Foren√ľbersicht RSS

Veganismusforum:
Hummeln in Gewächshäusern

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 26

Hinweis: Momentan können keine Beiträge erstellt werden.

Hummeln in Gewächshäusern

Autor: Claude | Datum:
Gem√ľse aus Gew√§chsh√§usern war noch nie mein Ding aber wie ich gestern (auf 3Sat: "K√∂nigin f√ľr einen Sommer") erfahren musste werden in solchen Hummeln zur Best√§ubung eigesetzt. Diese werden extra gez√ľchtet - V√∂lker die nicht den W√ľnschen des Z√ľchters entsprechen get√∂tet. Nach erfolgter Best√§ubung vermutlich dasselbe. Einige Pflanzen (z.B. Tomaten) geben nicht gen√ľgend Nektar - wahrscheinlich verhungern alle sobald die Zuckerl√∂sung im Karton in dem sie geliefert werden alle ist.

Ausgebeutete Hummeln im Gew√§chshaus, "Sch√§dlingsbek√§mpfung" bei koventionell/Bio. Aber eigentlich kommt man da ja selbst drauf wenn man etwas √ľberlegt... Da wird wohl nur eine vegane Gesellschaft was n√ľtzen.
Die Alternative zu Hummeln w√§re √ľbrigens ein Apparat der die Best√§ubung √ľbernimmt. Ein Angestellter muss damit die Pollen aus den Bl√ľten sch√ľtteln. Allerdings soll das nicht so gut funktionieren.

Weitere Infos bei Google.

Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts

Autor: Achim Stößer | Datum:
> drauf wenn man etwas √ľberlegt... Da wird wohl nur eine vegane
> Gesellschaft was n√ľtzen.
> Die Alternative zu Hummeln w√§re √ľbrigens ein Apparat der die
> Best√§ubung √ľbernimmt. Ein Angestellter muss damit die Pollen
> aus den Bl√ľten sch√ľtteln. Allerdings soll das nicht so gut
> funktionieren.

Ich f√ľrchte, bis wir die vegane Gesellschaft haben, werden solche Best√§ubungen l√§ngst von Nano- oder zumindest Mikrorobotern (h√§tte jetzt gern das Analogon zu Androiden geschrieben, habe aber keine Ahnung, was "Hummel" auf griechisch hei√üt) durchgef√ľhrt (und das wesentlich effektiver), so da√ü sich das Problem bis dahin selbst erledigt hat.

Weitere Beispiel (teilweise bereits umgesetzt):
* "Brieftauben" -> Telegraphie -> Fernschreiber -> Fax -> Email
* "Kutschpferde" -> Automobile/Z√ľge usw. -> Vakuumr√∂hrenbahnen
* "Zugochsen" -> Traktoren -> Schreitmaschinen
* "M√ľhlpferde" -> Wind-/Wasserm√ľhlen -> elektrisch betriebene M√ľhlen
* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc. -> Sehprothesen
* "Kriegsdelphine" -> Militärroboter -> Pazifismus

Zum gro√üen Teil beruht das nicht auf Tierrechtsgesichtspunkten, sondern war/ist/wird rein praktischer Natur sein, weil die neuen Materialen/Verfahren den durch Tierausbeutung gewonnenen einfach √ľberlegen sind, vgl. auch:

* "Leder" -> GoreTex, Kevlar etc.
* "Federbetten" -> Synthetik, Kapok
* "Gelatine"filmfotographie -> Digitalkameras
und nat√ľrlich
* "Fleisch", "Eier", "Tiermilch", "Honig" etc. -> vegane Ernährung.

Schuhe oder Fu√üb√§lle aus "Leder" werden, zumindest von Profis (was Schuhe angeht z.B. Wettl√§ufer, Bergsteiger) kaum verwendet, Kevlar sch√ľtzt Motorradfahrer besser bei Unf√§llen, Federn sind allergen, Digicams praktischer und v.a. schneller (weil die Entwicklung entf√§llt, so da√ü zumindest Pressefotographen nur noch so arbeiten), und vegane Ern√§hrung ges√ľnder als die √ľbliche.

Achim

Re: Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts

Autor: Claude | Datum:
> Ich f√ľrchte, bis wir die vegane Geselelschaft haben, werden
> solche Bestäubungen längst von Nano- oder zumindest
> Mikrorobotern (hätte jetzt gern das Analogon zu Androiden
> geschrieben, habe aber keine Ahnung, was "Hummel" auf
> griechisch hei√üt) durchgef√ľhrt (und das wesentlich
> effektiver), so daß sich das Problem bis dahin selbst
> erledigt hat.

Ach wär ich doch Erfinder geworden dann hätt ich die jetzt erfunden... ;-)

PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software die Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe usw.

Re: Hummelroboter und andere Aspekte des 21. Jahrhunderts

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Ach wär ich doch Erfinder geworden dann hätt ich die jetzt
> erfunden... ;-)

Zu spät ;-) .

Tiny Flying Robots Modeled on Insects

Entomopter Project

Flying robotic insect slated to explore Mars

Inspired by the aerodynamics of flying insects, a project to build a wee winged robot takes off



VIRGO: Vision-based robot navigation research network

Vanderbilt University Engineers Developing Robotic Insects

Es gibt sogar Jesustierchen-Roboter, mechanische Wasserläufer:Robot insect walks on water


Und auch Spielzeugvarianten (mit, je nach Zusammenbau, Kakerlaken- oder Mottenverhalten) f√ľr $36:
PHOTO INSECT‚ĄĘ - The solar insect robot


Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines Prototyps).

> PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon
> bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software die
> Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe usw.

Hm, das kann gut sein.

Achim

Bestäubungsroboter

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem
> erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines
> Prototyps).
>

Zehn Jahre sind demnächst um, war wohl zu optimistisch.

Daf√ľr ist ...

> > PS: Ich hab mal gelesen dass Digitalkameras sowieso schon
> > bessere Qualität bieten. Vorallem wenn sie durch Software
> die
> > Bildqualität verbesseren. Weniger verwackeln, mehr Schärfe
> usw.

... das inzwischen evident.

Achim

Roboterbienen

Autor: Achim Stößer | Datum:
Achim Stößer schrieb:
>
> > Also in spätetens 20 Jahren ist das Bestäubungsproblem
> > erledigt (ich tippe eher auf zehn bis zur Entwicklung eines
> > Prototyps).
> >
>
> Zehn Jahre sind demnächst um, war wohl zu optimistisch.

Knapp daneben:
Zitat: Forscher der US-Universit√§t Harvard haben winzige Roboterbienen entwickelt, die nicht nur fliegen, sondern auch unter Wasser tauchen k√∂nnen. Die Bienen sind halb so gro√ü wie eine B√ľroklammer und wiegen weniger als ein zehntel Gramm.
Harvards fliegende Roboter-Bienen sollen eines Tages die echten ersetzen, 06.10.2015 https://www.wired.de/collection/science/die-fliegenden-roboter-bienen-aus-harvard-konnen-jetzt-tauchen

Noch sind sie angeleint ...


Achim

Re: Roboterbienen

Autor: Claude | Datum:
Man liest ja immer wieder das angebliche Zitat von Albert Einstein.
Zitat: Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.


Als es mal der Fachhochschule gezeigt wurde, war ich erstaunt, dass die Ingenieure nicht alle sofort gesagt hatten, dass sie in 4 Jahren problemlos Roboterbienen bauen könnten. Ich als Programmierer, mit wenig Ahnung von sowas, hatte es dann behauptet.
Es m√ľssen ja auch nicht k√ľnstliche Bienen sein. Sie bereits existierenden Drohnen k√∂nnten auch mit etwas ausgestattet werden, was den Pollen aufnehmen und wieder abgeben kann.

Claude

PS: es ist auch ok, wenn nicht alle Vorhersagen stimmen. Ich h√§tte gr√∂sste M√ľhe mit meinen kurzen Fingern√§geln einen Touchscreen zu bedienen.

kapazitiv vs. resistiv

Autor: Thomas Scherhag | Datum:
Claude schrieb:

> PS: es ist auch ok, wenn nicht alle Vorhersagen stimmen. Ich
> h√§tte gr√∂sste M√ľhe mit meinen kurzen Fingern√§geln einen
> Touchscreen zu bedienen.

Hmm, Touchscreen einigermaßen moderner Bauart sind kapazitiv und nicht resistiv. Auch mit langen Fingernägeln kannst Du da nichts ausrichten. Oder habe ich nur nicht die Ironie verstanden?

Gruss, Thomas

Re: kapazitiv vs. resistiv

Autor: Claude | Datum:
Die Touch Screens in Virulente Wirklichkeiten wurden mit Fingernagel bedient. Ausserdem nannte Achim die automatische Assistentin Eliza statt Siri oder Cortana. Es ging mir darum, dass er mit solchen Voraussagen doch recht nahe dran lag, auch wenn man immer gewisse Abweichungen findet. So werden die selbstfahrenden Autos wohl nicht so bald schweben können.

Claude

Virulente Wirklichkeiten

Autor: Achim Stößer | Datum:
Claude schrieb:
>
> Die Touch Screens in Virulente Wirklichkeiten wurden mit
> Fingernagel bedient. Ausserdem nannte Achim die automatische


Hm, wo kommen die vor? Das einzig touchscreen√§hnlich, an das ich mich erinnere, ist der Schreibtisch in "Chronopsie", und da wird das optisch (√ľber Kameras) gemacht, glaube ich (oder werden da Fingern√§gel benutzt?). Ist ja auch eine Weile her, dass "Virulente Wirklichkeiten" erschienen ist, fast zwei Jahrzehnte ;-)

> Assistentin Eliza statt Siri oder Cortana. Es ging mir darum,

Wegen Weizenbaum ... aber auch an das kann ich mich nicht erinnern, sollte ich vielleicht mal wieder lesen ...

> dass er mit solchen Voraussagen doch recht nahe dran lag,
> auch wenn man immer gewisse Abweichungen findet. So werden
> die selbstfahrenden Autos wohl nicht so bald schweben können.

Ah, das m√ľsste "Erdpech" sein :-) .

Achim

Re: Virulente Wirklichkeiten

Autor: Claude | Datum:
> Hm, wo kommen die vor? Das einzig touchscreenähnlich, an das
> ich mich erinnere, ist der Schreibtisch in "Chronopsie", und
> da wird das optisch (√ľber Kameras) gemacht, glaube ich (oder

Seite 170 : "... umriß mit dem Fingernagel eine Formel und schob ..."
Ich hatte das so verstanden, dass es ein Touchscreen ist, der mit dem Fingernagel bedient wird.
Aber dass muss es vielleicht nicht, denn "Michaela ber√ľhrte mit dem Zeigefinger das Telefonsymbol" (S. 168).

Ja, Handgesten oder sowas kamen da auch irgendwo vor. Das hat man ja heute mit den Webcams in den Laptops auch. Ich kenne aber niemanden der das verwendet.
Mit dem "EyePhone" kann man einfach in die Luft zeigen, wo das Menu sichtbar ist, wenn gerade kein Virus dies verhindert.

> Wegen Weizenbaum ... aber auch an das kann ich mich nicht

Interessant. Diese Eliza kannte ich nicht.

> erinnern, sollte ich vielleicht mal wieder lesen ...

Kann ich nur empfehlen. :-)

> Ah, das m√ľsste "Erdpech" sein :-) .

Genau. Ich warte seit 11 Jahren darauf, dass mir plötzlich eine Stimme sagt: "Hier ist die Simulation zu Ende".

Claude

Blinde mit Sehhilfen ???

Autor: Christoph | Datum:
Achim schrieb:


"* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc. -> Sehprothesen"

Können Blinde mit Sehprothesen wieder sehen?
Coool. An mir ist die Zeit vorbei gegangen.

Re: Blinde mit Sehhilfen ???

Autor: Achim Stößer | Datum:
> "* "Blindenhunde" -> GPS, Laptop, Bilderkennungssoftware etc.
> -> Sehprothesen"
>
> Können Blinde mit Sehprothesen wieder sehen?

Ja, das ist der Sinn von Sehprothesen. Dazu, daß Gehörlose wieder laufen können, sind sie eher nicht gedacht.

Gleich der erste Link bei Google zum Stichwort ist:
Sehprothesen lassen Blinde wieder sehen

Der 2.: Re: Adaptive Blindenhilfen (was Sehprotesen ...)

3. Schnittstelle Kopf - Möglichkeiten und Grenzen von Neuroprothesen im Gehirn

usw. usw.

Wie besonders der 4. Entwicklung von Operationsmethoden im Rahmen der Anwendung von subretinal plazierbaren Sehprothesen im Tiermodell klar machen d√ľrfte, wird es Sehprothesen l√§ngst geben, ehe die vegane Gesellschaft realistiert ist.

Damit er√ľbrigt sich also die Frage nach "Blindenhunden" ebenso wie die nach "Brauereipferden".

> Coool. An mir ist die Zeit vorbei gegangen.

Eher der Sinn des Beitrags. Lies ihn nochmal und versuche, ihn zu verstehen.

Achim

Sehprotese

Autor: Kris | Datum:
Hallo!

> Wie besonders der 4.
> Entwicklung von Operationsmethoden im Rahmen der Anwendung von subretinal plazierbaren Sehprothesen im Tiermodell klar machen d√ľrfte, wird es Sehprothesen l√§ngst geben, ehe die vegane Gesellschaft realistiert ist.
>
heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage von Tierversuchen erprobt werden? Die Frage, die sich stellt, ist doch, ob man diese dann einsetzen darf - ebenso wie die "medizinischen Ergebnisse" des 3. Reiches, die auf Menschenversucehn beruhen...

Kris

Re: Sehprotese

Autor: Tanja | Datum:
Hi Kris,

> heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage
> von Tierversuchen erprobt werden? Die Frage, die sich stellt,

Eine Diskussion zu Tierversuchen findest Du unter http://veganismus.ch/foren/read.php?f=7&i=1127&t=1091 . Vielleicht l√§√üt sich das hier dann ja etwas abk√ľrzen. ;-)

> ist doch, ob man diese dann einsetzen darf - ebenso wie die
> "medizinischen Ergebnisse" des 3. Reiches, die auf
> Menschenversucehn beruhen...

Nein, die Frage stellt sich eigentlich nicht. Denn es w√§re ja wohl alles andere als tierrechtlerisch, einen schwer Unterk√ľhlten an seiner Unterk√ľhlung sterben zu lassen weil Erkenntnisse √ľber die Rettung solcher Patienten in Menschenversuchen gewonnen wurden. Dazu kann derjenige, der da gerade vor einem liegt und im Zweifelsfall stirbt, wohl absolut nichts. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Vor l√§ngerem gab es im Fernsehen einen (Karremann-?)Bericht √ľber Katzenbabies, denen mit einem operativen Eingriff die F√§higkeit (ganz oder zeilweise, wei√ü ich nicht mehr genau) zu H√∂ren genommen wurde um so neue Erkenntnisse √ľber Geh√∂rlosigkeit und Schwerh√∂rigkeit zu gewinnen. Doch es w√§re ja absurd, deswegen jedem schwerh√∂rigen Menschen nun sein H√∂rger√§t wieder abzunehmen.

Tanja

Die Frage, die sich stellt

Autor: Achim Stößer | Datum:
>heisst du denn Sehprotesen gut, wenn sie auf der Grundlage von
>Tierversuchen erprobt werden?

Ich habe oben eine Tatsache festgestellt, neutral und ohne Wertung. Daß ich unfreiwillige Tierversuche ablehne, sollte wohl offensichtlich sein. Das ändert nichts daran, daß sie noch eine ganze Zeit stattfinden werden.

>Die Frage, die sich stellt,

Siehe Fragen √ľber Fragen.

Du scheinst des öfteren zu behaupten, daß sich irgendwelche absurden Fragen stellen.

Die Fragen die tats√§chlich gestellt werden (etwa, welche Fahrschulen Dir die unsinnige Auskunft bez√ľglich Motorradkleidung gegeben haben sollen), ignorierst Du dagegen.

Achim

Re: Die Frage, die sich stellt

Autor: Kris | Datum:
...wenn du meinst. Diese Frage habe ich allerdings beantwortet. nur lese ich nicht jeden Tag (aus Zeitmangel) die Forenbeitraege.
Aber davon abgesehen geht mir hier die ethische Diskussion manchmal nicht weit genug. Ich denke, dass jeder von euch hier Tierexperimente ablehnt. Ebenso gibt es die Diskussion ueber die Fragen, duerfen "medizinische" Ergebnisse aus Veruchen an Menschen des 1000-jaehrigen Reiches zur heutigen Behandlung eingesetzt werden.
Sehprotesen, wie auch immer, werden aber heute auf Grundlage von Tierexperimenten entwickelt. Sei es nur die Vertraeglichkeit von Kontaktlinsen auf dem Augapfel oder die Implantate, die eine natuerliche Linse ersetzen sollen. Ebenso basieren die taeglich empfohlenen Dosen fuer Vitamine und die vertraeglichkeit von Ersatzstoffen auf vergangenen Tierexperimenten beruhen. Aus diesem Grunde mache ich mir Gedanken ueber die Ethik der Forschung. Natuerlich darf es keinen Rueckschritt in der Entwicklung geben, aber es ist doch nicht zu bezweifeln, dass ein grossteil der heutigen technischen Errungenschaften (und sei es nur die Strahlungsreduktion deines und leider auch meines Computermonitors) auf Tierexperimenten basieren.
Das bringt natuerlich die Tierrechte nicht (zumindest nicht mittelbar) voran. Also entschuldige ich mich schon jetzt fuer die Beitraege, die eine unnoetige Diskussion verursachen.

Kris

Re: Die Frage, die sich stellt

Autor: Tanja | Datum:

> Aber davon abgesehen geht mir hier die ethische Diskussion
> manchmal nicht weit genug. Ich denke, dass jeder von euch
> hier Tierexperimente ablehnt. Ebenso gibt es die Diskussion
> ueber die Fragen, duerfen "medizinische" Ergebnisse aus
> Veruchen an Menschen des 1000-jaehrigen Reiches zur heutigen
> Behandlung eingesetzt werden.

Wenn es Leute gibt, die √ľber sowas diskutieren, beneide ich sie ja schon fast um ihre Zeit, die sie wohl √ľber haben.
Wenn man heute einen Menschen an Unterk√ľhlung sterben lie√üe, weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute ablehnen w√ľrde, w√§re das ja fern jeglicher Logik und ethischer Verantwortung. Also was gibt es da zu diskutieren?

Tanja

Re: Die Frage, die sich stellt

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Wenn es Leute gibt, die √ľber sowas diskutieren, beneide ich
> sie ja schon fast um ihre Zeit, die sie wohl √ľber haben.

"Diskutieren"? Dar√ľber gibt es sogar eine ganze Star Trek-Folge (ich glaube Voyager, evt. DS9) - wobei der Arzt sich dubioserweise entscheidet, nicht die durch den "Nazi" gewonnene Erkenntnis zu verwenden ...

Hm, bestimmt kam sowas auch mal bei Chicago Hope, Emergency Room oder Ally McBeal ;-) .

>Wenn man heute einen Menschen an Unterk√ľhlung sterben lie√üe, >weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete >Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute >ablehnen w√ľrde, w√§re das ja fern jeglicher Logik und ethischer >Verantwortung. Also was gibt es da zu diskutieren?

Allerdings. Ich bezweifle √ľbrigens stark, da√ü es viele Leute gibt, die z.B. auch nur Schmerz- oder Schlafmittel vermeiden, von denen viele von Bayer etc. in Experimenten mit KZ-H√§ftlingen getestet wurden.

Achim

Re: Die Frage, die sich stellt

Autor: Achim Stößer | Datum:
Kris schrieb:
>
> ...wenn du meinst. Diese Frage habe ich allerdings
> beantwortet. nur lese ich nicht jeden Tag (aus Zeitmangel)

Allerdings erst einige Monate, nachdem ich darauf hingewiesen habe, daß Du sie nicht beantwortet hast, womit Du sie zu dem Zeitpunkt meines Hinweises offensichtlich nicht beantwortet hattest.

> technischen Errungenschaften (und sei es nur die
> Strahlungsreduktion deines und leider auch meines
> Computermonitors) auf Tierexperimenten basieren.
> Das bringt natuerlich die Tierrechte nicht (zumindest nicht

Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen; dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.

Anders gesagt: alles typische gordische Hirnknotren von "tierversuchsgegnern", die nicht unterschieden k√∂nnen zwischen Tierversuchen (die abzulehenen sind) und Tierversuchsgetetem (wozu in diversen beitr√§gen hier gen√ľpgend steht).

Die Frage, die sich hier stellt, ist also: warum nicht mal die Suchfunktion bem√ľhen.

Achim

unethische Ethik

Autor: Kris | Datum:

Hallo Achim,

> Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im
> tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen;
> dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test
> nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.

wo habe ich das gesagt? Im uebrigen habe ich nicht Star Trek zu meiner Lebensphilosophie erhoben. Ich habe aber Probleme mit Ergebnissen aus Tierversuchen (meschlich oder nicht-menschlich) die ohne Einverstaendnis der Person (was bei nichtmenschlichen Tieren ja eher der Ausnahmefall ist) zustande gekommen sind. Im uebrigen verstehe ich nicht, wo genau die Grenze nach diesem Forum gezogen wird. Das habe ich auch nach Anwendung der Suche oder bei der Durchsicht der Stichwortliste etc. nicht gesehen. Ich verstehe die Argumentation hier in etwas so: die Versuche sind durchgefuehrt, die Lebewesen sind tot, also kann ich auch Nutzen aus den erkenntnissen ziehen. Hin zu einer veganen Gesellschaft wuerde das aber heissen: die Gesellschaft ist vegan, die Kuehtruhe im Supermarkt ist aber ncoh voll, da kann ich da ja noch so lange zugreifen. Wo in dieser Logik ist der Fehler?

> Tierversuchsgetetem
daraus konnte ich mir keinen Reim machen...

Und aus Tanjas Beitrag sehe ich:
"Wenn man heute einen Menschen an Unterk√ľhlung sterben lie√üe, weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute ablehnen w√ľrde, w√§re das ja fern jeglicher Logik und ethischer Verantwortung."

Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die Erde ist eine Scheibe.

Kris

Re: unethische Ethik

Autor: Knulprek | Datum:
Kris schrieb:

> Ich verstehe die
> Argumentation hier in etwas so: die Versuche sind
> durchgefuehrt, die Lebewesen sind tot, also kann ich auch
> Nutzen aus den erkenntnissen ziehen. Hin zu einer veganen
> Gesellschaft wuerde das aber heissen: die Gesellschaft ist
> vegan, die Kuehtruhe im Supermarkt ist aber ncoh voll, da
> kann ich da ja noch so lange zugreifen. Wo in dieser Logik
> ist der Fehler?

Der Fehler in dieser Logik liegt darin, da√ü das Fleisch in den Tiefk√ľhltruhen an sich nicht vegan ist. Irgendwelche medizinischen Verfahren oder Erkenntnisse sich aber nicht an sich nicht vegan.


> "Wenn man heute einen Menschen an Unterk√ľhlung sterben lie√üe,
> weil aufgrund von Experimenten des Nazis geeignete
> Behandlungsmethoden entwickelt wurden, die man aber heute
> ablehnen w√ľrde, w√§re das ja fern jeglicher Logik und
> ethischer Verantwortung."
>
> Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen
> Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die
> Erde ist eine Scheibe.

Was schlägst du denn als Alternative vor? Sollen alle bereits gewonnenen Erkenntnisse nochmal neu an freiwilligen menschlichen Testpersonen getestet werden, bevor man sie einsetzen darf? Welchen Sinn hätte das? Die Erkenntnisse hat man so oder so schon, egal ob man sie nun an freiwilligen Testpersonen nochmal testet oder nicht. Die Alternative wäre demnach, die Erkenntnisse ganz zu verwerfen und somit ggf. Leute sterben zu lassen. Tolle Lösung.

Tierversuche, Jagd und andere Randdthemen

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Was schlägst du denn als Alternative vor? Sollen alle bereits
> gewonnenen Erkenntnisse nochmal neu an freiwilligen
> menschlichen Testpersonen getestet werden, bevor man sie
> einsetzen darf? Welchen Sinn hätte das? Die Erkenntnisse hat
> man so oder so schon, egal ob man sie nun an freiwilligen
> Testpersonen nochmal testet oder nicht. Die Alternative wäre
> demnach, die Erkenntnisse ganz zu verwerfen und somit ggf.
> Leute sterben zu lassen. Tolle Lösung.

Eben - völlig absurd.

Bemerkenswerterweise gibt es, soweit ich wei√ü, trotz der Myriaden von "Tierversuchsgegner"-Organisationen kein Flugblatt bzw. keinen Artikel, in dem diese Problematik (die wohl nicht so offensichtlich ist, wie seie sein k√∂nnte) vern√ľnftig behandelt wird (oder kennt jemand einen).

Ich sehe schon - auch zu diesem Thema m√ľssen wir mal was schreiben (wie schon zum Thema "Zirkus") - nicht mal auf dem Randgebiet, auf dem sie 99% der Ressourcen verbraten, kriegen sie was gescheites zustande.

Ist mir z.B. auch schon was "Jagd" angeht aufgefallen. Obwohl wir uns kaum mit diesem Randthema beschäftigen, haben wir dazu z.B. wohl mehr und besseres Bildmaterial als es auf den ganzen (zumindest die mir bekannten deutschsprachigen) "Antijagdseiten" von den Leuten, die praktisch nichts anderes machen als "Anti-Jagd", zu finden ist (und die dann auf ihren Seiten eigentlich nichts weiter haben als unsinnige Foren und hunderte todlangweilige Pressemeldungen, daß sich mal wieder ein Jäger beim Hochsitzklettern den kleinen Zeh angehauen hat oder eine Kuh, einen Reisebus oder was auch immer mit einem Wildschwein verwechselt hat, oder ein paar zusammengeklaute Fotos und Cartoons) ... kooomisch.

Achim

Re: unethische Ethik

Autor: Achim Stößer | Datum:
> > Alles längst zig Mal diskutiert. Vegane Ernährung wird im
> > tierversuh getestet, also ist vegane Ernährung abzulehnen;
> > dummerweise ist auh nichtvegane Ernährung wegen der test
> > nichtveganer Ernährung abzulehnen; ebenso das Nihctsessen.
>
> wo habe ich das gesagt? Im uebrigen habe ich nicht Star Trek

Wo habe ich gesagt, da√ü Du das gesagt hast? Ich habe diese beispiele nur angef√ľhrt, um zu zeigen, wie absurd die Forderung, nichts tierversuchsgetetstetes zu verwenden (ob nur Kamillentee oder Herzverpflanzungen oder Wasser oder Lokomotiven) ist.

> zu meiner Lebensphilosophie erhoben. Ich habe aber Probleme

Anscheinend schon, denn dort wurde es ebenso thematisiert, wie Du das tust.

> Sprich: unethisch gewonnene Erkenntnisse koennen zu ethischen
> Verhalten verwendet werden. Und schwarz ist weiss und die

Eben. Was genau verstehst Du daran nicht?

> Erde ist eine Scheibe.

Wie meinen?

Achim
> Kris

Blindenhunde

Autor: Achim Stößer | Datum:
Dank der aktuellen Diskussion um die AOK √ľbrigens ein interessanter Aspekt:

Zitat:
Blindenbund bezichtigt AOK der L√ľge

[...]

AOK-Sprecher Leonhart wies die generellen Vorw√ľrfe des BBSB als ‚Äěabsolut √ľbertrieben‚Äú zur√ľck. Von den rund 17.000 Blinden im Freistaat h√§tten nur rund ein Prozent einen F√ľhrhund. Es gehe also nicht um ein so gro√ües Problem, wie vom Blindenbund suggeriert.

Kein Sparpotenzial bei Blindenhunden

Leonhart bezeichnete es zudem als v√∂llig haltlos, der Krankenkasse vorzuwerfen, sich auf Kosten der Blinden sanieren zu wollen. Die AOK Bayern habe im vergangenen Jahr einen √úberschuss von 140 Millionen Euro erwirtschaftet. Bei einem Umsatz von elf Milliarden Euro gebe es ganz andere Sparpotenziale als 200.000 Euro f√ľr zehn neue Blindenhunde.

Im AOK-Ablehnungsschreiben hei√üt es unterdessen, das ‚ÄěGebot der Wirtschaftlichkeit‚Äú lasse eine Kosten√ľbernahme nicht zu.

‚ÄěDie Hunde werden inzwischen als Luxus abgestempelt, den die Kassen nicht zu bezahlen h√§tten‚Äú, klagt D√ľrr. Gerade weil in ganz Bayern nur 180 Blindenhunde im Einsatz seien, w√§ren ‚Äědie Betr√§ge eigentlich Peanuts f√ľr die Kassen‚Äú.

http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/619/49570/ 17.03.2005



99% der Blinden sind also, obwohl ohne "Blindenf√ľhrhund", nicht gar so hilflos, wie die Tierausbeutungspropagandisten das in ihrem Versuch, ihren Leichenfra√ü zu rechtfertigen, gern den Leuten weismachen wollen. Hier stellt sich nat√ľrlich die Fragem wieso das restliche Prozent denn nun spezieller ist ...

Achim

Leibeigene, Kutschpferde und Schweinefett

Autor: Achim Stößer | Datum:
Die Tage habe ich beim Aufräumen meiner Festplatte einen Cartoon dazu gefunden, der anscheinend noch nicht online war:


Achim