsozialistische Regime im 2. Weltkrieg.
wissen.de

Zitat: Holocaust


Das Wort wurde 1979 durch die Ausstrahlung der gleichnamigen amerikanischen Fernsehserie in Deutschland bekannt, die das Schicksal der deutschjĂŒdischen Bevölkerung zur Nazizeit ganz in Hollywoodmanier zeigte. Der Vierteiler katapultierte nicht nur das Wort, sondern auch das Thema ins öffentliche Bewusstsein. Im englischen Sprachraum ist holocaust seit mehr als dreihundert Jahren in der Bedeutung 'Feuersbrunst', 'Brandopfer', 'Vernichtung', 'Massenmord' bekannt. Gleichwohl entstammt der Ausdruck nicht dem Englischen, sondern er lĂ€sst sich ĂŒber spĂ€tlateinisch holocaustum auf das griechische hol + kaustos ('völlig verbrannt', 'Brandopfer') zurĂŒckfĂŒhren, was im Deutschen ĂŒbrigens die Aussprache mit 'au' nahe legt.

Schon vor Ende des Krieges wurde das Wort auf die Ermordung der europĂ€ischen Juden bezogen, so 1944 von dem amerikanisch-jĂŒdischen Publizisten Raphael Lemkin. Diese Bedeutungserweiterung lĂ€sst sich jedoch erst Ende der 70er Jahre in englischen WörterbĂŒchern nachweisen. Von religiösen Juden ist das Wort nie akzeptiert worden. Das Holocaust genannte Brandopfer war eine heilige Handlung des Alten Bundes, und es verbiete sich darum jeder Zusammenhang mit dem massenhaften Völkermord. FĂŒr diesen wird von Juden daher Schoah (hebrĂ€isch 'Untergang', 'Vernichtung') verwendet.

Im Deutschen jedoch hat sich Holocaust durchgesetzt. So ist weiterhin die Rede von den Holocaustopfern, -ĂŒberlebenden, und das umstrittene Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas wird fast nur als Holocaustmahnmal bezeichnet. Inzwischen wird der Ausdruck sogar ĂŒbertragen gebraucht, etwa wenn vom atomaren, nuklearen, ökologischen und toxischen Holocaust gesprochen wird. Die Lebensschutzbewegung polemisierte in den 80er Jahren mit Abwandlungen wie Babycaust und Embryocaust gegen den Paragraphen 218.
wissen.de

Zitat:
Ho|lo'caust Vernichtung durch Verbrennung, (bes.) die Judenvernichtung wÀhrend des Nationalsozialismus; Sy Shoa [
Wahrig Deutsches Wörterbuch

Re: Terminus "Holocaust"

Autor: Detlef A. | Datum:
Die Beschreibung scheint OK zu sein. Nach dieser Sendung Ende der 70 ziger war es aber auch schon etwas merkwĂŒrdig warum nun plötzlich alle nur noch vom Holocaust sprachen, da man vorher diesen Begriff ja gar nicht so benutzte.

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Sollte mir der Thread zum Thema Holocaust unbekannt sein? Ich
> selber habe in diesem Thread dazu Stellung genommen.

Lesen und Verstehen sind halt zweierlei.

> Der Begriff Holocaust ist ein jĂŒdischer Begriff fĂŒr die

Siehe Dirks Kommentar.

> Diesen Begriff fĂŒr Schweine zu benutzen erinnert zu sehr an
> die lange Zeit, in der der christliche Antisemitismus den

Ich lasse mir nicht von christlichen Antisemiten/Speziesisten irgendwelchen Wortgebrauch oktroyiere.

Menschen als "Schwein" zu bezeichen ist in der Regel eine Beleidigung. FĂŒr Schweine.

Achim

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Detlef A. | Datum:
Es sind keine christlichen Antisemiten, die sich an den Begriff Holocaust fĂŒr Schweine stören, sondern Juden. Menschen als Schweine zu bezeichnen ist in der Regel eine Beleidigung fĂŒr Schweine aber auch eine Beleidigung fĂŒr die, die als Schweine bezeichnet werden. Das primĂ€re ist dabei der Haß und die Mißachtung, die in beiden FĂ€llen anderen Wesen damit ausgedrĂŒckt wird.

Der Begriff Holocaust ist also auch bei der von Dir zitierten Deutung schlicht unangemessen.

Re:Holocaustvergleich in dieser Form nicht OK

Autor: Red_Tear | Datum:
Man sollte diesen Begriff also meiden, weil nach irgendwelchen religiösen Wahnvorstellungen Schweine als schlecht gelten?

Antispeziesismus - das heißt auch diesen Menschen klar zu machen das Menschen eben nicht besser sind als Schweine.

Da fĂŒhle ich mich an Leute erinnert die meinen es sollte strafbar sein jemandes religiöse GefĂŒhle zu verletzen... klar, das damit nur die eigenen gemeint sein können, denn sonst dĂŒrfte niemand mehr irgendeine Religion ausĂŒben, da jede Religion wieder gegen irgendeine andere Religion verstĂ¶ĂŸt...

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
Okay, okay, ich geb`s auf...

Wollte ja damit auch nicht sagen, dass die Promi-Sache ok ist, sondern dass sie auch positive Seiten hat.

Machen wir`s besser...
bastard

Re: holocaustvergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Wollte ja damit auch nicht sagen, dass die Promi-Sache ok
> ist, sondern dass sie auch positive Seiten hat.

So a la "Hitler hat die Autobahn gebaut"? Das reißt's nun nicht wirklich raus., da kann Peta Autobahnen zuhauf bauen ...

> Machen wir`s besser...

Klar.

Achim

Re: holocaustvergleich

Autor: Tanja | Datum:
bastards` girl schrieb:
>
> Hmmm... war eigentlich immer fĂŒr peta, jetzt hab ich mir den
> Artikel durchgelesen und jetzt ist erst mal Chaos in meinem
> Kopf.:)
> Weil wenn man/frau das so sieht, wÀre ja der letzte Schritt
> der Ausstieg aus der Gesellschaft. Dann mĂŒsste man/frau
> nĂ€mlich nichts mehr unterstĂŒtzen, was nicht vegan ist.

Nein, wenn Du aus einer Gesellschaft aussteigst, kannst Du sie nicht mehr verÀndern. Doch es liegt selbstverstÀndlich in Deiner Macht, auch in einer speziesistischen Gesellschaft als Antispeziesistin zu leben und sowieso, aus einem Verein auszutreten, der nicht antispeziesistisch agiert.

Tanja

Re: holocaustvergleich

Autor: LarsB | Datum:
Wie steht maqi denn jetzt zum "Holocaustvergleich"? Ich meine, ausser, dass Peta ja eh durch und schlecht ist :-). WĂŒrde mich ĂŒber eine konkrete Aussage freuen. Habe nĂ€mlich nicht jeden einzelnen Beitrag gelesen. Warum nicht, sage ich lieber nicht.

Erst informieren, dann posten

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Wie steht maqi denn jetzt zum "Holocaustvergleich"? Ich
> meine, ausser, dass Peta ja eh durch und schlecht ist :-).
> WĂŒrde mich ĂŒber eine konkrete Aussage freuen. Habe nĂ€mlich
> nicht jeden einzelnen Beitrag gelesen. Warum nicht, sage ich
> lieber nicht.

Ist schon klar warum. a) könntest Du mit der RealitĂ€t konfrontiert werden, die das Kartenhaus Deiner absurden TierschĂŒtzervegetarierkuschelwelt einstĂŒrzen lĂ€ĂŸt, b) gehörst auch Du zu denen, die lieber draufloslabern statt sich erstmal zu informieren. Nicht nur fĂŒr das Benutzen der Suchfunktion ist sich der Herr zu schade, er liest nichteinmal die Threads, zu denen er etwas ins Forum schmiert.

NÀheres dazu ist wohl jedem, der sich auch nur ansatzweise informieren will, hinlÀnglich bekannt: Die Peta-Kampagne ist, wie bei PeTA nicht anders zu erwarten (http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html), kontraproduktiv, was aber nichts an der ValiditÀt von Analogien (http://maqi.de/txt/kz.html) Àndert. Zum Terminus "Holocaust" sei auf das Atheismusforum verwiesen (http://antitheismus.de).

Achim

Re: holocaustvergleich

Autor: michael | Datum:
mach dir nichts draus.
es gibt auch veganer die diesen vergleich nicht gut finden und ihn sogar als schĂ€dlich fĂŒr die tierrechtsszene ansehen.
dachte peta wollte die aktion erst im mÀrz in deutschland starten?
oder hast du die bilder von der amerikanischen peta-seite masskilling.com, so wie ich auch?
bei mir hat sich ja der zentralrat der juden beschwert und mir mit gerichtsverfahren gedroht.
ward ihr schon mal auf meiner seite animal-holocaust.net?
war ja mehr oder weniger die deutsche ĂŒbersetzung von masskilling.com

Re: holocaustvergleich

Autor: bastards` girl | Datum:
michael schrieb:
>
> mach dir nichts draus.

Tu ich nicht.

> es gibt auch veganer die diesen vergleich nicht gut finden
> und ihn sogar als schĂ€dlich fĂŒr die tierrechtsszene ansehen.

*total verwirrt* Ich fand/finde den Vergleich eigentlich immer gut. Weiß nicht, was daran taktlos sein soll. Die Bilder erregen auf jeden Fall Aufmerksamkeit und damit haben in der Penne auch schon viele (lĂ€ngere) Diskussionen angefangen.

> dachte peta wollte die aktion erst im mÀrz in deutschland
> starten?
> oder hast du die bilder von der amerikanischen peta-seite
> masskilling.com, so wie ich auch?

Genau.

> bei mir hat sich ja der zentralrat der juden beschwert und
> mir mit gerichtsverfahren gedroht.

HĂ€? Eine Freundin von mir ist auch JĂŒdin (NOCH Vegetarierin:) ), die hatte eigentlich nichts gegen den Vergleich. Komisch.

mfg bastard

Re: holocaustvergleich

Autor: michael | Datum:

> > bei mir hat sich ja der zentralrat der juden beschwert und
> > mir mit gerichtsverfahren gedroht.
>
> HĂ€? Eine Freundin von mir ist auch JĂŒdin (NOCH Vegetarierin:)
> ), die hatte eigentlich nichts gegen den Vergleich. Komisch.

naja der zentralrat der juden ist ja nicht unbedingt reprĂ€sentativ fĂŒr alle juden.
ich find dieses verhalten vom zentralrat auch etwas arrogant. als ob nur juden die opfer waren.

Re: Linkhinweise

Autor: Tanya | Datum:
Was habe ich eigentlich heute nachmittag so Schlimmes von mir gegeben, dass mein Beitrag gelöscht wurde???

Re: Linkhinweise

Autor: Tanja | Datum:
Hallo Tanya,
fĂŒr solche Fragen gibt es foren@antispe.de . Da der Beitrag, auf den Du geantwortet hattest, gegen die Forenrichtlinien verstieß, wurde er gelöscht und Deine Antwort automatisch mit. Hilfreich wĂ€re natĂŒlrich auch, wenn Du eine email-Adresse angeben wĂŒrdest, dann könnte der Mod, der die Löschung vorgenommen hat, Dir ggf. Bescheid sagen. :-)

Tanja

Re: Peta

Autor: bastards` girl | Datum:
Wenn man/frau gegen eine Organisation ist, muss man/frau dann auch gegen alle Aktionen von ihr sein? (Das ist eine ehrliche Frage, ich mach mir da nĂ€mlich grad Gedanken drĂŒber!)
Wie gesagt, dann wĂ€re fĂŒr mich der letzte Schritt der Ausstieg.
*ratlos*
bastards` girl

Re: Peta

Autor: martin.p | Datum:
bastards` girl schrieb:
>
> Wenn man/frau gegen eine Organisation ist, muss man/frau dann
> auch gegen alle Aktionen von ihr sein? (Das ist eine ehrliche
> Frage, ich mach mir da nĂ€mlich grad Gedanken drĂŒber!)

Theoretisch schon, da du, wenn du diese Aktionen unterstĂŒtzt, du auch automatisch die Organisation unterstĂŒtzt.
Was aber ein Unterschied dazu ist, dass auch solche richtige Dinge sagen und machen können.

> Wie gesagt, dann wĂ€re fĂŒr mich der letzte Schritt der Ausstieg.

Die Frage nach dem "wieso?" hast du mir hier noch nicht beantwortet...

Re: Peta

Autor: Tanja | Datum:
bastards` girl schrieb:
>
> Wenn man/frau gegen eine Organisation ist, muss man/frau dann
> auch gegen alle Aktionen von ihr sein? (Das ist eine ehrliche
> Frage, ich mach mir da nĂ€mlich grad Gedanken drĂŒber!)

Nein, wahrscheinlich gibt es jede Menge Leute, die sich mit einigen Ansichten der CSU durchaus identifizieren können - doch mit der ganzen Partei sicher nicht. Und deswegen werden sie auch weder in die CSU eintreten noch sonst auf irgendeine Art und Weise mit ihr zusammenarbeiten. Gibt schließlich andere Möglichkeiten (und wenn's nur die gĂ€be, wĂ€r's trotzdem keine) :-)

Tanja

Re: Peta

Autor: droesel | Datum:
Man sollte schon zu 80 oder mehr Prozent mit den Aktionen/Meinungen einer Organisation gemein sein um ihn sie einzutreten.

Ist meine Meinung

Re: holocaustvergleich

Autor: nick | Datum:
michael schrieb:
>
> hallo zusammen!
>
> was denkt ihr eigentlich ĂŒber den vergleich der
> massentierhaltung und -schlachtung mit dem holocaust?
> oder der vergleich mengele mit tierversuchen?
> ist er eurer meinung nach gerechtfertigt?
> schaden diese vergleiche der tierrechtsszene?
> mich wĂŒrde mal eure meinung interessieren.

Also ich sehe das differenziert: die Vergleiche der Verbrechen der Nazis an Menschen und der Verbrechen der Tierausbeuter an nichtmenschl. Tieren sind inhaltlich absolut berechtigt.

Sie auf die Art und Weise wie Peta es getan hat zu nutzen und schon fast zu kommerzialisieren (wobei Peta irgendwie alles kommerzialisiert ;-)) halte ich fĂŒr falsch. Dies aus mehreren GrĂŒnden: zum einen muss man nĂŒchtern die strategische KontraproduktivitĂ€t solcher Aktonen feststellen. Der Artikel in der "welt" ist nur die spitze des Eisberges. Dass Tierrechtler (mal wieder) als Nazis dastehen (ist doch irgendwie ironisch !) kann nicht im Interesse der nichtmenschl. Tiere sein, verhindert es doch die Akzeptanz des Tierrechtsgedankens.
Ein anderer Punkt ist meiner Meinung nach, dass durch diese spezielle Kampagne die Opfer des Nationalsozialismus instrumentalisiert werden (genauso wĂŒrden auch nichmenschl. Tiere instrumentalisiert wenn es z.B. umgekehrt wĂ€re bez. der Kampagne)Eine Analogie ("HĂŒhner KZ's) ist das eine. Grell - Bunte Flyer auf denen gequĂ€lte und ermordete Menschen (oder andere Tiere) abgebildet werden, aus jeglichem Kontext gerissen, die mehr an Werbung fĂŒr Fast-Food Ketten als an echte AufklĂ€rung erinnern, machen das Leid (mal wieder) zu einer Ware, deren Zweck einzig und allein Aufmerksamkeit ist ("hauptsache PR, egal welche") . Das Thema um jeden Preis ins GesprĂ€ch zu bringen ist gefĂ€hrlich, siehe das Ergebnis der Kampagne (zumindest hier in Deutschland).

Und zu Peta sag ich nix mehr, auf [anti] vegan.de wurden ja schon sÀmtliche BeitrÀge von mir (allesamt total sachlich) gelöscht, weil sie der dortigen Parteilinie widersprachen und hier gibts ja genug Infos gegen Peta ;-)

mfg
nick

Re: holocaustvergleich

Autor: Reina | Datum:
Hi,

>zum einen muss man nĂŒchtern die strategische
>KontraproduktivitÀt solcher Aktonen feststellen. Der Artikel
>in der "welt" ist nur die spitze des Eisberges.

Huch ? Was erwartet Du denn von Tierrechtsaktionen, Beifall der Speziesisten ?
Der Beitrag in der Welt zeigt doch nur, dass sich die Autorin auf den Schlips getreten fĂŒhlte (derart, dass sie dann nicht einmal bemerkte, wie sehr sie sich in dem Artikel die Blösse gibt) und das ist ein gutes Zeichen dafĂŒr, dass Tierrechtsthemen auch öffentlich wahrgenommen werden.

>Dass Tierrechtler (mal wieder) als Nazis dastehen

Das ist so blöd, wer hier nix merkt, dem ist auch nicht mehr zu helfen...

>verhindert es doch die Akzeptanz des Tierrechtsgedankens.

Ja, da erreichen Kaplanisten sicher mehr. Akzeptanz des Gedankens durch Vorleben einer dont-care Einstellung... Genau das, was wir am dringensten brauchen... :-(

>Ein anderer Punkt ist meiner Meinung nach, dass durch diese
>spezielle Kampagne die Opfer des Nationalsozialismus
>instrumentalisiert werden

FĂŒr was - fĂŒr Peta-Spendensammlungen ? Dann hĂ€ttest Du recht.

Ansonsten geht es hier darum, zwei hochbrisante Themen gegenĂŒberzustellen. Das Eine davon wird als SelbstverstĂ€ndlichkeit hingenommen, das Andere als eines der grösstes Verbrechen der Menschenheitsgeschichte betrachtet. Der Vergleich soll ja auch provozieren: nĂ€mlich die Auseinandersetzung darum, warum diese beiden FĂ€lle von Greultaten unterschiedlich bewertet werden.

GefĂ€hrlich ist es natĂŒrlich, wenn eine Tierschutzorganisation solche Themen besetzt, die sich selbst auf Tierrechtsverletzer stĂŒtzt. Denn das Anliegen irgendwelcher belangloser Reformen mit fundamentalem Unrecht zu motivieren, wird verstĂ€ndlicherweise zu Protesten fĂŒhren und blockiert Einsicht statt sie zu fördern.

mfg, Reina.

Re: holocaustvergleich

Autor: Tanja | Datum:
> >Dass Tierrechtler (mal wieder) als Nazis dastehen
>
> Das ist so blöd, wer hier nix merkt, dem ist auch nicht mehr
> zu helfen...

Nun, viele Menschen sind in der Hinsicht ziemlich blöd - oder geben sich zumindest so. ;-) Ich denke, daß man Tierrechte auch anders und weniger zeitaufwendig vermitteln könnte - denn auch wenn Du es blöd findest ;-), mĂŒssen wir so immer wieder auf den Nazi-Vorwurf eingehen.

> >verhindert es doch die Akzeptanz des Tierrechtsgedankens.
>
> Ja, da erreichen Kaplanisten sicher mehr. Akzeptanz des
> Gedankens durch Vorleben einer dont-care Einstellung... Genau
> das, was wir am dringensten brauchen... :-(

GlĂŒcklicherweise gibt es ja noch mehr Vorgehensweisen als die von Peta und Kaplan. :-)

> Ansonsten geht es hier darum, zwei hochbrisante Themen
> gegenĂŒberzustellen. Das Eine davon wird als
> SelbstverstÀndlichkeit hingenommen, das Andere als eines der
> grösstes Verbrechen der Menschenheitsgeschichte betrachtet.
> Der Vergleich soll ja auch provozieren: nÀmlich die
> Auseinandersetzung darum, warum diese beiden FĂ€lle von
> Greultaten unterschiedlich bewertet werden.

Ja, ich denke schon, daß es wichtig ist, zu provozieren, anders denken die meisten Leute nĂ€mlich erst gar nicht nach. Das Problem bei dieser Kampagne ist, daß es keinerlei Hintergrundinformationen gibt, daß Menschen, die nicht mal auch nur ansatzweise antispeziestisch denken, einfach mit diesen Bildern konfrontiert werden. Die KZ-Analogie kann durchaus hilfreich sein, allerdings in Diksussionen, Artikeln etc. um etwas deutlich zu machen; sie sollte m.E. niemals Basis fĂŒr eine Diskussion ĂŒber Tierrechte sein. Das kann nur schiefgehen.

Tanja

Re: holocaustvergleich

Autor: nick | Datum:
hi,

> Ja, ich denke schon, daß es wichtig ist, zu provozieren,
> anders denken die meisten Leute nÀmlich erst gar nicht nach.
> Das Problem bei dieser Kampagne ist, daß es keinerlei
> Hintergrundinformationen gibt, daß Menschen, die nicht mal
> auch nur ansatzweise antispeziestisch denken, einfach mit
> diesen Bildern konfrontiert werden. Die KZ-Analogie kann
> durchaus hilfreich sein, allerdings in Diksussionen, Artikeln
> etc. um etwas deutlich zu machen; sie sollte m.E. niemals
> Basis fĂŒr eine Diskussion ĂŒber Tierrechte sein. Das kann nur
> schiefgehen.

genau das ist der Punkt ! Es kommt darauf an wie es rĂŒbergebracht wird, und auf die Art und Weise wie es Peta macht ist es einfach nur platt und inhaltsleer (also irgendwie typisch Peta eben ;-))und damit kaum vermittelbar.

mfg
nick

Re: holocaustvergleich

Autor: nick | Datum:
Reina schrieb:
>
> Hi,
>
> >zum einen muss man nĂŒchtern die strategische
> >KontraproduktivitÀt solcher Aktonen feststellen. Der Artikel
> >in der "welt" ist nur die spitze des Eisberges.
>
> Huch ? Was erwartet Du denn von Tierrechtsaktionen, Beifall
> der Speziesisten ?
> Der Beitrag in der Welt zeigt doch nur, dass sich die Autorin
> auf den Schlips getreten fĂŒhlte (derart, dass sie dann nicht
> einmal bemerkte, wie sehr sie sich in dem Artikel die Blösse
> gibt) und das ist ein gutes Zeichen dafĂŒr, dass
> Tierrechtsthemen auch öffentlich wahrgenommen werden.

wir waren alle mal Speziesisten. Und wenn wir mit dem Tierrechtsgedanken anders kontrontiert worden wÀren, wÀren wir vielleicht heute immer noch Speziesisten ! Ethik in psychologisch fassbare und akteptable Codierungen zu konvertieren ist immer eine Gratwanderung.

> >Dass Tierrechtler (mal wieder) als Nazis dastehen
>
> Das ist so blöd, wer hier nix merkt, dem ist auch nicht mehr
> zu helfen...

wie Tanja ja schon schrieb, die meisten Menschen denken gerne blöd, wenn es ihre Haltung bestÀrkt.

> >verhindert es doch die Akzeptanz des Tierrechtsgedankens.
>
> Ja, da erreichen Kaplanisten sicher mehr. Akzeptanz des
> Gedankens durch Vorleben einer dont-care Einstellung... Genau
> das, was wir am dringensten brauchen... :-(

da höre ich eine subtile AggressivitÀt raus. Es gibt wohl kaum nur die Alternativen: Peta oder Kaplan oder Kopfschuss ?!

> >Ein anderer Punkt ist meiner Meinung nach, dass durch diese
> >spezielle Kampagne die Opfer des Nationalsozialismus
> >instrumentalisiert werden
>
> FĂŒr was - fĂŒr Peta-Spendensammlungen ? Dann hĂ€ttest Du recht.

auch dafĂŒr. Vorallem aber fĂŒr Petas PopularitĂ€t. auch ein self-feeding system jenseits des unmittelbar materiellen Aspekts.

> Ansonsten geht es hier darum, zwei hochbrisante Themen
> gegenĂŒberzustellen. Das Eine davon wird als
> SelbstverstÀndlichkeit hingenommen, das Andere als eines der
> grösstes Verbrechen der Menschenheitsgeschichte betrachtet.
> Der Vergleich soll ja auch provozieren: nÀmlich die
> Auseinandersetzung darum, warum diese beiden FĂ€lle von
> Greultaten unterschiedlich bewertet werden.

Und es ist nunmal ein wunder Punkt im kollektiven Bewusstsein. Und in Wunden sollte man nicht noch rumstochern. Du sagst es ja schon selbst: was kann man von Speziesisten erwarten, die es noch nichtmal schlimm finden andere Tiere fĂŒr ein Geschmackserlebnis umzubringen, weil es ja das Normalste der Welt ist - da kannst du gar nichts mehr erwarten, wenn du das "normalste der Welt" mit der "grĂ¶ĂŸten Grausamkeit" der Welt gleichsetzt, also zwei diametral verschiedene dinge, da klingelt doch die Logik-Glocke des Normalsterblichen tierausbeuters. Sowas verlangt FeingefĂŒhl, keine Fast-Food PR !

> GefĂ€hrlich ist es natĂŒrlich, wenn eine Tierschutzorganisation
> solche Themen besetzt, die sich selbst auf
> Tierrechtsverletzer stĂŒtzt. Denn das Anliegen irgendwelcher
> belangloser Reformen mit fundamentalem Unrecht zu motivieren,
> wird verstĂ€ndlicherweise zu Protesten fĂŒhren und blockiert
> Einsicht statt sie zu fördern.

nur das kein Speziesist so denkt. So denken Tierrechtler, aber die will bzw. muss man ja nicht erreichen mit der Kampagne.

Nein, Vergleiche sind sinnvoll, auch dieser Vergleich, wie ich ja schon schrieb. Aber dĂŒmmer als Peta es gemacht hat, kann man dieses Thema nicht umsetzten. Und auch wenn viele es sicher schaffen, Tierrechtler NICHT als Nazis zu kategorisieren, so bleibt der bittere Nachgeschmack einer unpassenden und ablehnungswĂŒrdigen Aktion. Und negativ-PR ist halt nie wirklich was gutes ...

mfg
nick

Re: holocaustvergleich

Autor: Anna | Datum:
> wir waren alle mal Speziesisten.

Ich wars nie, nicht einen Moment lang. Ich habe nur eine gewisse Zeit gebracuht, bis ich mir ĂŒber mein Handeln bewußt wurde.

Re: holocaustvergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
In Legen macht frei steht ja bereits:
Zitat: Anders offenbar als bekannte Parolen wie etwa "Polizei, SA, SS" und "Stammheimer KZ", die ja nun unleugbar ebenfalls in diese Kategorie fallen, solle es eine Verharmlosung der Greueltaten der Nazis sein, eine HerabwĂŒrdigung der Opfer.


Eben habe ich ein weiteres passendes Beispiel gefunden:

Zitat:
"Lustmörder sind die SS des Patriarchats".
Alice Schwarzer, "Der große Unterschied", 2002

Komisch, der Aufschrei, daß Feministinnen faschistische Naziantisemitinnen sind, muß mir irgendwie entgangen sein ;-) .

Achim

Re: holocaustvergleich

Autor: Knulprek | Datum:
>
Zitat:
> "Lustmörder sind die SS des Patriarchats".
>
Alice Schwarzer, "Der große Unterschied", 2002
>
> Komisch, der Aufschrei, daß Feministinnen faschistische
> Naziantisemitinnen sind, muß mir irgendwie entgangen sein ;-)

Du weißt doch, wer Feministinnen kritisiert, ist sexistisch. ;-)

Aber wie soll denn der Satz ĂŒberhaupt zu verstehen sein? Daß Lustmörder (die selbstverstĂ€ndlich alle mĂ€nnlich sind) eine vom staatlichen Patriarchat organisierte Truppe sind, die gegen Frauen vorgehen wie damals die SS gegen Juden u.a.?

Patriarchats-SS

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Aber wie soll denn der Satz ĂŒberhaupt zu verstehen sein? Daß
> Lustmörder (die selbstverstÀndlich alle mÀnnlich sind) eine

Klar, sonst wÀren es ja LustmörderInnen.

> vom staatlichen Patriarchat organisierte Truppe sind, die
> gegen Frauen vorgehen wie damals die SS gegen Juden u.a.?

K.A.

Damit haben wir jetzt schon zwei Schwarzer-Zitate, die ich nicht verstehe: http://veganismus.ch/foren/read.php?f=12&i=133&t=108.

Achim

Der Pannwitzblick

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Ein weiters interessantes Beispiel:

Primo Levi, italienischer antifaschistischer WiderstandskĂ€mpfer jĂŒdischer Abstammung, schreibt in "Der Pannwitz-Blick" (Pannwitz ist der Name des Arztes in Auschwitz):

Zitat: Pannwitz ist hochgewachsen, mager und blond; er hat Augen, Haare und Nase, wie alle Deutschen sie haben mĂŒssen, und er thront fĂŒrchterlich hinter einem wuchtigen Schreibtisch. Ich, HĂ€ftling 174517, stehe in seinem Arbeitszimmer, einem richtigen Arbeitszimmer, klar, sauber und ordentlich, und mir ist, als mĂŒĂŸte ich ĂŒberall, wo ich hinkomme, Schmutzflecken hinterlassen. Wie er mit Schreiben fertig ist, hebt er die Augen und sieht mich an. Von Stund an habe ich oft und unter verschiedenen Aspekten an diesen Doktor Pannwitz denken mĂŒssen. Ich habe mich gefragt, was wohl im Innern dieses Menschen vorgegangen sein mag und womit er neben der Polymerisation und dem germanischen Bewußtsein seine Zeit ausfĂŒllte; seit ich wieder ein freier Mensch bin, wĂŒnsche ich mir besonders, ihm noch einmal zu begegnen, nicht aus Rachsucht, sondern aus Neugier auf die menschliche Seele. Denn zwischen Menschen hat es einen solchen Blick nie gegeben. Könnte ich mir aber bis ins letzte die Eigenart jenes Blickes erklĂ€ren, der wie durch die Glaswand eines Aquariums zwischen zwei Lebewesen getauscht wurde, die verschiedene Elemente bewohnen, so hĂ€tte ich damit auch das Wesen des großen Wahnsinns im Dritten Reich erklĂ€rt. Was wir alle ĂŒber die Deutschen dachten und sagten, war in dem Augenblick unvermittelt zu spĂŒren. Der jene blauen Augen und gepflegte HĂ€nde beherrschende Verstand sprach: "Dieses Dingsda vor mir gehört einer Spezies an, die auszurotten selbstverstĂ€ndlich zweckmĂ€ĂŸig ist. In diesem besonderen Fall gilt es festzustellen, ob nicht ein verwertbarer Faktor in ihm vorhanden ist."


(Levi, Primo: Ist das ein Mensch? Erinnerungen an Auschwitz. Frankfurt 1979; meine Hervorhebungen).

Da wird also nicht zum einen eine Aquariums/Drittesreich-Analogie verwendet (also nicht etwa "Schlachthöfe" oder "Legebatterien", an denen Kritik allgemein weit verbreitet ist, sondern außer von Antispeziesisten kaum kritisierte "Heimtierhaltung"), zum anderen projiziert der fiktive Pannwitzsche Gedanke bemerkenswerterweise dessen Rassismus auf einen Speziesismus.

Achim

Mafiastrecke und Metzerauslage

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
... ebenfall ein interessanter Vergleich, auch wenn der Autor damit nur sagen wollte, wie "toll" ander "Metzgerauslagen" (im vergleich zu den hiesigen) sind ...

http://antispe.de/zitate.html -> Mafia.

Achim

Cannibal Holocaust

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Ob die Macher dieses Horrorfilmchens (Italien 1979) wohl auch Ärger wegen des "Holocaustvergleichs" bekommen haben?



Achim

Holocaust in Science fiction-Serien

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
z.B. "Stargate: atlantis", siehe http://veganismus.ch/foren/read.php?f=8&i=247&t=245.

Allerdings wurde, wenn ich mich recht erinnere, auch der Genozid der Cylonen an den Menschen in "Kampfstern Galactica" als "Holocaust" bezeichnet, und es gab eine Serie mit dem Titel "V", die Ă€hnliches thematisierte (das "V"-Symbol entsprach dabei dem "Judenstern", meine ich, ist aber ein paar Jahrzehnte her, daß das lief).

Außerdem gibt es eine Zeitreise-Folge "Outer limits", die teilweise in einem KZ spielt.

Teilaspekte wurden natĂŒrlich weitergehend aufgegriffen, erst neulich haben wir hier ĂŒber die Menschenversuche der Nazis und deren Widerspiegeliung in Star Trek gesprochen.

Achim

Holocaust und weiteres in "District 9"

Autor: martin | Datum:
Beachtenswert: Speziesismus, Menschenversuche, Holocaust im aktuellen Sci-Fi-Film "District 9". Am besten liest sich nach all dem der letzte Satz.

Zitat: Der Mensch als Ekel-Rasse

Der Science-Fiction-Film "District 9" bietet eine erschreckende Gesellschafts-Analyse als grandioses Ausnahme-Kino

Johannisburg. "Ich habe nichts gegen Fremde. Einige meiner besten Freunde sind Fremde. Aber diese Fremden da sind nicht von hier!" Methusalix, der Tattergreis aus "Asterix", hat das perfide Prinzip des Rassismus im Band "Das Geschenk CĂ€sars" trefflich auf den Punkt gebracht: Der Rassist hĂ€lt sich fĂŒr offen und tolerant - er meint aber, dringend einen Zaun ziehen zu mĂŒssen, um hernach nicht ĂŒber diesen blicken zu können.

Obwohl sich das Thema bestens fĂŒr großes Kino eignet, wird es von Hollywood selten angepackt - und wenn doch, feiert sich die Filmindustrie meist fĂŒr ein paar homöopathische moralinsaure Metaphern. Da ist ein Film wie "District 9", der morgen in den deutschen Kinos anlĂ€uft, eine regelrechte Wohltat fĂŒrs Hirn. Der von Star-Regisseur Peter Jackson ("Der Herr der Ringe") mitproduzierte Science-Fiction-Streifen des sĂŒd- afrikanischen Regisseurs Neill Blomkamp ist eine einmalig gelungene Mischung aus Apartheid-Abrechnung und Alien-Actionspektakel. Schon Grundstruktur der Handlung ist clever: Ein außerirdisches Raumschiff schwebt seit ĂŒber 20 Jahren ĂŒber Johannisburg. Es hat fast zwei Millionen Angehörige einer interstellaren Rasse auf die Erde gebracht, die jedoch offenkundig durch einen Unfall hier gelandet sind: Offenbar keines der "normalsterblichen" Aliens ist Wissenschaftler und damit der eigenen Raumschifftechnik mĂ€chtig. Da die außerirdische Technologie zudem an die DNA der Fremden geknĂŒpft ist, können Menschen sie nicht bedienen.

Die heruntergekommenen Weltraum-FlĂŒchtlinge werden daher in einem Slum kaserniert, wo sich schnell KriminalitĂ€t, Elend und Gewalt breitmachen. Die als "Shrims" (englisch eigentlich "Prawn") beschimpften Außerirdischen stoßen auf massiven Speziesismus: "Wenn sie aus einem anderen Land kĂ€men, wĂ€re das was anderes", begrĂŒndet ein (schwarzer) Einwohner von Johannisburg seine Abneigung: "Aber sie sind nicht einmal von diesem Planeten."

Eine Privat-Firma soll die Aliens daher in eine Art WĂŒsten-Konzentrationslager umsiedeln. Dabei wird der zustĂ€ndige Mitarbeiter Wilkus van der Merwe mit einem Virus infiziert, das ihn in ein Alien verwandelt. Er bringt dabei eine schreckliche Wahrheit ans Licht: Die Firma versucht in grausamen Experimenten, Menschen so mit Alien-DNA zu kreuzen, dass die Erdbewohner die ĂŒberlegene Waffen-Technologie der Besucher nutzen können: Die Aliens haben diese lĂ€ngst aus Hunger fĂŒr Katzenfutter-Nahrung an Gangster verkauft. Wilkus, von seinen Arbeitgebern als "Biowaffe" gejagt, ist als einziger gezwungen, sich mit den Fremden zu arrangieren. Auf eine Helden-Geschichte verzichtet der Film dabei vollkommen. Selbst Wilkus korrigiert das Bild der Erdbewohner als ziemlich ekelhafte Rasse nicht wirklich: Er handelt vor allem eigennĂŒtzig. Der Streifen, der in den USA zum Überraschungs-Erfolg dieses Sommers wurde, verbindet auf ergreifende Weise aktuelle Themen von Rassismus und FlĂŒchtlingsdramen ĂŒber Terrorismus bis zur (aufgeweichten) Trennung von Staatsgewalt und privater Wirtschaftsmacht. Das Mini-Produktionsbudget von nur 30 Millionen Dollar sieht man dem Streifen zwar an - der Film macht daraus aber eine Tugend und stellt Reportage-Stilmittel neben Terminator-mĂ€ĂŸige Action-Sequenzen, wobei diese Stilmittel oft in ihr Gegenteil verdreht und hinterfragt werden. Unappetitliche Szenen, und davon gibt es im Alien-Elendsviertel und den Biowaffen-Laboren einige, geben der Handlung ohne Selbstzweck Vortrieb. "District 9" ist einer der intelligentesten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre. Trotz vieler Action ist der Film kein Unterhaltungs-Kino, sondern eine tiefe, erschreckende und vor allem offene Auseinandersetzung mit der aktuellen menschlichen Gesellschaft.
(Freie Presse, 08.09.09)

KZ-Analogien / Konzentrationslager

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Bemerkenswert ĂŒbrigens, daß wenn (ohne weitere Anganeb) z.B. von Konzentrationslagern, KZ etc. gesprochen wird, immer nur spezielle assoziiert werden, nĂ€mlich die der Nazis.

Aber:

Zitat:
Konzentrationslager

Die ersten Konzentrationslager, "campos de concentraciĂłn“ genannt, wurden 1896 auf Kuba errichtet, um den Widerstand der aufstĂ€ndischen Kubaner gegen die spanische Kolonialmacht zu brechen. 1898 errichteten die US-Amerikaner "concentration camps“ genannte Lager auf den Philippinen, ebenfalls um den Widerstand der Einheimischen gegen die neuen Kolonialherren zu brechen. 1900 folgten die Briten in SĂŒdafrika, wo sie die aufstĂ€ndischen Buren in "concentration camps“ internierten. In Deutschland gab es die ersten Konzentrationslager 1921 in Cottbus-Sielow und in Stargard in Pommern. Die damals schon offiziell so genannten "Konzentrationslager“ wurden auf dem GelĂ€nde und in den GebĂ€uden ehemaliger Kriegsgefangenenlager errichtet, und am 23. Januar 1921 kĂŒndigte der preußische Innenminister Alexander Dominicus ( DDP) an, daß man nun mit der Internierung von unerwĂŒnschten AuslĂ€ndern beginnen werde. Gemeint waren vor allem Juden, die oder deren Vorfahren eingewandert waren, die aber infolge der seit 1842 in Preußen und seit 1871 im Reich geltenden Gesetze nicht mehr eingebĂŒrgert worden waren und jetzt, behandelt als unerwĂŒnschte AuslĂ€nder und bewacht von Reichswehrsoldaten, "abgeschoben werden sollen, aber aus mehreren GrĂŒnden nicht abgeschoben werden können“, wie der preußische Innenminister Carl Severing (1875 – 1952) 1923 im preußischen Landtag auf eine Anfrage hin bedauernd die Auskunft gab. In den ersten Jahren der Weimarer Republik wurden außerdem „Verfassungsfeinde“, worunter ausschließlich Kommunisten und Sozialisten verstanden wurden, in " Schutzhaft“ genommen, d.h. ohne Gerichtsurteil und ohne Tatverdacht inhaftiert und in Lagern untergebracht, die ebenso wie die Abschiebelager fĂŒr unerwĂŒnschte AuslĂ€nder "Konzentrationslager“ genannt wurden. Diese Lager wurden wieder geschlossen und bis 1933 mußten sich die Nationalsozialisten mit Drohungen von Konzentrationslagern begnĂŒgen, die sie im Falle eines Wahlsieges fĂŒllen wollten durch "sofortige Verhaftung und Aburteilung aller kommunistischen und sozialdemokratischen ParteifunktionĂ€re“ und "Unterbringung VerdĂ€chtiger und intellektueller Anstifter“, wie der Völkische Beobachter am 11. August 1932 ankĂŒndigte.

http://www.preussen-chronik.de/begriff.jsp?key=Begriff_Konzentrationslager


Achim

Black Holocaust

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
"Black Holocaust" meint nicht etwa die Ermordung von Menschen afrikanischer Abstammung in den Konzentrationslagern der Nazis.

Zitat:
America's Black Holocaust Museum was founded to educate the general public of the injustices suffered by people of African Heritage in America, and to provide visitors with an opportunity to rethink their assumptions about race and racism.

We are America's only memorial to the victims of the Black Holocaust. Visitors leave with a deeper understanding of history as it relates to racial injustice and the African American experience.
http://www.blackholocaustmuseum.org/


Ob sich wohl jemand dieser "Holocaustrelativierung" annehmen wird?

Achim

"Wie Verstorbene aus KZs"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
In Berichten ĂŒber die verhungerte Jessica wird - das sind wir ja gewohnt - natĂŒrlich mit keiner Silbe erwĂ€hnt, daß die Eltern/TĂ€ter Nichtveganer waren.

Viel bemerkenswerter ist, daß der "Stern" in einem Berichtstitel einen ach so bösen "KZ-Vergleich" bemĂŒht, wobei der obduzierende Gerichtsmediziner zitiert wird:

Zitat:
Jessicas Hungertod

"Wie Verstorbene aus KZs"

FĂŒr den qualvollen Hungertod der siebenjĂ€hrigen Jessica drohen den Eltern nun 15 Jahre Haft. In das Entsetzen mischt sich Kritik an den Behörden, die das Grauen frĂŒhzeitig hĂ€tten erkennen können.

Eine Gerichtssprecherin sagte, die Eltern der siebenjĂ€hrigen Jessica bleiben wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. FĂŒr den qualvollen Hungertod ihrer Tochter droht dem Paar wegen Totschlags bis zu 15 Jahre Haft.

Jessica war am Dienstagmorgen in der Wohnung ihrer Familie an Erbrochenem erstickt. Offenbar hatte sie ĂŒber Monate kaum etwas zu essen bekommen. Dagegen war die Katze des Paares wohlgenĂ€hrt. Nachbarn in dem Hochhaus im Stadtteil Jenfeld wollen das Kind nicht gekannt haben.

Jessica wog nur noch 9,5 Kilogrann

Das Kind durchlebte offenbar ein monatelanges grausames Martyrium. Nach Polizeiangaben waren die Fenster von Jessicas Zimmer mit schwarzer Folie verklebt, so dass das bei seinem Tod nur 9,5 Kilogramm leichte Kind offenbar im Dunkeln dahin vegetieren musste. Es habe in dem Raum nur ein Bett und einen Schrank, aber keinerlei Spielzeug gegeben.


"Es kann eigentlich nur noch vor sich hingedĂ€mmert haben, eigentlich ĂŒberhaupt nicht mehr wach gewesen sein", sagte der Rechtsmediziner Michael Tsokos, der die Leiche obduzierte. "Es fanden sich teilweise Kopfhaare, die das Kind sich offensichtlich ausgerissen und gegessen hat." Jessica habe ausgesehen wie "Verstorbene aus KZs, genau dasselbe Bild".

Kritik am Verhalten der Behörden

In das Entsetzen ĂŒber das verhungerte MĂ€dchen mischt sich immer mehr Kritik am Verhalten der Behörden. Seit Sommer vergangenen Jahres war Jessica schulpflichtig gewesen, aber nie in der Schule erschienen. Die GrĂŒnen warfen der Schulbehörde vor, Verantwortung wegzuschieben, statt nach AufklĂ€rung zu suchen. BĂŒrgermeister Ole von Beust kĂŒndigte nach einem Telefonat mit Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig eine schnelle PrĂŒfung der VorgĂ€nge an.
[...]

http://www.stern.de/politik/panorama/537274.html?nv=ct_mt


Achim

Vergasung und Kremierung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
An was erinnert einen das, auch wenn es "geschickt" unverdÀchtig formuliert wurde?

"In RumÀnien werden Enten in Gas erstickt, dann verbrannt"

Bildunterschrift zum Artikel "Vogelgrippe erreicht Europa -
RumĂ€nien tötet Hunderte von Vögeln, in der TĂŒrkei starben 2000 TruthĂ€hne" in der BZ heute (http://bz.berlin1.de/aktuell/news/051010/vogel.html).



Achim

Ratten-Gaskammer

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Nicht nur "Pelztiere" wie FĂŒchse und natĂŒrlich "ĂŒberflĂŒssige" mĂ€nnliche "Legehennen"-GeschwisterkĂŒken werden "vergast":

Zitat:
Ratten-Gaskammer informiert per SMS ĂŒber Kleintier-Mord

[...] Wohl zu keinem Tier hat die Menschheit ein derart gespaltenes VerhĂ€ltnis wie zur Ratte: Im KĂ€fig lustiger SpielgefĂ€hrte und menschenrettendes Versuchstier, ist die Ratte in freier Wildbahn eher ein unerwĂŒnschter Zeitgenosse. [...] Rattenfallen gibt es zwar bereits seit Jahrhunderten und wirklich neu ist die Methode, den lĂ€stigen Nager per Kohlendioxyd-Erstickung sanft ins Jenseits zu befördern, auch nicht. Aber die Falle kann noch mehr: Sie meldet dem Aufsteller per SMS, ob die zugeschlagen hat, was die allmorgendliche Kontrolle jeder einzelnen Falle unnötig macht.

Die SMS hat einen vom Benutzer vordefinierten Inhalt, etwa "Rattenfang", womit der Anwender darĂŒber informiert wird, ob eine Ratte ins Netz gegangen ist. Anders als bei anderen Rattenfallen bleibt dem Benutzer das Auffinden und nachtrĂ€gliche Töten des halbtoten SchĂ€dlings erspart, die Gas-Methode macht es möglich. Auch zerschmetterte Nagerleichen wie bei der klassischen Schlageisen-Falle sind nicht vorhanden. Insofern also ein Fortschritt. [...]

(meine Hervorhebungen) http://www.netzwelt.de/news/73008-rattengaskammer-informiert-per-sms-ueber.html


Achim

Schonungsvolle Vergasung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Und auch die finale PrÀventiverlösung wegen "Vogelgrippe" (vgl. http://maqi.de/presse/vogelgrippe.html) ist eine gute Gelegenheit, massenhaft Tiere zu vergasen:

Zitat: Vier Todescontainer warten auf kranke HĂŒhner

Die Kantone sind gewappnet: Bei einem Ausbruch der Vogelgrippe in der Schweiz stĂŒnden in Lyss und Bazenheid je zwei Containersets fĂŒr die schonungsvolle Tötung des GeflĂŒgels bereit.

svb. «Niemand hofft, dass es so weit kommen wird. Dennoch mĂŒssen wir vorbereitet sein», erklĂ€rte der oberste Berner Seuchenverantwortliche, Kantons-tierarzt Christian Huggler, ges-tern vor den Medien. Beim angesprochenen Ernstfall handelt es sich um die Vogelgrippe, deren Erreger in der Schweiz bis heute noch nicht nachgewiesen worden ist. Die Kantone haben sich gleichwohl zusammengetan und zwei Containersets aus Holland angeschafft - Kosten total: 120 000 Franken -, in denen das verseuchte GeflĂŒgel getötet werden könnte. «Die HollĂ€nder verfĂŒgen nach der GeflĂŒgelpest vor zwei Jahren ĂŒber einen grossen Erfahrungsschatz», betonte der kantonale Seuchenchef.

«Tiere sofort bewusstlos»

[...] ZurĂŒck in den GebĂ€uden des Schlachtabfallverwerters wĂŒrde das GeflĂŒgel steril entsorgt. «Wir sehen uns in diesem Fall als Dienstleister im logistischen Bereich», so Georg O. Herriger, Mediensprecher der Centravo AG.
ZustĂ€ndig fĂŒr die eigentliche Vernichtung der Tiere auf den betroffenen Höfen wĂ€ren im Seuchenfall die jeweiligen VeterinĂ€rĂ€mter, die KantonstierĂ€rzte, ihre Mitarbeiter oder Drittpersonen. Und so soll es denn geschehen: Die HĂŒhner werden eingesammelt und in die Luken der unscheinbaren, grauen Container geworfen, in die kontinuierlich die gleiche Konzentration von Gas eintritt. «Die Tiere sind sofort bewusstlos und merken nicht mehr, dass eine LĂ€hmung ihres Atmungszentrums eintritt», betonte Huggler. Diese Methode sei «schonungsvoll» fĂŒr die HĂŒhner und sicher fĂŒr den Menschen, der die Tötung - in dichtem Schutzgewand mit Brille und Mundmaske - vornehme.

Nicht jedermanns Sache

Wer das im Kanton Bern sein wird, ist noch nicht entschieden. Laut Huggler ist fĂŒr heute ein Treffen der Regierungsstatthalter angesetzt, bei dem ĂŒber diese Frage diskutiert wird. «Vorstellbar sind Mitglieder von Berufsfeuerwehren oder MilitĂ€r», so Huggler. Es mĂŒssten Leute sein, die sich eine solche Handlung zutrauten. «Das Töten ist wirklich nicht jedermanns Sache», wusste Huggler und betont, dass die Möglichkeit einer Ausbreitung des Vogelgrippe-Virus bis in die Schweiz durchaus bestehe. «Es mĂŒssten schon drastische Massnahmen zur EindĂ€mmung ergriffen werden, damit wir dies ausschliessen könnten.»

Tod durch Gas

Das GeflĂŒgel wird in den Containern mit Hilfe von CO2-Gasflaschen getötet. Ein Container fasst rund 300 tote Tiere. Erfahrungen zeigen, dass pro Stunde 1000 HĂŒhner umgebracht werden können. Bei frĂŒheren AusbrĂŒchen von GeflĂŒgelkrankheiten, z.B. im Winter 1995/96 in Safnern, kam noch die gefĂ€hrliche BlausĂ€ure zur Anwendung. (svb)

(meine Hervorhebung) http://www.bielertagblatt.ch/article.cfm?id=202794&startrow=3&ressort=Seeland&kap=bta&job=7921310


Daß die Nazis neben Zyklon B ebenfalls CO2 einsetzten, habe ich ja gelegentlich erwĂ€hnt (vgl. "Legen macht frei").

Allerdings dachte ich bisher, nach den Berichten aus den Konzentrationslagern der Nazis zu urteilen, daß Vergasung keine allzu "schonungsvolle" Tötungsart sei. Naja, alles antifaschistische Propaganda, was?

Vielleicht heuern die "GeflĂŒgelvernichter" demnĂ€chst Leuchter als Pressesprecher an?

Achim

Merkels und Netanyahus Vergleiche

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Merkel darf das? Holocaust-/Hitler-/Nazivergleiche? Und sie ist nicht die einzige ... ebenso der Vorsitzende der Likud-Partei, Benjamin Netanyahu.

Zitat: "Wehret den AnfÀngen"
Der Iran muß gestoppt werden, sagt die Kanzlerin. Und warnt vor den Fehlern des Westens bei Hitlers Aufstieg Mitte der 30er Jahre.
...
Schwereres GeschĂŒtz kann ein deutscher Regierungschef nicht auffahren: Den "AnfĂ€ngen zu wehren" ist die Generalchiffre fĂŒr die Verantwortung der Deutschen fĂŒr den Holocaust und fĂŒr das Lebensrecht des Staates Israel. Einen amtierenden Politiker in die NĂ€he Hitlers zu rĂŒcken, ist der gravierendste Vorwurf, den Deutsche nach westlichen MaßstĂ€ben auf internationalem Parkett erheben können.
...
Dazu gehört auch die AufrĂŒstung der Worte, wie sich bereits bei ihrer Israel-Reise gezeigt hat. Trotzdem: Wer mit Blick auf das iranische Atomprogramm an Adolf Hitlers Weg durch die 30er Jahre warnend erinnert, wird am Ende womöglich seinen Worten Taten folgen lassen mĂŒssen.
http://www.welt.de/data/2006/02/06/841785.html


Zitat: Merkel vergleicht Iran
mit Hitler-Deutschland

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2006/02/05/merkel-iran/merkel-iran.html


Zitat:
POLITIK: INTERNATIONAL
Deutsche Kanzlerin Merkel trifft PalÀstinenserprÀsident Abbas

Likud-Chef Benjamin Netanyahu verglich indessen den Wahlsieg der Hamas mit dem Aufstieg Hitlers.

...
Vor ihrem Kurzbesuch in Ramallah will sie sich am Montag in Jerusalem mit dem israelischen PrĂ€sidenten Mosche Katzav, Außenministerin Tsipi Livni sowie dem Vorsitzenden der Likud-Partei, Benjamin Netanyahu, treffen. Zudem steht ein Besuch der Holocaust-GedenkstĂ€tte Yad Vashem auf ihrem Besuchsprogramm.

Netanyahu hat indessen den Sieg der Hamas bei der palÀstinensischen Parlamentswahl mit dem Aufstieg der Nazis in den 1930er-Jahren verglichen. "Vor einigen Tagen ist ein neuer Feind aufgekommen", sagte er bei einer Wahlveranstaltung in einem israelischen Hotel am Sonntag laut der Zeitung "Haaretz".

"Als Hitler an die Macht kam, wurde gesagt, dass ihn das Regieren mĂ€ĂŸigen wĂŒrde und das wurde auch im Hinblick auf das Ayatollah-Regime und die Taliban gesagt. Es gibt wichtige Warnsignale, die eine Lust auf Mord und Zerstörung anzeigen", sagte Netanyahu.

http://www.tirol.com/politik/international/29200/index.do 5.2.06


Usw.

Achim

Appeasement

Autor: Rele | Datum:
Hi,

ich hatte die Äußerungen als Kritik an der Appeasement- Politik der 30er Jahre verstanden:

Zitat:
Die Kanzlerin zog eine Parallele zur politischen Situation im Deutschland der frĂŒhen 30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts: Dem aufkommenden Nationalsozialismus sei vielfach mit Beschwichtigung begegnet worden. Auch damals seien die Parolen der Nazis als Rhetorik abgetan worden, sagte Merkel mit Bezug auf die antisemitischen Äußerungen Ahmadinedschads, der den Holocaust geleugnet und das Existenzrecht Israels bestritten hatte. „Heute sehen wir, dass wir damals anders hĂ€tten reagieren können“, sagte die Kanzlerin. „Wir mĂŒssen den AnfĂ€ngen zu wehren ... Es geht darum, mit diplomatischen Mitteln in aller Klarheit deutlich zu machen, was geht und was nicht geht.“ An die iranische Delegation gewandt, sagte sie: „Wer den Holocaust leugnet, kann nicht erwarten, dass wir die geringste Toleranz haben. Wir haben aus unserer Geschichte gelernt.“

Quelle: http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200051,1029385/SH/0/depot/0/index.html


Die Parallele wÀre in dem Fall, dass jemand mit antisemitischen Parolen bzw. PlÀnen (z.B. "Der Schandfleck (Israel) muss von der Landkarte verschwinden" GedÀchtniszitat, Ahmadi- Nedschad) auftritt, was bei Hitler ja auch der Fall war. Einen Holocaust-Vergleich konnte ich nicht herauslesen- nur ein Holocaust- Leugnen seitens dem PrÀsident Irans.


Ciau

Vergleichsklassen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> ich hatte die Äußerungen als Kritik an der Appeasement-
> Politik der 30er Jahre verstanden:

Ja, schon.

> GedÀchtniszitat, Ahmadi- Nedschad) auftritt, was bei Hitler
> ja auch der Fall war. Einen Holocaust-Vergleich konnte ich
> nicht herauslesen- nur ein Holocaust- Leugnen seitens dem

Laut "Welt" schon, ich zitiere nochmal von oben:
Zitat: Den "AnfĂ€ngen zu wehren" ist die Generalchiffre fĂŒr die Verantwortung der Deutschen fĂŒr den Holocaust
.
Leider habe ich nirgends den genauen Wortlaut der Merkel-Rede gefunden, sondern diesbezĂŒglich nur paraphrasierende Texte.

Ist aber auch relativ irrelevant, daß ja die hysterische Ablehnung von "Holocaust"-, Hitler-, Nazi-, KZ-, SS- usw. -Analogien von speziesistischer Seite (auch da wo sie angebracht sind) austauschbar ist.

Achim

Merkel-Appeasement-Rede

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Leider habe ich nirgends den genauen Wortlaut der Merkel-Rede
> gefunden, sondern diesbezĂŒglich nur paraphrasierende Texte.

Habe mal bei der Bundesregierung bezĂŒglich Wortlaut der Rede nachgefragt ... wollen sie nicht rausrĂŒcken, sondern verweisen nur auf die Zusamenfassung auf ihrer Website ...

Wird wohl GrĂŒnde haben.

Achim

Re: Merkel-Appeasement-Rede

Autor: Tanja | Datum:
Ui, das ist ja peinlich, wenn die Chefin zumindest im Nachhinein ein Opfer der Zensur wird. *g*

Tanja

Josef Joffe, Merkel und Hitler

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: [Merkel] hat den Begriff „Wehret den AnfĂ€ngen“ benutzt und wandte sich gegen „Beschwichtigung“ gegenĂŒber einer Sprache („Ausradieren Israels“), die scharfe Widerrede heischt. Trotzdem war es ein sehr indirekter Vergleich mit Adolf Nazi. Den direkten Vergleich Merkel-Hitler haben die Herren Iraner gezogen.

Josef Joffe, Herausgeber der „Zeit“ in
Vier Fragen an Josef Joffe
Was macht die Welt?
13.02.2006
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/13.02.2006/2349575.asp

die beliebteste Bundeskanzlerin seit Adolf Hitler

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Böse Satire mit bösen LÀngen
Von Anne Reinert
OsnabrĂŒck
Wer ist natĂŒrlich, authentisch und gefĂŒhlvoll? Das ist "die beliebteste Bundeskanzlerin seit Adolf Hitler": Angela Merkel. So sehen sie jedenfalls die "Jungen Redakteure" vom "Titanic"-Magazin, die ihre These mit Pressefotos und Kommentaren untermauern.
[...]Der Kommentar zu Angela Merkel ist noch einer der netteren, die Oliver Nagel, Marc-Stefan Tietze und Stefan GÀrtner im Café Spitzboden machen.


http://www.neue-oz.de/information/noz_print/feuilleton/12983183.html?SID=bcd49cffd0d42cf30e67ac13fb4ec2ee
14.02.2006

"In ihren kindlichen TrÀumen sieht sie sich selbst als Adolf Hitler"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: MilitÀrsprecher vergleicht Merkel mit Hitler

Ein hochrangiger Vertreter einer iranischen Eliteeinheit hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einem Agenturbericht zufolge mit Adolf Hitler verglichen.

Der Kommunikationschef der RevolutionÀren Garden, Massud Dschasajeri, habe der deutschen Regierungschefin SchwÀche und Unerfahrenheit vorgeworfen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna.

"In ihren kindlichen TrÀumen sieht sie sich selbst als Adolf Hitler und glaubt daher, dass sie als Kanzlerin die Welt beherrschen kann", sagte Dschasajeri Isna zufolge.


http://www.sueddeutsche.de/,poll1/ausland/artikel/837/69768/
08.02.2006

Zitat: Iranische FĂŒhrung vergleicht Merkel mit Hitler

09. Februar 2006 Ein Mitglied der iranischen FĂŒhrung hat Bundeskanzlerin Merkel mit Hitler verglichen. „In ihren kindlichen TrĂ€umen sieht Merkel sich als Hitler und glaubt, daß sie jetzt, da sie im Kanzleramt sitzt, der Welt und den freien LĂ€ndern ihre Befehle erteilen kann”, zitierte die Agentur AFP Sejjed Massud Dschasajeri, den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Revolutionsgarden.

„Von Leuten, die eine zionistische Vergangenheit haben, kann man nichts anderes erwarten”, habe er hinzugefĂŒgt.

UnlĂ€ngst hatte der Sprecher des iranischen Außenamtes von „Narzißmus und Überheblichkeit” Frau Merkels gesprochen und ihr geraten, nur langsam den Mund aufzumachen. Einige Verantwortliche in Deutschland seien zu Sprechern der Vereinigten Staaten und Israels geworden.

Auslöser: Merkels Kritik an Ahmadinedschad?

Merkel hat den iranischen PrĂ€sidenten Ahmadinedschad vor kurzem scharf fĂŒr anti-israelische Äußerungen kritisiert und die Bedrohung durch die Islamische Republik mit dem Erstarken des Nationalsozialismus in Deutschland verglichen. Damit begrĂŒndete sie die entschlossene Haltung Deutschlands im Konflikt um das iranische Atomprogramm.


Text: nbu./ban. / F.A.Z., 09.02.2006 / FAZ.NET mit Material von Reuters http://www.faz.net/s/RubABDE32C7F30248E090C1AA5B8BAA506A/Doc~EBF68D24B171F496D972F93ED9D2B7452~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Zitat: Ein Mitglied der iranischen FĂŒhrung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Adolf Hitler verglichen. Der Kommunikationschef der RevolutionĂ€ren Garden, Massud Dschasajeri, habe gesagt: «In ihren kindlichen TrĂ€umen sieht sie sich selbst als Adolf Hitler und glaubt daher, dass sie als Kanzlerin die Welt beherrschen kann.» Das berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna.


Attacke aus Iran: «Merkel sieht sich als Hitler»
09. Feb 2006
http://www.netzeitung.de/ausland/381546.html

Moslemischer Grafiker und Rabbi vergleichen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Ein Grafiker der Zeitung "Hamschahri", die von der konservativen Teheraner Stadtverwaltung herausgeben wird, vergleicht Mohammed mit dem Holocaust (hÀ?). Ein Rabbi kontert mit einem Hitler- und einem Mein Kampf-Vergleich (meine Hervorhebungen):

Zitat: Zeitung plant Karikatur-Wettbewerb ĂŒber Holocaust

Der Konflikt ĂŒber die Mohammed-Bilder wird immer abstruser. Irans grĂ¶ĂŸte Zeitung plant jetzt als Reaktion auf die "Jyllands-Posten"-Veröffentlichung einen Karikatur-Wettbewerb ĂŒber den Holocaust. Die besten Zeichner sollen mit GoldstĂŒcken belohnt werden.

Teheran - "Es wird ein internationaler Karikatur-Wettbewerb ĂŒber den Holocaust", sagte Farid Mortazavi, der Grafiker der Zeitung "Hamschahri", die von der konservativen Teheraner Stadtverwaltung herausgeben wird. Der Westen habe die "frevlerischen Mohammed-Karikaturen" mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit gedruckt. "Jetzt lasst uns sehen, ob sie meinen, was sie sagen, und auch die Holocaust-Karikaturen drucken", sagte er laut einem Bericht des arabischen TV-Senders al-Dschasira. Es solle nun die vom Westen viel zitierte Meinungsfreiheit ausgelotet werden. Die besten Zeichner sollen mit GoldstĂŒcken belohnt werden.

"Die wichtige Frage fĂŒr Muslime lautet: Erlaubt die Meinungsfreiheit des Westens die BeschĂ€ftigung mit Fragen wie die Verbrechen Amerikas und Israels oder einem Zwischenfall wie dem Holocaust, oder ist die Meinungsfreiheit nur dazu gut, die heiligen Werte von göttlichen Religionen zu beleidigen?", hieß es in einer ErklĂ€rung der Zeitung.

Der GrĂŒnder des Simon-Wiesenthal-Zentrums zeigte sich entsetzt ĂŒber die PlĂ€ne. Damit folge Iran "der klassischen Formel von Adolf Hitler, wonach immer die Juden schuld sind, wenn es irgendwo ein Problem gibt", sagte Rabbi Marvin Hier der Nachrichtenagentur AFP. "Sie gehen nach dem Drehbuch von 'Mein Kampf' vor und folgen ihm Kapitel fĂŒr Kapitel."
...
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,399471,00.html


(Apropos, kann mir jemand erklÀren, was an einer Karikatur zu solchen Themen prinzipiell auszusetzen wÀre? Ein genialer Film zum Thema "Holocaust" ist z.B. "Zug des Lebens", nicht?

Zitat: Zug des Lebens
F/R/NL/BE 1998, Regie: Radu Mihaileanu

1941. Ein kleines jĂŒdisches StĂ€dtchen irgendwo im Osten Europas. Der Dorfnarr Schlomo ĂŒberbringt den Bewohnern schlimme Nachrichten: die deutsche Wehrmacht stehe bereits im Nachbarort, die jĂŒdische Bevölkerung werde deportiert. Noch am selben Abend ruft der Rabbi den Rat der Weisen zusammen und man berĂ€t was zu tun ist. Ausgerechnet Schlomo hat eine rettende Idee: die Selbstdeportation. Die Gemeinde kauft einen Zug, zwanzig MĂ€nner kleiden sich in deutsche Uniformen und lernen die deutsche Sprache. Eines Nachts kann sich der Zug mit allen Dorfbewohnern in Bewegung setzen, bewacht von den falschen SS-MĂ€nnern. Das Ziel heißt jedoch nicht Auschwitz, sondern PalĂ€stina.

Regisseur Radu Mihaileanu gelingt in seinem Film wie auch Roberto Begnini in "Das Leben ist schön" etwas Unvorstellbares: eine Komödie ĂŒber den Holocaust, die mit ihrem ĂŒberraschenden Finale die Vorbehalte, die man hegen könnte, entkrĂ€ftet.

http://www.film-kultur.de/filme/zug_des_lebens.html
)

Achim

HĂŒhner sind Rinder sind BĂ€ume sind Gras sind Bakterien

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Geschmiere auf einer vituellen Toilettenwand (aka Blog):
Zitat:
rauchen - der holocaust in deiner lunge! jeden tag werden in den tabakanbaugebieten in afrika so viel baeume fuer die trocknung von tabakblaettern gefaellt, wie im dritten reich menschen in den kz ermordet wurden.
...
Schimmel - der Holocaust in deinem Keller.
...
Antibiotika - der Holocaust in deinem Magen.
...
rasenmÀher - der holocaust in deinem garten...


Wer Tiere wie Schweine, Menschen, HĂŒhner usw., die milliardenfach ermordet werden, mit BĂ€umen, Pilzen, Bakterien oder Grashalmen analogisiert, ist ein widerwĂ€rtiger, ethisch und empathisch minderbemittelter Verbrecher.

Daß solches Speziesistenpack natĂŒrlich nur dann rumtrötet, wenn Analogien zwischen Menschen und anderen Tieren aufgezeigt werden (hier: "FĂŒr die Tiere ist jeden Tag Dachau"), jedoch kein Wort gegen die bald tĂ€glich verwendeteten entsprechenden Analogien (wie in diesem Thread an zahlreichen Beispielen gezeigt) verliert, wundert nicht.

Achim

Selbstentlarvung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Daß solches Speziesistenpack natĂŒrlich nur dann rumtrötet,

Übrigens geben/gaben sie (die Zitate stammen u.a. von dem Machern der "Tier[schutz]-Foren") zwar vor, Veganer, Tierrechtler, Antispeziesisten o.Ă€. zu sein, tatsĂ€chlich stört sie aber anscheined nur, wenn Untermen-, pardon, "Tiere" und Menschen in einem Atemzug genannt werden - eben sogenannte "KZ-Vergleiche", völlig unabhĂ€ngig davon, wie angebracht sie in einem konkreten Fall sein mögen.

Was sie nicht stört, ist, daß bei eben dieser "Aktion", um die es hier geht, die Agierenden - Stefan Bernhard Eck von "A.K.T.E" und Sabrina Schreiber von "Tierfreunde Dachau" - allen ernstes mit Peta-Plakaten die Passanten (inklusive etwa vorbeikommender Veganer) auffordern, HĂŒhner und Rinder umzubringen: "Go Vegetarian"! (Wobei Schreiber verlogenerweise in ihrem Aktionsbericht von "zwei Handtafeln mit der Aufforderung 'Go Veg'" spricht, board_entry.php?id=22792.)



Aufforderung zum Morden bemerken diese Leute also gar nicht in ihrem speziesistischen Wahn.

Achim

Ausgerechnet Broder: Gröfaz und Freisler

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Ausgerechnet Henryk M. Broder von der Speziesistenkaderschmiede "Achse des Guten", die bei jeder sich bietenden Gelegeneit Antitierrechtsparolen verbreitet, nennt einen Kontrahenten (analog zum "Gröfaz") "Grovaz" und wirft einem Gericht "Freisler"-Erbschaft vor:

Zitat:
Die Sache: Broder gegen Melzer
Zionistischer Antizionismus?
...
Der Publizist Henryk M. Broder nennt den Verleger Abraham Melzer „Grövaz“, „GrĂ¶ĂŸten Verleger aller Zeiten“ – eine Anspielung auf den „GrĂ¶ĂŸten Feldherren aller Zeiten“. Melzer, so schreibt Broder auf seiner Homepage, sei immer „fĂŒr eine Pointe gut, die sich so anhört wie ein verschwitztes Braunhemd riecht“.
...
Meyer, der Israels Besatzungspolitik fast zwanghaft mit der der Nazis vergleicht
...
Und Broder, der stilistisch schon vor einiger Zeit das Florett gegen die KettensĂ€ge eingetauscht hat und auf einer Art Internet-Pranger regelmĂ€ĂŸig den „Schmock der Woche“ ausruft, befindet gegenĂŒber dieser Zeitung: „Es bleibt der Hautgout, dass die Erben der Firma Freisler entscheiden, was antisemitisch ist und was nicht“ – was das Frankfurter Gericht in drei Worten zum Erbe des mörderischen Volksgerichtshofs macht.
http://www.sueddeutsche.de/,kulm3/kultur/artikel/12/68943/


Zitat: Melzer obsiegt ĂŒber Broder
...
Immerhin hat die 3. Zivilkammer gestern festgestellt, daß diffamierende Kritik unzulĂ€ssig ist, die einen anderen in die NĂ€he nationalsozialistischen und antisemitischen Gedankenguts rĂŒckt.

Soll heißen: Nazi-Vergleiche fallen nicht unter die Meinungsfreiheit. Allerdings haben sich manche Juden, wenn sie sich nach 1945 zuweilen untereinander wie BĂŒrstenbinder etwa ĂŒber Zionismus oder Orthodoxie gestritten haben, gerne gegenseitig als „Nazi” und „Antisemit” beschimpft. Der Schriftsteller Leon de Winter nennt das „jĂŒdische Folklore” - die kein Richter einschrĂ€nken solle.
...
27. Januar 2006 http://www.faz.net/s/RubABE881A6669742C2A5EBCB5D50D7EBEE/Doc~EB11E0083BBE54D74B0927336FB32865F~ATpl~Ecommon~Scontent.html


Achim

Hitlervergleiche etc.: Jerusalem Post, Kriegsminister Mofaz u.a.

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Erstaunlich, in Israel wimmelt es nur so von Nazivergleichen - ob das wohl alles "Revisionisten" sind?

"Islamofaschisten" - Jerusalem Post
"eine[r] der radikalsten FĂŒhrer der Welt seit Hitler" - Kriegsminister Shaul Mofaz
"Achmadinedschad spricht offen aus, dass er einen zweiten Holocaust anstrebt" - Eitan Lashevsky, Politikstudent

Zitat: ISRAEL / Tel Aviv hĂ€lt sich auffallend zurĂŒck. Die politische Strategie: den Konflikt internationalisieren

Der Westen soll es richten

THOMAS GUTSCHKER, TEL AVIV

Um 10 Uhr dröhnen die Sirenen, und das Land steht still. ZĂŒge halten ebenso an wie Autos, die Insassen steigen aus. Alle Passanten verharren auf der Stelle. So ist es in jedem Jahr, wenn Israel der Schoah gedenkt, so war es auch am Dienstag dieser Woche – ein eindringliches Ritual, dessen Bann sich niemand entziehen kann. Schon am Vorabend des Gedenktages laufen im Fernsehen nur noch Sendungen zum Holocaust. Unterhaltungssender stellen ihr Programm fĂŒr 24 Stunden ein und zeigen stattdessen ein StĂŒck Stacheldraht als Standbild. Die Zeitung „Maariv“ erscheint mit einer einzigen Schlagzeile auf der Titelseite: „Wir werden nie vergessen“.


Die Gedanken der Menschen schweifen zurĂŒck und haben doch einen Anker in der Gegenwart. „Heute fordert der Iran die Welt so heraus, wie es damals Deutschland getan hat. Wenn es dem Westen aber diesmal nicht gelingt, Teherans todeslĂŒsterne Islamofaschisten zu stoppen, bevor es zu spĂ€t ist, werden sie nukleare Waffen besitzen“, schreibt die Zeitung „Jerusalem Post“ in ihrem Leitartikel zum Schoah-Gedenktag. Auch der Verteidigungsminister stellt diese Parallele her: „Wir können nicht gleichgĂŒltig bleiben angesichts der ErklĂ€rungen eines der radikalsten FĂŒhrer der Welt seit Hitler“, sagt Shaul Mofaz bei der Eröffnung eines Zentrums fĂŒr Iranische Studien an der UniversitĂ€t Tel Aviv. Zuvor hatte der iranische PrĂ€sident Achmadinedschad Israel einmal mehr mit der Vernichtung gedroht.


StÀndige Hasstiraden

Ihre Wirkung haben die stĂ€ndigen Hasstiraden aus Teheran nicht verfehlt. Die Israelis sagen mittlerweile, dass sie den Iran mehr fĂŒrchten als die in den Autonomiegebieten regierende Hamas. „Die Nazis haben ihre Verbrechen noch sprachlich bemĂ€ntelt. Aber Achmadinedschad spricht offen aus, dass er einen zweiten Holocaust anstrebt“, sagt Eitan Lashevsky, ein 25 Jahre alter Politikstudent aus Tel Aviv. Auch Amir Rimon, der fĂŒr eine sozialistische Jugendbewegung arbeitet, fĂŒhlt sich bedroht, obwohl er nicht glaubt, dass Israel wirklich angegriffen wird: „Es gibt hier in der Region ein militĂ€risches Gleichgewicht, um das der Iran weiß.“ Wie viele andere macht sich der 23-JĂ€hrige aber Sorgen, dass der Iran den Terror im Land weiter anheizt. Nach Angaben des Verteidigungsministers hat der Iran gewalttĂ€tige PalĂ€stinenser-Gruppen seit Jahresanfang mit zehn Millionen Dollar unterstĂŒtzt. Es halten sich auch GerĂŒchte, Achmadinedschad belohne die Familien von SelbstmordattentĂ€tern mit hohen Summen, wie es einst von Saddam Hussein bekannt war.

Angesichts der Sorge in der Bevölkerung hĂ€lt sich die Regierung auffallend zurĂŒck. Die schĂ€rfste politische Stellungnahme stammt ausgerechnet vom moderaten frĂŒheren MinisterprĂ€sidenten Schimon Peres. „Achmadinedschads Äußerungen erinnern an Saddam, und er wird genauso enden wie Hussein“, sagte die jetzige Nummer zwei der Kadima-Partei in einer „persönlichen Stellungnahme“. Peres wird dem neu gebildeten Kabinett ebenso wenig angehören wie Mofaz, der durch den Vorsitzenden der Arbeiterpartei Amir Peretz ersetzt wird. Weil Peretz es in der Armee nicht bis zum General, sondern nur bis zum Hauptmann gebracht hat, gilt er gemeinhin als „Taube“.

[...]

Heute berichtet die Armee lediglich, sie habe die Alarmbereitschaft fĂŒr das Raketenabwehrsystem „Arrow 2“ erhöht, das ballistische Flugkörper in großer Höhe abfangen kann – eine defensive Maßnahme. Israelische Fachleute gehen zunehmend davon aus, dass ein PrĂ€ventivschlag nach dem Vorbild der Zerstörung des irakischen Atomreaktors Osirak 1981 im Fall des Iran nicht möglich sein wird. Angesichts der Vielzahl ĂŒber das Land verstreuter, teilweise tief verbunkerter Nukleareinrichtungen und der großen Kampfentfernung verfĂŒgt selbst die hervorragend ausgestattete israelische Luftwaffe nicht ĂŒber die nötigen AngriffskapazitĂ€ten. Solche ZurĂŒckhaltung bedeutet aber nicht, dass ein militĂ€risches Vorgehen ausgeschlossen wird. „Die Vereinigten Staaten sind in der Lage, Irans Atomprogramm empfindlich zu treffen und mehrere Jahre zurĂŒckzubomben“, sagt Efraim Inbar, Direktor des Begin-Sadat-Zentrums fĂŒr Strategische Studien an der UniversitĂ€t Tel Aviv. Der bekennende Falke ist ĂŒberzeugt, dass der Iran nur mit der Androhung von Gewalt zu einer VerhaltensĂ€nderung bewegt werden kann: „FĂŒr uns Israelis steht die militĂ€rische Option immer auf dem politischen MenĂŒ. Wir sind keine Vegetarier.“

Nach zwei Minuten verhallt das Dröhnen der Sirenen. Die Fahrer steigen wieder in ihre Autos, die Passanten gehen ihres Weges. Auf dem Campus von Bar Ilan zĂŒcken die Studenten ihre Mobiltelefone und eilen zur nĂ€chsten Vorlesung. Der Schoah-Gedenktag neigt sich seinem Ende zu. Aber das GefĂŒhl, dass die Existenz des jĂŒdischen Volks bedroht wird, ĂŒberdauert ihn.

© Rheinischer Merkur Nr. 17, 27.04.2006 http://www.merkur.de/12294.0.html?&no_cache=1


Wie immer: meine Hervorhebungen.

Achim

Israels MiniprÀs Olmert: Irans PrÀs Ahmadinedschad "wie Hitler"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Mittlerweile hagelt es geradezu inflationÀr Hitlervergleiche:

Zitat: Olmert vergleicht Irans PrÀsidenten in "Bild" mit Hitler
Sa Apr 29, 2006 11:00 MESZ

Berlin (Reuters) - Israels designierter MinisterprÀsident Ehud Olmert hat den Westen eindringlich vor Irans PrÀsidenten Mahmud Ahmadinedschad gewarnt und ihn mit Hitler verglichen.

Olmert sagte der "Bild"-Zeitung vom Samstag laut Vorabbericht, der iranische PrĂ€sident spreche heute so wie Hitler vor der Machtergreifung "von der völligen Zerstörung und Vernichtung des jĂŒdischen Volkes". Olmert nannte Ahmadinedschad einen "Psychopathen der ĂŒbelsten Sorte" und Antisemiten, der als PrĂ€sident "brandgefĂ€hrlich" sei. "Ich hoffe, dass er niemals so gefĂ€hrlich und zerstörerisch wird, wie es Adolf Hitler war, dass er nie die Chance bekommt, seine Drohungen in die Tat umzusetzen", sagte Olmert.

Ahmadinedschad hat international Empörung ausgelöst, weil er mehrfach den Mord an Millionen Juden durch die deutschen Nationalsozialisten geleugnet hat. Zudem hatte er Israel als einen Tumor bezeichnet, der von der Landkarte verschwinden mĂŒsse. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die Äußerungen als inakzeptabel bezeichnet.


Achim

Re: Israels MiniprÀs Olmert: Irans PrÀs Ahmadinedschad "wie Hitler"

Autor: Nucleus | Datum:
Ich finde bei Ahmadinedschad ist ein solcher Vergleich kaum abwegig, er vertritt offen die Ansicht dass es das juedische Volk von der Weltkarte zu tilgen gilt und alle schauen zu, das hatten wir doch schonmal.

das "hatten" wir nicht schon mal...

Autor: Tanja | Datum:
... das haben wir andauernd. Ist es denn so wichtig, ob es nun um "das jĂŒdische Volk" geht? Oder geht es nicht viel mehr darum, daß anderen (in riesigem Ausmaß) Gewalt angetan wird, gemordet wird, und, wie Du bereits schriebst, einfach alle zuschauen?

Tanja

Re: Israels MiniprÀs Olmert: Irans PrÀs Ahmadinedschad "wie Hitler"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
[pseudolinkesspeziesistenseelchenmode]
> Ich finde bei Ahmadinedschad ist ein solcher Vergleich kaum abwegig,

Aberdasistkeinvergleichsonderneinegleichsetzung!

> er vertritt offen die Ansicht dass es das juedische Volk von der Weltkarte zu tilgen gilt und alle schauen
> zu, das hatten wir doch schonmal.

DuleugnestalsodiesingulatitÀtdesholocaust!
(Das wÀre dann eine BinaritÀt? DualitÀt? Bifurkation?)

UndĂŒberhauptbistdurevisionistrechtsundfindestuniversel
leslebentollwenndusolchevergleiupsgleichsetzungenmachst.
Außerdemkannstdujamalmitschingiskhanoderhindeburgoder
reikderroteoderstubbethalodersovergleichenwarumimmer
hitler?
[/pseudolinkesspeziesistenseelchenmode]

Achim

Re: Israels MiniprÀs Olmert: Irans PrÀs Ahmadinedschad "wie Hitler"

Autor: Nucleus | Datum:
*g*, ich muss kein Speziessist sein um diese Meinung zu vertreten, ich empoere mich andauernd an der Willkuer mit der andere ihr Tun und Sein rechtfertigen und will genau dies in dieser Frage nicht selbst anwenden.

Aber im Grunde reden wir aneinander vorbei (oder auch nicht), wenn ich Ahmadinedschad mit Hitler vergleiche und beiden dieselben Absichten unterstelle (Die jeder offensichtlich nachlpruefen kann, einfach mal Fernseher anschalten) leugne ich nicht die Singularitaet des Holocaust.

... das haben wir andauernd. Ist es denn so wichtig, ob es nun um "das jĂŒdische Volk" geht? Oder geht es nicht viel mehr darum, daß anderen (in riesigem Ausmaß) Gewalt angetan wird, gemordet wird, und, wie Du bereits schriebst, einfach alle zuschauen?

das haben wir nicht andauernd, wenngleich es den betroffenen Lebewesen wohl vollkommen gleich ist ob sie aus rassistischem Wahn oder niederen Beweggruenden ihrer Rechte beraubt werden. Die Holocaust-Vergleiche finde ich deshalb auf jedenfall richtig, da die angesprochene "Singularitaet" eines Verbrechens fuer mich auf jedenfall zurueckstehen muss wenn dadurch weiterem Leid entgegengewirkt werden kann.

Re: Israels MiniprÀs Olmert: Irans PrÀs Ahmadinedschad "wie Hitler"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> wenn ich Ahmadinedschad mit Hitler vergleiche und beiden
> dieselben Absichten unterstelle (Die jeder offensichtlich
> nachlpruefen kann, einfach mal Fernseher anschalten) leugne
> ich nicht die Singularitaet des Holocaust.

Sicher - das ist aber der "Einwand", den speziesistische Anaologiegegner verwenden.

Achim

TĂŒrkische Tageszeitung: "İkinci Hitler Merkel"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Merkel als "zweiter Hitler"

Von Claudia Dantschke und Ali Yildirim

Die islamistische tĂŒrkische Tageszeitung "Vakit" hetzt gegen die Bundeskanzlerin. Merkel wolle, wie seinerzeit Hitler, die Deutschen zu einer ĂŒberlegenen Rasse machen.


Titelseite der Sonntagsausgabe der tĂŒrkischen Zeitung "Vakit"

© Vakit


"Merkel ist der zweite Hitler" prangt in großen Lettern auf der Sonntagsausgabe vom 2. September der in der TĂŒrkei erscheinenden islamistischen Tageszeitung Anadolu'da Vakit (kurz Vakit). Unter der Schlagzeile ist ein Foto der Bundeskanzlerin zu sehen, auf deren Arm ein rotes Hakenkreuz prangt. So wie seinerzeit Hitler versucht habe, die Deutschen zu einer ĂŒberlegenen Rasse zu machen, so wolle nun Angela Merkel dieses Projekt fortsetzen, schreibt der Vakit-Kolumnist Hasan Karakaya. [...]

http://www.zeit.de/online/2007/36/merkel-hitler-tuerkei-vakit


Achim

"Russen-Hitler" Schirinowski

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Dabei fĂ€llt mir ein, daß die "Bild"-Zeitung ja schon vor Jahren die Bezeichnung "Russen-Hitler" fĂŒr Wladimir Schirnowski geprĂ€gt hat.

Achim

Hostienfabrik-KZ-Vergleich (Popetown-Kritiker)

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zu "Popetown" gab es ja eine Diskussion auf MTV (siehe Popetown: katholisch-islamistische Ökumene?). Beteiligt war auch der Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Dirk TĂ€nzler. Seine Kritik laut einer dpa-Meldung:
Zitat:
Das christliche Symbol des Kreuzes werde verunglimpft, und eine Szene aus der Hostienfabrik habe ihn an Gefangene im KZ erinnert.
«Popetown» bei MTV - Verunglimpfung oder Klamauk? 05. Mai 2006


Ja hallo? Wo bleibt bitte der EntrĂŒstungssturm? Die "Leiden" von Cartoonfiguren(!), also nicht leidensfĂ€higen Ansammlungen von Bits in den zur Erzeugung der Animation eingesetzten Computern, dĂŒrfen also mit denen von KZ-Opfern "verglichen" werden - die echten Leiden leidenfĂ€higer Individuen, sobald sie einer anderen Rass-, pardon, Spezies angehören, aber nicht?

Von Tag zu Tag gibt es mehr solcher "KZ-Analogien", geĂ€ußert von Personen unterschiedlichster Einstellung, die einen sinnvoll, die anderen weniger. Aber niemand stört sich daran, wenn es um Menschen (selbst in Form von Zeichentrick-Bildchen, nicht um reale) geht.

Wer sich also ĂŒber irgendwelche Analogien zwischen Faschisten und Speziesisten echauffiert (und dabei pauschaul auch die, die angebracht und richtig sind, verurteilt), zu all den hier inzwischen aufgefĂŒhrten aber schweigt, entlarvt sich damit eindeutig als speziesistischer Heuchler.

Achim

Knobloch nennt Ahmadinedschad "zweiten Hitler"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Knobloch nennt Ahmadinedschad "zweiten Hitler"

Zentralrats-PrÀsidentin fordert Ermittlung bei Einreise

Die neu gewĂ€hlte PrĂ€sidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat den iranischen PrĂ€sidenten Mahmud Ahmadinedschad mit Adolf Hitler verglichen. "FĂŒr mich ist dieser Mann ein zweiter Hitler. Er leugnet den Holocaust. Das ist in Deutschland strafbar", sagte Knobloch der "Bild"-Zeitung. Sollte Ahmadinedschad zur Fußball-WM in Deutschland anreisen, dĂŒrfe die Bundesregierung den Staatschef nicht mit diplomatischer ImmunitĂ€t schĂŒtzen, sagte sie. "Vielmehr sollten die Behörden gegen ihn ermitteln und ihn bestrafen."

Zuvor hatten bereits andere Vertreter der jĂŒdischen Gemeinde in Deutschland gedroht, Ahmadinedschad bei einem WM-Besuch mit einer Reihe von Strafanzeigen wegen Volksverhetzung zu ĂŒberziehen.

Bisher gibt es noch keine definitive Aussage darĂŒber, ob Ahmadinedschad zur WM nach Deutschland kommt. Klar ist hingegen, dass der iranische VizeprĂ€sident und Sportbeauftragte, Mohammed Ali Abadi, zur WM erwartet wird, wie ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes sagte.


http://www.mittelbayerische.de/SID_48769dd6a54307438822cf00252ee95b/nachrichten/politik/tagesthema/meldung.shtml?rubrik=afp&id=248200

Papst ("Benedikt") wie Hitler und Mussolini

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Der Papst empört Muslime

[...] In der TĂŒrkei, die sich gern als eine BrĂŒcke zwischen Ost und West versteht, hatte der "Krieg der Zivilisationen" bis heute kaum ein Echo gefunden. Gestern verglich der Fraktionsvize der regierenden AKP, Salih Kapusuz, den Papst mit Hitler und Mussolini und sagte wörtlich: "Der Papst geht an der Seite dieser FĂŒhrer in die Geschichte ein." Der Reformtheologe Yasar Nuri ÖztĂŒrk sagte, der Papst hĂ€tte "Schaum vorm Mund" und sei rachsĂŒchtig.

http://www.taz.de/pt/2006/09/16/a0205.1/text


Zitat: TĂŒrkischer Politiker vergleicht Papst mit Hitler

Der Vizechef der tĂŒrkischen Regierungspartei AKP hat Benedikt XVI. mit Adolf Hitler verglichen. Im Nahen Osten wurde derweil ein Anschlag auf eine Kirche verĂŒbt - angeblich als Reaktion auf die Mohammed-Rede des Papstes.

Die Reaktionen auf die Mohammed-Äußerungen von Papst Benedikt XVI. ließen auf sich warten, dafĂŒr kommen sie nun um so gewaltiger. Salih Kapusuz, der stellvertretende Vorsitzende der tĂŒrkischen Regierungspartei AKP, sagte am Freitag, der Papst werde wegen seiner Äußerung als negative Figur in die Geschichte eingehen wie Hitler und Mussolini. Aber auch die nĂ€chste Eskalationsstufe physischer Gewalt scheint bereits erreicht. Als Reaktion auf die Worte des Papstes verĂŒbten PalĂ€stinenser im Gazastreifen angeblich einen Sprengstoffanschlag auf eine Kirche. Vor dem Eingang einer römisch-orthodoxen Kirche in Gaza sei eine selbstgebaute Bombe gezĂŒndet worden, die Sachschaden angerichtet habe, teilte die Polizei mit.

Der Papst hatte am Dienstag in Regensburg aus einem Dialog zwischen dem byzantinischen Kaiser Manuel II. mit einem Perser zitiert und den Kaiser sagen lassen: "Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den der predigte, durch das Schwert zu verbreiten." [Na, das hat er ja wohl aus einer Bibel geklaut, der Mohammed. AS]

http://www.stern.de/politik/panorama/:Papst-%C4u%DFerungen-T%FCrkischer-Politiker-Papst-Hitler/570196.html


Zitat: Proteststurm gegen Papst: "Wie Hitler und Mussolini"
ANKARA/ROM. AuszĂŒge aus einer Rede, die Papst Benedikt XVI. am Dienstag vor der UniversitĂ€t Regensburg gehalten hatte, sorgten bei Muslimen weltweit fĂŒr Proteste. Ein tĂŒrkischer Politiker verglich den Papst mit Hitler und Mussolini. [...] Der stellvertretende Vorsitzende der tĂŒrkischen Regierungspartei AKP, Salih Kapusuz, sagte, der Papst werde "als negative Figur in die Geschichte eingehen wie Hitler und Mussolini". Eine tĂŒrkische Zeitung schrieb, der Papst habe "den Frieden getötet". Die fĂŒr November geplante TĂŒrkei-Reise des Papstes wurde in Frage gestellt.

Die Organisation der Islamischen Konferenz sprach von einer Verleumdungskampagne des Papstes gegen den Propheten Mohammed. In Ägypten hieß es aus der islamischen Arbeitspartei: "Wacht auf, Muslime, der Papst beleidigt den Propheten und bezeichnet den Islam in seiner Ahnungslosigkeit als möglichen Feind." Ein Ă€gyptischer Abgeordneter nannte den Papst einen LĂŒgner.

http://www.nachrichten.at/politik/aussenpolitik/477065


Zitat: Der Papst als neues Feindbild

[...] Da vergleicht ihn der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der (islamischen) Regierungspartei AKP mit "Hitler und Mussolini". Salih Kaposuz ist sein Name, einer von mehreren AKP-Politikern, die seit der Papstrede ins Rampenlicht drĂ€ngen. Der Papst sei "ignorant", sagt er, "bemitleidenswert", ein "Mann, der immer noch die MentalitĂ€t des dunklen Mittelalters hat und von den Reformen der christlichen Welt nicht profitieren konnte". Mit Benedikt XVI., so Kaposuz weiter, werde "die MentalitĂ€t der Kreuzfahrer wieder belebt". Dunkel deutet er an, der Papst sei auch fĂŒr den Karikaturenstreit Anfang dieses Jahres verantwortlich: "Seit Benedikt Papst wurde, ist es offensichtlich geworden, aus welcher Quelle die Karikaturenkrise und Ă€hnliche Kampagnen sich nĂ€hren." Dass es islamistische Gewalt sein könnte, die die Frage nach der Gewalt im Islam aktuell erscheinen lĂ€sst, auf diesen Gedanken kommen weder Kaposuz noch die meisten anderen Kommentatoren der muslimischen Welt.

http://www.welt.de/data/2006/09/16/1038071.html


Zitat:
Papst mit Adolf Hitler verglichen

Istanbul - "HĂ€ssliche Worte", fand ein Fernsehsender. "Wie Hitler und Mussolini", wetterte ein Politiker. [...] Als Fraktionsvize der AKP sagte Kapusuz dem Papst voraus, er werde in derselben Kategorie wie Hitler und Mussolini in die Geschichte eingehen. Seit seinem Amtsantritt fache Benedikt die "Kampagne" gegen den Islam und gegen den Propheten Mohammed an, die auch schon in der Karikaturenkrise zu spĂŒren gewesen sei. Als Chef des Vatikan sei Benedikt ja auch ein Staatsoberhaupt - aber staatsmĂ€nnisch habe sich der Papst nicht verhalten, sagte Kapusuz.

http://www.ksta.de/html/artikel/1158296790887.shtml


Meine Hervorhebungen.

Usw. usw. in inzwischen hunderten(!) von Zeitungsartikeln.

Achim

Mercedes-Hakenkreuz

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
FĂŒr einen Wettbewerb des BUND (zum Thema CO2 durch Autos o.Ă€.) wurde ein Motiv eingereicht, das einen Mercedes-Stern im Hakenkreuzstil zeigt, Titel "Leider wieder MittĂ€ter", Untertitel "CO2 ist das Gas, Gier wieder der Antrieb". Der Schöpfer des Motivs, Björn Hens, schreibt dazu:
Zitat: Mir ist bewusst das dieses Motive wahrscheinlich die GemĂŒter spaltet, aber ich finde es zutreffend und habe es nicht unĂŒberlegt und erst nach Absprache mit Freunden doch noch hochladen wollen. ALlerdings tue ich das nicht ohne ErklĂ€rung.

Es ist natĂŒrlich bekannt, dass dieser Konzern Teil der Kriegsmaschinerie des dritten Reiches war und schon damals Profit ĂŒber Menschenleben stellte. Daimler beutete nachweislich Zwangsarbeiter aus und profitierte von den menschenverabscheuenden Methoden der Nazis.

Doch auch nach dem Krieg macht Daimler immer wieder auf sich aufmerksam, so wie in den 70-ern in Argentinien, wo tausende von Gewerkschaftlern auf myteriöse Weise verschwanden oder gefoltert wurden, nachdem bei Daimler eine Gewerkschaft gegrĂŒndet wurde.

Aber auch heute noch ereignen sich schreckliche Dinge unter den Augen von unserem großen Stern, wie das "Schwarzbuch Markenfirmen" belegt. Auch das Daimler weiterhin Waffen baut, die andererorts verboten sind, zeugt nicht unbedingt von der "Ehrfurcht vor dem Leben" (Albert Einstein)

Alles in allem bin ich nach reiflicher Überlegung weiterhin davon ĂŒberzeugt, dass der Vergleich durchaus legitim ist.

Falls jemand von "BUND" dennoch etwas dagegen haben sollte oder dieses Bild sonstige Probleme verursacht bitte ich um RĂŒckmeldung.




Achim

Re: Mercedes-Hakenkreuz

Autor: THfkaV | Datum:
Wow, der kriegt bestimmt nette Post von der Daimler-Rechtsvertretung.

Peter Schneider

Autor: Claude | Datum:
Peter Schneider in seiner aktuellen Presseschau:
"Diese Vergleicherei [mit Hitler/Mussolini] wird langsam aber sicher zum internationalen Volkssport."

Podcast zu Peter Schneiders Presseschau (Satireprogramm des Schweizer Radiosenders DRS):
http://pod.drs.ch/satire_peter_schneider_mpx.xml

Claude

Österreichische Raucherbewegung: Nichtraucheraktivisten sind wie Goebbels

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Nichtraucheraktivisten sind wie Goebbels. Das jedenfalls versucht die "Österreichische Raucherbewegung" zu vermitteln:
Zitat:
Warum behilft sich die Raucherbewegung mit einem Nazi-Zitat?

Die Homepage der Österreichischen Raucherbewegung ist rauchnebelgrau unterlegt. DarĂŒber prangt auf dunklem Grund ein Zigaretten-Logo, rechts ein Foto der rauchenden Marlene Dietrich. Dazwischen steht in Runenschrift: "'Die deutsche Frau raucht nicht, sondern gebĂ€rt Kinder.' Goebbels".

Ein rauchender Kollege, der auf die Homepage stieß, machte mich auf das Goebbels-Zitat aufmerksam, und seither rĂ€tseln wir, was die Raucherbewegung zur Verwendung eines Zitats von Hitlers Propagandaminister bewogen haben könnte. Und wie sie das meint.

Glaubt die Raucherbewegung, es mache ihr Anliegen richtiger, wenn sie es mit einer dementen Parole eines furchtbaren Nationalsozialisten konterkariert? Will sie uns sagen, dass Raucher bessere Menschen sind, weil der schreckliche Joseph Goebbels rauchende Frauen pfui fand? Und soll das dann umgekehrt heißen, dass ich und alle anderen nichtrauchenden MĂŒtter mit nationalsozialistischer Ideologie sympathisieren? Oder wie dĂŒrfen wir das verstehen?

Die Sache, eh schon total vertrottelt, wird noch kranker durch die Tatsache, dass Goebbels ja bekanntlich ein starker Raucher war. Macht ihn das nach den Prinzipien der Österreichische Raucherbewegung – Rauchen ist supi, Nichtrauchen igitt und gemein, weil Raucher-Rechte-beschneidend – zu einem doch nicht gar so furchtbaren Menschen? So oder so ist die Idee, ein Nazi-Zitat fĂŒr den Transport welcher Botschaft auch immer zu verwenden, komplett gestört, und die Österreichische Raucherbewegung desavouriert sich damit selbst. Was allerdings eh ok ist.

Da fÀllt uns ein, Hitler war bekanntlich Vegetarier... [nun ja, vgl. FAQ: Hitler war Vegetarier, AS] Meinerseel, sind wir froh, dass die Fleischhauerinnung nicht so dÀmlich ist.

Doris Knecht | 24.10.2007, 15:47 http://www.kurier.at/interaktiv/blog/knecht/117173.php



Achim

Rauchverbot ist Kneipentod

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Dazu paßt sehr schön ein Plakat der REP, das hier um die Ecke hĂ€ngt:
"Rauchverbot ist Kneipentod - Freiheit fĂŒr Raucher!"


Dabei hatten die Nazis im Dritten Reich doch Nichtraucherkampagnen ...

Achim

Re: Rauchverbot ist Kneipentod

Autor: RĂŒbe | Datum:
Hö? Was passt Euch denn nicht an Rauchern? Versteh ich jetzt nicht so ganz?

Es geht hier um Nazi-Analogien

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Hö? Was passt Euch denn nicht an Rauchern? Versteh ich jetzt
> nicht so ganz?

ZunĂ€chst mal: Du kannst mich duzen, pluralis majestatis muß nicht sein.

FĂŒr den Anfang wĂŒrde ich Dir empfehlen, mal den Thread zu lesen, damit Du verstehst, worum es hier geht: um die (teils angebrachten, teils unangebrachten, aber) allgegenwĂ€rigen sogenannten "Holocaustvergleiche" (besser: Nazi-Analogien, in dem Fall konkret: Nichtraucheraktivisten seien wie Goebbels), da die Verwendung von etwa KZ-Analogien zur Verdeutlichung dessen, was Speziesisten anderen Tieren antun, hĂ€ufig Tierrechtlern/Antispeziesisten vorgeworfen wird.

Falls die Frage, was gegen Rauchen einzuwenden sei, tatsÀchlich ernstgemeint war, verwende doch bitte erstmal die Suchfunktion hier im Forum und schau Dir die zugehörigen Seiten an (und Google zum Stichwort Passivrauchen).

Achim

Re: Es geht hier um Nazi-Analogien

Autor: RĂŒbe | Datum:
Hallo MajestÀt vom Froum hier,

da eine Antwort ja ziemlich schnell kam - 8 Tage spĂ€ter - höhö, hatte ich genĂŒgend Zeit, mich ĂŒber die von Dir genannten Themen kundig zu machen.

Meine Frage war eigentlich zu impulsiv gestellt und daher zu unkonkret. Ich meinte mit meiner Frage, was aus tierrechtlicher Sicht gegen das Rauchen spricht. Aber seis drum. Es geht hier in diesem Theread ja auch um was anderes. Sorry fĂŒr die Störung.

Viele GrĂŒĂŸe von der RĂŒbe.

Weltkrebstages 2008: "Ich liebe meine rauchfreie Kindheit"

Autor: Ferrot | Datum:
Gestern war Weltkrebstag, Schwerpunkt war Schutz von Kindern vor Passivrauchen:

Zitat:
Heute: Tag zum Schutz vor Passivrauchen (Ärztezeitung, 4.2.2008)
Passivrauchen bedroht Millionen von Kindern (Ärztezeitung, 1.2.2008)
Weltkrebstag gegen Passivrauch (SF Tagesschau, 4.2.2008)

Erwachsene könne ja wenigstens meistens Raucherangriffen ausweichen.

Grade vor ein paar Tagen habe ich einen Spruch gelesen: "Raucher sind SelbstmordattentÀter." Aber Du bist sicher einer der Raucher, die nur Selbstmörder sind und kein AttentÀter?

Re: Weltkrebstages 2008: "Ich liebe meine rauchfreie Kindheit"

Autor: CDH | Datum:
Zitat: Grade vor ein paar Tagen habe ich einen Spruch gelesen: "Raucher sind SelbstmordattentÀter." Aber Du bist sicher einer der Raucher, die nur Selbstmörder sind und kein AttentÀter?

Das hast du nicht gelesen, sondern gehört und zwar von Volker Pispers .

Nur mal so am Rande. ;)
Und jetzt vielleicht doch nochmal zurĂŒck zum Thema?

Volker Pispers

Autor: Ferrot | Datum:
Zitat: Das hast du nicht gelesen, sondern gehört und zwar von Volker Pispers .


Wahrscheinlich hat der, der das geschrieben hat, es da gehört. Ich habe das bis jetzt noch nicht gekannt. Danke Dir fĂŒr den genialen Link, ich habe es mir gleich zweimal angehört :-)

Re: Volker Pispers

Autor: Elke Jacobi | Datum:
Ich habe mich köstlich amĂŒsiert. Danke fĂŒr den Link!

Raucherverfolgung ist wie Judenverfolgung

Autor: Ferrot | Datum:
Also zurĂŒck zum Thema.

Zitat: Raucher-Shirts mit Judenstern im Netz angeboten
Eine Event-Agentur hat im Internet T-Shirts mit gelben Judensternen verkauft. Mit den Hemden solle gegen das Rauchverbot protestiert werden, hieß es auf der Webseite. Der Zentralrat der Juden nennt die Aktion "geistlos, hirnlos und geschmacklos". Der Betreiber der Seite sieht das inzwischen Ă€hnlich.
...
Am Mittag war der Werbetext auf rauchershirt.de noch zu lesen gewesen: Mit dem „wohl aggressivsten Raucher-Widerstands-Shirt“ wolle man der Gesellschaft die „schĂ€ndliche Ausgrenzung“ von Rauchern vor Augen fĂŒhren, hieß auf es dort. „Der Raucher wird nach jahrzehntelanger Duldung zum AussĂ€tzigen, ja Menschen Zweiter Klasse denunziert.“ Nur mit einer Provokation sei es möglich, Deutschland wachzurĂŒtteln.

Ebay findet die Aktion auch geschmacklos

„Der Judenmord wird hier knallhart missbraucht. Das ist dumm, dreist und böse“, erklĂ€rte der VizeprĂ€sident des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann. „Den Mord an Juden zu instrumentalisieren, um den Wunsch der Menschen zum Rauchen zu symbolisieren, ist ein Skandal.“ Im Zweiten Weltkrieg waren Juden in Deutschland und den eroberten LĂ€ndern verpflichtet, einen gelben Davidstern mit der Aufschrift „Jude“ an ihre Kleidung zu stecken und wurden damit gebrandmarkt.

Über die Internet-Plattform Ebay waren Ă€hnliche T-Shirts am Freitagnachmittag zunĂ€chst noch zu beziehen. Auf Anfrage sagte Ebay-Sprecherin Maike Fuest jedoch: „Wir halten diesen Artikel fĂŒr geschmacklos und nicht akzeptabel und werden ihn von unserem Marktplatz entfernen.“ (Welt, 11.1.08)


Die taz hat ein Vorbild in den Niederlanden gefunden: "Ik rook"


Zitat: Ein anderer Anbieter setzt die Anti-Rauchverbot-Kampagne indes fort. Auf 2klassengesellschaft.de stehen Girlie-Shirts, Sweatshirts, Plakate im Angebot. Alles versehen mit Judenstern und SchriftzĂŒgen wie "Raucher", "Punk" oder "Wildpinkler". (Die Presse, 11.1.08)


Tom Cruise ist wie Goebbels

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Knopp vergleicht Tom Cruise mit Goebbels

Der Historiker Guido Knopp hat einen Vergleich zwischen Filmstar Tom Cruise und Joseph Goebbels gezogen. Er sieht Parallelen zwischen der berĂŒhmten Rede von Hitlers Propagandaminister im Sportpalast und dem Auftritt des US-Schauspielers in einem Scientology-Video.

Hamburg - Es sind scharfe Worte, die der TV-Historiker benutzt: "Tom Cruise tritt auf wie Goebbels"
, sagte er "Bild am Sonntag". Knopp hatte sich fĂŒr die Zeitung ein jĂŒngst im Internet aufgetauchtes Video mit einer Rede von Cruise in einer Versammlung von Scientologen angeschaut.

Konkret sieht Knopp Parallelen zwischen den beiden in der Szene, in der Cruise seine Zuschauer fragt: "Sollen wir die Welt sĂ€ubern?" Die Menge brĂŒllt begeistert: "Ja". Knopp erinnere sie an die berĂŒchtigte Sportpalast-Rede von Goebbels, in der der Propaganda-Chef der Nazis 1943 die Frage gestellt hatte: "Wollt ihr den totalen Krieg?" Das Publikum brĂŒllte damals ebenfalls: "Ja".

"Es mag ja sein, dass Cruises Sprechweise bei vielen Erweckungsbewegungen in den USA ĂŒblich ist", sagte Knopp. "Doch die Szene, in der er fragt, ob die Scientologen die Welt sĂ€ubern sollen und alle Ja rufen, erinnert zwangslĂ€ufig jeden Deutschen, der sich fĂŒr Geschichte interessiert, an die berĂŒchtigte Sportpalast-Rede von Goebbels."

FĂŒr Knopp stellt sich "die Frage, ob Cruises Stauffenberg-Film, der im Herbst in die Kinos kommen soll, nicht doch in die Scientology-Strategie passt, um ĂŒber die Person ihres Hauptdarstellers Sympathien fĂŒr die Sekte zu erzeugen". Umso mehr fĂŒhle er sich nun in der Verantwortung, fĂŒr seinen ZDF-Zweiteiler ĂŒber den Hitler-AttentĂ€ter "die volle historische Wahrheit" darzustellen.

ler/ddp
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,529721,00.html 20. Januar 2008


Zitat: Scientology-Debatte: „Tom Cruise tritt auf wie Goebbels“

20.01.2008 | 17:54 | (Die Presse)

Historiker Guido Knopp ĂŒbt scharfe Kritik an Scientology-Mitglied Tom Cruise.

„Should we clean this place up?“, ruft Scientology-Mitglied Tom Cruise – und die Scientologen-Menge antwortet begeistert. Diese Video-Szene kursiert laut Historiker Guido Knopp im Internet. Knopp erinnert sie an die berĂŒchtigte Sportpalast-Rede von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels mit der Frage „Wollt ihr den totalen Krieg?“ Laut „Bild am Sonntag“ fasste Knopp sein Unbehagen prĂ€gnant aus: „Tom Cruise tritt auf wie Goebbels.“

Ähnlich sieht es Pfarrer Thomas Gandow, Scientology-Experte der evangelischen Kirche: „Ich bleibe dabei: Tom Cruise ist der Goebbels der Scientologen.“ Denn Cruise sei kein einfaches Mitglied der Sekte, sondern ihr Propagandaminister. Der kĂŒrzlich gedrehte Film ĂŒber den Hitler-AttentĂ€ter Stauffenberg, in dem Cruise die Hauptrolle spielt, solle „genau die Wirkung fĂŒr die Scientologen erzielen wie die Olympischen Spiele 1936 fĂŒr die Nazis, Sympathien fĂŒr eine totalitĂ€re Bewegung wecken“. Der umstrittene Film soll im August 2008 in die Kinos kommen.

In Deutschland wird immer wieder ĂŒber ein Verbot von Scientology diskutiert; in den USA ist diese Sekte dagegen als Kirche anerkannt. Auf eine Tom-Cruise-Biografie von Andrew Morton (geplanter deutscher Titel: „Der Star und die Scientology-Verschwörung“) antwortete sie mit Klagsdrohungen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.01.2008) http://diepresse.com/home/techscience/wissenschaft/356605/index.do


Zitat: "Cruise tritt auf wie Goebbels"
[...]
Die Hamburger Sektenexpertin Ursula Caberta sieht in dem Video einen eindrucksvoller Beleg dafĂŒr, dass Scientology eine totalitĂ€re, verfassungsfeindliche Organisation ist. "Tom Cruise hat die Aufgabe, den TĂŒröffner zu spielen", sagte sie der Bild am Sonntag.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/834/153442/ 20. Januar 2008


Zitat: Goebbels-Vergleich: Tom Cruise will die Welt sÀubern

Tom Cruise und Scientology - eine stets kontrovers diskutierte Verbindung. Jetzt kursieren zwei Videos des Schauspielers im Netz, die erneut Fragen nach dem Gefahrenpotenzial der Sekte aufwerfen. Historiker Guido Knopp vergleicht Cruise sogar mit Joseph Goebbels. [...]
Neben ihm steht der oberste FĂŒhrer der Scientologen David Miscavige und grinst siegessicher. [...]
Die "Herren ĂŒber den Geist" werden demnĂ€chst vorsichtiger sein, was die Veröffentlichung von eigenen Materialien angeht. Nicht nur das wirft erneut die Frage auf: Ist Tom Cruise nur ein fallender Star, der sich in einer von vielen Glaubensgemeinschaften lĂ€cherlich macht oder sind Cruise und Scientology fanatische Verschwörungstheoretiker, die sich als "bessere Rasse" von Mensch begreifen?

http://www.zeit.de/news/artikel/2008/01/20/2459875.xml 20. Januar 2008


Usw. (meine hervorhebungen)

Achim

Bahlsen Kuchen mit KZ-Eiern

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
"Bahlsen Kuchen mit KZ-Eiern" titelt mit bezug auf die nicht gerade als Tierrechtsorgaisation zu bezeichnene Organisation Foodwatch der Tierrechten eher diametral entgegen stehende Gourmet-Report ... na sowas.
Zitat: Werner Bahlsen (58) versteckt in jedem seiner "Gourmet-Genießerkuchen" laut foodwatch-Informationen zwei Eier aus KĂ€fighaltung. Weder gab Bahlsen auf Nachfragen die Herkunft der Eier an, noch widersprach er der entsprechenden Aussage. [...]
http://www.gourmet-report.de/artikel/16092/Bahlsen-Kuchen-mit-KZ-Eiern.html


Achim

Mal kein Holocaust: Fischer sind wie Aleviten sind wie PĂ€dophile

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Kritik ĂŒber TATORT
"An den Haaren herbeigezogen"
Der Bodensee-TATORT "Der Koromorankrieg", den die ARD gestern erstsendete, ist beim Landesfischereiverband Baden auf Kritik gestoßen. VerbandsgeschĂ€ftsfĂŒhrer Ingo Kramer fand den Inhalt und Handlungsablauf "an den Haaren herbeigezogen"

Er kritisierte weiter: «Die Berufsfischer am Bodensee werden als brutale Trottel dargestellt, und auch die NaturschĂŒtzer bekommen ihr Fett weg». Kramer stellte fest, dass es so auf beiden Seiten nicht ist, auch wenn man sich in der Sache mit den NaturschĂŒtzern nicht besonders grĂŒn sei. Der Konflikt sei im TATORT jedoch vollkommen ĂŒberspitzt gezeigt worden. Es sei "völliger Humbug", zitiert ihn die Zeitung WELT, dass die Einleitung von aufgelöstem PhosphatdĂŒnger den NĂ€hrstoffgehalt im Bodensee und damit die FischertrĂ€ge anheben könne. "Phosphor in den See zu schĂŒtten, ist Unsinn", sagte Kramer.

Im ersten TATORT des Jahres 2008 ging es um einen ermordeten Natur- und VogelschĂŒtzer auf der Reichenau, der mit Fischern in massiven Streit geraten war. Auslöser des Mordes war jedoch ein Eifersuchtsdrama. [Ist in solchen krimis ja immre so, wenn ein politisch brisantes thema angegangen wird, das Mordmotive liefern könnte - am Ende ear's was persönliches. - Achim] Den TATORT mit Eva Mattes als Kommissarin Klara Blum sahen 7,46 Millionen Zuschauer.

Öffentliche Kritik und Proteste am TATORT scheinen derzeit in Mode zu kommen. Schon vor 14 Tagen hatten Vertreter der alevitischen Glaubensgemeinschaft erbost auf die Ausstrahlung des TATORTs "Wem Ehre gebĂŒhrt" reagiert; sie hatten zwei große Demonstrationen in Deutschland organisiert und versucht, die Ausstrahlung des Films zu verhindern. Die Autorin und Regisseurin des Films, Angelina Maccarone, hatte in fiktiven Fall einen Inzest geschildert, der laut Aleviten uralte Voruteile ĂŒber ihre Glaubensgemeinschaft aufwĂ€rme - und sie verunglimpfe. Als Folge ertstatten mehrere alevitische Gemeinschaften aus Deutschland Strafanzeige wegen "Volksverhetzung".

Sollten die Proteste von betroffenen (Rand)gruppen nach jedem TATORT jetzt zur Regel werden, sind am 14. Januar nach der Ausstrahlung des Deutsch-Schweizer TATORTs "Seenot" Proteste von der Seeschutzpolizei, am 28. Januar nach der Ausstrahlung des Köln-TATORTs "Verdammt" Proteste von PÀdophilen zu erwarten.

Francois Werner
http://www.tatort-fundus.de/web/index.php?id=7297


Achim

Wieder mal kein Holocaust: Klassenzimmer sind wie HĂŒhnerkĂ€fige

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Im (berechtigten) Kampf gegen ĂŒberfĂŒllte KlassenrĂ€ume verstieg sich die FDP Bamberg zu folgender Analogie: "Keine KĂ€fighaltung fĂŒr Kinder", illustriert mit einem HĂŒhnerkĂ€figbild.



Interessant auch der Slogan "Freiheit fÀngt vor Ort an" ...

Achim

MerkwĂŒrdige HĂŒhnerkĂ€fige

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Hat jemand eine Ahnung, was das fĂŒr eine merkwĂŒrdige "Haltung" ist? Ich wĂŒrde ja auf "HĂ€lterung" (Verkauf, Transport zur "Schlachtung" etc.) tippen, Legebatterien sehen jedenfalls anders aus - könnte natĂŒrlich auch eine Mast in SĂŒdvietnam sein oder so).

Achim

PS: Ja, ich weiß, daß das Wort "HĂ€lterung" ĂŒblicherwise nur bei Fischen verwendet wird (aber ich bin ja Antispeziesist ;-)). Ersthaft: Wenn jemand ein entprechendes passendes kennt, wĂŒĂŸte ich es gern.

Re: MerkwĂŒrdige HĂŒhnerkĂ€fige

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Netterweise hat mir jemand den Link zum Plakat auf der FDP-Seite geschickt. Eine Nachfrage bei der Medienagentur, die das Plakat entworfen hat, wurde prompt (nach genau 5 Minuten) beantwortet: "das verwendete Bild stammt aus folgendem Archiv: http://www.istockphoto.com/file_closeup/object/4995387_chicken_market.php?id=4995387"
Zitat: Stock Photo: Chicken market
Photographer's Description: Chicken market in Africa.
Keywords: Keywords [...] Farmer's Market Street Market Village African Culture Africa [...]

Ein Bauernmarkt in Afrika also, da war ich ja recht nah dran ...

Achim

Beliebter "Legehennen"-Vergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: b]Platz wie 200 Legehennen[/b]
[...]Nicht anstrengen musste sich Kurt Beck (SPD), MinisterprĂ€sident in Mainz, um einen Gegner bloßzustellen. Denn die Landtagsabgeordnete Bettina Dickes (CDU) verrechnete sich derart, dass er gar nichts mehr sagen musste. Dickes hatte beklagt, dass Beck sich zwar im Bundesrat fĂŒr den Platzbedarf von Legehennen einsetze (90 Quadratzentimeter), er jedoch Kindern in den Kitas von Rheinland-Pfalz nur 180 Quadratzentimeter „also genau den Platz fĂŒr zwei Legehennen“ zubillige. Nach Hinweis darauf, dass sie sich um den Faktor 100 verrechne, weil der vorgeschriebene Platz 1,8 Quadratmeter betrĂ€gt, gab Dickes ihren Fehler kleinlaut zu, und bestĂ€tigte, dass ein Kita-Kind in Rheinland-Pfalz Platz wie 200 Hennen hat.
ERSTELLT 16.05.08, 20:08h http://www.rundschau-online.de/html/artikel/1209913597242.shtml


Was mich jetzt noch interessiert, ist
a) wie paßt eine "Legehenne" auf 90cmÂČ (also einen Bierdeckel)? Wird die in eine Weinflasche gepreßt?
b) warum sieht man nie Fotos der Kita-KĂ€fige?

Achim

Kein Holocaust: FlĂŒchtlingsheime sind wie Legebatterien

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
ND titelt:
Zitat: Wie HĂŒhner in der KĂ€fighaltung
In Sachsen-Anhalt gibt es wachsenden Protest gegen das FlĂŒchtlingsheim Möhlau


Vermutlich kommt das Thema auch im Artikel vor, der ist allerdings nur fĂŒr Abonnenten bzw. gegen Bezahlung einsehbar.

31.07.2009 http://www.neues-deutschland.de/artikel/153152.wie-huehner-in-der-kaefighaltung.html

Achim

Evolutionsbiologen sind wie Ulbricht und Nazis

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat:
Ist Darwin Schuld am Holocaust?

Von Gerti Schön | © DIE ZEIT, 24.04.2008 Nr. 18
Schlagworte: Glaube Religion Evolution Biologie

Neue Runde im Streit zwischen Kreationisten und Evolutionsbiologen. Ein amerikanischer Film behauptet, der BegrĂŒnder der Evolutionslehre habe die nationalsozialistische Rassenideologie erst möglich gemacht [hm, sollen sich mit Heiner geißler zusammentun, der ja sagte, der Pazifismus habe den Nationalsozialismus erst möglich gemacht - AS]


Dokumentarfilme mĂŒssen nicht fair sein, das wissen wir seit Michael Moore. In Filmen wie Fahrenheit 9/11 ist der streitbare Amerikaner erfrischend subjektiv. Er reißt die Zitate seiner Protagonisten aus dem Zusammenhang und nutzt das Mittel der Montage dazu, die Ideenwelt der Konservativen im Lager George W. Bushs zu demontieren.

Aber nicht alles, was nach Moore aussieht, ist gut. Das zeigt Ben Steins Film Expelled: No Intelligence Allowed, der in der vergangenen Woche in amerikanischen Kinos angelaufen ist. Expelled bedeutet »ausgestoßen«, und Steins These lautet: Forscher werden gezielt aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft vertrieben, wenn sie Zweifel an der Evolutionstheorie Ă€ußern und die Möglichkeit diskutieren, ob bei der Entstehung des Lebens »Intelligentes Design«, also eine göttliche Hand im Spiel gewesen sein könnte.

Vermutlich wird der Film schon aus ökonomischen GrĂŒnden nie in deutschen Kinos gezeigt werden, nur in den USA haben die Kreationisten eine nennenswerte Gefolgschaft, die einen Erfolg an der Kasse sichert. Und doch ist Expelled fĂŒr Deutschland interessant: Gleich zweimal bemĂŒht Stein in seiner Argumentation eine hanebĂŒchene Parallele zur deutschen Geschichte. Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom Bau der Mauer werden genutzt, um die »Mauer« zu illustrieren, die die etablierte Wissenschaft gegen die Kreationisten errichtet. Und Bilder von NaziaufmĂ€rschen und rollenden Panzern sollen die These stĂŒtzen, Darwin habe die nationalsozialistische Rassenideologie und damit den Holocaust erst möglich gemacht.

Das Rezept erinnert an Michael Moore. Das Resultat ist plumpe Propaganda

Stein spielt in Expelled die Rolle eines vordergrĂŒndig unabhĂ€ngigen Journalisten. Die zwischen seine Interviews mit Kreationisten und Evolutionsbiologen geschnittenen historischen Bilder sollen den Film offenbar in Moorescher Manier »unterhaltsamer« machen – entlarven das Werk jedoch als plumpe Propaganda.

Ben Stein hat im Lauf seiner Karriere als Anwalt, Ökonom und Redenschreiber fĂŒr Richard Nixon und Gerald Ford gearbeitet. Er wurde in den USA aber vor allem durch seine Auftritte als Schauspieler und Moderator in diversen Entertainment-Rollen bekannt. Vor einigen Jahren moderierte er die preisgekrönte Gameshow Win Ben Stein’s Money. Und er schreibt eine regelmĂ€ĂŸige Kolumne unter dem Titel Everybody’s Business fĂŒr den Wirtschaftsteil der New York Times. Sein Engagement fĂŒr den Kreationismus ist nicht ĂŒberraschend. Im Lauf seiner Karriere hat er sich öfter fĂŒr konservative Strömungen stark gemacht, und er hĂ€lt Richard Nixon auch posthum die Treue: Der hĂ€tte nĂ€mlich nach Steins fester Überzeugung das Terror-Regime Pol Pots verhindert, hĂ€tte man ihn nur im Amt gelassen. Die wahren Schuldigen an diesem Völkermord, so schrieb er vor drei Jahren im American Spectator, seien vielmehr Bob Woodward und die Washington Post, deren Watergate-Recherchen Nixon zum RĂŒcktritt gezwungen hatten.

Um die These von der Schuld des Darwinismus am Holocaust zu belegen, reiste Stein, der aus einer jĂŒdischen Familie stammt, ins hessische Hadamar. Dort waren 15.000 geistig behinderte Menschen im Rahmen von Hitlers Euthanasie-Programm ermordet worden. »FĂŒr mich als Juden hat dies eine persönliche Komponente, der ich nachgehen musste«, hört man Stein sagen und sieht ihn, wie er durch die VernichtungsrĂ€ume im Keller der GedenkstĂ€tte geht und dann weiterfĂ€hrt nach Dachau.

Dass der Film nicht nur dazu dienen soll, endlich einen prominenten FĂŒrsprecher des Kreationismus zu etablieren – was in Amerikas Mediengesellschaft unabdingbar ist, um Publicity zu bekommen –, sondern ganz nebenbei auch Steins persönlichen Narzissmus befriedigt, wird spĂ€testens am Ende von Expelled klar. In einem dramatischen Showdown wird eine PrĂ€sentation Steins ĂŒber Intelligentes Design mit einer Rede verschnitten, in der Ronald Reagan 1987 vor dem Brandenburger Tor Gorbatschow aufforderte, die Mauer abzureißen.

Bisher hat der Film in den Mainstream-Medien nicht den von seinen Produzenten erhofften EntrĂŒstungssturm ausgelöst. Die NewYork Times nennt Expelled in einer kurzen Kritik schlicht »schmierig«. Doch die Menschen im amerikanischen Kernland ticken vor allem in Sachen Religion oft anders, als es die Medien wiedergeben, und so spielte der Film am ersten Wochenende respektable 3,2 Millionen Dollar ein. Zum Vergleich: Michael Moores Fahrenheit 9/11 setzte in den ersten drei Tagen 8,7 Millionen Dollar um.

Mit subversiver Taktik wurden die Kritiker zur Mitwirkung ĂŒberredet

Ein Grund fĂŒr den Achtungserfolg ist wohl, dass die Vertreter religiöser Zeitschriften, denen Expelled bereits seit Februar im Rahmen von VorfĂŒhrungen in sogenannten Megachurches gezeigt wurde, weitaus passionierter berichteten und konservative Demagogen wie Talkradio-Moderator Rush Limbaugh den Film bewarben. FĂŒr das Marketing zeichnet die Firma Motive Entertainment verantwortlich, die bereits fĂŒr Mel Gibsons Passion Christi die konservativen Christen zum Kinobesuch mobilisierte. Auf diese Weise bekamen auch die BefĂŒrworter eines Gesetzesvorschlags in Florida, der die Diskussion des Kreationismus in den staatlichen Schulen erlauben wĂŒrde, den Film zu sehen. Allgemeine Presse-Previews fanden nur vereinzelt statt, und dem Biologen Paul Zachary Myers, der in dem Film zu Wort kommt, wurde sogar der Zutritt zu einer Vorschau verwehrt. [...] http://www.zeit.de/2008/18/Expelled

Meine Hervorhebungen.

Siehe auch Ausgrenzung von Forschern, die der Theorie anhÀngen, dass der Storch die Babys bringt.

Achim

Einige abstruse Thesen zur "Nazi-Keule"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Prominente und die Nazi-Keule
29.01.2008, Christopher Onkelbach

Essen. Babycaust. HĂŒhner-KZ. Immer mehr Politiker und Prominente verwenden Wörter und Vergleiche aus der Nazi-Zeit. Sprachwissenschaftler sagen: Die Deutschen haben noch immer ein gestörtes VerhĂ€ltnis zu ihrer Geschichte.

Ein Autor geift zur Auschwitzkeule. Ein Politiker nimmt den Judenstern. Ein Bischof redet von entarteter Kultur. Nazi-Vergleiche haben Konjunktur. Und was auffÀllt: Wenn sie benutzt werden, dann heftig: "Die schrecklichsten Begriffe werden am hÀufigsten verwendet. Endlösung, Holocaust, Völkermord, Auslese, Auschwitz, KZ. Das zeigt: Mit diesen Vergleichen will man wirklich verletzen", sagt Thorsten Eitz.

Gemeinsam mit Prof. Georg Stötzel hat der DĂŒsseldorfer Sprachwissenschaftler den öffentlichen Sprachgebrauch in Deustchland seit 1945 untersucht und der Verwendung von NS-Vokabeln nachgehorcht. Die Forscher wollen wissen, wer, wann und mit welchem Zweck sich aus dem Giftschrank der Nazi-Begriffe bedient. Ihre Ergebnisse fassten sie in ihrem Wörterbuch der "VergangenheitsbewĂ€ltigung" zusammen – und die AnfĂŒhrungszeichen haben sie mit Bedacht gesetzt.

BlÀttern im Wörterbuch des Unmenschen

Es sind Politiker, Literaten, Fernsehpromis und KirchenmĂ€nner die immer wieder öffentlich Nazi-Vergleiche ziehen – der oftmals einkalkulierte Aufschrei folgt auf dem Fuße. Auch die Kirche greift zum "Wörterbuch des Unmenschen"? Durchaus, so Eitz: "Wenn es zum Beispiel um Abtreibung geht, ist der Begriff Holocaust nicht weit, auch in Abwandlungen wie Babycaust." Und wenn von entarteter Kultur geredet werde, tradiere der Kardinal, ohne selbst ein Nazi zu sein, mit dem verwendeten Vokabular auch Nazi-Gesinnung, erklĂ€rt Eitz.

Nach Ansicht der Sprachforscher nimmt dies insgesamt zu, "seit Ende der 90er Jahre wird es fast inflationĂ€r", sagt Eitz. "Meist steckt als Motiv dahinter, einen anderen massiv zu diffamieren." Der Tabubruch werde "zum Zweck der Instrumentalisierung in heutigen Auseinandersetzungen", provoziert, und das wohl meist mit kĂŒhler Berechnung.

"Mit der NS-Zeit sind wir noch nicht fertig"

Wer weiß, dass Sprache Ausdruck des Denkens ist, dass sie Bewusstsein prĂ€gt und Wirklichkeit schafft, ahnt, wie gefĂ€hrlich die Verwendung solcher Begriffe sein kann. Nicht nur die Weiterverwendung der von den Nazis gebrauchten Begriffe, sondern vor allem die Nazi-Vergleiche belegen nach Ansicht der Linguisten ein gestörtes VerhĂ€ltnis der Deutschen zu ihrer Vergangenheit. Eitz: "Es zeigt, dass wir mit der NS-Zeit offensichtlich nicht fertig sind."

Darf man zu einer Legebatterie "HĂŒhner-KZ" sagen? (Foto: dpa)

Auschwitz-LĂŒge, Gestapo-Methoden, Mischehe, Endlösung, Sippenhaft, Volksgerichtshof-Ton – die deutsche Sprache ist noch voll davon. Doch nicht nur auf der öffentlichen BĂŒhne spielen sie eine Rolle. Ein strenger Hausmeister wird im privaten GesprĂ€ch flott als Blockwart bezeichnet, oder die KĂ€fighaltung als HĂŒhner-KZ. Hans-Magnus Enzenberger beklagte einmal, dass der Ausdruck "bis zur Vergasung" ganz unreflektiert gebraucht werde. Heinrich Böll bedauerte den fehlenden Aufschrei, wenn öffentlich von Ausmerzen die Rede ist.

Tom Cruise und Joseph Goebbels

Bundesjustizministerin Herta DĂ€ubler-Gmelin (SPD) trat zurĂŒck, nachdem sie George W. Bush mit Adolf Hitler verglichen hatte. (Foto: dpa)


Ganz aktuell ist der Vergleich zwischen Tom Cruise und dem NS-Propagandaminister Joseph Goebbels. Einige Zeit zuvor hatte ein MĂŒnchener CSU-Politiker angekĂŒndigt, den Stadtrat von Rot-GrĂŒn zu entlausen. Ein bayrischer Liedermacher verglich den CSU-Politiker Beckstein mit Hitler und Himmler. Herta DĂ€ubler-Gmelin legte ihr Amt als Bundesjustizministerin nieder, nachdem sie US-PrĂ€sident Bush und Hitler in einen unĂŒberlegten Zusammenhang gebracht hatte. Ein fĂŒhrender SPD-Politiker musste sich entschuldigen fĂŒr den unpassenden Satz "Arbeit macht frei".

Es vergeht kaum eine Woche, in der die Medien nicht ĂŒber einen neuen Eklat zu berichten hĂ€tten. Das Problem dieser HĂ€ufungen: Die Wirkung der Vergleiche nutzt sich ab und die historisch einzigartigen NS-Verbrechen werden durch stetige Wiederholung relativiert. Thorsten Eitz: "Wenn man Creti und Pleti mit Hitler und Goebbels vergleicht, werden auch diese zu gewöhnlichen Leuten."
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2008/1/29/news-19591367/detail.html

Kommentare folgen.

Achim

Schreckliche Begriffe

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Die schrecklichsten Begriffe werden am hÀufigsten verwendet. Endlösung, Holocaust,
>Völkermord, Auslese, Auschwitz, KZ. Das zeigt: Mit diesen Vergleichen will man

Wie, wenn nicht Völkermord, solle ein Völkermord eigentlich genannt werden?
Was ist an kontextfreiem "Auslese" auszusetzen?

Wie wÀr's noch mit schrecklichen Begriffen wie Autobahn (beliebt bei Apologeten) oder Blitzkrieg (deutsches Fremdwort im Englischen) oder Kampf (Titel der Nazibibel)?

>wirklich verletzen", sagt Thorsten Eitz.

Inwiefern zeigt das das? Mit unschrecklichen Begriffen wie "Fahrrad" oder "Wasser" oder "Buch" oder "Kartoffel" (die die Nazis zweifellos verwendeten - aber "die Weiterverwendung der von den Nazis gebrauchten Begriffe [...] belegen nach Ansicht der Linguisten ein gestörtes VerhÀltnis der Deutschen zu ihrer Vergangenheit") ist kaum zu argumentieren.

Achim

Unmenschen und Untermenschen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
>Unmenschen

Interessanter Terminus, nicht?

Apropos, "Untermenschen" darf man heute wohl nicht mehr sagen, nicht? DĂŒrfte also Schwierig werden, die FlgblĂ€tter der Scholls, der "Weißen Rose" vorzulesen - da da die Nazis als "Untermenschen" bezeichnet werden, wenn ich mich recht erinnere ...

Achim

Bis zur Vergasung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
>Hans-Magnus Enzenberger beklagte einmal, dass der Ausdruck "bis
>zur Vergasung" ganz unreflektiert gebraucht werde.

Soweit ich mich erinnere, handelt es sich dabei um einen Begriff aus der Chemie - "bis irgendetwas in gasförmigen Aggregatzustand ĂŒbergeht". Mit den Gaskammren der Nazis hat diese redewendung nichts zu tun. Aber manche stören sich ja auch nicht daran, daß Nerze und KĂŒken vergast werden - nur, daß man das Vergasen kritisert.

Ausmerzen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
>Heinrich Böll bedauerte den fehlenden Aufschrei, wenn öffentlich von Ausmerzen die Rede ist.

Den bedaure ich auch. Allerdings nicht, weil ich der irrigen Meinung bin, das hÀtten die Nazis erfunden.

Vielmehr stammt er aus der Tierausbeung, ist also nicht so sehr faschistischer als vielmehr speziesistischer Natur: im MĂ€rz (lang vor den nazis halt noch "Merz" geschrieben) wurden die "Nutztiere" wieder auf die Weide getrieben, die "untauglichen" aber zuvor umgebracht - eben "ausgemerzt".

Die Nazis hatten also doch Zeitmaschinen:
Zitat: Ausmerzen , nennen die SchĂ€fer, wenn bei einer SchĂ€ferei das alte, oder auch junge untĂŒchtige Vieh, so nichts nutzet, ausgehoben und von den andern abgesondert wird, damit man es entweder durch Verkaufen, oder durch Schlachten, anderweit zu Nutzen bringe. Oeconomischen EncyclopĂ€die (1773 - 1858) von J. G. KrĂŒnitz, http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/a/ka02456.htm


Achim

Hitlers Bart und Stalins ZĂ€hne

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
>"Wenn man Creti und Pleti mit Hitler und Goebbels vergleicht,
>werden auch diese zu gewöhnlichen Leuten."

Was natĂŒrlich nicht nur deshalb Unfug ist, weil ja nicht Creti und Pleti oder Hinz und Kunz oder TĂŒnnes und SchĂ€l mit Hitler und Goebbels verglichen werden, vielmehr solche, die mit ihnen wesentliches gemien haben, sondern vor allem, weil selbst der Vergleich von wem auch immer mit Hitler und Goebbels nicht Hitler und Goebbels deren Eigenschaften verleihen wĂŒrde.

Wenn etwa jemand sagt, Chaplin habe einen Oberlippenbart wie Hitler gehabt (Chaplin bestand darauf, es sei umgekehrt), wird Hitler dann zum Komiker?

Achim

Re: Hitlers Bart und Stalins ZĂ€hne

Autor: Steffen | Datum:
Achim StĂ¶ĂŸer schrieb:
>
> >"Wenn man Creti und Pleti mit Hitler und Goebbels vergleicht,
> >werden auch diese zu gewöhnlichen Leuten."

Gut so, denn es waren ganz gewöhnliche Leute, keine DĂ€monen, die "das deutsche Volk ins UnglĂŒck gestĂŒrzt" haben. Ganz gewöhnliche Psychopathen wurden von ganz gewöhnlichen Menschen gewĂ€hlt, bejubelt und in die Lage versetzt, den antisemitischen Volkswillen zu vollstrecken.

Eier wie Hitler

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
HĂŒhnerausbeuter vergleichen Konkurrenzprodukte(?) mit Hitler (gibt auch ein entsprechendes Bild mit Bin Laden):

Deutschland: 4. Reich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: FĂŒrst nennt Deutschland "Viertes Reich"

© Arno Balzarini/AP
FĂŒrst Hans-Adam II. von Liechtenstein hat Deutschland als "Viertes Reich" bezeichnet

Verbale Entgleisung des Liechtensteiner Staatsoberhaupts: FĂŒrst Hans-Adam II. hat Deutschland in einem Brief an das JĂŒdische Museum in Berlin als "Viertes Reich" bezeichnet. Deutschland orientiere sich immer weniger an den Grundprinzipien des Völkerrechts, schreibt der Monarch.

Der FĂŒrst von Liechtenstein, Hans-Adam II., hat Deutschland scharf angegriffen und von einem vierten Reich gesprochen. Liechtenstein habe in den letzten 200 Jahren schon "drei Deutsche Reiche" ĂŒberlebt. Es hoffe, auch noch das vierte Reich zu ĂŒberleben, schrieb der FĂŒrst in einem Brief an das JĂŒdische Museum Berlin. Das berichtet der "Tages-Anzeiger" aus ZĂŒrich am Donnerstag.

Mit seinem Schreiben habe der FĂŒrst begrĂŒndet, warum Liechtenstein keine Leihgaben mehr aus der eigenen Kunstsammlung nach Deutschland bringe. Liechtenstein wolle seine Kunstwerke nicht dem Risiko einer selektiven Anwendung des Rechtsstaats in der Bundesrepublik Deutschland aussetzen, schreibt der FĂŒrst in seinem Brief.

Die Beziehungen zu Liechtenstein hĂ€tten in den vergangenen 200 Jahren einer Berg- und Talfahrt geglichen. Mit dem Zweiten Deutschen Reich befinde sich Liechtenstein noch immer im Kriegszustand, da dieses untergegangen sei, bevor es mit dem FĂŒrstentum habe Frieden schließen können, heißt es in dem Brief laut "Tages-Anzeiger" weiter. Und das Dritte Reich sei Gott sei Dank untergegangen, bevor es seine Drohung habe in die Tat umsetzen können, das FĂŒrstentum Liechtenstein anzuschließen. Was die Beziehungen zu Deutschland angehe, warte das FĂŒrstentum auf bessere Zeiten.

Die Bundesrepublik Deutschland sei in ihren Beziehungen zum FĂŒrstentum Liechtenstein je lĂ€nger desto weniger geneigt, sich an den Grundprinzipien des internationalen Völkerrechts zu orientieren. Der FĂŒrst verwies auf die Weigerung Deutschlands, ein GemĂ€lde herauszugeben, das nach dem Zweiten Weltkrieg in der damaligen Tschechoslowakei konfisziert worden war.

Nach der Veröffentlichung des Schreibens ruderte das FĂŒrstenhaus zurĂŒck. Hans-Adam II. habe keinen Bezug zum heutigen Deutschland herstellen wollen. DarĂŒber hinaus habe der FĂŒrst mit seinem "privaten und persönlichen Schreiben" in keiner Weise beabsichtigt, die grauenhaften Ereignisse des Dritten Reiches zu verharmlosen". Der Brief nehme vielmehr Bezug auf "das sicherlich schwierige Thema der Enteignungen wĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs und danach".

Schon vor der Bekanntgabe des Schreibens galten die Beziehungen zwischen Berlin und Vaduz als erheblich belastet. Hintergrund sind Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung. Dabei kaufte der Bundesnachrichtendienst gegen ein Millionen-SalĂ€r einem ehemaligen Angestellten der Liechtensteiner FĂŒrstenbank LGT vertrauliche Kundendaten ab. Diese werden nun in Deutschland fĂŒr Verfahren gegen Steuerhinterzieher verwendet, die ihr Vermögen in Liechtenstein vor dem Finanzamt verstecken wollten.

AP/DPA

Artikel vom 11. September 2008
http://www.stern.de/politik/ausland/638763.html

Berlusconi: Europaabgeordneter wie KZ-WĂ€chter

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat:
07.11.08, 10:22

USA

Berlusconi vergreift sich gegenĂŒber Obama im Ton

Bei einem Besuch in Russland bezeichnete der italienische MinisterprĂ€sidenten Berlusconi den kĂŒnftigen Prasidenten der USA Barack Obama als „jung, ansehnlich und sogar gebrĂ€unt“. Von einigen wurde diese Äußerung Berlusconis als Beleidigung Obamas aufgefasst.
In der Selbstwahrnehmung des italienischen MinisterprĂ€sidenten Silvio Berlusconi war es ein Kompliment fĂŒr den neugewĂ€hlten US-PrĂ€sidenten Barack Obama, nach Ansicht des einzigen schwarzen Abgeordneten Italiens ein beschĂ€mender Fehltritt: Bei einem Treffen mit dem russischen PrĂ€sidenten Dmitri Medwedew beschrieb Berlusconi Obama als „jung, ansehnlich und sogar gebrĂ€unt“. Der italienische Abgeordnete Jean-Leonard Touadi reagierte entsetzt: In den USA sei dies nicht nur politisch unkorrekt, sondern eine Beleidigung. An der gelungenen Integration in Amerika sollte sich Berlusconi ein Beispiel nehmen.

Berlusconi verteidigte sich mit dem Hinweis, es sei doch ein großes Kompliment gewesen. „Warum nehmen sie das negativ auf?“ fragte der 72-JĂ€hrige seine Kritiker. „Wenn sie das Laster haben, keinen Humor zu haben, umso schlimmer fĂŒr sie“, wurde er von der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zitiert. Seine Kritiker nannte er ferner „BlödmĂ€nner, von denen es zu viele gibt.“

Es war nicht das erste Mal, das Berlusconi in ein politisches FettnĂ€pfchen trat. Dem deutschen Europaabgeordneten Martin Schulz bezeichnete er 2003 nach dessen Kritik an ihm als Idealbesetzung fĂŒr einen Kapo – das ist ein KZ-WĂ€chter – in einem Film. Nach den AnschlĂ€gen vom 11. September 2001 erklĂ€rte er, die westliche Zivilisation sei dem Islam ĂŒberlegen und ĂŒber die spanische Regierung sagte er kĂŒrzlich, es gebe darin zuviel Frauen.

Die Äußerung Berlusconis fielen am Donnerstag bei einem Besuch in Moskau, als der 72-JĂ€hrige von Reportern gefragt wurde, wie er die Zukunft der amerikanisch-russischen Beziehungen sehe. Berlusconi antwortete, es sollte einfacher fĂŒr Moskau und Washington werden, wieder zusammenzuarbeiten, da Medwedew mit 43 und Obama mit 47 Jahren relativ jung seien. Dann sagte er lĂ€chelnd: „Ich habe ihm (Medwedew) gesagt, dass er (Obama) alles hat, um Vereinbarungen mit ihm zu erreichen: er ist jung, ansehnlich und sogar gebrĂ€unt.“ Medwedew reagierte nicht sichtbar auf diese Äußerung.
AP http://www.focus.de/politik/ausland/usa-berlusconi-vergreift-sich-gegenueber-obama-im-ton_aid_346820.html

Sinn: Bankmanagerkritik wie Antisemitismus

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat:
Hans-Werner Sinn

"Managerschelte erinnert an Antisemitismus"

Den Chef des MĂŒnchner Ifo-Instituts, Hans Werner Sinn, erinnert die Debatte um die Schuld der Bankenmanager an der Finanzkrise an den Antisemitismus der 1930er Jahre: "Auch damals wurden SĂŒndenböcke gesucht und in den Juden gefunden", sagte er jetzt.

Der PrĂ€sident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat angesichts der Finanzkrise die Manager in Schutz genommen und Kritik an ihnen mit dem Antisemitismus in den 30er Jahren verglichen. "In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach SĂŒndenböcken", sagte Sinn dem Berliner "Tagesspiegel". "Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager", sagte er in dem Interview. [...]
http://www.stern.de/wirtschaft/unternehmen/unternehmen/643517.html?nl=T%C3%A4glich07.11.2008


Zitat: Judenvergleich

Sinn sagt sorry

Der Proteststurm hat Wirkung gezeigt: Hans-Werner Sinn bittet den Zentralrat der Juden in Deutschland um Entschuldigung fĂŒr seinen Vergleich von Top-Bankern mit verfolgten Juden. Er habe das Schicksal der Juden nach 1933 in keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen, schreibt der renommierte Ökonom in einem offenen Brief.

Ifo-Chef Hans-Werner Sinn hat sich fĂŒr seinen umstrittenen Vergleich von Bankmanagern mit Juden im Dritten Reich entschuldigt. "Ich habe das Schicksal der Juden nach 1933 in keiner Weise mit der heutigen Situation der Manager vergleichen wollen. Ein solcher Vergleich wĂ€re absurd", schrieb Sinn in einem am Montag in MĂŒnchen veröffentlichten offen Brief an die PrĂ€sidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch.
[...]
Der PrĂ€sident des MĂŒnchner Wirtschaftsforschungsinstituts (ifo) hatte in der Diskussion um die Verursacher der weltweiten Finanzkrise die WirtschaftsfĂŒhrer in Schutz genommen und dem Berliner "Tagesspiegel" gesagt: "In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach SĂŒndenböcken." In der Weltwirtschaftskrise von 1929 "hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager".

In seinem Schreiben an Knobloch erlĂ€uterte Sinn, es sei ihm allein darum gegangen, dass die wirklichen Ursachen weltwirtschaftlicher Krisen Systemfehler seien, die aufgedeckt und beseitigt werden mĂŒssten. "Die Suche nach vermeintlichen Schuldigen fĂŒhrt stets in die Irre", erklĂ€rte Sinn.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hatte sich ĂŒber Sinns Äußerungen aufs Äußerste empört gezeigt. Sein GeneralsekretĂ€r Stephan Kramer forderte ihn auf, seine Aussagen "so schnell wie möglich ohne Wenn und Aber zurĂŒckzunehmen und sich zu entschuldigen". Der Vergleich sei "empörend, absurd und absolut deplatziert, eine Beleidigung der Opfer", sagte er der "Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung". "Mir wĂ€re neu, dass Manager geschlagen, ermordet oder ins Konzentrationslager gesperrt wĂŒrden."

Politiker fast aller Parteien hatten Sinn ebenfalls scharf kritisiert.

DPA/AP
http://www.stern.de/politik/deutschland/643597.html?nl=T%C3%A4glich07.11.2008

Patridioten: Escada wie Thor Steinar

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Daß die "Patrioten" ihre Gesinnungsgenossen von "Antivegan" empfehlen und "Spezieszismus" schreiben, versteht sich von selbst. Überhaupt ist der ganze Artikel sehr aufschlußreich, und fĂŒr einen Absatz hĂ€tte der Autor zugleich die [url= http://tierrechtsforen.de/erbse-der-woche]Erbse der Woche[/url] und die Nadel im Misthaufen verdient:

Zitat:
Nach Thor Steinar jetzt Escada - “Antispeziezismus”demo
By dasgedankenspiel


Erneut Angriffe auf GeschÀfte

Berlin - Das Wort “Antispeziezismus” ist die Definition der radikalen Tierschutzaktivisten um gegen die Diskriminierung von “Spezien” vorzugehen.In diesem Falle geht es um Tiere, die zur Pelz Herstellung benutzt werden. Die Diskriminierung von Spezien meint in diesem Fall das Tragen von Pelz. Die verwirrten Linken demonstrieren nun in Berlin am 15. November gegen diesen “Speziezismus” und belĂ€stigen stĂ€ndig die Escada Filiale in Berlin.

Nachdem die Öffentlichkeit die Angriffe von Linksfaschisten gegen die Thor-Steinar-LĂ€den(Das PFS berichtete) toleriert und befĂŒrwortet wurden, ist die weitere Ausdehnung von Demonstrationen und Angriffen auf regulĂ€re GeschĂ€fte folgerichtig. Das Volk leistet keinen Widerstand, also fĂŒhlt man sich eingeladen weiter anzugreifen. Diesmal ist der berliner Laden der Bekleidungsmarke “Escada” im Visier der Linksterroristen und befindet sich im Zentrum von Demos an jedem Samstag. Die Luxusmarke Escada fĂŒhrt auch Pelze und das ist der Grund fĂŒr diese Demos und die BelĂ€stigung. Das große Motto der Aktionen ist, in Anspielung auf die mörderischen AnschlĂ€ge der RAF, “heißer Herbst gegen die Pelzindustrie”. Das Ganze soll am 15. in eine große Demo gipfeln. Aber, dass die Antifaschisten volksfeindlich sind und kaum VerstĂ€ndnis aus der Bevölkerung vorhanden ist, gibt selbst Indymedia im großen hetzerischen Beitrag zur Demo zu.

[quote]Durch das Rufen verschiedener Anti-Pelz-Parolen und Megaphondurchsagen wurden PassantInnen zudem ĂŒber den Pelzverkauf bei Escada aufgeklĂ€rt. Viele zeigten sich interessiert, auch wenn der meiste direkte Kontakt mit PassantInnen wegen der anderen Ausrichtung der Demonstration diesmal ausblieb. Auch wenn einige AnwohnerInnen und PassantInnen von der Ausdauer der DemonstrantInnen verschreckt waren stellen die AktivistInnen klar, dass es ihnen nicht darum geht, diese unbeabsichtigt zu belĂ€stigen,


Das ist doch ziemlich sanft formuliert. Und man kann fast ja auch sagen, dass die Linksfaschisten friedlich waren. Im Vegleich dazu, muss man sich anschauen was der Familie Cloppenburg, von der Firma “Peek und Cloppenburg”, angetan wurde. Die Firma hat inzwischen keine Pelze mehr im Verkauf, aber das haben die Linksterroristen unter anderem mit GrabschĂ€ndung(!!!) an FamiliengrĂ€bern erreicht. Die Quelle hierzu ist Wikipedia. Diese vermeintlichen TierschĂŒtzer schrecken nicht vor Angriffen auf PelztrĂ€ger und Mitarbeiter von PelzgeschĂ€ften zurĂŒck. Gewalt gegen Menschen ist also erlaubt.

Dabei zeigen sich die “Antispeziezisten” sehr hartnĂ€ckig. Sie demonstrieren laut eigenen Angaben, mehr als ein Jahr jeden Samstag gegen die Filiale der Marke Escada. Bereits Pelze aus dem Sortiment genommen haben Firmen wie Karstadt, Kaufhof und die italienische Luxusmarke Stefanel.

Dass die Linksfaschisten sich nicht um Demovorschriften kĂŒmmern (mĂŒssen) sehen sie als Einladung an und als erste SchwĂ€che der Firma Escada, die per Gericht bereits gegen die Demonstranten vor gegangen sind und sich jetzt anscheinend nicht mehr wehren.

Wenn jetzt ein OttonormalbĂŒrger sagt “Ja, Pelze sind furchtbar. Da werden Tiere gequĂ€lt.”
1.Tiere sterben auch fĂŒr normale Nahrungsmittel. Wer gegen “Speziezismus” ist, muss daraus schlussfolgern auch auf Fleisch und Pflanzen verzichten zu mĂŒssen. Ja, liebe Linksfaschisten, Pflanzen sind auch Spezien. Das PFS setzt sich auch gegen “Speziezismus” ein. Wir fordern auf alle Spezien zu essen, bis auf die eigene, denn dann ist keine diskriminiert bis auf die eigene. Und wird denken, dass können wir aushalten. Also, wer nicht Steine lecken will, der kann nicht sagen “Pelze” sind “schlimmer” als regulĂ€res Fleisch. Tiere sterben fĂŒr beides. Obwohl Wikipedia falsch definiert, sind auf jeden Fall auch Pflanzen Spezien. Wikipedia definiert “Speziezismus” wie folgt “Denn wenn es unethisch sei, Menschen zu töten oder aus wirtschaftlichen GrĂŒnden bzw. zur eigenen Unterhaltung einzusperren, und es keinen wesentlichen Unterschied zwischen Menschen und anderen Tieren gĂ€be, so sei auch die Tiernutzung und -haltung unethisch.”

2. Wer konsequent gegen die “TierquĂ€lerei” ist, der muss auch gegen den Islam und das Judentum sein.
Gegen TierquĂ€lerei zu sein ist nichts falsches, wobei nur ein Teil des Pelzes von “gequĂ€lten” Tieren kommt. Der Islam und das Judentum enthĂ€lt als Nahrungsvorschrift das SchĂ€chten von Tieren. Dabei wird den Tieren der Hals aufgeschnitten (bei vollem Bewusstsein) und sie bluten qualvoll aus.
Eine Demo gegen SchÀchten fand auf Seiten der Antifaschisten nach unserem Wissen noch nicht statt.
Und wenn doch, wurden garantiert nicht KebaplĂ€den und tĂŒrkische GeschĂ€fte angegriffen. Und die Synagogen sowie jĂŒdische GeschĂ€fte blieben auch ganz.
2.1 Wenn die “TierschĂŒtzer” denn so auch friedlich sind, wieso benutzen sie das Motto “heißer Herbst”? Im wahren “heißen Herbst” wurden Menschen getötet, und Flugzeuge entfĂŒhrt. Wie ist das mit der vermeintlichen Gewaltfreiheit der Linksfaschisten zu vereinen. Das ist dann ja wohl eindeutig umgekehrter “Speziezismus”.

3. Gerne lassen ĂŒbergeschnappte TierschĂŒtzer die Tiere, die unter anderem in Pelzfarmen gehalten werden, frei. Die Überlebensmöglichkeit und die Dauer des Überlebens kann man sich bei Tieren, die ein leben lang gefĂŒttert wurden, denken. Sie sterben meist schneller und qualvoller als in den Pelzfarmen.

4. “Antispeziezismus” bindet ein, als Tier Tiere nicht essen zu dĂŒrfen. Dann sind Löwen und Haie zum Beispiel auch “Speziezisten” und gehören somit wohl getötet ?! Oder wann gibts eine “Antispe”-demo gegen Löwen und Haie?

5. Wer nicht auf sein Auto verzichten will, kann kein “Antispeziezist” sein. Denn Erdöl und somit auch Benzin sind ursprĂŒnglich aus “Tierleichen” und Pflanzen entstanden.

6. Die Abschaffung von Pelzwaren ist fĂŒr die Veganer und “Antispe”bewegung erst der Anfang. Wenn man diese Menschen nicht aufhĂ€lt, darf frĂŒher oder spĂ€ter auch auf Hamburger und auf den Rest des ganzen Fleisches verzichten. FĂŒr Veganer und Co. sind wir nĂ€mlich nur “Leichenesser”. Dazu ist “Antivegan” sehr zu empfehlen. Die werden die kranken Gedanken der radikalen und militanten Veganer gut offen gelegt. Unter anderem fordern diese einen “Holocaust” an allen Fleischessern. Solchen Leuten sollte man sich nicht anbiedern. Das macht jedoch die Seite “Media pro Patria” . Diese mobilisiert nĂ€mlich auch zur “Antifaschistischen-Antispedemo”!

Weitere Verweise:
Auf der Seite “Antivegan” wird die militante und mörderische Antiveganerbewegung[sic!] in Deutschland beobachtet. Das Forum ist sehr empfehlenswert, weil es den wahren Wahnsinn dieser Bewegung offenlegt und diese Irren auch gut beobachtet.

Wir verweisen auch hiermit auf Escada.

DIeser Eintrag wurde geschrieben von am November 8, 2008 um 11:05 Uhr vormittags und eingeordnet unter Demokratie, Demos, Deutschland, GRÜNE, Gesellschaft, Gewalt, Judentum, Jugend, Justiz, LINKE, Medien, Muslime, Nachrichten, Religion, Vollpfosten, Wirtschaft, Zivilcourage, linker Antisemitismus. Du kannst den Antworten zu diesem Eintrag mit Hilfe des RSS-2.0-Feeds folgen. Du kannst eine Antwort hinterlassen, oder trackback von deiner eigenen Seite
[/quote]

http://patriotischesforumsueddeutschland.wordpress.com/2008/11/08/nach-thor-steinar-jetzt-escada-antispeziezismusdemo/
Meine Hervorhebungen und Links.

Re: Patridioten: Escada wie Thor Steinar

Autor: Elke Jacobi | Datum:
Das war ja kaum auszuhalten, diese von Fehlern nur so strotzende Polemik.
Selbst ganz besonders arg ins Knie geschossen haben sie sich mit dem Hinweis auf den angeblichen Speziesismus von Löwen und Haien.
Die haben nicht ein Fitzelchen verstanden und prÀsentieren nur ihre Dummheit.
Was tun? Ich schau mir mal die Seite an, glaube aber nicht, dass es hilft, da zu kommentieren. Ist wohl verschwendete LiebesmĂŒh.

Re: Patridioten: Escada wie Thor Steinar

Autor: Elke Jacobi | Datum:
Na, da hat ja eine Leserin schon sehr gut auf den Artikel - und außerdem auf "Hook" (soweit ich mich erinnere ein Aktivist auf der Antiveganseite)- geantwortet.
"Hook" hatte nÀmlich bereits gemerkt, dass dem Autor des Artikels da ein Fehler unterlaufen war ("Antiveganer beobachten die Antiveganer").

Nazis und Hitlers wohin der Blick auch fÀllt

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Wie Hitler, wie Auschwitz, wie der Holocaust

http://www.sueddeutsche.de/politik/846/307796/bilder/?img=0.0


Zitat: Zum Beispiel der Augsburger Bischof Walter Mixa: Der Holocaust sei ein schreckliches Verbrechen, sagte er, aber auch heutzutage wĂŒrden Verbrechen gegen das Leben begangen: So sei die Zahl der sechs Millionen getöteten Juden inzwischen durch die Zahl der Abtreibungen ĂŒberschritten worden.

Zitat: "Ich finde, wenn jemand zehntausend Jobs sichert und Millionen an Steuern zahlt, gegen den darf man keine Pogromstimmung verbreiten", sagte der niedersĂ€chsische MinisterprĂ€sident Christian Wulff (CDU) in der Sendung "Studio Friedman". Der Satz fiel in einem heftigen Wortwechsel am Ende der Sendung, Wulff nahm ihn aber trotz wiederholten Nachfragens von Michel Friedman nicht zurĂŒck.

Zitat: ... hatte Hans-Werner Sinn, der PrÀsident des Ifo-Instituts, die Kritik an Managern mit antisemitischen Verschwörungstheorien verglichen.

"In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach SĂŒndenböcken", sagte der Ökonom Ende Oktober. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 "hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager".

Zitat: Faruk Sen.

Der Vorsitzende des Zentrums fĂŒr TĂŒrkeistudien
verglich unter dem Titel "Die neuen Juden Europas" in der tĂŒrkischen Zeitung Referans die Lage der tĂŒrkischen Migranten in Deutschland mit der Situation der Juden im Dritten Reich.

Zitat: ... kurz darauf Shahid Malik, der erste muslimische StaatssekretĂ€r Großbritanniens.

In einem Fernsehbeitrag zum Jahrestag der Londoner BombenanschlĂ€ge vom 7. Juli 2005 (Bild) beklagt er, die Muslime fĂŒhlten sich zunehmend als "die Juden von Europa".

Zitat: ... FĂŒrst Hans-Adam II. von Liechtenstein die Bundesrepublik im September als "Viertes Reich" bezeichnete. "In den vergangenen zweihundert Jahren haben wir immerhin schon drei Deutsche Reiche ĂŒberlebt, und ich hoffe, wir werden auch noch ein viertes ĂŒberleben", schrieb er in einem Brief an den Direktor des JĂŒdischen Museums in Berlin, Michael Blumenthal.
Zitat: Beliebt sind auch Vergleiche mit Adolf Hitler. Sogar Altbundeskanzler Helmut Schmidt ließ sich vor kurzem dazu hinreißen, den Chef der Linkspartei, Oskar Lafontaine (Bild), zumindest indirekt in eine Reihe mit dem Diktator zu stellen.

Charisma allein mache noch keinen guten Politiker aus, sagte Helmut Schmidt im September in einem Interview. "Auch 'Adolf Nazi' war ein charismatischer Redner. Oskar Lafontaine ist es auch."

Zitat: Vielleicht war das eine spĂ€te Antwort auf einen lang zurĂŒckliegenden Angriff. Lafontaine - damals noch SPD-Mitglied - hatte 1982 in einem Interview gesagt: "Helmut Schmidt spricht weiter von PflichtgefĂŒhl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. Das sind SekundĂ€rtugenden. Ganz prĂ€zise gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben."

Zitat: ... des italienischen MinisterprÀsidenten Berlusconi auch arbeiten können.

Nachem der SPD-Europaparlamentarier [Martin Schulz] im Jahr 2003 den italienischen MinisterprĂ€sidenten fĂŒr dessen Umgang mit Justiz und Medien kritisiert hatte, bot ihm [der italienische MinisterprĂ€sident Silvio] Berlusconi die Rolle als Aufseher in einem KZ-Film an.

Zitat: Die Vorsitzende des Bund der Vertriebenen Erika Steinbach ist ebenfalls schon Opfer von Nazi-Vergleichen geworden. So zeigte sie das Wochenmagazin Wprost als SS-Domina auf [dem] Titelblatt.

Zitat: [Madonna] zeigte zum Start ihrer "Sticky and Sweet"-Tour Ende August Videosequenzen, die den republikanischen US-PrÀsidentschaftskandidaten John McCain in einer Reihe mit Robert Mugabe und Adolf Hitler zeigten.

Zitat: George W. Bush dĂŒrfte kaum zĂ€hlen können, wie oft man ihn in seiner Amtszeit mit Hitler verglichen hat. Die AnwĂŒrfe kamen meist aus radikal-islamischen Kreisen oder von afrikanischen Diktatoren.

Doch auch die damalige Bundesjustizministerin Herta DÀubler-Gmelin soll im September 2002 vor Gewerkschaftern gesagt haben, Bush wolle mit der Irak-Politik von innenpolitischen Problemen ablenken, das habe bereits Hitler so gemacht. SpÀter bestritt sie den beabsichtigten Vergleich beider Politiker, schied aber dennoch aus dem Kabinett aus.

Zitat: Als der damalige Bundesinnenminister [Otto Schily] im MĂ€rz 2005 die radikal-islamische tĂŒrkische Zeitung Vakit in Deutschland verbieten ließ, nahm das Hetzblatt an sieben Tagen in Folge eine Schily-Fotomontage auf den Titel, mal mit Hakenkreuzbinde, mal mit "Heil-Otto"-Spruch, mal mit Hitlerbart.

Zitat: Angela Merkel kann bei Hitler-Vergleichen mit den mĂ€chtigen MĂ€nnern spielend mithalten. Sie sei eine "Rassistin, Faschistin“ und ein "Überbleibsel der Nazis“, sagte zum Beispiel der simbabwische Informationsminister Sikhanyiso Ndlovu ĂŒber Merkel.

In der tĂŒrkischen Presse wurde die Kanzlerin nach VerschĂ€rfung des Zuwanderungsrechts als "zweiter Hitler" bezeichnet, ein iranischer MilitĂ€rsprecher glaubte, die Kanzlerin sehe sich "in kindlichen TrĂ€umen als Adolf Hitler".

Ein polnisches Wochenblatt druckte Merkel schon mit SchnauzbÀrtchen, und Venezuelas StaatsprÀsident Hugo Chåvez verglich Merkel gleich mehrfach mit dem Nazi-Diktator.

Zitat: Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wiederum bemerkte 2006, ChĂĄvez sei "genau wie Adolf Hitler".

Zitat: Auch Tony Blair, britischer Ex-Premier, hat sich wegen seiner Irak-Politik Hitler-Vergleiche anhören mĂŒssen, unter anderem von Simbabwes PrĂ€sident Robert Mugabe, der sich aber auch schon selbst mit Hitler verglichen haben soll.

Der schönste davon aber ist, wie ich finde, dieser:
Zitat: Auch britische BefĂŒrworter der nun verbotenen Fuchsjagd zeigten auf einer Demonstration 2002 eine Blair-Karikatur - mit Seitenscheitel und Schnauzer.


Achim

Re: holocaustvergleich

Autor: Felix le petit | Datum:
Ich denke, dass ein Vergleich in Maßen angebracht ist.
Man sollte nur aufpassen, dass der Holocaust dadurch wirklich nicht verharmlost wird.

Also sollte man keinen Vergleich zwischen z.B. Honigproduktion und dem Holocust ziehen.
Der Holocaust ist und bleibt(?) die traurigste Zeit der Weltgeschichte.

nein, immer noch nicht Vergleich

Autor: martin | Datum:

> Ich denke, dass ein Vergleich in Maßen angebracht ist.
> Man sollte nur aufpassen, dass der Holocaust dadurch wirklich
> nicht verharmlost wird.

Ich finde einen Vergleich ungerechtfertigt. Sinnvoll sind nur Analogien.
http://tierrechtsforen.de/gleichsetzung
http://maqi.de/glossar/analogie

> Also sollte man keinen Vergleich zwischen z.B.
> Honigproduktion und dem Holocust ziehen.

Allerdings, lediglich Analogien.

> Der Holocaust ist und bleibt(?) die traurigste Zeit der
> Weltgeschichte.

Historische Ereignisse mit Begriffen wir "traurig" zu klassifizieren ist eine recht subjektive Geschichtsauffassung.
Daß dieser der heutigen systematischen Ermordung von Milliarden nicht-menschlichen Leben quantitativ in nichts nachsteht, dĂŒrfte aber offensichtlich sein (Vorsicht Analogie!).

O tempora, o mores

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> > Der Holocaust ist und bleibt(?) die traurigste Zeit der
> > Weltgeschichte.
>
> Historische Ereignisse mit Begriffen wir "traurig" zu
> klassifizieren ist eine recht subjektive Geschichtsauffassung.

Ich könnte mir vorstellen, daß auch die Millionen "Hexen", die die Christen im Lauf der Geschichte verbrannten, die Guanchen (Opfer eines katholischen Genozids, im Gegensatz zum Nazi-Genozid "erfolgreich"), die von Kreuzrittern Ermordeten uva. ihre "Zeit" nicht wirklich lustig fanden.

Achim

Fleischer wie Prostituierte

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Eine interessante Analogie - diesmal ohne KZ - hat der Anwalt auf Lager, der ZuhÀlter Vertrat, die sich Prostituierte vom Arbeitsamt vermitteln lassen wollten.

Zitat: Prostitution
Arbeitsagentur muss nicht ranschaffen
von Joachim F. Tornau

Rotes Licht fĂŒr das Rotlichtgewerbe: Die Arbeitsagentur muss auch kĂŒnftig keine arbeitslosen Frauen in Bordelle vermitteln. "Ein aktives Fördern der Prostitution durch TrĂ€ger öffentlicher Gewalt lĂ€sst sich nicht mit der Wertordnung des Grundgesetzes vereinbaren", befand am Mittwoch das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel. Und deshalb dĂŒrfe die Bundesagentur fĂŒr Arbeit Anfragen aus dem Ă€ltesten Gewerbe der Welt grundsĂ€tzlich ablehnen.

Geklagt hatte der Inhaber zweier Bordelle in Speyer und Karlsruhe, der das Personal seiner "Verwöhnoasen" (so die Selbstdarstellung) von selbststÀndigen Unternehmerinnen auf sozialversicherungspflichtig BeschÀftigte umstellen wollte. Er bat darum die Arbeitsagentur, ihm bei der Suche nach geeigneten Prostituierten aus Deutschland und der EuropÀischen Union zu helfen.

Ob den arbeitslosen Frauen Sanktionen drohen sollten, falls sie das horizontale Jobangebot nicht annehmen, ĂŒberließ KlĂ€geranwalt Erich-Wolfgang Moersch der Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA).

Die Vermittlung aber dĂŒrfe die BA nicht einfach verweigern, meinte der Jurist und verwies auf das seit 2002 geltende Prostitutionsgesetz, das Sexarbeiterinnen unter anderem den Weg in die gesetzliche Kranken-, Renten und Arbeitslosenversicherung eröffnete. "Wenn sie BeitrĂ€ge zur Sozialversicherung zahlen, gibt es keinen Grund, ihnen die Vermittlung vorzuenthalten", sagte der Anwalt.

Vermitteln oder fördern?

BSG-VizeprÀsidentin Ruth Wetzel-Steinwedel sah das wie die BA anders: "Aus dem Prostitutionsgesetz lÀsst sich nicht entnehmen, dass es sich die Förderung der Prostitution zum Ziel gesetzt hat."

Und BA-Jurist Rainer Krappmann fĂŒrchtete die Konsequenzen, wenn seine Behörde Arbeiten im Sexgewerbe kĂŒnftig wie jede andere TĂ€tigkeit auch behandeln mĂŒsste: "Dann mĂŒsste ich in diesem Bereich auch weiterbilden." Außerdem sei es jungen oder feinfĂŒhligen Jobvermittlern nicht zuzumuten, sich mit dem Rotlichtmilieu abzugeben.

"Mit diesem Argument", konterte KlÀgeranwalt Moersch, "könnten sie aber auch sagen: Wir vermitteln keine Fleischer, weil wir Vegetarier in der Belegschaft haben."

07. Mai 2009 http://www.fr-online.de/in_und_ausland/panorama/1745214_Prostitution-Arbeitsagentur-muss-nicht-ranschaffen.html?sid=4eccaf36d0eb1533262aeb7a1b711012


Also ich fĂ€nde als Prostituierter eine solche Analogie ziemlich diffamieren (wenn ich nicht wĂŒĂŸte, was eine Analogie ist, sondern annĂ€hme, aus a1:b1=a2:b2 folge a1=a2).

Achim

2+2=4, aber 4!=2+2

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> ziemlich diffamieren (wenn ich nicht wĂŒĂŸte, was eine Analogie
> ist, sondern annÀhme, aus a1:b1=a2:b2 folge a1=a2).

Apropos, die mathematische Ignoranz gipfelt ja gern darin, daß Leute zwar sagen, daß zwei plus zwei vier ist, aber wehe, jemand weist darauf hin, daß vier zwei plus zwei ist.

Soll heißen, Beschreibungen, daß Menschen eingefercht/geschlagen,/abgeschlachtet etc. werden "wie [nichtmenschliche Tiere]" (auch "zusammengetrieben wie Vieh", "sterben wie die Fliegen", "wie ein getretener Hund" usw.) sind an der Tagesordnung, aber wehe, jemand dreht - mathematisch korrekt - die Gleichung um.

Achim

Nazi-WaschbĂ€ren und Nazi-KĂŒhe

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Siegeszug der "Nazi-Kuh"

Rinder-Wahnsinn im Königreich

23.04.2009, 12:53

Von Kathrin Haimerl

Der liebste Feind der Briten sorgt wieder fĂŒr Aufregung: Nach einem drohenden Angriff von Nazi-WaschbĂ€ren fĂŒrchtet sich das Königreich nun vor der Invasion der Nazi-KĂŒhe.

Die Briten lieben ihre Traditionen. Dazu gehört es etwa, jedes Jahr bei der "Last Night of the Proms" in der Royal Albert Hall in London FĂ€hnchen schwenkend der Tage des Empire zu gedenken und mit stolzgeschwellter Brust "Rule Britannia" zu singen. Dabei blicken die Briten schon fast wehmĂŒtig auf die Zeiten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zurĂŒck, in denen sie zu den triumphierenden SiegermĂ€chten gehörten.

Seither leiden die Briten an einem kollektiven Verfolgungswahn: Sie befĂŒrchten, dass Hitlers Horden es posthum irgendwie doch noch schaffen könnten, die Insel einzunehmen. Deshalb jagt den Inselbewohnern auch mehr als 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs das Wort Nazi einen Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Und die Londoner RevolverblĂ€tter wissen, diese etwas andere "German Angst" ihrer Leser gekonnt zu bedienen.

2005 etwa witterte die Sun einen "pelzigen Blitzkrieg": WaschbĂ€ren seien auf dem Vormarsch in Richtung Großbritannien - man sah die putzigen Tierchen schon, wie sie mit Stahlhelmen im Stechschritt wie kleine Gremlins durch Frankreich, Belgien, Holland und DĂ€nemark marschieren. Immer das Ziel im Blick: die Insel. Nur noch der Kanal wĂŒrde die Heimat vor den Horden bewahren. Die Tiere drĂ€ngten in neue Territorien vor, schreibt die Sun. "Just like the Nazis did." Da war er wieder, der Nazi-Vergleich.

Seither geistern die "Nazi Racoons" durch die Weltpresse. Der Name beruht auf einem GerĂŒcht, das sich hartnĂ€ckig hĂ€lt: Hermann Göring persönlich soll die Ansiedlung von WaschbĂ€ren am nordhessischen Edersee angeordnet haben. Angeblich war der Reichsmarschall und passionierte JĂ€ger auf der Suche nach neuem Futter fĂŒr seine Waffe.

Nun jagt den Briten ein sehr viel wuchtigeres Tier Angst ein: die Nazi-Kuh. Der britische Farmer Derek Gow aus dem Dorf Broadwoodwidger im SĂŒdwesten Englands sagt: "Dieses verrĂŒckte Tier ist ziemlich gefĂ€hrlich und hat mich ein paar Mal angegriffen."

Die lokale Presse beĂ€ugte argwöhnisch das Eindringen der feindlichen Kuh in die idyllische Landschaft von Devon: "Zum ersten Mal kann man beobachten, wie eine ZĂŒchtung der Nazis friedlich auf einer Farm in SĂŒdwestengland grast." Den Schuldigen, der die Spezies in England eingefĂŒhrt hat, hat die britische Presse schnell ausgemacht. Es ist der Farmer Derek Gow, der sich nun ĂŒber die AggressivitĂ€t der Tiere beklagt. Er hat die Rinder erst kĂŒrzlich in Belgien erworben.

Die Rinder sollen angeblich die Nachfahren einer Herde aus einem Nazi-Experiment sein. Wieder steckt Hermann Göring dahinter. Der wollte eine urzeitliche Tierwelt neu zum Leben erwecken. Die Zoologen Heinz und Lutz Heck nahmen sich jedoch bereits in den 1920er Jahren der Aufgabe an, den im 17. Jahrhundert ausgestorbenen Auerochsen (Bos primigenius primigenius) nachzuzĂŒchten - als Erinnerung an eine Zeit, bevor Europa von "rassisch degenerierten" Tieren bevölkert wurde. "Die Nazis wollten mit den Tieren die alten Legenden der Germanen wieder aufleben lassen", erklĂ€rt Farmer Gow der britischen Presse.

Die BrĂŒder nahmen primitivste RinderzĂŒchtungen, in dem Glauben, dass sie mittels der sogenannten AbbildzĂŒchtung den Auerochsen - auch Ur genannt - auferstehen lassen könnten. Heinz Heck kreuzte Schottische Hochlandrinder mit Tieren aus Korsika, Ungarn und Spanien. Das Ergebnis ist höchst umstritten. Die meisten Genetiker vertreten heute die Auffassung, dass es unmöglich ist, eine ausgestorbene Spezies nachzuzĂŒchten.

Die Heckrinder bevölkerten im Dritten Reich die Zoos von Berlin und MĂŒnchen. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden viele der Tiere getötet. Doch einige ĂŒberlebten. Und Nachfahren dieser Tiere grasen heute in Devon. Im Herzen Englands.

Derek Gow wehrt sich nun in der britischen Presse gegen den Vorwurf, die Nazi-Zucht ins Land eingefĂŒhrt zu haben: "Heckrinder zu besitzen ist auch nicht unanstĂ€ndiger als Volkswagen zu fahren", sagte er dem Independent. Wenn das den RevolverblĂ€ttern nicht Anlass zu neuen Invasionstheorien aus Deutschland gibt.
(sueddeutsche.de/lala)

http://www.sueddeutsche.de/panorama/490/466075/text/ (meine Hervorhebungen)

Steuergelder sind wie Gelbwurst

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Diesmal kein Nazis, aber Politiker:Steuergelder = Metzger:Gelbwurst
Zitat: Die AbwrackprÀmie wird bejubelt wie Freibier. Doch droht auch hier der Kater nach dem Rausch. Die PrÀmie ist nur auf den ersten Blick ein Erfolg. Es hÀufen sich vielmehr Probleme, die die Politik damit anrichtet, dass sie Steuergeld verteilt wie der Metzger die Gelbwurst an Kinder.

http://www.stern.de/politik/deutschland/:Weimers-Woche-Schluss-Abwrackpolitik/659326.html?nl=T%E4glich07.05.2009


Achim

Krematorien und KZ-ZĂŒge im Film

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat:
"KRIEG DER WELTEN"
Das Grauen schauen

[...] SpĂ€ter - Ray und seine Kinder sind lĂ€ngst aus der Stadt geflohen - donnert ein Zug durchs Bild, aus dessen Fenster Flammen schlagen: ein fahrendes Krematorium, zugleich intakte Maschine und tödliche Falle fĂŒr die Eingeschlossenen. Noch nie hat das Kino eine derartige Todesikonografie gewagt: Die brennenden BĂŒros der ZwillingstĂŒrme sind in ihr ebenso enthalten wie die TransportzĂŒge in die KZ.

Kein Zweifel: "Krieg der Welten" bebildert einen Genozid, auch wenn der Film vordergrĂŒndig einer Art verknappter Western-Dramaturgie folgt. Die Helden bilden einen Mini-Treck, der sich durch Feindesland schlagen muss, um sich in Sicherheit zu bringen. Dass es die angesichts einer allgegenwĂ€rtigen Vernichtungsmacht nicht geben kann, lĂ€sst in der Folge die ganze Welt auf ein GefĂ€ngnis zusammenschnurren.

Filmkritik "Krieg der Welten" 29.06.2005
http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,362796,00.html

Gegen Drogenwahn vorgehen ist wie Hexen- und Judenverfolgung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:

http://hanfverband.de/cannabis-blog/archives/84-DHV-holt-Hanf-Kaefer-nach-Berlin.html
Zitat: Vorgestern verfolgten sie Hexen, gestern Juden, heute verfolgen sie Cannabiskonsumenten und morgen wollen sie wieder nur ihre "heilige Pflicht" getan haben.


Passend zum Thema gibt es in israle eine neue Kiffer-HolocaustĂŒberlebenden-Allianz-Partei:
Zitat: Ungewöhnlicher könnte diese Koalition wohl kaum sein: Holocaust-Überlebende und Protagonisten fĂŒr die Legalisierung von Cannabis haben sich in einer gemeinsamen Liste fĂŒr die Parlamentswahl in Israel am 10. Februar zusammengeschlossen. Die neue Partei wurde Ende Januar in einem unterirdischen Nachtclub im SĂŒden von Tel Aviv aus der Taufe gehoben. Sie hofft nun, die relativ niedrige Zwei-Prozent-HĂŒrde fĂŒr den Einzug in die Knesset ĂŒberwinden zu können. [...]
Die Partei GrĂŒnes Blatt (Ale Jarok) ist schon drei Mal angetreten, um die Freigabe von Haschisch und Marihuana sowie mehr Rechte fĂŒr Homosexuelle einzufordern. Ins Parlament schaffte sie es bislang nicht. Nach der letzten Wahl spaltete sich die Partei, und die Splittergruppe erweiterte ihr Programm jetzt um die Forderung nach grĂ¶ĂŸerer finanzieller UnterstĂŒtzung fĂŒr Holocaust-Überlebende. [...]
Die neue Vereinigung nennt sich Erwachsenes GrĂŒnes Blatt, um ihre generationsĂŒbergreifende Position zu verdeutlichen. Der 74-jĂ€hrige Jaakov Kfir, der als Kind in Jugoslawien den Holocaust ĂŒberlebte, begrĂŒĂŸt die Bereitschaft der meist jungen Parteimitglieder, sich fĂŒr die Belange seiner rund 350.000 Leidensgenossen einzusetzen. Cannabis hat er selbst noch nicht geraucht, sagt Kfir, der auf Platz zwei der Kandidatenliste steht. Er wolle es aber unbedingt mal ausprobieren - «aber erst, wenn es legal ist».

Der 29-jĂ€hrige Parteichef und Listenerste Ohad Schem-Tov verweist auf die medizinischen QualitĂ€ten von Cannabis, das schon manchem Krebspatienten das Leben erleichtert habe. Dies schaffe eine Verbindung zu den Holocaust-Überlebenden, die zumeist alt und krank seien. Und noch etwas ist fĂŒr den Haschisch-Raucher entscheidend: «Sie wissen, was fĂŒr ein GefĂŒhl das ist, wenn man ohne jeglichen Grund verfolgt wird. Deshalb können sie sich mit uns identifizieren.»

Distanziert hat sich die Partei von der Werbekampagne ihrer einstigen Mutterorganisation GrĂŒnes Blatt. Deren Parteichef Gil Kopatsch, ein bekannter Komiker, ließ sich filmen, wie er auf dem Grab von David Ben-Gurion einen Joint drehte und rauchte. Das fanden sowohl die Erben des israelischen StaatsgrĂŒnders als auch das Erwachsene GrĂŒne Blatt geschmacklos. Man wolle sich den WĂ€hlern als ernstzunehmende Partei prĂ€sentieren, betont Michelle Levine, Nummer drei auf der Kandidatenliste: «NatĂŒrlich ist die Legalisierungsfrage fĂŒr uns Ă€ußerst wichtig, aber die Belange der Holocaust-Überlebenden sind zurzeit noch dringlicher.» (Von Aron Heller/AP)

Allianz von Kiffern und Holocaust-Überlebenden
05. Feb 2009 http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1268297.html

Richard Dawkins: Kreationisten sind wie Holocaustleugner

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: 01. September 2009, 18:52
Dawkins vergleicht Kreationisten mit Holocaustleugnern

Der 68-jĂ€hrige atheistische Autor („Der Gotteswahn“) beklagt in seinem neuen Werk den Einfluss der Kreationisten und hofft, dass die Theologen den Schöpfungsglauben bekĂ€mpfen

Oxford (kath.net/idea) Evolutionskritiker stellt der Oxforder Biologe Prof. Richard Dawkins auf eine Stufe mit Holocaustleugnern. Beide bestritten wissenschaftliche bzw. historische Tatsachen, schreibt er in seinem neuen Buch „The Greatest Show on Earth“ (Die grĂ¶ĂŸte Show auf Erden), das am 3. September erscheint. [...]

Deshalb bezeichne er diese Menschen als „Geschichtsleugner“. Eine kreationistische Lobby setze Naturwissenschaftler und Biologielehrer unter Druck. Diese mĂŒssten ihre Zeit damit vergeuden, die Evolution stĂ€ndig gegen Angriffe etwa von Eltern und ihren einer GehirnwĂ€sche unterzogenen Kindern zu verteidigen. Sie wĂŒrden bedroht und fĂŒrchteten bisweilen um ihre ArbeitsplĂ€tze.

http://www.kath.net/detail.php?id=23788

HIV-Infizierte sind wie Hitler

Autor: martin | Datum:
Zitat: Nazis und nacktes Frauenfleisch ziehen immer

Die neue Aids-Kampagne des Vereins Regenbogen e.V. ist diskriminierend, sexistisch und antiaufklÀrerisch.

Nazis und nacktes Frauenfleisch ziehen immer - das haben sich wohl die Macher der neuen Anti-Aids-Kampagne des Vereins Regenbogen e.V. gedacht, die derzeit fĂŒr Aufregung sorgt. In dem Video, das bald im Fernsehen und im Kino ausgestrahlt werden soll, sieht man ein Paar beim Sex. Augenverdrehen, nackte Hintern in Aktion, Zunge rausstrecken - alles dabei. Erst am Ende wird deutlich, wer den mĂ€nnlichen Part der Performance hinlegt - niemand anders als Adolf Hitler. Die Botschaft: "Aids ist ein Massenmörder". Wow, ein Schockeffekt erster GĂŒte.

Da fragt man sich doch als erstes, warum der Frau nicht frĂŒher aufgefallen ist, wen sie sich da an Land gezogen hat. Gut, es kann schon mal spĂ€t werden (2:33 Uhr!), und vielleicht ist man bei der Auswahl des Sexualpartners nicht immer ganz nĂŒchtern - aber einen hĂ€sslichen Toten abzuschleppen, das ist doch eher ungewöhnlich. Selbst im schummrigsten DĂ€mmerlicht könnte man doch vielleicht einmal einen Blick ins Gesicht riskieren. Und dann: Schnauzbart! Obacht, Finger weg!

Auch die anderen Protagonisten der Kampagne sind nĂ€mlich bĂ€rtig und höchstens was fĂŒr Nekrophile: Josef Stalin und Saddam Hussein. Die Plakate zeigen sie in ziemlich schlechten Montagen beim Frauenbegrabschen.

Doch einmal abgesehen von diesen Ă€sthetischen Vorbehalten sprechen auch eine Menge anderer GrĂŒnde gegen die Spots und Plakate. Sie sind diskriminierend, antiaufklĂ€rerisch und sexistisch. HIV-Infizierte werden mit Massenmördern gleichgesetzt - das lĂ€uft allen Anstrengungen zuwider, die Stigmatisierung der Krankheit und der Betroffenen zu bekĂ€mpfen. Die Deutsche Aidshilfe prĂŒft deshalb mittlerweile sogar rechtliche Schritte gegen den Spot. Er verhöhne außerdem die Opfer der Diktatoren, so die Meinung der Aidshilfe.

Es dĂŒrfte wohl die erste Kampagne sein, die völlig ohne einen Hinweis auf Kondome auskommt. Einzig "SchĂŒtz dich", heißt es am Ende. Aids holt man sich beim unverbindlichen Sex mit Fremden, und von der Ansteckung sind vor allem Frauen betroffen - auch dies eine falsche und gefĂ€hrliche Botschaft.

Der Spot und die Plakate sind sexistisch, sie arbeiten mit den billigsten Geschlechterklischees. Die Frauen sind dĂ€mliche Opfer, sehen auf den Plakaten aus wie Pornodarstellerinnen und werden als Hingucker inszeniert. Der Mann ist der böse, lĂŒsterne TĂ€ter.

Es mag sein, dass die GemĂŒse-mit-Kondom-Kampagne, wie wir sie in den letzten Jahren zur GenĂŒge gesehen haben, keinen mehr aufrĂŒttelt, und Aids im öffentlichen Gefahrenbewusstsein nicht an erster Stelle steht. Doch da sind intelligente Lösungen gefragt. Menschenverachtung fĂŒr den guten Zweck kann es jedenfalls nicht sein.

Das Video wurde mittlerweile von der Plattform Youtube entfernt, aufgrund eines "Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen". Zu sehen ist es aber weiterhin auf der Website der Kampagne: http://www.aiem.de/typo3/index.php?id=aids_kampagne
(Tagesspiegel, 09.09.09)

Kritik an religiösem Wahn ist wie KZs

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Aber ihr Protest gegen angeblich anti-religiöse Hetze der israelischen Mehrheit hÀtte kaum provokanter ausfallen können. Auf offenem Laster wurden rund zwanzig Kinder, gekleidet in KZ-Uniformen mit angeheftetem gelben Davidstern, herangekarrt.

Einige hatten die Organisatoren gar so ausstaffiert wie den Jungen aus dem Warschauer Ghetto, dessen Bild zum Symbol der Judenverfolgung unter dem Terrorregime der Nazis geworden ist. Mit Ă€ngstlichem Blick, die HĂ€nde erhoben, mussten die Kleinen auf der Kundgebung posieren. FĂŒr die „GottesfĂŒrchtigen“, auf HebrĂ€isch Haredim genannt, Ausdruck dafĂŒr, dass sie sich im JĂŒdischen Staat angefeindet fĂŒhlen. [...]

Nicht zum ersten Mal haben Demonstranten in Israel den Holocaust fĂŒr politische Zwecke missbraucht. Bei der ZwangsrĂ€umung Gazas 2005 zogen radikale Siedler gestreifte KZ-Hemden an, um Assoziationen an das dunkelste Kapitel jĂŒdischen Leidens wachzurufen. Auch israelische Polizisten werden bei ZusammenstĂ¶ĂŸen mit den Ultraorthodoxen immer wieder als Nazis beschimpft. Doch seit den jĂŒngsten VorfĂ€llen wie dem Anspucken eines achtjĂ€hrigen MĂ€dchens aus Beit Schemesch, dessen Kleidung frommen Eiferern nicht zĂŒchtig genug erschien, reicht es vielen sĂ€kularen wie auch religiösen Israelis.

Die Proteste am Samstag löste allerdings ein anderer Fall aus. Die Haredim gingen auf die Barrikaden, weil Schmuel Weissfisch, ein junger Mann aus ihrer Mitte, fĂŒr zwei Jahre ins GefĂ€ngnis soll. Er hatte einen Elektronikladen demoliert, der Musikspieler verkaufte – eine Versuchung frommer Seelen aus ultraorthodoxer Sicht. Gegen solche Verfolgung durch die Zionisten mĂŒsse man sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen, rechtfertigte Mordechai Hirsch, ein FĂŒhrer einer der extremsten Haredim-Sekten, die Aktion.[...]



"Orthodoxe Juden provozieren mit NS-Symbolen" http://www.fr-online.de/politik/israel-orthodoxe-juden-provozieren-mit-ns-symbolen,1472596,11375916.html

Hakenkreuz-Merkel

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Merkel mit Hakenkreuzen in einer griechischen Zeitung:

Und auf einem Plakat:

€ statt Swastika:

Die liberal-konservative Zeitung "Najwyzszy Czas" zeigt 2007 Merkel als Chaplin-Lookalike (oder so):

Achim

holocaustvergleich [Opferzahlen]

Autor: Hannes Benne | Datum:
Die Gruppe Vegan:UK stellt im Banner ihrer Facebookgruppe die Anzahl aller Opfer von Kriegen und Völkermorden sowie die Anzahl der Opfer des Tierhaltungssektors gegenĂŒber.

holocaustvergleich [Hitler und Mario Barth]

Autor: Hannes Benne | Datum:
Der Kabarettist Nico Semsrott beim Poetry Slam in Halle:

Zitat:
"In der Geschichte des Berliner Olympiastadions haben erst zwei Komiker das gesamte Stadion ausverkauft gemacht. Mario Barth und Adolf Hitler. Ich weiß, es ist nen heikler Vergleich. Wer wird schon gerne in einem Atemzug mit Mario Barth genannt?

http://www.youtube.com/watch?v=7Zj26Da414I

HĂŒhner in ihren ĂŒberfĂŒllten KĂ€figen [...] das ist ein KZ

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
In einem Artikel des eher konservativen "deutsch-israelischen Onlinemagazins" haOlam heißt es:

Zitat: Haolam: Eine Vielzahl jĂŒdischer Persönlichkeiten haben ihr Leben der Verteidigung von Tierrechten gewidmet. Wenn man ihre Motivationen nachliest, stĂ¶ĂŸt man auch immer wieder auf deren Erfahrungen im Holocaust oder als Kinder HolocaustĂŒberlebender. Ein Beispiel ist der Novellenschreiber und NobelpreistrĂ€ger Isaac Bashevis Singer, der in "The Letter Writer" den Protagonisten sagen lĂ€sst: "FĂŒr die Tiere sind alle Menschen Nazis; fĂŒr sie ist es ein ewiges Treblinka." FĂŒr uns als Deutsche ist dieser Satz schwer zu akzeptieren. Man könnte ihn dahingehend missverstehen, dass Juden mit Tieren gleichgesetzt wĂŒrden, obwohl es eigentlich um das persönliche Leiden geht. Fakt ist jedoch, dass die Erfahrung als "untermenschlich" behandelt zu werden, einige Überlebende der Shoah dazu gefĂŒhrt hat, eine Art "Röntgenblick" fĂŒr Grausamkeit gegen Tiere zu entwickeln. Wo andere ein saftiges Steak sehen, hören sie die Todesschreie. Wo andere sich ĂŒber das Leiden der Tiere in den Tötungsfabriken, in denen die Gesellschaft ihr GeschĂ€ft der "Fleischproduktion" verrichten lĂ€sst, keine Gedanken machen möchten, haben diese Menschen ein Bewusstsein und MitgefĂŒhl fĂŒr jene entwickelt, die als unter den Menschen stehend behandelt werden. Glauben Sie, dass einige der GrĂŒnder von Amirim durch die Verbrechen an den Juden in Deutschland und Europa motiviert wurden?


Dr. Anva Ohn-bar: Meine Kinder reagieren wĂŒtend, wenn jemand Tiere fĂŒr Pelze, Schuhe, Taschen u.s.w. benutzt. Sie sind gegen den Missbrauch von Tieren. An den Holocaust denken Sie daran allerdings nicht. Sie könnten nichteinmal eine Fliege oder sogar einen Skorpion töten. Mein Großvater hat uns beigebracht, eine Tasse ĂŒber das Insekt zu stĂŒlpen und ein StĂŒck Papier drunterzuschieben, um es unverletzt ins Freie zu tragen, weil jedes Lebewesen das Recht hat zu leben. So haben auch wir unsere Kinder erzogen. Doch vielleicht ist der Holocaust auch ein Grund gewesen. Wann immer wir HĂŒhner in ihren ĂŒberfĂŒllten KĂ€figen sehen oder auf einem Lastwagen: halbtote Körper ĂŒbereinandergestapelt auf dem Weg zum Schlachthof, sagen wir: das ist ein KZ. Die Assoziation ist da, stĂ€ndig.


Übrigens spiele ich in einer Theatergruppe mit: "The Secrets of Sound". Das Hauptziel der Gruppe ist es, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Es ist reines Bewegungstheater - niemand spricht, so daß es keiner Übersetzung bedarf. Wir sind bereits in Lettland und RumĂ€nien aufgetreten, bei internationalen Theaterfestivals, in Yad Vashem und und auf Gedenkveranstaltungen in ganz Israel.


Amirim, Israel: Das erste vegane Dorf der Welt
(meine Hervorhebungen)
http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=9364

Toleranzforderer

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:


Zitat: When you say "It's okay if you want to be vegan, but you should respect my right to eat meat." You sound like [...] "It's okay if you don't want to be kill Jews, but you should respect my right to" [...]

Verbot der Körperverletzung aus religiösem Wahn wÀre Schoah gleichzusetzen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Beschneidungsdebatte: Harte Worte von Muzicant

FĂŒr Ariel Muzicant kĂ€me ein Beschneidungsverbot dem „Versuch einer neuerlichen Schoah mit geistigen Mitteln“ gleich.

Die bisher hĂ€rtesten Worte in der von Deutschland nach Österreich ĂŒbergeschwappten Beschneidungsdebatte findet der ehemalige PrĂ€sident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKGW), Ariel Muzicant. Das Verbot der rituellen Beschneidung von Buben „wĂ€re dem Versuch einer neuerlichen Schoah, einer Vernichtung des jĂŒdischen Volkes, gleichzusetzen - nur diesmal mit geistigen Mitteln“, so Muzicant in der „Kleinen Zeitung“ (Donnerstag-Ausgabe). [...]

Juristen und Mediziner vorsichtig

Auf Seiten der Juristen und Mediziner scheint man aber nicht gĂ€nzlich von der Harmlosigkeit des Eingriffes ĂŒberzeugt zu sein. Der Kammeramtsdirektor der Ärztekammer Steiermark, Dieter MĂŒller, Ă€ußert Bedenken, „ob durch die Beschneidung von Buben aus religiösen GrĂŒnden deren Wohl gefördert wird“. In dem am Freitag erscheinenden Monatsmagazin der steirischen Ärztekammer, „Ärzte Steiermark“, empfiehlt der Jurist Medizinern, die den Eingriff vornehmen, eine „pflegeschaftsgerichtliche Bewilligung“ einzufordern. [...]


http://religion.orf.at/stories/2543015/

Veggietag ist wie Nazi-Eintopftag

Autor: Hannes Benne | Datum:
Zitat: Rede vor Senioren-UnionRickfelder vergleicht Veggie-Day mit Eintopftag der Nazis

HILTRUP Der designierte Chef der CDU MĂŒnster, Josef Rickfelder, hat bei einer Rede vor der Hiltruper Senioren-Union schwere GeschĂŒtze gegen den "vegetarischen Donnerstag" aufgefahren. Rickfelder verglich den 2011 vom Stadtrat eingefĂŒhrten Veggie-Day mit einem Nazi-Aktionstag.

http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/mss/Rickfelder-vergleicht-Veggie-Day-mit-Eintopftag-der-Nazis;art2563,1876721

Der Eintopfsonntag

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Dank Rickfelder musste ichbziemlich lang suchen, bis etwas kam, das sich nicht auf ihn bezog, aber ich wollte wissen, was es damit auf sich hat:

Zitat: Der Eintopfsonntag

Zugunsten des kurz zuvor gegrĂŒndeten Winterhilfswerks (WHW) fand am 1. Oktober 1933 der erste so genannte Eintopfsonntag im Deutschen Reich statt. WĂ€hrend des NS-Regimes wiederholte er sich jeweils am ersten Sonntag der Monate Oktober bis MĂ€rz. Die Bevölkerung und die Restaurants waren auf Anordnung der Reichsregierung verpflichtet, nur einfache Eintopfgerichte zu verzehren bzw. anzubieten, deren Preis pro Kopf eine halbe Reichsmark nicht ĂŒberschreiten sollte. Der Differenzbetrag zum höheren Preis einer gewohnten Sonntagsmahlzeit sollte dem WHW gespendet werden.

Mitarbeiter der NS-Volkswohlfahrt (NSV) nahmen die Spenden in den Haushalten entgegen, die zu verweigern sich kaum jemand getraute. Die Haussammlung erbrachte im Winter 1935/36 ĂŒber 31 Millionen Reichsmark. Allein in Berlin sammelten im Oktober 1935 rund 75.000 Helfer 375.000 Reichsmark fĂŒr das WHW.

An den "Eintopfsonntagen" veranstaltete die NSV in grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten Gemeinschaftsessen auf öffentlichen PlĂ€tzen. Diese dienten nicht allein dazu, Ă€rmeren Bevölkerungsschichten zu einer billigen warmen Mahlzeit zu verhelfen. Zugegen waren auch stets ReprĂ€sentanten der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), um die Bedeutung der "Eintopfsonntage" zu unterstreichen. Die solidarische Volksgemeinschaft sollte im Sinne eines "Sozialismus der Tat" gefördert werden. Auch Adolf Hitler nutzte die VolkstĂŒmlichkeit der Hausmannskost, um durch sein öffentliches Eintopfessen eine scheinbare Gleichsetzung von "Volk und FĂŒhrer" zu demonstrieren.
http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/eintopf/index.html

Achim

Diese verharmlosende Form von Nazi, die nichts mehr mit Nationalsozialismus zu t

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Rayk Oscuro Ich lese keine maqi-Links, die Seite gehört irgend'nem egozentrischen Nazi.

Zitat: Achim StĂ¶ĂŸer [...] Die Seite gehört Maqi, Domaineigner bin ich. Demnach bin ich also ein egozentrischer Nazi?

Zitat: Rayk Oscuro Du verhĂ€ltst Dich gerne mal wie einer. Du weißt schon, diese verharmlosende Form von Nazi, die nichts mehr mit Nationalsozialismus zu tun hat, aber eine Ă€hnliche Ausstrahlung an den Tag legt. Wie "Grammar Nazis".


https://www.facebook.com/jh72de/posts/10201367374845912?comment_id=65811352&offset=0&total_comments=11&ref=notif¬if_t=share_reply

Regenbogenflagge wie Hakenkreuzflagge

Autor: Angry Bird | Datum:
Zitat:
'Adolph Hitler All Over Again': NC GOP Leaders Compare Town Flying Gay Flag To Naziism

On Friday, after same-sex marriage became legal in North Carolina, local Republican politicians posted the above image to Facebook and compared flying the gay flag to Naziism.

On Friday, the City Council of Asheville voted unanimously to fly the gay flag over city hall to celebrate marriage equality coming to North Carolina.

In response, two local Republican leaders posted an image of the gay flag flying on city hall and merged it with a poorly photoshopped image of the Nazi flag on city hall.

Former city councilman Carl Mumpower and former Buncombe County GOP chairman Chad Nesbitt are comparing the city council's decision to fly the gay flag to something the Nazis would have done.

"I am equating their methods with the Nazi movement," Mumpower said, according to the Asheville Citizen-Times. "They are indifferent to the rule of law and indifferent to the vote of the people. And that's Adolph [sic] Hitler all over again in a different disguise."

Mumpower and Nesbitt claim the city council violated an open-meetings rule by making the decision to fly the flag, and called it "fascism" in a statement.



“That’s a form or government characterized by ‘oppressive, dictatorial control’ – as Christians, we feel that our values are being ignored and oppressed by a dictatorial minority.”

"The gentleman who once ran Germany and much of the rest of the world into the ground and challenged our ‘Greatest Generation’ would recognize and applaud this model coming out of the ‘Me Generation’ – we shouldn’t."

On Friday, two dozen people led by the Republican anti-gay pair held up a Christian flag outside city hall in protest.
http://www.thenewcivilrightsmovement.com/davidbadash/_adolph_hitler_all_over_again_nc_gop_leaders_compare_town_flying_gay_flag_to_naziism

Re: holocaustvergleich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Zitat: Awkward Moments Children's Bible

ONE STAR REVIEW: I'm thinking that Shannon will not be gifting our books to friends this year for Christmas...

Apparently only books written by Christians are worthy of Shannon's praise? Much like you don't have to be a Nazi to discuss Hitler, you don't have to be a Christian to discuss the Bible. To quote Shannon's last words, "Get real." https://www.facebook.com/AwkwardBible/posts/954346844579412

bezieht sich auf einen christlichen Konnentar eben jenem Buch (Awkward Moments, nicht "die Bibel") bei Amazon. Meine Hervorhebung.

Achim

Kindheit als KZ

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Wie der Titel ("Meine Mutter, die Sau") zeigt, ist der Autor offensichtlich kein Antispeziesist:
Zitat: Das Ă€ndert aber nichts daran, dass ich meine Kindheit als KZ betrachte: Ich war unberechenbarer, grenzenloser und völlig willkĂŒrlicher Gewalt ausgesetzt.
http://www.sueddeutsche.de/leben/kindesmisshandlung-meine-mutter-die-sau-1.2468806-2

Achim

Biblischer Holocaust

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Da "Holocaust" ein theistischer Terminus ist, vermeide ich ihn (außer allenfalls in Metadiskussionen). In "der Bibel" kommt das Wort fast 250 Mal vor. Er wird fĂŒr Brandopfer an Gott sowohl von Menschen als auch von anderen Tieren (oft Rinder und Schafe) verwendet.

Bekanntestes Beispiel dĂŒrfte wohl Abraham sein, der, von Gott aufgefordert, im seinen Sohn zu Opfern, bereitwillig das Messer zĂŒckt. Gott lĂ€sst ihn dann stattdessen einen Widder ermorden, eben brandopfern (an dieser Stelle sei angemerkt, dass Gott da recht willkĂŒrlich verfĂ€hrt: weniger bekannt - warum wohl? - ist die Geschichte, wo ein Vater seine Tochter fĂŒr Gott brandopfert, ohne dass dieser irgendwelche Anstalten trifft, ihn aufzuhalten.

Zitat: 1 Mo 22:2 Und er [Gott] sprach: Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Morija und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.
3 Da stand Abraham frĂŒh am Morgen auf und gĂŒrtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm Gott gesagt hatte.
4 Am dritten Tage hob Abraham seine Augen auf und sah die StÀtte von ferne
5 und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.
6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander.
7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?
8 Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.
9 Und als sie an die StÀtte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz
10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.
11 Da rief ihn der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich.
12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fĂŒrchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.
13 Da hob Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hÀngen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes statt.
14 Und Abraham nannte die StÀtte »Der HERR sieht«. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da der HERR sieht.
15 Und der Engel des HERRN rief Abraham abermals vom Himmel her
16 und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR: Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont,
17 will ich dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen;
18 und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.

Zitat: 2 Ait illi : Tolle filium tuum unigenitum, quem diligis, Isaac, et vade in terram visionis, atque ibi offeres eum in holocaustum super unum montium quem monstravero tibi.
3 Igitur Abraham de nocte consurgens, stravit asinum suum, ducens secum duos juvenes, et Isaac filium suum : cumque concidisset ligna in holocaustum, abiit ad locum quem prĂŠceperat ei Deus.
4 Die autem tertio, elevatis oculis, vidit locum procul :
5 dixitque ad pueros suos : Expectate hic cum asino : ego et puer illuc usque properantes, postquam adoraverimus, revertemur ad vos.
6 Tulit quoque ligna holocausti, et imposuit super Isaac filium suum : ipse vero portabat in manibus ignem et gladium. Cumque duo pergerent simul,
7 dixit Isaac patri suo : Pater mi. At ille respondit : Quid vis, fili ? Ecce, inquit, ignis et ligna : ubi est victima holocausti ?
8 Dixit autem Abraham : Deus providebit sibi victimam holocausti, fili mi. Pergebant ergo pariter.
9 Et venerunt ad locum quem ostenderat ei Deus, in quo ĂŠdificavit altare, et desuper ligna composuit ; cumque alligasset Isaac filium suum, posuit eum in altare super struem lignorum.
10 Extenditque manum, et arripuit gladium, ut immolaret filium suum.
11 Et ecce angelus Domini de cĂŠlo clamavit, dicens : Abraham, Abraham. Qui respondit : Adsum.
12 Dixitque ei : Non extendas manum tuam super puerum, neque facias illi quidquam : nunc cognovi quod times Deum, et non pepercisti unigenito filio tuo propter me.
13 Levavit Abraham oculos suos, viditque post tergum arietem inter vepres hĂŠrentem cornibus, quem assumens obtulit holocaustum pro filio.
14 Appellavitque nomen loci illius, Dominus videt. Unde usque hodie dicitur : In monte Dominus videbit.
15 Vocavit autem angelus Domini Abraham secundo de cĂŠlo, dicens :
16 Per memetipsum juravi, dicit Dominus : quia fecisti hanc rem, et non pepercisti filio tuo unigenito propter me :
17 benedicam tibi, et multiplicabo semen tuum sicut stellas cĂŠli, et velut arenam quĂŠ est in littore maris : possidebit semen tuum portas inimicorum suorum,
18 et benedicentur in semine tuo omnes gentes terrĂŠ, quia obedisti voci meĂŠ.


Der erste so bezeichnete "Holocaust" wurde von Noah (ĂŒbrigens kurz nach Gottes erstem, nicht "Holocaust" genannten, Massenmord respektive Genozid an nahezu der gesamten Fauna einschließlich der Menschheit) durchgefĂŒhrt. WĂ€hrend auf Archebildern die nichtmenschlichen Tiere immer paarweise zu sehen sind, waren es laut Bibeln sieben der "reinen" Tiere (also die, die Gott zu essen erlaubt hat), von denen Noah nach dem postsintflutlichen Anlegen gleich mal je eines fĂŒr Gott briet (was unter Christen weniger bekannt ist):
Zitat: 1 Mo 7: 1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht erfunden vor mir zu dieser Zeit.
2 Von allen reinen Tieren nimm zu dir je sieben, das MĂ€nnchen und sein Weibchen, von den unreinen Tieren aber je ein Paar, das MĂ€nnchen und sein Weibchen.
3 Desgleichen von den Vögeln unter dem Himmel je sieben, das MÀnnchen und sein Weibchen, um das Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden.
4 Denn von heute an in sieben Tagen will ich regnen lassen auf Erden vierzig Tage und vierzig NĂ€chte und vertilgen von dem Erdboden alles Lebendige, das ich gemacht habe.
5 Und Noah tat alles, was ihm der HERR gebot.
6 Er war aber sechshundert Jahre alt, als die Sintflut auf Erden kam.
7 Und er ging in die Arche mit seinen Söhnen, seiner Frau und den Frauen seiner Söhne vor den Wassern der Sintflut.
8 Von den reinen Tieren und von den unreinen, von den Vögeln und von allem GewĂŒrm auf Erden
9 gingen sie zu ihm in die Arche paarweise, je ein MĂ€nnchen und Weibchen, wie ihm Gott geboten hatte.
10 Und als die sieben Tage vergangen waren, kamen die Wasser der Sintflut auf Erden.
11 In dem sechshundertsten Lebensjahr Noahs am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Brunnen der großen Tiefe auf und taten sich die Fenster des Himmels auf,
12 und ein Regen kam auf Erden vierzig Tage und vierzig NĂ€chte.
13 An eben diesem Tage ging Noah in die Arche mit Sem, Ham und Jafet, seinen Söhnen, und mit seiner Frau und den drei Frauen seiner Söhne;
14 dazu alles wilde Getier nach seiner Art, alles Vieh nach seiner Art, alles GewĂŒrm, das auf Erden kriecht, nach seiner Art und alle Vögel nach ihrer Art, alles, was fliegen konnte, alles, was Fittiche hatte;
15 das ging alles zu Noah in die Arche paarweise, von allem Fleisch, darin Odem des Lebens war.
16 Und das waren MĂ€nnchen und Weibchen von allem Fleisch, und sie gingen hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu.
17 Und die Sintflut war vierzig Tage auf Erden, und die Wasser wuchsen und hoben die Arche auf und trugen sie empor ĂŒber die Erde.
18 Und die Wasser nahmen ĂŒberhand und wuchsen sehr auf Erden, und die Arche fuhr auf den Wassern.
19 Und die Wasser nahmen ĂŒberhand und wuchsen so sehr auf Erden, dass alle hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
20 FĂŒnfzehn Ellen hoch gingen die Wasser ĂŒber die Berge, sodass sie ganz bedeckt wurden.
21 Da ging alles Fleisch unter, das sich auf Erden regte, an Vögeln, an Vieh, an wildem Getier und an allem, was da wimmelte auf Erden, und alle Menschen.
22 Alles, was Odem des Lebens hatte auf dem Trockenen, das starb.
23 So wurde vertilgt alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an bis hin zum Vieh und zum GewĂŒrm und zu den Vögeln unter dem Himmel; das wurde alles von der Erde vertilgt. Allein Noah blieb ĂŒbrig und was mit ihm in der Arche war.
24 Und die Wasser wuchsen gewaltig auf Erden hundertundfĂŒnfzig Tage.
[...]
1 Mo 8:15 Da redete Gott mit Noah und sprach:
16 Geh aus der Arche, du und deine Frau, deine Söhne und die Frauen deiner Söhne mit dir.
17 Alles Getier, das bei dir ist, von allem Fleisch, an Vögeln, an Vieh und allem GewĂŒrm, das auf Erden kriecht, das gehe heraus mit dir, dass sie sich regen auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden.
18 So ging Noah heraus mit seinen Söhnen und mit seiner Frau und den Frauen seiner Söhne,
19 dazu alle wilden Tiere, alles Vieh, alle Vögel und alles GewĂŒrm, das auf Erden kriecht; das ging aus der Arche, ein jedes mit seinesgleichen.
20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Vögeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. (Ædificavit autem NoĂ« altare Domino : et tollens de cunctis pecoribus et volucribus mundis, obtulit holocausta super altare.)
21 Und der HERR roch den lieblichen Geruch [...]


Bevor er zum ersten Mal die "zehn Gebote" von Gott in Stein gemeißelt bekam, ließ auch Moses Tiere opfern:
Zitat: 2 Mo 24:5 und sandte junge MÀnner von den Israeliten hin, dass sie darauf dem HERRN Brandopfer opferten und Dankopfer von jungen Stieren. (Misitque juvenes de filiis Israël, et obtulerunt holocausta, immolaveruntque victimas pacificas [wörtlich "Friedensopfer", AS] Domino, vitulos)
6 Und Mose nahm die HĂ€lfte des Blutes und goss es in die Becken, die andere HĂ€lfte aber sprengte er an den Altar.
7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.
8 Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hat aufgrund aller dieser Worte.
Klingt irgendwie, als wÀre Stephen King Moses' Ghostwriter gewesen. Nun ja.

Und so kam es dazu, dassa Jeftah seine Tochter Gott als Brandopfer darbrachte:
Zitat: Richter 11:29 Da kam der Geist des HERRN auf Jeftah, und er zog durch Gilead und Manasse und nach Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead liegt, gegen die Ammoniter.
30 Und Jeftah gelobte dem HERRN ein GelĂŒbde und sprach: Gibst du die Ammoniter in meine Hand,
31 so soll, was mir aus meiner HaustĂŒr entgegengeht, wenn ich von den Ammonitern heil zurĂŒckkomme, dem HERRN gehören, und ich will's als Brandopfer darbringen. (quicumque primus fuerit egressus de foribus domus meĂŠ, mihique occurrerit revertenti cum pace a filiis Ammon, eum holocaustum offeram Domino.)
32 So zog Jeftah auf die Ammoniter los, um gegen sie zu kÀmpfen. Und der HERR gab sie in seine HÀnde.
33 Und er schlug sie mit gewaltigen SchlĂ€gen von AroĂ«r an bis hin nach Minnit, zwanzig StĂ€dte, und bis nach Abel-Keramim. So wurden die Ammoniter gedemĂŒtigt vor den Israeliten.
34 Als nun Jeftah nach Mizpa zu seinem Hause kam, siehe, da geht seine Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war sein einziges Kind, und er hatte sonst keinen Sohn und keine Tochter.
35 Und als er sie sah, zerriss er seine Kleider und sprach: Ach, meine Tochter, wie beugst du mich und betrĂŒbst mich! Denn ich habe meinen Mund aufgetan vor dem HERRN und kann's nicht widerrufen.
36 Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan vor dem HERRN, so tu mit mir, wie dein Mund geredet hat, nachdem der HERR dich gerÀcht hat an deinen Feinden, den Ammonitern.
37 Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das gewÀhren: Lass mir zwei Monate, dass ich hingehe auf die Berge und meine Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen.
38 Er sprach: Geh hin!, und ließ sie zwei Monate gehen. Da ging sie hin mit ihren Gespielen und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
39 Und nach zwei Monaten kam sie zurĂŒck zu ihrem Vater. Und er tat ihr, wie er gelobt hatte, und sie hatte nie einen Mann erkannt. Und es ward Brauch in Israel,
40 dass die Töchter Israel jÀhrlich hingehen, zu klagen um die Tochter Jeftahs, des Gileaditers, vier Tage im Jahr.


Achim

Re: Biblischer Holocaust

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Hier die 248 Fundstellen fĂŒr holocaust* in der Vulgata:
Zitat: 1Mo 8,20 Ædificavit autem NoĂ« altare Domino : et tollens de cunctis pecoribus et volucribus mundis, obtulit holocausta super altare.
1Mo 22,2 Ait illi : Tolle filium tuum unigenitum, quem diligis, Isaac, et vade in terram visionis, atque ibi offeres eum in holocaustum super unum montium quem monstravero tibi.
1Mo 22,3 Igitur Abraham de nocte consurgens, stravit asinum suum, ducens secum duos juvenes, et Isaac filium suum : cumque concidisset ligna in holocaustum, abiit ad locum quem prĂŠceperat ei Deus.
1Mo 22,6 Tulit quoque ligna holocausti, et imposuit super Isaac filium suum : ipse vero portabat in manibus ignem et gladium. Cumque duo pergerent simul,
1Mo 22,7 dixit Isaac patri suo : Pater mi. At ille respondit : Quid vis, fili ? Ecce, inquit, ignis et ligna : ubi est victima holocausti ?
1Mo 22,8 Dixit autem Abraham : Deus providebit sibi victimam holocausti, fili mi. Pergebant ergo pariter.
1Mo 22,13 Levavit Abraham oculos suos, viditque post tergum arietem inter vepres hĂŠrentem cornibus, quem assumens obtulit holocaustum pro filio.
2Mo 10,25 Ait Moyses : Hostias quoque et holocausta dabis nobis, quĂŠ offeramus Domino Deo nostro.
2Mo 18,12 Obtulit ergo Jethro cognatus Moysi holocausta et hostias Deo : veneruntque Aaron et omnes seniores Israël, ut comederent panem cum eo coram Deo.
2Mo 20,24 Altare de terra facietis mihi, et offeretis super eo holocausta et pacifica vestra, oves vestras et boves in omni loco in quo memoria fuerit nominis mei : veniam ad te, et benedicam tibi.
2Mo 24,5 Misitque juvenes de filiis Israël, et obtulerunt holocausta, immolaveruntque victimas pacificas Domino, vitulos.
2Mo 29,25 Suscipiesque universa de manibus eorum : et incendes super altare in holocaustum, odorem suavissimum in conspectu Domini, quia oblatio ejus est.
2Mo 30,28 et holocausti, et universam supellectilem quĂŠ ad cultum eorum pertinet.
2Mo 31,9 et holocausti, et omnia vasa eorum, labrum cum basi sua,
2Mo 32,6 Surgentesque mane, obtulerunt holocausta, et hostias pacificas, et sedit populus manducare, et bibere, et surrexerunt ludere.
2Mo 35,16 altare holocausti, et craticulam ejus ĂŠneam cum vectibus et vasis suis : labrum et basim ejus :
2Mo 38,1 Fecit et altare holocausti de lignis setim, quinque cubitorum per quadrum, et trium in altitudine :
2Mo 40,6 et ante illud altare holocausti :
2Mo 40,10 altare holocausti et omnia vasa ejus,
2Mo 40,27 et altare holocausti in vestibulo testimonii, offerens in eo holocaustum, et sacrificia, ut Dominus imperaverat.
3Mo 1,3 si holocaustum fuerit ejus oblatio, ac de armento : masculum immaculatum offeret ad ostium tabernaculi testimonii, ad placandum sibi Dominum :
3Mo 1,9 intestinis et pedibus lotis aqua : adolebitque ea sacerdos super altare in holocaustum et suavem odorem Domino.
3Mo 1,10 Quod si de pecoribus oblatio est, de ovibus sive de capris holocaustum, masculum absque macula offeret :
3Mo 1,13 intestina vero et pedes lavabunt aqua. Et oblata omnia adolebit sacerdos super altare in holocaustum et odorem suavissimum Domino.
3Mo 1,14 Si autem de avibus, holocausti oblatio fuerit Domino, de turturibus, aut pullis columbĂŠ,
3Mo 1,17 confringetque ascellas ejus, et non secabit, neque ferro dividet eam, et adolebit super altare, lignis igne supposito. Holocaustum est et oblatio suavissimi odoris Domino.
3Mo 3,5 Adolebuntque ea super altare in holocaustum, lignis igne supposito, in oblationem suavissimi odoris Domino.
3Mo 4,7 Ponetque de eodem sanguine super cornua altaris thymiamatis gratissimi Domino, quod est in tabernaculo testimonii : omnem autem reliquum sanguinem fundet in basim altaris holocausti in introitu tabernaculi.
3Mo 4,10 sicut aufertur de vitulo hostiĂŠ pacificorum : et adolebit ea super altare holocausti.
3Mo 4,18 Ponetque de eodem sanguine in cornibus altaris, quod est coram Domino in tabernaculo testimonii : reliquum autem sanguinem fundet juxta basim altaris holocaustorum, quod est in ostio tabernaculi testimonii.
3Mo 4,24 Ponetque manum suam super caput ejus : cumque immolaverit eum loco ubi solet mactari holocaustum coram Domino, quia pro peccato est,
3Mo 4,25 tinget sacerdos digitum in sanguine hostiĂŠ pro peccato, tangens cornua altaris holocausti, et reliquum fundens ad basim ejus.
3Mo 4,29 Ponetque manum super caput hostiĂŠ quĂŠ pro peccato est, et immolabit eam in loco holocausti.
3Mo 4,30 Tolletque sacerdos de sanguine in digito suo : et tangens cornua altaris holocausti, reliquum fundet ad basim ejus.
3Mo 4,33 ponet manum super caput ejus, et immolabit eam in loco ubi solent cĂŠdi holocaustorum hostiĂŠ.
3Mo 4,34 Sumetque sacerdos de sanguine ejus digito suo, et tangens cornua altaris holocausti, reliquum fundet ad basim ejus.
3Mo 5,7 Sin autem non potuerit offerre pecus, offerat duos turtures, vel duos pullos columbarum Domino, unum pro peccato, et alterum in holocaustum,
3Mo 5,10 Alterum vero adolebit in holocaustum, ut fieri solet : rogabitque pro eo sacerdos et pro peccato ejus, et dimittetur ei.
3Mo 6,9 PrĂŠcipe Aaron et filiis ejus : HĂŠc est lex holocausti : cremabitur in altari tota nocte usque mane : ignis ex eodem altari erit.
3Mo 6,12 Ignis autem in altari semper ardebit, quem nutriet sacerdos subjiciens ligna mane per singulos dies, et imposito holocausto, desuper adolebit adipes pacificorum.
3Mo 6,25 Loquere Aaron et filiis ejus : Ista est lex hostiĂŠ pro peccato : in loco ubi offertur holocaustum, immolabitur coram Domino. Sanctum sanctorum est.
3Mo 7,2 idcirco ubi immolabitur holocaustum, mactabitur et victima pro delicto : sanguis ejus per gyrum altaris fundetur.
3Mo 7,8 Sacerdos qui offert holocausti victimam, habebit pellem ejus.
3Mo 7,37 Ista est lex holocausti, et sacrificii pro peccato atque delicto, et pro consecratione et pacificorum victimis,
3Mo 8,18 Obtulit et arietem in holocaustum : super cujus caput cum imposuissent Aaron et filii ejus manus suas,
3Mo 8,21 lotis prius intestinis et pedibus : totumque simul arietem incendit super altare, eo quod esset holocaustum suavissimi odoris Domino, sicut prĂŠceperat ei.
3Mo 8,28 rursum suscepta de manibus eorum, adolevit super altare holocausti, eo quod consecrationis esset oblatio, in odorem suavitatis, sacrificii Domino.
3Mo 9,2 Tolle de armento vitulum pro peccato, et arietem in holocaustum, utrumque immaculatum, et offer illos coram Domino.
3Mo 9,3 Et ad filios Israël loqueris : Tollite hircum pro peccato, et vitulum, atque agnum, anniculos, et sine macula in holocaustum,
3Mo 9,7 Et dixit ad Aaron : Accede ad altare, et immola pro peccato tuo : offer holocaustum, et deprecare pro te et pro populo : cumque mactaveris hostiam populi, ora pro eo, sicut prĂŠcepit Dominus.
3Mo 9,12 Immolavit et holocausti victimam : obtuleruntque ei filii sui sanguinem ejus, quem fudit per altaris circuitum.
3Mo 9,16 fecit holocaustum,
3Mo 9,17 addens in sacrificio libamenta, quĂŠ pariter offeruntur, et adolens ea super altare, absque cĂŠremoniis holocausti matutini.
3Mo 9,22 Et extendens manus ad populum, benedixit ei. Sicque completis hostiis pro peccato, et holocaustis, et pacificis, descendit.
3Mo 9,24 et ecce egressus ignis a Domino, devoravit holocaustum, et adipes qui erant super altare. Quod cum vidissent turbĂŠ, laudaverunt Dominum, ruentes in facies suas.
3Mo 10,19 Respondit Aaron : Oblata est hodie victima pro peccato, et holocaustum coram Domino : mihi autem accidit quod vides ; quomodo potui comedere eam, aut placere Domino in cĂŠremoniis mente lugubri ?
3Mo 12,6 Cumque expleti fuerint dies purificationis suĂŠ, pro filio sive pro filia, deferet agnum anniculum in holocaustum, et pullum columbĂŠ sive turturem pro peccato, ad ostium tabernaculi testimonii, et tradet sacerdoti,
3Mo 12,8 Quod si non invenerit manus ejus, nec potuerit offerre agnum, sumet duos turtures vel duos pullos columbarum, unum in holocaustum, et alterum pro peccato : orabitque pro ea sacerdos, et sic mundabitur.
3Mo 14,13 immolabit agnum, ubi solet immolari hostia pro peccato, et holocaustum, id est, in loco sancto. Sicut enim pro peccato, ita et pro delicto ad sacerdotem pertinet hostia : Sancta sanctorum est.
3Mo 14,19 Rogabitque pro eo coram Domino, et faciet sacrificium pro peccato : tunc immolabit holocaustum,
3Mo 14,22 duosque turtures sive duos pullos columbĂŠ, quorum unus sit pro peccato, et alter in holocaustum :
3Mo 14,31 unum pro delicto, et alterum in holocaustum cum libamentis suis.
3Mo 15,15 qui faciet unum pro peccato et alterum in holocaustum : rogabitque pro eo coram Domino, ut emundetur a fluxi seminis sui.
3Mo 15,30 qui unum faciet pro peccato, et alterum in holocaustum, rogabitque pro ea coram Domino, et pro fluxu immunditiĂŠ ejus.
3Mo 16,3 nisi hĂŠc ante fecerit : vitulum pro peccato offeret, et arietem in holocaustum.
3Mo 16,5 Suscipietque ab universa multitudine filiorum Israël duos hircos pro peccato, et unum arietem in holocaustum.
3Mo 16,24 lavabit carnem suam in loco sancto, indueturque vestibus suis. Et postquam egressus obtulerit holocaustum suum, ac plebis, rogabit tam pro se quam pro populo :
3Mo 17,8 Et ad ipsos dices : Homo de domo Israël, et de advenis qui peregrinantur apud vos, qui obtulerit holocaustum sive victimam,
3Mo 22,18 Loquere ad Aaron et filios ejus, et ad omnes filios Israël, dicesque ad eos : Homo de domo Israël, et de advenis qui habitant apud vos, qui obtulerit oblationem suam, vel vota solvens, vel sponte offerens, quidquid illud obtulerit in holocaustum Domini,
3Mo 23,12 Atque in eodem die quo manipulus consecratur, cĂŠdetur agnus immaculatus anniculus in holocaustum Domini.
3Mo 23,18 Offeretisque cum panibus septem agnos immaculatos anniculos, et vitulum de armento unum, et arietes duos, et erunt in holocaustum cum libamentis suis, in odorem suavissimum Domini.
3Mo 23,25 omne opus servile non facietis in eo, et offeretis holocaustum Domino.
3Mo 23,27 Decimo die mensis hujus septimi, dies expiationum erit celeberrimus, et vocabitur sanctus : affligetisque animas vestras in eo, et offeretis holocaustum Domino.
3Mo 23,36 Et septem diebus offeretis holocausta Domino. Dies quoque octavus erit celeberrimus, atque sanctissimus, et offeretis holocaustum Domino : est enim cƓtus atque collecté : omne opus servile non facietis in eo.
3Mo 23,37 HĂŠ sunt feriĂŠ Domini, quas vocabitis celeberrimas atque sanctissimas, offeretisque in eis oblationes Domino, holocausta et libamenta juxta ritum uniuscujusque diei :
4Mo 6,11 Faciet sacerdos unum pro peccato, et alterum in holocaustum, et deprecabitur pro eo, quia peccavit super mortuo : sanctificabitque caput ejus in die illo :
4Mo 6,14 et offeret oblationes ejus Domino, agnum anniculum immaculatum in holocaustum, et ovem anniculam immaculatam pro peccato, et arietem immaculatum, hostiam pacificam,
4Mo 6,16 quĂŠ offeret sacerdos coram Domino, et faciet tam pro peccato, quam in holocaustum.
4Mo 7,15 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,21 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,27 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,33 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,39 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,45 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,51 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,57 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,63 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,69 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,75 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,81 bovem de armento, et arietem, et agnum anniculum in holocaustum :
4Mo 7,87 boves de armento in holocaustum duodecim, arietes duodecim, agni anniculi duodecim, et libamenta eorum : hirci duodecim pro peccato.
4Mo 8,12 LevitĂŠ quoque ponent manus suas super capita boum, e quibus unum facies pro peccato, et alterum in holocaustum Domini, ut depreceris pro eis.
4Mo 10,10 Siquando habebitis epulum, et dies festos, et calendas, canetis tubis super holocaustis, et pacificis victimis, ut sint vobis in recordationem Dei vestri. Ego Dominus Deus vester.
4Mo 15,3 et feceritis oblationem Domino in holocaustum, aut victimam, vota solventes, vel sponte offerentes munera, aut in solemnitatibus vestris adolentes odorem suavitatis Domino, de bobus sive de ovibus :
4Mo 15,5 et vinum ad liba fundenda ejusdem mensurĂŠ dabit in holocaustum sive in victimam. Per agnos singulos
4Mo 15,8 Quando vero de bobus feceris holocaustum aut hostiam, ut impleas votum vel pacificas victimas,
4Mo 15,24 oblitaque fuerit facere multitudo : offeret vitulum de armento, holocaustum in odorem suavissimum Domino, et sacrificum ejus ac liba, ut cĂŠremoniĂŠ postulant, hircumque pro peccato :
4Mo 23,3 Dixitque Balaam ad Balac : Sta paulisper juxta holocaustum tuum, donec vadam, si forte occurrat mihi Dominus, et quodcumque imperaverit, loquar tibi.
4Mo 23,6 Reversus invenit stantem Balac juxta holocaustum suum, et omnes principes Moabitarum :
4Mo 23,15 dixit ad Balac : Sta hic juxta holocaustum tuum, donec ego obvius pergam.
4Mo 23,17 Reversus invenit eum stantem juxta holocaustum suum, et principes Moabitarum cum eo. Ad quem Balac : Quid, inquit, locutus est Dominus ?
4Mo 28,3 HĂŠc sunt sacrificia quĂŠ offerre debetis : agnos anniculos immaculatos duos quotidie in holocaustum sempiternum :
4Mo 28,6 Holocaustum juge est quod obtulistis in monte Sinai in odorem suavissimum incensi Domini.
4Mo 28,10 quĂŠ rite funduntur per singula sabbata in holocaustum sempiternum.
4Mo 28,11 In calendis autem offeretis holocaustum Domino, vitulos de armento duos, arietem unum, agnos anniculos septem immaculatos,
4Mo 28,13 et decimam decimĂŠ similĂŠ ex oleo in sacrificio per agnos singulos : holocaustum suavissimi odoris atque incensi est Domino.
4Mo 28,14 Libamenta autem vini, quĂŠ per singulas fundenda sunt victimas, ista erunt : media pars hin per singulos vitulos, tertia per arietem, quarta per agnum. Hoc erit holocaustum per omnes menses, qui sibi anno vertente succedunt.
4Mo 28,15 Hircus quoque offeretur Domino pro peccatis in holocaustum sempiternum cum libamentis suis.
4Mo 28,19 Offeretisque incensum holocaustum Domino, vitulos de armento duos, arietem unum, agnos anniculos immaculatos septem :
4Mo 28,23 prĂŠter holocaustum matutinum, quod semper offeretis.
4Mo 28,24 Ita facietis per singulos dies septem dierum in fomitem ignis, et in odorem suavissimum Domino, qui surget de holocausto, et de libationibus singulorum.
4Mo 28,27 Offeretisque holocaustum in odorem suavissimum Domino, vitulos de armento duos, arietem unum, et agnos anniculos immaculatos septem :
4Mo 28,30 qui mactatur pro expiatione : prĂŠter holocaustum sempiternum et liba ejus.
4Mo 29,2 Offeretisque holocaustum in odorem suavissimum Domino, vitulum de armento unum, arietem unum, et agnos anniculos immaculatos septem :
4Mo 29,6 prĂŠter holocaustum calendarum cum sacrificiis suis, et holocaustum sempiternum cum libationibus solitis : eisdem cĂŠremoniis offeretis in odorem suavissimum incensum Domino.
4Mo 29,8 Offeretisque holocaustum Domino in odorem suavissimum, vitulum de armento unum, arietem unum, agnos anniculos immaculatos septem :
4Mo 29,11 et hircum pro peccato, absque his quĂŠ offerri pro delicto solent in expiationem, et holocaustum sempiternum, cum sacrificio et libaminibus eorum.
4Mo 29,13 Offeretisque holocaustum in odorem suavissimum Domino, vitulos de armento tredecim, arietes duos, agnos anniculos immaculatos quatuordecim :
4Mo 29,16 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, et sacrificio, et libamine ejus.
4Mo 29,19 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque et libamine ejus.
4Mo 29,22 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque et libamine ejus.
4Mo 29,25 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque ejus et libamine.
4Mo 29,28 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque ejus et libamine.
4Mo 29,31 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque ejus et libamine.
4Mo 29,34 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque ejus et libamine.
4Mo 29,36 offerentes holocaustum in odorem suavissimum Domino, vitulum unum, arietem unum, agnos anniculos immaculatos septem :
4Mo 29,38 et hircum pro peccato, absque holocausto sempiterno, sacrificioque ejus et libamine.
4Mo 29,39 HĂŠc offeretis Domino in solemnitatibus vestris : prĂŠter vota et oblationes spontaneas in holocausto, in sacrificio, in libamine, et in hostiis pacificis.
5Mo 12,6 et offeretis in loco illo holocausta et victimas vestras, decimas et primitias manuum vestrarum, et vota atque donaria, primogenita boum et ovium.
5Mo 12,11 in loco, quem elegerit Dominus Deus vester, ut sit nomen ejus in eo : illuc omnia, quĂŠ prĂŠcipio, conferetis, holocausta, et hostias, ac decimas, et primitias manuum vestrarum : et quidquid prĂŠcipuum est in muneribus, quĂŠ vovebitis Domino.
5Mo 12,13 Cave ne offeras holocausta tua in omni loco, quem videris :
5Mo 27,6 et de saxis informibus et impolitis : et offeres super eo holocausta Domino Deo tuo,
5Mo 33,10 Judicia tua, o Jacob, et legem tuam, o Israël : ponent thymiama in furore tuo, et holocaustum super altare tuum.
Jos 8,31 sicut prÊceperat Moyses famulus Domini filiis Israël, et scriptum est in volumine legis Moysi : altare vero de lapidibus impolitis, quos ferrum non tetigit : et obtulit super eo holocausta Domino, immolavitque pacificas victimas.
Jos 22,23 et si ea mente fecimus ut holocausta, et sacrificium, et pacificas victimas super eo imponeremus, ipse quĂŠrat et judicet :
Jos 22,26 et diximus : Exstruamus nobis altare, non in holocausta, neque ad victimas offerendas,
Jos 22,27 sed in testimonium inter nos et vos, et sobolem nostram vestramque progeniem, ut serviamus Domino, et juris nostri sit offerre et holocausta, et victimas, et pacificas hostias : et nequaquam dicant cras filii vestri filiis nostris : Non est vobis pars in Domino.
Jos 22,28 Quod si voluerint dicere, respondebunt eis : Ecce altare Domini, quod fecerunt patres nostri, non in holocausta, neque in sacrificium, sed in testimonium nostrum ac vestrum.
Jos 22,29 Absit a nobis hoc scelus ut recedamus a Domino, et ejus vestigia relinquamus, exstructo altari ad holocausta, et sacrificia, et victimas offerendas, prĂŠter altare Domini Dei nostri, quod exstructum est ante tabernaculum ejus.
Ri 6,26 et ĂŠdificabis ibi altare Domino Deo tuo in summitate petrĂŠ hujus, super quam ante sacrificium posuisti : tollesque taurum secundum, et offeres holocaustum super struem lignorum, quĂŠ de nemore succideris.
Ri 11,31 quicumque primus fuerit egressus de foribus domus meĂŠ, mihique occurrerit revertenti cum pace a filiis Ammon, eum holocaustum offeram Domino.
Ri 13,16 Cui respondit angelus : Si me cogis, non comedam panes tuos : si autem vis holocaustum facere, offer illud Domino. Et nesciebat Manue quod angelus Domini esset.
Ri 13,23 Cui respondit mulier : Si Dominus nos vellet occidere, de manibus nostris holocaustum et libamenta non suscepisset, nec ostendisset nobis hĂŠc omnia, neque ea quĂŠ sunt ventura dixisset.
Ri 20,26 Quam ob rem omnes filii Israël venerunt in domum Dei, et sedentes flebant coram Domino : jejunaveruntque die illo usque ad vesperam, et obtulerunt ei holocausta, atque pacificas victimas,
Ri 21,4 Altera autem die diluculo consurgentes, exstruxerunt altare : obtuleruntque ibi holocausta, et pacificas victimas, et dixerunt :
1Sam 6,14 Et plaustrum venit in agrum Josue BethsamitĂŠ, et stetit ibi. Erat autem ibi lapis magnus, et conciderunt ligna plaustri, vaccasque imposuerunt super ea holocaustum Domino.
1Sam 6,15 LevitĂŠ autem deposuerunt arcam Dei, et capsellam, quĂŠ erat juxta eam, in qua erant vasa aurea, et posuerunt super lapidem grandem. Viri autem BethsamitĂŠ obtulerunt holocausta, et immolaverunt victimas in die illa Domino.
1Sam 7,9 Tulit autem Samuel agnum lactentem unum, et obtulit illum holocaustum integrum Domino : et clamavit Samuel ad Dominum pro Israël, et exaudivit eum Dominus.
1Sam 7,10 Factum est autem, cum Samuel offerret holocaustum, Philisthiim iniere prÊlium contra Israël : intonuit autem Dominus fragore magno in die illa super Philisthiim, et exterruit eos, et cÊsi sunt a facie Israël.
1Sam 13,9 Ait ergo Saul : Afferte mihi holocaustum, et pacifica. Et obtulit holocaustum.
1Sam 13,10 Cumque complesset offerens holocaustum, ecce Samuel veniebat : et egressus est Saul obviam ei ut salutaret eum.
1Sam 13,12 dixi : Nunc descendent Philisthiim ad me in Galgala, et faciem Domini non placavi. Necessitate compulsus, obtuli holocaustum.
1Sam 15,12 Cumque de nocte surrexisset Samuel, ut iret ad Saul mane, nuntiatum est Samueli, eo quod venisset Saul in Carmelum, et erexisset sibi fornicem triumphalem, et reversus transisset, descendissetque in Galgala. Venit ergo Samuel ad Saul, et Saul offerebat holocaustum Domino de initiis prĂŠdarum quĂŠ attulerat ex Amalec.
1Sam 15,22 Et ait Samuel : Numquid vult Dominus holocausta et victimas, et non potius ut obediatur voci Domini ? Melior est enim obedientia quam victimĂŠ : et auscultare magis quam offerre adipem arietum.
2Sam 6,17 Et introduxerunt arcam Domini, et imposuerunt eam in loco suo in medio tabernaculi, quod tetenderat ei David : et obtulit David holocausta et pacifica coram Domino.
2Sam 6,18 Cumque complesset offerens holocausta et pacifica, benedixit populo in nomine Domini exercituum.
2Sam 24,22 Et ait Areuna ad David : Accipiat, et offerat dominus meus rex, sicut placet ei : habes boves in holocaustum, et plaustrum, et juga boum in usum lignorum.
2Sam 24,24 Cui respondens rex, ait : Nequaquam ut vis, sed emam pretio a te, et non offeram Domino Deo meo holocausta gratuita. Emit ergo David aream, et boves, argenti siclis quinquaginta :
2Sam 24,25 et Êdificavit ibi David altare Domino, et obtulit holocausta et pacifica : et propitiatus est Dominus terrÊ, et cohibita est plaga ab Israël.
1Kön 3,4 Abiit itaque in Gabaon, ut immolaret ibi : illud quippe erat excelsum maximum : mille hostias in holocaustum obtulit Salomon super altare illud in Gabaon.
1Kön 3,15 Igitur evigilavit Salomon, et intellexit quod esset somnium : cumque venisset Jerusalem, stetit coram arca fƓderis Domini, et obtulit holocausta, et fecit victimas pacificas, et grande convivium universis famulis suis.
1Kön 8,64 In die illa sanctificavit rex medium atrii, quod erat ante domum Domini : fecit quippe holocaustum ibi, et sacrificium, et adipem pacificorum : quoniam altare Êreum, quod erat coram Domino, minus erat, et capere non poterat holocaustum, et sacrificium, et adipem pacificorum.
1Kön 9,25 Offerebat quoque Salomon tribus vicibus per annos singulos holocausta, et pacificas victimas, super altare quod Êdificaverat Domino, et adolebat thymiama coram Domino : perfectumque est templum.
1Kön 10,5 et cibos mensÊ ejus, et habitacula servorum, et ordines ministrantium, vestesque eorum, et pincernas, et holocausta quÊ offerebat in domo Domini : non habebat ultra spiritum.
1Kön 18,34 et ait : Implete quatuor hydrias aqua, et fundite super holocaustum, et super ligna. Rursumque dixit : Etiam secundo hoc facite. Qui cum fecissent secundo, ait : Etiam tertio idipsum facite. Feceruntque tertio,
1Kön 18,36 Cumque jam tempus esset ut offerretur holocaustum, accedens Elias propheta ait : Domine Deus Abraham, et Isaac, et Israël, ostende hodie quia tu es Deus Israël, et ego servus tuus, et juxta prÊceptum tuum feci omnia verba hÊc.
1Kön 18,38 Cecidit autem ignis Domini, et voravit holocaustum, et ligna, et lapides, pulverem quoque, et aquam quÊ erat in aquÊductu lambens.
2Kön 3,27 Arripiensque filium suum primogenitum, qui regnaturus erat pro eo, obtulit holocaustum super murum : et facta est indignatio magna in Israël, statimque recesserunt ab eo, et reversi sunt in terram suam.
2Kön 5,17 Dixitque Naaman : Ut vis : sed, obsecro, concede mihi servo tuo ut tollam onus duorum burdonum de terra : non enim faciet ultra servus tuus holocaustum, aut victimam diis alienis, nisi Domino.
2Kön 10,24 Ingressi sunt igitur ut facerent victimas et holocausta : Jehu autem prÊparaverat sibi foris octoginta viros, et dixerat eis : Quicumque fugerit de hominibus his, quos ego adduxero in manus vestras, anima ejus erit pro anima illius.
2Kön 10,25 Factum est autem, cum completum esset holocaustum, prÊcepit Jehu militibus et ducibus suis : Ingredimini, et percutite eos, nullus evadat. Percusseruntque eos in ore gladii, et projecerunt milites et duces, et ierunt in civitatem templi Baal,
2Kön 16,12 Cumque venisset rex de Damasco, vidit altare, et veneratus est illud : ascenditque et immolavit holocausta, et sacrificium suum,
2Kön 16,15 PrÊcepit quoque rex Achaz UriÊ sacerdoti, dicens : Super altare majus offer holocaustum matutinum, et sacrificium vespertinum, et holocaustum regis, et sacrificium ejus, et holocaustum universi populi terrÊ, et sacrificia eorum, et libamina eorum : et omnem sanguinem holocausti, et universum sanguinem victimÊ super illud effundes : altare vero Êreum erit paratum ad voluntatem meam.
1Chr 6,49 Aaron vero, et filii ejus adolebant incensum super altare holocausti, et super altare thymiamatis, in omne opus Sancti sanctorum : et ut precarentur pro Israël juxta omnia, quÊ prÊceperat Moyses servus Dei.
1Chr 16,1 Attulerunt igitur arcam Dei, et constituerunt eam in medio tabernaculi, quod tetenderat ei David : et obtulerunt holocausta, et pacifica coram Deo.
1Chr 16,2 Cumque complesset David offerens holocausta, et pacifica, benedixit populo in nomine Domini.
1Chr 16,40 ut offerrent holocausta Domino super altare holocautomatis jugiter, mane et vespere, juxta omnia quÊ scripta sunt in lege Domini, quam prÊcepit Israëli.
1Chr 21,23 Dixit autem Ornan ad David : Tolle, et faciat dominus meus rex quodcumque ei placet : sed et boves do in holocaustum, et tribulas in ligna, et triticum in sacrificium : omnia libens prĂŠbebo.
1Chr 21,24 Dixitque ei rex David : Nequaquam ita fiet, sed argentum dabo quantum valet : neque enim tibi auferre debeo, et sic offerre Domino holocausta gratuita.
1Chr 21,26 Et ĂŠdificavit ibi altare Domino, obtulitque holocausta, et pacifica, et invocavit Dominum, et exaudivit eum in igne de cĂŠlo super altare holocausti.
1Chr 21,29 Tabernaculum autem Domini, quod fecerat Moyses in deserto, et altare holocaustorum, ea tempestate erat in excelso Gabaon.
1Chr 22,1 Dixitque David : HÊc est domus Dei, et hoc altare in holocaustum Israëli.
1Chr 23,31 tam in oblatione holocaustorum Domini, quam in sabbatis et calendis et solemnitatibus reliquis juxta numerum, et cĂŠremonias uniuscujusque rei, jugiter coram Domino.
1Chr 29,21 Immolaveruntque victimas Domino : et obtulerunt holocausta die sequenti, tauros mille, arietes mille, agnos mille cum libaminibus suis, et universo ritu abundantissime in omnem Israël.
2Chr 4,6 Fecit quoque conchas decem : et posuit quinque a dextris, et quinque a sinistris, ut lavarent in eis omnia, quĂŠ in holocaustum oblaturi erant : porro in mari sacerdotes lavabuntur.
2Chr 7,1 Cumque complesset Salomon fundens preces, ignis descendit de cĂŠlo, et devoravit holocausta et victimas : et majestas Domini implevit domum.
2Chr 7,7 Sanctificavit quoque Salomon medium atrii ante templum Domini : obtulerat enim ibi holocausta et adipes pacificorum : quia altare ĂŠneum, quod fecerat, non poterat sustinere holocausta et sacrificia et adipes.
2Chr 8,12 Tunc obtulit Salomon holocausta Domino super altare Domini, quod exstruxerat ante porticum,
2Chr 13,11 holocausta quoque offerunt Domino per singulos dies mane et vespere, et thymiama juxta legis prĂŠcepta confectum, et proponuntur panes in mensa mundissima, estque apud nos candelabrum aureum, et lucernĂŠ ejus, ut accendantur semper ad vesperam : nos quippe custodimus prĂŠcepta Domini Dei nostri, quem vos reliquistis.
2Chr 23,18 Constituit autem Jojada prĂŠpositos in domo Domini sub manibus sacerdotum, et Levitarum, quos distribuit David in domo Domini : ut offerrent holocausta Domino, sicut scriptum est in lege Moysi, in gaudio et canticis, juxta dispositionem David.
2Chr 24,14 Cumque complessent omnia opera, detulerunt coram rege, et Jojada reliquam partem pecuniĂŠ : de qua facta sunt vasa templi in ministerium, et ad holocausta, phialĂŠ quoque, et cetera vasa aurea et argentea : offerebantur holocausta in domo Domini jugiter cunctis diebus JojadĂŠ.
2Chr 29,7 Clauserunt ostia, quÊ erant in porticu, et extinxerunt lucernas, incensumque non adoleverunt, et holocausta non obtulerunt in sanctuario Deo Israël.
2Chr 29,18 Ingressi quoque sunt ad Ezechiam regem, et dixerunt ei : Sanctificavimus omnem domum Domini, et altare holocausti, vasaque ejus, necnon et mensam propositionis cum omnibus vasis suis,
2Chr 29,24 et immolaverunt illos sacerdotes, et asperserunt sanguinem eorum coram altare pro piaculo universi Israëlis : pro omni quippe Israël prÊceperat rex ut holocaustum fieret et pro peccato.
2Chr 29,27 Et jussit Ezechias ut offerrent holocausta super altare : cumque offerrentur holocausta, cƓperunt laudes canere Domino, et clangere tubis, atque in diversis organis, quĂŠ David rex IsraĂ«l prĂŠparaverat, concrepare.
2Chr 29,28 Omni autem turba adorante, cantores, et ii qui tenebant tubas, erant in officio suo donec compleretur holocaustum.
2Chr 29,31 Ezechias autem etiam hĂŠc addidit : Implestis manus vestras Domino : accedite, et offerte victimas et laudes in domo Domini. Obtulit ergo universa multitudo hostias, et laudes, et holocausta mente devota.
2Chr 29,32 Porro numerus holocaustorum, quĂŠ obtulit multitudo, hic fuit : tauros septuaginta, arietes centum, agnos ducentos.
2Chr 29,34 Sacerdotes vero pauci erant, nec poterant sufficere ut pelles holocaustorum detraherent : unde et LevitĂŠ fratres eorum adjuverunt eos, donec impleretur opus, et sanctificarentur antistites : LevitĂŠ quippe faciliori ritu sanctificantur, quam sacerdotes.
2Chr 29,35 Fuerunt ergo holocausta plurima, adipes pacificorum, et libamina holocaustorum : et completus est cultus domus Domini.
2Chr 30,15 Immolaverunt autem Phase quartadecima die mensis secundi. Sacerdotes quoque atque LevitĂŠ tandem sanctificati, obtulerunt holocausta in domo Domini :
2Chr 31,2 Ezechias autem constituit turmas sacerdotales et Leviticas per divisiones suas, unumquemque in officio proprio, tam sacerdotum videlicet quam Levitarum, ad holocausta et pacifica, ut ministrarent et confiterentur, canerentque in portis castrorum Domini.
2Chr 31,3 Pars autem regis erat, ut de propria ejus substantia offerretur holocaustum, mane semper et vespere. Sabbatis quoque, et calendis, et solemnitatibus ceteris, sicut scriptum est in lege Moysi.
2Chr 35,11 Et immolatum est Phase : asperseruntque sacerdotes manu sua sanguinem, et LevitĂŠ detraxerunt pelles holocaustorum :
2Chr 35,14 sibi autem et sacerdotibus postea paraverunt : nam in oblatione holocaustorum et adipum usque ad noctem sacerdotes fuerunt occupati : unde LevitĂŠ sibi et sacerdotibus filiis Aaron paraverunt novissimis.
2Chr 35,16 Omnis igitur cultura Domini rite completa est in die illa ut facerent Phase, et offerrent holocausta super altare Domini, juxta prĂŠceptum regis JosiĂŠ.
Esr 3,3 Collocaverunt autem altare Dei super bases suas, deterrentibus eos per circuitum populis terrarum, et obtulerunt super illud holocaustum Domino mane et vespere.
Esr 3,4 Feceruntque solemnitatem tabernaculorum, sicut scriptum est, et holocaustum diebus singulis per ordinem secundum prĂŠceptum opus diei in die suo.
Esr 3,5 Et post hĂŠc holocaustum juge, tam in calendis quam in universis solemnitatibus Domini, quĂŠ erant consecratĂŠ, et in omnibus in quibus ultro offerebatur munus Domino.
Esr 3,6 A primo die mensis septimi cƓperunt offerre holocaustum Domino : porro templum Dei nondum fundatum erat.
Esr 6,9 Quod si necesse fuerit, et vitulos, et agnos, et hĂŠdos in holocaustum Deo cĂŠli, frumentum, sal, vinum, et oleum, secundum ritum sacerdotum, qui sunt in Jerusalem, detur eis per singulos dies, ne sit in aliquo querimonia.
Esr 8,35 Sed et qui venerant de captivitate filii transmigrationis, obtulerunt holocautomata Deo Israël, vitulos duodecim pro omni populo Israël, arietes nonaginta sex, agnos septuaginta septem, hircos pro peccato duodecim : omnia in holocaustum Domino.
Neh 10,33 ad panes propositionis, et ad sacrificium sempiternum, et in holocaustum sempiternum in sabbatis, in calendis, in solemnitatibus, et in sanctificatis, et pro peccato : ut exoretur pro Israël, et in omnem usum domus Dei nostri.
Hi 1,5 Cumque in orbem transissent dies convivii, mittebat ad eos Job, et sanctificabat illos ; consurgensque diluculo, offerebat holocausta pro singulis. Dicebat enim : Ne forte peccaverint filii mei, et benedixerint Deo in cordibus suis. Sic faciebat Job cunctis diebus.
Hi 42,8 Sumite ergo vobis septem tauros et septem arietes, et ite ad servum meum Job, et offerte holocaustum pro vobis : Job autem servus meum orabit pro vobis. Faciem ejus suscipiam, ut non vobis imputetur stultitia : neque enim locuti estis ad me recta, sicut servus meus Job.
Ps 19,4 Memor sit omnis sacrificii tui, et holocaustum tuum pingue fiat.
Ps 39,7 Sacrificium et oblationem noluisti ; aures autem perfecisti mihi. Holocaustum et pro peccato non postulasti ;
Ps 49,8 Non in sacrificiis tuis arguam te ; holocausta autem tua in conspectu meo sunt semper.
Ps 50,18 Quoniam si voluisses sacrificium, dedissem utique ; holocaustis non delectaberis.
Ps 50,21 Tunc acceptabis sacrificium justitiĂŠ, oblationes et holocausta ; tunc imponent super altare tuum vitulos.
Ps 65,13 Introibo in domum tuam in holocaustis ; reddam tibi vota mea
Ps 65,15 Holocausta medullata offeram tibi, cum incenso arietum ; offeram tibi boves cum hircis.
Jes 1,11 Quo mihi multitudinem victimarum vestrarum ? dicit Dominus. Plenus sum : holocausta arietum, et adipem pinguium, et sanguinem vitulorum et agnorum et hircorum, nolui.
Jes 40,16 Et Libanus non sufficiet ad succendendum ; et animalia ejus non sufficient ad holocaustum.
Jes 43,23 Non obtulisti mihi arietem holocausti tui, et victimis tuis non glorificasti me ; non te servire feci in oblatione, nec laborem tibi prĂŠbui in thure.
Jes 56,7 adducam eos in montem sanctum meum et lĂŠtificabo eos in domo orationis meĂŠ ; holocausta eorum et victimĂŠ eorum placebunt mihi super altari meo, quia domus mea domus orationis vocabitur cunctis populis.
Jes 61,8 Quia ego Dominus diligens judicium, et odio habens rapinam in holocausto ; et dabo opus eorum in veritate, et fƓdus perpetuum feriam eis.
Jer 17,26 Et venient de civitatibus Juda, et de circuitu Jerusalem, et de terra Benjamin, et de campestribus, et de montuosis, et ab austro, portantes holocaustum, et victimam, et sacrificium, et thus, et inferent oblationem in domum Domini.
Jer 19,5 et ĂŠdificaverunt excelsa Baalim, ad comburendos filios suos igni in holocaustum Baalim : quĂŠ non prĂŠcepi, nec locutus sum, nec ascenderunt in cor meum.
Hes 40,38 Et per singula gazophylacia ostium in frontibus portarum : ibi lavabant holocaustum.
Hes 40,39 Et in vestibulo portĂŠ, duĂŠ mensĂŠ hinc, et duĂŠ mensĂŠ inde, ut immoletur super eas holocaustum, et pro peccato et pro delicto.
Hes 40,42 Quatuor autem mensĂŠ ad holocaustum de lapidibus quadris exstructĂŠ, longitudine cubiti unius et dimidii, et latitudine cubiti unius et dimidii, et altitudine cubiti unius : super quas ponant vasa in quibus immolantur holocaustum et victima.
Hes 43,18 Et dixit ad me : Fili hominis, hĂŠc dicit Dominus Deus : Hi sunt ritus altaris, in quacumque die fuerit fabricatum, ut offeratur super illud holocaustum, et effundatur sanguis.
Hes 43,24 Et offeres eos in conspectu Domini : et mittent sacerdotes super eos sal, et offerent eos holocaustum Domino.
Hes 43,27 Expletis autem diebus, in die octava et ultra, facient sacerdotes super altare holocausta vestra, et quĂŠ pro pace offerunt : et placatus ero vobis, ait Dominus Deus.
Hes 44,11 erunt in sanctuario meo ĂŠditui, et janitores portarum domus, et ministri domus : ipsi mactabunt holocausta et victimas populi, et ipsi stabunt in conspectu eorum ut ministrent eis.
Hes 45,15 Et arietem unum de grege ducentorum, de his quÊ nutriunt Israël, in sacrificium, et in holocaustum, et in pacifica, ad expiandum pro eis, ait Dominus Deus.
Hes 45,17 Et super principem erunt holocausta, et sacrificium, et libamina, in solemnitatibus, et in calendis, et in sabbatis, et in universis solemnitatibus domus Israël : ipse faciet pro peccato sacrificium, et holocaustum, et pacifica, ad expiandum pro domo Israël.
Hes 45,23 Et in septem dierum solemnitate faciet holocaustum Domino septem vitulos, et septem arietes immaculatos, quotidie septem diebus : et pro peccato hircum caprarum quotidie.
Hes 45,25 Septimo mense, quintadecima die mensis, in solemnitate, faciet sicut supra dicta sunt per septem dies, tam pro peccato quam pro holocausto, et in sacrificio, et in oleo.
Hes 46,2 Et intrabit princeps per viam vestibuli portĂŠ deforis, et stabit in limine portĂŠ : et facient sacerdotes holocaustum ejus, et pacifica ejus : et adorabit super limen portĂŠ, et egredietur : porta autem non claudetur usque ad vesperam.
Hes 46,4 Holocaustum autem hoc offeret princeps Domino : in die sabbati, sex agnos immaculatos, et arietem immaculatum,
Hes 46,12 Cum autem fecerit princeps spontaneum holocaustum, aut pacifica voluntaria Domino, aperietur ei porta quĂŠ respicit ad orientem, et faciet holocaustum suum et pacifica sua, sicut fieri solet in die sabbati : et egredietur, claudeturque porta postquam exierit.
Hes 46,13 Et agnum ejusdem anni immaculatum faciet holocaustum quotidie Domino : semper mane faciet illud.
Hes 46,15 Faciet agnum, et sacrificium, et oleum cata mane mane, holocaustum sempiternum.
Dan 3,38 Et non est in tempore hoc princeps, et dux, et propheta, neque holocaustum, neque sacrificium, neque oblatio, neque incensum, neque locus primitiarum coram te,
Dan 3,40 Sicut in holocausto arietum, et taurorum, et sicut in millibus agnorum pinguium, sic fiat sacrificium nostrum in conspectu tuo hodie, ut placeat tibi, quoniam non est confusio confidentibus in te.
Hos 6,6 Quia misericordiam volui, et non sacrificium ; et scientiam Dei plus quam holocausta.

JagdbefĂŒrworter: Precht ist wie Hitler, weil er die Jagd einschrĂ€nken will

Autor: Angry Bird | Datum:
Zitat: Und radikal ist Precht tatsĂ€chlich. Er wĂŒnscht sich Antibabypillen als Mittel der Wildbestandsreduzierung oder wenigstens das ausschließliche Jagdrecht fĂŒr professionelle Förster, eine Idee, die vor ihm schon der Tierfreund Adolf Hitler hatte. Private JĂ€ger sollten dann nur noch mit Farbkugeln auf Tiere schießen dĂŒrfen.
"Tiere denken. Philosophen auch?"
http://www.focus.de/wissen/experten/florian_asche/die-debatte-tiere-denken-philosophen-auch_id_6155399.html

Nichtraucheraktivisten sind wie Nazis

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Kurz nach zwei Screenshots (ohne Quellenangabe) von http://vegetarier-sind-moerder.de/raucher-sind-moerder und Gejammer, nicht Mörder genannt werden zu wollen, folgt:
Zitat: «Man wird Raucher nie ermorden, doch Teile unserer Gesellschaft sind im Begriff, die Raucher schon ebenso zu verfolgen wie die Nazis die Juden. [...] Kein Zufall, daß niemand in Gegenwart Adolf Hitlers gewagt hĂ€tte, eine Zigarette anzuzĂŒnden.»

Rolf Hochhuth, Zeitschrift »Die Welt«, 22. April 1991 (zit. n. http://www.sackstark.info/?p=15517)

Zitat: Auszug aus der Verhandlung: OberstaatsanwĂ€ltin Birgit Cirullies: «[
] Er fĂŒhrt dem Leser lediglich vor Augen, dass ĂŒbertriebene Kampagnen gegen Raucher die Gefahr einer Art Pogromstimmung gegen Raucher – vergleichbar dem Judenpogrom – in sich bergen. [
]».
(zit. n. http://www.sackstark.info/?p=15517)

Zitat: Wer sich fragt, wie in den dreißiger Jahren die Gesellschaft in Deutschland so irrsinnig gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe aufgehetzt werden konnte, der muss sich doch nur die heutige Zeit anschauen.
Wer mit voller Überzeugung in ein Rathaus rennt um zu unterschreiben, dass andere Menschen sich weder in geschlossenen Gesellschaften, noch in NebenrĂ€umen in geselliger Runde treffen dĂŒrfen, der wĂ€re damals auch mit vollster Begeisterung und erhobener Hand am Straßenrand gestanden, immer wenn die Nazi-Schergen einen feierlichen Umzug abhielten.

Und auch die NSDAP gab stets auf der Basis von pseudowissenschaftlichen Argumenten vor, sich zum Wohle der Bevölkerung einzusetzen – was letztlich nichts anderes war als die UnterdrĂŒckung und Verfolgung derer, die nicht in die Ideologie passten.

Hitlers Erben sitzen heutzutage in Nichtraucher-Organisationen, und haben Öffentlichkeitsarbeit perfekt von ihren geistigen VĂ€tern erlernt.
Kommentar a.a.O.

Achim

Re: Nichtraucheraktivisten sind wie Nazis

Autor: gast | Datum:
NatĂŒrlich wĂŒrde der Autor niemals auf die Idee kommen, aufzuhören, andere zu zwingen, Giftgas zu atmen ;)