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Es wurden 14 Beiträge gefunden:

Re: Erbse der Woche f√ľr Udo Pollmer

Autor: Googler
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Gerade diesen Artikel gelesen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/udo-pollmer-im-portraet-der-veganerfresser-13497894.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
Udo Pollmer
Der Veganerfresser

Man sollte sich ja √ľber nichts mehr wundern, aber das hier ist wirklich selten d√§mlich:
Zitat: Wir sind S√§ugetiere, das hei√üt, wir werden in anderen S√§ugetieren eher das finden, was unser K√∂rper braucht, als in einer Staude am Wegesrand. Wenn M√ľtter sagen: Mein Kind bekommt weder Milch noch Fleisch, sondern Rohkost und Smoothies, dann frage ich mich, ob das Kind wohl von einer Gurke abstammt. Dann sind rohe Gurken sicher ein vollwertiges Lebensmittel.


Es ist ja von Natur aus so, dass sich Säugetiere ausschließlich von anderen Säugetieren ernähren. Wo sonst sollen sie auch Nährstoffe finden. Au weia.

Eine Nadel im Misthaufen gibt es allerdings noch gleich dazu:
Zitat: Und das Internet? ‚ÄěIst wie eine G√ľllegrube mit Desinformation gef√ľllt, aus denen dann Hunderttausende ihr Wissen saugen.‚Äú


Wo er Recht hat, hat er Recht.

"Fleischfressende" Pflanzen mit Tofu ernähren? - Pollmer-"Wissenschaft"

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Zitat: Fleischfressende Pflanzen
Ein Anachronismus in einer ernährungsbewussten Welt
Von Udo Pollmer

Während alle Welt die Vorteile einer vegetarischen Kost predigt, scheinen viele Pflanzen nichts davon wissen zu wollen. Statt sich an Sonne und Wasser zu laben, schätzen sie eine fleischreiche Ernährung - die fleischfressenden Pflanzen, so wie Sonnentau oder Frauenschuh. [...]

K√∂nnte man fleischfressende Pflanzen eigentlich vegetarisch ern√§hren? Diese Frage hat sich letztes Jahr eine Arbeitsgruppe bei Jugend forscht gestellt. Ergebnis: Man kann. Die jungen Forscherinnen haben die Pfl√§nzchen erfolgreich mit Tofu gef√ľttert. Es m√ľssen also nicht immer fette Brummer sein. Aus Sicht der Pflanzen ist Pflanzenkost nat√ľrlich Kannibalismus. [...]

Literatur:
Amagase S et al: Digestive enzymes in insectivorous plants. Journal of Biochemistry 1972; 72: 73-81, 765-767
Lee CH: Carnivorous plants: new ornamentals. Chronica Horticulturae 2008; 48 (4): 11-14
Phillipps A: A second record of rats as prey in Nepenthes rajah. Carnivorous Plant Newsletter 1988; 17: 55

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/933306/ (meine Hervorhebung)


Dies ist in zweierlei Hinsicht interessant.

Zum einen kann sich, wer wieder einmal von der zwar selten, aber gelegentlich auftauchenden Tierausbeutungsapologetik, die Venusfliegenfallen etc. als Apologetikversatzst√ľck gebraucht, genervt wird, kann den Apologeten getrost den "bekannte [und ihnen gesonnenen] Ern√§hrungswissenschaftler Pollmer" unter die Nase reiben, nach dem diese mit Tofu ern√§hrt werden k√∂nnen. Na bitte.

Vor allem aber zeigt dies die Vorgehensweise von Leuten wie Pollmer - etwa, wenn sie gegen Veganismus hetzen. Zwar denke ich auch, da√ü insektivore Pflanzen problemlos vegan ern√§hrt werden k√∂nnen, dies auf Grundlage der hier angef√ľhrten "Studie" zu behaupten (ernsthaft, anders als in oben angef√ľhrtem Fall) w√§re jedoch mehr als vermessen.

W√§hrend Pollmer wie oben zu sehen ausschlie√ülich sehr seri√∂s klingende Quellenangaben auff√ľhrt, ist das Papier der drei Sch√ľlerinnen, auf das er sich bezieht, wohlweislich nicht angegeben. Er beschr√§nkt sich auf "eine Arbeitsgruppe bei Jugend forscht".

Tats√§chlich reichten Denise Dahmen, Lisa Kienitz, Carolin Spilles aus einer 6. Klasse des St. Michael-Gymnasium Bad M√ľnstereifel 2008 beim Regionalwettbewerb "Sch√ľler experimentieren" ("Jugend forscht" f√ľr J√ľngere) eine Arbeit mit dem Titel "Fleischfressende Pflanzen vegetarisch ern√§hren" ein. Ich bin zwar kein Biologe, wage aber zu behaupten, da√ü die dort vorgestellten Experimente entgegen der Schlu√üflogerung der Autorinnen nicht einmal einen R√ľckschlu√ü darauf zulassen, ob die untersuchten Pflanzen, Drosera capensis (Sonnentau) und die Dionaea muskipula (Kannenpflanze), mit Tofu (ausreichend) ern√§hrt werden k√∂nnen.

Trivia - folgendes Zitat aus dem Text finde ich recht bemerkenswert:
Zitat: Um heraus zu finden, ob Fleischfressende Pflanzen vegetarisch ern√§hrt werden k√∂nnen, √ľberlegten wir, welche pflanzlichen Nahrungsmittel dem Fleisch am √§hnlichsten sind.
Nach einiger Zeit hatten wir folgende Lebensmittel auf unserer Liste: Tofu und Fisch. Auch der Gedanke an Hunde- und Katzenfutter lag uns nicht fern. (meine Hervorhebungen)
Achim

Warum keine Veganer in Sendungen √ľber Veganismus

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Videodokumentation
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> Ich verstehe einfach nicht wie es möglich ist, dass in einem
> Film √ľber Veganismus keine Veganer vorkommen. Stattdessen nur
> Leute die mit "Veganismus" (gemeint ist pflanzenbasierende
> Modediät und moderner Gesundheits-Lifestyle) Geld machen
> wollen.

Das ist ja grade Sinn der Sache (gegen Veganismus), gemäß der vor einem viertel Jahrhundert initiierten Strategie gegen Aktivismus.

Da wurde von einem Experten der Tabaklobby der amerikanischen Rinderz√ľchtervereinigung ein Konzept zur Bek√§mpfung des Aktivismus vorgestellt. Er unterteilte die Aktivisten in vier Gruppen:
1. "Radikale" (die das System verändern wollen)
2. "Idealisten" (die altruistisch sind, jedoch nicht so extrem in ihren Methoden und Forderungen)
3. "Realisten" (pragmatische Inkrementalisten, die innerhalb des Systems arbeiten)
4. "Opportunisten" (motiviert durch Macht-, Erfolgs- und Ber√ľhmtheitsstreben)
Seine Strategie: Isoliere die Radikalen, mache Idealisten zu Realisten, f√∂rdere(!) die Realisten (denn die schaden nicht). Den Opportunisten gen√ľgt ohnehin der Anschein eines Teilerfolgs. Zitat: "The realists should always receive the highest priority in any strategy dealing with a public policy issue . . . If your industry can successfully bring about these relationships, the credibility of the radicals will be lost and opportunists can be counted on to share in the final policy solution."

Und entsprechend werden in den Medien praktisch nur die "Realisten" (und die "Opportunisten") pr√§sentiert, ob Hildmann. Peta oder M√∂rderbund oder die √ľblichen Noname-Di√§tpraktizierer.

Achim

PS: Neulich habe ich eine Sendung gesehen √ľber ein "Experiment", eine Zwangs-WG von "Veganern" und Leichenfressern. Eine "Veganerin" a√ü "ab und zu Fleisch"; ein "Veganer" war "Rohk√∂stler" und schw√§rmte penetrant von "Wildkr√§utern"; usw. Entsprechend "sahen" sie dann auch "ein", dass, wie die J√§gerin ihnen klarmachte, Jagd notwendig sei, und hatten Pollmer, der zu Besuch war, nicht das geringste entgegenzusetzen (w√§hrend jeder, der auch nur ein paar Monate wirklich vegan ist, beide nat√ľrlich in der Luft h√§tte zerfetzten k√∂nnen).

Re: Vergleich PeTA vs Vegan Society

Autor: auelb
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Ich denke diese flexible veggie/veg/veg*n-Ideologie die nun auch von der F√ľhrungsriege der ‚ÄěVegan Society‚Äú vertreten wird, liegt derzeit einfach im Trend. Im deutschsprachigen Raum wird sie vor allem von Utilitaristen, aus dem Umfeld der Giordano-Bruno-Stiftung und der Effective-Altruism-Bewegung, die ja vor allem der "Ethik" des Unveganers Singer entspringt, propagiert.

Mit den Utilitaristen Adriano M. und Jonas V. bist du ja auch auf Facebook befreundet und hast vielleicht schon die Gelegenheit bekommen ihr Gedankengut kennenzulernen.

Diese Utilitaristen haben einfach ein merkw√ľrdiges Verst√§ndnis von Veganismus

Sehr aufschlussreich finde ich die Diskussion unter folgendem Beitrag in einer utilitaristischen Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/340254586101356/permalink/340255302767951/

Sie glauben man kann unvegan vegan leben.
Zitat: Jonas "Singer lebt vegan, mit sehr wenigen Ausnahmen.“


Fleischesser/Vegetarier/Veganer/Flexiganer? Egal Hauptsache (Utilitaristisch) f√ľr die Tiere:
Zitat: Jonas "Die Kategorisierung von "Veganer" vs. "Nicht-Veganer" ist unwichtig[...]“


Spenden, Spenden, Veganköstler:
Zitat: Jonas "F√ľr eine Spende von ca. 15‚ā¨ k√∂nnen wir einen US-Amerikaner dazu bringen, sich f√ľr ein Jahr lang vegan zu ern√§hren!‚Äú


Diese Menschen glauben tats√§chlich, Veganer w√ľrden nach einigen Jahren wieder Unveganer. Das ist einfach Absurd. Veganer bleiben Veganer. Vegank√∂stler, denen das ethische Fundament fehlt, bleiben unvegan.
Zitat: Jonas "Sagen wir, mit √úberzeugen bringst du 20 Leute pro Jahr dazu, vegan zu werden, und sie bleiben f√ľr durchschnittlich 5 Jahre vegan (das wissen wir aus Studien, kann Quelle suchen falls n√∂tig)‚Äú

Siehe auch die Tabelle in folgendem Utilitaristischen Artikel unter Punkt 7: http://www.utilitarian-essays.com/veg-ads.html

Adriano behauptet sogar, da Vegetarismus einen besseren Ruf genie√üe als Veganismus, sollte man Vegetarismus bzw. ‚Äěveg‚Äú propagieren.
Zitat: Adriano "Zweitens haben Vegetarier auch memetisch, d.h. punkto Veränderung der gesellschaftlichen Werte, einen ähnlich guten und je nach dem auch besseren Einfluss als Veganer.“


Utilitaristen ist ein abstraktes hypothetisches Gesamtwohl wichtiger als tatsächlich gerettete Individuen
Zitat: Adriano: "Francione, der Adoptionen empfiehlt, ist ein Dummkopf […] In diesem Fall sollte er empfehlen, an abolitionistische online ads zu spenden. Das rettet (selbst unter den konservativsten Berechnungen) extrem viel mehr Tiere als eine Adoption“

Er √ľbersieht dabei, dass Veganismus keine Leben rettet, sondern nur das Morden stoppt. Nur Leute die zus√§tzlich Tiere egal welcher Spezies befreien oder adoptieren retten Leben.

Ein weiterer wichtiger Protagonist in dieser Flexi-Veg-Veggie-Cut-Out-Meat-On-Mondays-Bewegung ist wohl Nick Cooney. Eine Einf√ľhrung in seine Ideologie und sein Buch ‚ÄěChange of Heart" gibt er hier: http://youtu.be/6y90xxiLTFE

Ein in diesem Zusammenhang auch aufschlussreiches Zitat vom GBS-ler Philipp Möller:
Zitat: Zuerst sollte ich aber einräumen, dass ich mich inzwischen eher als Flexiganer verstehe, mich also so häufig wie möglich pflanzlich ernähre, aber beispielsweise auf Reisen oder als Gast auch mal Käse zu mir nehme. [...] Wie unter Atheisten gibt es sicherlich nervige VeganerInnen, also vorwurfsvolle, hitzköpfige KampfveganerInnen, die mit ihrer Art meist vollkommen kontraproduktiv agieren[...]

http://www.vegpool.de/magazin/interview-philipp-moeller-vegan.html

Problematisch ist vor allem, dass dieser Trend von Leuten beworben wird, die von sich behaupten f√ľr Rationalit√§t zu stehen. Aber eigentlich ist das ja nichts Neues, der Antiveganer Udo Pollmer ist ja auch in der GBS.

Re: S√ľ√ü, wie sie rumschleimt

Autor: Liliales
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Zitat: Welche und warum?

Puh, sehr sehr viele.
Am st√§rksten nat√ľrlich, als diese Modeltussi ihr bewusst etwas Unveganes vorsetzte (Pesto mit Parmesam, denn "da musste ja irgendwas, sonst w√§re der Geschmack ja nicht so"), dazu gab's dann n Salat mit irgendeinem Essig, Kims Hauptspeise bei der war dann NIX.
Generell (die anderen Kandidatinnen haben sich schon deutlich mehr M√ľhe gegeben, auch extra recherchiert, um ihr n Wein usw. anbieten zu k√∂nnen), dass immer f√ľr Kim 100% extra gemacht wurde, sogar M√ľslikekse musste die Bodybuilderfrau f√ľr die Nichtveganer dann unbedingt mit einem unveganen M√ľsli machen...
Die Art, wie Kim ihre Produkte vorgestellt hat, fand ich auch nicht so g√ľnstig.. es war mehr so "nat√ľrlich keine echte Schokolade, sondern mit Soja" statt vielleicht "mindestens so lecker wie konventionelle wei√üe Schokolade, aber ohne, dass ein Tier daf√ľr gequ√§lt wurde"..
Zitat:
Aha, vermittle ich, weil ich hässlich bin, alt und aussehe wie ein Versicherungsvertreter also ein schlechtes Bild von einem Veganer?

Merkw√ľrdige Kriterien.


Du bist nicht hässlich und siehst auch nicht wie ein alter Versicherungsvertreter aus!
Nat√ľrlich ging es dabei auch nicht um meine Kriterien, sondern die vermuteten des √ľblichen Perfekte Dinner-Publikums.
Sehr oberflächliche, was mich selbst auch traurig macht. Aber diese Menschen muss man ja (auch) erreichen.
Aber ja, ich denke schon, dass das Hauptpublikum der Sendung eher von einer flippigen jungen Frau angesprochen wird als von einem (vermutlich eher sachlichen? ich kenne dich ja leider nicht persönlich) Mann im mittleren Alter.

Zitat: Jedenfalls hat sie in Wahrheit, das kann ich jetzt schon sagen, alles andere als ein gutes Bild von einem Veganer vermittelt. Vielmehr das Zerrbild des Ausbeuterkuschlers, dem es um alles geht, nur nicht um Tierrechte.


Hm, ich kann und möchte das irgendwie nicht so negativ sehen. SIe hat ja nun wirklich nicht alles nur weggelächelt, sondern sich auch redlich schockiert bis sarkastisch gezeigt, beispielsweise im Zusammenhang mit Pelz.
Unter anderem ist sie auch sehr kritisch mit der federlastigen Tischdeko umgegangen..

Was hätte sie denn deiner Meinung nach sagen sollen?

Ich denke, dass es seeehr schwer ist, den richtigen Punkt zu treffen auf dem schmalen Grad zwischen Aufr√ľtteln und als l√§cherlicher Exot dastehen...
Zitat:
"Widerlich rumschleimen und angesichts von Mord albern kichern findest Du "s√ľ√ü"?"


an welche Szenen denkst du da so?
Zitat:
W√§ren es Bilder von Hitler und Goebbels gewesen, w√ľrdest Du dann auch nicht denken, "dass Veganismus dadurch mit [nationalsozialistischem Faschismus] in Verbindung gebracht wird"?


Doch, das w√ľrde ich sehr wohl denken. Der Unterschied besteht an dieser STelle darin, dass die meisen Menschen mit Religion nichts oder zumindest viel weniger negatives in Verbindung bringen als mit Nationalsozialismus.

Ich möchte noch mal betonen: In meinem KOmmentar ging es weniger um meine Meinung als um die vermutete der Zuschauer.

Zitat: Ist ja nun so, dass Veganismus allenthalben als Religion diffamiert wird (aktuell: "Veganer sind Anh√§nger einer Religion. Die essen keinen Honig, weil f√ľr sie Bienenst√∂cke eine Massentierhaltung sind.", Pollmer am 18.06.12 der OTZ, "der Veganismus selbst ist nichts weiter als eine moderne und 'hippe' Religion welche Tiere verg√∂ttert", Kommentar von "Hugo" am 19.06.12 zu einem Artikel √ľber Amirim), w√§hrend in Wahrheit der Antiveganismus religi√∂se Hauptursachen hat und parareligi√∂s zelebriert wird.

Daher ist es verbrecherisch, das auch noch zu unterst√ľtzen.


Sehe ich genauso. Aaaaber (siehe oben)... ;)

S√ľ√ü, wie sie rumschleimt

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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> Klar, viele Szenen erf√ľllten mich mit starkem Unbehagen, aber

Welche und warum?

> ich denke, es vermittelt doch insgesamt ein gutes Bild von
> einem Veganer, allein schon, weil Kim h√ľbsch, vital und
> sicher nicht langweilig aussieht

Aha, vermittle ich, weil ich hässlich bin, alt und aussehe wie ein Versicherungsvertreter also ein schlechtes Bild von einem Veganer?

Merkw√ľrdige Kriterien.

Jedenfalls hat sie in Wahrheit, das kann ich jetzt schon sagen, alles andere als ein gutes Bild von einem Veganer vermittelt. Vielmehr das Zerrbild des Ausbeuterkuschlers, dem es um alles geht, nur nicht um Tierrechte.

> und ne s√ľ√üe Art hat.

Widerlich rumschleimen und angesichts von Mord albern kichern findest Du "s√ľ√ü"?

> Die Jesusbilder sind mir auch negativ aufgefallen, allerdings
> denke ich nicht, dass Veganismus dadurch mit religiösem
> Fanatismus in Verbindung gebracht wird.

W√§ren es Bilder von Hitler und Goebbels gewesen, w√ľrdest Du dann auch nicht denken, "dass Veganismus dadurch mit [nationalsozialistischem Faschismus] in Verbindung gebracht wird"?

Ist ja nun so, dass Veganismus allenthalben als Religion diffamiert wird (aktuell: "Veganer sind Anh√§nger einer Religion. Die essen keinen Honig, weil f√ľr sie Bienenst√∂cke eine Massentierhaltung sind.", Pollmer am 18.06.12 der OTZ, "der Veganismus selbst ist nichts weiter als eine moderne und 'hippe' Religion welche Tiere verg√∂ttert", Kommentar von "Hugo" am 19.06.12 zu einem Artikel √ľber Amirim), w√§hrend in Wahrheit der Antiveganismus religi√∂se Hauptursachen hat und parareligi√∂s zelebriert wird.

Daher ist es verbrecherisch, das auch noch zu unterst√ľtzen.

Achim

Re: Zusätze in veganen Lebensmitteln

Autor: Veganman
Datum:
Forum: Veganismusforum
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das war offenbar 2000, also vor 12 Jahren: Vorsicht Geschmack: Was ist drin in Lebensmitteln? Mit einem Verbraucherlexikon der Zusatzstoffe.

Das Buch wird unterschiedlich bewertet. Die einen sagen: sehr informativ, die anderen zu unwissenschaftlich und teilweise falsch. Gut, ich kann's nicht beurteilen.

Das Argument, jemanden nicht Ernst zu nehmen, weil er vor etlichen Jahren mit einem "Schwachkopf" (weiss ich nicht, hab nichts von Udo Pollmer gelesen) zusammengearbeitet hat, nenne ich Vorverurteilung. Der Vorwurf, Grimm wolle nur krampfhaft Geld verdienen, klingt polemisch und m√ľsste bewiesen werden.

Re: Zusätze in veganen Lebensmitteln

Autor: Paul S.
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Ich denke, wer zusammen mit dem Schwachkopf Udo Pollmer B√ľcher schreibt kann nicht ernst genommen werden. Der Typ versucht nur krampfhaft Geld und den Lesern Angst zumachen. Wenn er Ahnung h√§tte, w√§re er vegan und w√ľrde dar√ľber schreiben...

Gruß,
Paul

dieser komische Veganismus

Autor: martin
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Die Schweizer Sonntagszeitung bringt in der aktuellen Ausgabe ein Special zum Thema Ernährung. Veganismus wird dabei öfters angesprochen. Nicht sehr positiv versteht sich, was bei den Themen bzw. Quellen auch nicht verwundert.

Im Artikel "Du bist, was du isst" steht zwei Absätze weiter oben diesen Abschnitt:
Zitat: F√ľr viele gelte Essen heute als S√ľnde, mittlerweile litten etwa acht Prozent der Frauen zwischen 15 und 35 unter Essst√∂rungen. Dazu geh√∂rt auch ein neues Ph√§nomen, der zwanghafte Drang, sich gesund zu ern√§hren. In der Fachsprache: Orthorexie.

In welchem Zusammenhang das zum Thema steht, bleibt offen. Dass hier versucht wird eine subversive Assoziation zum nachfolgenden Veganismus zu erzeugen, kann aber nicht ausgeschlossen werden, denn es wäre nicht der erste Versuch, ethisches Essverhalten als Krankheit zu denunzieren. Bisher sind diese Versuche dennoch erfolglos geblieben.

Veganismus selbst wird im Artikel nur als Teil der Straight-Edge-Kultur beschrieben, nicht als (eigenst√§ndige) ethisch orientierte Lebensphilosophie. Immerhin wird die ethische Begr√ľndung nicht ganz vergessen ("Seit zwei Jahren ern√§hrt sich Nicolas vegan. Wobei es ihm dabei nicht nur um die eigene Gesundheit geht: ¬ęKein Tier soll f√ľr mein Essen eingesperrt sein oder gar sterben.¬Ľ")

Jonathan Safran Foer "Tiere essen", so der zweite Artikel ("Wenn die Wurst im Halse stecken bleibt"), sei zur "Bibel der Vegetarier" geworden. Nat√ľrlich der Vegetarier, da in diesem Buch der Veganismus nicht oder schlecht dargestellt wird, wie man von jemandem, der ein Recht auf Leben f√ľr "merkw√ľrdig" h√§lt nicht anders erwarten kann. Allerdings hei√üt es im Artikel, neben den Medien w√ľrden auch "Fundamentalisten der Vegi-Fraktion" das Buch "bejubeln". Es gibt "fundamentalistische" Vegetarier? Das war mir neu. Da das Unwort "Vegi" auch Veganer einschlie√üen soll, m√∂chte man anmerken, dass jeder Veganer, der es gelesen (und verstanden) hat, es sicher nicht bejubeln wird.

Das Glanzst√ľck ist nat√ľrlich das Interview mit Vorzeige-Antiveganer Udo Pollmer. Er gibt zum besten, durch Anti-√úbergewichtskampagnen w√ľrden "Kinder in den Tod getrieben". Es bisschen dick aufgetragen vielleicht. Aber zur H√∂chstform l√§uft er erst noch auf:
Zitat: Unbek√∂mmlich sind indes Ern√§hrungsideologien. Kinder, die zum Beispiel bewusst vegetarisch erzogen werden und kein Fleisch probieren d√ľrfen, vertragen es in vielen F√§llen als Erwachsene nicht, weil ihr Verdauungstrakt nicht mehr daran gew√∂hnt ist. Man nimmt ihnen somit die Wahlfreiheit bei Tisch. Ern√§hrungsideologien sind eine moderne Form der Kindsmisshandlung.

Man kann ihm nur zustimmen: Kinder vegetarisch zu ern√§hren ist eine Form von Kindesmisshandlung und zwar der K√ľken und K√§lber, die f√ľr Eier und Tiermilch leiden und sterben m√ľssen. Zum Gl√ľck ist aber ja nicht n√∂tig, gibt es schlie√ülich auch noch die vegane Kinderern√§hrung.
Dass er hier √ľber die mangelnde "Wahlfreiheit" ein paar Tr√§nen vergie√üt, ist dennoch eigenartig. Es sollte doch jeder Wissen, dass man Kindern aus guten Gr√ľnden keine (absolute) Wahlfreiheit l√§sst, sonst w√ľrden sie sich wahrscheinlich nur von S√ľ√üigkeiten ern√§hren oder eben von Tierprodukten und damit Tieren immensen Schaden zuf√ľgen.
Den Grund, Kinder der eigenen Ethik entsprechend zu ernähren, hat er auch schnell ausgemacht:
Zitat: Erst gibt es Steuern, dann Verbote - halt typische Massnahmen westlicher Gesellschaften: Man verbietet anderen etwas, um sich selbst besser zu f√ľhlen.

Kennen wir, kennen wir. Haben schon die b√∂sen Sklavereigegner vor 200 Jahren gemacht, diese Gutes-Gewissen-Egoisten. Auch die heutigen Rauchverbote dienen nur dem Zweck, dass sich die Politiker besser f√ľhlen. Von absolut eindeutigen Studien √ľber die Sch√§dlichkeit von Passivrauchen hat schlie√ülich noch niemand etwas geh√∂rt.
Reichlich ausgerutscht ist er dann mit Folgendem:
Zitat: Die Folge von Vegetarismus und Veganismus ist ja nicht der Schutz der Tiere, sondern ihre Beseitigung: Tiere, die nicht gegessen werden, werden erst gar nicht erzeugt. Es gibt sie nicht mehr. Das ist die vegetarische Endlösung.

"Vegetarische Endl√∂sung"? Ein "Ern√§hrungsexperte" wei√ü nicht, dass f√ľr Vegetarismus sehr wohl Tiere (Rinder? H√ľhner? Bienen?) notwendig sind? Ein bisschen d√ľnn. Mehr als Rhetorik ist es auch nicht, von "Beseitigung" zu sprechen. Fehlt nur noch die Behauptung, Tiere w√ľrden lieber ein Leben als "Nutztiere" (d.h.: kurzen, leidvolles Dahinvegetieren, das in der schmerzhaften Ermordung endet) vorziehen, als nicht geboren zu werden.
Massentierhaltung ist auch nichts Schlimmes, alles nur eine fehlerhafte Darstellung der Medien:
Zitat: Ja, ja, die ¬ęqualvolle Massentierhaltung¬Ľ. Ob eine Haltungsform qualvoll ist, h√§ngt nicht von der Anzahl der Tiere ab, sondern von der Art, wie diese ihr Dasein fristen k√∂nnen. Ich kann auch einen Hamster qualvoll halten.
[...] Das Vieh wird in der Landwirtschaft heute eindeutig besser gehalten als viele Schosstiere in Städten.

Auch wenn man die "Haustierhaltung" nicht sch√∂nreden darf: Hamster werden i.d.R. nicht zu 10.000 zusammengesperrt, damit ihnen nach sieben Wochen die Kehle durchgeschnitten wird (wie in einer kleinen "H√ľhner-Mastanlage").
Da hat Pollmer mal wieder reichlich daneben gegriffen. Aber kennen wir ja schon von seinem Umgang mit Quellen oder etwas B12-Polemik. Vielleicht wird es ja beim nächsten Mal besser.



Quellen

Du bist, was du isst: sonntagszeitung.ch/fokus/artikel-detailseite/?newsid=152368
Wenn die Wurst im Halse stecken bleibt: sonntagszeitung.ch/fokus/artikel-detailseite/?newsid=152388
¬ęErn√§hrungsideologien sind eine moderne Form der Kindsmisshandlung¬Ľ: sonntagszeitung.ch/fokus/artikel-detailseite/?newsid=152389

bisschen verdrehen und ein bisschen weglassen

Autor: martin
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Der Suggerierung von Wissenschaftlichkeit funktioniert dann besonders gut, wenn die Behauptungen hingenommen werden, weil zum einen die Quelle halbwegs vern√ľnftig aussieht (z.B. in einer wissenschaftlichen Zeitschrift erschien), und zum anderen der Titel irgendwie mit dem Thema zu tun haben scheint.

Das hat sich auch Pollmer zunutze gemacht. Er behauptet, dass Veganismus generell (eine Einschr√§nkung macht er nicht), nicht etwa Fehlern√§hrung zu einem B12-Mangel bei Kindern f√ľhren kann, indem er Veganismus mit Fehlern√§hrung gleichsetzt ("vegane Kost [verursacht] schwere Entwicklungsst√∂rungen und geistige Behinderung."). Diese Behauptung sollen diese zwei Quellen beweisen:

1. Louwman MWJ et al: Signs of impaired cognitive function in adolescents with marginal cobalamin status. American Journal for Clinical Nutrition 2000; 72: 762-769
2. L√ľcke T et al: M√ľtterlicher Vitamin-b12-Mangel[!sic]: Ursache neurologischer Symptomatik im S√§uglingsalter. Zeitschrift f√ľr Geburtshilfe und Neonatologie 2007; 211: 157-161

Sieht man sich die Quellen an, kommt wenig √ľberraschend etwas anderes heraus.

In der ersten geht es nicht um Veganer, sondern um Makrobiotiker, die "gelegentlich" (occasionally) tote Fische essen. Hier sieht man zwei beliebte Tricks der Veganismusdiskreditierung: Veganismus, obwohl er keine Ern√§hrungsform (und erst recht keine Di√§t (oft eine Fehl√ľbersetzung aus engl. diet)) ist, wird mit sog. "Au√üenseiterdi√§ten" gleichgesetzt und deutliche Belege f√ľr Unveganismus (ja, Fische zu konsumieren ist unvegan) werden unter den Tisch fallen gelassen. W√§hrend das zweite f√ľr die Bewertung des Ern√§hrungsstatus noch eine untergeordnete Rolle spielt, ist das erste schwerwiegend. Makrobiotik oder andere Ern√§hrungslehren modifizieren ihre Ern√§hrung nach aliment√§ren Kriterien, Veganismus nach ethischen. W√§hrend Makrobiotiker durch den hohen Getreideanteil eine geringe Energiedichte aufweist und er durch die Vermeidung von Gem√ľse und H√ľlsenfr√ľchten sehr eingeschr√§nkt ist, ist das bei Veganismus nicht der Fall. Auch ein Veganer kann sich mangelhaft ern√§hren, nur kann ('darf') er dann seine Ern√§hrung umstellen und z.B. bei einer geringen Kalziumaufnahme eben mehr kalziumhaltiges Gem√ľse essen, wohingegen ein Makrobiotiker das nicht kann/darf (jedenfalls wenn er konsequent ist). Die Fehlern√§hrung eines Veganers liegt also in der Fehlern√§hrung, nicht im Veganismus; bei den Ern√§hrungslehren ist es umgekehrt, hier kann die Fehlern√§hrung mit der individuellen Ern√§hrung zusammenfallen. Nicht unwichtig ist auch, dass Makrobiotiker wie Anh√§nger anderer esoterischer Ern√§hrungslehren, die aus Diskreditierungsgr√ľnden mit Veganismus in Verbindung gebracht werden, die Einnahme von Nahrungserg√§nzungsmitteln ablehnt, sodass in Bezug auf B12 makrobiotische Ern√§hrung unzureichend sein muss. Vern√ľnftige Veganer dagegen supplementieren B12. Wenn Veganern einen geringen B12-Status haben, liegt die Ursache daf√ľr darin, dass sie nicht supplementieren, nicht darin, dass sie sich vegan ern√§hren.

In der zweiten Quelle werden vier Einzelf√§lle von B12-Mangel bei gestillten Kindern vorgestellt, davon zwei bei sich omnivor ern√§hrenden M√ľttern und zwei bei sich angeblich vegan ern√§hrenden (aufgrund der hohen Fehlerrate, was alles unter Veganismus verstanden wird, kann das angezweifelt werden, auch weil die Autoren "veganisch" schreiben). Beim ersten omnivoren Fall wird die Ursache nicht genannt, beim zweiten ist die Ursache eine Resorptionsst√∂rung durch Parietalzellen-Antik√∂rper. Bei den veganen M√ľttern ist die Ursache, dass sie nicht supplementieren. Die Autoren raten aber nicht vom Veganismus ab (auch wenn sie ihn nicht gerade empfehlen), sondern verweisen darauf, dass B12 supplementiert werden soll, weil es in Pflanzen nicht in ausreichenden Mengen vorkommt. Sie beschweren sich dennoch, dass nur die amerikanische Vegan Society auf die Notwendigkeit der Supplementation v.a. bei Kindern hinweist, jedoch keine deutsche Veganismus-Seite (Stand 2007). Das verwundert etwas, da man auf (naheliegenderweise) veganismus.de √ľber das FAQ Ern√§hrung (-> "Was ist mit Eiwei√ü, Kalzium, Eisen, Vitamin B12?") auf den (wenn auch inzwischen veralteten) Artikel "Vegane Ern√§hrung" verwiesen wird, wo steht: "Bei S√§uglingen k√∂nnen allerdings irreversible Sch√§den entstehen, so da√ü darauf zu achten ist, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen." Von dieser mangelhaften Recherche abgesehen, bleibt das Fazit des Artikels wie gesagt, dass bei veganer Ern√§hrung B12 supplementiert werden soll, nicht, dass vegane Ern√§hrung abzulehnen sei.

Die allgemeinen Erkenntnisse der beiden Studien sind: wenn die Nahrung nicht gen√ľgend B12 enth√§lt, kommt es zu einer Unterversorgung. Die kann sich auf gestillte Kinder √ľbertragen, da diese von der N√§hrstoffversorgung der Mutter abh√§ngig sind. Sowie: pflanzliche Nahrung an sich enth√§lt nicht gen√ľgend B12.
Daher fragt man sich: Und weiter? Das ist l√§ngst bekannt und l√§ngst behoben. Auf keiner seri√∂sen Webseite und in keinem seri√∂sen Buch √ľber Veganismus wird man etwas anderes lesen. Pollmer dagegen versucht zwei Einzelf√§lle von Fehlern√§hrung, die zuf√§llig gleichzeitig vegan ist, zur Normalit√§t im Veganismus zu pauschalisieren. Zudem verschweigt er, dass Unveganer genauso einen B12-Mangel erleiden k√∂nnen, da der Resorptionsprozess an vielen Stellen gesch√§digt sein kann und unvegane Ern√§hrung daher keine Garantie f√ľr eine ausreichende B12-Versorgung darstellt, sodass sie "schwere Entwicklungsst√∂rungen und geistige Behinderung" verursachen kann.

Er verdreht im einen Fall Makrobiotiker zu Veganern (√ľbrigens mit genau der gleichen Quellenangabe von Wikipedia; das zur Erg√§nzung, warum Wikipedia nichts taugt) und unterschl√§gt im anderen Fall zentrale Aussagen und die Tatsache, dass es sich um (nicht einmal ausschlie√ülich vegane) Einzelf√§lle handelt. So einfach ist das: ein bisschen verdrehen und ein bisschen weglassen und fertig ist die Antiveganismuspropaganda.

Re: wenn nichts mehr hilft: Insekten und B12 tun's immer

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Zitat: In diesen Kreisen steht sogar Honig auf dem Index, weil er von kleinen Tierchen eingesammelt wurde - obwohl es sich ja √ľberwiegend um Bl√ľtennektar handelt.


Antivegane Dummheit oder bewu√üte L√ľge? In Wahrheit handelt es sich dabei um Bienenerbrochenes aus Nektar und L√§useausscheidungen, es ist also so wenig "√ľberwiegend Bl√ľtennektar" wie Butter "√ľberwiegend Gras" ist.

Der Autor h√§tte wohl Antifaschisten im 3. Reich auch vorgrworfen, da√ü sie Kartofeln gegessen haben (da KZ-Kreamtoruienasche ja als D√ľnger verwendet wurde).

Pollmer? Neulich habe ich ihn, glaube ich, in Gelnhausen aus dem Zug steigen sehen. War ein bißchen gruselig ...

Achim

wenn nichts mehr hilft: Insekten und B12 tun's immer

Autor: martin
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Zitat: Veganes Gem√ľse

Veganer sind eine Gruppe besonders ernährungsbewusster Zeitgenossen. Sie verzichten nicht nur auf Fleisch, sondern auf alle tierischen Lebensmittel. Diese Art der Ernährung ist aber gar nicht so einfach - nicht nur weil ein Mangel an Vitamin B12 drohen könnte.

Die Veganer erfreuen sich eines wachsenden Zulaufs - nicht etwa, weil ihr konsequenter Verzicht auf tierische Produkte gesund w√§re, sondern eher, weil man sich damit im Club der Ern√§hrungsmarotten als Paradiesvogel outen kann. Ern√§hrungsphysiologisch steht die Gefahr eines Vitaminmangels im Vordergrund, und zwar eines Mangels an B12. B12 kommt nur in tierischen Geweben vor und - in F√§kalien. Der Mensch kann das Vitamin gl√ľcklicherweise in seinem K√∂rper speichern und die Speicher halten jahrelang vor.

Wer also im Alter von 20 auf vegane Ern√§hrung umsteigt - nicht etwa nur ohne Fleisch, sondern auf jedwede tierische Kost verzichtet, auch auf Eier, Milch, Quark, Fisch oder Shrimps - der kann damit bis 40 durchhalten. Von einem Mangel sind vor allem Kinder von veganen M√ľttern bedroht. M√ľtter, die sich auch nur halbwegs normal ern√§hren, versorgen ihre Kinder bereits w√§hrend der Schwangerschaft mit einer B12-Reserve. Ist das nicht mehr m√∂glich, verursacht vegane Kost schwere Entwicklungsst√∂rungen und geistige Behinderung.

Nun ist das konsequente Vermeiden von tierischen Produkten weitaus schwerer, als man sich das gemeinhin vorstellt. Deshalb sind die Veganer immer in Habachtstellung, um ja nicht versehentlich doch noch ein tierisches Fitzelchen zu erwischen. In diesen Kreisen steht sogar Honig auf dem Index, weil er von kleinen Tierchen eingesammelt wurde - obwohl es sich ja √ľberwiegend um Bl√ľtennektar handelt. Nur wer keinen Honig isst, sch√ľtzt die Bienen vor Tierqu√§lerei durch Imker. Wenn die w√ľssten, dass es fr√ľher √ľblich war, Getreide mit Mottenbefall schnell zu M√ľsliflocken zu verarbeiten ...

Da fragt man sich nat√ľrlich, was mit den vielen Insekten ist, die eher unauff√§llig in unser Essen geraten. Die Amerikaner haben daf√ľr √ľbrigens genaue Regeln: Erdnussbutter darf in den USA auf 250 Gramm maximal 75 Insektenfragmente enthalten, 1 Liter Tomatensaft 100 Fliegeneier oder wahlweise 20 Taufliegenlarven - ja, die Geschm√§cker sind verschieden! - und getrocknete Pilze 75 Milben pro 100 Gramm. Und nat√ľrlich d√ľrfen F√§kalien nicht fehlen: Erlaubt sind zwei Nagerk√∂ttel pro Kilo Mehl - was bei Rattenschiet schon einen halben Teel√∂ffel ergibt.

Das Lebensmittelrecht der EU will das gar nicht so genau wissen, hier z√§hlt niemand Fliegenbeine, aber Lebensmittel werden nun mal in Feld und Flur erzeugt, und da l√§sst sich keine absolute Reinheit erzielen. Und so sch√§tzen Fachleute, dass jeder von uns pro Jahr ganz nebenbei ein bis zwei Pfund Insekten vertilgt - fein zerkleinert nat√ľrlich. Insofern k√∂nnten sich die Veganer schon mal ein Honigbrot g√∂nnen. Vielleicht ist ja in Insekten ausreichend Vitamin B12 enthalten? Tja, aber nur wenn man die richtigen verzehrt, wie beispielsweise Termiten.

Brisant f√ľr den Veganer ist aber auch Gem√ľse und Obst. Denn bei der Verarbeitung werden schon mal Phosphorverbindungen verwendet - und da viele Verbraucher auf nat√ľrliche Zutaten stehen, gibt es nat√ľrlich auch Zusatzstoff-Anbieter, die hierf√ľr Knochen statt Rohphosphat aufarbeiten. Wer wei√ü, ob das Calcium, das als Blattd√ľnger und zum Tauchen von Obst verwendet wird, nicht aus Eierschalen gewonnen wurde? Gem√ľsebr√ľhe wird heute enzymatisch aus Sojaeiwei√ü hergestellt. Als Enzyme bieten sich Extrakte aus der Bauchspeicheldr√ľse von Schweinen und Rindern an.

In den Internetforen wird rege dar√ľber diskutiert, welche Pflanzen vielleicht doch noch ein wenig B12 enthalten k√∂nnten. Bisher blieb ihre Suche ergebnislos. Deshalb hier ein kleiner Tipp: Wie w√§r's mit fleischfressenden Pflanzen? Zwar ist der Tod eines Insektes oder Kleins√§ugers in den klebrigen F√§ngen einer fleischfressenden Pflanze eher qualvoll. Aber es k√∂nnte ja ein wenig Vitamin B12 aus dem Tiere von der Pflanze aufgenommen werden. Und es gibt au√üerdem viel mehr fleischfressende Pflanzen als man bisher dachte. Sie wurden √ľbersehen, weil sie nur bei einem Mangel an D√ľnger auf tierische Kost umstellen, so wie ein Hybridmotor. Ziemlich intelligent die Stauden, gell? Mahlzeit!

Literatur
Darnowski DW et al: Evidence of protocarnivory in triggerplants (Stylidium spp.; Stylidaceae). Plant Biology 2006; 8: 805-812
Wakayama EJ et al: Vitamin B12 levels in selected insects. Insect Biochemistry 1984; 14: 175-179
L√ľcke T et al: M√ľtterlicher Vitamin-b12-Mangel: Ursache neurologischer Symptomatik im S√§uglingsalter. Zeitschrift f√ľr Geburtshilfe und Neonatologie 2007; 211: 157-161
Louwman MWJ et al: Signs of impaired cognitive function in adolescents with marginal cobalamin status. American Journal for Clinical Nutrition 2000; 72: 762-769

(http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1169358/)

Zusammengefasst: Der Autor (wahrscheinlich Udo Pollmer) hat keine Ahnung, was Veganismus bedeutet und versucht mit dem beliebtem Insekten-Strohmannargument krampfhaft bei Veganern einen Spritzer Blut zu finden, w√§hrend er knietief darin watet. Da die Gesundheitsvorteile inzwischen herumgekommen sind, bleibt ihm nur, sich verzweifelt am B12 festzuklammern und l√§uft mit "schwere Entwicklungsst√∂rungen und geistige Behinderung" zur H√∂chstform auf - ungeacht dessen, dass in der Praxis noch kein einziger Fall bekannt geworden ist (das kann man recht sicher sagen, da sich andernfalls die Medien draufgest√ľtzt h√§tten).

Der Rest ist Polemik, ein bisschen "F√§kalien" hier und ein bisschen "Mottenbefall" da. Nein, tut mir Leid, das war nur sehr mittelm√§√üiger Anitveganismus. Dar√ľber kann man nur lange, lange G√§hnen.

Wieviele Gene haben Menschen und Bananen gemeinsam?

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Ich habe keine Ahnung, √ľberfliegen diverser Quellen f√ľhrt zu (vermutlich √ľberwiegend aus den Fingern gesaugten) Angaben zwischen 30% und 60% - aber jedenfalls wird "Menschen haben x% Gene mit Bananen gemeinsam" gern von Tierausbeutungsapologeten (z.B. "Wir teilen 30% unserer Gene mit der Banane." - Miersch? oder vielleicht auch Pollmer? irgendsoeiner, vielleicht auch beiden, in irgendwelchen Talkshows, erinnere mich nicht) verwendet, um eben jenes "Argument" auszuhebeln.

Achim

Re: Alles f√ľr das Tier

Autor: Achim Stößer
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Forum: Komplementärforum
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Putzig: Die Weltwoche zieht den Artikel (anl√§√ülich des "Anschlags", bei dem das strikeHeim/strike "Jagdhaus" Vasellas abgebrannt ist, mit einem Foto derselben (sowie der neuen Zusatz√ľberschrift "Militante Tierrechtler") garniert, wieder aus strikeder G√ľllegr√ľbe/strike dem Archiv: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2002-27/artikel-2002-27-alles-fuer-das-tier.html

Darin die bekannten Absurditäten:

Zitat: Trotz unhaltbarer Ideologie und menschenfeindlicher Aktionen gewinnen militante Tierrechtler an gesellschaftlichem Einfluss. Von Michael Miersch

Zitat: Der mutmassliche M√∂rder [Fortuyns] heisst Volkert van der Graaf, ist 32 Jahre alt und schert sich wenig um linke Politik. ¬ę√úber Politik sprach er nie¬Ľ, berichtet einer seiner Freunde. Daf√ľr hat er ein grosses Herz f√ľr Tiere. Van der Graafs Hauptbesch√§ftigung bestand in den letzten Jahren darin, landwirtschaftliche Tierhalter mit Klagen zu √ľberziehen. Daf√ľr suchte er in den Betriebsgenehmigungen nach nicht ganz wasserdichten Passagen und zog damit vor Gericht, um die Schliessung des jeweiligen Hofes zu erwirken. In den vergangenen acht Jahren hat van der Graaf 2000 Prozesse gegen Landwirte und Genehmigungsbeh√∂rden gef√ľhrt.

Zitat: Vermutlich verh√§ngte van der Graaf am 6. Januar 2002 sein pers√∂nliches Todesurteil gegen Pim Fortuyn. Denn an diesem Tag erkl√§rte der schillernde Politiker im Fernsehen: ¬ęW√§hlt mich, dann wisst ihr, dass Pelzetragen erlaubt ist.¬Ľ Er k√ľndigte an, das geplante Gesetz gegen Pelztierfarmen nach einem Wahlsieg sofort in den Papierkorb zu bef√∂rdern. Eine unertr√§gliche Provokation f√ľr einen, der Tieren das gleiche Lebensrecht wie Menschen zubilligt.

Zitat: Gezielter Mord wie im Falle Fortuyn ist die Ausnahme. Aber Brandstiftungen, Bombenanschl√§ge, √úberf√§lle, Einbr√ľche, Vandalismus und Psychoterror geh√∂ren fast schon zum Alltag in den reichen westlichen Gesellschaften. Die Aktionen militanter Tierrechtler richten sich gegen Mediziner, Pharmazeuten, Zoologen, ebenso gegen Landwirte, K√ľrschner, Fischer und alle, die mit Tieren arbeiten oder von Tieren leben.

In Grossbritannien gelang den Tierrechtlern Anfang des Jahres 2002 ein spektakul√§rer Sieg. Sie vertrieben die Forschungsfirma Huntingdon Life Sciences aus dem Land, eines der weltgr√∂ssten Unternehmen f√ľr unabh√§ngige Tierversuche. Vier Jahre lang sch√ľchterten die Aktivisten Mitarbeiter, Gesch√§ftspartner und Aktion√§re systematisch ein, teils mit legalen, teils mit kriminellen Methoden. Huntingdon-Angestellte wurden zusammengeschlagen, ihre Autos angez√ľndet, Brandbomben gelegt, Mitarbeiter von Kredit gebenden Banken angegriffen, ausl√§ndische Investoren gesch√§ftlich und privat mit Rufsch√§digung bedroht. Der B√∂rsenkurs sank ins Bodenlose, neue Geldgeber zogen sich aus Angst vor Angriffen und Imagesch√§den zur√ľck, das Unternehmen geriet in eine Existenzkrise.

Zitat: Die deutsche Nobelpreistr√§gerin Christiane N√ľsslein-Volhard bekam Morddrohungen, weil sie mit Taufliegen und Zebrafischen experimentiert. Der Neurobiologe Andreas Kreiter und seine Familie leben unter polizeilichem Personenschutz, seit er an der Universit√§t Bremen die Gehirnstr√∂me von Affen untersucht. 1998 schloss der Metzger Stephan Baumert aus Chemnitz seine L√§den, nachdem militante Tierrechtler zwanzigmal bei ihm randaliert hatten. Er war nicht der Erste aus seiner Branche, der entnervt aufgab.

Zitat: In den neunziger Jahren erhielten der britische Landwirtschaftsminister und andere englische Politiker Briefbomben von Tierbefreiungsk√§mpfern. Bei einem Anschlag auf den Mitarbeiter eines Versuchslabors in Bristol wurde ein Baby schwer verletzt. 1999 entf√ľhrte und folterte ein Kommando der Animal Liberation Front (ALF) einen Londoner Journalisten, der kritisch √ľber die militante Szene berichtet hatte. In Europa, Nordamerika und Australien wurden seit den achtziger Jahren mehrere tausend Straftaten von der ALF und anderen Tierrechtlerkommandos ver√ľbt.

Zitat: Aus Angst vor Psychoterror oder sozialer Ausgrenzung meiden immer mehr junge Talente Berufe, in denen an Tieren geforscht wird. Der britische Mediziner Michael Baum, Pr√§sident der Europ√§ischen Brustkrebs-Konferenz, sieht die Erprobung neuer Medikamente zunehmend durch die Aktionen militanter Tierrechtsaktivisten und immer neue b√ľrokratische Hindernisse behindert.

Zitat: F√ľr Kinder der Tierrechtler kann die Ideologie ihrer Eltern gesundheitssch√§dlich werden; denn viele von ihnen werden gezwungen, vegan zu leben. Im Gegensatz zu Vegetariern, die beispielsweise Milch trinken, lehnen Veganer s√§mtliche tierischen Erzeugnisse ab. Sie halten es f√ľr Frevel, Tiere in irgendeiner Weise zu nutzen. Vegane M√ľtter riskieren schwerste Sch√§digungen ihrer Kinder, denn Pflanzen enthalten kein Vitamin B12, das lebenswichtig f√ľr die Blutbildung und zur Entwicklung des Nervensystems ist. Wer erst als Erwachsener aufh√∂rt, tierische Produkte zu essen, hat meist gen√ľgend B12-Reserven aufgebaut. Doch Kinder m√ľssen diese Reserven erst bilden. Fehlt ihnen das Vitamin B12, entwickelt sich das Gehirn zu langsam. Sie bleiben geistig und k√∂rperlich zur√ľck.

Zitat: Nur ein Häuflein Fanatiker lebt vegan und hat sich ganz der Tierrechtsbewegung verschrieben, doch sie stossen auf grosse Sympathie, besonders bei manchen Medien und vielen Prominenten aus der Unterhaltungsindustrie.

Zitat: Manche, die die Tierrechtler √∂ffentlich f√∂rdern, denken vermutlich, sie w√ľrden dadurch etwas f√ľr mehr Tierschutz tun, und wissen nicht, dass PeTA Besitz und Nutzung von Tieren in jeder Form verdammt. In den Vereinigten Staaten steht die Organisation obendrein unter dem Verdacht, so etwas wie der legale Arm der Terrorgruppe ALF zu sein.

Zitat: [Hier immerhin zwei Nadel-im-Misthaufen-w√ľrdige S√§tze, gefolgt vom M√ľll:]Herk√∂mmliche Tiersch√ľtzer verfolgen andere Ziele als die zunehmend an Einfluss gewinnende Tierrechtsbewegung. Sie wollen erreichen, dass Tiere in der Landwirtschaft, in Labors und anderswo nicht gequ√§lt werden, dass ihre Haltungsbedingungen verbessert und sie, wo n√∂tig, schmerzfrei get√∂tet werden. Tierrechtler dagegen sind an Verbesserungen nicht wirklich interessiert. Jede Reform ist f√ľr sie nur ein taktisches Ziel. Denn es geht ihnen um nicht weniger als das Ende jeglicher Nutzung von Tieren. Und zwar ausdr√ľcklich auch um den Preis, dass kranke Menschen dadurch leiden und sterben m√ľssten.

Zitat: [Nochmal Nadel:]Die Ausbreitung der Tierrechtsidee signalisiert einen folgenschweren geistigen Umbruch. Tierrechtler wollen aus dem westlichen Wertekanon aussteigen, der sich auf dem Weg von der griechischen Antike √ľber Judentum und Christentum bis zur Aufkl√§rung gebildet hat. Es geht ihnen im Grunde um die Abschaffung der in ihren Augen grunds√§tzlich unberechtigten menschlichen Vorherrschaft. [...] F√ľr Tierrechtler ist es v√∂llig unwichtig, ob Tiere denken k√∂nnen. Entscheidend ist ihre F√§higkeit, Leiden und Schmerzen zu empfinden.

Zitat: der geistige Initiator der Tierrechtsbewegung, der australische Philosoph Peter Singer

Zitat: Wenn Menschenrechte auf Tiere √ľbertragen w√ľrden, m√ľssten nicht nur alle Menschen Vegetarier werden (das w√§re noch das geringste Problem). Die neue Rechtslage w√ľrde zu gewaltigen Hungersn√∂ten f√ľhren. Denn auch heute noch fressen Sch√§dlinge wie Ratten, M√§use, Heuschrecken und andere Insekten einen Grossteil der weltweiten Ernten auf. M√ľsste man das Leben dieser Tiere respektieren, w√ľrde das zum Tode vieler tausend Menschen f√ľhren. Ebenso zum Ende des medizinischen Fortschritts. Denn keiner der grossen Durchbr√ľche der vergangenen hundert Jahre w√§re ohne Tierversuche zustande gekommen. Mehr als acht Millionen Menschen in aller Welt profitieren heute von den Tierversuchen der Kanadier Frederick Banting und Charles Best. Die H√ľndin Marjorie, an der die beiden Forscher 1921 die Blutzucker senkende Wirkung von Insulin erprobten, ging in die Medizingeschichte ein.

Zitat: Tierrechte sind ein Frontalangriff auf das Lebensrecht von Menschen.

Zitat: Weder die zahlreichen Sympathisanten noch der harte Kern scheinen sich daran zu st√∂ren, dass die Tierrechtsidee nicht einmal f√ľr ihre √ľberzeugten Anh√§nger praktikabel ist. ¬ęUm Dasein zu erhalten, muss ich mich des Daseins, das es sch√§digt, erwehren¬Ľ, erkannte schon Albert Schweitzer. ¬ęIch werde zum Verfolger des M√§uschens, das in meinem Haus wohnt, zum M√∂rder des Insekts, das darin nisten will, zum Massenm√∂rder der Bakterien, die mein Leben gef√§hrden k√∂nnen.¬Ľ Obwohl konsequente Tierrechtler nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Eier, Wolle, Leder und am Tier getestete Arzneien verzichten, sitzen sie in einer moralischen Klemme. Denn fast alles, was Menschen essen, anziehen oder tun, t√∂tet, sch√§digt, vertreibt oder beeinflusst irgendwelche Tiere. Selbst die B√ľcher der Tierrechtsphilosophen sind nicht rein. Die B√§ume, die f√ľr das Papier gef√§llt wurden, beherbergten einmal Spechte, K√§fer und Eichh√∂rnchen.

Zitat: Obwohl die Theorie unhaltbar und die Praxis menschenfeindlich und undurchf√ľhrbar ist, gewinnt die Bewegung an Einfluss.

Zitat: Nach dem Sieg √ľber Huntingdon Life Sciences ist das n√§chste gemeinsame Ziel europ√§ischer Tierrechtler die Schliessung des Biomedical Primate Research Center (BPRC) im niederl√§ndischen Rijwijk. Die Aktivisten sind von ihrem Erfolg so √ľberzeugt, dass sie bereits Land in Spanien gekauft haben, wo die ¬ębefreiten¬Ľ Primaten nach dem Sieg in Gehegen untergebracht werden k√∂nnen. Doch diesmal d√ľrften sie es schwerer haben als im Fall Huntingdon, denn seit dem Fortuyn-Attentat h√§lt Hollands Justiz die Tierrechtler nicht mehr f√ľr harmlose Idealisten. Die Polizei hat 189 Gewaltdelikte, die seit 1983 von militanten Tierfreunden begangen worden sind, aufgerollt. Darunter den Mord an einem Beamten der Umweltbeh√∂rde, der f√ľr die Genehmigung von landwirtschaftlichen Betrieben zust√§ndig war, gegen die van der Graaf prozessierte. Der Mann wurde 1996 mit Patronen des gleichen Kalibers erschossen, durch die auch Pim Fortuyn get√∂tet wurde.


Es w√§re interessant, zu wissen, ob Miersch diesen geballten Stammtischm√ľll tats√§chlich glaubt oder ob er schlicht ein goebbelsscher Hetzer ist, der (wohl wissend, da√ü seine Zielgruppe zu dumm ist, selbst solche offensichtlichen L√ľgen zu durchschauen) Propaganda betreibt.

Immerhin hat er statt Groth einen anderen "Metzger" genannt (von dem au√üerhalb von Miersches Hetzschriften bzw. derer, die es ihm nachplappern - Pollmer, Zirkuspropagandisten usw.- , merkw√ľrdigerweise nichts zu finden ist). Sehr schlau. Kann es sein, da√ü er da einfach einen Metzger erfunden hat, weil er wu√üte, da√ü Groth aufgeflogen ist?

Was Holland angeht, sehen wir ja am aktuellen Fall, wie es da läuft: http://tierrechtsforen.de/veganstreaker.

Achim

Achim