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Es wurden 29 Beiträge gefunden:

Der Autor Michael Miersch

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
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"Journalisten", die mal rasch ein paar Kumpanen Bettlaken √ľberwerfen, damit sie einen "Bericht" √ľber den Ku Klux Klan drehen k√∂nnen, kennen wir ja. Als solcher ist auch der bekannt, der sich seien "Entf√ľhrung" durch die ALF ausgedacht hat (h√§tte er sich mal lieber √ľber die ALF informiert, deren Statuten alle Aktionen ausschlie√üen, die Tiere - einschlie√ülich Journaillen-vertretern der Gattung homo "sapiens" - verletzen.

Und indem Miersch sich solche L√ľgenpropaganda zu eigen macht, entlarvt er sich selbst als Schmierenjournalist.

Nun ja, w√ľrde er sich entlarven, h√§tte er das nicht l√§ngst getan. Ausz√ľge eines Kommentars zum "Lexikon der √Ėko-Irrt√ľmer":

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Die Argumentation folgt simplen Strickmustern: Bei einigen dieser sogenannten Irrt√ľmer bestehen die Autoren auf Einschr√§nkungen (viele Waldgebiete sind in Gefahr, aber nicht alle), manche sind sophistische Spitzfindigkeiten (ein leerer Zug verbraucht halt mehr Energie als ein vollbesetztes Auto - dabei ist unbestritten, da√ü Bahnfahren im Durchschnitt umweltfreundlicher ist Autofahren oder Fliegen). Andere Behauptungen des Irrt√ľmer-Lexikons waren fr√ľher richtig und sind dank der Umweltschutzerfolge inzwischen √ľberholt (damals wuchsen die M√ľllberge, aber heute wird mehr recycelt).

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Die beiden ehemals angesehenen Umweltjournalisten segeln in seichten Gew√§ssern, wie sich bei genauerem Hinsehen zeigt. Sie halten keineswegs, was sie im Vorwort versprechen. Statt Fortschritt pr√§sentieren sie alte Klischees gegen "√ľberzogenen" Umweltschutz, statt neuer Ideen servieren sie halbseidene Informationen aus dubiosen Quellen. Statt Aufkl√§rung enth√§lt das Buch ein manipulatives Gemisch aus Halbwahrheiten und Verharmlosungen.

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W√§re das alles, k√∂nnte man das Buch getrost zuklappen und in der hinteren Reihe des B√ľcherregals verstauben lassen. Aber das griffige Motto von den "√Ėko-Irrt√ľmern" findet Widerhall dort, wo politischer Umweltschutz ein Dorn im Auge ist.

So hat die BILD-Zeitung Gefallen gefunden am Niveau des Lexikons. Das Blut&Busen-Massenblatt erhielt die Vorabdruck-Rechte und startete eine Serie mit dem Titel "Die gr√∂√üten √Ėko-L√ľgen". Die Serie ging allerdings schnell wieder zu Ende. Greenpeace konterte mit einer √∂ffentlichen Erkl√§rung √ľber die "√Ėko-L√ľgen der BILD-Zeitung" und legte juristische Mittel gegen die Publikation ein. Mit Erfolg: der Springer-Verlag mu√üte angesichts der sachlichen Fehler im Text eine Unterlassungserkl√§rung unterschreiben.

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Einst waren Maxeiner und Miersch Umweltjournalisten bei der Zeitschrift "Natur". Danach nur noch Journalisten, die bei Hoechst "in Lohn und Brot" standen ("Focus"). Sie machten f√ľr den Chemie-Multi "phantasievolle Pressearbeit" ("Handelsblatt") als Textchefs der umstrittenen Hoechst-Zeitschrift "Change". W√§hrend Maxeiner den √∂kologischen Nutzen des Ferntourismus anpreiste und wissenschaftliche Belege f√ľr die Klimazerst√∂rung negierte, engagierte sich Miersch f√ľr die Tropenwaldzerst√∂rung in Malaysia. Ein "PR-Coup der Holzlobby", schrieb die "taz", Miersch kritisiere "nicht die Menschenrechtsverletzungen und Zerst√∂rung der Tropenw√§lder - sondern die, die sich dagegen wehren".

[...]Bei der Arbeit am Lexikon mu√üten die Autoren kurz vor der letzten Textkorrektur feststellen, wie schnell sich die Faktenlage √§ndern kann. In den Druckfahnen des Lexikons, die der Verlag vorab verschickte, werden die Castor-Transporte noch f√ľr unbedenklich deklariert: schon 1600 Atomm√ľlltransporte h√§tten stattgefunden, und "die √Ėffentlichkeit hat davon √ľber viele Jahre keinerlei Notiz genommen". Dann aber wurde im Mai 1998 der Castor-Strahlenskandale bekannt. Die √Ėffentlichkeit nahm pl√∂tzlich davon Notiz, da√ü Atomindustrie und Politiker die radioaktive Verstrahlung mit tausendfach √ľberh√∂hten Grenzwerten jahrelang vertuscht hatten.

Was machen die Autoren, um wieder im Trend zu liegen? Sie korrigierten flugs ihren Buchtext und h√§ngen ihr F√§hnchen neu in den Wind. In der gedruckten Fassung des Lexikons hei√üt es nun an dieser Textstelle: die Verstrahlung und ihre Vertuschung ersch√ľttere "die Glaubw√ľrdigkeit der Verantwortlichen bis ins Mark" - sei aber trotzdem ungef√§hrlich! Zumindest bis der n√§chste Skandal ans Licht kommt...
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Ohne nun jeden einzenen Punkt obiger Kritik √ľberpr√ľft zu haben - die Realit√§t der Tierrechtsarbeit zeigt, da√ü es sich mit Mierschs Geschmiere in diesem ganz genauso verh√§lt: L√ľgen, Verdrehungenen, entstellende Halbwahrheiten ...

Achim

Achse des Guten

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Allgemeines
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> vermutlich stammt das aus einer Zeitung oder einem Magazin,
> das √ľber Veganismus berichtet hatte.

Oder eher gegen, wie der Link zeigt, stammt das von der "Achse des Guten" (Marxeiner, Miersch etc., also im weseltlichen einem Konglomerat ewiggestriger Antiveganer).

Durch den Deeplink lässt "Googler" leider nicht erkennen, zu welchem Artikel das Bild gehört.

Achim

Ohne Mist kein Gem√ľse

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Pressespiegel
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Die Welt|
Maxeiner und Miersch


Autor: Maxeiner und Miersch
|
28.01.2011

Ohne Mist kein Gem√ľse

Von der Hysterie zur Apathie ben√∂tigt das Publikum in der Regel vier Wochen. Die Aufregung um Dioxin-Eier verlief wie die meisten Lebensmittelskandale: Moderatorinnen emp√∂ren sich, Ministerinnen runzeln die Stirn, und irgendwann h√∂rt man nichts mehr. Wie √ľblich wurde auf dem H√∂hepunkt der Erregungskurve ein Detail √ľbersehen: Gesundheitliche Effekte sind nicht feststellbar.

Die Dioxinbelastung sank in den vergangenen 20 Jahren um zwei Drittel. Was heute eine skandal√∂se √úberschreitung darstellt, war fr√ľher normal. Immer geringere Mengen an Schadstoffen werden von einer immer ausgefeilteren Messtechnik entdeckt. Dies ist nat√ľrlich keine Entschuldigung f√ľr Futtermittelpanscher. Gesetzliche Grenzwerte m√ľssen eingehalten werden, auch wenn sie weit unterhalb dessen liegen, was Menschen gef√§hrden k√∂nnte.

Die Eier lieferten den Anlass f√ľr eine Vegetarismusdebatte. Sollten wir nicht besser ganz auf tierische Produkte verzichten? Oder zumindest Bio kaufen? Oder am besten beides? "Ich bin Vegetarierin und esse nur Bio. Das h√§ngt ja miteinander zusammen", sagt die Schauspielerin Daryl Hannah. Dazu sei eine kleine Anmerkung gestattet. Liebe Freunde der Lebensreform, ihr m√ľsst euch entscheiden. Wenn alle Vegetarier werden, ist Schluss mit Bio. Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch auf dem Teller. Denn der Biolandbau erlaubt lediglich Stallmist, um die Pflanzen mit den n√∂tigen N√§hrstoffen zu versorgen. Minerald√ľnger ist verboten. Biobauern streben einen Kreislauf an, in dem Pflanzen und Tiere sich gegenseitig ern√§hren. Den Ackerfr√ľchten ist es √ľbrigens egal, woher sie ihre N√§hrstoffe beziehen. Es besteht kein chemischer Unterschied zwischen dem Stickstoff im Kuhfladen und im Kunstd√ľnger.

Um den Dung zu nutzen, m√ľsste man die Tiere nicht t√∂ten. Doch nach kurzer Zeit w√§re die Welt dann vornehmlich von H√ľhnern und Schweinen bev√∂lkert. Eine andere Alternative k√∂nnte der Einsatz menschlicher Exkremente im Pflanzenbau sein. Appetitlich klingt das nicht. So f√ľhrt der Weg in die vegetarische Zukunft wohl unweigerlich durch die D√ľngemittelfabrik. Seltsam nur, das man √ľber diese einfache Erkenntnis so selten etwas h√∂rt. Vegetarier und Bio-Anh√§nger sind nat√ľrliche Gegner, die sich im gleichen kulturellen Milieu tummeln. Sie kriegen sich nicht in die Wolle, weil beide insgeheim davon ausgehen, dass uns die moderne Landwirtschaft noch eine Weile erhalten bleibt.

http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article12367535/Ohne-Mist-kein-Gemuese.html

Gem√ľse ohne Mist

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Pressespiegel
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Anlass der typischen Maxeiner-Miersch-Tierausbeutungspropaganda war der sogenannte "Dioxin-Skandal", doch dank EHEC - F√§kalbakterien, ausnahmsweise nicht wie sonst √ľber Leichenteile oder Dr√ľsensekrete verbreitet, sondern √ľber G√ľllegurken - ist der Artikel aktuell.

"Ohne Mist kein Gem√ľse" behaupten sie - man m√ľsse Tiere gefangen halten und umbringen, um Tomaten oder Gurken essen zu k√∂nnen. "Bio funktioniert nur mit einer Portion Fleisch auf dem Teller. Denn der Biolandbau erlaubt lediglich Stallmist, um die Pflanzen mit den n√∂tigen N√§hrstoffen zu versorgen."

Also ob es keine veganen D√ľngemethoden g√§be, keine biovegane Landwirtschaft. Siehe dazu Fr√ľher war alles anders: Heute ist alles Mist.

Nun ja, immerhin kann man den Mist, den gewisse Journaille absondert, nicht zum D√ľngen verwenden. Ihr Gestank dagegen ist so unertr√§glich wie der der Jauche, die auf die Felder gekippt wird.

Nicht Michael Miersch: Seid unnat√ľrlich

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Im legend√§ren Jahr 1968 schwappt die "Sexwelle" durch Illustrierten und Kinos. In den Parks liegen langhaarige Jugendliche, die sich auf eine Weise umarmen und k√ľssen, die bisher Ehebetten vorbehalten war. Gesundheitsministerin K√§te Strobel l√§sst einen Sexualkunde-Atlas f√ľr Schulen verfassen und pl√§diert daf√ľr, jungen Frauen endlich den Zugang zu Verh√ľtungsmitteln zu erleichtern.

Im gleichen Jahr ver√∂ffentlicht Papst Paul VI. seine Enzyklika "Humane Vitae", die als Pillen-Enzyklika bis heute ber√ľhmt ist. Er verurteilt die Empf√§ngnisverh√ľtung und bezieht sich dabei auf die Natur. Das "gesamte Sittengesetz" spreche gegen Familienplanung, formuliert er. Dieses ungeschriebene Gesetz sei "nat√ľrlich". Die Zeitschrift "Pardon" antwortet mit einer Satire: Deiche sind Frevel, denn "nat√ľrlich" w√§re es zu ertrinken, ebenso Brillen, denn die Natur gab uns Arme, um die Zeitung n√§her ans Auge zu ziehen.

Bis heute ziehen Leichenfresser die Natur heran, um ihr Morden zu rechtfertigen. Die von Gott geschaffene Natur, sagen sie, sei auf Fressen und Gefressenwerden (letztgenanntes nat√ľrlich immer bezogen auf andere Tiere) angelegt. [...]

Fressen und Gefressenwerden, lange Inbegriffe des Alimentärdawinismus, sind unter nichtmenschlichen Tieren weitverbreitet. Doch die Tierwelt hat einiges zu bieten, das auch manche blutleckenden Geister befremdet. Manche Tiere tun Dinge, die aus gutem Grund unter Menschen verpönt oder verboten sind. Einige weibliche Spinnen (anders als Menschen, zumindest wörtlich genommen) essen beispielsweise nach dem Paarungsakt ihre Partner auf. Mit der Berufung auf die Natur liegen also nicht nur Päpste daneben, sondern auch die Apologeten des "anything goes". Die beziehen sich gern auf die Löwen, die Antilopen jagen. Klingt gut, doch Vorsicht: Zu deren Ernährungs-Alltag gehört auch propagieren der eigenen Gene durch Verzehr der Kinder von Nebenbuhlern. Zur Projektion eines rousseauschen Naturzustandes taugen sie nicht.

Kaum ein Wort wurde von Priestern und Philosophen, Ideologen und Journalisten, Ern√§hrungsgurufetischisten und Grillsportlern mehr missbraucht als "Natur". Mal ist sie die allm√§chtige D√§monin, gegen die wir uns wehren m√ľssen. Sie bedroht uns als Krankheit, Katastrophe oder wildes Tier. Aber auch Vorbild f√ľr angebliche Fr√ľchtekost seit Am√∂benzeiten.. Ein andermal ist sie pralle Tierproteinspenderin, der wir Gehirn und Computer verdanken. [...]

In den westlichen Industriel√§ndern hat sich im letzten halben Jahrhundert das romantische Naturbild durchgesetzt. In diesem weich gezeichneten Panorama besteht die Natur vornehmlich aus Pandab√§ren, Robbenbabys, Schmetterlingen, Blumenwiesen, erhabenen Gipfeln, gr√ľnen T√§lern und Sonnenunterg√§ngen hinter alten Eichen. Sie ist unsere gro√üe, sanfte Lehrerin, die stets nach Harmonie und Gleichgewicht strebt. Nur der aufgekl√§rte Blick hinter die Kulissen zeigt fast ausgestorbene Pandas, erschlagene Robben, verbrannte Bienen, M√ľllverbrennungsanlagen und Waldsterben - wie im Buddhismus. [...]

Um zu erkennen wie jung diese Sichtweise ist und wie schnell sich der Zeitgeist wandelt, muss man nur Kinderb√ľcher der f√ľnfziger und sechziger Jahre aufschlagen. Da war der Leopard noch b√∂se, die Hy√§ne feige und der Wal ein gro√üer Trantopf im Ozean. M√§nner, die solchen Ungeheuern mit Harpunen oder Gewehren zu Leibe r√ľckten, waren Helden. Das Meer galt als unersch√∂pflich und die Regenw√§lder als undurchdringlich.

Der Paradigmenwechsel zur "bedrohten Natur" unserer Tage setzte ein Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst noch sehr langsam ein, gewann in den siebziger Jahren an Fahrt und ist heute in den westlichen Industrieländern vollendet.

Selbst Naturkatastrophen sind nicht mehr allein der Natur anzulasten, sondern oft genug Resultate menschlichen Fehlverhaltens. Als ein Tsunami im Dezember 2004 die K√ľsten S√ľdostasiens √ľberschwemmte, f√ľhrten dies dank zur Tierausbeutung abgeholzten Mangrovenw√§ldern zu verheerenden Verw√ľstungen. St√ľrme und Hochwasser werden seit einigen Jahren [...] der Klimaerw√§rmung durch von Menschen erzeugtes Kohlendioxid zugeschrieben.

Die popul√§ren Wappentiere dieses Zeitgeistes sind Wale, sind Delfine. Ihnen werden √ľberragende Intelligenz und √ľbersinnliche Kr√§fte unterstellt. Sie gelten als friedfertige und sensible Tiere, die irgendwie die Werte √∂kosozialer Aktivisten verk√∂rpern. Greenpeace und Esoterikgurus benutzen Wale und Delfine wie ein Markenzeichen. 1998 diente ein Delfin sogar als Logo des deutschen Katholikentages. Tierausbeuterisch korrekt ist daher der Konsum von delfinfreien Thunfischen.

Im friedlichen Wald tobt ein gnadenloser Kampf um Licht - nur werden die Schlachten so langsam geschlagen, dass wir Menschen sie nicht bemerken. Auch nichtmenschliche Tiere zerst√∂ren zuweilen selbst ihre Lebensgrundlagen, indem sie sich so stark vermehren, bis alles kahl gefressen ist. Menschliche Vegetarier t√∂ten mehr Rinder und H√ľhner als sie fressen. Auch andere Tiere verhalten sich nicht "√∂kologisch" in dem ethischen Sinne, in dem das Wort heute benutzt wird. [...] In der Fr√ľhgeschichte des Lebens auf der Erde war Sauerstoff ein √ľberfl√ľssiges Giftgas, f√ľr das kein Organismus Verwendung hatte.

Keine Spur von verantwortungsvollem Recycling.

Die Natur ist deshalb nicht b√∂se - sie ist eine ethikfreie Zone. Sie taugt f√ľr uns Menschen weder als Vorbild noch als Ma√üstab.

Wir verhalten uns "widernat√ľrlich", wenn wir Tiger vor dem Aussterben sch√ľtzen, Energie sparen, Tofu essen, Hafermilch trinken, Computer, Herzschrittmacher oder Verh√ľtungsmittel benutzen. Aber dieses Verhalten ist richtig.

"Es mag paradox klingen", schrieb der Biologe Richard Dawkins, "doch wenn wir die Zukunft des Planeten sichern wollen, m√ľssen wir zuallererst aufh√∂ren, uns Rat in der Natur zu holen."

Zitat: Essay: Seid unnat√ľrlich! (2007)

Michael Miersch pl√§diert f√ľr einen wertfreien Blick auf die Natur.

Im legend√§ren Jahr 1968 schwappt die "Sexwelle" durch Illustrierten und Kinos. In den Parks liegen langhaarige Jugendliche, die sich auf eine Weise umarmen und k√ľssen, die bisher Ehebetten vorbehalten war. Gesundheitsministerin K√§te Strobel l√§sst einen Sexualkunde-Atlas f√ľr Schulen verfassen und pl√§diert daf√ľr, jungen Frauen endlich den Zugang zu Verh√ľtungsmitteln zu erleichtern.
Im gleichen Jahr ver√∂ffentlicht Papst Paul VI. seine Enzyklika "Humane Vitae", die als Pillen-Enzyklika bis heute ber√ľhmt ist. Er verurteilt die Empf√§ngnisverh√ľtung und bezieht sich dabei auf die Natur. Das "gesamte Sittengesetz" spreche gegen Familienplanung, formuliert er. Dieses ungeschriebene Gesetz sei "nat√ľrlich". Die Zeitschrift "Pardon" antwortet mit einer Satire: Deiche sind Frevel, denn "nat√ľrlich" w√§re es zu ertrinken, ebenso Brillen, denn die Natur gab uns Arme, um die Zeitung n√§her ans Auge zu ziehen.
Bis heute ziehen religi√∂se Sittenw√§chter die Natur heran, um ihren Mitmenschen den Spa√ü zu verderben. Die von Gott geschaffene Natur, sagen sie, sei auf Fortpflanzung angelegt. Lust ist S√ľnde.
Lange Zeit glaubten auch Zoologen, dass Tiere sich nur paaren, um Nachkommen hervorzubringen. Doch je mehr Forscherinnen und Forscher in Dschungel und W√ľste ihre Zelte aufschlugen, um Wildtiere √ľber lange Zeit zu beobachten, desto mehr Berichte √ľber Sex ohne Fortpflanzung kamen zusammen. Offensichtlich spielen auch bei vielen Tieren Lust, Sympathie und soziale Bindung eine Rolle dabei. Aus der Vielfalt des tierischen Trieblebens kann man beim besten Willen keine Sexualmoral herauslesen.
Selbstbefriedigung und Homosexualit√§t, lange Inbegriffe des Widernat√ľrlichen, sind unter S√§ugetieren weitverbreitet. Doch die Tierwelt hat einiges zu bieten, das auch liberale Geister befremdet. Tiere tun Dinge, die aus gutem Grund unter Menschen verp√∂nt oder verboten sind. Einige Spinnenweibchen fressen beispielsweise nach dem Paarungsakt ihr M√§nnchen auf. Mit der Berufung auf die Natur liegen also nicht nur P√§pste daneben, sondern auch die Apologeten des "anything goes". Die beziehen sich gern auf die Bonobos, Primaten die uns Menschen verwandtschaftlich sehr nahe stehen. Bonobos sind bekannt f√ľr ihr genussvolles Sexleben und daf√ľr, dass sie friedfertig sind. Klingt gut, doch Vorsicht: Zu ihrem orgiastischen Alltag geh√∂rt auch Sex mit Affenkindern. Zur Projektion eines rousseauschen Naturzustandes taugen sie nicht.
Kaum ein Wort wurde von Priestern und Philosophen, Ideologen und Journalisten mehr missbraucht als "Natur". Mal ist sie die allm√§chtige D√§monin, gegen die wir uns wehren m√ľssen. Sie bedroht uns als Krankheit, Katastrophe oder wildes Tier. Aber auch als z√ľgellose innere Natur, die uns mit ihren anarchischen Trieben verwirrt. Ein andermal ist sie pralle Lebensspenderin, der wir Brot und Wein verdanken. Und dann wieder die Schwinds√ľchtige, die durch uns Menschen t√∂dlich bedroht ist.
In den westlichen Industriel√§ndern hat sich im letzten halben Jahrhundert das romantische Naturbild durchgesetzt. In diesem weich gezeichneten Panorama besteht die Natur vornehmlich aus Pandab√§ren, Robbenbabys, Schmetterlingen, Blumenwiesen, erhabenen Gipfeln, gr√ľnen T√§lern und Sonnenunterg√§ngen hinter alten Eichen. Sie ist unsere gro√üe, sanfte Lehrerin, die stets nach Harmonie und Gleichgewicht strebt. Alles in ihr ist ein ewiger Kreislauf - wie im Buddhismus. Nur wenn wir sie schlecht behandeln, schl√§gt sie zur√ľck. Doch das ist dann unsere eigene Schuld.
Um zu erkennen wie jung diese Sichtweise ist und wie schnell sich der Zeitgeist wandelt, muss man nur Kinderb√ľcher der f√ľnfziger und sechziger Jahre aufschlagen. Da war der Leopard noch b√∂se, die Hy√§ne feige und der Wal ein gro√üer Trantopf im Ozean. M√§nner, die solchen Ungeheuern mit Harpunen oder Gewehren zu Leibe r√ľckten, waren Helden. Das Meer galt als unersch√∂pflich und die Regenw√§lder als undurchdringlich.
Der Paradigmenwechsel zur "bedrohten Natur" unserer Tage setzte ein Jahrzehnt nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst noch sehr langsam ein, gewann in
den siebziger Jahren an Fahrt und ist heute in den westlichen Industrieländern vollendet.
Selbst Naturkatastrophen werden nicht mehr der Natur angelastet, sondern gelten als Resultate menschlicher S√ľnden. Als ein Tsunami im Dezember 2004 die K√ľsten S√ľdostasiens √ľberschwemmte, ging sofort das Ger√ľcht um die Welt, geheime amerikani¬≠sche Atombombentests seien schuld daran. St√ľrme und Hochwasser werden seit einigen Jahren reflexhaft der Klimaerw√§rmung durch von Menschen erzeugtes Kohlendioxid zugeschrieben.
Die popul√§ren Wappentiere dieses Zeitgeistes sind Wale, sind Delfine. Ihnen werden √ľberragende Intelligenz und √ľbersinnliche Kr√§fte unterstellt. Sie gelten als friedfertige und sensible Tiere, die irgendwie die Werte √∂kosozialer Aktivisten verk√∂rpern. Greenpeace und Esoterikgurus benutzen Wale und Delfine wie ein Markenzeichen. 1998 diente ein Delfin sogar als Logo des deutschen Katholikentages.
Doch die Fortschritte der Delfinforschung zerst√∂ren das erhabene Bild. Erst wurde die Intelligenz in Zweifel gezogen: F√ľr Denkaufgaben, die ein ordin√§rer Seel√∂we in Minuten l√∂st, ben√∂tigen Delfine Wochen und Monate. Dann kamen Zweifel an ihrer Friedfertigkeit auf: Sie wurden dabei beobachtet, wie sie kleinere Meeress√§uger t√∂teten. Es stellte sich heraus, dass m√§nnliche Tiere den Nachwuchs unliebsamer Konkurrenten umbrachten. Und als ob das noch nicht schlimm genug w√§re, beobachteten Forscherinnen in einer westaustralischen Bucht brutale Gruppenvergewaltigungen unter Delfinen. Nicht gerade das, was man von einem Symboltier f√ľr "Love and Peace" erwartet.
Delfine bilden keine Ausnahme. Welches Tier oder welche Pflanze man auch immer nimmt: Auf den zweiten Blick stellt sich heraus, dass die Natur nicht halten kann, was die Romantik verspricht.
Im friedlichen Wald tobt ein gnadenloser Kampf um Licht - nur werden die Schlachten so langsam geschlagen, dass wir Menschen sie nicht bemerken. Pflanzenfresser zerst√∂ren zuweilen selbst ihre lebensgrundlagen, indem sie sich so stark vermehren, bis alles kahl gefressen ist. Raubtiere t√∂ten nicht selten mehr Beute, als sie fressen k√∂nnen. Robben schnappen sich manchmal nur die Leber eines Fisches und lassen den Rest auf den Grund sinken. Tiere verhalten sich nicht "√∂kologisch" in dem moralischen Sinne, in dem das Wort heute benutzt wird. Eisenbakterien hinterlassen als Stoffwechselprodukt metallischen M√ľll, der Gew√§sser absterben l√§sst. In der Fr√ľhgeschichte des Lebens auf der Erde war Sauerstoff ein √ľberfl√ľssiges Giftgas, f√ľr das kein Organismus Verwendung hatte.
Keine Spur von verantwortungsvollem Recycling.
Die Natur ist deshalb nicht b√∂se - sie ist eine moralfreie Zone. Sie taugt f√ľr uns Menschen weder als Vorbild noch als Ma√üstab.
Wir verhalten uns "widernat√ľrlich", wenn. wir Tiger vor dem Aussterben sch√ľtzen, Energie sparen oder Verh√ľtungsmittel benutzen. Aber dieses Verhalten ist richtig.
"Es mag paradox klingen", schrieb der Biologe Richard Dawkins, "doch wenn wir die Zukunft des Planeten sichern wollen, m√ľssen wir zuallererst aufh√∂ren, uns Rat in der Natur zu holen."

natur+Kosmos, Juli 2007

Re: micha2 im AOK Forum gegen Tierrechte: Kommentar

Autor: Reina
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Hi,


Micha2 hat ein √ľbles Antitierrechts-Posting im Forum der AOK abgesetzt, durch welches ich mich gerade richtigstellend und kommentierend durchgew√ľrgt habe :-/ Ich m√∂chte darum bitten, dass dies ein AOK-Versicherter dort wieder postet.

Vielen Dank, Reina.


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Hallo micha2,

>ja auf so eine Diskussion habe ich gewartet.

Du hast Doch hoffentlich nicht ernsthaft erwartet, dass auf Dein gemeingefährliches Posting keine Kritik käme ?

>Deine Informationen nicht nur aus "Vegi-Trash-Seiten"

Welch Geistes Kind ist jemand, der Webseiten f√ľr Veganismus und damit f√ľr eine ethische und nebenher auch gesunde und √∂kologische Lebensweise als M√ľll bezeichnet und sich zudem der √ľblen, tierrechtsfeindlichen Hetze der einschl√§gig bekannten Antiveganer Maxeiner und Miersch bedient... Na ja, das wurde aus dem Ausgangsposting mit seinen speziesistischen und irref√ľhrenden Agrarmarketingfloskeln auch schon ersichtlich...


>w√ľsstest Du, dass Zink wie Eisen vorkommend in Fleisch
>deutlich besser resorbiert wird.

Und wenn Du Dich mal bem√ľhen w√ľrdest, meine Darstellung sowie die verlinkten Informationen zu verstehen, w√ľsstest Du auch, dass dies zwar richtig, jedoch praktisch irrelevant bzw. in bezug auf Eisen (z.b. aus inneren Organen, wie der Leber) sogar sch√§dlich ist. Der K√∂rper kann die Absorptionsrate nicht beliebig anpassen, weder nach oben noch nach unten. Hohe Eisenspiegel f√∂rdern Infektionskrankheiten und durch den radikalbildenden Charakter des freien Eisens auch Artherosklerose und Krebs. Veganer haben meist
Blutferritinspiegel im unteren Normalbereich, wie sie heute auch als g√ľnstig betrachtet werden. Eisenmangel ist hingegen nicht h√§ufiger als in der allgemeinen Bev√∂lkerung.

> Ich habe nicht behauptet, dass ein Zink- bzw. Eisenmangel zwingend ist,
> sondern nur auf etwaige Risiken hingewiesen!

Und ich weise eben darauf hin, dass in bezug auf eine vollwertige vegane Ernährung solche "Warnungen" unangebracht sind.

> Wenn es um das Untergewicht von Säuglingen geht

Von veganen Autoren wird in bezug auf die S√§uglingsern√§hrung besondere Achtsamkeit in bezug auf Energie, Eiwei√ü, Vitamin D und B12 angemahnt. Jedoch resultieren die Schreckensmeldungen unterversorgter Kleinkinder i.d.R. aus obskuren Ern√§hrungsformen, die eben nicht den Kriterien einer vollwertigen veganen Ern√§hrung entsprechen. Das gilt insbesondere in bezug auf die Makrobiotik, die haupts√§chlich auf Getreide und Gem√ľse basiert, sowie der Rohkost, welche gerade von S√§uglingen mit ihren unterentwickelten Enzymsystemen noch nicht gut ausgenutzt werden kann.

> √úbrigens entsteht √úbergewicht nicht durch Fett, sondern durch eine positive
> Kalorienbilanz.

Ach was... und daran haben nicht etwa fettreiche und ballaststoffarme Nahrungsmittel mit hoher Energiedichte schuld ?!

> Und ja, eine Erhöhung der Fettzufuhr bewirkt (im Gegensatz zur gängigen
> Lehrmeinung) oft tatsächlich eine Verbesserung der Blutfettwerte, sowie eine
> Verringerung des basalen und nat√ľrlich auch postprandialen Insulinspeigels
> und anderer Risikofaktoren f√ľr Herzerkrankungen sowie Diabetes.

Das ist wohl nicht nur ein Widerspruch zur gängigen Lehrmeinung, sondern vielmehr unverantwortliche Desinformation. Übergewicht und hohe Blutfettwerte sind größten Diabetes Risikofaktoren, der Blutzuckerspiegel lässt sich durch fettarme, faserstoffreiche pflanzliche Ernährung bei Diabetes-II-Patienten auch wieder normalisieren, wie verschiedene Studien gezeigt haben:
http://www.pcrm.org/news/research991012.html


> Die Diskussion um das Osteoporoserisiko durch Eiweiß wird bis heute sehr
> kontrovers diskutiert!
> Es gibt nämlich gleichzeitig Studien, die belegen, dass eine hohe
> Eiwei√üzufuhr sogar vor Knochenverlust sch√ľtzt (vgl. Tucker)!

Die Zusammenhänge zwischen der Calciumbilanz und der Proteinaufnahme sind prinzipiell seit Jahrzehnten bekannt und keinesfalls umstritten. Dennoch mystifizieren einige Lobbyorganisationen nach wie vor Kuhmilch als Osteoporoseprophylaxe.

Eine erh√∂hte Aufnahme schwefelhaltiger (tierlicher) Proteine f√ľhrt messbar zu einer st√§rkeren renalen Calciumausscheidung, bei hoher Zufuhr kann unabh√§ngig von der Calciumaufnahme keine positive Calciumbilanz mehr erreicht werden. Zudem bilden ges√§ttigte (tierliche) Fetts√§uren zusammen mit Calcium schwerl√∂sliche Kalkseifen, die unresorbiert ausgeschieden werden. Eine √ľberh√∂hte Calciumaufnahme senkt die Resorptionsrate f√ľr Eisen und Zink und erh√∂ht die Gefahr von Nierensteinen.

Kuhmilch l√∂st nicht das Osteoporoseproblem und ist in Form von K√§se vielmehr sogar Teil des Problems. Ein gutes Mineralwasser enth√§lt √ľbrigens bis zu drei mal soviel und angereicherte Sojamilch genauso viel Calcium, wie Kuhmilch. Kuhmilchfett besteht dabei zu 60% aus ges√§ttigten Fetts√§uren, das von Sojamilch zu 18%.

In Asien und Afrika, wo weitaus weniger Tierprodukte konsumiert werden, ist Osteoporose gar kein Problem. Trotz i.A. deutlich geringerer Calciumaufnahme gibt es keine Hinweise f√ľr erh√∂hte Osteoporoseraten bei Veganern.

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Im scharfen Gegensatz zu den Empfehlungen in westlichen Staaten hat sich ein WHO-Gremium unl√§ngst erneut lediglich f√ľr eine minimale t√§gliche Calciumverzehrempfehlung von 400-500 mg ausgesprochen und das auch nur f√ľr √§ltere Erwachsene in L√§ndern mit hohen Knochbruchraten. Als Begr√ľndung wurde auf das "Calcium-Paradoxon" verwiesen: H√ľftfrakturen sind stark verbreitet in L√§ndern mit hohem Calciumkonsum und gering in L√§ndern mit geringem. Eine wachsende Menge an Beobachtungen spricht daf√ľr, dass der negative Effekt des hohen Konsums von tierlichem Protein den positiven Effekt des Calciumverzehrs √ľberwiegt.
Diese Ergebnisse entsprechen auch der Nurses Health Studie der Harvard Universität, welche an 72.000 postmenopausalen Frauen in einer Folgeuntersuchung nach 18 Jahren - im Gegensatz zu einer Vitamin D Anreicherung - weder bei hohem Milchkonsum noch bei calciumreicher Ernährung eine verringerte Knochenbruchrate festgestellt hat.

Quelle: PCRM Breaking Medical News 16.03.03
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> Zudem gibt es keine einzige studie, die belegen w√ľrde, dass Eiwei√ü zu
> Nierenproblemen f√ľhren w√ľrde.

Nat√ľrlich erfordert eine erh√∂hte Proteinzufuhr eine erh√∂hte Nieren- und Lebert√§tigkeit, welche langfristig negative Folgen haben kann. Dazu geh√∂ren Purinstoffwechselst√∂rungen mit der Folge von Hyperurik√§mie und Gicht sowie (wie erw√§hnt) durch die hohe Calciumausscheidung die Bildung von Nierensteinen.

Tierliche Eiweiße werden nach dem Eintreten des Todes relativ schnell mittels der eigenen Körperfermente zersetzt, dabei entstehen hochgradig toxische Leichengifte (Ptomaine) und schließlich Fäulnisbakterien. Eine hohe Aufnahme tierlichen Eiweißes geht zudem einher mit der von gesättigten Fetten und Cholesterin.

Zur Erzielung einer ausgeglichenen Stickstoffbilanz m√ľsste ein 65 kg schwerer Mann lediglich 22 gr an Protein mit idealem Aminos√§urespektrum aufnehmen, die empfohlenden 0,8 gr/kg/Tag enthalten also bereits grosse Sicherheitszuschl√§ge. Durchschnittlich wird in westlichen Industriel√§ndern aber mit 90 gr/Tag viel zu viel Eiweiss verzehrt.

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2. Mythos: Speziesisitische Tierausbeutung und Ethik

> Der Grundgedanke hinter dem Veganismus ist die Vorstellung, höherentwickelte
> Tiere mit zentralem Nervensystem seien grundsätzlich - z.B. aufgrund von
> Leidensfähigkeit - nicht von der menschlichen Spezies zu unterscheiden.

Beweisbar ist Bewusstsein weder bei menschlichen noch bei nichtmenschlichen Tieren. Es ist jedoch aus ethologischen, physiologischen und evolutionstheoretischen Betrachtungen heraus in beiden Fällen evident und kann heute nicht mehr ernsthaft angezweifelt werden. Jedes empfindungsfähige Lebewesen mit Gedächtnis hat zudem auch Zukunftserwartungen in bezug auf seine Empfindungen und entwickelt damit Selbstbewusstsein.

Die Tierrechtsbewegung fordert selbstverst√§ndlich keine k√ľnstliche Gleichstellung von Menschen und nichtmenschliche Tieren, sondern die gerechte Ber√ľcksichtigung ihrer relevanter √Ąhnlichkeiten und Unterschiede, d.h. die gleiche Ber√ľcksichtigung aller Tiere entsprechend ihrer Bed√ľrfnisse. So ben√∂tigen etwa H√ľhner kein Schulrecht und M√§nner kein Schwangerschaftsurlaub, beide haben aber ein √§hnliches Interesse an einem Leben in Freiheit und Unversehrtheit.

>So hat jede Entwicklungsstufe seine eigene Moral und Ethik hervorgebracht.

Leider befindet sich unsere ansonsten so hochentwickelte Zivilisation in bezug auf Tierumgang und Ethik immer noch im finstersten Mittelalter. Der willk√ľrliche Ausschluss der Tiere aus Recht und Moral (Speziesismus) ist ethisch ebenso wenig rational rechtfertigbar, wie die fr√ľhere Herabsetzung von anderen Menschen aufgrund ihrer Rasse oder ihres Geschlechts. Kein einziges ethisch relevantes Merkmal k√∂nnte alle Menschen von allen Tieren trennen. Selbst wenn also jemand absurderweise die ethische Ber√ľcksichtigung grunds√§tzlich an die F√§higkeit zu rationalen Zukunftspl√§nen koppeln wollte, so w√ľrde er damit nicht nur die meisten Tiere, sondern auch viele Menschen aus dem ethischen Einbeziehungskreis ausschlie√üen. Was nat√ľrlich ohnehin absurd w√§re, schlie√ülich geht es beim Speziesismus um die Misshandlung und Ermordung der Tiere durch den Menschen und nicht um das Vorenthalten eines Schulrechts (o.√Ą.).

Speziesistische Tierausbeutung ist ethisch ebenso wenig rechtfertigbar, wie Rassismus oder Sexismus. In allen diesen F√§llen werden die Interessen von Individuen anderer Gruppen zugunsten der eigenen missachtet und ihnen vors√§tzlich aus niedrigen Motiven und ohne Vorliegen eines Dilemmas schwere Sch√§den zugef√ľgt. Es sind die T√§ter, die hier egomane und hahneb√ľchende Wahnvorstellungen zu einer "non plus ultra" Alibiethik hochstilisieren wollen. Mit der gleichen Dreistigkeit wurde im 3. Reich erst die Minderwertigkeit anderer "Rassen" "wissenschaftlich" bewiesen und diese dann einer "Endl√∂sung" zugef√ľhrt...

Ethik ist nicht beliebig, sondern unterliegt dem inneren Zwang der Logik ihrer Begr√ľndung. Tierrechtler k√§mpfen gegen den willk√ľrlichen Ausschluss von Tieren aus der bereits existierenden Moral, √§hnlich wie Menschenrechtler gegen den von schw√§cheren Menschengruppen k√§mpfen.

> sind die Grundlage f√ľr jene "Bambimentalit√§t", die f√§lschlicherweise das
> Tier vermenschlicht. Da werden Tiere in erster Linie als "s√ľ√ü" und
> "niedlich" dargestellt

Wieder falsch. Im Gegensatz zum speziesistischem Kuscheltierschutz lautet die elementare Forderung der Tierrechtsbewegung, √§hnliche Interessen gleichermassen zu ber√ľcksichtigen, also unbesehen der sonstigen Eigenschaften und F√§higkeiten oder des "Nutzens" eines Individuums f√ľr andere. Das ergibt sich bereits aus dem Gleichheitsgrundsatz, ohne welchen jeglicher Ethik ihre Grundlage und Anwendbarkeit entzogen w√ľrde.

> Das besondere an der veganen Ethik ist die offenbar gestörte Beziehung zur
> Natur

Unfug. Die Ethik besch√§ftigt sich mit dem Sein-Sollen, den Pflichten und der Verantwortung des Menschen, und stilisiert nicht sozialdarwinistisch den Ist-Zustand der Verh√§ltnisse in der Natur zum ethischen Ma√üstab. Die Notwendigkeit der Ethik ergibt sich gerade aus dem Umstand des Fehlens eines auf das Wohl von Individuen ausgerichteten Ordnung in der Natur. Egoistische Genselektion, Verfolgung bzw. Dominanz der Schwachen durch die Starken, Krankheiten, Leid und Tod sind alles nat√ľrliche Vorg√§nge, die h√∂chstens ein geistig-gest√∂rter Mensch als erstrebenswerte Errungenschaften menschlicher Kultur betrachten w√ľrde.

> während dabei völlig gegensätzliche Bereiche vermischt werden: "Die
> menschliche Gemeinschaft, mit ihren Möglichkeiten, moralische Entscheidungen
> zu treffen - und die Natur, die auf evolutionäre Effizienz angelegt ist und
> dabei keine Skrupel kennt."

Ein typischer Rechtfertigungsversuch der T√§ter, bei dem der Verweis auf die Natur dazu missbraucht werden soll, selektiv die eigene Verantwortung zu kaschieren. In absurder Verdrehung der Realit√§t wird √Ąhnlichkeit und Relevanz in der Hinsicht, in der uns Tiere tats√§chlich als Betroffene menschlichen Verhaltens √§hnlich sind, geleugnet und in bezug auf die ethische Verantwortung eine solche im negativen Sinne k√ľnstlich konstruiert. Das Wunschbild ist offensichtlich der ethische Leichenk√∂stler und das b√∂se "Raubtier"... Eben Ethik als Alibi...

> Tiere werden somit in menschliche Normenzusammenhänge einbezogen,

Falsch. Nichtmenschliche Tiere sind √§hnlich wie menschliche Kleinkinder vom Verhalten ethischer Akteure betroffen, woraus sich auch deren Verantwortung ihnen gegen√ľber ergibt, haben selbst aber nicht die F√§higkeiten und die daraus resultierende Pflichten zu ethischem Denken und Verhalten. Das so was erkl√§rt werden muss...

> Gleichzeitig birgt jene Weltsicht m√∂glicherweise sogar Gefahren f√ľr die
> Tierschutzpraxis in der Weise, dass sich die Diskussion nicht mehr um
> Tierquälerei, sondern nur um die moralische Rechtfertigung des Tötens
> dreht.

Da hast Du wenigstens einen Gegensatz zwischen speziesistischem Tierschutz und Tierrechten verstanden...

> "Tiere haben jedoch keine Vorstellung vom Tod. Sie leiden unter Schmerzen,
> doch der Tod selbst bedeutet kein Leid f√ľr sie."

Selbst wenn das zutr√§fe und die Praxis der maschinellen Massenmordung nicht ganz anders auss√§he, was w√ľrde das √§ndern ? Nat√ľrlich kann man auch Menschen heimt√ľckisch schmerzfrei t√∂ten, Kinder schmerzfrei in dunklen Kellern aufziehen oder Dir schmerzfrei den Neocortex abnehmen. Dies bedeutet in jedem Fall ein Verlust an Zukunftsperspektiven f√ľr ein Individuum und damit einen schweren und nicht wiedergutzumachenden Schaden - auch die Frage, ob sich das betroffene Individuum diesem bewusst ist, spielt in bezug auf die Verantwortung der T√§ter √ľberhaupt keine Rolle!

> Probleme entstehen bereits dann, wenn der Frage nachgegangen wird,
> wie weit diese Moral umgesetzt werden soll:
> Auf welcher moralischen Grundlage wird bestimmt, wie weit man sein eigenes
> Leben zum Vorteil der Tierwelt einschränken muss?

Ethik besch√§ftigt sich nunmal mit diffizilen Problemen, f√ľr die es oft keine einfachen Antworten gibt. In bezug auf Grenzfragen ist die Tierrechtsethik zudem auf Erkenntnisse von Biowissenschaften angewiesen, die aber selbst nur √ľber ein unvollst√§ndiges Verst√§ndnis der Thematik verf√ľgen. Es ist dreist und absurd, hier in Bereichen klare Antworten zu erwarten, in denen es selbst im Humanbereich keine gibt (ab wann genau ist z.B. Abtreibung ein Verbrechen und warum?).

Die Proklamierung und internationale Anerkennung von Menschenrechten hat auch nicht alles irgendwie vermeidbare menschliche Leid von diesem Planeten getilgt. Dies kann nat√ľrlich ebensowenig eine Rechtfertigung f√ľr Menschenrechtsverletzungen sein, wie die Unm√∂glichkeit alles anthropogene Leid zu stoppen nicht gegen den Veganismus spricht. Als w√§re die Unm√∂glichkeit allen Opfern einer Katastrophe zu helfen eine Rechtfertigung daf√ľr, weitere zu sch√§digen...

>Der Mensch lebt ohne Zweifel in einem Dilemma

Eben. In bezug auf den Veganismus (also das Vermeiden des Vermeidbaren - und das sind Tierprodukte ohne weiteres), gibt es jedoch kein Dilemma und somit auch keine Rechtfertigung f√ľr Nicht-Veganismus.

> militante Tierrechtler

Erneut ein typischer Rechtfertigungsversuch: durch den Versuch der Schuldumkehr die Verantwortung f√ľr Gewalttaten ihren Kritikern in die Schuhe schieben wollen. Im Gegensatz zu Speziesisten, welche die Misshandlung und Ermordung von Tieren beauftragen, geht von Tierrechtlern aber keine Gewalt aus. Auch die ALF und TBF sch√§digen keine menschlichen oder nichtmenschlichen Tiere. Keine Tierrechtsorganisation propagiert Tierrechtsverletzungen um Tierrechten zum Durchbruch zu verhelfen - dies ist nat√ľrlich von Sachbesch√§digungen zu Befreiungszwecken zu trennen.

> Es ist naiv zu glauben, durch den Verzicht auf Fleisch könne man jede Schuld
> von sich weisen

Nat√ľrlich nicht, den Tieren ist schliesslich egal, ob sie f√ľr die Fleisch-, Muttermilch- oder Eierproduktion gequ√§lt und umgebracht werden.

> Wir leben in einer international weit verflochtenen Kapitalgesellschaft, in der
> es praktisch kaum noch möglich ist einen Industriezweig gezielt zu boykottieren!

Was in bezug auf tierversuchsgetestete Produkte, bei denen es also nur um einen auf Politik eines Konzerns bezogenen Boykott geht, u.U. auch stimmen kann.

In bezug auf Tierprodukte gilt dies selbstverst√§ndlich nicht. Egal wo und unter welchen Umst√§nden diese auch immer "produziert" wurden, hierf√ľr werden zwangsl√§ufig - und somit auch mit Billigung und Beauftragung durch den informierten K√§ufer - Tiere misshandelt und umgebracht. An jedem Tierprodukt klebt Blut, √ľber welche Kan√§le es auch immer in den Handel kommt, und nur durch vegane Lebensweise k√∂nnen diese Tiermisshandlungen auch real unterbunden werden.

> Es ist durchaus w√ľnschenswert, dass der Mensch dem Tier gegen√ľber ethische
> Verpflichtungen √ľbernimmt - gewinnt allerdings in dieser Beziehung die
> Emotion die Oberhand, wird es irrational und damit möglicherweise sogar
> sch√§dlich f√ľr das zu verfolgende Ziel.

Welche irrationalen und schädlichen Emotionen bei Deiner Argumentation die Oberhand hatten, ist deutlich geworden...


mfg, Reina.

Preis f√ľr Austry

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Und die Nadel im Misthaufen f√ľr jemanden, der inmitten seines sonst √ľblichen Mistst versehentlich etwas richtiges sagt, geht diesmal an Austry.

Zunächst begreift er nicht, daß van der Graaf - logischerweise - kein Tierrechtler sein kann, dann aber kommt eine unbeabsichtigte Tatsachennennung:

>>>
Zitat:
Du kleiner Scherzkeks, der Artikel ist von Michael Miersch, einem absolutem Gegner des Vegetarismus, war ja klar, dass sich so einer tierisch freut, wenn mal so was passiert, auf seine Artikel zu verweisen ist genauso lachhaft, wie auf Antivegan zu verweisen. Im √ľberigem solltet ihr mal unterscheiden zwischen Tierrechtlern (vorallem den wenigen Exrtemisten unter ihnen) und Vegs.
<<< (Antivegforum, 5621.htm, meine Hervorhebung)

Ja!

Ob er endlich http://maqi.de/txt/vegetariersindmoerder.html gelesen und verstanden hat? ... Wohl kaum.

√úbrigens ist Miersch nat√ľrlich entgegen Austrys Behauptung sicher kein "absolute[r] Gegner des Vegetarismus", warum sollte er, sind Vegetarier doch Tierausbeuter wie er - im Gegenteil, er ist lediglich Anti-Veganismus- und Anti-Tierrechtspropagandist. In seiner "daf√ľr/dagegen"-Liste (http://www.maxeiner-miersch.de/dafuer-dagegen.htm) steht das zwar nicht explizit, aber immerhin findet sich dort wetwa unter "Tierschutz" vs. "Tierrechte" ... leigt also ganz aufd er Wellenl√§nge von Austry, Antiveg-Forum, Veggielove, ...

Achim

Re: Michael Miersch -‚ÄěEine Ratte ist ein Schwein

Autor: Kurt Grassl
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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Danke.

Mir ist noch eines aufgefallen: Im Artikel steht
Zitat:
"Toleranz gegen√ľber Fleischessern zu fordern ist ebenso
absurd und obsz√∂n, wie Toleranz gegen√ľber Vergewaltigern und
Mördern zu fordern", erklärt der Salzburger Tierrechtsphilosoph
Dr. Helmut F. Kaplan.


Wie krieg' ich das jetzt mit der aktuellen Kaplan-Diskussion zusammen?
- Hat der Kaplan das wirklich gesagt und ist davon weg oder
- hat der Miersch das erfunden?

Gr√ľ√üe
Kurt

PS: warum hab' ich hier im Forum nur in Ausnahmefällen den Zitat-Button? (immer dann wenn ich ihn nicht brauch', wie jetzt). Hat das einen nachvollziehbaren Grund?

Re: Michael Miersch -‚ÄěEine Ratte ist ein Schwein

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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Mehr zu Miersch ...

Achim

Re: Ethisch minderbemittelte Vegetarier bleiben Mörder

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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> Und √ľbrigens, ich lebe selber seit fast zehn Jahren vegan,

Und das soll jemand glauben, wenn Du drei Zeilen weiter ...

> glaube aber kaum, dass eine solch aggressive Einstellung die
> Zahl vegan lebender Menschen signifikant vergrößern lässt. Da
> ist mir die Strategie eines Attila Hildmann oder Jonathan
> Safran Foer wesentlich sympathischer!

... die offensichrlich blutige "Strategie" der Unveganer Hildmann und Foer "sympathisch" findest?

Auch Miersch ist begeistert von Foer. Warum liegt auf der Hand ... Miersch ist schließlich bekanntes Mitglied der antiveganen "Achse".

Achim

Wieviele Gene haben Menschen und Bananen gemeinsam?

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Ich habe keine Ahnung, √ľberfliegen diverser Quellen f√ľhrt zu (vermutlich √ľberwiegend aus den Fingern gesaugten) Angaben zwischen 30% und 60% - aber jedenfalls wird "Menschen haben x% Gene mit Bananen gemeinsam" gern von Tierausbeutungsapologeten (z.B. "Wir teilen 30% unserer Gene mit der Banane." - Miersch? oder vielleicht auch Pollmer? irgendsoeiner, vielleicht auch beiden, in irgendwelchen Talkshows, erinnere mich nicht) verwendet, um eben jenes "Argument" auszuhebeln.

Achim

Erbse: Kindermord ist wie Kindergarten

Autor: martin
Datum:
Forum: Komplementärforum
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In einem Interview mit einer Tierausbeutungsprofiteurin √ľber (unveganen) "K√§se" (√ľbrigens gef√ľhrt von Antiveganismusadept Miersch) hei√üt es:
Zitat: DIE WELT: Tierrechtler beklagen, dass man, um Milch f√ľr Menschen zu gewinnen, den K√ľhen ihre K√§lber entrei√üen muss. Es ist nachgewiesen, dass die Tiere unter Trennungsschmerz leiden. "K√§se ist Folter" lautet ihr Slogan.
Ursula Heinzelmann: Waren Sie mal dabei, wenn Kinder zum ersten Mal in den Kindergarten gebracht werden? Da weinen auch viele Kinder und M√ľtter. Ich wei√ü, dass K√§se nicht auf B√§umen w√§chst und habe mir alle Schritte von der Milch zum K√§se dutzendfach angesehen, auch den Umgang mit den K√ľhen. Es ist immer eine Abw√§gung, was man den Tieren zumutet, die wir zur Herstellung von Lebensmitteln nutzen. Ich bin kein Veganer und finde, dass K√§se ein wunderbares Produkt ist.
(Die Welt, 04.09.09)
Sie hat die Erbse wirklich dringend n√∂tig, wenn sie die von der Mutter gewollte, vor√ľbergehende Trennung vom Kind in einer Einrichtung, die f√ľr dessen k√∂rperliches Wohlergehen verantwortlich ist, nicht unterscheiden kann von der gewaltsamen, endg√ľltigen Trennung, die mit der Ermordung des Kindes endet.

Re: Alles f√ľr das Tier

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
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Putzig: Die Weltwoche zieht den Artikel (anl√§√ülich des "Anschlags", bei dem das strikeHeim/strike "Jagdhaus" Vasellas abgebrannt ist, mit einem Foto derselben (sowie der neuen Zusatz√ľberschrift "Militante Tierrechtler") garniert, wieder aus strikeder G√ľllegr√ľbe/strike dem Archiv: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2002-27/artikel-2002-27-alles-fuer-das-tier.html

Darin die bekannten Absurditäten:

Zitat: Trotz unhaltbarer Ideologie und menschenfeindlicher Aktionen gewinnen militante Tierrechtler an gesellschaftlichem Einfluss. Von Michael Miersch

Zitat: Der mutmassliche M√∂rder [Fortuyns] heisst Volkert van der Graaf, ist 32 Jahre alt und schert sich wenig um linke Politik. ¬ę√úber Politik sprach er nie¬Ľ, berichtet einer seiner Freunde. Daf√ľr hat er ein grosses Herz f√ľr Tiere. Van der Graafs Hauptbesch√§ftigung bestand in den letzten Jahren darin, landwirtschaftliche Tierhalter mit Klagen zu √ľberziehen. Daf√ľr suchte er in den Betriebsgenehmigungen nach nicht ganz wasserdichten Passagen und zog damit vor Gericht, um die Schliessung des jeweiligen Hofes zu erwirken. In den vergangenen acht Jahren hat van der Graaf 2000 Prozesse gegen Landwirte und Genehmigungsbeh√∂rden gef√ľhrt.

Zitat: Vermutlich verh√§ngte van der Graaf am 6. Januar 2002 sein pers√∂nliches Todesurteil gegen Pim Fortuyn. Denn an diesem Tag erkl√§rte der schillernde Politiker im Fernsehen: ¬ęW√§hlt mich, dann wisst ihr, dass Pelzetragen erlaubt ist.¬Ľ Er k√ľndigte an, das geplante Gesetz gegen Pelztierfarmen nach einem Wahlsieg sofort in den Papierkorb zu bef√∂rdern. Eine unertr√§gliche Provokation f√ľr einen, der Tieren das gleiche Lebensrecht wie Menschen zubilligt.

Zitat: Gezielter Mord wie im Falle Fortuyn ist die Ausnahme. Aber Brandstiftungen, Bombenanschl√§ge, √úberf√§lle, Einbr√ľche, Vandalismus und Psychoterror geh√∂ren fast schon zum Alltag in den reichen westlichen Gesellschaften. Die Aktionen militanter Tierrechtler richten sich gegen Mediziner, Pharmazeuten, Zoologen, ebenso gegen Landwirte, K√ľrschner, Fischer und alle, die mit Tieren arbeiten oder von Tieren leben.

In Grossbritannien gelang den Tierrechtlern Anfang des Jahres 2002 ein spektakul√§rer Sieg. Sie vertrieben die Forschungsfirma Huntingdon Life Sciences aus dem Land, eines der weltgr√∂ssten Unternehmen f√ľr unabh√§ngige Tierversuche. Vier Jahre lang sch√ľchterten die Aktivisten Mitarbeiter, Gesch√§ftspartner und Aktion√§re systematisch ein, teils mit legalen, teils mit kriminellen Methoden. Huntingdon-Angestellte wurden zusammengeschlagen, ihre Autos angez√ľndet, Brandbomben gelegt, Mitarbeiter von Kredit gebenden Banken angegriffen, ausl√§ndische Investoren gesch√§ftlich und privat mit Rufsch√§digung bedroht. Der B√∂rsenkurs sank ins Bodenlose, neue Geldgeber zogen sich aus Angst vor Angriffen und Imagesch√§den zur√ľck, das Unternehmen geriet in eine Existenzkrise.

Zitat: Die deutsche Nobelpreistr√§gerin Christiane N√ľsslein-Volhard bekam Morddrohungen, weil sie mit Taufliegen und Zebrafischen experimentiert. Der Neurobiologe Andreas Kreiter und seine Familie leben unter polizeilichem Personenschutz, seit er an der Universit√§t Bremen die Gehirnstr√∂me von Affen untersucht. 1998 schloss der Metzger Stephan Baumert aus Chemnitz seine L√§den, nachdem militante Tierrechtler zwanzigmal bei ihm randaliert hatten. Er war nicht der Erste aus seiner Branche, der entnervt aufgab.

Zitat: In den neunziger Jahren erhielten der britische Landwirtschaftsminister und andere englische Politiker Briefbomben von Tierbefreiungsk√§mpfern. Bei einem Anschlag auf den Mitarbeiter eines Versuchslabors in Bristol wurde ein Baby schwer verletzt. 1999 entf√ľhrte und folterte ein Kommando der Animal Liberation Front (ALF) einen Londoner Journalisten, der kritisch √ľber die militante Szene berichtet hatte. In Europa, Nordamerika und Australien wurden seit den achtziger Jahren mehrere tausend Straftaten von der ALF und anderen Tierrechtlerkommandos ver√ľbt.

Zitat: Aus Angst vor Psychoterror oder sozialer Ausgrenzung meiden immer mehr junge Talente Berufe, in denen an Tieren geforscht wird. Der britische Mediziner Michael Baum, Pr√§sident der Europ√§ischen Brustkrebs-Konferenz, sieht die Erprobung neuer Medikamente zunehmend durch die Aktionen militanter Tierrechtsaktivisten und immer neue b√ľrokratische Hindernisse behindert.

Zitat: F√ľr Kinder der Tierrechtler kann die Ideologie ihrer Eltern gesundheitssch√§dlich werden; denn viele von ihnen werden gezwungen, vegan zu leben. Im Gegensatz zu Vegetariern, die beispielsweise Milch trinken, lehnen Veganer s√§mtliche tierischen Erzeugnisse ab. Sie halten es f√ľr Frevel, Tiere in irgendeiner Weise zu nutzen. Vegane M√ľtter riskieren schwerste Sch√§digungen ihrer Kinder, denn Pflanzen enthalten kein Vitamin B12, das lebenswichtig f√ľr die Blutbildung und zur Entwicklung des Nervensystems ist. Wer erst als Erwachsener aufh√∂rt, tierische Produkte zu essen, hat meist gen√ľgend B12-Reserven aufgebaut. Doch Kinder m√ľssen diese Reserven erst bilden. Fehlt ihnen das Vitamin B12, entwickelt sich das Gehirn zu langsam. Sie bleiben geistig und k√∂rperlich zur√ľck.

Zitat: Nur ein Häuflein Fanatiker lebt vegan und hat sich ganz der Tierrechtsbewegung verschrieben, doch sie stossen auf grosse Sympathie, besonders bei manchen Medien und vielen Prominenten aus der Unterhaltungsindustrie.

Zitat: Manche, die die Tierrechtler √∂ffentlich f√∂rdern, denken vermutlich, sie w√ľrden dadurch etwas f√ľr mehr Tierschutz tun, und wissen nicht, dass PeTA Besitz und Nutzung von Tieren in jeder Form verdammt. In den Vereinigten Staaten steht die Organisation obendrein unter dem Verdacht, so etwas wie der legale Arm der Terrorgruppe ALF zu sein.

Zitat: [Hier immerhin zwei Nadel-im-Misthaufen-w√ľrdige S√§tze, gefolgt vom M√ľll:]Herk√∂mmliche Tiersch√ľtzer verfolgen andere Ziele als die zunehmend an Einfluss gewinnende Tierrechtsbewegung. Sie wollen erreichen, dass Tiere in der Landwirtschaft, in Labors und anderswo nicht gequ√§lt werden, dass ihre Haltungsbedingungen verbessert und sie, wo n√∂tig, schmerzfrei get√∂tet werden. Tierrechtler dagegen sind an Verbesserungen nicht wirklich interessiert. Jede Reform ist f√ľr sie nur ein taktisches Ziel. Denn es geht ihnen um nicht weniger als das Ende jeglicher Nutzung von Tieren. Und zwar ausdr√ľcklich auch um den Preis, dass kranke Menschen dadurch leiden und sterben m√ľssten.

Zitat: [Nochmal Nadel:]Die Ausbreitung der Tierrechtsidee signalisiert einen folgenschweren geistigen Umbruch. Tierrechtler wollen aus dem westlichen Wertekanon aussteigen, der sich auf dem Weg von der griechischen Antike √ľber Judentum und Christentum bis zur Aufkl√§rung gebildet hat. Es geht ihnen im Grunde um die Abschaffung der in ihren Augen grunds√§tzlich unberechtigten menschlichen Vorherrschaft. [...] F√ľr Tierrechtler ist es v√∂llig unwichtig, ob Tiere denken k√∂nnen. Entscheidend ist ihre F√§higkeit, Leiden und Schmerzen zu empfinden.

Zitat: der geistige Initiator der Tierrechtsbewegung, der australische Philosoph Peter Singer

Zitat: Wenn Menschenrechte auf Tiere √ľbertragen w√ľrden, m√ľssten nicht nur alle Menschen Vegetarier werden (das w√§re noch das geringste Problem). Die neue Rechtslage w√ľrde zu gewaltigen Hungersn√∂ten f√ľhren. Denn auch heute noch fressen Sch√§dlinge wie Ratten, M√§use, Heuschrecken und andere Insekten einen Grossteil der weltweiten Ernten auf. M√ľsste man das Leben dieser Tiere respektieren, w√ľrde das zum Tode vieler tausend Menschen f√ľhren. Ebenso zum Ende des medizinischen Fortschritts. Denn keiner der grossen Durchbr√ľche der vergangenen hundert Jahre w√§re ohne Tierversuche zustande gekommen. Mehr als acht Millionen Menschen in aller Welt profitieren heute von den Tierversuchen der Kanadier Frederick Banting und Charles Best. Die H√ľndin Marjorie, an der die beiden Forscher 1921 die Blutzucker senkende Wirkung von Insulin erprobten, ging in die Medizingeschichte ein.

Zitat: Tierrechte sind ein Frontalangriff auf das Lebensrecht von Menschen.

Zitat: Weder die zahlreichen Sympathisanten noch der harte Kern scheinen sich daran zu st√∂ren, dass die Tierrechtsidee nicht einmal f√ľr ihre √ľberzeugten Anh√§nger praktikabel ist. ¬ęUm Dasein zu erhalten, muss ich mich des Daseins, das es sch√§digt, erwehren¬Ľ, erkannte schon Albert Schweitzer. ¬ęIch werde zum Verfolger des M√§uschens, das in meinem Haus wohnt, zum M√∂rder des Insekts, das darin nisten will, zum Massenm√∂rder der Bakterien, die mein Leben gef√§hrden k√∂nnen.¬Ľ Obwohl konsequente Tierrechtler nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf Milch, Eier, Wolle, Leder und am Tier getestete Arzneien verzichten, sitzen sie in einer moralischen Klemme. Denn fast alles, was Menschen essen, anziehen oder tun, t√∂tet, sch√§digt, vertreibt oder beeinflusst irgendwelche Tiere. Selbst die B√ľcher der Tierrechtsphilosophen sind nicht rein. Die B√§ume, die f√ľr das Papier gef√§llt wurden, beherbergten einmal Spechte, K√§fer und Eichh√∂rnchen.

Zitat: Obwohl die Theorie unhaltbar und die Praxis menschenfeindlich und undurchf√ľhrbar ist, gewinnt die Bewegung an Einfluss.

Zitat: Nach dem Sieg √ľber Huntingdon Life Sciences ist das n√§chste gemeinsame Ziel europ√§ischer Tierrechtler die Schliessung des Biomedical Primate Research Center (BPRC) im niederl√§ndischen Rijwijk. Die Aktivisten sind von ihrem Erfolg so √ľberzeugt, dass sie bereits Land in Spanien gekauft haben, wo die ¬ębefreiten¬Ľ Primaten nach dem Sieg in Gehegen untergebracht werden k√∂nnen. Doch diesmal d√ľrften sie es schwerer haben als im Fall Huntingdon, denn seit dem Fortuyn-Attentat h√§lt Hollands Justiz die Tierrechtler nicht mehr f√ľr harmlose Idealisten. Die Polizei hat 189 Gewaltdelikte, die seit 1983 von militanten Tierfreunden begangen worden sind, aufgerollt. Darunter den Mord an einem Beamten der Umweltbeh√∂rde, der f√ľr die Genehmigung von landwirtschaftlichen Betrieben zust√§ndig war, gegen die van der Graaf prozessierte. Der Mann wurde 1996 mit Patronen des gleichen Kalibers erschossen, durch die auch Pim Fortuyn get√∂tet wurde.


Es w√§re interessant, zu wissen, ob Miersch diesen geballten Stammtischm√ľll tats√§chlich glaubt oder ob er schlicht ein goebbelsscher Hetzer ist, der (wohl wissend, da√ü seine Zielgruppe zu dumm ist, selbst solche offensichtlichen L√ľgen zu durchschauen) Propaganda betreibt.

Immerhin hat er statt Groth einen anderen "Metzger" genannt (von dem au√üerhalb von Miersches Hetzschriften bzw. derer, die es ihm nachplappern - Pollmer, Zirkuspropagandisten usw.- , merkw√ľrdigerweise nichts zu finden ist). Sehr schlau. Kann es sein, da√ü er da einfach einen Metzger erfunden hat, weil er wu√üte, da√ü Groth aufgeflogen ist?

Was Holland angeht, sehen wir ja am aktuellen Fall, wie es da läuft: http://tierrechtsforen.de/veganstreaker.

Achim

Achim

Nutztiere / Das Huhn, der vollendete Sklave des Menschen

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Pressespiegel
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Von Michael Miersch
29. Mai 2009, 15:41 Uhr


Es gibt Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Wild und Fisch. Aber warum kommt kein anderes Tier so h√§ufig auf den Tisch wie das Huhn? 17 Milliarden H√ľhner leben heute auf der Welt ‚Äď sie werden gegrillt, gebacken, gebraten und gekocht. Die Menschheit hat dem f√ľgsamen Federvieh wahrlich viel zu verdanken.


Foto: pa
In den Industrieländern kann sich heute jeder täglich ein Huhn im Topf leisten - "Dank" Aufzucht in industriellem Maßstab.



Nordeurop√§er und Amerikaner essen keine Pferde, Hindus keine Rinder, Juden und Moslems keine Schweine. Fisch und Lamm finden viele Menschen widerlich, Wild erst recht. Muscheln, Meerschweinchen und andere Tiere werden nur von Minderheiten gesch√§tzt. Nur ein einziges Wesen wird in aller Welt gegrillt, gebacken, gebraten und gekocht: das Huhn. Gebratenes Huhn und H√ľhnersuppe sind in China ebenso beliebt wie in Chile, bei Arabern wie bei Israelis, ja sogar Deutsche und Franzosen k√∂nnen sich darauf einigen. Huhn ist konsensf√§higer als Fu√üball und Sex.
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17 Milliarden H√ľhner leben heute auf der Welt ‚Äď die wenigsten davon allerdings nicht gerade lang. Ein typisch europ√§ischer Broiler, der m√§nnlich oder weiblich sein kann, ist nach 33 Tagen schlachtreif. Doch auch wenn sein Dasein im Diesseits schnell vor√ľber ist, so ist das Huhn, biologisch betrachtet, dennoch der erfolgreichste Vogel der Welt. Denn die W√§hrung der Evolution sind Nachkommen und die werden mit Hilfe des Menschen in einer Gr√∂√üenordnung ausgebr√ľtet, die auch die h√§ufigsten Wildv√∂gel in den Schatten stellt. Und dies, obwohl ein Gro√üteil der Eier verspeist wird. H√ľhner gibt es heute fast √ľberall. Ihre Zahl √ľbersteigt die aller anderen Haus- und Nutztiere (abgesehen von Bienen und Schrimps). Fast drei H√ľhner kommen derzeit auf jeden Erdenb√ľrger. Dabei ist der Mensch sp√§t auf das Huhn gekommen.

Rind, Schwein, Schaf und Ziege waren schon seit Jahrtausenden domestiziert, als vor etwa 5400 Jahren irgendwo in S√ľdostasien jemand durch den Urwald wanderte und sich ein paar K√ľken des Bankivahuhns in die Tasche steckte. ‚ÄěEs darf als sicher gelten‚Äú, schreibt der Nutztierforscher Hans Hinrich Sambraus, ‚Äědass die urspr√ľnglichen Gr√ľnde f√ľr die Domestikation einzelner Arten nicht mit den jetzigen Nutzungszwecken √ľbereinstimmen.‚Äú Beim Schaf und beim Rind nimmt man an, dass sie zun√§chst als Kult- und Opfertiere gez√§hmt wurden. Beim Huhn ‚Äď so die Theorie ‚Äď k√∂nnten die Hahnenk√§mpfe die menschliche Neugier geweckt haben, aber beweisen kann man es nicht. ‚ÄěEs wird uns ewig r√§tselhaft bleiben‚Äú, schrieb der Zoologe Alfred Brehm, ‚Äěwie es der Mensch anfing, die freiheitsliebenden Wildh√ľhner zu vollendeten Sklaven zu machen.‚Äú Vermutlich war es gar nicht so schwer. Noch heute kann man in vielen Gegenden beobachten, dass H√ľhner in der N√§he des Hauses bleiben, auch wenn sie frei herumlaufen d√ľrfen. In √§rmeren Gegenden m√ľssen sie sogar ihr Futter selbst suchen und schlafen auf den B√§umen am Dorfrand. Die ‚ÄěFreiheitsliebe‚Äú, die Brehm dem wilden Bankivahuhn unterstellt, scheint erloschen zu sein. ‚ÄěDie Henne ist das beste Beispiel daf√ľr‚Äú, schrieb der polnische Dichter Zbigniew Herbert, ‚Äěwo das enge Zusammenleben mit Menschen hinf√ľhrt. Sie hat die Leichtigkeit und die Anmut des Vogels g√§nzlich verloren.

Trotzdem kam das Huhn in vielen menschlichen Kulturen zu hohen Ehren. Laut dem finnischen Kalevala-Epos entstand das Universum aus den Eiern eines Huhns. In der griechischen und r√∂mischen Antike, aber auch auf Sumatra versuchten Priester in den Innereien von H√ľhnern die Zukunft zu lesen. Ebenso wurde das Verhalten beim K√∂rnerpicken als Omen f√ľr kommende Ereignisse betrachtet. Engl√§nder brechen noch heute nach dem Genuss eines gebratenen Huhns den abgenagten Gabelbeinknochen. Wer das gr√∂√üere St√ľck in der Hand h√§lt, darf sich etwas w√ľnschen.

Die Menschen brachten die pflegeleichten V√∂gel aus ihrer urspr√ľnglichen Heimat S√ľdostasien zun√§chst ins Industal (dem heutigen Pakistan) und sp√§ter nach √Ągypten. Von dort gibt es aus dem zweiten Jahrtausend vor Christus bereits schriftliche √úberlieferungen, dass H√ľhner jeden Tag ein Ei legen. Das hei√üt, der gr√∂√üte z√ľchterische Fortschritt hatte damals bereits stattgefunden. Bankivah√ľhner legen nur etwa 20 Eier im Jahr, heutige Legerassen bis zu 300. √úber Griechenland und Rom schaffte es das Huhn etwa 700 vor Christus in germanische Gefilde. Wie bei den anderen Nutztieren erreicht im 19.Jahrhundert die Veredelung durch Zucht ihren H√∂hepunkt. Aus dieser Zeit stammen die meisten der 180 im europ√§ischen Rassegefl√ľgelstandard bekannten Formen, darunter die √ľber f√ľnf Kilo schweren Brahma, die Seidenh√ľhner, deren Federn wie weiches Fell wirken, die Italiener, die dem wilden Bankivahuhn √§hneln und die Wei√üen Leghorn, ein Erfolgsmodell, das in 51 L√§ndern der Erde Eier legt.

In den Industrie- und Schwellenl√§ndern ist die H√ľhnerhaltung eine hoch spezialisierte Branche, die penibel auf Wirtschaftlichkeit und Hygiene achtet. Jeweils vier Konzerne beherrschen den Weltmarkt f√ľr Legehennen und Broiler. Sie besitzen exklusive Zuchtlinien und teilen sich den Markt. Einer der Gro√üen im Gesch√§ft ist die deutsche Firma Westjohann, zu der das Wiesenhof-Imperium geh√∂rt. ‚ÄěDie moderne Gefl√ľgelzucht ist eine gro√üe soziale Tat‚Äú, sagt Eigent√ľmer Paul-Heinz Westjohann. ‚ÄěEin H√§hnchen kostet heute genauso viel wie vor 50 Jahren, w√§hrend das Einkommen sich vervielfacht hat.‚Äú F√ľr weniger als drei Euro ist heute ein ganzer Broiler aus dem Tiefk√ľhlregal beim Discounter zu haben. Solche Preise waren einst soziale Utopie. Der Franz√∂sische K√∂nig Heinrich IV, ging als guter Herrscher ins Volksged√§chtnis ein, weil er jedem Franzosen ‚ÄěSonntags ein Huhn im Topf‚Äú versprach.

Dass sich heute in den Industriel√§ndern auch Geringverdiener tagt√§glich ein Huhn im Topf leisten k√∂nnen, liegt an der komplett durchrationalisierten Aufzucht. Weniger als 80 Cent kostet die Mast eines Broilers vom Kauf des K√ľkens aus der Br√ľterei bis zur Schlachtreife. Am Ende wiegt der Vogel etwa zwei Kilogramm. Um dieses Gewicht zu erreichen muss er 3,2 Kilogramm Futter in Fleisch umwandeln. Das ist verglichen mit Schweinen oder Rindern ein sensationell geringer Bedarf. Broilermast findet normalerweise in gro√üen Hallen statt, in denen etwa 20 Tiere pro Quadratmeter scharren. Damit sie sich nicht verletzen, wird ihnen als K√ľken die Schnabelspitze gekappt. Am Ende ihres kurzen Lebens reisen sie in Kisten verpackt und zum Schlachthof.

[Video zur Domestikation von Tieren]
Die Industrialisierung des Huhns entfachte einen erbitterten Streit

Legehennen in K√§figbatterien wurden zum Symbol f√ľr inhumane Tierhaltung. Vierzig Jahre nach dem Aufkommen der ersten Proteste wurden die H√ľhnerk√§fige in Deutschland verboten. Die anderen EU-Staaten wollen bis zum 2012 folgen. Wer sich einen √úberblick √ľber die Haltungsformen der Nach-K√§fig-Zeit verschaffen m√∂chte, kann das auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe vor den Toren Hannovers tun. Die Tier√§rzte, Agraringenieure und Verhaltensforscher auf Gut Ruthe kamen zu Ergebnissen, die ihnen viel √Ąrger einbrachten, weil sie dem widersprechen, was die meisten Menschen glauben wollen: Freilandhaltung ist schlechter als ihr Ruf. Sie belastet die Umwelt durch den vielen Kot, der die Erde verdirbt. Und auch f√ľr die Tiere ist der Auslauf weniger angenehm, als man fr√ľher dachte. Hennen, die unter freiem Himmel leben, werden h√§ufiger krank und sterben im Durchschnitt fr√ľher. Freilandh√ľhner leiden verst√§rkt unter Salmonellen und Wurmbefall, denn Wildv√∂gel wie Tauben und Spatzen schleppen Krankheiten und Parasiten ein. Das Risiko einer Infektion mit Gefl√ľgelgrippe ist sehr hoch. Au√üerdem kommt es weitaus h√§ufiger als im K√§fig zu dem von H√ľhnerhaltern gef√ľrchteten Federpicken und Kannibalismus: Die Hennen picken sich gegenseitig die Federn aus und hacken sich zu Tode. Freilandh√ľhner brauchen h√§ufiger tier√§rztliche Behandlung.

Die Hennen in der fr√ľher √ľblichen K√§fighaltung leben vergleichsweise ges√ľnder und auch ihre Eier sind weniger von Keimen belastet. Andererseits steht fest, dass Legehennen in der Enge der K√§fige sich nicht selten die Knochen brechen. Au√üerdem wurde nachgewiesen, dass bestimmte, wichtige Verhaltensweisen, die bei H√ľhnern genetisch vorprogrammiert sind, im K√§fig lebenslang unterdr√ľckt werden. Sie k√∂nnen nicht Scharren, sie k√∂nnen sich zum Eierlegen nicht zur√ľckziehen, sie haben keine erh√∂hte Sitzgelegenheit zum Schlafen. Gibt es also f√ľr Landwirte nur die Alternative zwischen verhaltensgest√∂rten oder kranken H√ľhnern?

Der Agrarwissenschaftler Christian S√ľrie und seine Mitarbeiter suchen auf Gut Ruthe den Ausweg aus diesem Dilemma, indem sie die beiden aussichtsreichsten Haltungsformen vergleichen, die sich vermutlich in der EU durchsetzen werden: Die so genannte Volierenhaltung mit Auslauf und die Kleingruppenhaltung. Die Hennen in den Volieren k√∂nnen an die frische Luft gehen, haben dort aber nicht so viel Platz wie ihre Artgenossinnen in der Freilandhaltung. In der Kleingruppenhaltung geht es enger zu. Die Hennen leben in Gro√ük√§figen und kommen nie ans Tageslicht. Dennoch sind diese H√ľhnerwohngemeinschaften so geschickt eingerichtet, dass die Hennen darin ihr Verhaltensprogramm weitgehend ausleben k√∂nnen.

‚ÄěK√§fig bleibt K√§fig‚Äú, sagt die ehemalige Agrarministerin Renate K√ľnast. Der Streit geht weiter. Welche Haltungsvariante sich in Deutschland und Europa durchsetzt, bleibt vorerst offen. Die H√ľhner werden brav mitmachen. ‚ÄěDie verschiedensten Umst√§nde‚Äú, schrieb Brehm √ľber das Huhn, ‚Äěertr√§gt es mit einer bewunderungsw√ľrdigen F√ľgsamkeit.‚Äú Wir haben ihm viel zu verdanken.

http://www.welt.de/wissenschaft/article3828206/Das-Huhn-der-vollendete-Sklave-des-Menschen.html

Tierausbeuter sind Sklavenhalter

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Pressespiegel
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Erstaunlich, daß ausgerechnet die "Welt" in einer Schlagzeile deutlich macht, daß Tierausbeutungs Sklaverei ist. Oft stammen Titel in Zeitungen ja nicht vom Autor, sondern einem Redakteur - wohl nur so ist es zu erklären, daß ausgerechnet im Titel eines Texts von Michael Miersch, einem Protagonisten der "Achse des Guten", wie sich diese Gruppe (selbstironisch?) nennt, die sich u.a.a der Tierausbeutungsapologetik verschrieben hat, diese Variante eines Brehm-Zitats gelandet ist.

Da√ü Miersch allenfalls tiersch√ľtzerisch die "Art" der Gefangenhaltung etc. zwischen den Zeilen kritisiert (nicht die Tatsache oder den Mord an sich), de facto aber anpreist und zudem heuchlerisch von einer Abschaffung der K√§fige in Deutschland fabuliert (als ob "Kleingruppen" keine offensichtlichen K√§fige beinhalteten) versteht sich von selbst.

Einige Formen der Einutzung - etwa zum Bewerfen von politischen Gegenern, angef√ľgt ein aktuelles Beispiel - l√§√üt er allerdings au√üen vor.

Nocheinmal zur Betonung:
Zitat: "Es wird uns ewig r√§tselhaft bleiben", schrieb der Zoologe Alfred Brehm, "wie es der Mensch anfing, die freiheitsliebenden Wildh√ľhner zu vollendeten Sklaven zu machen."

Taifun Tofu!

Autor: x
Datum:
Forum: Produktanfrageforum
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Fairantwort Mensch


vielen Dank f√ľr Ihre Anfrage.



Unsere Sojabohnen stammmen je zur H√§lfte aus regionalem Anbau und aus dem S√ľden Brasiliens. Unser Partner in Brasilen, die Fa. gebana, ist Mitgied bei IFAT. Weitere Details zu gebana Brasil und seiner Arbeit finden Sie unter



http://www.gebana.com/htm/gebana_brasil.htm



Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben und verbleiben



mit freundlichen Gr√ľ√üen



Martin Miersch

Teamleiter Einkauf & Sojaanbau

Manager Purchasing & Soybean Cultivation



Tel.: +49 (0)761 / 15210-31



Fairantwort Tier

[b]vielen Dank f√ľr Ihr Interesse.

Hiermit bestätigen wir Ihnen, dass unsere Produkte, Verpackungsmaterialien
und Etiketten zu 100% vegan sind.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen

Martin Miersch
Teamleiter Einkauf & Sojaanbau
Manager Purchasing & Soybean Cultivation

Tel.: +49 (0)761 / 15210-31

Achse der Tierausbeuter reloaded

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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Mir f√§llt seit Jahren auf, da√ü sich aus vielen Texten von Tierausbeutungspropagandisten wie etwa Miersch, Marxeiner, Kaplan usw. durchaus sinnvolle machen lie√üen - oft nur durch √§ndern einiger winziger Details: vegan statt vegetarisch, Vegetarismus statt Fleischessen, Tierprodukte statt Fleisch, Tierrechte statt Tierschutz, Abschaffung statt Reform usw.; nunja, manchmal auch nein statt ja und richtig statt falsch ;-), in anderen F√§llen aber ohne jede √Ąnderung ("Findest du es eigentlich in Ordnung, andere sterben zu lassen, damit du bestimmte Geschmackserlebnisse hast?").

Mal schauen, ob die Achse der Tierausbeuter sich nicht ein wenig brechen läßt: hier sollen in loser Folge einige korrigierte Texte aus der Tierausbeuterpropagandistenfeder stehen.

Sicher w√ľrde jeder von uns noch manches anders formulieren - aber wenn es der Wahrheitsfindung dient ...

Achim

Re: Aggressive Antiveganer und Tierrechtsgegner

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Veganismusforum
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> Kopfzerbrechen bereitet: Warum werden Antiveganer /
> Tierrechtsgegner immer so schnell aggressiv?

Ich w√ľrde sagen, sie "werden", nicht, sondern sind (wobei das ein Teufeklskreis ist: hohes Gewaltpotential f√∂rdert Gewaltbereitschaft gegen Tiere und damit Nichtveganismus; umgekehrt erh√∂ht aber - wie Experimente mit Gef√§ngnisinsassen gezeigt haben - Leichenkonsum die Gewaltbereitschaft).

> Tierrechts-Philosophie geoutet hatte, fing ein regelrechtes
> Spektakel an. Man gab ihr √ľberhaupt keine Gelegenheit, Ihre
> Argumente vorzubringen. Stattdessen wurde sie nach und nach
> von ihren Kommilitonen und Kommilitoninnen niedergebr√ľllt,
> als Terroristin beschimpft etc. Eine der

Einen Teil tragen hier nat√ľrlich die albernen Ha√ükappen bei, mit denen gewisse Leute sich so gern "pr√§sentieren". (Ein weitere Grund, offene Befreiungen durchzuf√ľhren.)

Speziell in einem Philosopie-Seminar d√ľrfte das absurde Geschw√§tz gewisser, sich als Tierrechtler ausgebender Philosophen ein √ľbriges dazu tun.

Ein gewisser Teil liegt aber auch an der Presse, die jedesmal, wenn Hochsitze von Tierrechtlern umges√§gt werden, die J√§gerpropaganda von den anges√§gten Hochsitzen nachplappern (und wenn bei Revierstreitigkeiten der Nachbraj√§ger einen Hochsitz wirklich ans√§gt oder der J√§ger schlicht besoffen von der leuzer f√§llt dies Tierrechtlern respektive anges√§gten Hochsitzen in die Schuhe schieben.) Plus nat√ľrlich Extrempropagandisten a la Miersch, die nicht davor zur√ľckschrecken, d√ľmmlichste L√ľgen zu verbreiten (erinnert sei auch an Groth, der den Brand in seiner Metzegrei selbst legte, diesen aber zusammen mit der gesamten Presse, ob Bild oder Spiegel oder taz, diesen "Veganern" in die Schuhe schob.)

Das Bild das auf sogenannten Demos dargeboten wird (Geschrei statt Argumente, gelegentlich auch schlicht besoffene Randalierer) kommt ebenso dazu.

Tanja hat hier ja schon einmal berichtet, da√ü vor einiger Zeit eine Journalistin vom Tagesspiegel uns interviewt hat (Anla√ü war glaube ich irgendein "Brandanschlag"), das ganze hat, soweit ich mich erinnere, rund 12 Stunden gedauert - der Artikel erschien nie, wohl, weil sie erkennen mu√üe, da√ü wir eben keine Terroristen sind, sondern im Gegenteil den Terrorismus gegen die NMT pazifistisch bek√§mpfen, Argumente und recht haben. Mu√ü sie einiges gekostet haben: Fahrt von berlin nach Ludigshafen, Hotel, Mietwagen, um zu einer Legebatterie zu fahren und !"vor Ort" Eindr√ľcke zu sammel (ca. 300 km Fahrt) und eben anderthalb "Arbeits"tage Interview ...

> Woran liegt das?

Sie haben nunmal keine Argumente, die Fakten stehen auf unserer Seite. Und wenn sie das merken ...

>Ist Euch hier schon ähnliches wiederfahren?

Kommt gelegentlich bei Auslegeaktionen vor, aber das ist eigentlich idR leicht zu deaskalieren, finde ich. Schließlich haben wir (ich erwähnte es) die Argumente ;-) .

> Was soll man in solchen Momenten tun?

Sie auflaufen lassen, w√ľrde ich sagen. Ihnen einen Spigel vorhalten: zeigen (wobei sie einen dann ja grade unterst√ľtzen), wer aggressiv ist, wer die terroristen sind.

Achim

Gro√übritannien legt Tierrechtlern Z√ľgel an

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Pressespiegel
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London (aho) - Die britische Regierung will Wissenschaftler, die an und mit Tieren forschen, besser vor Bel√§stigungen und Bedrohungen durch Tierrechtler sch√ľtzen. So soll der britischen Polizei die M√∂glichkeit gegeben werden, Protestaktionen vor den Privatwohnungen von Wissenschaftlern durch Tierrechtlern zu beenden. Laut Innenministerium ist dies eine Reaktion auf die zunehmenden Angriffe von Tierrechtlern [1] auf Wissenschaftler.

(24.11.2004)

[1] Michael Miersch beschreibt den Terror der
Tierrechtler, "Eine Ratte ist ein Schwein
ist ein Hund ist ein Junge." aus Novo Nr. 60, 9 / 10 2002

Re: Recherche, Dokumaterial und das liebe Geld

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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Das Problem betrifft ja nicht nur Bilder, sondern z.B. auch Texte oder Arbeitskraft im Allgemeinen. Fakt ist, da√ü idR, wer f√ľr Geld vermeintliche Tierrechtarbeit amcht, sich in Wahrheit prostituiert und sich stattdessen vor den Karren kontraproduktiver Tierschutzorganisationen spannen l√§√üt, wobei die Tierrechte auf der Strecke bleiben (Beispiel: Stephan Br√∂ckling, siehe http://veganismus.ch/foren/read.php?f=8&i=56&t=47 oder http://veganismus.ch/foren/read.php?f=8&i=80&t=61).

Wenn beispielsweise Kaplan einmal (rein hypothetisch) vegan werden und ein Tierrechtsbuch schreiben sollte, w√§re ja nichts dagegen einzuwenden, wenn er davon von einem Verlag bezahlt w√ľrde. Etwas anderes ist es, wenn er unter seine Erg√ľsse jeweils den anmen einer gerade nicht in einen Spendenskandal verwickelten Tierschutzorganisation setzt (wie war das, erst Animal Peace, dann Arche, jetzt Peta - hoffen wir, da√ü es ein men ist, und bei Peta auch einaml etwas an die Oberfl√§che kommt, was wenigstens ein paar Leuten die Augen √∂ffnet ;-)).

> Aber: Wenn Leute z.B. f√ľr Fernsehmagazine o.√§. in Anlagen
> gehen und f√ľr Aufkl√§rung im Sinne der Tierrechte Filmmaterial
> beschaffen, w√ľ√üte ich keinen Grund, warum sie nicht, wie
> andere Journalisten auch, Geld daf√ľr bekommen sollten. Die

Sicher, wenn etwa Friedrich M√ľlln, um ein aktuelles Beispiel zu w√§hlen, von solchen Reportagen lebt, entspricht das etwa einem Kriegsberichterstatter - der Fotograph dieses Bilds:



das bei einem Napalm-Angriff Fliehende zeigt und wohl eines der bekanntesten Fotos der Welt wurde, hat daf√ľr wohl auch Geld bekommen.

Nur darf die Notwendigkeit, damit Geld zu verdienen, nicht zu einer Einschr√§nkung f√ľhren, dazu, sich und damit die Tierrechte zur√ľckzunehmen. Entsprechendes gilt etwa f√ľr ganz andere Bereiche: Wer mit veganen Produkten handeln will, bitte (obwohl Veganvers√§nde m.E. im wesentlice √ľberfl√ľssig wenn nicht gar eher kontraproduktiv, weil das Bild er Notwendigketi von "Spezial"eink√§ufen vermittelns) sind - wenn aber, um geld zu macehn, im Laden eine K√§setheke steht und betr√ľgerisch nichtvegane Produkte als vegan verdealt werden, ist das etwas ganz anderes (http://maqi.de/txt/handel.html).

> Ausr√ľstung daf√ľr ist sicher extrem teuer und, was f√ľr mich
> der eigentliche Grund der Legitimation ist, solche Magazine
> w√ľrden das Material ja nicht mehr verwenden, wenn es
> kostenlos wäre, sondern sie verwenden es dann, wenn sie

Das stimmt so nicht. In den TV-Berichten √ľber Maqi (http://maqi.de/presse.html) wurde ja auch Bild- und v.a. Filmmaterial von uns verwendet.

Wenn nun beispielsweise die "Emma" mal wieder Tierrechte zum Thema hat (nur ausnahmsweise mal wirklich aus Tierrechtssicht, nicht die zu Tierrechten geadelten Tier- und Artenschutzartikelchen), wäre gegen einen Artikel oder ein Foto von Maqi darin wohl nichts einzuwenden, sondern im Sinn der Tierrechte, selbst wenn sie uns ein Honorar aufdrängten ;-) . Nur ist das derzeit eher hypothetisch - der Markt verlangt verbrämten Tierschutz, die Krämerseelen liefern ihn.

> Die Frage nach dem Geld stellt sich an dieser Stelle also gar
> nicht so sehr wie die nach der Veranwortung der
> Recherchierenden f√ľr die Tierrechte. Meiner Meinung nach wird

Eben. Wenn aber Material (welcher Art auch immer, Bilder, Texte, Arbeitskraft) verantwortungslos verwendet wird (eben nicht im Sinn der Tierrechte) ist das ein großes Problem.

Sicher sind die Auswirkungen nicht immer vollst√§ndig abzusehen. So hat etwa vor Jahren die Tierschutzpartei ein Maqi-Bild verwendet - aus heutige Sicht fatal. Ebenso kam in einer Vegetarier-Zeitschrift zu einem Artikel √ľber G√§nse einer tier*.de-Domain-Ownerin (m√ľ√üte jetzt l√§nger suchen, darum lasse ich es unspezifisch) trotz Versicherung, der Artikel w√ľrde tierrechtspositiv, ein typischer Tierschutzartikel - ob da die verwendung unter dem Strich eher positiv oder eher negativ war, ist wohl kaum definitiv zu sagen, ich tendiere zu negativ. Diese beiden Beipiele zeigen, da√ü auch bei kostenloser Vergabe von Bilder Vorsicht walten mu√ü. Und letztendlich besteht ohnehin die gefahr des Mi√übrauchs, so etwa, wenn, wie bei diesem Bild geschehen, per Bildmanipulation der Slogan in "... ist Sport" ge√§ndert wird. Letztendlich besteht eine solche Gefahr ja auch bei Journalisten - die wetrden sicher nicht ankommen und erz√§hlen, da√ü sie Marxeiner und Miersch hei√üen, sondern unsere Tierrechtsarbeit ersteinmal ganz toll finden - bisher kamen bei uns ja doch immer zumindest halbwegs brauchbare Berichte, was .E. sicher auch mit daran liegt, da√ü unsere Positione hinreichend unangreifbar sind. Trotzdem: ich erinnere an die Journalistein vom Tagesspiegel, die aus Berlin ankam, mich sicher 10 Stunden interviewt hat, einen Mietwagen genommen, um mit mir einmal eine Legebattierie zumindest von au√üen zu sehen - und nichts kam dabei heraus. Eine M√∂glichkeit, die mir aus einigen ihrer √Ąu√üerungen naheliegend scheinen, w√§re, da√ü sie den Auftrag hatte, die gef√§hrlichen "militanten Tiersch√ľtzer" zu entlarven, was ihr nat√ľrlich gr√ľndlich mi√ülungen w√§re, wenn diese Vermutung zutr√§fe. Nichtsdestotrotz - diese gefahr besteht immer. Ich erinnere mich an ein "Interview" in einer D√§nischen Zeitschrift, von dem ich nur per Zufall erfuhr, die gute "Journalist" hatte einfach ein paar S√§tze aus einem Artikel von mir mit lustigen Fragen zusammengeklebt. Auch sehr sch√∂n ein fernsehinterview, bei dem die Fragen herausgeschnitten und andere auf Schrifttafeln zwischen meinen vermeintlichen Antworten eingeblendet waren (dabei ging es aber nur um Informatik, nicht um Tierrechte, der Schaden hielt sich demnach in grenzen, da meine wissenschaftliche Reputation durch soetwas kaum angreifbar war ;-) .

> man dieser Verantwortung nat√ľrlich auch dann nicht gerecht,
> wenn man den Eindruck erweckt, mit seinem
> Tierrechtsengagement Geld verdienen zu wollen, das zieht die
> Bem√ľhungen anderer Tierrechtler schon sehr ins Unseri√∂se.

Ganz genau.

> Kurz zuvor hatten wir eine Anfrage bekommen, ob wir ein Foto
> f√ľr eine Kampagne einer Tierschutzorganisation gegen
> Legebatterien verkaufen w√ľrden, diese Leute haben wir dann
> auf die Nutzungsbedingungen im Bildarchiv hingewiesen, da so
> etwas nat√ľrlich nicht in Frage kam, sondern den Tierrechten
> immens geschadet hätte.

√úberhaupt h√∂rt man von vielen Leuten nach solchen Anfragen ("darf ich Bilder f√ľr meine Website verwenden" oder auch "meine Mutter will was spenden") nichts mehr, wenn sie auf die Nutzungsbedingungen der Bilder oder die Tatsache, da√ü die Mutter statt Abla√üzahlungen zu leisten, vegan werden soll, verwiesen werden. Wie das wohl kommt ;-) ?

> PS: Dazu z√§hlen nat√ľrlich auch Spenden; ob ich nun
> Doku-Material verkaufe oder Spenden annehme, ist fast schon
> egal, die Übergänge sind auf jeden Fall fließend.

Vergleichen wir mal Mitteilungen zu Tierbefreiungen von Maqi (Schema "Tiere wurden befreit -> dazu die Tierrechts-Fakten -> also vegan werden") mit denen gewisser anderer Organisationen ("Tiere wurden befreit" -> "das kostet so viel Benzin" -> "spendet uns Geld") - das sagt doch wohl schon alles.

Aber eigentlich gäbe es dazu noch eine Menge zu sagen - aber jetzt muß ich erstmal weg ;-) .

Achim

Re: Schmierenjournalistisches Diffamierungsprachtstueck

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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Naja, das ist doch ein uralter Miersch-Text, Kommentar siehe z.B. http://veganismus.ch/foren/read.php?f=4&i=371&t=371 (und andere Ergebnisse der Forensuchfunktion zum Stichwort "Miersch".

Länderspezifisch ist das jedenfalls nicht.

Achim

Re: TiK

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
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Iris schrieb:
>
> > Das mag ja sein, aber keine Ansichtssache ist es, daß jemand,
> > der z.B. Werbung f√ľr Tierausbeutung macht, also z.B.
> > f√ľr "Biofleisch" oder Vegetarismus, mit Sicherheit kein
> > Tierrechtler ist, und das ist es nunmal, was bei der TiK der
> > Fall ist.
> >
> > Ansonsten kannst Du Dich ja einfach mal informieren, es gibt
> > hier im Forum einige Beiträge dazu, z.B.:
> > http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=513&t=268,
>
> Ich bin nicht damit einverstanden, auf einen √ľber ein Jahr
> alten Beitrag von mir zu linken, zumal sich seitdem bei der

Lustig, und das von jemandem, die mir k√ľrzlich ein von einem Marxeiner/Miersch-verschnitt dekontextualisiertes Zitat aus einem Newseitrag von 1993 vorhielt *augenroll*.

> von mir angesprochnenen Gruppe etwas verändert hat (z.B. die
> Aussage "Hier finden sich Informationen zu Tierschutz und
> Tierrechten, sowie zu vegetarischer bzw. veganer
> Lebensweise." auf der Startseite), und auch anderes
> könnte sich verändert haben, somit wäre meine damalige
> Aussage nicht mehr aktuell.

Klar, und wenn ich Kardinal Ratzinger kritisiere, werde ich auch erstmal scheeun, ob er nicht letze Woche atheist geworden ist, wie? Auf der Startseite steht jetzt "Wir bieten Informationen zu Tierschutz[!,AS], Tierrechten und veganer Lebensweise.", na toll, das "vegetarisch-Schr√§gstrich-vegan"-Gefasel findet sich immer noch auf der Seite (Stand: 23. August, 16:44). Im gegegnsatzt zur vollundig angek√ľndigten Informatioin zu "veganer Lebensweise" (es sei denn, eine Liste mit nichtveganen Restaurants, in einigen davon soll es angeblich auch das eine oder andere vegane Gericht geben, z√§hlt als solche).

Die Liste der "Aktivit√§trn" umfa√üt Tierversuche (4), "Pelz" (8), Zirkus (2), Jagd (3), als ausnahmsos typische Tierschutzthemen (nach dem Grund m√ľssen wir nicht lang suchen, unter Kontakt ist gleich das Spendenkonto angegeben) sowie diverse "Infost√§nden" im TH Siegen, Dellbr√ľgg, bei einem McCartny-Konzert etc. - vermutlich wude da "umfassend √ľber Veganismus aufgekl√§rt"? Warum bezweifle ich das nur.

Auch die Linkseite (nahezu ausschließlich Tierschutzlinks) spricht Bände.

Ein kurzer Blick gen√ľgt also schon, sich zu informieren.

Wenn sich etwas wesentliches ge√§ndert h√§tte, g√§be es ja kein Problem, das zu sagen, Einsicht zu zeigen, eine zuk√ľnftig eine sinnvolle Position zu verteten: nichts davon, siehe z.B. http://veganismus.ch/foren/read.php?f=1&i=1138&t=1126.

> Außerdem möchte ich nicht, daß ein Beitrag von mir mit
> Vergleichen (oder Analogien...) wie denen mit gegen Kinder
> sexuelle Gewalt aus√ľbenden "KinderrechtlerInnen" oder mit den
> REPs in Verbindung gebracht wird bzw. eine Gruppe wie die TiK

Wie meinen?

> einfach ganz platt als Tierschutzgruppe benannt wird. Bei

Manche Tatsachen sind nunmal einfach und kalr, da n√ľtzt es nichts, entsprechende Aussagen als "platt" abzutun.

> Im √úbrigen hat die TiK m.W. nie Werbung f√ľr "Biofleisch"
> gemacht. Daß eine Tierschutzgruppe auf einer von der TiK
> organisierten Veranstaltung Werbung f√ľr "Biofleisch" machte,
> ist zu kritisieren (auch die TiK ist selbstverst√§ndlich daf√ľr
> zu kritisieren!), aber die TiK selbst hat nicht daf√ľr
> geworben, was ich als einen gro√üen Unterschied sehen w√ľrde.

Welchen Teiln von "oder" hast Du nicht verstande? Wenn ich sage, jemand, der z.B. Hans oder Peter mit Vornamen ist, ist wohl m√§nnlichen geschlechts, kannst Du kaum als Beispiel anbringen, da√ü Peter Schulz nicht hans hei√üt ... der ausf√ľhrliche Sachverhalt bez√ľglich der absurden TiK-Demo ist hier im Forum wohl ausf√ľrhlich nachzlesen, sowohl, was das "Biofleisch" angeht als auch was die Redebeitr√∂ge (etwa den homophoben), ich habe weder TZeit noch Lust, das jedesmal, wenn jemand meint, die Machenschaften von Tieschutzgruppen wie der TiK h√§tten etwas mit Tierrechten zu tun, in epischer Breite zu schildern. Von inhaltlichen Aspekten, etwa die Entr√ľstung √ľber "Katzen-und Hundefelle" (was ja viel schlimmer ist als Kaninchen- oder Bisamrattenhaut, oder jedenfalls spendentr√§chtiger) oder Kaffeefahrten zu "Pelzfarmen" etc. etc. ganz zu schweigen, den Aufwand ist die TiK nun wirklich nicht wert, weil sie eben eine Tierschutzgruppe unter zahllosen ist.

Wie gesagt - wer sich informieren will, kann das jederzeit tun, ist nicht schwer und tut nicht weh.

Achim

'Magazin Maqi'?

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
Thema öffnen
Ein gewisser "Lutz" alias "Luzido" faselt etwas von "es gibt wirklich Fanatische Tierrechtler, z.B. Achim Stößer ein Anti-Speziest mit seinem Magazin Maqi", wirft aber Miersch (wenn auch zurecht) vor, sich "nur oberflächlich mit der Tierrechtsphilosophie beschäftigt" zu haben. Faszinierend ...

>>>
Zitat:
Fazit
Luzido 14. Februar 2003 1:45
Miersch hat sich entweder nicht mehr als nur oberflächlich mit der
Tierrechtsphilosophie beschäftigt oder er verfolgt das Ziel
"seine"
Ideologie "durchzusetzen". Vielleicht hatte er aber auch nicht
genug
Verstand, zumindest hat er wohl nicht die Taktik der
PeTA-Kampagnen
verstanden, Zitat: "PeTA ruft deshalb
unbelehrbare Fleischesser dazu auf, besser auf Walfleisch
umzusteigen.
Den der Tod eines einzigen Wales k√∂nnte vielen Tausend H√ľhnchen
das
Leben retten". PeTA started solche provokanten Aktionen, damit
dar√ľber
gesprochen wird, um dann die Leute auf etwas zu stoßen. Bei dieser
Kampagne kommen die Menschen vielleicht darauf, dass man um Wale
so
einen großen Medien-Rummel macht, aber niemand sich um die
Milliarden
H√ľhner schert die j√§hrlich qualvoll gehalten und geschlachted
werden.
Ein weiterer n√ľtzlicher Nebeneffekt bei solchen provokanten Thesen
ist,
das sich mehr Multiplikatoren finden.

Kein Tierrechtler erwarted, das die Menschheit wieder in Tipis
zieht,
und es dann noch f√ľr Menschen ein Verbrechen w√§re den Lebensraum
von
K√§fern und W√ľhlm√§usen zu zerst√∂ren oder den Hasen die Karotten
wegzufressen. Bis auf ein paar Extremisten d√ľrfte allen der
Zusammenhang zwischen Leben und Tod geläufig sein. Und -- dass
Leben
von Leben zehrt, damit haben sich die meisten Veganer schon
häufiger
auseinander gesetzt als die "Normalos".

Ich bin Veganer, und damit Menschen- und Tierrechtler,
Kleinstlebewesen-
besch√ľtzer und Ackerkrumenbeh√ľter, vertrete ich eine "gef√§hrliche"
und
"menschenfeindliche" Weltanschaung? Gef√§hrlich f√ľr eine Branche,
die
als einzige mehr Zusch√ľsse vom Staat erh√§lt, als sie durch den
Verkauf
ihrer Produkte einnimmt, und jährlich Milliarden einsackt? Und
gef√§hrlich f√ľr die reibungslose kapitalistische Ausbeutung von
Erde,
Tier und Mensch?
OK, es gibt wirklich Fanatische Tierrechtler, z.B. Achim Stößer
ein Anti-Speziest mit seinem Magazin Maqi. Trotzdem, ich finde die
jetzt gebräuchliche Ausbeutung von Erde und Tieren extremer und
eher
als Menschenverachtend zu bezeichnen als die Handlung von
Tierrechtlern,
die Tiere aus Versuchslaboren oder Legehennen-Batterien befreien.

Ich habe auch noch nie etwas von einem Tier-Wahl gehört, bei der
Tierrechtler zu deren Judikative ernannt wurden. Nach meiner
Weltanschauung können somit Tiere garkeine "Menschen-Rechte" vom
Menschen zugesprochen werden. Tiere _haben_ Rechte, genauso wie
ich das
Recht habe sie von meinem Kohl zu verscheuchen, sollte ich mal
welchen
anbauen.
Aber solche Sichtweisen sind nicht so einfach nachzuvollziehen,
ohne
Diskussion und Auseinandersetzung mit dem Thema. Es ist ja
offensichtlich schwer zu akzeptieren das Fleisch nicht zu der
nat√ľrlichen Nahrung des Menschen geh√∂rt, und das die meisten
Menschen
Milch nicht ohne Probleme verdauen können.
Wer sich √ľber Vorteile und Vorurteil informieren m√∂chte, sollte
bei
folgenden Links mal vorbeischauen:
http://www.vegetarismus.ch
http://www.vegan.at
Sehr gute Diskussions-Foren zu dem Thema gibt es bei:
http://www.vegan.de

friedliche Gr√ľ√üe,
Lutz
<<< http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=2987170&forum_id=38307

Seine Links auf ausschließliche tierrechtsfeindliche Seiten sprechen Bände. Und dann fährt er allen ernstes fort:
>>>
Zitat:
Im nächsten Absatz bezeichnet Miersch vegan lebende Menschen als
"Häuflein Fanatiker" und "gefährliche Ideologen" die Filmstars
als "n√ľtzliche Idioten" f√ľr ihre Sache benutzen.
<<<
http://www.heise.de/tp/foren/go.shtml?read=1&msg_id=2987166&forum_id=38307

Achim

Re: Zartbitter-Lebkuchen von Griesson/deBeukelaer

Autor: Winnie
Datum:
Forum: Produktanfrageforum
Thema öffnen
Moin!

Zur Sperrung: Ich habe es gewagt, 1) die Kirchensteuerpolitik zu kritisieren, 2) Michael Miersch einen Schmierfinken zu nennen und sp√§ter (nach der L√∂schung) nochmal einen kritischen Beitrag, diesmal ohne Beleidigungen, zu verfassen, und 3) Boller meine Meinung √ľber seinen Moderationsstil zu geigen.

Zum Lebkuchen: Hat sich sowieso erledigt. Schokolebkuchen Zartbitter von Griesson/deBeukelaer ist nicht vegan. Kennt noch jemand veganen Lebkuchen?

Sehr geehrter Herr Winter,

ja, die Schokolade enth√§lt Butterreinfett. Dar√ľberhinaus k√∂nnen in dem
Produkt Schokolebkuchen Zartbitter Spuren von Ei enthalten sein.

Weitere tierische Zutaten sind in dem Produkt nicht enthalten.

Mit freundlichen Gr√ľ√üen

i.A. Dr. Anja Ibach
Griesson - de Beukelaer GmbH & Co. KG
Abt. Lebensmittelrecht / Service
August-Horch-Straße 23
D-56751 Polch
Tel.: +49-(0)2654-4011558
Fax.: +49-(0)2654-4011555
a.ibach@griesson.de mailto:a.ibach@griesson.de


Bis dann,

Thomas

Re: Michael Miersch -‚ÄěEine Ratte ist ein Schwein

Autor: martin.p
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
Thema öffnen
> Wie krieg' ich das jetzt mit der aktuellen Kaplan-Diskussion
> zusammen?

Gar nicht. Er hat mal ganz brauchbare Sachen geschrieben/gesagt.

> PS: warum hab' ich hier im Forum nur in Ausnahmefällen den
> Zitat-Button? (immer dann wenn ich ihn nicht brauch', wie
> jetzt). Hat das einen nachvollziehbaren Grund?

Wenn du alle Beitr√§ge untereinander hast (Gesamtbeitr√§ge), dann kommt er nicht. Wenn du sie einzeln, nach der Beitrags√ľbersicht, hast, dann kommt er.
Sonst Fragen an foren@antispe.de

Michael Miersch -‚ÄěEine Ratte ist ein Schwein

Autor: Kurt Grassl
Datum:
Forum: Tierrechtsforum
Thema öffnen
http://www.animal-health-online.de/drms/schweine/tierrechtsterror.pdf

Fakten, Meinungen, Kommentare?

Gr√ľ√üe
Kurt

noch ein [anti]vegan.de-ler: Markus Schwarz

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
Thema öffnen
Im Weltwoche-Forum (zum Miersch-Antiveganismus-Hetzartikel "Alles f√ľr das Tier") blubbert ein "Veganer"! Markus Schwarz:

>>>
Zitat:
Im Gegensatz zu anderen Teilnehmern des Forums halte ich direkte Informationsweitergabe wichtiger als reine Links.
...
Wenn ihr nun noch Fragen hab, mu√ü ich Euch leider auch auf vegane Literatur und Webseiten verweisen. [der war gut, AS]Jedoch m√∂chte ich mich als Veganer auch abgrenzen von Tierfanatikern, welche mehr auf Propaganda als auf Information berufen ( so zum Beispiel A. S. ). Ebenso √§ndern Tierbefreiungsaktionen nichts am Gesamtsystem ( so werden halt "neue Rohstofflieferanten" bei Aufzuchtstationen bestellt, bei denen ja die unproduktiven m√§nnlichen Wesen beseitigt werden m√ľssen, ... )
<<<

Hm. Also ich berufe mich mehr auf Propaganda als auf Informationen? Sagt einer, der √ľbelste Tierausbeuterpropagdana betreibt, und Desinformation (vgl veganismus.de-FAQ Tierbefreiung? Eigenartig. Was ist das f√ľr einer? Nun, um das herauszufinden, bem√ľhen wir einfach "die vegane Informationsquelle", [anti]vegan.de.

Er schreibt da seit Anfang des Monats. Er ist also "seit Januar 2002 reiner Veganer" (read.php4?f=20&i=2778&t=2737), na, kein Wunder, daß er uns, die wir erst seit ein paar Jahren vegan leben und Tierrechtsarbeit machen, mal erklären muß, wie wir das richtig anzugehen haben:

>>>
Zitat: Also in diesem Sinne: "Auf geht¬īs zum Missionieren und Geschenke verteilen!" Wo w√§re der christliche Glaube geblieben, wenn in der damaligen neuen Welt oder im R√∂mischen Reich niemand missioniert h√§tte?
<<< read.php4?f=20&i=2777&t=2731

Und wir Idioten versuchen st√§ndig, dagegen anzugehen, mit religi√∂sen Wahnideen assoziiert zu werden, den Leuten klar zu machen, da√ü Veganismus keine Religion mit willk√ľrlichen Ge- und Verboten, sondern ethische Notwendigkeit ist.

Weiter rät er:
>>>
Zitat: Ach noch nebenbei erw√§hnt: Der Gem√ľseMac ohne W√ľrzcream von McDonalds ist vegan und schmeckt gut.

SCHREIBT AN DIE FIRMEN ( RitterSport, Kraft/Nestle/Milka, Netto, ALDI, Kaufland, EDEKA, McDonalds, ... ) UND BITTET UM INFOS √úBER VEGANE PRODUKTE - ES LOHNT SICH !!!
<<< read.php4?f=20&i=2779&t=2611

Super Tip. "Bitte, lieber Ronald McDonald, schick mir doch ein paar Infos √ľber vegane Produkte, Vielen lieben Dank, Dein Markus". So etwa?

>>>
Zitat: Mittlerweile gehe ich ziemlich selbstbewu√üt in solche Diskussionen, da ich mich zu dem Thema "vegan" sehr weitreichend informiert habe ( durch B√ľcher und Internet ).
<<< read.php4?f=35&i=1099&t=936

Ja, wo er sich "informiert" hat, ist offensichtlich, angesichts seiner Anti-Tierbefreiungs-Polemik. Im veganismus.de-FAQ hat er sich jedenfalls nicht umgetan, wenn er √ľber "Tierhaltung" philosophiert:
>>>
Zitat:
ab und zu kommt mir doch immer wieder das grauen, wenn Tierrechtler davon sprechen, wie sie am besten ihre Haustiere halten.
Oder was noch absurder ist - wie sich ein m√∂chtegern Veganer dazu √ľberreden l√§√üt "seinen" Hund vegan zu ern√§hren.
<<< read.php4?f=90&i=4995&t=4995

Und dann wieder Anti-Tierbefreiungs-Propaganda:
>>>
Zitat:
ich glaube kaum, daß mit "... Tierbefreiern aus Mastbetrieben, Versuchslaboratorien etc. ..." sich an der gesellschaftlichen Situation was verändert.
Die Mastbetriebe geben halt dann in Aufzuchtstation ( z. B. in Regenstauf bei Regensburg im Industriegebiet ) wieder einmal einen h√∂heren Auftrag zur "Produktion" von neuen K√ľken. Auch wenn das Leben dieser paar "befreiten" nichtmenschlichen Tieren nun lebenswerter ist, aber daf√ľr m√ľssen nun wieder Neuherangez√ľchtete leiden.
<<< read.php4?f=90&i=5007&t=4995

>>>
Zitat:
Ich meine, da√ü wir Veganer viel mehr bewegen k√∂nnen, wenn wir uns nicht von der Umwelt "abkapseln" wir m√ľssen uns auch in Vereinen einbringen. Vielleicht werden die sommerlichen "Grillfeste" auch mal zu Veganerfesten, wenn im Vorstand die Veganer oder wenigstens die Vegetarier eine Mehrheit haben. Als reine Randgruppe wie die "Tierbefreier" bekommt man nicht gerade viele Symphatiepunkte von der Gesellschaft.
W√ľrdest Du lieber von einem verst√§ndnisvollen Mitmenschen in Sachen "vegan" aufgekl√§rt werden, oder von einen, der Dich die ganze Zeit nur von "Straftaten" auf sich aufmerksam macht.

Zum Beispiel haben die Protestpostkarten an die CDU/CSU heuer im Fr√ľhjahr dazu beigetragen, da√ü der Schutz der Tiere ins Grundgesetz aufgenommen worden ist. Mit reiner Abwehrhaltung und Beschimpfungen an diese Partei w√§re dies nicht geschehen.
<<< read.php4?f=75&i=4994&t=4937

Woher kommen solche wirren, kontraproduktiven Einstellungen? Einen Hinweis liefert folgendes:
>>>
Zitat:
Also ich finde PETA unterst√ľtzenswert!
Ich bin ab und zu entsetzt, da√ü viele Veganer, Tierrechtler, ... sind untereinander nur kritisieren ( siehe Maqi ). Solche Leute, sollten sich am liebsten gar nicht zu Wort melden. Denn wie sollen wir andere von etwas √ľerzeugen, bei denen wir uns selber noch nicht ganz einig sind. Oder meinen die etwa, bevor man nicht alles 100%ig macht, soll man lieber gar nichts machen?

PETA ist meiner Ansicht nach die bekannteste und weltweit arbeitende Gruppierung in Sachen Veganismus! Wer soll hat den z. B. das Buch "Die vegane K√ľche" geschrieben? Das sind praktische Hilfen f√ľr werdende und bereits als vegan lebende Menschen. Mit dem blanken Spr√ľcheklopfen wird kein einziger weiterer Mensch zu einem ethisch √ľberzeugten Veganer.

So dies war¬īs kurz und b√ľndig.
Und anbei noch die Gruppierungen bei denen ich Fördermitglied bin:

www. peta.de ( keine näheren Erläuterungen nötig ! )
[doch, Peta - eine Organnisation gegen Tierechte?, AS]

www.animal-peace.org ( naja - der Internetauftritt ist nicht gerade die Wucht, aber die Botschaft von Animal Peace ist wichtig )
[die Botschaft "her mit den Spenden" ist wichtig, schon klar ... siehe Forenbeitrag, AS])

www.tierrechte.de/regensburg/ ( der Heimatverein )

[ob daher sein religi√∂ses Geblubber kommt, dort ist wohl eine Theologe aktiv und verbreitet die √ľblichen L√ľgen, AS]

ebenso werde ich vielleicht heuer noch Fördermitglied beim Hauptverein von www.tierrechte.de

[Menschen "f√ľr" Tierrechte, vgl. Interviews, AS]

PETA und Tierrechte e.V. versuchen die Bev√∂lkerung von den Tierrechten zu √ľberzeugen, sehr viele anderen Gruppierungen haben meist nur ein sehr eingeschr√§nktes Aktionsfeld, bei denen sie √ľberhaupt was bewegen k√∂nnen.
<<< read.php4?f=90&i=5075&t=4463

Groteskerweise ist so jemand es, der noch √ľbleren Leute zurechtweisen mu√ü, wenn sie etwa nach "veganen Reitstiefeln(!)" fragen (ead.php4?f=33&i=3813&t=3763) - [anti]vegan.de halt ...

Achim

Die Adepten: Liebermann

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
Thema öffnen
Mal ausnahmsweise offenbar ein neuer:

>>>
Zitat:
Achim Stösser MP Liebermann 10.07.2002

Ihre Organisation scheint mit tats√§chlich nicht mehr weit von einer Sekte entfernt zu sein. Wenn sogar gestandene Tierschutzorganisationen die Gruppe als totalit√§r und sektierisch bezeichnet, vertraue ich diesen Quellen eher, als Ihrer Polemik. Ich hoffe Sie essen Ihre "Pflanzenleichen" mit gutem Gewissen und bitte Sie, sich etwas rationeller mit der Problematik zu befassen. Vielleicht finden dann auch Ihre J√ľnger zu einer etwas gem√§ssigteren Position, die im Einklang mit dieser Erde (zu der auch das Raubtier Mensch geh√∂rt) steht.
<<< http://www.weltwoche.ch/ressort_bericht.asp?asset_id=2638&category_id=&id=4295#forum4295

Und auf meinen Beitrag
>>>
Zitat:
Kessler faschistoid? Achim Stößer 10.07.2002

Will ich gern glauben.

Schließlich ist Kessler kein veganer (siehe http://antispe.de/Quotes.html), folglich auch kein Tierrechtler, sondern Tierausbeuter - wie Miersch und Konsorten ...
<<<

>>>
Zitat:
lächerlich MP Liebermann 10.07.2002

Gott hat gesprochen. Sie kann wohl niemand ernst nehmen und langsam glaube ich auch das Ger√ľcht vom geistesgest√∂rten Informatiker...
<<<

Wir sehen: die Argumente, die diese Leute aufzubuieten haben, sind au√üerordentlich fundiert und √ľberzeugend ...

Achim

Die Adepten: Beat Graf

Autor: Achim Stößer
Datum:
Forum: Komplementärforum
Thema öffnen
Auf meinen Beitrag
>>>
Zitat:
Genau solche schwachsinnigen √Ąu√üerungen sind es, die sich Leute wie M.M. zusammenklauben.

Daß es mit Tierrechten absolut nichts zu un hat, wenn irgendwelche Nazis aus den ihnen eigenen irrsinnigen Motiven gegen "Schächten" sprechen, ist wohl jedem _denkende_ Menschen klar.

Tierrechtler lehnen _jede_ Form des "Schlachtens" ab, ob nun mit oder ohne wie auch immer geartete Betäubung der Opfer (vgl. Maqi-Agenda, http://maqi.de/txt/agenda.html).

Lungenkrebs wird durch die Anti-Raucher-Kampagnen der Nazis um keinen Deut besser.
<<<

Antwortete ein Beat Graf in http://www.weltwoche.ch/ressort_bericht.asp?asset_id=2638&category_id=&id=4278#forum4278:
>>>
Zitat:
Das Schächtverbot ist eindeutig antisemitisch. Viele Tierrechtler sind wiederliche Antisemiten und Neo-Nazis. Herr Stösser, ihr
Verein Maqi.de ist vermutlich eine Unterorganisation der NPD. Und noch etwas, geschächtetes Fleisch schmeckt sowieso viel besser, da es schön weiss wird, weil das Blut mit grossem Druck
aus den Adern abfliessen kann.
<<<

Weiter ("Micha Reßöts"):
>>>
Zitat:
"Das Schächtverbot ist eindeutig antisemitisch."

Das ist wahr. Und es bewei√üt, da√ü Moslems in Wahrheit "Semiten" sind, da es in Deutschland ja kein Sch√§chtverbot gegen das "j√ľdische" Sch√§chten, sondern nur (eingeschr√§nkt) gegen das moslemische gibt.
Bemerkenswert auch die Tatsache, daß das "Schächten" kein religöser Wahn ist, sondern ausschließlich in der Ethnie (denn Antisemitismus ist ja eine Form des Rassismus) liegt.

"Viele Tierrechtler sind wiederliche Antisemiten und Neo-Nazis."

Viele? Nein, alle! Schließlich ist Forderung und Ziel der Tierrechtler ja primär das Recht auf physische und psychische Unversehrtheit aller Tiere (einschließlich Menschen), also genau das, was alle Antisemiten udn Nazis wollen.

"Herr Stösser, ihr
Verein Maqi.de ist"

O oh, jetzt sind wir schon wieder enttarnt. Entgegen unserer Behauptung in der Agenda (http://maqi.de/agenda.html) sind wir in Wahrheit ein Verein. Wie hat GHerr Graf das nur herausgefunden? Die Vermutung liegt nahe, daß er ein brillianter, sorgfältige Rrecherchierender Journalist ist. Und wer ist der brillianteste, sorgfältig recherchierendste Journalist, den wir kennen? Eben. Damit hat auch er sich verpplalppert: Beat Graf ist ein Pseudonym von Michael Miersch ...

"vermutlich eine Unterorganisation der NPD."

Nicht ganz, vielmehr ist die NPD eine Unterorganisation von Maqi, was leicht daran zu erkennen ist, daß alle NPD-Mitglieder vegan leben - im Gegensatz zu Herrn Graf, der Leichen frißt, womit er sich deutlich von allen NPD-Mitgliedern unterscheidet.

"Und noch etwas, geschächtetes Fleisch schmeckt sowieso viel besser, da es schön weiss wird, weil das Blut mit grossem Druck
aus den Adern abfliessen kann."

Das ist nat√ľrlich ebenfalls zutreffend, weshabl die Leichenteile der nach mosaischem Ritus gesch√§chteten Tiere, die trotz des Sch√§chtens nicht "koscher" sind , in Delikatessenl√§den speziell als soclhe gekennzeichnet vermarktet werden, nicht mit dem ganz "normal" get√∂teteten Aas zusammen, wie viele meinen.

Micha Resöts,
Maqi - f√ľr Tierrechte, und damit, da Menschen ja keine Tiere sind, gegen Menschenrechte
<<<

Beat Graf:
>>>
Zitat:
Sie sind ein wiederlicher Antisemit
und Neonazi, ihr Verein
sollte vom Verfassungsschutz verboten werden.


Beat Graf
grab6@yahoo.com
079/628 93 67
<<<

(Hm, wessen Telefonnummer das wohl sein mag? Ich w√ľrde mal vermuten, es ist eine Nummer in der Schweiz ...)

>>>
Zitat:
Mu√ü schon schwer sein, mit fortschreitendem CJS zu lesen, zumal meinen Namen (gar r√ľckw√§rts).

Davon abgesehen, da√ü maqi kein "Verien" ist - ich dachte, wir w√§ren schon "vom Verfassungsschutz verboten", immerhin f√ľhren wir "illegale" Tierbefreiungen durch (siehe z.B. http://maqi.de -> Pressemitteilungen und Bildarchiv).

Hm, Mist, sollte das etwa alles "erlaubt" sein? Hoffentlich zeigt uns endlich mal jemand an, damit das geklärt wird ...
<<<

Die Argumente werden immer brillianter:
>>>
Zitat:
achim oder andersherum micha oder vertikal antisemit: sie sind was sie waren .
<<<