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Tierrechtsforum:
Neues zu PeTA

Anzahl BeitrÀge in diesem Thread: 53

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Neues zu PeTA

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
PeTA bringt wie immer so manchen Tierrechtler zum Haareausraufen (und dann heißt es wieder, Veganismus fĂŒhrt zu Haarausfall).

Auf alles einzughen (vgl. http://maqi.de/txt/petagegentierrechte.html sowie diverse Threads hier wĂ€re eine Lebensaufgabe, aber zwei Beispiele, die ich kĂŒrzlich gefunden habe, will ich hier auffĂŒhren: es geht um zwei PeTA-Promis: eine Schauspielerin und und einen fiktiven Halbgott.

Achim

Drew Barrymore

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Weil's schick ist, sprachen sich ja viele PeTA-Promis gegen "Pelz" aus (leichenfresenderweise), doch die Mode Àndert sich, und so auch das Verhalten dieser Leute.

Besodners eklatant ist da Drew Barrymore: angeblich vegan, konsumiert sie nun "wenige" Leichenteile ...

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Zitat:
Drew Barrymore gibt strikte Veganer-Regeln auf

Los Angeles (dpa) - Drew Barrymore (27) will sich nicht lÀnger an eine strikt vegetarische Lebensweise halten, weil das Einkaufen so lÀstig ist.

«Imdb.com» zufolge will die Schauspielerin endlich wieder anziehen, wozu sie Lust hat. «Ich habe nichts von bestimmten Designern gekauft, um Tiere zu schonen», erklĂ€rte Barrymore, die sich eine Zeit lang weigerte, Leder zu tragen. Sie esse nach wie vor keine großen Mengen Fleisch und ziehe nicht viel Leder an, aber die Zeit der totalen EinschrĂ€nkung sei jetzt vorbei.

Die Schauspielerin gab zu, viel zu viel Spaß daran zu haben, sich in Schale zu werfen. Allerdings will Barrymore weiterhin keine Kosmetik-Produkte kaufen, die an Tieren getestet wurden.

© dpa - Meldung vom 15.08.2002 13:52 Uhr
<<<

Na, dann kann sie ja, wenn PeTA mal TV-freie Kosmetik in den Vordergrund stellt, krĂ€ftig mitmischen - oder vielleich unterstĂŒtzt sie ja eine PeTA-Aktion "lieber wenig Leder als Pelze tragen"? Solang es kein "indisches Leder" ist (oder Bin-Laden-Leder) - gegen anderes scheint PeTA ja nicht viel zu haben.

Achim

Ist Jesus PeTA-Mitglied?

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
PeTAs "Jesus war Vegetarier"-Unfug ist ja hinlĂ€nglich bekannt, so auch das Bild mit Zitronenscheibe als Jesus' Heiligenschein. Aber das genĂŒgt PeTA offenbar nicht, um Tierrechte mit religiösen Wahnideen zu assozzieren udn so ins LĂ€cherliche zu zieehn, nein, sie setzen eins drauf:

(http://www.milch-den-kuehen.de/maryBB_800.jpg)

"Wenn es gut genug fĂŒr Jesus war ..."

Ein Slogan, der ĂŒbrigens durch und durch christlich ist. So kommt er etwa in folgendem Kirchenlied exzessiv vor:
>>>
Zitat:
Gimme that old time religion, gimme that old time religion,
gimme that old time religion, it's good enough for me.

If it's good enough for Jesus, if it's good enough for Jesus,
if it's good enough for Jesus, it's good enough for me.

<<<

Hierzulande dĂŒrfte es bekannt sein aus dem Spielfilm ĂŒber den "Monkey Trial", einer Verfilmung des Prozesses religiöser Irrer gegen einen Lehrer, der es wagte, in der Schule statt Kreatinismus die Evolutionslehre zu unterrichten ("Inherit the Wind", dt. "Wer den Wind sĂ€t", mit Spencer Tracy), wo mit diesem Lied gegen die RealitĂ€t angetrĂ€llert wird.

In den USA Grundlage vieler Witze, etwa ĂŒber rechte Politiker, die zu Fragen der Sprache von Einwanderern gesagt haben sollen, "Wenn Englisch gut genug fĂŒr Jesus war, dann ist es auch gut genug fĂŒr die Mexikaner" etc. ...

Wenn ich christlicher Tierausbeuter wĂ€re, wĂŒrde ich solchem PeTA-Unfug jedenfalls mit Leichtigkeit begegnen: "Jesus brauchte keine Kuhmilch, erstens konnte er Wasser in Wein verwandeln - also auch in Milch, zweites konnte er per Wunderheilung seinen durch Verzicht auf Kuhmilch unweigerlich entstehenden Eiweißmangel beseitigen, indem er sich selbst die Hand auflegte, und Osteroporose bekam er sowieso nicht, weil er schon mit 30 gekreuzigt wurde, also viel zu jung ..."

Achim

Peta-Speziesismus: Blutegel-Diffamierung

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
TierschĂŒtzer halten Gisele BĂŒndchen fĂŒr «brasilianischen Blutegel»

London (dpa) - Das brasilianische Top-Model Gisele BĂŒndchen (22) hat den Unmut von TierschĂŒtzern auf sich gezogen, weil sie Werbung fĂŒr einen Pelzhersteller macht. FĂŒr rund eine halbe Million Dollar und zwei Pelzjacken lĂ€uft sie jetzt mit einem Werbeschriftzug der Firma BlackGlama auf dem RĂŒcken herum, berichtet der «Mirror». Die Tierschutzorganisation Peta hat bereits angekĂŒndigt, eine breite Kampagne gegen sie zu starten.

«Gisele ist ein brasilianischer Blutegel - nur Beine und kein Herz», sagte ein Peta-Sprecher. «Wahrscheinlich will sie Aufmerksamkeit. Und die wird sie bekommen.»

© dpa - Meldung vom 06.11.2002 14:22 Uhr

Kauft argentinische Wolle!

Autor: Tanja | Datum:
Habe heute Petas neuste Pressemitteilung zur Kampagne gegen Benetton bekommen, die natĂŒrlich mal wieder ein Schlag ins Gesicht aller (in dem Fall) ausgebeuteten Schafe ist. Irgendwie habe ich immer noch die Hoffnung, daß die Leute, die Peta immer noch fĂŒr eine tolle Tierrechtsorganisation halten, es begreifen, wenn sie nur genĂŒgend Beispiele fĂŒr die Scheiße, die Peta baut, geliefert bekommen...

Zitat: PRESSEMITTEILUNG

Gerlingen, den 5. August 2005

Kontakt: JĂŒrgen Faulmann, +49 (0)7156-178280, mobil +43 (0)676-544-0763
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Chrissie Hynde richtet öffentlichen Appell an Benetton: Stoppt
UnterstĂŒtzung von TierquĂ€lerei!
Rockikone schaltet ganzseitige Anzeige in Luciano Benettons
Morgenzeitung, um die UnterstĂŒtzung grausamer australischer Wolle zu beenden


Treviso, Italien – Als Luciano Benetton die Morgenzeitung aufschlug, wird ihm der Schreck in die Glieder gefahren sein. Chrissie Hynde hat einen offenen Brief an ihn gerichtet, der in seiner lokalen Tageszeitung als ganzseitige Anzeige erschien und zu einem Boykott des internationalen Konzerns aufruft, bis er keine grausame australische Wolle mehr kauft. Die Anzeige zeigt ein Foto von Hynde neben blutigen australischen LĂ€mmern, die mit einer Methode namens „Mulesing“ verstĂŒmmelt wurden, und trĂ€gt die Headline „Helfen Sie uns, Grausamkeiten an Tieren zu beenden. Meiden Sie Benetton.“ Die Anzeige wurde in der Tribuna di Treviso geschaltet, wo sich Benettons Weltzentrale befindet. Sie ist die neueste Aktion in PETAs internationaler Kampagne gegen Benetton.

Chrissie Hynde, die gerade in die Rock and Roll Hall of Fame
aufgenommen wurde, hat wegen dem Mulesing und der Lebendtierexporte außerdem bereits den australischen Premierminister John Howard angeschrieben und wĂ€hrend ihrer Australien-Tournee letzten Februar an einer Protestaktion in Sydney teilgenommen.

Bei „Mulesing” handelt es sich um eine grauenvolle VerstĂŒmmelung durch Australische Farmer, die den LĂ€mmern ohne jegliches Schmerzmittel riesige FleischstĂŒcke vom Hintern schneiden in dem Versuch, Fliegenbefall zu reduzieren - obwohl wesentlich bessere und humanere Methoden existieren. LĂ€sst ihre Wollausbeute nach, werden die Schafe zu Millionen bei extremen WitterungsverhĂ€ltnissen auf offenen Mehrdeckfrachtern in ihrem eigenen Dreck stehend in den Nahen Osten verschifft. Viele kranke und verletzte Schafe – als bloße Fracht angesehen – werden kurzerhand ĂŒber Bord geworfen oder bei lebendigem Leibe durch einen riesigen Fleischwolf gejagt. Die meisten, die diesen
Horrortrip ĂŒberleben, bekommen schließlich bei vollem Bewusstsein die Kehle aufgeschlitzt.

Angesehene Modekonzerne wie Abercrombie & Fitch, J.Crew, Timberland, New Look und George und viele andere haben sich bereits positiv zu PETAs Kampagne gegen Australische Wolle geĂ€ußert.

„Gerade in diesem Moment stecken Sie, weil Sie weiterhin Wolle aus Australien bestellen, direkt Geld in die Taschen der Produzenten, die Baby-Schafe verstĂŒmmeln und die Erwachsenen in einen furchtbaren Tod schicken“, schreibt Hynde. „Die Welt beobachtet Sie und erwartet, dass Sie Mulesing und Lebendtiertransporte stoppen. Bitte tun Sie noch heute was.“

Benetton behauptet zwar, der Großteil seiner Wolle stamme aus
Argentinien und nur ein kleiner Teil aus Australien.
Benetton-Wollwaren tragen jedoch das Wollsiegel (DAS
Merinowolle-Vermarktungslogo der Australischen Wollindustrie) und
Benetton ist laut Australischen Medienberichten einer der zehn grĂ¶ĂŸten Abnehmer Australischer Wolle. Benetton selbst hat PETA gegenĂŒber angegeben, dass sie 800.000 kg Merinowolle aus Australien und Neuseeland, obwohl sie mit Leichtigkeit sĂ€mtliche Wolle von ihren riesigen Ranches in Argentinien beziehen könnten, da sie die grĂ¶ĂŸten Landbesitzer Argentiniens sind!

Weitere Informationen und die Anzeige finden Sie auf PETAs Website www.UnitedCrueltyofBenetton.com
Fotos/Video sind honorarfrei in Druck-/SendequalitÀt erhÀltlich.

PETA ist mit ĂŒber 850.000 Mitgliedern weltweit die grĂ¶ĂŸte
Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von TierquĂ€lerei, AufklĂ€rung der Öffentlichkeit und VerĂ€nderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.


Hervorhebungen von mir; eines ist mal wieder sicher: primĂ€r nutzt diese Anzeige in der Zeitung natĂŒrlich Peta, denn beim Anblick von verstĂŒmmelten Baby-Schafen bleibt kein Auge trocken und da ja niemand sagt, man könne ganz auf Tierhaare in der Bekleiddung etc. verzichten, trocknen die Leute ihre TrĂ€nen und spenden fleißig diesen tollen TierschĂŒtzern, die sich so gegen TierquĂ€lerei engagieren.

Also Benetton, flugs nur noch "Wolle" von in Argentinien ausgebeuteten und ermordeten Schafen kaufen (und vielleicht selbst noch ein bißchen spenden?) und schon bekommt ihr sogar noch kostenlos Werbung. Wir erinnern uns an den "Erfolg" der Burger-King-Kampagne, der darin bestand, daß jede Henne, die fĂŒr Burger King im KĂ€fig leidet, 480 cmÂČ an Platz bekommt...

Tanja

... und auch wieder australische...

Autor: Tanja | Datum:
Zitat: PRESSEMITTEILUNG

Gerlingen, den 10. August 2005

Kontakt: JĂŒrgen Faulmann, Tel. +49 (0)7156–178280, mobil +43 (0)676-544-0763
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Australische Wollproduzenten und PETA erzielen bahnbrechendes Übereinkommen

Gerlingen /Norfolk, Va. – Heute wurde ein historisches Dokument,dass – wenn es von SchafzĂŒchtern in ganz Australien ratifiziert wird – einen Zeitrahmen fĂŒr einen Ausstieg aus dem Mulesing festlegen und die Lebendtransportstandards an das australische Tierschutzgesetz binden wird, vom PrĂ€sidenten der Australian Wool Growers Association (AWGA), Chick Olsson und der PrĂ€sidentin der internationalen Tierrechtsorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (PETA), Ingrid Newkirk unterzeichnet. Das Abkommen beinhaltet einen Fahrplan fĂŒr ein auditiertes Ausstiegsszenario aus der Mulesing-VerstĂŒmmelung, das mit sofortiger Wirkung beginnen und vor 2010 abgeschlossen sein soll. Dieses Verfahren wird eine neue Wollmarke etablieren, die fĂŒr internationalen Einzelhandel zur VerfĂŒgung stehen wĂŒrde.

Die GesprĂ€che zwischen PETA und der AWGA haben im Juni in New York mit einem Meeting von Vertretern der Gruppen begonnen und endeten nun in dem was PETAs Chef-Verhandler Dr. Steven Gross wie folgt beschreibt: „Ein Triumph fĂŒr Schafe und all jene, die sich um deren Wohlergehen kĂŒmmern, sowohl vom kommerziellen [sic!] als auch vom Tierschutz-Standpunkt aus.“ Beide Seiten kamen ĂŒberein, dass es entscheidend ist, dass der gesamten Wollindustrie die Chance eingerĂ€umt wird, in diese
produktiven Verhandlungen einzusteigen. Chick Olsson sagte, „Ich glaube die GesprĂ€che haben ein solides Konzept hervorgebracht, das wieder etwas Vertrauen in den flauen australischen Wollmarkt bringen kann, der erkennt, dass Mulesing nun auslaufen muss und die Notwendigkeit fĂŒr eine Anpassung der Lebendexportstandards an das Tierschutzgesetz ein Gewinn fĂŒr alle Betroffenen ist,
speziell fĂŒr die Tiere.“

Beide Seiten mussten Kompromisse eingehen um sowohl der Industrie als auch dem Schutz der Schafe Fortschritte zu ermöglichen. Das Abkommen edeutet, dass PETAs Kampagne ab dem heutigen Tag fĂŒr 45 Tage ausgesetzt wird, mit der Option auf weitere 45 Tage, falls die AWI und andere Gruppen, die bisher GesprĂ€che verweigert haben, sich entscheiden das Konzept in Betracht zu ziehen. Wenn es durch alle ratifiziert wird, hat sich PETA bereit erklĂ€rt, ab dem Zeitpunkt, wo es von der Industrie unterzeichnet wird, zehn Jahre lang keine Kampagne gegen australische Wolle zu fahren. FĂŒr ihren Teil wĂŒrde die AWGA die Einbeziehung der australischen Tierschutzgruppen in bevorstehende Diskussionen unterstĂŒtzen, die Einstellung des Mulesing mit Anfang 2010 garantieren, ein schmerzlinderndes Mittel vor dem Mulesing sowie ein bereits getestetes Post-Mulesing Schmerzmittel anzuwenden und Lebendexporte in LĂ€nder einstellen, deren Tierschutzgesetze nicht den Australischen Standards entsprechen. Dritte wĂŒrden die Fortschritte dieses Programms ĂŒberprĂŒfen.

“Die AWGA hat bewiesen, dass – wie wir ja immer betont haben – die SchafzĂŒchter nicht Millionen Dollar in Prozesse und teure
Anzeigenkampagnen investieren mĂŒssen, um den Krieg gegen Wolle zu
stoppen“, so Olsson weiter. „Die Wollproduzenten und PETA haben eine ausreichende gemeinsame Basis gefunden um diesem zerstörerischen Boykott ein Ende zu setzen.“

Das Abkommen ist auf PETAs Website Rettet-die-Schafe.de online.

PETA ist mit ĂŒber 850 000 Mitgliedern die weltweit grĂ¶ĂŸte
Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von TierquĂ€lerei, AufklĂ€rung der Öffentlichkeit und VerĂ€nderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.


"Zerstörerisch" ist wohl eher da, was Peta nun wieder betreibt: mit vermeintlichen Erfolgen Konsumenten suggerieren, es sei vollkommen ok, Tiere auszubeuten und umzubringen, Hauptsache, man entspreche den "Tierschutzstandards". Und da gibt es immer noch deppen, die behaupten "naja, die machen doch ab und an auch mal was fĂŒr Tierrechte". Wenn sich der Ku-Klux-Clan versehentlich mal fĂŒr Menschenrechte einsetzen sollte, ist das wohl auch kein Grund, den zu unterstĂŒtzen.
Ein weiterer Grund, sich nicht auf Demos blicken zu lassen: wĂŒrde ich irgendwo Verantwortlichen fĂŒr diese Scheiße begegnen, ich mĂŒĂŸte mich sehr zurĂŒckhalten, ihnen nicht direkt vor die FĂŒĂŸe zu spucken.

Tanja

Re: ... und auch wieder australische...

Autor: Volker | Datum:
Was soll man dazu noch sagen?! PETA feiert halt in gewissen AbstÀnden jede noch so sinnlose Sache als riesen Erfolg, sind sie eben den vielen Spendern schuldig, damit das Gewissen beruhigt ist. Echt arm, dass da so viele Leute drauf reinfallen...

Volker

Kampagne gestoppt

Autor: Tanja | Datum:
[Nur noch der VollstÀndigkeit halber...]

Zitat: PRESSEMITTEILUNG

Gerlingen, den 8. September 2005
Kontakt: JĂŒrgen Faulmann, Tel. +49 (0)7156-178280, mobil +49 (0)173-657-5668
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Benetton unterstĂŒtzt tierfreundlichere Wolle - PETA stoppt Kampagne
Internationaler Bekleidungskonzern wĂŒrdigt in Brief an australische Wollindustrie neue, humanere Wollmarke


Sydney / Treviso - Die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) hat heute ihre internationale Kampagne gegen Benetton eingestellt, nachdem die Benetton Gruppe ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr ein Abkommen zwischen der Australian Wool Growers Association (AWGA) und PETA zugesagt hat. Das Abkommen hat den Grundstein fĂŒr eine neue Wollmarke von Farmern gelegt, die Teil eines detaillierten Plans zur Beendigung von Mulesing-VerstĂŒmmelung und Lebendtransporten sind. In seinem Brief an die AWGA hat sich Benetton einverstanden erklĂ€rt, nur noch "ethische", nonmulesed Wolle zu kaufen und "die gesamte australische Wollindustrie" aufgefordert, das Abkommen zu unterzeichnen. Benetton hat mehr als 5.000 Filialen und Outlets in 120 LĂ€ndern; der Gesamtumsatz betrug 2004 mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar.

Die Kampagne, die zum Ziel hat, die zwei grĂ¶ĂŸten TierquĂ€lereien der australischen Wollindustrie zu reformieren - Lebendtiertransporte und Mulesing-VerstĂŒmmelung - wird bereits von mehr als einem Dutzend Bekleidungsketten unterstĂŒtzt - darunter große Namen wie Abercrombie & Fitch und Timberland. Das Abkommen zwischen PETA und der AWGA beinhaltet einen Zeitplan fĂŒr ein Ausstiegsszenario aus der Mulesing-VerstĂŒmmelung sowie Lebendtiertransporten in LĂ€nder, deren Standards nicht dem des australischen Tierschutzgesetzes entsprechen und grĂŒndet eine neue, humanere Wollmarke. Es wird, wenn es von der gesamten australischen Wollindustrie unterzeichnet wird, PETAs Kampagne beenden.

"Wir danken Benetton fĂŒr diese wichtige Entscheidung, mit der die BemĂŒhungen fĂŒr ein Ende der TierquĂ€lerei an LĂ€mmern und Schafen unterstĂŒtzt werden", so PETAs PrĂ€sidentin Ingrid Newkirk. "Wir hoffen, dass dies den Farmern zeigt, dass man mit Tierschutzreformen Profit machen kann."

Weitere Infos finden Sie auf PETAs Website Rettet-die-Schafe.de

PETA ist mit ĂŒber 850 000 Mitgliedern die weltweit grĂ¶ĂŸte Tierrechtsorganisation. Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von TierquĂ€lerei, AufklĂ€rung der Öffentlichkeit und VerĂ€nderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Peta-Promi Lennon ist ganz "begeistert" vom "TierschĂŒtzer Benedikt" - dieser sagt, "Man könne sie fĂŒr Speisen nutzen", ist aber gegen "GĂ€nsestopfleber" und kleine HennenkĂ€fige.

Wenn so ein Papst mal nicht der ideale Peta-Promi ist ...

Zitat:
Paul McCartney lobt TierschĂŒtzer Benedikt

Der Ex-Beatles-SĂ€nger ist begeistert, dass der Papst sich auch fĂŒr den Tierschutz ausspricht.

New York (www.kath.net) Was verbindet den Ex-Beatle und den Papst? Die Liebe zum Tier. Sir Paul McCartney schĂ€tzt an Papst Benedikt XVI., dass er sich fĂŒr den Tierschutz und gegen die Massentierhaltung einsetzt. In einem Interview fĂŒr „People For The Ethical Treatment Of Animals“ (PETA) sagte der frĂŒhere SĂ€nger und Bassist der “Beatles”: „Gott segne ihn! Ich denke, es wĂ€re fantastisch, wenn sich jemand in seiner Position, der so viele Leute erreicht, so fĂŒr diese Sache einsetzt.” Paul McCartney und seine Frau Linda engagierten sich gemeinsam intensiv fĂŒr den Schutz von Tieren. Sie setzten sich gegen Tierversuche ein sowie gegen die Verwertung von Tieren fĂŒr Lebensmittel und Pelze.

Als Leiter der katholischen Glaubenskongregation hatte Benedikt XVI. im Interview mit Peter Seewald gemeint, man mĂŒsse die Tiere als unsere „Mitgeschöpfe“ achten und sie vor Grausamkeiten und Missbrauch schĂŒtzen. Man könne sie fĂŒr Speisen nutzen, jedoch „nicht mit ihnen machen, was immer wir wollen“, sagte er. Das zwangsweise GĂ€nsestopfen fĂŒr krankhaft vergrĂ¶ĂŸerte Lebern oder das Zusammenpferchen von Hennen auf engstem Raum stelle „eine Degradierung von Lebewesen zu reinen Gebrauchsartikeln dar, was fĂŒr mich der gegenseitigen Beziehung von Mensch und Tier, wie sie in der Bibel angesprochen wird, widerspricht“.

http://www.kath.net/detail.php?id=11197 10. August 2005, 09:27


Achim

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: plenocervix | Datum:
Und wenn der Papst vegan waere...

... waere er trotzdem ein sexistischer herrschaftsfoermiger Sektenprediger. Und wenn das nicht, waer er nicht Papst.

PeTA = Papst ermaechtigt Tier-Ausbeutung

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Und wenn der Papst vegan waere...
>
> ... waere er trotzdem ein sexistischer herrschaftsfoermiger
> Sektenprediger. Und wenn das nicht, waer er nicht Papst.

Och, naja, wenn der Papst vegan wĂŒrde, wĂŒrde er ja zugleich antisexistisch, anarchistisch und atheistisch werden. Gehirntransplantation genĂŒgt. Obwohl, eventuell wĂ€re er dann auch noch ...



... gottesebenbildlicher?

Achim

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Reina | Datum:
Hi,

>wĂŒrde er ja zugleich .. anarchistisch

Aha. Und alle demokratisch orientierten Veganer sind dann also Pseudos in Deinen Augen ??

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: plenocervix | Datum:
noe. viele sind einfach nur unwissend :)

ich persoenlich sehe meinen veganismus als konsequente herrschafts- und ausbeutungkritik, was wiederum eine logische folge aus konsequent angewandter ethik ist.

wenn mensch nicht darueber nachdenkt, oder ansozialisierte verhaltensmuster als beduerfnisse fehlinterpretiert, kanns ja nix werden mit der anarchie :)

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Volker | Datum:
Recht haste! Aber da kann man auch mal sehen, wie sehr die Masse der Menschheit in ihrer Denkweise manupuliert wird, ohne es zu merken... Im konkreten Falle merken sie eben nicht, dass auch die "Demokratie" eine ganz massive Form der UnterdrĂŒckung ist.

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Rudi | Datum:
> dass auch die "Demokratie" eine ganz massive Form der UnterdrĂŒckung ist.

Siehst Du Alternativen zur Demokratie die besser sind?

Besser als Demokratie

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> > dass auch die "Demokratie" eine ganz massive Form der
> UnterdrĂŒckung ist.
>
> Siehst Du Alternativen zur Demokratie die besser sind?

Demokratie bedeutet, daß ein Haufen Leute, die Big Brother sehen, sich eine Meinung BILDen, allsommerlich bierbedröhnt Leichen kremieren, um diese dann zu fressen, 0190er-Nummern wĂ€hlen, um 100 Euro bei dem vergeblichen Versuch, die Fernseh-Telefon-Quizfrage "Welche Hauptstadt ist das: Prias" zu beantworten (etwa: "Ägypten") zu gewinnen, an Gott glauben, ihren Kindern Nimm 2 und Milchschnitte wegen der "Vitamine" bzw. der "Extraportion Milch" geben, an Peta spenden, stundenlang Leuten zuschauen, die auf dem Rasen einem Ball hinterherrennen etc. eine Regierung wĂ€hlen, und zwar, wie es so schön heißt, die, die sie verdient haben (eine andere steht ja auch gar nicht zur Wahl).

Nur dummerweise kriegen wir die Regierung, die die verdient haben, dann auch.

Ergo ist wohl von ein paar Ausnahmen abgesehen ziemlich alles besser, nicht?

Achim

Re: Besser als Demokratie

Autor: Reina | Datum:

Verdammt nochmal, und wenn das Volk noch so bescheuert und Du noch so oberschlau sein solltest, es ist souverÀn und seine Entscheidungen sind zu respektieren, insofern sie nicht Rechte Dritter verletzen. Und wenn Dir das nicht passt, kannst Du ja versuchen, daran durch politisches Engagement etwas zu Àndern oder eben auswandern. In einem Gemeinwesen kann halt nicht jeder machen, was er will.

Mit dem Argument, die Interessen des Volkes besser zu kennen und vertreten zu können, sind schon immer Diktaturen gestĂŒtzt worden.

Re: Besser als Demokratie

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Machst Du einen auf Stand up-Comedian (dann: gratuliere) oder sonderst Du nur pawlowsche Reizreaktionen ab (dann: Beileid)?

> Verdammt nochmal, und wenn das Volk noch so bescheuert und Du
> noch so oberschlau sein solltest, es ist souverÀn und seine

Zitat:
sou|ve|rĂ€n [suvɘ– Adj. ] 1 unumschrĂ€nkt herrschend, die Herrschergewalt ausĂŒbend 2 ĂŒberlegen; eine Situation s. meistern [ Wörterbuch der deutschen Sprache


> Entscheidungen sind zu respektieren, insofern sie nicht

Zitat:
re|spek|tie|ren [V.3, hat respektiert; mit Akk.] 1 jmdn. r. [veraltend] jmdm. Respekt entgegenbringen, jmdn. achten 2 etwas r. a auf etwas RĂŒcksicht nehmen, etwas anerkennen (und sich danach richten); jmds. Alter, jmds. WĂŒnsche r.; jmds. Einstellung, Meinung r. b bezahlen; einen Wechsel r.

Re|spekt [m. –(e)snur Sg.] 1 mit leiser Furcht vermischte Scheu; jmdm. R. einflĂ¶ĂŸen; mit R. gebietender GebĂ€rde; R. vermissen lassen jmds. Person nicht achten, jmdm. gegenĂŒber dreist sein 2 auf Anerkennung beruhende Achtung; R.! [ugs.] alle Achtung!, das hĂ€tte ich dir nicht zugetraut!; R. vor jmdm. haben; R. vor jmds. Leistung, Kenntnissen, FĂ€higkeiten haben 3 [kurz fĂŒr] Respektrand [ a.a.O.


Ehe ich also Deinem "unumschrĂ€nkt herrschenden" und/oder "ĂŒberlegenen" Volk "mit leiser Furcht vermischte Scheu" entgegenbringe, bleibe ich doch lieber bei einer gewissen Abscheu vor Theisten, Speziesisten, Rassisten etc., deren Mach(enschaf)t(en) ich - und dies ist ein ethischer Imperativ - entgegentreten werde.

> Rechte Dritter verletzen. Und wenn Dir das nicht passt,

Ja, und ein Quadrat ist rund, insofern es keine Ecken hat.

> kannst Du ja versuchen, daran durch politisches Engagement
> etwas zu Àndern oder eben auswandern. In einem Gemeinwesen

Zitat:
Ge|mein|we|sen [n. 7] 1 Gemeinde, Verband von Gemeinden 2 Staat (als öffentlich–rechtliche Einrichtung)
a.a.O.


> Mit dem Argument, die Interessen des Volkes besser zu kennen
> und vertreten zu können, sind schon immer Diktaturen gestĂŒtzt
> worden.

Und? Gab es irgendwann "Diktaturen", denen ein ethisches Denken und Handeln zugrundelag? (Wenn, dann wurden sie perfekt geheimgehalten - Verschwörungstheoretiker hier?)

Was also hat das hiermit zu tun?

Du erinnerst irgendwie an Vegetarier, die gelobt werden wollen, weil sie nicht ganz so viele Tiere umbringen wie sie könnten ...

Achim

Re: Besser als Demokratie

Autor: Tanja | Datum:
Mag ja alles sein, daß das der Idealfall der Demokratie ist - aber was unterscheidet ein Volk, was durch "BILD und (Fußball-)Spiele" ruhiggestellt und fĂŒr dumm verkauft wird (und sich einbildet, nach gewissen bildenden "Informationen" eigenstĂ€ndige Entscheidungen zu treffen) von einem Volk unter einem Diktator, der "Brot und Spiele" nutzt um die Leute ruhigzustellen und wo der Ausgang der Wahlen (sofern es welche gibt) genauso vorhersehbar ist? Ich gehe zwar davon aus, daß es bei uns keine Folter gibt und auch andere Symptome der UnterdrĂŒckung nicht zu finden sind - aber bis zur tatsĂ€chlichen Freiheit wĂ€re es, wenn sich denn mal jemand ĂŒberhaupt erst aufmachen wĂŒrde, sicher noch ein weiter Weg.

Tanja

Folter in D(eutschland/emokratien)

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> welche gibt) genauso vorhersehbar ist? Ich gehe zwar davon
> aus, daß es bei uns keine Folter gibt und auch andere

Davon solltest Du nicht so leichtfertig ausgehen. Mal davon abgesehen, daß ein Großteil von Reinas "Volk", wie entsprechende Experimente gezeigt haben, jederzeit auf Befehl andere zu foltern bereit ist sei an einige FĂ€lle erinnert wie diese:

Zitat:
Das Vorgehen von Beamten der Grenzschutzpolizei hat möglicherweise zum Tod des 30-jĂ€hrigen Sudanesen Aamir Ageeb gefĂŒhrt, welcher in Deutschland vergeblich Asyl beantragt hatte und infolgedessen abgeschoben werden sollte. Ageeb starb im Mai 2000 auf dem Flug von Frankfurt nach Khartum, nachdem GrenzschĂŒtzer ihn an Armen und Beinen gefesselt und ihm einen Motorradhelm aufgesetzt hatten. Bis zum Abflug sollen Beamte den Kopf des 30-JĂ€hrigen zwischen seine Beine gedrĂŒckt haben. Als nach dem Abflug der Widerstand des Sudanesen aufhörte, richteten die Beamten ihn wieder auf und stellten fest, dass dieser nicht mehr atmete.
Immer wieder geriet die Bundesrepublik in das Fadenkreuz von Menschenrechtsorganisationen, weil sie aus medizinischen GrĂŒnden nicht reisefĂ€hige oder bereits seit langem in Deutschland lebende AuslĂ€nder abschob. Ebenfalls kritisch wurde die Bundesrepublik von internationalen Organisationen beurteilt, weil sie abgelehnte Asylbewerber auslieferte, die in ihrer Heimat von Menschenrechtsverletzungen wie Folter und Tötung bedroht waren. Vor allem AuslĂ€nder und Angehörige ethnischer Minderheiten mussten unter Misshandlungen der Polizei leiden. Die meisten machten geltend, wiederholt mit Fußtritten, Fausthieben und SchlĂ€gen mit KnĂŒppeln traktiert worden zu sein. In einigen FĂ€llen sollen Polizisten ihre Opfer in abfĂ€lliger und rassistischer Weise beschimpft haben. Aus Hafteinrichtungen fĂŒr AbschiebehĂ€ftlinge hieß es, dass die Haftbedingungen menschenverachtend seien.
http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/po8/22062.html


Zitat:
Der Mörder des Bankierssohns Jakob von Metzler klagt vor dem EuropĂ€ischen Gerichtshof fĂŒr Menschenrechte gegen die Bundesrepublik Deutschland. Sein Anwalt Michael Heuchemer bestĂ€tigte am Montag einen entsprechende Medienberichte. Grund fĂŒr die Klage in Straßburg sei die Folterandrohung, der Magnus GĂ€fgen nach seiner Festnahme ausgesetzt war. GĂ€fgen war im Dezember 2004 in Frankfurt zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
[...] In der Beschwerde schreibt Heuchemer, bei den Drohungen gegen GĂ€fgen handele es sich "um die massivste in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands bekannt und beweisbar gewordene Verletzung des Menschenrechts und des Folterverbots". Die Verurteilung GĂ€fgens basiere im Kern auf dem durch Gewaltanwendungen erpressten GestĂ€ndnis. Eine "effektive Wahrnehmung der Verteidigungsrechte" sei nicht mehr möglich gewesen, nachdem die erdrĂŒckenden Beweise mit Folter erlangt worden waren. [...] Der damalige Frankfurter PolizeivizeprĂ€sident Wolfgang Daschner hatte GĂ€fgen im Verhör mit Schmerzen drohen lassen, falls dieser das Versteck des von ihm am 29. September 2002 entfĂŒhrten MillionĂ€rssohns nicht nenne. Der elfjĂ€hrige Jakob war zu diesem Zeitpunkt schon tot, wie sich spĂ€ter herausstellte. Daschners Vorgehen löste eine bundesweite Diskussion um die ZulĂ€ssigkeit von Folter aus. Der Beamte wurde straffrei wegen Nötigung verurteilt und auf einen anderen Posten versetzt. [...] Klageziel in Straßburg sei es, die Verurteilung Deutschlands zu erreichen, sagte Heuchemer. Deutschland habe "die Garantie des Folterverbots massiv verletzt".
http://66.249.93.104/search?q=cache:boey9WYcHoQJ:onnachrichten.t-online.de/c/48/11/93/4811932.html+bundesrepublik+menschenrechtsverletzung+folter&hl=de


Zitat:
Der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Geert Mackenroth konnte sich die Anwendung von Folter unter gewissen UmstÀnde durchaus vorstellen. Es seien "FÀlle vorstellbar, in denen auch Folter oder ihre Androhung erlaubt sein können, nÀmlich dann, wenn dadurch ein Rechtsgut verletzt wird, um ein höherwertiges Rechtsgut zu retten", sagte Mackenroth dem Berliner "Tagesspiegel".

Bundesjustizministerin Zypris vertrat in einem Fernsehinterview die Auffassung, dass man Polizisten im Einzelfall einen sogenannten rechtfertigenden Notstand zubilligen könnte und Folter in diesen FÀllen nicht rechtswidrig wÀre.
Hintergrund solcher und vieler Ă€hnlicher Äußerungen waren die Vernehmungsmethoden der Frankfurter Polizei im Mordfall Metzler. Um den VerdĂ€chtigen dazu zu bringen, den Aufenthaltsort des entfĂŒhrten Jungen preiszugeben, hatte Vize-PolizeiprĂ€sident Wolfgang Daschner einen Hauptkommissar angewiesen , dem VerdĂ€chtigen Magnus G. im Verhör zu drohen.
"Wenn Sie jetzt nicht reden, dann werden wir Ihnen große Schmerzen zufĂŒgen. Wie Sie nie welche hatten, die Sie nie in Ihrem Leben vergessen werden."

Daschner hat im folgenden seine Tat offensiv in der Öffentlichkeit vertreten und zugegeben, dass er es nicht bei einer Androhung belassen hĂ€tte sondern in Anwesenheit eines Polizeiarztes den VerdĂ€chtigen tatsĂ€chlich hĂ€tte foltern lassen.
Eine Forsa Umfrage ergab, dass zwei Drittel der deutschen Bevölkerung das Vorgehen der Frankfurter Polizei in diesem Fall fĂŒr richtig hielten und Folter unter bestimmten UmstĂ€nden fĂŒr angemessen.

[...] Vorstandsmitglied Volker Haars sieht auch Konsequenzen fĂŒr die Arbeit von amnesty international in der Zukunft.
Im ai journal schrieb er dazu :
„Angesichts dieser Situation muss auch amnesty international ihre Strategien ĂŒberdenken. NatĂŒrlich lĂ€sst sich die UnterstĂŒtzung der Bevölkerung leichter fĂŒr einen gefolterten Menschenrechtsverteidiger gewinnen. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt aber eben auch fĂŒr Kleinkriminelle, Drogendealer und Mörder. Erst wenn es uns gelingt, dies im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern, wird die Folter endgĂŒltig der Vergangenheit angehören.“

http://www.initiative-gegen-die-todesstrafe.de/radiofolterindeutschland.htm


DarĂŒberhinaus hat Reina ja nicht allein von deutschland, sondern allgemien von demokratie gesprochen, und dazu wird er wohl noch so manche andere durch "Wahlen" "legitierte" Oligarchie rechnen, mehmen wir etwa die USA - davon abgesehen, daß die Todesstrafe selbst die Menschenrechtsverletzung schlechthin ist, ist die Death row, das Warten in der Todeszelle, wohl nicht anders als als Folter zu bennenn. Von anderen Folterungen ganz zu schweigen, sei es GuantĂĄnamo oder das Vorgehen der US-Polizei gegen HĂ€ftlinge mit Tasern, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Achim

"Geh doch nach drĂŒben"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Und so wĂŒrde ich Reinas freundlichen Vorschlag, "auszuwandern", ja gern in Betracht ziehen - nur dauert es wohl noch eine Weile bis der erste Warp-Antrieb soweit ist ...

Achim

das Volk ist in Demokratien nicht souverÀn...

Autor: Reina | Datum:

Massenmedien und gewÀhlte Abgeordnete verfÀlschen den WÀhlerwillen...


Die Staatsgewalt im demokratischen Staat hat weder von den angemaßten AnsprĂŒchen der sogenannten Massenmedien, noch der Interessengruppen der sogenannten pluralistischen Gesellschaft, sondern allein vom Volk auszugehen, das mĂŒndig ist und persönliche und soziale Verantwortung zu tragen weiss.

DĂŒsseldorfer Programm der NPD von 1973

Die DKP ist "die revolutionĂ€re Partei der Arbeiterklasse", wĂ€hrend das "herrschende Monopolkapital" "nur einen winzigen Bruchteil der Bevölkerung" ausmacht. "Das Großkapital kauft und korrumpiert Politiker, entsendet seine Vertreter in RegierungsĂ€mter, finanziert Parteien. Die das kapitalistische System tragenden Parteien bilden eine wichtige StĂŒtze des staatsmonopolistischen Herrschaftsmechanismus."

Programm der KPD, 1978

Einigkeit mit Rechts und Merkfreiheit

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Die Staatsgewalt im demokratischen Staat hat weder von den
> angemaßten AnsprĂŒchen der sogenannten Massenmedien, noch der
> Interessengruppen der sogenannten pluralistischen
> Gesellschaft, sondern allein vom Volk auszugehen, das mĂŒndig
> ist und persönliche und soziale Verantwortung zu tragen weiss.
>
> DĂŒsseldorfer Programm der NPD von 1973

So, Du bist Dir also mit der NPD einig. Sollte einem zu denken geben ...

Achim

Re: Einigkeit mit Rechts und Merkfreiheit

Autor: Reina | Datum:

Achim, nun stell dich nicht naiv, das kauft Dir keiner ab. Dass das Volk als SouverĂ€n von modernen Staatstheorien anerkannt wird, inwiefern und warum hier EinschrĂ€nkungen gemacht werden etc. pp., darĂŒber werd ich hier sicher nicht referieren.

Und wie sich Extremisten subtil auf diese Theorien beziehen, um ihre totalitÀre Gesellschaftskonzeption geschickter zu verkaufen (etwa Berufung auf "DEN Willen des Volkes", "DIE Arbeiterklasse" als SelbstermÀchtigung; "sogenannte pluralistische
Gesellschaft") und mit dieser Intention gegen Konstitutionen des demokratischen Verfassungsstaates ("sogenannten Massenmedien"..) agitieren, das wirst Du auch nicht ĂŒbersehen, wenn Du jedes Wort, anstatt es im Kontext zu begreifen, in einem Wörterbuch nachschlĂ€gst.

Re: Einigkeit mit Rechts und Merkfreiheit

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Und wie sich Extremisten subtil auf diese Theorien beziehen,
> um ihre totalitÀre Gesellschaftskonzeption geschickter zu

Die Quellen Deiner Weisheiten sind jedenfalls wenig subtil als inakzeptable zu identifizieren.

> Massenmedien"..) agitieren, das wirst Du auch nicht
> ĂŒbersehen, wenn Du jedes Wort, anstatt es im Kontext zu
> begreifen, in einem Wörterbuch nachschlÀgst.

Ja, Wörter umzudefinieren als nachtrÀglicher Rechtfertigungsversuch des Gesagten ist ein beliebtes Spielchen (Klassiker: "Eine Hexe sollst du nicht am leben lassen" hat laut Apologeten auch eine gaaaaanz andere Bedeutung im "Kontext", vgl. FAQ). Ein Spielchen, auf das ich mich nicht einlassen werde.

Achim

... und PAris ist die Hauptstadt von Frankreich

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> wÀhrend das "herrschende Monopolkapital" "nur einen winzigen
> Bruchteil der Bevölkerung" ausmacht. "Das Großkapital kauft
> und korrumpiert Politiker, entsendet seine Vertreter in
> RegierungsÀmter, finanziert Parteien. Die das kapitalistische
> System tragenden Parteien bilden eine wichtige StĂŒtze des
> staatsmonopolistischen Herrschaftsmechanismus."

Die Erde ist keine Scheibe, das Runde muß in das Eckige ... und weiter?

Achim

Re: Besser als Demokratie

Autor: plenocervix | Datum:
Ums mit den Worten eines Bayrischen Philosophen zu sagen:
"Wenns hoit koa Hian hom, na hoitn's as Mei wenigstns!"

Übersetzung(en)

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
"Wenns hoit koa Hian hom, na hoitn's as Mei wenigstns!"

Übersetzung (interlinear):
"Wenn Sie halt kein Hirn haben, dann halten Sie das Maul wenigstens!"

Übersetzung (wörtlich):
"Wenn Sie schon kein Gehirn haben, halten Sie wenigstens das Maul!"

Übersetzung (frei):
"Da Sie nun einmal keinen Verstand besitzen, schweigen Sie zumindest!"

Übersetzung (sinngemĂ€ĂŸ):
"Klappe, Depp!"

Achim

Re: Übersetzung(en)

Autor: plenocervix | Datum:
Internetdeutsch (antigender):

Wenn mensch keine Ahnung hat: Oefter mal die Fresse halten.

:)

Re: Besser als Demokratie

Autor: Reina | Datum:

Was mich noch interessieren wĂŒrde... auf wen bezieht sich das jetzt ? Auf mich ? Aufs Volk ?

Re: Besser als Demokratie

Autor: Reina | Datum:

Extreme Auffassungen verfĂŒhren "die schwachen Köpfe durch ihre anscheinende Einfachheit, die lebhaften GemĂŒther durch die grellen, glĂ€nzenden Farben, mit denen man sie ausmalt, und die energischen Menschen durch eine Art von Kraft, die in ihnen zu liegen scheint."

Friedrich Ancillon

Boah, voll extrem ey

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Extreme Auffassungen verfĂŒhren "die schwachen Köpfe durch

... wie z.B. Pazifismus, Veganismus, Apfelmus ...

> ihre anscheinende Einfachheit, die lebhaften GemĂŒther durch
> die grellen, glÀnzenden Farben, mit denen man sie ausmalt,
> und die energischen Menschen durch eine Art von Kraft, die in
> ihnen zu liegen scheint."
>
> Friedrich Ancillon

"Nimm reichlich Butter, damit sie schön braun werden." Oma Amalie

Friedrich Ancillon?

Zitat:
Prussian statesman, foreign minister, historian, and political philosopher who worked with the Austrian statesman Metternich to preserve the reactionary European political settlement of 1815.
EncyclopĂŠdia Britannica, meine Hervorhebung


Zitat:
Theologe [...] Prediger [div]


Zitat:
"Der Friede [...] bringt Weichlichkeit und Egoismus hervor."
Friedrich Ancillon, 'Reflexionen ĂŒber die Ohnmacht der Vernunft', 1804


Achim

Re: Boah, voll extrem ey

Autor: Reina | Datum:

Und wie sich die Vorstellungen von extrem oder radikal im Laufe der Zeit verĂ€ndert haben, von wem und wofĂŒr sie angewandt wurden, welche Probleme sich daraus fĂŒr die Politikwissenschaft ergeben etc. pp.. wĂ€re auch alles in gewissen Narrenschriften nachzulesen...

Wer die Wahl hat

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
hier ĂŒbrigens ein nettes Bild zum Thema Demokratie / Wahl (4. von oben).

Achim

Re: Wer die Wahl hat

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Und noch eins (von Klaus Staeck):



Und zum "Volk" (ebenfalls Staeck):



Ein Volk das solche
Boxer
Fußballer
Tennisspieler
und Rennfahrer hat
kann auf seine UniwersitÀten
ruhig verzichten

Achim

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: Volker | Datum:
Da gibts diverse gute Alternativen, die Schwachstelle ist leider immer der Mensch. Anarchie ist ne super Sache, z.B.. Ich wĂŒrde zustimmen, wenn jemand sagt, dass kein Modell wirklich funktioniert, keine Frage (der Menschen wegen eben). Nur finde ich, dass die Leute mal ein wenig nachdenken sollen, weil viele meinen, in unserer "Demokratie" wĂ€ren sie freie Menschen und könnten tun und lassen was sie wollen, sowie frei ihre Meinung Ă€ußern. Und das ist nunmal definitiv nicht so.

GrĂŒĂŸe,

Volker

freie MeinungsĂ€ußerung

Autor: Tanja | Datum:

> Nur finde ich, dass die Leute mal ein wenig nachdenken
> sollen, weil viele meinen, in unserer "Demokratie" wÀren sie
> freie Menschen und könnten tun und lassen was sie wollen,
> sowie frei ihre Meinung Ă€ußern. Und das ist nunmal definitiv
> nicht so.

Denkst Du da an etwas bestimmtes? Ich kann zumindest auf Anhieb kein Beispiel nenne, wo ich daran gehindert worden wĂ€re, meine Meinung zu Ă€ußern. (?)

Tanja

Re: freie MeinungsĂ€ußerung

Autor: Volker | Datum:
Beispiele:

Nichtgenehmigung von Demonstrationen, Platzverweise, Anklagen, Zwangsmaßnahmen bzw. Gewalt durch die "OrdnungshĂŒter",... (nicht alles mir geschehen, sondern eben Beispiele)

Demokratie (lat. "Dummheit siegt")

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Denkst Du da an etwas bestimmtes? Ich kann zumindest auf
> Anhieb kein Beispiel nenne, wo ich daran gehindert worden
> wĂ€re, meine Meinung zu Ă€ußern. (?)

Versuch doch mal, in so einer Sandkasten-Demokratie-Simulation (aka Wikipedia) was Sinnvolles zum Thema Veganismus zu schreiben ;-) .

Achim

Re: Neuer Peta-Promi: Papst Ratzinger?

Autor: jemensch | Datum:
wie kommt ihr eigentlich dazu glauben, die menschen WOLLTEN von natur aus was anderes als dumm vor sich hinvegetieren?

Humanvegetarion

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> wie kommt ihr eigentlich dazu glauben, die menschen WOLLTEN
> von natur aus was anderes als dumm vor sich hinvegetieren?

1. Widerlegung einer Allaussage ("die Menschen") durch Gegenbeispiel (ich z.B. will nicht "dahinvegetieren")

2. IntersubjektivitÀt (ich z.B. will nicht "dahinvegetieren")

Achim

Re: Humanvegetarion

Autor: jemensch | Datum:
die verwendung von "die menschen" in meiner frage nahm in verkuerzter formulierung bezug auf volkers "die masse der menschheit". wenn das nicht verstaendlich gewesen sein sollte, bitte ich dies zu entschuldigen. meine frage war sinngemaess so zu verstehen, was die basis fuer die annahme ist, dass die menschen, auf die sich volker bezog, "von natur aus" eigentlich etwas anderes wollen als dumm vor sich hin zu vegetieren und das nur machen, weil sie durch ihre sozialisation entsprechend manipuliert sind.

Nachdenken ĂŒber Totalitarismus und seine Folgen...

Autor: Reina | Datum:

Politischer Extremismus - nach Uwe Backes, Eckhard Jesse Politischer Extremismus in der BRD

Anriss: Begriffsbestimmung, Charakterisierung, Gemeinsame Denkstrukturen

Ideologien, die sich in der Ablehnung des demokratischen Verfassungsstaats mit seinen Werten und Regeln einig sind, sei es, in dem das Prinzip der GleichberĂŒcksichtigung negiert wird (Rechtsextremismus) oder Gleichbehandlung fĂŒr alle Lebensbereiche gefordert und die Idee der individuellen Freiheit ĂŒberlagert wird (Kommunismus) oder jede Form von Staatlichkeit als repressiv abgelehnt wird (Anarchismus).

Das Mehrparteiensystem sieht sich mit dem Alleinvertretungsanspruch einer einzigen politischen Lehre konfrontiert, InteressenverbĂ€nde geraten in den Verdacht, gegen das Gemeinwohl gerichtet zu sein, parlamentarische Prozeduren dienen der VerfĂ€lschung des Volkswillens, demokratische Medien manipulieren die öffentliche Meinung, die bĂŒrgerliche Demokratie gilt als Ausgeburt des Lasters, der kulturellen Dekadenz, des Sittenverfalls, in ihr herrschen Misswirtschaft und Korruption. InteressengegensĂ€tze und Meinungsverschiedenheiten gelten als Ausdruck heilloser Entfremdung. Propagierung der Notwendigkeit einer radikale VerĂ€nderung, um die Welt wieder "ins Lot" bringen.

Extremistische Doktrien basieren auf einem quasireligiösen, auf unbeweisbaren Grundannahmen [1] axiomatisch begrĂŒndetem System der totalen WelterklĂ€rung, das absolute GĂŒltigkeit beanspruchende Wahrheiten produziert und die Welt in Gut und Böse (GlĂ€ubige/UnglĂ€ubige) trennt. Die Diskrepanz zwischen universellem (utopischem) Problemlösungsanspruch und Wirklichkeit wird dabei hĂ€ufig durch Verschwörungstheorien zu bewĂ€ltigen versucht ("Protokolle der Weisen von Zion" - zaristische Geheimpolizei; "Nieder mit der Judenrepublik", dem "Grosskapital" - KPD; Juden als kapitalistischer/bolschewistischer SĂŒndenbock - NSDAP; ĂŒbertriebene Macht und Beziehungstendenzierung in linken und rechten Pamphleten)

Wer vor dem Hintergrund des absoluten GĂŒltigkeitsanspruchs bestreitet, dass sich der Einzelne nur in seiner Nation/Ethnie entfalten kann (Nationalismus), die Demokratie der Natur des Menschen widerstrebt und zwangslĂ€ufig in Anarchie und Chaos entartet (autoritĂ€rer Konservativismus), der Privatbesitz an Produktionsmitteln zur Ausbeutung des Menschen durch den Menschen fĂŒhrt (Kommunismus), jede Form staatlicher Herrschaft Knechtschaft bedeutet (Anarchismus), verliert politische Anerkennung (getrĂŒbtes, "falsches Bewusstsein") und Handlungsberechtigung. Die Überzeugung der absoluten GĂŒltigkeit bringt fanatische Entschlossenheit hervor, die jedes Mittel zum Ziel legitiert sieht.



[1] Beispiele:

"Allgemein breite sich die Erkenntnis aus, daß die Völker natĂŒrliche Lebensgemeinschaften, Organismen und die Nationen die naturgegebene Gliederung, die Elemente der Menschheit darstellen.", Politisches Lexikon der NPD

"Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaften ist die Geschichte von KlassenkÀmpfen", Manifest der Kommunistischen Partei

NarrenhÀnde beschmieren Tisch und WÀnde

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Politischer Extremismus - nach Uwe Backes, Eckhard
> Jesse Politischer Extremismus in der BRD

Ach, da lĂ€ĂŸt Du also denken. Kein Wunder, daß es stinkt. Wer sich in Scheiße wĂ€lzt ...

Eckhard Jesse

Zitat:
Redakteur der Zeitschrift MUT und gilt als anerkannter Extremismusexperte fĂŒr die Bundeszentrale fĂŒr Politische Bildung, das Bundesministerium des Innern sowie das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz. [wikipedia]


Zitat:
MUT ist eine 1965 gegrĂŒndeten deutsche Monatszeitschrift mit dem Untertitel Forum fĂŒr Kultur, Politik und Geschichte, ehemals Das NationaleuropĂ€ische Magazin. [...] steht dabei dem Mut-Redakteur Eckhard Jesse als Mitglied dessen Veldensteiner Kreises und Referent des vom Jesse geleiteten "HAIT" politisch und weltanschaulich sehr nahe. Ihnen und ihrer Extremismusforschung wird vorgehalten, dass sie mit ihrer Pol-Theorie die Neue Rechte, zu der auch die Zeitschrift Mut immer wieder gerechnet wird, nicht in ihren Analysen miteinbeziehen können und zu deren Verharmlosung beitragen. [...] Der Mut-Autor Udo Holtmann (NPD) veröffentlichte nicht nur in Mut, sondern auch in der „Deutschen Stimme“ offene „antisemitische Propaganda“. [...] DarĂŒberhinaus wird kritisiert, dass Autoren wie Jesse und Traughbert aktiv ihnen nahestehende Autoren der Neuen Rechten verteidigen.
a.a.O.


Zitat:
Die NPD Ă€ußerte sich positiv zur Nominierung von Backes und Jesse a.a.O


Zitat:
Im Zusammenhang mit dem Ziel der "Historisierung" des Nationalsozialismus wird Jesse die Zusammenarbeit mit Autoren vorgeworfen, die die Kritiker als neu-rechts und geschichtsrevisionistisch einstufen, insbesondere dem umstrittenen Publizisten Rainer Zitelmann. Auch die Verbindung zu dem Politikprofessor und Junge Freiheit-Autor Hans-Helmuth KnĂŒtter, der als Förderer Jesses gilt, war Gegenstand von Kritik. KnĂŒtter wurde von Kritikern vorgehalten, nach einer fortschreitenden Rechtsentwicklung die erforderliche Distanz zur extremen Rechten verloren zu haben.

Die enge Zusammenarbeit mit Uwe Backes, mit dem Jesses seit 1989 das Jahrbuch Extremismus & Demokratie herausgibt und der seit 1999 stellvertretender Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts fĂŒr Totalitarismusforschung ist, wurde ebenfalls öffentlich kritisiert. 1994 unterzeichnete Jesse und sein Mitarbeiter Backes eine SolidaritĂ€tserklĂ€rung fĂŒr den „WortfĂŒhrer der Neuen Rechten“ (Der Spiegel) Rainer Zitelmann. Nach Protesten der Redaktion wurde Zitelmann als Ressortleiter der Tageszeitung „Die Welt“ abgesetzt. Auch die Reaktion der Presse war zum Teil drastisch. "Die Woche" nannte ihn einen „PR-Mann einer national gesinnten Szene“, "Die Zeit" rĂŒgte seine Publikation als ein "widerliches Machwerk", in dem jĂŒdischen KZ-HĂ€ftlingen vorgeworfen werde, "ihre Leidenszeit hier und da etwas zu dramatisieren".
a.a.O.


Zitat:
Wurde die Unhaltbarkeit der sogenannten Totalitarismustheorie in der Forschung ĂŒber den Nationalsozialismus in den 70er und 80 er Jahren sehr wohl erkannt, so erlebte sie in Folge des „Historikerstreits“ eine Art Renaissance. Extremismusforscher, wie Eckhard Jesse, Manfred Funke und Uwe Backes, die allesamt dem „neurechten“ Spektrum zugeordnet werden können, gelten bis heute als AutoritĂ€ten. Dabei stört auch nicht, dass Jesse und Backes 1990 gemeinsam mit Rainer Zittelmann im Sammelband „Schatten der Vergangenheit“ publizierten.

Jesse fordert in diesem Sammelband beispielsweise ein Ende der „selbstquĂ€lerischen Form der VergangenheitsbewĂ€ltigung“ (zit. nach AIB Nr. 51). Und Uwe Backes, 1999 stellvertretender Direktor des Dresdner Hannah-Arendt-Instituts, verteidigte gar einen Aufsatz in welchem dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus die LegitimitĂ€t abgesprochen wurde. Das fĂŒhrte in der Folge dazu, dass sich Saul FriedlĂ€nder und andere aus dem Kuratorium des Instituts zurĂŒckzogen. Dennoch werden die Schriften von Jesse und Backes bis heute von der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung vertrieben.

http://www.klick-nach-rechts.de/gegen-rechts/2002/01/totalitarismus.htm


Zitat:
Durch die Methode der VerkĂŒrzung und einseitigen Auswahl prĂ€sentierte Weißmann hier die Deutschen als die eigentlichen Opfer des Nazi-Regimes. Das Verlagshaus Ullstein nahm schließlich den von vielen Fachleuten heftig kritisierten Band aus dem Programm, musste Weißmann aber dennoch eine Abfindung bezahlen. Gleichzeitig wurde der Politikwissenschaftler Eckhard Jesse von seiner Verpflichtung entbunden. Jesse wurde wie Weißmann der Auftrag fĂŒr die Bearbeitung eines Bandes der Reihe von Rainer Zitelmann ĂŒbertragen, als dieser noch verantwortlicher Chefredakteur bei Ullstein war. http://lexikon.idgr.de/w/w_e/weissmann-karlheinz/weissmann-karlheinz.php


Uwe Backes

Zitat:
Er lehrte ua an der Katholischen UniversitÀt [div]


Zitat:
Ein Höhepunkt des Bouvier-Verlagsprogramms von 1989 bis 1997 war das "Jahrbuch Extremismus und Demokratie" von Uwe Backes und Eckhard Jesse, zwei bekannten Exponenten der Riege der "89er" um Rainer Zitelmann, seinerseits Mitglied des "wissenschaftlichen Beirates" des "Jahrbuchs". http://home.snafu.de/bifff/aktuell12.htm


Zitat:
JĂŒngere Historiker, die "revisionistische" Positionen vertreten, berufen sich seither ausdrĂŒcklich auf Ernst Nolte als "Ziehvater". Historiker wie Uwe Backes, Klaus Hornung, Eckhard Jesse, Karlheinz Weißmann, Rainer Zitelmann setzten die durch die Kontroverse ausgelöste Historisierungsdebatte fort, um von der "Rehabilitierung des National-Konservatismus zur Formierung der 'Neuen Rechten'" zu gelangen.
http://lexikon.idgr.de/h/h_i/historikerstreit/historikerstreit.php


Usw.

Wer, wie in dem kolportierten, Lechts und Rinks velwechsert, kann natĂŒrlich auch nicht zwischen Militarismus und Pazifismus, Egoismus und Altrusimus, Metzger Groth und Tierrechtlern etc. unterscheiden. Wer so blind fĂŒr die RealitĂ€t ist, lĂ€uft solchen Ideologen nach.

Und so wundert es auch nicht, daß das von Dir hier zitierte dĂŒmmliche Gefasel gut (etwa nach Austausch von Anarchismus durch Veganismus), bei den Grillsportlern stehen könnte, sowohl was das Niveau als auch die dahinterstehende Geisteshaltung betrifft.

Also verschone uns zukĂŒnftig doch mit solchem stinkenden Geschmiere - wenn wir hier MĂŒll entsorgen, weil wir genug Sinnvolleres zu tun haben, als darauf auch noch stĂ€ndig zu antworten, faseln wieder irgendwelche Spinner von "Löschorgien".

Achim

Re: NarrenhÀnde beschmieren Tisch und WÀnde

Autor: Reina | Datum:

Ich hatte seinerzeit (in Unwissenheit der sonstigen TĂ€tigkeit der Autoren) aus einem sehr einfachen Grund auf dieses Werk zurĂŒckgegriffen. Es gilt schlicht als DAS politikwissenschaftliche Standardwerk der Extremismusforschung und hat eine allein 50 Seiten umfassende Literaturliste. Nicht ohne Grund greifen die Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, das Innenministerium und Sicherheitsbehörden darauf zurĂŒck, denen wohl kaum glaubwĂŒrdig eine rechte Verschwörung unterstellt werden kann.

Wenn die Autoren in anderen Schriften aus einer nationalistischen Orientierung heraus eine bedenkliche "Historisierung" des Nationalsozialismus befĂŒhrworten und sich entgegen den GrundsĂ€tzen ihres eigenen Standardwerkes nicht weit genug von Rechtsextremisten abgrenzen, erschĂŒttert das natĂŒrlich das Vertrauen in dessen ObjektivitĂ€t und ist zu hinterfragen, ob etwa die "Neue Rechte" auch vollstĂ€ndig abgehandelt wird. Eine Frage, die in einem seriösen Tierrechtsforum mit Hinblick auf die weitreichende Bedeutung des Werkes wohl kaum als "Schmiererei" entsorgt werden kann. Die Darstellung von NPD, DVU und REP lĂ€sst jedoch keine Zweifel in bezug auf die Beurteilung und GefĂ€hrlichkeit bestehen. (Sonst hĂ€tte ich ja wohl auch kaum auf dieses Werk verwiesen...)

So heisst es also bei Wikipedia dann auch "Um das wissenschaftliche Wirken Jesses entstand eine zunehmende und lang anhaltende Kontroverse, die bis heute keinen Abschluss gefunden hat."

Damit erscheinen Backes und Jesse nun als Kaplans und Singers der Extremismusforschung. Aber wie schön, dass Du nun bereits ein wie ĂŒblich bemerkenswert differenziertes Urteil ("Scheiße", "Gefasel") gefunden hast und Dich mit den dargestellten Inhalten nun auch gar nicht mehr beschĂ€ftigen musst. In solchen Dingen haben Antiveganer auch reichlich Übung.

Die Autoren jedenfalls differenzieren sehr wohl politische Motive detailliert auseinander. Das spricht jedoch nicht gegen eine Systematisierung unterschiedlicher Gesinnungen, nach oben skizzierten anderweitig bedeutsamen und weitreichenden Merkmalen.

Etwa folgenden:

Reina: "alle demokratisch orientierten... Pseudos" ?

plenocervix: "wenn mensch nicht darueber nachdenkt.."

Volker: "wie sehr die Masse der Menschheit in ihrer Denkweise manupuliert wird"

Achim: "Demokratie bedeutet" [sinngemÀss - Diktatur des Pöbels]

etc...

Re: NarrenhÀnde beschmieren Tisch und WÀnde

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
> Ich hatte seinerzeit (in Unwissenheit der sonstigen TĂ€tigkeit
> der Autoren) aus einem sehr einfachen Grund auf dieses Werk
> zurĂŒckgegriffen. Es gilt schlicht als DAS
> politikwissenschaftliche Standardwerk der
> Extremismusforschung und hat eine allein 50 Seiten umfassende

Schlimm genug, daß das Machwerk solcher Leute als "das Standardwerk" gilt.

> Literaturliste. Nicht ohne Grund greifen die Bundeszentrale
> fĂŒr politische Bildung, das Innenministerium und
> Sicherheitsbehörden darauf zurĂŒck, denen wohl kaum

Eben (wenn auch anders, als Du das gern hÀttest).

> Die Autoren jedenfalls differenzieren sehr wohl politische
> Motive detailliert auseinander. Das spricht jedoch nicht

Ein beliebter Trick von Demagogen ist es, durch VortĂ€uschen von ObjektivitĂ€t durch AnfĂŒhren (vorgeblich gemeinsam anerkannter) Tatsachen (was oft bis hinein an eine sprachliche Mimikri geht) zunĂ€chst die Leser in Sicherheit zu wiegen, um dann im Trojanischen Pferd eben dieser vermeintlichen ObjektivitĂ€t ihre PropagandalĂŒgen zu transportieren (Paradebeispiel fĂŒr solches Vorgehen ist etwa der Intrigant, der unter dem Namen "marie" die bekannte LĂŒgengeschichte "Meine Erlebnisse mit Maqi" verbreitet hat). Und natĂŒrlich gibt es genug "Volk", das nur zu gern darauf hereinfĂ€llt, da eben dieses Volk lieber Heuchlern und Schmeichlern auf den Leim geht (und hier ist ein Bild, das einer speziesistischen Vorgehensweise entnommen ist, mehr als angebracht), als sich von denen, die ungeschminkt die Wahrheit sagen, einen Spiegel vorhalten zu lassen, in dem sie ihre eigene Fratze sehen mĂŒĂŸten.

Achim

Noch ein unveganer Petapromi: Leichenfresser-Papst "Person des Jahres 2015"

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Falscher Papst, aber ansonsten hatte ich recht.

Peta USA, UK und D wÀhlen den Leichenfresser Franziskus zur "Person of the Year 2015":

Zitat: Tierschutzorganisation[!] kĂŒrt Papst zur "Person des Jahres 2015"

[...] Franziskus sei bekannt dafĂŒr, sich stark fĂŒr die Umwelt einzusetzen. "Die Wahl entschied sich durch die Aufforderung des Papstes an 1,2 Milliarden Katholiken und alle BĂŒrger der Welt, die Herrschaft ĂŒber die Schöpfung Gottes abzulehnen, Tiere gut zu behandeln und die Umwelt zu respektieren", heißt es in einer Pressemitteilung von Peta Deutschland. Die Naturschutzorganisation[!] sieht darin einen "subtilen Aufruf zur veganen Lebensweise". [...]

"Bei ĂŒber einer Milliarde Katholiken weltweit erreicht die tierfreundliche Lehre von Papst Franziskus ein riesiges Publikum", sagt Elisa Allen, Associate Director bei Peta UK und laut eigener Aussage Atheistin. "Seine Heiligkeit wurde von Peta zur Person des Jahres gewĂ€hlt, weil er sich fĂŒr einen mitfĂŒhlenden Umgang mit allen Lebewesen einsetzt – unabhĂ€ngig von Religion oder Spezies." [...]

Franziskus selbst ist kein Vegetarier oder gar Veganer. "Der Papst glaubt nicht an extreme Ideen", hatte sein Zeremoniar Guillermo Karcher im September der "Augsburger Katholischen SonntagsZeitung" gesagt. Ein Argentinier ohne Fleischkonsum sei ein Wunder. Das tĂ€gliche Essen des Papstes entspreche den "gĂ€ngigen MenĂŒs in Rom".
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/franziskus-und-der-veganismus-tierschutzorganisation-kuert-papst-zur-person-des-jahres-2015/12663282.html


Damit setzt Peta seiner Antiveganismuspropaganda erneut die Krone auf - ein Leichenfresser ist also Vorbild, um "Tiere gut zu behandeln", "tierfreundlich" und "mitfĂŒhlend".

Achim

extreme Ideen

Autor: Tobi | Datum:
Zitat:
"Der Papst glaubt nicht an extreme Ideen"


Da weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Tobi

Re: extreme Ideen

Autor: Achim StĂ¶ĂŸer | Datum:
Tobi schrieb:
>
>
Zitat:
> "Der Papst glaubt nicht an extreme Ideen"
>

>
> Da weiß ich echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

[x] lachen

Achim

Halal schlachten!

Autor: Tanja | Datum:
Nein, das soll nun kein Beitrag werden in dem ĂŒber das SchĂ€chten als "besonders schlimme Tötungsmethode" diskutiert wird. Aber vielleicht trĂ€gt der ja dazu bei, daß wieder ein paar Leute mehr begreifen, was Peta anrichtet.
Aktuell geht es also nun mal wieder um Australien und um Schafe, dieses mal allerdings nicht um "Wolle" sondern um "Lebentiertansporte" fĂŒr den Leichenkonsum. Denn die sind furchtbar und mĂŒssen abgeschafft werden, die Tötung laut "Kampagnenleiter" JĂŒrgen Faulmann allerdings nicht:
Zitat: "Es gibt absolut keinen Grund Tiere den Qualen eines Lebendtransports auszusetzen", so PETA-Kampagnenleiter JĂŒrgen Faulmann. "Tiere können auch in Australien halal geschlachtet und gekĂŒhlt nach Nahost transportiert werden, was eine unvorstellbare Menge an Leid vermeiden wĂŒrde.


Noch Fragen?

Tanja