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Veganismusforum:
Wie argumentieren?

Anzahl Beiträge in diesem Thread: 29

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Wie argumentieren?

Autor: Mary | Datum:

Wie lässt sich am besten argumentieren, wenn man sich als Veganer von einem omnivor lebenden Menschen den Spruch "Veganer (oder auch, die bekanntere Version, Vegetarier, beide Bezeichnungen lassen sich ja so wunderbar austauschen) essen meinem Essen das Essen weg!" anhören muss? Jemand eine Idee?

LG,
Mary

Re: Wie argumentieren?

Autor: Claude | Datum:
> Wie lässt sich am besten argumentieren, wenn man sich als
> Veganer von einem omnivor lebenden Menschen den Spruch
> "Veganer (oder auch, die bekanntere Version, Vegetarier,
> beide Bezeichnungen lassen sich ja so wunderbar austauschen)
> essen meinem Essen das Essen weg!" anhören muss? Jemand eine
> Idee?

Halt erst mal klarstellen dass das nicht stimmt. Vielleicht noch laut g√§hnen um zu zeigen wie unoriginell solche Spr√ľche sind.

Dieser Artikel ist zwar schon etwas älter aber er zeigt wie in wirklichkeit nichtvegane Ernährung unnötig Ressourcen verschwendet:
http://maqi.de/txt/umwelt.html

In wirklichkeit essen die Nichtveganer den hungernden Menschen das Essen weg.

WEnn dir noch eine schlagfertige Antwort einfällt kannst du sie in diesem Thread eintragen:
http://tierrechtsforen.de/2/6142

Claude

Re: Wie argumentieren?

Autor: XXX | Datum:
Du brauchst niemanden eine Rechenschaft oder Erklärung abgeben.
Ich kenne das, allein wenn ich sage, nein danke ich esse keine Leichenteile. Der Blick allein spricht schon Bände.
Selbst sogenannte Ern√§hrungsberater raten den Fleischkonsum ein zu schr√§nken, weil auch hier schon angekommen ist, dass die meisten Krankheiten darauf zur√ľckzuf√ľhren sind.
Aber wenn es dann um Milch und Milchprodukte geht, warnen die meisten noch immer vor Mangelerscheinungen. Ja und wie kompliziert eine ausgewogene vegane Ernährung ist.
Aber wie manche so "gläubige Christen" das töten von Lebewesen mit den Gebot du sollst nicht töten vereinbaren können, ist mir ein Rätsel. mfg XXX

Christliches Nichttötungsgebot?

Autor: Achim Stößer | Datum:
Ich sehe da jetzt zwar den Zusammenhang zum Thread nicht, aber ...

> Aber wie manche so "gläubige Christen" das töten von
> Lebewesen mit den Gebot du sollst nicht töten vereinbaren
> können, ist mir ein Rätsel. mfg XXX

Mal davon abgesehen, da√ü Wahnvorstellungen ja nicht konsistent sein m√ľssen: Das Gebot "Du sollst nicht t√∂ten" gibt es eigentlich gar nicht, siehe http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html und http://antispe.de/txt/furchtundschrecken.html. Andererseits wissen das die meisten Christen nicht, da Christen eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie denn glauben ...



Achim

Re: Christliches Nichttötungsgebot?

Autor: Mary | Datum:
Vielen Dank f√ľr eure Antworten!

Zitat: Andererseits wissen das die meisten Christen nicht, da Christen eigentlich gar nicht so recht wissen, was sie denn glauben ...


Na, das betrifft mich aber nicht...ich bin Christin, aber weder stelle ich den Menschen √ľber das Tier noch bin ich mir dar√ľber unschl√ľssig, was ich glauben soll.

Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: Achim Stößer | Datum:

>Na, das betrifft mich aber nicht...ich bin Christin, aber weder stelle ich den
>Menschen √ľber das Tier noch bin ich mir dar√ľber unschl√ľssig, was ich glauben soll.

Da√ü Du unschl√ľssig bist sagt ja keiner, Fakt ist aber, da√ü Du offenbar nicht wei√üt, was Du als "Christin" zu glauben hast (zwar weicht das von Sekte zu Sekte ab, aber Hauptgrundlage Deines "Glaubens", gleich welcher christlichen Sekte, ist nunmal eine Bibel (nach der z.B. Massenmorde an Menschen und anderen Tieren richtig sind, vgl. http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html.

Wenn Du, wie Du behauptest, nicht "den Menschen √ľber das Tier" (sprich Menschen √ľber andere Tiere) "stell[st]", hei√üt da√ü, da√ü Du dem Wort Deines Gottes entgegenstellst - tststs. (Siehe Wie Bibeln und Christen zu Nichtmenschen stehen / Teil 1: Furcht und Schrecken sei √ľber allen Tieren).

Achim

Re: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: Mary | Datum:
Zitat: Da√ü Du unschl√ľssig bist sagt ja keiner, Fakt ist aber, da√ü Du offenbar nicht wei√üt, was Du als "Christin" zu glauben hast (zwar weicht das von Sekte zu Sekte ab, aber Hauptgrundlage Deines "Glaubens", gleich welcher christlichen Sekte, ist nunmal eine Bibel (nach der z.B. Massenmorde an Menschen und anderen Tieren richtig sind, vgl. http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html.


Ich denke, das werde ich wohl noch am besten beurteilen können.
Ich gehöre zudem keiner Sekte, sondern einer Religion an - da besteht ein gewaltiger Unterschied. Ich möchte dich bitten, das auch so zu akzeptieren, ohne meinen Glauben in irgendeiner Weise ins Lächerliche zu ziehen.

Zudem stehe ich der Bibel und ihren Inhalten durchaus kritisch gegen√ľber und bezeichne mich als Freund der Wissenschaft. Dennoch existiert f√ľr mich in diesem Fall kein schwarz oder wei√ü - ich verteufle weder das eine noch das andere, wie manche User es hier ja anscheinend zu tun pflegen.

Zitat: Wenn Du, wie Du behauptest, nicht "den Menschen √ľber das Tier" (sprich Menschen √ľber andere Tiere) "stell[st]", hei√üt da√ü, da√ü Du dem Wort Deines Gottes entgegenstellst - tststs.


Nun, da hast du dir aber nur EINE der zwei vorhandenen und grundverschiedenen Varianten herausgepickt.

Es existieren zwei Sch√∂pfungsberichte - und in dem einen (von dir nicht genannten) hei√üt es, dass der Mensch den Garten Eden bzw. die Sch√∂pfung und die Erde bebauen und bewahren (beh√ľten) solle. Das hat nichts mehr mit Herrschaft (was ja der andere Sch√∂pfungsbericht aussagt) sondern mit einem hohen Ma√ü an Pflicht und Verantwortung gegen√ľber allem Leben zu tun.
Ebenfalls wird bis zur Geschichte Noah's ausdr√ľcklich verlangt, Pflanzen zu essen. Von Tieren ist bis dato keine Rede.

Soviel dazu. Wie ich oben bereits schrieb, geh√∂re ich nicht zu jenen Menschen, die dieses Buch wortw√∂rtlich nehmen (insbesondere das AT betreffend). Im Gegenteil. Es ist sogar wichtig, die Bibel mit geschichtl. Hintergrundwissen zu lesen, nur dann ist es m√∂glich, viele Abschnitte erst richtig verstehen und ggf. deuten zu k√∂nnen. Die Bibel ist nicht Gott und Gott ist nicht die Bibel. Auch die Institution Kirche hat mit Gott selbst sogar reichlich wenig zu tun, da muss man einfach differenzieren und nicht alles in einen Topf schmei√üen. Die heilige Schrift ging durch viele H√§nde, bevor sie letztendlich zu dem wurde, was wir heute als Bibel kennen. Und ohne Informationen √ľber die damaligen Lebensverh√§ltnisse, die Kultur und nur schwach ausgepr√§gte/verbreitete Wissenschaft ist es vollkommen unsinnig, irgendeinen Satz aus dem Zusammenhang zu rei√üen und in den Raum zu stellen.

An alle anderen: Vielen Dank f√ľr die Tipps, das hat mir wirklich sehr geholfen.

Re: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: Red_Tear | Datum:
Das Christentum hat sich als ganzes vom Judentum abgespalten, ist damit im dem Sinne grundsätzlich eine Sekte.
Im anderen Sinne ist es heute keine relativ kleine Gruppe mehr, so dass sie in dem Sinne keine Sekte mehr ist, aber zumindest einmal war.
Heutige Religionswissenschaftler verwenden das Wort Sekte allerdings auch nicht mehr, da es grunds√§tzlich abwertend klingt, wenngleich es das eigentlich nicht ist(es sei denn Religion grunds√§tzlich ist etwas negatives, dann w√§re eine Sekte nat√ľrlich auch etwas negatives.).
Heutige Religionswissenschaftler verwenden stattdessen das wertfreie "religiöse Sondergemeinschaft".

Sekten

Autor: Achim Stößer | Datum:
"Sekte: religiöse Gemeinschaft, die sich von einer anderen losgelöst hat (nach Wahrig)"

Daß Leichenfresser das Wort Leiche und Sektenfuzzies das Wort Sekte nicht gern hören ist klar, ändert aber nichts daran, daß es Leichen sind, die die Leichenfresser fressen und daß es Sekten sind, in denen die Gläubigen, äh, sektieren.

Das Christentum ist eine j√ľdische Sekte, Katholizismus eine christliche usw.

Achim

Re: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: Achim Stößer | Datum:
>
Zitat: Da√ü Du unschl√ľssig bist sagt ja keiner, Fakt ist aber, da√ü Du offenbar nicht wei√üt, was Du als "Christin" zu glauben hast (zwar weicht das von Sekte zu Sekte ab, aber Hauptgrundlage Deines "Glaubens", gleich welcher christlichen Sekte, ist nunmal eine Bibel (nach der z.B. Massenmorde an Menschen und anderen Tieren richtig sind, vgl. http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html.


> Ich denke, das werde ich wohl noch am besten beurteilen können.

Ein Außenstehender kann das nicht wesentlich besser und objektiver beurteilen als jemand, der im Sektenwahn gefangen ist?

> Ich gehöre zudem keiner Sekte, sondern einer Religion an - da besteht ein gewaltiger Unterschied.

Sekte ist eine religiöse Gemeinschaft, die sich von einer anderen losgelöst hat.
Religion ist der Glaube an √ľbernat√ľrliche Ph√§nomene und deren kultische Verehrung.

Nat√ľrlich ist das ein Unterschied, und nat√ľrlich geh√∂rst Du einer Sekte an.

>Ich möchte dich bitten, das auch so zu akzeptieren, ohne meinen Glauben in irgendeiner Weise ins Lächerliche zu ziehen.

Da muß ich nicht "ziehen", er ist lächerlich.

> Nun, da hast du dir aber nur EINE der zwei vorhandenen und grundverschiedenen Varianten herausgepickt.

Ja, das ist ja bekanntlich das Vorrecht der Christen, sich das "rauszupicken", was ihnen paßt, ich Böser ich.

Dumm nur, da√ü dieser M√ľll eben in der Grundlage Deines Glaubens, einer Bibel, nachzulesen ist, noch dazu (nach selber Quelle) von Deinem Oberguru Jesus best√§tigt.

> Es existieren zwei Schöpfungsberichte - und in dem einen (von dir nicht genannten)

Das ist ein (nat√ľrlich auch mir) bekanntes Beispiel f√ľr die L√§cherlichkeit Deines Glaubens, mu√üt Du mir also nicht sagen. In einem der beiden wird im Original sogar f√ľr den Sch√∂pfer "Elohim", ein Wort im Plural, also sinngem√§√ü "G√∂tter" verwendet.

> Ebenfalls wird bis zur Geschichte Noah's ausdr√ľcklich verlangt, Pflanzen zu essen.
> Von Tieren ist bis dato keine Rede.

Nun ja, im zweiten Sch√∂pfungs"bericht" wird nur Obst gegessen, aber immerhin macht Dein Gott auf K√ľrschner:
Zitat: Gen 3.21 Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibröcke aus Fell und bekleidete sie.


Und danach, lang vor "Noah", haben wir ja immerhin Abel:
Zitat: 4.2 Und sie gebar noch einmal, [und zwar] seinen Bruder, den Abel. Und Abel wurde ein Schafhirt, und Kain wurde ein Ackerbauer. 4.3 Und es geschah nach einiger Zeit, da brachte Kain von den Fruechten des Ackerbodens dem HERRN eine Opfergabe. 4.4 Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett.

Von Tieren keine Rede? Sehr wohl, selbst wenn Du den ersten Schöpfungs"bericht" unter den Teppich kehrst. Du weißt halt nicht, was Du glaubst ...

>Es ist sogar wichtig, die Bibel mit geschichtl. Hintergrundwissen zu lesen, nur dann
>ist es möglich, viele Abschnitte erst richtig verstehen und ggf. deuten zu können. Die

Sehr richtig - deses Machwerk ist nichts als das irre Gefasel irgendwelche primitiver Nomaden, die nicht bis 5 zählen konnten und ihre Wahnvorstellungen propagierten. Das ist das "geschichtl. Hintergrundwissen", das nötig ist. Und darauf basiert Dein "Glaube". Sollte Dir zu denken geben ... Mehr dazu im Abschnitt, der mit
Zitat: Bibelkritikern wird von Gläubigen gern groteskerweise unterstellt, die biblischen Aussagen unbesehen zu glauben oder allzu wörtlich zu nehmen. Selbstverständlich ist den Autoren "der Bibel" ebensowenig zu glauben wie dem von "Mein Kampf", es wird lediglich wiedergegeben, was sie schreiben, schließlich sind beide Werke nicht zu leugnende Grundlage faschistoider Systeme.
beginnt in http://antispe.de/txt/furchtundschrecken.html.

>Bibel ist nicht Gott und Gott ist nicht die Bibel.

Selbstverständlich. Hauptunterschied ist: Gott existiert nicht. Bibeln leider schon.

>Auch die Institution Kirche hat mit Gott selbst sogar reichlich wenig zu tun,

Selbstverständlich, siehe oben.

>Lebensverhältnisse, die Kultur und nur schwach ausgeprägte/verbreitete Wissenschaft
>ist es vollkommen unsinnig, irgendeinen Satz aus dem Zusammenhang zu reißen und in den
>Raum zu stellen.

Richtig. Dumm nur, da√ü Du das oben bez√ľglich der Tiere gemacht hast ... und Dein Aberglaube darauf basiert.

Achim

Re: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: Mary | Datum:

Zitat: Selbstverständlich. Hauptunterschied ist: Gott existiert nicht.


Und das kannst du nat√ľrlich belegen, weil du schon das ganze Universum nach ihm abgesucht und ihn nicht gefunden hast, ja? *lol*

Auf den Rest deines Beitrages werde ich nicht eingehen, ich habe selten solch etwas radikal Intolerantes gelesen.

Tut mir ja herzlich Leid, dass sagen zu m√ľssen, aber f√ľr sowas da oben muss ich mich als Mitglied einer veganen Gesellschaft wirklich sch√§men, auch wenn ich diesen K√§se, im wahrsten Sinne des Wortes, gar nicht selbst verzapft habe. Unglaublich, da fehlen einem die Worte.

Re: Denn sie wissen nicht, was sie glauben

Autor: dom | Datum:

> Tut mir ja herzlich Leid, dass sagen zu m√ľssen, aber f√ľr
> sowas da oben muss ich mich als Mitglied einer veganen
> Gesellschaft wirklich schämen, auch wenn ich diesen Käse, im
> wahrsten Sinne des Wortes, gar nicht selbst verzapft habe.

Was hat das denn mit einer veganen Gesellschaft zu tun??

Es gibt keine Götter

Autor: Achim Stößer | Datum:
>
Zitat: Selbstverständlich. Hauptunterschied ist: Gott existiert nicht.

>
> Und das kannst du nat√ľrlich belegen, weil du schon das ganze Universum nach ihm
> abgesucht und ihn nicht gefunden hast, ja? *lol*

Mu√ü ich nicht. Ich mu√ü auch nicht das ganze Unversum absuchen um zu wissen, da√ü in den W√§nden keine Elfen wohnen, der Osterhase keine Eier legt und es keine keine gerade Primzahl √ľber 2 gibt.

Siehe auch Gottesbeweis und Unsichtbares rosa Einhorn.

Zitat: Alice laughed: "There's no use trying," she said; "one can't believe impossible things."
"I daresay you haven't had much practice," said the Queen. "When I was younger, I always did it for half an hour a day. Why, sometimes I've believed as many as six impossible things before breakfast."
Lewis Carroll, "Alice in Wonderland"

> Auf den Rest deines Beitrages werde ich nicht eingehen, ich habe selten solch etwas
> radikal Intolerantes gelesen.

Danke. Wobei ich f√ľrchte, da√ü Du das gar nicht als Kompliment meinst, weil Dir die Einsicht fehlt und Du "Toleranz" f√ľr Rassismus, Speziesismus, Theismus etc. f√ľr etwas Positives h√§ltst ...

> Tut mir ja herzlich Leid, dass sagen zu m√ľssen, aber f√ľr sowas da oben muss ich mich
> als Mitglied einer veganen Gesellschaft wirklich schämen, auch wenn ich diesen Käse,

Nun, in einer wirklich ethisch vertretbaren Gesellschaft wird es ja nicht nur keinen Speziesismus, sondern auch keinen Faschismus, Theismus usw. geben (von ein paar Unheilbaren, die entsprechend medizinisch betreut werden m√ľssen, abgesehen).

Gottesbeweis

Achim

Re: Es gibt keine Götter

Autor: Mary | Datum:

Zitat: Mu√ü ich nicht. Ich mu√ü auch nicht das ganze Unversum absuchen um zu wissen, da√ü in den W√§nden keine Elfen wohnen, der Osterhase keine Eier legt und es keine keine gerade Primzahl √ľber 2 gibt.


Nat√ľrlich musst du das nicht. Wenn du aber einen Menschen auf solch gravierende Art und Weise angreifst, seine √úberzeugungen als l√§cherlich betitelst und sozusagen als i-T√ľpfelchen die Nichtexistenz Gottes als bewiesen hinstellst, dann ja. Da du es nicht kannst, ist f√ľr mich die Diskussion diesbzgl. vollkommen √ľberfl√ľssig, das √§hnelt einer Streiterei mit einem bockigen Kleinkind, die ebenso sinnlos ist.

Wissen ist in irgendeiner Form belegbar. Alles andere ist reine Annahme und somit Glaubenssache. Auf metaphysische Fragen, die die Existenz von G√∂ttern, den eigentlichen Sinn des Lebens etc. betreffen, kann es keine einheitliche Antwort geben, das entscheidet nun mal jeder im Verlauf seines Lebens aufgrund zahlreicher Erfahrungen und Eindr√ľcke ganz f√ľr sich allein.

Zitat: Siehe auch Gottesbeweis und Unsichtbares rosa Einhorn.


Tja, dieser nette kleine Cartoon spiegelt aber nun mal nur deine Ansicht bzgl. dieser Thematik wieder. Mehr nicht. Deine Ansicht basiert, ebenso wie meine, auf Glauben und hat demnach keinen geringeren oder größeren Stellenwert als meine oder die irgendeiner andereren Person.

Zitat: Danke. Wobei ich f√ľrchte, da√ü Du das gar nicht als Kompliment meinst, weil Dir die Einsicht fehlt und Du "Toleranz" f√ľr Rassismus, Speziesismus, Theismus etc. f√ľr etwas Positives h√§ltst ...


F√ľr was fehlt mir denn die Einsicht, deiner Meinung nach? F√ľr deine √úberzeugung, die nicht auf Fakten sondern auf Annahme basiert? √úbrigens auch eine Form von Glauben.
Speziesismus, Sexismus und Rassismus lehne ich vollkommen ab.
Was all diese Dinge allerdings mit dem Glauben an eine Gottheit zu tun haben, ist mir doch ziemlich schleierhaft.

Ich bin ein wirklich toleranter Mensch und es fiele mir nicht im Traum ein, einen Atheisten aufgrund seines "Glaubens" (letztendlich glaubt er ebenso wie ich auch, nur mit dem Unterschied, dass f√ľr ihn eben kein Gott existiert) zu verurteilen. Dazu habe ich nicht das Recht, denn nicht umsonst hei√üt es eben nicht Wissen, sondern Glauben. Schlag mal die Definition dieses Wortes im W√∂rterbuch nach. Und glauben kann jeder, was er m√∂chte, so lange dies den Bereich der Metaphysik nicht verl√§sst. Sobald jemand der festen √úberzeugung ist, dass K√ľhe lila w√§ren und Regenw√ľrmer Fl√ľgel h√§tten, kann man ihm selbstverst√§ndlich durch vorhandene Fakten (und damit Wissen) aufzeigen, dass er im Irrtum ist. Jemanden, der glaubt, Hitler w√§re ein guter Mensch gewesen, kann man in ein KZ schleppen und ihn somit mit der unverbl√ľmten Wahrheit konfrontieren.

Was den Glauben an Gott betrifft, so existiert Wahrheit nicht. Wer darauf Anspruch erhebt, hat wahrlich nichts begriffen und darf sich, zurecht, als intoleranten Menschen bezeichnen.

Dass nicht jeder Mensch mit Spiritualität etwas anfangen kann, ist (durch eine Vielzahl an Atheisten) belegt. Über Annahmen zu urteilen, die man aufgrund eines vorhandenen Mangels (nämlich der fehlenden Perspektivenvielfalt und ebenso fehlenden hohen Toleranzschwelle) nicht nachvollziehen oder verstehen kann, ist verwerflich und reichlich primitiv, erst recht dann, wenn solch eine Person auf anderen Gebieten mental und ethisch vielen Menschen um einiges vorraus ist.

Ich verurteile es strikt, dass Tiere f√ľr unsere Nahrung get√∂tet werden. Denn ich glaube nicht nur, dass sie Schmerz und Leid ebenso wie wir empfinden, nein, ich wei√ü es. Alle wissen es und trotzdem schauen die meisten von ihnen weg. Und das akzeptiere ich nicht. Ich wei√ü, dass die Erde rund ist, K√ľhe nicht lila sind und der Papst ein Deutscher ist. Aber ich wei√ü nicht, ob Gott existiert. Ich glaube es. Wer es nicht glaubt, auch gut. Radikale Positionen auf beiden Seiten sind schlichtweg eine Fehlinvestition der k√∂rpereigenen Energie, die man eher in die Befreiung von Tieren aus Mastbetrieben oder die Behandlung und Versorgung von Aidswaisen stecken sollte.
Diese Art von Glauben zu bek√§mpfen bedeutet, auch die Meinungsfreiheit zu bek√§mpfen. Ich wei√ü nicht, welchen Platz dieser Erde du dein Zuhause nennst, ich aber bin sehr froh und gl√ľcklich, in demokratischen Verh√§ltnissen mit entsprechenden Grundrechten leben zu k√∂nnen und nicht unter einer Diktatur leiden zu m√ľssen.

Re: Es gibt keine Götter

Autor: dom | Datum:
Mary schrieb:
> Dass nicht jeder Mensch mit Spiritualität etwas anfangen
> kann, ist (durch eine Vielzahl an Atheisten) belegt. √úber
> Annahmen zu urteilen, die man aufgrund eines vorhandenen
> Mangels (nämlich der fehlenden Perspektivenvielfalt und
> ebenso fehlenden hohen Toleranzschwelle) nicht nachvollziehen
> oder verstehen kann, ist verwerflich und reichlich primitiv,
> erst recht dann, wenn solch eine Person auf anderen Gebieten
> mental und ethisch vielen Menschen um einiges vorraus ist.
>

Durch den Glauben sind mehr Menschen getoetet worden als durch alle anderen Gruende zusammen. Und das passiert auch heute noch. Der Papst toetet viele Menschen durch das Verbot von Kondomen und er beruft sich dabei auf seinen Glauben.

> Ich verurteile es strikt, dass Tiere f√ľr unsere Nahrung
> getötet werden.

Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht nur die Nahrung meinst.

> Denn ich glaube nicht nur, dass sie Schmerz
> und Leid ebenso wie wir empfinden, nein, ich weiß es. Alle
> wissen es und trotzdem schauen die meisten von ihnen weg. Und
> das akzeptiere ich nicht. Ich weiß, dass die Erde rund ist,
> K√ľhe nicht lila sind und der Papst ein Deutscher ist. Aber
> ich weiß nicht, ob Gott existiert. Ich glaube es. Wer es
> nicht glaubt, auch gut. Radikale Positionen auf beiden Seiten
> sind schlichtweg eine Fehlinvestition der körpereigenen
> Energie, die man eher in die Befreiung von Tieren aus
> Mastbetrieben oder die Behandlung und Versorgung von
> Aidswaisen stecken sollte.

Entschuldige, aber fuer gewoehnlich sind die radikalen Positionen bei den Glaeubigen vertreten. Warum muessen denn die "Wilden" zu Christen werden?

> Diese Art von Glauben zu bekämpfen bedeutet, auch die
> Meinungsfreiheit zu bekämpfen. Ich weiß nicht, welchen Platz
> dieser Erde du dein Zuhause nennst, ich aber bin sehr froh
> und gl√ľcklich, in demokratischen Verh√§ltnissen mit
> entsprechenden Grundrechten leben zu können und nicht unter
> einer Diktatur leiden zu m√ľssen.

Es gibt Orte auf der Welt, wo der Glaube eine Diktatur ist (z.B. Bayern ;)).

Re: Es gibt keine Götter

Autor: Mary | Datum:

Zitat: Durch den Glauben sind mehr Menschen getoetet worden als durch alle anderen Gruende zusammen. Und das passiert auch heute noch. Der Papst toetet viele Menschen durch das Verbot von Kondomen und er beruft sich dabei auf seinen Glauben.


Weder habe ich jemals einen Menschen get√∂tet noch halte ich viel vom Papst. Seine Einstellung gerade in dieser Hinsicht finde ich absolut l√§cherlich. Ganz zu schweigen von all jenen religi√∂sen Menschen, die im Namen ihres Gottes (Allah, Buddha oder wer auch immer) mutwillig t√∂ten. Zu der Kategorie geh√∂re ich aber nun mal nicht. Warum muss man nur immer so stark verallgemeinern und Menschen mit Vorurteilen begegnen? Das f√ľhrt doch zu nichts...

Zitat: Entschuldige, aber fuer gewoehnlich sind die radikalen Positionen bei den Glaeubigen vertreten.


Frage: kann ich daf√ľr irgendetwas? Spinner gibt und gab es √ľberall und immer, das zeigt uns leider die Menschheitsgeschichte. Der Mensch ist mit Abstand das brutalste und hinterlistigste Wesen auf der Welt - meinst du, ich hab mir ausgesucht, einer zu werden? Trotzdem ich dieser Spezies angeh√∂re, muss ich aber noch lange nicht eben so ignorant und egoistisch sein wie die meisten meiner Artgenossen.

Wie man am Beispiel von Achim sieht, gibt es Radikalität selbstverständlich nicht nur auf Seite der Gottgläubigen.

Zitat: Es gibt Orte auf der Welt, wo der Glaube eine Diktatur ist (z.B. Bayern ;)).


Was in meinen Augen ebenso verwerflich ist. Jeder soll an das glauben können, was er möchte, so lange niemand dabei zu Schaden kommt.

Zitat: Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass Du nicht nur die Nahrung meinst.


Nat√ľrlich, ja.

Re: Es gibt keine Götter

Autor: Ricarda | Datum:
Mary schrieb:
> Jeder soll an das
> glauben können, was er möchte, so lange niemand dabei zu
> Schaden kommt.
Aber es kommen Leute zu Schaden, egal ob du es selber Hand anlegst oder nicht. Du unterst√ľtzt diese Leute!

Re: Es gibt keine Götter

Autor: Mary | Datum:

Was ein Quatsch. Sage mir doch bitte mal, wen du mit "diese Leute" meinst und inwiefern ich diese unterst√ľtzen sollte?

Mitläufer sind Mittäter

Autor: Achim Stößer | Datum:
Wieviele Nazis haben selbst Menschen vergast?
Wie viele Moslems haben selbst Sprengstoffg√ľrtel gez√ľndet?
Wieviele Christen haben selbst Hexen verbrannt?

Nicht die KZ-Aufseher, die moslemischen Selbstmordattentäter, die Päpste usw. sind das eigentliche Problem.

Vielmehr sind das die Massen der Mitläufer, die versuchen, den Verbrechen einen harmlosen Anstrich zu verpassen. Bemerkenswerterweise häufig mit vermeintlich kritischer Larve ...

Achim

Re: Christliches Nichttötungsgebot?

Autor: margaretha becker | Datum:
Das Gebot "Du sollst nicht morden" oder auch "du sollst nicht t√∂ten" ist mit den restlichen Geboten eine der grundlegenden Regeln des Christentums und der kleinste gemeinsame ethische Nenner aller V√∂lker, auch Nichtchristen. Ich wei√ü jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass das f√ľnfte Gebot nicht existieren soll.
Als Christ und Veganer halte ich dieses Gebot f√ľr eines der wichtigsten.

Die Mär vom christlichen Nichttötungsgebot?

Autor: Achim Stößer | Datum:
> Das Gebot "Du sollst nicht morden" oder auch "du sollst nicht
> töten" ist mit den restlichen Geboten eine der grundlegenden
> Regeln des Christentums und der kleinste gemeinsame ethische
> Nenner aller Völker, auch Nichtchristen. Ich weiß jetzt
> nicht, wie du darauf kommst, dass das f√ľnfte Gebot nicht
> existieren soll.
> Als Christ und Veganer halte ich dieses Gebot f√ľr eines der
> wichtigsten.

Mal davon abgesehen, dass die Religionen (insbesondere die abrahamitischen, durch die biblischen Mordgebote per se M√∂rderideologien sind, existiert "das 5. Gebot" nat√ľrlich. Nur lautet es eben entgegen verbreiteter Propaganda nicht "Du sollst nicht t√∂ten", wie ausf√ľhrlich hier http://achim-stoesser.de/atheismus/faq.html#FrageNichttoeten und hier http://antispe.de/txt/furchtundschrecken.html dargelegt.

Im √ľbrigen wei√ü ich, was ich von Leuten zu halten haben, denen man sagen muss, dass sie nicht morden sollen (weil sie nicht von allein drauf kommen).

Achim

Re: Wie argumentieren?

Autor: Schlunz | Datum:
Mary schrieb:

> Wie lässt sich am besten argumentieren, wenn man sich als
> Veganer von einem omnivor lebenden Menschen den Spruch
> "Veganer (oder auch, die bekanntere Version, Vegetarier,
> beide Bezeichnungen lassen sich ja so wunderbar austauschen)
> essen meinem Essen das Essen weg!" anhören muss? Jemand eine
> Idee?

"Nichtveganer essen meinem Planeten den Regenwald weg."

"Wenn man Menschen nicht essen soll, warum sind sie dann aus Fleisch?"

Warum [bei sowas] argumentieren?

Autor: Achim Stößer | Datum:
Sollte man da √ľberhaupt argumentieren? Wer solchen Schwachsinn a la "Nichtraucher atmen meinen Zigaretten die Luft weg" abl√§√üt, ist offensichtlich nicht an Argumenten, Fakten oder Ethik interessiert. Am sinnvollsten scheint es mir, ihn einfach wortlos stehen zu lassen und demonstrativ wegzugehen.

Achim

Re: Wie argumentieren?

Autor: dom | Datum:
"Wenn Du Dir ein Hirn gesorgt hast koennen wir darueber vielleicht nochmal reden."

"Sei brav und geh spielen."

"Ich esse kein industielles Kraftfutter mit Antibiotika!"

"Ich esse kein Tiermehl!"

"Ich esse Lebensmittel, Dein "Essen" isst industielle Abfallprodukte."

"Respekt, Du bist erst der 1 359 466., der auf diesen super Witz gekommen ist!"

Aber auch zu Deinem eigenen Schutz ist die beste Antwort der Abbruch der Konservation, bis eine Entschuldigung kommt.

Re: Wie argumentieren?

Autor: Mesiu | Datum:
Zitat: Aber auch zu Deinem eigenen Schutz ist die beste Antwort der Abbruch der Konservation, bis eine Entschuldigung kommt.

Wenn ich Zeit habe, entgegne ich gern: ‚ÄěNein mein Freund, es ist zwar l√∂blich, dass du dir Gedanken um deine Ern√§hrung zu machen scheinst, aber du bist im Unrecht. Es ist n√§mlich so, dass in der Tat dein Essen deinem Essen das Essen wegisst. Sieh mal, ein vegan lebender Mensch kann √ľber eine beliebige Zeitspanne hinweg allerh√∂chstens ein Zehntel der von einer Kuh beanspruchten N√§hrstoffmenge aufnehmen, ergo braucht er nur h√∂chstens den selben Bruchteil der bebauten Landfl√§che und des Futters an sich. Wenn du Bedenken hast, es k√∂nnte vielleicht irgendwann nicht mehr genug pflanzliche Nahrung auf der Erde geben ‚Äď und du h√§ttest ja sonst nicht gefragt ‚Äď dann m√ľsstest du dich erst recht selbst vegan ern√§hren ...‚Äú Und so weiter, bis der Gegen√ľber rot genug geworden ist und man ebenfalls die Entschuldigung bekommt. ;)

Re: Wie argumentieren?

Autor: Mesiu | Datum:
Ich war im Juli auf zwei Hochzeiten, da kommt einiges an Fragen, ja. Und sobald man ernsthaft darauf eingeht, m√ľssen die Leute wohl zuh√∂ren, wenn sie nicht gerade sagen wollen ‚ÄěOK, kannst aufh√∂ren, ich habe da gerade einfach nur so eine ziemlich doofe Frage gestellt.‚Äú

Eine Dummheit kommt selten allein

Autor: Achim Stößer | Datum:
Problem dabei ist: eine bl√∂de Frage (oder Aussage) kommt selten allein - selbst wenn die erste abgeschmettert wird, m√ľssen die Leute sich in dem vergeblichen Versuch, das Gesicht zu wahren, mit weiteren l√§cherlich machen (und merken das nicht mal).

Achim